Auktionshaus Gutowski GmbH - 36. Auktion Historischer Wertpapiere am 31.10.2007
Ägypten (PDF)

Nr. 1 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
S.A. des C.d.F. de la Basse-Egypte
Aktie Priv. 500 F, Nr. 66
Kairo, 15.3.1896 VF
Gründeraktie, Auflage: 7.000. Gründung 1896 per Dekret der S.A. de Khédive zum Bau der Eisenbahnstrecke Mansourah-Matarieh. Dekorativ, zwei Vignetten mit ägyptischer Ausgrabungsstätte, Pyramide und Sphinx. Originalsignaturen. Zwei Einrisse am rechten Rand hinterklebt. Die Gründungsemission ist sehr selten.

Nr. 2 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Soc. Misr pour le Transport et la Navigation
Aktie 10 L.eg., Nr. 5754
Kairo, 17.10.1925 EF
Die Schifffahrtsgesellschaft wurde 1925 gegründet. Wunderschöne Gestaltung in mehreren Farben, links Wikinger-Schiff, rechts modernes Frachtschiff, mittig ein riesiger Anker und mehrere Segelboote im Unterdruck.

Nr. 3 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Soc. Viticole et Vinicole d’Egypte S.A.
Aktie 25 x 4 eg. £, Nr. 57601-25
Kairo, Juli 1938 EF-
Gegründet wurde diese ägyptische Weinfirma 1936. Hochdekorativ, altägyptische Ansichten von Weinbau und Kellerei in Amphoren in der Umrahmung. Anh. Kupons.

Algerien

Nr. 4 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Omnibus & Messageries de l’Algérie
Aktie 500 F, Nr. 1066
Algier, 15.7.1883 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 1.200. Gründung 1883 für den Betrieb von Buslinien und Straßenbahnen in Algier, der größten Stadt Algeriens. Algier wurde 1830 Hauptstadt der französichen Kolonie. Hochdekorative Gestaltung mit floralen Verzierungen und zwei Vignetten: oben eine Kutsche in voller Fahrt mit fünf vorgespannten Pferden, unten ein Straßenbahnwaggon mit Fahrgästen. Original signiert. Mit anh. restlichen Kupons ab 1885. Äußerst selten.

Nr. 5 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Soc. Algérienne de Navigation Charles Schiaffino & Co.
Aktie 10.000 F, Nr. 83102
Algier, Dez. 1951 EF
Bedeutende Reederei, gegründet 1920 um Wein von Algerien nach Rouen zu importieren. Zu den größten Weinschiffen der Ges. zählten “Marie-Louise Schiaffino”, “Ange Shiaffino” und “Laurent Schiaffino”. Die Schiffe transportierten Wein in den Tanks, an Bord wurden Obst, Gemüse und Zitrusfrüchte transportiert, ferner reiche Touristen und französische Beamten, die ihren Dienst in den Kolonien antreten sollten. Bald wurden auch Fracht- und Passagierdienste zwischen Frankreich und Marokko übernommen. Nachdem die Bedeutung der Kolonien für Frankreich sinkt, verliert die Ges. zunehmend Aufträge. Anfang der 1970-er Jahre wurde ein Teil der Schiaffino-Flotte für den Transport der Ausrüstung für Atomtests auf Muruora, Südpazifik. Auf der Rückseite wurde Kopra in Tahiti geladen. In einem ehemaligen Hangar des Hafens von Rouen, der bis in die 1970-er Jahre von der Firma Charles Schiaffino zur Lagerung von Wein benutzt wurde, befindet sich das wichtige Schifffahrts Museum (musée maritime, fluvial et portuaire de Rouen). Hochdekoratives Papier mit photographischer Ansicht des Hafens von Algier, im Vordergrund ein Schiff der Gesellschaft, herrliche Verzierungen mit den typischen nordafrikanischen Ornamenten. Äußerst selten angeboten! Mit anh. restlichen Kupons.

Argentinien

Nr. 6 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Banco Comercial del Azul S.A.
Aktie 5 x 100 Pesos, Nr. 2421-2225
Azul, 31.12.1920 EF
Bereits 1889 gegründete Provinzbank. Die Stadt Azul liegt am Rande der fruchtbaren Tiefebene der Provinz Buenos Aires gut 250 km südlich der argentinischen Hauptstadt. Vignette mit Segelschiff, Hermes, Zahnrad, Rind und Feldfrüchten.

Nr. 7 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Banco de Galicia y Buenos Aires S.A.
Aktie 5 x 100 Pesos, Nr. 49301-305
Buenos Aires, 18.2.1910 VF+
Die 1905 durch Dekret der argentinischen Zentralregierung gegründete Bank besteht noch heute. Hochdekorativer, mehrfarbiger Druck mit den Wappen von Argentinien und Spanien. Nur 8 Stücke sind von dieser Emission bekannt!

Nr. 8 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Banco Espanol del Rio de la Plata S.A.
Aktie 5 x 100 Pesos, Nr. 764496-500
Buenos Aires, 10.12.1910 VF
Gegründet am 1886 durch Dekret der argentinischen Zentralregierung. Das Gründungsjahr ist kein Zufall: In diesem Jahr wurde Dr. Miguel Juarez Celman zum Präsidenten gewählt, und zwar erstmals überhaupt in der Geschichte der Republik ohne Bürgerkrieg beim Präsidentenwechsel. Er zeichnete sich durch eine überaus aktive Wirtschaftspolitik aus (in seinem Übereifer setzte er dafür allerdings die Notenpresse ein und produzierte Inflation, weshalb ihn ein Aufstand unter Führung der Oppositionspartei Union Civita nach blutigen Kämpfen 1890 zum Rücktritt zwang). Die bis heute bestehende Bank wurde in den 30er Jahren umbenannt in “Credito Espanol del Rio de la Plata”. Sehr dekorative Gestaltung mit den Wappen von Spanien und Argentinien. Rückseitig Dividendenzahlungsvermerke bis 1930.

Nr. 9 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Compania Argentina de Pesca S.A.
Aktie “A” 5 x 100 Pesos, Nr. 11286-290
Buenos Aires, 20.10.1958 EF
Alte, bereits 1904 gegründete Fischfang-Gesellschaft. Reederei-Flagge mit Walfisch. Die Aktie hatte 3 Stimmen. Anh. Kupons.

Nr. 10 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Compania Azucarera Tucumana S.A.
Aktie Ser. 20 5 x 100 Pesos, Nr.1988201-205
Buenos Aires, 15.11.1963 EF
Gegründet 1895. Die Gesellschaft besaß in der Provinz Tucuman am Fuße der Anden im Norden Argentiniens ausgedehnte Ländereien von zusammen 51.000 ha, die mit Zuckerrohr, Weizen, Baumwolle und Reis bepflanzt wurden. Anh. Kupons.

Nr. 11 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Ferro Carril Central de Buenos Aires Ltda.
5 % debenture 500 £ stg., Nr. 22601-605
21.7.1931 EF
Gegründet 1906. Aufgrund von bis 1886 zurückreichenden Konzessionen der argentinischen National- und Provinzregierungen wurde ein 252 Meilen langes Streckennetz betrieben, vor allem die normalspurige Ringeisenbahn um Buenos Aires, in die alle Fernbahnlinien der Entre Rios-, Argentine North Eastern und Paraguay Central-Systeme einmünden und deren östlicher Teil parallel zu den Hafenanlagen läuft. Ein Teil des Betriebes (einschließlich des Hafens Zárate) wurde von der Buenos Ayres Lacroze Tramway Co. geführt. Schöner Druck von Waterlow, große Vignette mit Güterzug und Personenzug vor einem prachtvollen Bahnhofsgebäude. Nur 5 Stücke wurden gefunden! Entwertet.

Nr. 12 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Renault Argentina S.A.
Aktie Ser. 15 1.000 x 10 Pesos, Nr. 167747473- 48472
Buenos Aires, 30.4.1981 UNC/EF
Die argentinische Renault-Tochter wurde 1955 gegründet. Äußerst selten. Anh. Kupons.

Nr. 13 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
S.A. Dock Sud de la Capital
Aktie 100 Pesos, Nr. 116
Buenos Aires, 15.3.1889 EF/VF
Gründeraktie. Große argentinische Werft am Rio de la Plata. Äußerst dekoratives Großformat, große Vignette mit Segelschiffen und Allegorie. Leichte Verfärbungen.

Nr. 14 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Sindicato Lactona S.A.
Aktie 100 Pesos, Nr. 2712
Buenos Aires, 15.3.1919 VF
Die 1909 gegründete Gesellschaft betrieb Molkereien. Später mit Namenszusatz “Sindicato Lactona Tambos y Usinas S.A.” Seit 1944 in Liquidation. Nur 8 Stücke wurden gefunden!

Australien

Nr. 15 Schätzpreis: 3.000,00 EUR
Startpreis: 1.500,00 EUR
Bank of Australia
Share 100 £, Nr. 2032
1.7.1833 EF/VF
Das Institut, 1826 in Sydney gegründet, zählt mit zu den ersten Aktiengesellschaften des fünften Kontinents. „The poor merino Bank“ wurde sie genannt, da sie im Gegensatz zur Bank of New South Wales keine ehemaligen Strafgefangenen als Anteilseigner zuließ. Die Aktie ist ausgestellt auf Thomas de la Condamine (1797 - 1873), nach welchem 1827 der Condamine-River benannt wurde. Als Direktoren haben Persönlichkeiten der australischen Gründerzeit dieses Papier eigenhändig unterschrieben: James Northon (1795-1862), Gründungsgesellschafter und Rechtsanwalt; Alexander Brodie Spark (1792-1856), Händler und Landvermittlungsmakler; Thomas Shadforth (1797-1862), Direktor bedeutender Unternehmen in Sydney sowie Eddie Manning (1807-1889), Händler, Direktor zahlreicher Firmen und Förderer der Dampfschiffahrt. Der Druck der Aktie erfolgte auf Tierhaut. Rarität aus der Auflösung einer alten Sammlung. MUSEAL!

Belgien

Nr. 16 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Ateliers de Construction de la Biesme
Action de priorité 125 Frs., Nr. 1685
Brüssel, 15.10.1919 EF
Gründung 1906. Die Gesellschaft muss auf vielen Gebieten tätig gewesen sein, die 6 Abbildungen zeigen eine Stahlbrücke, Lokomotive, Turbine, einen Kran sowie Werkzeugmaschinen. Anh. Kupons.

Nr. 17 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Cie. Commerciale des Métaux et de Métallurgie S.A.
Aktie 100 Frs., Nr. 28
Brüssel, 17.1.1909 EF-
Gegründet 1889 von Élisée Wauthier, AG seit 1908. Hochdekorativ mit Allegorien und dem Bildnis des Firmengründers. Original signiert von Wauthier. Kleiner Einriß am oberen Rand hinterklebt. Mit kpl. anh. Kuponbogen.

Nr. 18 Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
Cie. d’Assurances Universelles
Aktie 1.000 Frs., Nr. 1653
Brüssel, 1.1.1834 VF
Gründeraktie. Die am 19.12.1834 gegründete universelle Versicherungsgesellschaft bestand bis 1862. Dekorativ verziertes Papier, als Lithographie gedruckt, mehrfach original signiert, u.a. von de Keyser. Knickfalten, kleine Randeinrisse hinterklebt. Extrem selten!

Nr. 19 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Cie. du Caoutchouc Monopole du Portugal S.A.
Action priv. 100 Frs., Nr. 2089
Brüssel, März 1898 EF
Gründeraktie, Auflage: 4.000. Die 1898 gegründete belgische Gesellschaft wurde vom König von Portugal ermächtigt, Naturkautschuk und Guttapercha aus den portugiesischen Kolonien zu importieren und in Portugal zu verarbeiten. Ungemein kunstvolle Jugendstil-Gestaltung, Künstlermonogramm in der Platte. Grundfarbe dunkelblau. Mit kpl. anh. Kupons.

Nr. 20 Schätzpreis: 1.000,00 EUR
Startpreis: 500,00 EUR
Cie. Gén. d’Éditions Lyon-Claesen S.A.
Action ordinaire o.N., Nr. 1382
Brüssel, Mai 1899 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 6.000. Die Verlagsanstalt wurde 1899 mit Sitz in Brüssel von Herrn Lyon-Claesen gegründet. Eine 50%-ige Beteiligung an dem Unternehmen übernahm die Verlagsgesellschaft “Soc. d’Etudes et d’Editions Geographiques Elisee Reclus”. Im Gegenzug erhielt Editions Lyon-Claesen das alleinige Recht zur Veröffentlichung der bisher von der Soc. d’Etudes et d’Editions Geographiques Elisee Reclus herausgegebenen kartographischen Werke. Darüber hinaus wurden Bücher verlegt und eine Kunstdruckerei für die Reproduktion von Graphiken und Zeichnungen betrieben. Herausragende Jugendstil-Gestaltung durch den damals 26-jährigen Pariser Illustrator Edmond André Rocher (in der Platte signiert). Eine absolute Rarität! Bereits die 100-Frs.-Aktie ist im Suppes-Katalog mit 4.000,- DM bewertet; dieses Stück mit kleinerer Auflage ist wesentlich höher zu taxieren! Knickfalte, sonst tadellos.

Nr. 21 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Continental Hall Signal Co. S.A.
Aktie 100 Frs., Nr. 3137
Brüssel, 9.7.1898 EF
Gründeraktie, Auflage: 15.000. Vertriebstochter der im US-Bundesstaat Maine ansässigen “The Hall Signal Company”, ausgestattet mit den Vertriebs- und Lizenzrechten für alle europäischen Länder (außer England) und deren Kolonien. Im Jahr 1912 fusionierte Hall mit sieben weiteren US-Firmen zur “Hall Switch & Signal Co.”, die Fabrik in Garwood, N.J. war einer der größten Produzenten von Eisenbahnsignal- und Elektrotechnik. Detaillierte Abb. mit Signalmasten und einem Bahnhof, außerdem große fotografische Abb. einer schnurgeraden zweigleisigen Strecke im Unterdruck. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Brasilien

Nr. 22 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Cia. Leopoldina Estrada de Ferro
6,5 % Obl. 200.000 Reis, Nr. 4955
Rio de Janeiro, 1.10.1884 EF+
1897 wurde die Eisenbahngesellschaft auf die neu gegründete Leopoldina Railway Co. vereinigt, u.a. mit der Rio de Janeiro & Northern Railway Co. Sehr dekoratives Papier mit filigran verzierter Umrandung und Abbildung einer Lokomotive mit Tender, als Lithographie ausgeführt. Mit restlichen Kupons. Äußerst selten, aus Sammlungsauflösung.

Bulgarien

Nr. 23 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Assenovetz Fabrique de Bière S.A.
Aktie 1.000 Lewa, Nr. 2216
Sliven, 29.7.1921 EF
Die Bereitung von Bier ist seit alters her über die ganze Erde verbreitet (meist Gerstenbier, in Afrika Hirsebier, in Ostasien Reisbier, in Südamerika Chica- oder Maisbier). Bei den Ägyptern und Babyloniern spielte Bier eine große Rolle, bei den Römern galt Bier als das Getränk der Barbaren. Ursprünglich wurde das Bier aus gemälztem oder ungemälztem Getreide bereitet, meist mit Zusätzen, aber ohne Hopfen. In Deutschland ist Hopfenanbau erstmals 736 bei Geisenfeld (Bayern) nachgewiesen. Äußerst dekorativer Druck in frischen Farben, Umrandung aus Hopfen und Gerste. Zweisprachig bulgarisch/französisch. Mit anh. Restkupons.

Nr. 24 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Jutschbunarer Volksbank
Aktie 500 Lewa, Nr. 14356
Sofia, 14.10.1938 VF
Volksbank in Sofia mit drei Niederlassungen. Äußerst dekorativ und farbenprächtig. Knickfalte mittig mit kleiner Verletzung. Diese Ausgabe war uns bisher unbekannt.

Nr. 25 Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
STEYR AG für Automobilhandel
Aktie 1.000 Lewa, Nr. 231
Sofia, von 1922 EF/VF
Umgründung 1941 in die “Steyr-Skoda” Bulgarische Autohandels-AG. Steyr selbst wurde 1869 als “Österreichische Waffenfabriks-Gesellschaft” gegründet. 1916 Bau einer großen Fabrik für Flugmotoren, LKW’s und Personenwagen. 1934 mit Austro-Daimler zur Steyr-Daimler-Puch fusioniert. Hochdekorativ, große Abb. eines alten Steyr-Wagens. Mit kpl. anh. Kupons. Kleiner Einriß am unteren Rand hinterklebt. Lochentwertet, wie alle bekannten Stücke. Äußerst selten!

China

Nr. 26 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Banque Industrielle de Chine S.A.
Aktie 500 F, Nr. 134589
Paris, 19.5.1919 EF-
Die 1913 gegründete Bank versuchte, im Anleihe- und Kreditgeschäft mit China gegen die Vormachtstellung der englisch beeinflussten Hongkong and Shanghai Banking Corporation anzukämpfen. Doch die Zeiten für gute Geschäfte in Fernost unter dem Schutz von Kolonialmächten neigten sich dem Ende zu: Mit dem Zusammenbruch des chinesischen Kaiserreichs ging auch diese Bank unter. Einer der schönsten Bankentitel. Herrliche mehrfarbige Gestaltung mit “blühenden Landschaften” und fernöstlicher Symbolik. Anh. Kupons.

Nr. 27 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Chinese Government 5 % Gold Loan of 1912
5 % Gold Bond 100 £, Nr. 746
von 1912 VF
Auflage: 26.000, Kuhlmann 271. Die erste Sterling-Anleihe der Republik China unter dem Revolutionär Dr. Sun Yat-sen (1911-1928), Mitinitiator war Präsident Yuan Shi-kai. Geplant war ein Volumen von 10 Mio. £, tatsächlich ausgegeben waren mit dem British & International Investment Trust als Konsortialführer 5 Mio. £ “zur Bezahlung schwebender Schulden und für öffentliche Arbeiten”. Abgesichert durch Verpfändung der Überschüsse aus der Salzsteuer. Auch unter der 1928 durch Tschiang Kai-schek errichteten Militärdiktatur wurde die Anleihe noch bis 1939 bedient. Die Kommunisten unter Mao lehnen dagegen bis heute die Bezahlung der Schulden ihrer Vorgänger-Regierungen ab. Ein interessantes Detail: Keine der ausländischen Banken, die zuvor die kaiserlich chinesische Regierung finanziert hatten, war an dieser Anleihe beteiligt. Mit anh. restlichen Kupons.

Nr. 28 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Chinese Government Loan (Skoda Loan II)
8 % Bond 500 £, Nr. 21706
30.9.1925 EF
Auflage: 2.200, Kuhlmann 704. Sehr schöner, mehrfarbiger Druck. Mit anh. Kuponbogen. (Ein-lieferer-Nr.: 16)

Nr. 29 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Comptoir Charles Ley S.A.
Action 1.000 chin. $, Nr. 279
Brüssel, 1.8.1925 EF
Auflage: 400. Gegründet am 10.8.1923 mit Firmensitz in Peking, registriert im belgischen Generalkonsulat in Tientsin, verwaltet in Brüssel. Die Handelsgesellschaft führte Im- und Exportgeschäfte aller Art. Original signiert von dem Firmengründer Charles Ley. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Äußerst selten!

Nr. 30 Schätzpreis: 380,00 EUR
Startpreis: 190,00 EUR
Emprunt Industriel du Gouvernement de la République Chinoise
5 % Obl. 500 F
Paris, 7.4.1914 EF
Reservestück, wie Kuhlmann 330 Teil einer Anleihe von 150 Mio. F zum Bau des Hafens von Pukow, für die Wasser- und Elektrizitätsversorgung sowie die Straßenbahn in Pekin. Dekoratives, großformatiges Stück, drei Vignetten mit Bahnofszenerie, Eisenbahn auf Brücke und vor chinesischem Palast. Mit anh. Kupons Nr. 41-100. Reservestück nicht gelistet bei Kuhlmann. Extrem selten: weniger als 10 Stücke sind im Jahr 2003 gefunden worden.

Nr. 31 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Gouvernement de la Republique Chinoise, C.d.F. Lung-Tsing-U-Hai
8 % Bon du Tresor 500 F, Nr. 19820
Paris, 10.6.1925 VF
Certificat Provisoire. Mit dem rechts anhängenden Certificat Fractionnaire (Kuhlmann 680), benötigt für den Umtausch der Anleihe von 1919. Nicht gelistet bei Kuhlmann. Sehr günstig angeboten!

Nr. 32 Schätzpreis: 380,00 EUR
Startpreis: 190,00 EUR
Republik China
Lung-Tsing-u-Hai-Eisenbahn
8 % Obl. 1.000 fl.
‘s-Gravenhage, von 1920 EF/VF
Reservestück, Kuhlmann 560 RS. Text in niederländisch. Vignette mit Eisenbahnbrücke über Flusslandschaft. Mit anh. Kuponbogen (1 Kupon fehlt, wie bei allen bekannten RS-Stücken). Extrem selten, weniger als 10 Stücke im Jahr 2003 aufgetaucht, hoher Katalogwert.

Kuba

Nr. 33 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Ayuntamiento de la Habana
6 % Obl. 100 Pesos = 500 ptas = 500 frcs. = 20 £ stg. = 100 US-$, Nr. 68930
Cuba, 1.4.1889 VF
Diese Anleihe der Stadtgemeinde Havanna war abgesichert durch erste Hypothek auf dem Canal de Vento, dem Aquädukt Fernando VII und den Markthallen Cristina, Colon und Tacon, die sämtlich städtisches Eigentum waren. Großformatig, schöner grün/schwarzer Stahlstich der ABNC mit drei Vignetten: Hafeneinfahrt von Havanna, Denkmal und Wappen. Mehrfach entwertet.

Nr. 34 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Havana Central Railroad
272 shares à 100 $, Nr. 4140
New Jersey, 9.1.1908 EF/VF
Gegründet 1905 nach Übernahme einer Konzession der Insular Railway für den Bau einer 120 Meilen langen Eisenbahnstrecke von Havanna ins Landesinnere. Bis 1918 wurde eine Strecke von 73 Meilen betrieben, wobei 10 elektrische und 5 Dampflokomotiven ihren Dienst versahen. Großaktionär: United Railways of the Havana & Regla Warehouse Ltd. Druck in altrosa/schwarz. Hochdekorative ABNC-Stahlstichvignette mit zwei weiblichen Allegorien mit Stromgenerator, dahinter Straßenbahnwagen. Original signiert von dem Präsidenten W. E. Ogilvie.

Nr. 35 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Vedado Tennis Club
3 % Obl. 100 Pesos, Nr. 2305
Habana, 20.1.1919 EF/VF
Auflage: 5.000. In der vorkommunistischen Zeit war Havanna, die Hauptstadt von Kuba, ein Wirtschaftszentrum, in dem man gern lebte. Die Oberklasse schuf sich ihre Refugien, so z.B. den malerisch gelegenen Vedado Tennis Club. Mit dieser Anleihe wurden die ausgedehnten Anlagen des Clubs finanziert. Sehr hübscher blau/schwarzer Druck mit Vereinswimpel. Unentwertet, mit Kupons. Anh. Kupons. Verfärbungen, sonst tadellos.

Deutschland (PDF)

Nr. 36 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
A. Frohmuth Holzwaren- und Holzstoff-Fabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6165
Mellenbach, 15.12.1923 EF
Gründeraktie, Auflage: 10.000. Gegründet zur Weiterführung der Fabrik der Fa. Alfred Frohmuth. Nach der Inflation kam die Firma in’s Straucheln: 1926 verschaffte ein Zwangsvergleich noch einmal kurz Luft, aber schon 1929 ließ sich der Konkurs doch nicht mehr vermeiden. Lochentwertet.

Nr. 37 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
A. Riebeck’sche Montanwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 69331
Halle (Saale), Aug. 1943 EF+
Auflage: 73.620. Das von Kommerzienrat Riebeck begründete Unternehmen wurde 1883 im Zuge der Auseinandersetzung unter seinen Erben eine AG, 1888 übernahm ein Bankenkonsortium alle Aktien. Grundlage des Unternehmens waren Dutzende von Braunkohlengruben (teils Tiefbau, teils Tagebau) im Oberröblinger, Zeitz-Weissenfelser und im Halle’schen Bezirk. 1931 übernahmen die Rheinischen Stahlwerke ein großes Paket Riebeck-Aktien von der I. G. Farben und waren dann mit 87 % Mehrheitsaktionär. 1945 zu Gunsten des Landes Sachsen-Anhalt enteignet. 1966 Sitzverlegung von Halle (Saale) nach Frankfurt (Main). Lochentwertet.

Nr. 38 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Aachener Lederfabrik AG
Aktie 200 RM, Nr. 624
Aachen, 3.6.1929 EF+
Auflage: 1.740. Gründung 1898 als „AG für Lederfabrikation de Hesselle & Cie.“. Ab 1904 Aachener Lederfabrik AG. Wegen Ausbleibens von Rohware ruhte der Betrieb seit 1940. Börsennotiz: Freiverkehr Hamburg. Hauptaktionär seit 1929 war die Tanneries van Cutsem, Soignies bei Brüssel. Lochentwertet.

Nr. 39 Schätzpreis: 450,00 EUR
Startpreis: 225,00 EUR
Actien-Bauverein Passage
Aktie 100 Thaler, Nr. 6943/5194
Berlin, 1.7.1870 VF
Gründeraktie, Auflage: 20.000. Kaiser Wilhelm I. persönlich eröffnete die 1870-73 errichtete „Kaisergalerie“ zwischen dem Pracht-Boulevard Unter den Linden und der Friedrichstraße an seinem Geburtstag am 22.3.1873 (der Kaiser war auch Mitglied des ersten Aufsichtsrates). Erbaut im Renaissance-Stil mit Türmchen und Giebeln, 127 m lang, 8 m breit und 15 m hoch, war die Kaisergalerie „die“ Besucher-Attraktion in Berlin. Wirtschaftlich war ihr zunächst nur mäßiger Erfolg beschieden: Imense Leerstände der Läden in der Passage und glücklose Ausflüge ins Hotel- und Restaurant-Geschäft brachten sie mehrfach an den Rand des Ruins - trotzdem sogar das Panoptikum und das Wachsfiguren-Kabinett der Brüder Castan als Mieter gewonnen werden konnten. Da die Gesellschaft bei Kriegsende einen schwedischen Großaktionär hatte (Svenska Tändsticks AB), überlebte sie sogar mehr oder weniger unbeschadet die DDR-Zeit und wurde 1991 wieder reaktiviert. Die meisten der alten Aktien wurden in DM-Aktien umgetauscht. Bis heute wird um die Rückgabe der wertvollen Grundstücke an der Friedrichstraße gestritten: Heute steht dort das Grand Hotel, einst das Flaggschiff der DDR-Interhotel-Gruppe, heute das „Westin Grand“. Äußerst dekorativ nach einem Entwurf des bekannten Illustrators Ludwig Burger, mit großer Innenansicht der Kaisergalerie. Vollkommen unentwertet: In dieser Form sind u.W. weniger als 20 Gründeraktien erhalten geblieben.

Nr. 40 Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Actien-Bauverein Passage
(AG von 1870)
Aktie 50 DM, Nr. 5506
Berlin, Juni 1993 UNC
Gültige Aktie! Auflage: 12.500. In der Gestaltung an die Gründeraktie angelehnt. Die beiden Vignetten zeigen die Ecke Friedrichstraße/Behrenstraße damals (mit dem Eingang der Kaisergalerie) und heute (mit dem Grand Hotel). Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 41 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Actien-Bauverein Passage
Aktie 100 Thaler, Nr. 5336/7276
Berlin, 1.7.1870 VF
Gründeraktie, äußerst dekorativ nach einem Entwurf des bekannten Illustrators Ludwig Burger (gleiche Gestaltung wie Los Nr. 39). Original signiert von Commerzienrath Gustav Stobwasser, Mitbegründer der Berlin-Anhaltischen Maschinenbaugesellschaft, Mitinhaber der Lampenfabrik Stobwasser (1871 von Aron Hirsch Heymann in eine AG umgewandelt). Für über 100 Jahre galt eine Stobwasser-Lampe als Begriff für deutsche Qualitätsarbeit europaweit! Nur einige wenige Passage-Aktien mit Stobwasser-Signatur wurden gefunden. Die Signatur ist sehr schön, tadellos. Ohne Lochentwertung.

Nr. 42 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Actien-Bierbrauerei in Essen a.d.R.
Aktie 1.000 Mark, Nr. 954
Essen, Juni 1914 EF
Auflage: 500. Gründung 1872. Übernommen wurden später die Phönix-Brauerei GmbH in Essen (1931), die Kronen-Brauerei AG in Essen-Borbeck (1932), die Dortmunder Stifts-Brauerei Carl Funke AG (1936). 1939 Erwerb der Aktienmehrheit bei der Dom-Brauerei Carl Funke AG und der Hitdorfer Brauerei AG in Köln-Hitdorf, gleichzeitig Umfirmierung in Essener Aktien-Brauerei Carl Funke AG. 1963 erneute Umfirmierung in Stern-Brauerei Carl Funke AG. 1969 Erwerb der Brauerei zum Schiff J. Peter Wahl GmbH in Kaufbeuren. 1998 Sitzverlegung nach Köln, umfirmiert in Dom-Brauerei AG, Spezialitäten sind DOM Kölsch und Rats Kölsch. Bis 1934 in Essen, seitdem in Düsseldorf börsennotiert. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 43 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Actien-Brauerei Ohligs
6 % Teilschuldv. 1.000 Goldmark, Nr. 784
Ohligs, 20.5.1926 EF
Auflage: 1.000. Gründung 1899 durch die Brauerei C. Beckmann in Solingen, die für die ersten 10 Jahre auch eine Dividendengarantie abgab. Neben der Brauerei und Mälzerei auch Eisfabrikation, außerdem Wirtschaftsanwesen in Köln, Düsseldorf und Solingen-Ohligs. 1972 Fusion mit der schon 1753 gegründeten Brauerei Beckmann AG in Solingen, 1973 Umfirmierung in Aktien-Brauerei Beckmann AG. 1991 Einstellung des Braubetriebes und erneute Umfirmierung in Beckmann Beteiligungs-AG, 1996 Sitzverlegung nach Düsseldorf. Zuletzt an etwa 10 Autohäusern in Bielefeld, Oberhausen, Duisburg, Ansbach, Gera sowie in Frankreich beteiligt. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 44 Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
Actien-Zucker-Fabrik Wetterau
Aktie Lit. A 300 Mark, Nr. 65
Friedberg, 1.6.1884 EF
Gründeraktie, Auflage insgesamt 2.784 verteilt auf die Litera A, B und C. Gegründet 1882 mit einem Kapital von 835.200 M (eingeteilt in zusammen 2.784 Aktien Lit. A, B und C). Eingerichtet wurde die Fabrik durch das Fürstl. Stolberg. Hüttenamt in Ilsenburg (Harz). Namhafte Erweiterungen 1894 und 1910-14, wodurch die Verarbeitungskapazität auf mehr als 1 Mio. Ztr. Rüben im Jahr mehr als verdoppelt wurde. 1938 Angliederung einer Kartoffelflockenfabrik. 1944/45 wurde das Werk bei Bombenangriffen zu 60 % zerstört (Wiederaufbau 1948 abgeschlossen). Bis 1966 wurde die Verarbeitungskapazität erneut verdoppelt. 1982 - genau 100 Jahre nach der Gründung - mit der Südzucker verschmolzen, die inzwischen alle Aktien erworben hatte. Die Zuckerfabrik in Friedberg wurde danach abgerissen. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 45 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
ACUSTON AG für Musikwaren und Sprechmaschinen
Aktie 100 RM, Nr. 521
Berlin, 7.7.1924 EF-
Auflage: 1.000. Gründung am 5.6.1923, eingetragen 24.10.1923. Herstellung von tontechnischen Geräten. Ab Aug. 1929: ACUSTON Spezialfabrik für Radio und Tonapparate, vor allem Trichterlautsprecher wurden hergestellt. 1932 wurde das Konkursverfahren eröffnet. Lochentwertet. Anh. Kupons.

Nr. 46 Schätzpreis: 3.000,00 EUR
Startpreis: 1.500,00 EUR
Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer
Aktie 1.000 Mark, Nr. 35989
Frankfurt a. M., 21.2.1920 VF
Auflage: 18.000. Gegründet 1880 als Maschinen- und Velociped-Handlung von Kommerzienrat Dr.-Ing. h.c. Heinrich Kleyer, AG seit 1895. Die ab 1896 von Kleyer produzierten Schreibmaschinen waren gegenüber den bis dahin erhältlichen amerikanischen Modellen so weit verbessert, daß sie die Büros im Sturm eroberten. 1900 wurde mit dem Bau von Automobilen begonnen. Auch hier sind die Adlerwerke so erfolgreich, daß am Vorabend des 1. Weltkrieges jeder fünfte Motorwagen in Deutschland ein Adler war. In den 30er Jahren waren die Adlerwerke Pionier bei der Entwicklung strömungsgünstiger Karosserien (lange bevor es den cw-Wert gab). Noch in den 50er Jahren, als Adler groß in den Motorradbau eingestiegen war, gelangen Konstruktionen von solcher Qualität und Reife, daß sie von den Japanern noch 10 Jahre später detailgetreu kopiert wurden. 1980 Unternehmenspachtvertrag mit der Triumph Werke Nürnberg AG (die dabei in TRIUMPH-ADLER AG für Büro- und Informationstechnik umfirmierte; sie war 1896 als “Deutsche Triumph-Fahrradwerke” durch die englische Triumph Cycle Company Ltd. in Coventry gegründet worden, 1957 verkaufte die Dresdner Bank ihre Triumph-Aktienmehrheit an Max Grundig, seit 1985 TA Triumph-Adler AG, später eine reine Beteiligungsholding mit dem Puppenhersteller Zapf Creation AG als bekanntester Tochter). Im Unterdruck großes Firmenemblem (Speichenrad mit Adler) und Ansicht des riesigen Frankfurter Werkes direkt neben dem Hauptbahnhof aus der Vogelperspektive. Faksimile-Unterschrift Dr. Heinrich Kleyer als AR-Vorsitzender. In ausgestellter Form seit vielen Jahren das einzige bekannte Stück. Da die alten, 1925 auf 40 RM umgestellten Aktien bereits bei der Sanierung 1929 komplett in neue Aktien getauscht wurden, dürfte dieses dabei offensichtlich vergessene Stück mit größter Wahrscheinlichkeit ein Unikat sein.

Nr. 47 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer
Aktie 50 DM, Nr. 1016
Frankfurt am Main, Aug. 1976 UNC
Auflage: 20.000. Die immer noch börsennotierte Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG, deren Großaktionäre erst zu über 90 % die Philipp Holzmann AG und später die HBAG Real Estate AG in Hamburg (heute nach Verschmelzung AGIV Real Estate AG; 50,29 %) und der schillernde Heidelberger Immobilienunternehmer Roland Ernst (48 %) waren, wurde 1999 umbenannt in “Adler Real Estate AG”. Aus dem stillgelegten Werk auf dem fast 200.000 qm großen Areal neben dem Frankfurter Hauptbahnhof wurde ein Gewerbepark. Speichenrad mit flügelschwingendem Adler im Unterdruck. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 48 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Adolph Hertrich AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 33
Berlin, 27.9.1921 EF
Gründeraktie, Auflage: 500. Gründung 1921 zur Fortführung der früheren oHG. Betrieb einer Dampf-Mahl- und Oelmühle, An- und Verkauf und Vermahlung von Mühlenfabrikaten und Futtermitteln aller Art, Herstellung und Vetrieb von Nahrungsmitteln, An- und Verkauf und Bearbeitung und Verwertung von Hölzern, Betrieb einer Brotfabrik. Lochentwertet.

Nr. 49 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
ADV/ORGA AG
Aktie 50 DM, Nr. 152
Wilhelmshaven, Juni 1990 UNC
Das zuvor als GmbH bestehende Unternehmen wude 1984 in eine AG umgewandelt. Unternehmensberatung und Informationsverarbeitung sowie Herstellung und Vertrieb von Software. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 50 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
AG der Cöln-Bonner Kreisbahnen
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2967
Köln, 23.3.1909 EF+
Auflage: 6.250. Gründung 1894 als AG Vorgebirgsbahn Cöln-Bonn, ab 1897 AG der Cöln-Bonner Kreisbahnen, seit 1918 Name wie oben. Stück ohne Lochentwerteung.

Nr. 51 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
AG „Ems“
Aktie 100 DM, Nr. 3180
Emden, Okt. 1968 UNC
Auflage: 1.156. Gründung 1843 als Dampfschiffsgesellschaft Concordia, 1889 Umwandlung in die Actien-Gesellschaft “Ems”. Fährverbindungen Emden-Borkum, Borkum-Helgoland, Borkum-Norderney, Borkum-Delzijl, Norderney-Helgoland. 2 der 5 Personendampfer gingen im 2. Weltkrieg verloren. 1949 Neubau einer Großgarage bei der Abfahrtstelle in Emden-Außenhafen, nachdem sich der Fährverkehr nach Borkum immer mehr zum wirtschaftlichen Rückgrat der AG entwickelte. Außerdem besitzt die AG „Ems“ die „Borkumer Kleinbahn- und Dampfschiffahrt AG“ (heute eine GmbH), das Inselhotel VierJahresZeiten auf Borkum sowie Mehrheitsbeteiligungen an der Ostfriesische Lufttransport GmbH (22 Flugzeuge) und der Ostsee-Flug Rügen GmbH. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 52 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
AG für Bauausführungen
Aktie 100 RM, Nr. 20283
Berlin, 29.12.1924 EF
Gründung 1872. Bauunternehmen mit eigener Holzbearbeitungs-Fabrik und zuletzt 4.000 Beschäftigten. Zweigniederlassungen in Gleiwitz, Halle a.S., Hamburg, Königsberg, Leipzig, Breslau und Stettin. Der über 5 ha große Bauhof befand sich in Spandau-Hakenfelde am Teufelsseekanal. Börsennotiz Berlin. Lochentwertet.

Nr. 53 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
AG für Bergbau und Industrieverkehr
Aktie 2.000 Mark, Nr. 48445
Berlin, Aug. 1923 EF
Auflage: 30.000. Gründung 1919 als „AG für Internationalen Warenverkehr“ in Berlin-Neukölln. Beteiligungen bestanden an der „Westkohle“ Westerwalder Braunkohlenwerke AG in Hergenroth (mit Gewerkschaften Gustavshall und Wilhelmsfund) und an der Sanag-Sanitäts-AG in Berlin. Lochentwertet.

Nr. 54 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
AG für Brennstoffverwertung
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 73
Leipzig, Dez. 1922 EF-
Gründeraktie, Auflage:5.000. Gründung im Sept. 1922, eingetragen Dez. 1922. Vertrieb und sonstige Verwertung von Brennstoffen aller Art. Lochentwertet.

Nr. 55 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
AG für Cartonnagenindustrie
Aktie 1.000 RM, Nr. 15431
Dresden, Sept. 1941 EF+
Auflage: 2.000. Gründung 1888. Herstellung von Wellpappen, Kartonagen, Blechpackungen. 1919/22 größerer Ausbau der Meißener Maschinenbau-Abteilung, Errichtung einer Kartonnagen- und Wellpappenfabrik in München. 1925 Errichtung einer neuen Fabrik zur Herstellung von Fischdosen in Cuxhaven. 1928 Verlegung des Dresdner Betriebes von Loschwitz nach Dresden-Albertstadt und Auflösung des Münchener Werkes. Vor der Enteignung nach dem 2. Weltkrieg Werke in Dresden, Arnstadt, Penzig O.-L. und Weißwasser O.-L. (Wellpappen) sowie Lübeck und Meißen (Blechpackungen). Die Ostbetriebe wurden enteignet und demontiert, deshalb Sitzverlegung 1949 nach Hamburg und 1951 nach Lübeck, wo in Schlutup zusätzlich zum Blechverpackungswerk auch eine Wellpappenfabrik ihren Betrieb aufnimmt. 1959 Fusion mit der J. A. Schmalbach AG in Braunschweig (später Schmalbach-Lubeca AG), für die Lübeck damit ein wichtiger Produktionsstandort wird. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 56 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
AG für Elektrizitäts-Industrie
Aktie 1.000 Mark, Nr. 348
Hamburg, Sept. 1913 EF+
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Gründung am 18.9.1912. Handel mit Erzeugnissen der Elektrizitätsindustrie. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 57 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
AG für Glasfabrikation vorm. Gebrüder Hoffmann
Vorzug-Aktie 1.000 Mark, Nr. 896
Bernsdorf O.-L., 20.6.1923 EF+
Auflage: 500, später umgestellt auf 5 RM. Gegründet 1872 als Gebr. Hoffmann Glashüttenwerke, 1889 Umwandlung in eine AG. Mit rd. 1.000 Beschäftigten wurden auf dem über 330.000 qm großen Werksgelände in der Oberlausitz neben Flach- und Hohlglas seit 1913 auch Glasbausteine produziert. 1941 Umfirmierung in Ankerglas Bernsdorf O./L. AG. Haupterzeugnisse waren zuletzt Konservengläser, Hafen und Geleegläser, Lampenzylinder und Sturmlaternengläser. In der DDR bestand die Glashütte unter gleichem Namen weiter, wurde nach der Wende wieder die Ankerglas Bernsdorf AG und produziert heute als Werk der “BSN glass pack” mit ca. 100 Mitarbeitern genausoviel wie früher mit der zehnfachen Mitarbeiterzahl (BSN ist der größte europäische Hohlglashersteller). Lochentwertet.

Nr. 58 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
AG für Haus- und Grundbesitz
Namensaktie Reihe B 100 RM, Nr. 78592
Leipzig, 2.1.1925 EF
Die 1922 gegründete AG stand dem jüdischen Privatbankhaus Kroch nahe. Größtes Projekt war 1930 der Bau der (nach der Wende rückübertragenen) Wohnstadt Neu-Gohlis mit 1019 Wohnungen. Der Druck des Nazi-Regimes auf das Bankhaus Kroch wirkte auch auf diese im Freiverkehr Leipzig börsennotierte Gesellschaft: 1938 wurde die Liquidation beschlossen. 1965 Sitzverlegung von Leipzig nach Berlin, 1967 Aufhebung des Liquidationsbeschlusses. Die noch heute bestehende AG besaß zunächst sehr wertvollen Grundbesitz im Herzen Berlins, nach der Wende bekam sie auch ihren Leipziger Grundbesitz zurück. Lochentwertet.

Nr. 59 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
AG für Industrie und Verkehrswesen
Sammelaktie 10 x 50 DM, Nr. 16084
Frankfurt/M., Juli 1975 UNC
Gründung 1881 in Dortmund als “Deutsche Local- und Straßenbahngesellschaft”. 1890 Umfirmierung in “Allgemeine Lokal- und Straßenbahn-Ges.”, zugleich Sitzverlegung nach Berlin. 1923 erneut Umfirmierung in “Allgemeine Lokalbahn- und Kraftwerke AG. Neben einer großen Zahl eigener Bahnbetriebe war die Aloka mehrheitlich beteiligt bei der Straßen-Eisenbahn-Ges. Braunschweig, der Danziger Elektrischen Straßenbahn-AG, der Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn, der Stadtbahn in Halle, der Straßenbahn Halle-Merseburg, der Ges. für Straßenbahnen im Saartal, der Straßburger Straßenbahn-Ges. und der Zahnradbahn auf den Petersberg bei Bonn. 1974 Verschmelzung mit der 1901 gegründeten AG für Verkehrswesen (in der zuvor 1927 die Allgemeine Dt. Eisenbahn-AG, 1928 die Westdeutsche Eisenbahnges. AG, Köln und 1929 die Deutsche Eisenbahn-Ges., Frankfurt/M. aufgegangen waren) zur AGIV. Lange Zeit der bedeutendste deutsche Kleinbahn-Konzern, später gewannen die Beteiligungen im Bau- und Maschinenbau- und Energiebereich (Wayss & Freytag AG. H. Klammt AG, Carl Schenck AG, O & K Orenstein & Koppel AG, Barmag AG, Kraftanlagen AG Heidelberg, Württ. Elektrizitäts-AG, Münchener Baugesellschaft mbH) größere Bedeutung. Nach Verkauf fast aller Nicht-Immobilien-Beteiligungen trennte sich die BHF-Bank 2001 von ihrer jahrzehntelangen Mehrheit, kurz darauf Verschmelzung mit der HBAG Real Estate AG in Hamburg und Umfirmierung in AGIV Real Estate AG. Rückseitig entwertet.

Nr. 60 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
AG für Industriekredite Dresden
Aktie 1.000 RM, Nr. 326
15.12.1930 EF
Zwischenschein, 25 % Teileinzahlung, Auflage nur 500 Stück. 1923 gegründet, 1937 Umfirmierung in AG für Industriebedarf. Beteiligung an Industrie- und Handelsunternehmungen insbesondere der Eisen- und Metallbranche. Faksimile Dr. Schneider.

Nr. 61 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
AG für Pappen-Fabrikation
Aktie 100 RM, Nr. 11761-765
Berlin, 30.12.1924 EF-
Gründung 1872. Fabrikation aller Sorten von Pappen und Papieren, zuletzt insbesondere von Dachpappe. Fabriken in Altona, Breslau, Charlottenburg, Cöpenick und Neustadt a. Rübenb. 1929/30 während der Weltwirtschaftskrise wurden alle Werke stillgelegt, seit 1935 in Liquidation.

Nr. 62 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
AG für Seilindustrie
vormals Ferdinand Wolff
Aktie Lit. A 600 RM, Nr. 677
Mannheim, Juni 1928 EF+
Gegründet 1890 unter Übernahme der seit 1830 bestehenden Firma Ferdinand Wolff, Mech. Hanf- und Drahtseilerei vorm. Joh. Jakob Wolff. Herstellung von Garnen und Seilen. Seit 1988 als A.A.A. AG Allgemeine Anlageverwaltung vorm. Seilwolff AG von 1890, Frankfurt a.M. Entwicklung von Industrie- und Büroimmobilien. Lochentwertet.

Nr. 63 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
AG für Verkehrswesen
Aktie Reihe C 1.000 Mark, Nr. 5836
Berlin, 1.8.1906 VF+
Gründeremission, Auflage: 2.000. Gründung 1901 durch die BHG unter Carl Fürstenberg (als BHF-Bank noch bis 1999 Großaktionär der AGIV) und die Privatbanken Rob. Warschauer & Co. (Berlin) sowie den A. Schaafhausen’schen Bankverein (Köln). Grundlegende Idee war, die im einzelnen eher unverkäuflichen Kleinbahnaktien in eine Holding einzubringen, für die man das anlagesuchende Publikum leichter interessieren konnte. Immerhin wurden ab 1892 bis zum 1. Weltkrieg ca. 300 Kleinbahnen gegründet. 1/3 davon baute die Lenz & Co. GmbH, deren Hausbank die BHG war. Nach Fusionen mit der Allg. Deutschen Eisenbahn-Ges. (1927), der Westdeutschen Eisenbahn-Ged. (1928) und der Deutschen Eisenbahn-Ges. AG (1929) gehörten 102 Bahnen mit 4.100 km Gesamtlänge über Betriebsführungsverträge zum Konzern, außerdem war die AGV Aktionärin dutzender weiterer Kleinbahnen. 1949 Sitzverlegung nach Hamburg, 1954 nach Frankfurt. 1974 Fusion mit der ALOKA Allgemeine Organisations- und Kapitalbeteiligungs-AG (früher: Allgemeine Lokal- und Straßenbahn AG) zur AG für Industrie und Verkehrswesen, kurz AGIV. Ende 2004 endet die einst glorreiche Firmengeschichte mit dem Insolvenzantrag. Schöner G&D-Druck, Flügelrad-Vignette. Faksimile-Unterschrift Fürstenberg. Lochentwertet.

Nr. 64 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
AG für Verkehrswesen
Aktie Reihe G 600 RM, Nr. 15026
Berlin, Juli 1926 EF
Auflage: 2.500. Schöner G&D-Druck, Flügelrad-Vignette. Lochentwertet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 65 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
AG für Waggonbau-Werte
Aktie 100 RM, Nr. 1870
Berlin, Juli 1934 EF+
Auflage 2.195. Gründung 1871 als „Breslauer AG für Eisenbahn-Wagenbau“, bis 1934 als Linke-Hofmann-Busch-Werke AG firmierend. In den Werken Breslau (Linke-Werk und Hofmann-Werk), Köln-Ehrendfeld und Köln-Müngersdorf (Herbrandwerk) sowie Bautzen (Busch-Werke) wurden Güter-, Personen- und Straßenbahnwagen, Triebwagen, Dampf-, Diesel- und E-Lokomotiven, Dieselmotoren und Dampfkesselanlagen hergestellt, im (1934 verkauften) Werk Warmbrunn bei Hirschberg (Füllnerwerk) Maschinen für Papierherstellung und -verarbeitung. 1934 wurde das operative Geschäft in die neugegründete Linke-Hofmann-Werke AG ausgegliedert (nach 1945 nach Salzgitter verlagert, heute Alsthom), die AG für Waggonbau-Werte wurde nach Verwertung des Restvermögens 1943 gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 66 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
AG für Zellstoff- und Papierfabrikation
Aktie 300 RM, Nr. 51626
Aschaffenburg, 17.6.1929 EF
Auflage: 16.000. Gründung 1872 als AG für Maschinenpapier-Fabrikation. Papierfabriken in Aschaffenburg und Memel. Ihren Holzbedarf deckte die Gesellschaft aus mehreren eigenen Waldgütern in Deutschland und Österreich-Ungarn, vor allem aber in Russland in den Gouvernements Pskow, Nowgorod und Oleniz. 1936 umfirmiert in Aschaffenburger Zellstoffwerke AG. 1970 Fusion mit der Zellstofffabrik Waldhof (gegr. 1884) zur PWA Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg AG mit Sitz in München. 1998 vom schwedischen Konkurrenten Svenska Cellulosa AB übernommen und in SCA Hygiene Products AG umfirmiert. Ohne Lochentwertung.

Nr. 67 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
AG Ges. für Markt- & Kühlhallen
Aktie 1.000 Mark, Nr. 9151
Hamburg, 1.6.1920 EF/VF
Gründung 1890 in Berlin, dann 1895-1909 in München ansässig, 1909 Sitzverlegung nach Hamburg. An der Gründung war Dr. Carl von Linde maßgeblich beteiligt. Die Gesellschaft besaß zunächst Kühlhäuser und Eisfabriken in Hamburg und Berlin, heute ist sie der größte deutsche Kühlhausbetreiber. Noch heute börsennotiert. Großformatig, dekorative Ornamentumrandung. Mit Originalunterschriften, für den Aufsichtsrat: Geh. Komm.-Rat Georg Proebst, München Doppelblatt. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 68 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
AG Glashüttenwerke „Adlerhütten“
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2492
Penzig bei Görlitz, Dez. 1920 EF
Gründung 1896. Herstellung von Glaswaren für pharmazeutischen, chemischen, technischen und elektrotechnischen Bedarf, Hohlglas, Glasbausteinen, Oberlichtplatten und Prismen. Börsennotiz Berlin und Breslau. Beteiligt an der Deutschen Luxor Prismen Ges. mbH, Berlin-Weisensee und der Adler Glashüttenwerke Verkaufsgesellschaft in Oeflingen (Baden). 1949 Sitzverlegung nach Fürstenhagen bei Kassel. 1951 Umwandlung in GmbH. 1958 in der Fa. J. Weck u. Co. KG (bekannt durch die Einmachgläser) aufgegangen. Schöne Umrandung im Historismusstil. Mit Wappenabb. Doppelblatt, lochentwertet.

Nr. 69 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
AG Norddeutsche Steingutfabrik
Aktie 1.000 Mark, Nr. 5296
Grohn bei Bremen, Aug. 1922 EF
Auflage: 6.000. Gründung 1869 in Lesum. Auf dem 120.000 qm großen Werksgelände zwischen dem Bahnhof Grohn-Vegesack und der Lesummündung werden glasierte Wand- und Bodenfliesen hergestellt, bis 1890 auch Haushaltsgeschirr. 1920 Übernahme der benachbarten Mitbewerber Steingutfabrik Witteberg AG in Farge und Grohner Wandplattenfabrik AG. Die in Bremen, Berlin und Hamburg börsennotierte AG ist noch heute eines der erfolgreichsten Unternehmen seiner Branche. Schöne Geometrische Umrandung. Lochentwertet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 70 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
AG Reederei Norden-Frisia
Aktie 500 DM, Nr. 11592
Norderney, Juli 1969 EF+
Auflage: 400. 1871 Gründung der Dampfschiffs-Reederei “Norden” als Partenreederei, 1872 Eröffnung des Sommerverkehrs auf der Linie Norddeich-Norderney, ab 1888 auch fahrplanmäßige Verbindung Norddeich-Juist. Die Hotels “Fährhaus” und “Norddeich” in Norddeich gehörten ebenfalls der Reederei. 1898 Bau einer Pferdeeisenbahn zwischen der Juister Landungsbrücke und dem Inselbahnhof, 1899 wird die Bahn motorisiert. 1906 erscheint mit der Dampfschiffs-Reederei “Frisia” ein Konkurrent auf der Linie Norddeich-Norderney, 1917 fusionieren beide Linien zur “AG Reederei Norden-Frisia”, nachdem die Reederei “Norden” 1910 in eine AG umgewandelt worden war. 1920 Fusion mit der AG Reederei “Juist”, die erst 1908 aus der Reederei “Norden” ausgegliedert worden war. 1931 Inbetriebnahme der ersten Großgarage in Norddeich. 1969 Gründung der FRISIA Luftverkehr GmbH für Flüge zwischen dem Festland und den Nordseeinseln. Rückseitig mit Entwertungsstempel.

Nr. 71 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
AG Reederei Norden-Frisia
Aktie 50 DM, Nr. 103558
Norderney, Dez. 1979 EF+
Auflage: 500. Rückseitig als ungültig abgestempelt.

Nr. 72 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
AG vorm. H. Gladenbeck & Sohn Bildgießerei
Aktie 1.000 Mark, Nr. 20267
Berlin, Mai 1923 EF/VF
Auflage: 37.500. Gründung 1888 unter Übernahme der Bildgießerei H. Gladenbeck & Sohn in Friedrichshagen und deren Bronce- und Zinkgußwarenfabrik sowie des Geschäfts der Firma Alfred Gladenbeck in Berlin. Herstellung von Denkmälern, monumentalen Guss- und Treibarbeiten für Bauten und von Plastiken aus Bronze und Marmor. Lochentwertet.

Nr. 73 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
AG Zuckerfabrik Münsterberg
Aktie 500 Mark, Nr. 364
Münsterberg i. Schl., 15.9.1883 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.500. Gegründet 1883. Letzter Großaktionär war die Südzucker AG. Die Zuckerfabrik in Ziebice wurde nach 1990 geschlossen. Auflage erst 1500, nach Kapitalherabsetzung 1913 dann nur noch 400 Stück.Lochentwertet. Die meisten der gefundenen 200 Stücke sind miserabel erhalten, das hier angebotene Papier befindet sich hingegen in einem überdurchschnittlich guten Erhaltungszustand!

Nr. 74 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
AGIB AG für Grundbesitz und Industriebeteiligungen
Aktie 50 DM, Nr. 11932
Bielefeld, März 1985 UNC
Die 1980 gegründete Gesellschaft bezweckte: Errichtung sowie Ankauf von Gebäuden zum Zwecke der Renovierung und Vermietung; Konzeption und Vertrieb steuerbegünstigter Kapitalanlagen; Errichtung oder Erwerb von Industrieunternehmen. Sie besaß Tochterfirmen in Spanien und Polen. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 75 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Agrippina Lebensversicherung AG
Namens-Aktie Lit. F 50 DM, Nr. 49298
Köln, Jan. 1978 UNC
Gründung 1923 in Berlin als “Goldmark” Lebensversicherungsbank AG, 1924 Umfirmierung in Agrippina Lebensversicherungsbank AG. 1959 Errichtung eines zweiten Sitzes in Köln, wo 1965 die Direktionsbetriebe Berlin und Köln zusammengefaßt wurden. Im Jahr 2000 Verschmelzung auf die Zürich Agrippina Lebensversicherung AG. Entwertet.

Nr. 76 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
AGROB AG für Grob- und Feinkeramik
Vorzugs-Aktie 1.000 DM, Nr. 4238
München, Sept. 1962 EF
Auflage: 2.600. Gründung 1867 als Actien-Ziegelei München unter Übernahme der seit 1859 betriebenen oHG Reinhold Hirschberg & Co. in Steinhausen. 1910 vollständige Vernichtung des Werkes durch Brand. 1942 Übernahme der Wiener Ziegelwerke, Firmenänderung in Aktien-Ziegelei München-Wien. 1943 Verschmelzung mit der Vereinigte Mosaik- und Wandplattenwerke AG, Friedland-Sinzig-Ehrang (gegr. 1868) und Firmenänderung in AG für Grob- und Feinkeramik. 1955 Erwerb der ältesten kanadischen Porzellanfabrik. Ab 1958: AGROB AG für Grob- und Feinkeramik. Der Keramikbereich wurde Ende der 90er Jahre an Villeroy & Boch verkauft, Firmenzweck ist heute die immobilienmäßige Verwertung des riesigen Werksgeländes in München-Ismaning.

Nr. 77 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
AHAG Wertpapierhandelshaus AG
Sammelaktie über 100 Stückaktien
Dortmund, April 1999 UNC
Muster, nullgeziffert. Nach der Gründung im Jahr 1992 mit einem Grundkapital von 300.000 DM ging es mit dem Schub des Börsenbooms im Rücken erst einmal steil bergauf: nach fünf Kapitalerhöhungen beträgt das Grundkapital der heutigen AHAG Wertpapierhandelsbank AG jetzt 9,45 Mio. EUR. Vor kurzem musste die AHAG leider dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen ihre voraussichtliche Zahlungsunfähigkeit anzeigen. Nur 20 Stück wurden überhaupt gedruckt, davon gingen 7 an die Zulassungsstellen der deutschen Börsen. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 78 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Ahaus-Enscheder Eisenbahn AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 928
Ahaus, Nov. 1989 UNC
Gründung 1898. Strecke Ahaus-Enschede (20,6 km). Das hinter der holländischen Grenze liegende 7 km lange Teilstück nach Enschede wurde von den Niederlanden 1928 verstaatlicht, der AG blieb die 13 km lange Strecke Ahaus-Landesgrenze. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 79 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Ahaus-Enscheder Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie Lit. A 400 DM, Nr. 834
Ahaus (Westf.), Juli 1951 EF
Auflage: 1.000. Gründung 1898 als Ahaus-Enscheder Eisenbahn AG. 1966 wurde der Personenverkehr eingestellt. Die Betriebsführung hatte die Bentheimer Eisenbahn, Zugförderung (nachdem die eigene Diesellok 1967 verkauft worden war) später durch die Bundesbahn. 1988 Aufgabe des Bahnbetriebes, 1995 Umfirmierung in AEE Lebensmittel AG (Süßwarenindustrie, Vermarktung von Frischfisch). Sitzverlegung nach Bonn 1998 und nach Karlsruhe 2000. Mit niederländischem Steuerstempel. Mit Kupons. Eckabschnittentwertet.

Nr. 80 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Akelsbarger Presstorfwerk Sieberns AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6509
Wilhelmshaven, März 1923 EF
Auflage: 6.000. Gründung 1922. Herstellung und Vertrieb von Presstorf, Ausbeutung von Torfmooren insbesondere in der Gegend von Akelsbarg in Ostfriesland.

Nr. 81 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Aktien-Brauerei Ohligs
Aktie 1.000 DM, Nr. 1435
Solingen-Ohligs, Juli 1972 UNC
Auflage: 590. Gründung 1899 durch die Brauerei C. Beckmann in Solingen, die für die ersten 10 Jahre auch eine Dividendengarantie abgab. Neben der Brauerei und Mälzerei auch Eisfabrikation, außerdem Wirtschaftsanwesen in Köln, Düsseldorf und Solingen-Ohligs. 1972 Fusion mit der schon 1753 gegründeten Brauerei Beckmann AG in Solingen, 1973 Umfirmierung in Aktien-Brauerei Beckmann AG. 1991 Einstellung des Braubetriebes und erneute Umfirmierung in Beckmann Beteiligungs-AG, 1996 Sitzverlegung nach Düsseldorf. Zuletzt an etwa 10 Autohäusern in Bielefeld, Oberhausen, Duisburg, Ansbach, Gera sowie in Frankreich beteiligt.

Nr. 82 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Aktien-Feilen-Fabrik Sangerhausen
Aktie 1.000 Mark, Nr. 474
Sangerhausen, 12.12.1921 EF
Auflage: 200. Gründung 1890. Die Fabrik mit ihrem sehr speziellen Produktionsprogramm existierte nach 1945 weiter bis ca. 1990. Lochentwertet.

Nr. 83 Schätzpreis: 320,00 EUR
Startpreis: 160,00 EUR
Aktienbrauerei Greussen
Aktie 1.000 Mark, Nr. 625
Greussen i.Th., 5.8.1907 EF
Auflage: 150. Die 1883 gegründete AG übernahm die schon seit 1847 betriebene Brauerei der Gebr. Stöckius. Neben Erzeugung von ober- und untergärigen Bieren auch Betrieb einer Mineralwasserfabrik. Letzter Großaktionär: Riebeck-Brauerei, Leipzig. Lochentwertet.

Nr. 84 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Aktienbrauerei-Bürgerbräu AG
Aktie Lit. B 100 DM, Nr. 664
Ludwigshafen, Okt. 1952 EF+
Auflage: 1.000. Entstanden 1951 durch Zusammenschluss der „Brauerei Bürgerbräu“ und der „Aktienbrauerei“ in Ludwigshafen. Großaktionär war lange Zeit die Henniger-Bräu und später die Eichbaum-Werger-Brauereien AG. 1974 in die Bürgerbräu GmbH umgewandelt. Die Brauerei Bürgerbräu, früher die Fuhrer’sche Brauerei, ist seit den 1850er Jahren im Geschäft, 1890 wurde sie eine AG. Die Aktienbrauerei wurde 1862 als erste Brauerei in Bayern überhaupt in der Rechtsform der AG durch den Großbrauer Georg Pschorr gegründet. Äußerst selten.

Nr. 85 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Albrecht & Meister AG
Aktie 100 RM, Nr. 1337
Berlin, Nov. 1929 EF
Auflage: 1.400. Gründung 1904 zur Fabrikation von Luxuspapieren aller Art. Anfang 1905 Erwerb der Luxuspapierfabrik von F. Priester & Eyck AG. Die Ges. erwarb 1907 ein Terrain in Reinickendorf-Ost, auf welchem ein Fabrikgebäude zwecks Aufnahme des Gesamtbetriebes errichtet wurde. 1909 wurde die Aristophot AG in Taucha angekauft. Nach Aufgabe des Grundstückes in Reinickendorf-Ost erfolgte im Juli 1927 die Übersiedlung in das neuerworbene Grundstück Berlin N 65, Neue Hochst. 32/34. Großaktionär (1943): Berlin-Neuroder Kunstanstalten. 1948 nach München verlagert, ab 1970 GmbH. Lochentwertet.

Nr. 86 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Allerthal-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 6773
Grasleben, Sept. 1941 EF+
Auflage: 444. Gründung 1899 als „Brauerei Allerthal AG“. 1921 wurde dem Brauereibetrieb eine Gummiwarenfabrik angegliedert. Bierniederlagen in Helmstedt, Hötensleben, Vorsfelde. 1950 Stilllegung der Brauerei. Heute Zulieferer von technischen Schläuchen und Formartikeln für die Automobilindustrie. Lochentwertet.

Nr. 87 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Allgemeine Baugesellschaft
Lenz & Co. (Kolonial-Gesellschaft)
Vorzugs-Anteil 100 RM, Nr. 69984
Berlin, Aug. 1935 EF+
1881 Gründung der Baufirma Friedrich Lenz. Ausführung von Hoch- und Tiefbauarbeiten, insbesondere Ausbau des deutschen Eisenbahnnetzes, vor allem in Pommern und Mecklenburg. 1892 Umwandlung in Lenz & Co. GmbH. 1901 Gründung der AG für Verkehrswesen in Berlin als Finanzierungsgesellschaft der Firma Lenz & Co. GmbH, gleichzeitig Sitzverlegung von Stettin nach Berlin. Als 1904 große Tiefbauten, vorwiegend Eisenbahnbauten in den deutschen Kolonien in Afrika, begonnen wurden, gründete die AG für Verkehrswesen 1905 die Deutsche Kolonial-Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft. Diese teilte sich mit der Lenz & Co. GmbH die Tätigkeit in den Kolonien. Von den insgesamt 4.348 km fertiggestellten afrikanischen Bahnen wurden allein 1.702 km von diesen beiden Gesellschaften erstellt. Mit dem Ende der Kolonialtätigkeit durch den 1. Weltkrieg verlagerten sich die Interessen wieder nach Deutschland. 1927 änderte die Deutsche Kolonial-Eisenbahnbau ihren Namen in Allgemeine Baugesellschaft Lenz & Co. (Kolonial-Gesellschaft) und übernahm das Personal sowie den gesamten Bestand an Bauaufträgen der Lenz & Co GmbH. 1947 Umwandlung in Allgemeine Baugesellschaft Lenz & Co. AG. 1948 Sitzverlegung nach Hamburg. 1952 Umbenennung in Lenz-Bau AG. 1976 in Konkurs. Lochentwertet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 88 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt
Aktie Lit. B 100 RM, ohne Nr.
Leipzig, 4.6.1932 EF+
Die ADCA entstand 1858 nach dem Vorbild des französischen Credit Mobilier auf Initiative seinerzeit maßgeblicher Kaufleute und Politiker wie Gustav Harkort und A. Dufour-Feronce. Sie war die erste Aktienbank moderner Prägung in ganz Deutschland. Bis nach der Jahrhundertwende dehnte sie sich durch stetige Übernahme anderer Institute soweit aus, dass sie zu den Großbanken gezählt wurde. Nach 1945 wurde der ADCA ihre schwerpunktmäßige Betätigung in Mitteldeutschland zum Verhängnis. Erst zu Beginn der 60er Jahre konnte, aufbauend auf der einzig verbliebenen Berliner Niederlassung, ein Neuanfang versucht werden. Nach glückloser Entwicklung und mehrfachem Aktionärswechsel wurde die ADCA schließlich von der Rabobank übernommen und entsprechend umbenannt. Lochentwertet.

Nr. 89 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
4,5 % Teilschuldv. 1.000 Mark, Nr. 77284
Berlin, Dez. 1911 VF+
Auflage: 30.000. Gründung 1883 durch Emil Rathenau als „Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität“, 1887 Umfirmierung in AEG. Beim Besuch der Weltausstellung in Philadelphia lernte Emil Rathenau die epochemachenden Erfindungen von Thomas A. Edison kennen. Es gelang ihm, die Patente für Deutschland zu erwerben. Zu Recht wird Rathenau als der Begründer der elektrischen Großindustrie in Deutschland bezeichnet. Was mit der Herstellung von Glühlampen begann, entwickelte sich bald zu einem Unternehmen, das auf allen Gebieten der Elektrotechnik eine führende Rolle spielte - lange blieb der Wettstreit mit Siemens & Halske um den ersten Platz unentschieden. Der Niedergang nach dem 2. Weltkrieg mündete schließlich 1985 in der Mehrheitsübernahme durch den Daimler-Benz-Konzern, der unter dem Vorstandsvorsitzenden Edzard Reuter (Sohn des legendären Berliner Nachkriegs-OB) vom Aufbau eines umfassenden Technologiekonzerns als Welt-AG träumte. Als auch dieser Traum ausgeträumt war, löste Daimler-Benz (nun unter Reuters Nachfolger Jürgen Schrempp) die AEG 1996 auf. Mit Originalunterschriften. Doppelblatt. Knickfalte. Links oben kleiner Papierverlust.

Nr. 90 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
6 % Gold Debenture 1.000 $, Specimen
1.5.1928 VF
Schöner grün/schwarzer Stahlstich mit männlicher Allegorie und Elektromotor.

Nr. 91 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
Aktie 100 RM, Nr. 254352
Berlin, Okt. 1940 EF/VF
Ohne Lochentwertung. Knickfalte.
Nr. 92 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Allgemeine Handelsgesellschaft
der Verbraucher AG
Aktie 50 DM, Nr. 330417
Bielefeld, Aug. 1986 UNC/EF
Gründung 1892 als “Bielefelder Konsum-Verein eG”. 1965 Zusammenschluß mit anderen Konsumgenossenschaften zur “co op Ostwestfalen-Lippe eG”. 1975 Umwandlung in eine AG. Zur Gruppe gehören vor allem die Marktkauf-Märkte und die Optiker-Kette Krane. 1986 an die Börse gegangen, Großaktionär ist heute mit fast 50 % EDEKA Hamburg. Entwertet.

Nr. 93 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Allgemeine Strassenbaugesellschaft und Kunststeinwerke vormals Paul Schuffelhauer AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 381
Gross-Lichterfelde, April 1906 EF
Gründeraktie, Auflage: 700. Gründung 1906 als Allg. Strassenbaugesellschaft und Kunststeinwerke vormals Paul Schuffelhauer AG. Firma bis 1926: Allgemeine Kunststeinwerke AG, danach Grundstücksgesellschaft Schiffbauerdamm AG. Zweck war erst Herstellung und Verwertung von Kunststeinen und Strassenbau aller Art, später Verwaltung von Grundstücken. 1943 besaß die Ges. Häuser am Schiffbauerdamm 26 und 28. Lochentwertet.

Nr. 94 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Allgemeine Tanklager AG
Aktie 100 DM, Nr. 2626
Frankfurt a.M., 4.6.1962 UNC/EF
Auflage: 1.000. Gründung 1960 durch den Bochumer Mineralöl-Magnaten Schnapka (Bomin). Bau und Betrieb eines Tanklagers mit Abfüllstationen im Mainhafen von Offenbach. Außerdem mit 80 % an der Offenbacher Mineralöl-Vertrieb GmbH beteiligt. 1977 in eine GmbH umgewandelt.

Nr. 95 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Allianz AG
Aktie 5 DM, Nr. 18435759
Berlin/München, April 1997 UNC/EF
Gründung 1890. 1922 Gründung der Allianz Lebensversicherungsbank. 2006 wurde die Fusion mit der italienischen RAS und die gleichzeitige Umwandlung in eine Europäische AG (SE = lat. Societas Europaea) mit Eintragung in das Handelsregister München durchgeführt. Mit Firmensignet. Rückseitig entwertet.

Nr. 96 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Allianz AG
1 American depositary share, Nr. 44
New York, 14.6.2007 EF
Gültige Aktie! Erste gedruckte Aktienversion der neuen Allianz SE, hochdekorativ gestaltet mit symbolischer Unterstreichung der Bedeutung der Firma: der Titan Atlas trägt die ganze Welt auf seiner Schulter.

Nr. 97 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
ALTANA AG
Aktie 10 x 5 DM, Nr. 2534
Bad Homburg v.d.H., Sept. 1997 UNC
Gründung 1940 als VARTA-Industrieplanungs-GmbH. 1976 Umwandlung in eine AG, 1977 ging aus der Realteilung der VARTA u.a. auch die Altana mit Sitz in Frankfurt/Main hervor (Mitte der 90er Jahre Sitzverlegung nach Bad Homburg). 1987 Übernahme der inzwischen zum Computerspezialisten gewandelten Deutsch-Atlantischen Telegraphengesellschaft. Heute einer der erfolgreichsten deutschen Pharmahersteller (Therapeutika für Herz/Kreislauf, Magen/Darm und Atemwege, Pharmazeutika), außerdem werden Lack- und Kunststoffadditive sowie Mess- und Prüfgeräte produziert. Rückseitig entwertet.

Nr. 98 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Altenburger Land-Kraftwerke AG
Aktie Lit. B 100 RM, Nr. 5138
Altenburg, Thür., 21.4.1925 VF+
Auflage: 7.000. Die Gesellschaft übernahm 1912 bei ihrer Gründung das Kraftwerk Rositz der Rositzer Braunkohlenwerke AG und die Stromverteilungsanlagen der Elektrizitätsgenossenschaft Langenleuba-Altenburg, gleich darauf auch die Ortsnetze von Meuselwitz (mit dem Thalacker’schen Elektrizitätswerk) und Rositz sowie 1913 das Elektrizitätswerk Lucka. Das Versorgungsgebiet umfaßte damit den Ostkreis des ehemaligen Herzogtums Altenburg nach der Eisenbahn Leipzig-Hof zu mit 102 Städten und Gemeinden. 1931 Fusion mit der schon zuvor in Personalunion geführten Stromversorgung Altenburg AG (gegr. 1923 als Strassenbahn und Elektrizitätswerk Altenburg AG). 1939/40 Übernahme der Versorgung der Gemeinden Prößdorf, Bünaurode und Falkenhain von der Reichswerke AG „Hermann Göring“ Abt. Braunkohlenwerk Phönix. Großaktionär war die Thüringer Gasgesellschaft, Börsennotiz Leipzig. Gedruckt von der Spielkartenfabrik AG Altenburg. Lochentwertet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 99 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Altheide AG für Kur- und Badebetrieb
Aktie 1.000 RM, Nr. 63
Bad Altheide (Kr. Glatz), Mai 1941 EF
Auflage: 1.470. Gründung 1922. Erwerb und Weiterbetrieb des Unternehmens der Badeverwaltung Altheide GmbH in Altheide im Riesengebirge, außerdem Alleingesellschafter der Sanatoriumsgesellschaft Bad Altheide. Ohne Lochentwertung. Mit Kupons ab Nr. 4.

Nr. 100 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Alw. Taatz AG
Aktie 100 RM, Nr. 29
Halle (Saale), Aug. 1925 EF
Auflage: 250. Gründung 1923. In der Machinenfabrik in Halle, Lützener Str. 2 wurden bis nach Kriegsende vor allem Maschinen für die Bauindustrie hergestellt. Mit Kuponbogen. Abheftlochung.

Nr. 101 Schätzpreis: 280,00 EUR
Startpreis: 140,00 EUR
Amperwerke Elektricitäts-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2764
München, 30.7.1909 EF+
Auflage: 1.000. Gründung 1908 unter Übernahme der “Industrielle Unternehmungen GmbH” und der “Süddeutsche Wasserwerke AG”. Zwei Wasserkaftwerke und ein Dampfkraftwerk versorgten damals 24 Ortschaften mit rd. 3.000 Stromkunden. 1909/10 Inbetriebnahme der Wasserkraftwerke Unterbruck und Kranzberg, 1923 Gründung der “Neue Amperkraftwerke AG, München” zum Bau des Wasserkraftwerks Haag. Diese AG ging 1932 ebenso wie die “Bayerische Überlandzentrale AG, München” durch Fusion in den Amperwerken auf, deren Großaktionär die Gesellschaft für elektrische Unternehmungen (Gesfürel) in Berlin war. 1955 Fusion mit der Isarwerke AG (gegr. 1921) zur Isar-Amperwerke AG. 1954-56 Ausbau der Dampfkraftwerke Höllriegelskreuth und Zolling-Anglberg. Ferner gingen in Betrieb das Dampfkraftwerk Irsching (1969), das Kernkraftwerk Essenbach bei Landshut (1977, mit Partner Bayernwerk) das Kernkraftwerk Isar I (1979) und das Kernkraftwerk Isar II (1988). Zunächst über 3/4, später noch knapp 50 % des Kapitals der Isar-Amperwerke hielten die Isarwerke GmbH (die wiederum zu 45 % dem Bankhaus Merck, Finck & Co. in München, zu 25 % dem RWE und zu 10 % der Allianz-Versicherung gehörten). Im Jahr 2000 fusionierten das Bayernwerk und die PreußenElektra zur E.ON Energie AG. Diese besaß nun direkt und indirekt eine Dreiviertelmehrheit der Isar-Amperwerke AG, die 2001 in E.ON Bayern AG umbenannt wurde. Gleichzeitig wurden die bisherigen großen Bayernwerk-Beteiligungen (u.a. Überlandwerk Unterfranken, Energieversorgung Ostbayern, Energieversorgung Oberfranken, Großkraftwerk Nürnberg u.a.) in die E.ON Bayern AG eingebracht. Lochentwertet.

Nr. 102 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Amperwerke Elektricitäts-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2110
München, 27.9.1932 EF+
Mit Firmensignet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 103 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Andreae-Noris Zahn AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 36101
Frankfurt a.M., Juni 1988 UNC
Die 1923 gegr. J.M. Andreae AG geht auf eine vor über 150 Jahren in der Frankfurter Innenstadt von Johann Matthias Andreae eröffnete „Material- und Farbwaaren-Handlung“ zurück. Sein Geschäftshaus kaufte er von der Dame Melber, einer Tante von Johann Wolfgang von Goethe. Aus der Fusion mit der Nürnberger Handelsgesellschaft Noris Zahn & Cie. entstand dann das noch heute als ANZAG börsennotierte Pharmagroßhandels-Unternehmen. Prägesiegel lochentwertet.

(PDF) Nr. 104 Schätzpreis: 2.000,00 EUR
Startpreis: 675,00 EUR
Anhaltische Automobil- und Motorenfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 72
Dessau, 6.6.1912 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Die AG übernahm die Motorenwerke Dessau GmbH (MWD). An diesem Standort hatte der Automobilbau eine bemerkenswerte Tradition: Einer der führenden Automobil-Pioniere in Deutschland, Friedrich Lutzmann, baute hier 1893 sein erstes Auto und begann 1896 die Serienproduktion. 1898 kaufte Opel Lutzmanns’ Rechte sowie die maschinellen Anlagen und verlagerte die Produktion in seine Fahrradfabrik in Rüsselsheim. Insoweit gilt das Dessauer Werk mit Recht als die Keimzelle der heutigen Opel-Werke. Ab 1911 wurde dann von MWD die Tradition wieder aufgenommen. Unter dem Namen „Der Dessauer“ wurde ein 2100-ccm-4-Zylinder-Modell mit 18, später 22 und 24 PS entwickelt. Ermutigt durch große Anfangserfolge wurde die Anhaltische Automobil- und Motorenfabrik AG gegründet. Sie baute ein für die damalige Zeit riesiges neues Automobilwerk. Die dort produzierten großen Stückzahlen fanden aber nicht genug Absatz. Mitte 1913 auftretende Zahlungsschwierigkeiten führten bald darauf zum Konkurs. Die Anlagen wurden schließlich von dem Aachener Professor Hugo Junkers übernommen, der das Werk 1917 in die späteren Junkers-Flugzeugwerke einbrachte. Mit kpl. Kuponbogen. Nur ca. 10 Stücke wurden Mitte der 90er Jahre in Privatbesitz gefunden.

Nr. 105 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Anhaltische Kohlenwerke
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 2023
Halle (Saale), 26.4.1909 EF
Auflage: 1.400. 1867 wurden die Abbaurechte für die Froser Kohlenfelder durch das Bergamt zu Bernburg verliehen, es folgte die Gründung der Froser Braunkohlen-Bergbau AG mit der Braunkohlengrube Ludwig (später Umwandlung in Zeche Anhalt). 1881 Umwandlung der Gewerkschaft Zhalt in eine AG (Anhaltische Kohlenwerke). 1908 Sitzverlegung von Frose nach Halle a.S. und 1940 nach Berlin. Die Betriebe in der Sowjetzone wurden nach 1945 entschädigungslos enteignet. 1950 verlagert nach Berlin (West), 1983 umgewandelt in AK-Vermögensverwaltungs-GmbH, Berlin (West), heute mit Geschäftssitz in Düsseldorf. Lochentwertet.

Nr. 106 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Anhaltische Kohlenwerke
Aktie 100 RM, Nr. 67
Halle (Saale), Aug. 1938 UNC/EF
Auflage: 798. Lochentwertet.

Nr. 107 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Anker-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1860
Bielefeld, Mai 1938 EF
Auflage: 2.160. Gründung 1876 als „Bielefelder Nähmaschinenfabrik Carl Schmidt“, AG seit 1895. Ab 1894 Produktion von Fahrrädern, ab 1900 Registrierkassen (später der bestimmende Geschäftszweig). 1976 Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 108 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
ANNAWERK Schamotte- und Ton-warenfabrik AG vormals J.R. Geith
Aktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 1824
Oeslau bei Coburg, 3.10.1941 EF
Auflage: 500. Gründung 1899 unter Übernahme der seit 1857 bestehenden Firma J.R. Geith. Herstellung von Schamotte, Porzellan und Steingut für sanitäre Spülwaren, Steinzeugtöpfe und -röhren, Dachziegeln, Klinkern und Leichtbauplatten. Börsennotiz Leipzig, Berlin und Frankfurt. Großaktionär: Deutsche Steinzeug, Mannheim-Friedrichsfeld (heute Friatec). Nicht ohne Ironie ist eine Meldung im Jahr 1939: „Ein Teil der Fabrik für feuerfeste Erzeugnisse (ausgerechnet!) durch Brandunglück vernichtet.“ Ohne Lochentwertung.

Nr. 109 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
“Ansiedlung” Groß-Berliner Spar- und Baugenossenschaft eGmbH
4 % Grundstücksanteilschein Lit. B Serie II. 1.000 Mark, Nr. 329
Berlin, 1.4.1921 EF-
Sehr dekorativ verziertes Papier, vom Format größer als A4-Blatt. Mit anh. restlichen Kupons. Rückseitig unterer Bereich verfärbt durch Lichteinwirkung, sonst tadellose Erhaltung. Äußerst selten.

Nr. 110 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Anton & Alfred Lehmann AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6648
Berlin, Juli 1922 EF-
Auflage: 5.000. Gründung 1891. Die Textilfabrik in Berlin-Niederschöneweise stellte vor allem Plüsche für Spielwaren sowie Trikotfabrikate her. 1924 Erwerb der Plüsch-, Krimmer- und Teppichwerke GmbH in Katscher (O.-S.), die als zweites Werk fortgeführt wurden. Börsennotiz Berlin. 1940 nach Abschluss der Abwicklung gelöscht. Sehr schöner G&D-Druck mit Hermes-Kopf im Unterdruck. Lochentwertet.

Nr. 111 Schätzpreis: 220,00 EUR
Startpreis: 110,00 EUR
Anton Reiche AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1
Dresden, 28.12.1912 EF
Gründeraktie, Auflage: 2.750. Gründung Dez. 1912 zur Weiterführung der gleichnamigen Schokoladenformen-, Blechemballagen- und Blechplakatfabrik. Ferner Vertrieb von Kunstharzgegenständen und Maschinen. Die Ges. besaß Grundstücke in Dresden, Plauen und Dölzschen und war zu 100 % im Familienbesitz. Die europaweit größte Fabrik für Gebäck- und Schokoladenformen aus Weißblech beschäftigte bis zu 900 Arbeiter. Das Werk wurde in der DDR vom Kombinat NAGEMA übernommen (nach 1990 geschlossen). Lochentwertet. Doppelblatt. Gründeraktie Nr. 1!

Nr. 112 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Apollo Lichtspieltheater AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 347
Leipzig, Febr. 1922 EF/VF
Auflage: 2.000. Gründung 1919 als AG Bau für Volkskunst, ab 1922 Apollo Lichtspieltheater AG (Sitz: Bayersche Str. 8). Bau, Vermietung und Betrieb von Theatern, Varietes, Lichtspiel- und Restaurationsunternehmen. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig. 1939 wurde die Gesellschaft aufgelöst.

Nr. 113 Schätzpreis: 2.000,00 EUR
Startpreis: 1.000,00 EUR
ARMINIA Militärdienstkosten-Versicherungs-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 511
München, 17.4.1889 VF-
Gründeraktie (Interims-Schein), Auflage 2.400. Kurz nach der Jahrhundertwende nach Übernahme der „Hannovera“, der „Augusta“ und der „Prudentia“ Umfirmierung in „Deutsche Lebensversicherungsbank Arminia“. 1922 Übernahme der „Allianz Lebensversicherungsbank AG“ und Sitzverlegung nach Berlin. 1927 Fusion mit der „Bayerischen Lebens- und Unfallversicherung“, der „Stuttgarter Lebensversicherung“ und der „Stuttgart-Lübeck Lebensversicherung“, gleichzeitig Sitzverlegung nach Stuttgart. 1929 Übernahme der „Frankfurter Lebensversicherung“. 1940 Annahme des heutigen Firmennamens: ALLIANZ Lebensversicherungs-AG. Originalunterschriften. Ausgesprochen dekorativ mit trompetendem Arminius. Kleine Randschäden. Nicht entwertet!

Nr. 114 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Arterner Electrizitätswerke AG
Aktie Lit. E 1.000 Mark, Nr. 381
Artern, 1.1.1921 EF/VF
Auflage: 400. Gründung 1893. Betrieb einer elektrischen Beleuchtungs- und Kraftübertragungsanlage. 1941 umbenannt in Städtische Elektrizitätswerke Artern AG. Großaktionär: Stadt Artern. Lochentwertet.

Nr. 115 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
artware Grafik und Kunsthandel AG
Sammelaktie 10 x 5 DM, nullgeziffert
München, Nov. 1998 UNC
Musterstück! Dieses zarte Pflänzlein (gegründet 1997) der damals noch sehr erfolgreichen AHAG Wertpapierhandelsbank schaffte es noch durch die Tore der Wertpapierdruckerei Schleicher & Schuell nach draußen. Im Focus der Aktivitäten stand das „Konzept Kunst in Unternehmen“, das die Nachfrage nach hochwertiger zeitgenössischer Kunst für die Ausstattung der Büro- und Besprechungsräumlichkeiten bedienen sollte. Die HV für das Geschäftsjahr 2000 wurde in 2002 noch abgehalten, das Unternehmen wurde inzwischen nach einer Insolvenz abgewickelt und aufgelöst. Nur 20 Stücke wurden von dieser Variante überhaupt gedruckt, wovon 7 an die Zulassungsstellen der deutschen Börsen gingen.

Nr. 116 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Aschaffenburger Zellstoffwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 5722
Aschaffenburg, Febr. 1942 EF+
Auflage: 8.000. Gründung 1872 als AG für Maschinenpapier-Fabrikation, 1917 Umbenennung in AG für Zellstoff- und Papierfabrikation. 1933 Fusion mit der Oberbayerische Zellstoff- und Papierfabriken AG, Aschaffenburg; 1936 Umfirmierung wie oben. 1970 Zusammenschluß mit der 1884 gegründeten Zellstofffabrik Waldhof in Mannheim zur PWA mit Sitz in München.1998 (nach Übernahme der Aktienmehrheit durch die schwedische Konkurrenz) Umfirmierung in SCA Hygiene Products AG. Lochentwertet.

Nr. 117 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Aschinger AG
Genuß-Schein 100 RM, Nr. 9235
Berlin, Okt. 1938 EF-
1892 gegründet, ab 1900 AG. 1904 erwarb die Ges. die ersten Grundstücke, auf denen 1905 das Hotel Fürstenhof und das Weinhaus Reingold begonnen wurden. 1913 Erwerb des Palast-Hotels und 1924 der Mehrheit des Grundkapitals der Geka, Geschäfts- und Kontorhaus AG (Besitzerin des Pschorrhauses, gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche). Im gleichen Jahr erwarb die Ges. die Mehrheit des Grundkapitals der Berliner Hotel-Gesellschaft (Kaiserhof und Baltic) und im Jahr 1926 der Hotelbetriebs-AG (Bristol und Centralhotel). Traditionsreiches Gaststätten- und Hotel-Unternehmen. Aschinger war die bekannteste und größte Fa. in der Berliner Gastronomie und erlangte später vor allem durch die kostenlosen Schrippen Berühmtheit. 1947 übernimmt die Deutsche Treuhandstelle die im sowjetischen Sektor liegende Zentrale sowie die dazugehörenden Gaststätten. Die Teilgesellschaft West: 1950 Berliner Wertpapierbereinigung. 1971 Umwandlung in die noch heute existierende Einzelfirma Aschinger Gasthausbrauerei am Kurfürstendamm. Lochentwertet.

Nr. 118 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Asea Brown Boveri AG
Aktie 100 DM, Blankette
Mannheim, Jan. 1997 UNC
Gründung 1900 durch die Schweizer BBC. Das breite Produktionsprogramm umfasste im Laufe der Geschichte u.a. Dampfturbinen und Verdichter sowie den Bau kompletter Kraftwerke, Hoch- und Niederspannungsschaltanlagen, elektrische Bahnen aller Art (incl. Seil- und Schwebebahnen), Signalanlagen, Triebwagen, Lokomotiven, Oberleitungs-Omnibusse, elektrische Ausrüstungen für Werkzeugmaschinen, Hebezeug- und Transportanlagen, Bagger, Abraum-Förderbrücken sowie Dreh-, Hub- und Klappbrücken. Seit dem Zusammenschluss der Schweizer BBC mit dem schwedischen Asea-Konzern im Jahr 1988 als Asea Brown Boveri AG (ABB) firmierend und innerhalb des Konzerns mit Produktionsstandorten in 9 Ländern (davon 44 allein in Deutschland) die weltweit größte Einzelgesellschaft. Bis heute an sechs deutschen Börsen notiert.

Nr. 119 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Atlas Levante-Linie AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 6159
Bremen, Jan. 1941 UNC/EF
Auflage: 3.500. Die Gründung erfolgte 1935 auf Wunsch der Reichsregierung, die den Levante-Dienst aus der Hapag-Lloyd-Union ausgegliedert sehen wollte. Mit Reederei-Flagge.

Nr. 120 Schätzpreis: 1.150,00 EUR
Startpreis: 575,00 EUR
Automobilbau AG Deutsche Gesellschaft für die Licenz E. Bugatti
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6603
Mannheim, 28.11.1921 VF-
Gründeraktie, Auflage: 12.000. In die 1921 gegründete Firma brachte die Düsseldorfer Funcke AG ihre Automobilbau-Abteilung ein. Fungierte als Deutsche Ges. für die Licenz E. Bugatti in Mannheim. Nachgebaut wurde insbesondere der von E. Bugatti in Molsheim bei Strasburg hergestellte Kleinwagen Bugatti Typ 23 und 24. Ab 1923 „Rheinische Automobilbau-AG Deutsche Gesellschaft für die Licenz E. Bugatti (Rabag)“ durch Verschmelzung mit der Schwestergesellschaft Rheinischen Automobilbau AG. 1925 Fusion mit der „AG für Automobilbau“ (Aga) in Berlin-Lichtenberg. Schöne Zierumrandung mit Abb. eines Bugatti und von Handelssymbolen, z.B. eines Zahnrades. Großformatig. Kleine Randeinrisse hinterklebt, was an einer Stelle dem Papier nicht gut getan hat. Dafür äußerst selten!

Nr. 121 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Autosafe Parkhaus AG
Aktie 50 DM, Nr. 1375
Greiling, Febr. 1991 UNC
Die Firma wollte raumsparende Parkhäuser bauen, hatte aber, ganz vorsichtig ausgedrückt, nur mäßigen wirtschaftlichen Erfolg. 2004 Reaktivierung der AG und Sitzverlegung nach Neukirchen-Vluyn, nunmehr im Geschäft mit Ölabscheidern tätig. Schöne Ansicht des neuen, wie ein Paternoster funktionierenden Parksystems. Mit Kupons. Entwertet.

Nr. 122 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
B. Holthaus Maschinenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 279
Dinklage in Oldenburg, Aug. 1942 EF
Auflage: 400. Gründung 1850, AG seit 1903. Fabrik für Landwirtschaftsmaschinen, hergestellt wurden Dampf- und Motordrescher, Strohpressen, Hackmaschinen, Heubläser und Fahrzeuge. Börsennotiz: Freiverkehr Hamburg. 1955 Anschlußkonkurs. Die Fabrik wurde anschließend von der Gebr. Wehrhahn Maschinenfabrik in Delmenhorst übernommen. Ohne Lochentwertung.

Nr. 123 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
B.U.S. Berzelius Umwelt-Service AG
Vorzugs-Aktie 50 DM, Nr. 18678
Frankfurt a.M., Jan. 1990 UNC
Gründung 1987 als GmbH, seit 1989 AG. Entsorgung und Aufarbeitung von industriellen Reststoffen (Stahlwerkstäuben, Aluminiumschrotten, Aluminium-Salzschlacken). Über die Berzelius Metallhütten-GmbH eine Enkeltochter der Metallgesellschaft. 1988 Sitzverlegung von Duisburg nach Frankfurt a.M. und 1996 wieder zurück. Nach dem Zusammenbruch der Metallgesellschaft und einem kurzen Interregnum der Müllunternehmer-Brüder Löbbert (Euro Waste Management) ging die Aktienmehrheit schließlich an die NORDAG. Mit Faksimile-Unterschrift des umstrittenen ehemaligen Metallgesellschaft-Chefs Schimmelbusch. Stempelentwertet.

Nr. 124 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Bad Wildunger
Heilquellen-AG Königsquelle
Aktie 1.000 Mark, Nr. 604
Bad Wildungen, 1.1.1912 EF+
Auflage: 300. Die Gesellschaft geht zurück auf die 1869 von dem Wildunger Arzt Dr. Carl Rörig entdeckte Königsquelle. Rörig vermarktete seine Entdeckung und begründete so den Kurort Bad Wildungen. Er baute ein Sanatorium und zog einen Flaschenversand des Heilwassers auf. 1907 gingen Bauten und Betrieb an die neu gegründete AG über. Im 2. Weltkrieg war das Sanatorium Lazarett, nach der Besetzung wurde es von der amerikanischen Militärpolizei genutzt. 1953 Übernahme durch das Staatsbad. 1962 Einstellung des Flaschenversands, 1968 blieb nur noch das Sanatorium stehen, das aber 2006 der Landesgartenschau weichen mußte und dann auch abgerissen wurde. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 125 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Badenwerk AG
Aktie 50 DM, Nr. 84608
Karlsruhe, Nov. 1973 UNC
Gründung 1921 unter Übernahme des Murgwerks (Forbach) vom Land Baden. 1926 Aufnahme des Verbundbetriebes mit der Schweiz im Süden und dem RWE im Norden. 1963 Beginn der Zusammenarbeit mit der Electricité de France (die zuletzt in eine EdF-Beteiligung am Badenwerk mündete). 1987 Fusion mit der EVS in Stuttgart zur Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 126 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Balboa and Pacific Estates Company mbH
Anteilschein 500 Mark, Nr. 677
Berlin-Panama, 7.3.1913 EF
Die Absichten der Ges., in Mittelamerika Plantagenwirtschaft zu betreiben, wurden durch den wenige Monate nach ihrer Gründung beginnenden 1. Weltkrieg vereitelt. Ihre Namensgebung aber ist hochinteressant: Sie kommt von dem Eroberer Vasco Núnez de Balboa (1475-1519), der nach einem mörderischen Marsch durch das heutige Panama am 13.9.1513 als erster Europäer den Pazifik erreichte. Sein Erfolg in der Gunst des spanischen Königs war auch sein Verhängnis: Der örtliche Gouverneur, dem er zu einflußreich wurde, ließ ihn 1519 nach einem Schauprozeß kurzerhand köpfen. Die nach ihm benannte Stadt Balboa am Übergang des Panama-Kanals in den Pazifik ist heute auch Hauptsitz der Panama-Kanalgesellschaft. Ausgestellt auf Direktor Curt Begas, Berlin, mit seiner Originalunterschrift als Geschäftsführer. Ebenfalls Originalunterschrift von Puttkammer. Grafisch ungewöhnlich gestaltet.

Nr. 127 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Balnea-AG für Reiseandenken
Aktie 1.000 RM, Nr. 4941
Nürnberg, 1.12.1922 EF-
Gründung 1898 durch Übernahme der Firma Hennig, Schlosser & Cie. und der Firma C. Gödde. Ab Jan. 1923 Balnea AG. Herstellung von Andenken und Bäderartikeln. Extrem selten!

Nr. 128 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Bank für Brau-Industrie
Aktie 100 RM, Nr. 15087
Berlin, März 1933 EF+
Auflage: 13.850. Gründung 1899. Beteiligungen u.a. an der Dortmunder Ritterbrauerei, der Berliner Engelhardt-Brauerei, der Radeberger Exportbierbrauerei und der Schöfferhof-Binding-Brauerei. Ende 1950 Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. Gehörte dann als „Frankfurter Bankgesellschaft gegr. 1899 AG“ zum Oetker-Konzern, schließlich mit der ebenfalls Oetker gehörenden Bielefelder Lampe-Bank fusioniert. Lochentwertet.

Nr. 129 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Bank für Handel und Grundbesitz AG
Aktie Reihe D 1.000 RM, Nr. 421
Leipzig, Nov. 1931 EF
Auflage: 450. Gründung 1902 als „Spar- und Darlehnskasse der Hausbesitzer eGmbH“, 1910 Umbenennung in Leipziger Hausbesitzer-Bank, AG seit 1923. Lochentwertet.

Nr. 130 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Bank für Kommunal- und Grundkredit
Namensaktie Lit. A 10.000 Mark, Nr. 397
Mülheim-Ruhr, 1.11.1922 VF+
Auflage: 900. Gründung am 20.11.1920, eingetragen am 15.1.1921. Im Nov. 1923 Sitzverlegung nach Berlin. 1936 Übernahme der „Grund und Boden AG für Realwerte“, seit 1937 in Liquidation. Lochentwertet. Leichte Randverletzungen.

Nr. 131 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bank für Oberdonau und Salzburg
Aktie 1.000 RM, Nr. 5335
Linz / Donau, Nov. 1941 EF
Auflage: 3.200. Hervorgegangen 1869 aus der alten Firma J. M. Scheibenpogen’s Eidam in Linz. In rascher Folge wurden dann in Salzburg (1870), Steyr (1872) und Wels (1873) Filialen gegründet. Ab 1898 setzte dann ein weiterer Expansionsschub mit Filialgründungen und Übernahmen anderer Bankhäuser ein. Noch heute ist die “Oberbank” eines der bedeutendsten österreichischen Kreditinstitute. Lochentwertet.

Nr. 132 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bankverein Artern, Spröngerts, Büchner & Co. KGaA
Aktie 20 RM, Nr. 4713
Artern, 30.4.1927 EF
Gründung 1862 als Arterner Darlehns-Verein, ab 1895 Bankverein Artern, Spröngerts, Büchner & Co. KGaA. Abteilungen in Rossleben a.U., Rossla a.Harz, Nebra a.Unstrut, Allstedt i.Thür. und Sangerhausen. 1940 wurde die bisherige KGaA in eine reine AG umgewandelt. 1950-1986 treuhändische Verwaltung und Abwicklung des Westvermögens in Mülheim a.d.R. Lochentwertet.

Nr. 133 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Bast AG
Aktie 100 RM, Nr. 3909
Nürnberg, Jan. 1942 EF+
Auflage: 1.000. Gründung 1855, AG seit 1896 als „Preßhefen- und Spiritusfabrik AG vorm. J. M. Bast” mit Sitz in Buch. Fusioniert 1901 mit der Nürnberger Spritfabrik und 1908 mit weiteren Wettbewerbern in Berlin-Lichtenberg und Breslau zur “Vereinigte Nord- und Süddeutsche Spritwerke und Preßhefefabrik AG”, seit 1922 dann kurz “Bast AG”. 1937/38 Bau moderner Werkstätten, einer Werksiedlung, eines Schwimmbades und eines Sportplatzes, deshalb ab 1938 fünf Jahre in Folge als “nationalsozialistischer Musterbetrieb” ausgezeichnet. Bis 1941 in Berlin, dann in München börsennotiert. Das Werk Nürnberg-Buch erlitt nur geringe Kriegsschäden und konnte nach nur wenigen Wochen Stillstand im April 1945 die Produktion von Preßhefe und Spiritus wieder aufnehmen. 1965 in die “Bast Hefe- und Spirituswerke GmbH” umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 134 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Bau- und Wirtschafts AG Bausparkasse Mainz
Aktie 1.000 RM, Nr. 404
Mainz, ca. Aug. 1932 EF
Teilblankette. Bei der Gründung 1930 wurde der Vertragsbestand von sieben älteren Bausparkassen übernommen. Der neue Firmenname „Bausparkasse Mainz AG“ wurde 1934 angenommen. Noch heute als AG bestehende Bausparkasse. Schöne Art-Deko-Umrandung. Selten! (Ein-lieferer-Nr.: 41)

Nr. 135 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bau-Kredit-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1276
Berlin, Juli 1931 EF+
Auflage: 500. Gründung 1928 zwecks Gewährung von Baukrediten. Sitz: Unter den Linden 16. Großaktionäre waren die Deutsche Bau- und Boden-Bank AG, das Bankhaus Hardy & Co. (beide Berlin) sowie das Bankhaus Eichborn & Co. in Breslau. 1983 nach Abwicklung erloschen. Lochentwertet.

Nr. 136 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Bau-Kredit-Bank AG
Namensaktie 100 DM, Nr. 1769
Düsseldorf, Dez. 1970 EF+
Auflage: 1.000. Gründung 1929 in Bochum als “Westdeutsche Baukreditbank AG”. 1961 Umgründung unter Erweiterung des Gechäftszwecks und des Aktionärskreises. Etwa 50 Mitarbeiter kümmerten sich um Finanzierungen für den Hoch-, Tief- und Straßenbau sowie die Vermittlung von Hypotheken, Bausparverträgen und Kommunaldarlehen. Beteilligt an der Vereinigte Bausparkassen AG Hannover-Bielefeld und der Norddeutsche Bausparkasse AG, Delmenhorst. Aktionäre mit jeweils um die 10 % waren die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, die Bayerische Rückversicherung (heute Swiss Re), die Mannheimer Versicherung, C. G. Trinkaus in Düsseldorf, die Vereinigte Haftpflicht-Versicherung Hannover, die Württembergische Feuerversicherung und die Provinzial Lebensversicherung in Hannover, später auch noch die Frankfurter Bank und die Deutsche Pfandbriefanstalt Wiesbaden-Berlin. Seit 1973 in Liquidation. Äußerst selten.

Nr. 137 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Baumwollspinnerei Erlangen
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1103
Erlangen, 9.4.1906 EF
Auflage: 400. Gründung 1880 als „Spinnerei und Weberei Erlangen“. Herstellung von Garnen, Zwirnen und Geweben aus Baumwolle, Zellwolle und Kunstseide. 1927 Fusion mit der „Oberfränkisches Textilwerk AG“ und der „Mech. Baumwoll-Spinnerei und Weberei Bamberg AG“ zur Baumwollindustrie Erlangen-Bamberg AG. Spinnereien und Webereien in Erlangen, Wangen (mit Ausrüstungsbetrieb) und Bamberg, außerdem Webereien in Schwarzenbach (Saale) und Zeil (Main). Zuletzt als ERBA firmierend und erst vor wenigen Jahren in Konkurs gegangen. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 138 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Baumwollspinnerei Germania
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2050
Epe i. Westfalen, 1.4.1913 EF/VF
Auflage: 500. Gründung 1897. Vollstufiger Betrieb, neben zwei Baumwollspinnereien waren auch Zwirnerei, Weberei, Färberei, Bleicherei und Schlichterei vorhanden. 1992 Einstellung des operativen Geschäftes, noch heute als Germania-Epe AG börsennotiert (ab 1993 Vermögensverwaltung). Lochentwertet.

Nr. 139 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Baumwollspinnerei und Warperei Furth (vormals H. C. Müller)
Aktie Serie 2 1.000 Mark, Nr. 1132
Furth bei Chemnitz, 3.5.1921 EF
Auflage: 1.000. Gegründet 1888 nach Übernahme der Spinnerei und Zwirnerei H. C. Müller. 1943 waren 21.540 Spindeln (einschließlich 4420 Zwirnspindeln) in Betrieb. 1993 Fortsetzung der Gesellschaft, 1994 aufgelöst, 1998 Baumwollspinnerei und Warperei Furth AG i.L., Chemnitz. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 140 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Bausch AG
Aktie 100 x 5 DM, Nr. 400457
Buttenwiesen-Pfaffenhofen, Nov. 1996 UNC-
Ursprung des Unternehmens ist die 1872 gegründete Feinpapierfabrik Felix Schoeller und Bausch in Neukaliss (Mecklenburg). 1950 Sitzverlegung nach Berlin-West. 1970 Gründung der Donau Dekor Druck GmbH und Errichtung eines zweiten Standortes in Buttenwiesen-Pfaffenhofen bei Augsburg. 1983 Auflösung des Werkes Berlin. 1989 Umwandlung in eine AG und Gang an die Börse. 1999 mit der Robert Linnemann GmbH & Co. zur heutigen Bausch + Linnemann AG verschmolzen. Herstellung von Oberflächenbeschichtungen (Folien und Kantenstreifen) und Dekordrucken hauptsächlich für die Möbelindustrie. Rückseitig entwertet.

Nr. 141 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Bausparkasse Mainz AG
Aktie 100 DM, Nr. 44392
Mainz, Juli 1994 UNC-
Bei der Gründung 1930 wurde der Vertragsbestand von sieben älteren Bausparkassen übernommen. Der neue Firmenname „Bausparkasse Mainz AG“ wurde 1934 angenommen. Noch heute als AG bestehende Bausparkasse. Kleine Vignette mit Miniatur-Haus in einer hochgehaltenen Hand. Rückseitig entwertet.

Nr. 142 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bautzner Industriewerk AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1073
Bautzen, 7.7.1920 EF+
Auflage: 1.000. Gründung 1896, seit 1914 AG. 1924/38 Umfirmierung in „Johne-Werk Grafische Maschinen-AG“. Herstellung von Schnellschneidemaschinen für Papier, Holz, Gummi, Metallfolien sowie Dreischneider für Bücher und Broschüren. Nach 1945 wurde das Werk enteignet, die AG verlegte ihren Sitz nach Oberalting/Seefeld am Pilsensee (Obb.) und wurde dort abgewickelt. Lochentwertet.

Nr. 143 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Bauxitwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2086
Frankfurt a.M., 24.4.1920 VF+
Gründeraktie, Auflage: 7.000. Gründung 1920 in Frankfurt a.M., 1921 nach Gießen verlegt. Zweck war Gewinnung, Erwerb, Veräusserung und Verarbeitung von Bauxit. Im Jahr 1922 waren 12 Gruben in Betrieb. Die Ges. war an der Vereinigten Hessischen Bauxitgruben GmbH mit 97 % beteiligt, verfügte über das gesamte Stammkapital der Oberhessischen Gruben-GmbH in Frankfurt a.M. Mehrheitsaktionär der Ges. war die C. O. Wegener Rüdersdorfer Portland-Cementwerke GmbH in Kalkberge (Mark). Mit restlichem Kuponbogen. Äußerst selten.

Nr. 144 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Bavaria- und St. Pauli-Brauerei
Aktie 5 x 100 RM, Nr. 53531-35
Hamburg, Dez. 1941 EF+
Auflage: 7.000. Gegründet 1897 als Bavaria Brauerei AG in Altona. 1922 Fusion mit der 1863 gegründeten Actien-Bierbrauerei in Hamburg-St. Pauli und Umbenennung wie oben. 1917-27 Übernahme diverser Brauereien in Norddeutschland. 1931/32 Sitzverlegung von Altona nach Hamburg. 1959/60 wurde auf dem Brauereigelände in Hamburg-St. Pauli ein Mineralbrunnen erbohrt, der die Voraussetzung für ein Brunnengetränke-Programm schuf, das seit 1961 unter dem Namen St. Michaelis vertrieben wird. Ab 1964 eröffnete die damalige Tochtergesellschaft ASTRA Bowling Betriebs-GmbH (die spätere Norddeutsche Gaststätten GmbH) mehrere Bowling-Anlagen im Großraum Hamburg. 1973 Verlagerung der Harburger Produktion auf das Hauptbrauhaus in Hamburg-St. Pauli. Neben dem ASTRA-Pils gehörte auch die Marke Jever zum Programm. Die Schließung der traditionsreichen, heute zum Holsten-Konzern gehörenden Brauerei Ende der 90er Jahre war in Hamburg von erbitterten Auseinandersetzungen begleitet. Mit Firmensignet. Lochentwertet.

Nr. 145 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Bayerische AG für chemische und landwirtschaftlich-chemische Fabrikate (Chemische Fabrik Heufeld, Oberbayern)
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2651
Heufeld, 28.12.1921 EF
Auflage: 17.000. Gründung 1857 zwecks Fabrikation chemischer Produkte und künstlicher Düngemittel, Fabrik in Heufeld (Oberbayern). Sitz bis 1912 in München. 1941 Fusion mit der „Vereinigte Bleicherdefabriken AG“ in München und Umfirmierung in Süd-Chemie AG. 1974 zusätzlich Einstieg in das Geschäft mit Auto-Katalysatoren. Sehr dekorativer, großformatiger Druck. Knickfalte.

Nr. 146 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bayerische Aktien-Bierbrauerei
Aktie 300 RM, Nr. 2030
Aschaffenburg, 31.12.1933 EF+
Auflage: 1.200. Gründung 1867. Durch Übernahme der Aschaffenburger Gesellschaftsbrauerei, der Aktienbrauerei “Zum Hopfengarten” und der Brauerei “Zum Wurstbendel” entstand 1899 die bedeutendste der unterfränkischen Großbrauereien. Dazu kamen die Brauerei “Zur Rose” (1900), die Löwenbrauerei Josef Stenger in Goldbach (1908), ferner übernahm man die Kundschaft der Brauerei Dörr in Hanau (1910) und der Brauerei Felsenkeller in Wiesbaden (1963). Ihre schon vor Kriegsende bestehende Schachtelbeteiligung baute die zum Oetker-Konzern gehörende Bank für Brau-Industrie in Frankfurt (früher Berlin) nach und nach auf über 75 % aus. 1970 mit der Frankfurter Binding-Brauerei verschmolzen. Lochentwertet.

Nr. 147 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 452928
München, Aug. 1992 UNC
Gründung 1835, wobei hier die seltene Kombination von Hypotheken- und Geschäfts-Bank zugelassen war. Auch Versicherungs-Geschäfte wurden zunächst auf eigene Rechnung betrieben (1905 in die „Bayerische Versicherungsbank AG“ ausgegliedert, 1923 an Münchener Rück und Allianz verkauft). 1896 Ausdehnung des Geschäftsbereiches über Bayern hinaus auf das ganze Deutsche Reich. 1905 Gründung der Bayer. Disconto- und Wechsel-Bank AG in Nürnberg (deren laufendes Geschäft 1923 übernommen wurde). 1915-20 Übernahme einer Reihe kleinerer Bankgeschäfte. Im Österreich aktiv mit der Gründung der Salzburger Kredit- und Wechsel-Bank (1921) und der Kärntner Kredit- und Wechselbank Ehrfeld & Co., Klagenfurt (1922, später die Bank für Kärnten) sowie Beteiligung bei Scherbaum & Co. in Wien (1924). 1998 mit dem früheren Erz-Konkurrenten Bayerische Vereinsbank zur heutigen Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG fusioniert. Dekorativer Druck von G&D mit großer, stilisierter Ansicht der neuen Hauptverwaltung. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 148 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Bayerische Landwirthschaftsbank eGmbH
7% Goldpfandbrief 100 Goldmark, Nr. 56207
München, 1.7.1930 EF-
Die genossenschaftliche Hypothekenbank wurde 1896 als gemeinnütziges Unternehmen gegründet. Genossen konnten alle Eigentümer land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke werden, ferner ländliche Gemeinden. Der Gesamtumlauf der in München, teils auch Frankfurt börsennotierten Pfandbriefe erreichte bis 1940 rd. 100 Mio. RM. Nach dem Krieg umfirmiert von Bayerische Landwirthschaftsbank eGmbH in Münchener Hypothekenbank e.G.: ein noch heute bedeutendes Realkreditinstitut. Die dekorativsten jemals in Deutschland ausgegebenen Pfandbriefe, mit Künstlermonogramm V. O. Stolz nach einem früheren Entwurf des bekannten Münchener Grafikers Fritz Weinhöppel. Doppelblatt. Einzelstück aus einer uralten süddeutschen Sammlung.

Nr. 149 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Bayerische Metallwerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 252
Dachau, 15.11.1940 UNC/EF
Auflage 375, ausgegeben zum Umtausch der 20-RM-AktienGegründet 1923 in Landshut u.a. von der Radiologie AG und dem Physiker Dr. Robert Fürstenau. Errichtung und Betrieb von Fabriken in Bayern, die die Gewinnung, Verarbeitung und den Vertrieb von Metallen sowie deren Verbindungen und Legierungen zum Zweck haben. Hergestellt wurden Wolfram- und Molybdän-Fabrikate. 1926 außerdem Errichtung eines Werks für technische Gase (Wasser- und Sauerstoff). 1929 Sitzverlegung nach Dachau (Leitenweg 1). Heute als GmbH eine Tochter der Ges. für Wolfram Industrie mbH in Traunstein. Lochentwertet.

Nr. 150 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bayerisches Portlandzementwerk Kiefersfelden AG
Aktie Lit. A 1.000 Mark, Nr. 89862
Kiefersfelden, 23.10.1922 EF+
Auflage: 82.000. Gründung 1922. Die Portlandzementfabrik ging Anfang August 1923 in Betrieb. 1928 Verpachtung an die Portlandzementwerke Heidelberg-Mannheim-Stuttgart AG, die auch die Aktienmajorität hielt. Mit kpl. Kuponbogen. Äußerst selten.

Nr. 151 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Bayerisches Tafel- und Photoglas-Werk Otto Menzel AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6144
München, Aug. 1923 EF
Gründeraktie. Otto Menzel aus Lommatzsch i.Sa. trat mit verfahrenstechnischen Verbesserungen auf dem Gebiet der Glasindustrie hervor, die die Grundlage dieser AG bilden sollten. Bereits im März 1925 wieder in Konkurs. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 152 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Beamtensparkasse AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 18531
München, Okt. 1923 EF
Gründeraktie. Die Sparkasse umwarb vor allem die Post- und Eisenbahn-Beamten. 1925 nach der Hyper-Inflation wurde das Kapital von 2,2 Milliarden Mark auf gerade einmal 88.000 RM umgestellt, also im Verhältnis 1:25.000. Das erklärt, warum einige der zuvor begebenen Aktien noch existieren: Der Umtausch lohnte einfach nicht. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 153 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Bebitz Mitteldeutsche Flanschenfabrik
Aktie 1.000 RM, Nr. 117
Lebendorf (Saalkreis), 1.10.1938 UNC/EF
Auflage: 240. Gründung 1911, Sitz bis 1918 in Unterpeissen. Haupterzeugnisse: Flanschen, Gesenkschmiedestücke, Stanz-, Preß- und Ziehteile. Die Firma wurde nach dem Krieg nicht verlagert, 1946 enteignet und als Industriewerke Sachsen-Anhalt, Flanschenfabrik weitergeführt. 1992 als Flanschenwerk Bebitz GmbH privatisiert, 2002 Insolvenz (INSO Flanschenwerk Bebitz GmbH), 2004 Neugründung als Flanschenwerk Bebitz GmbH. Lochentwertet.

Nr. 154 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Bekleidungs-AG
Aktie 100 RM, Nr. 451
Berlin, Sept. 1938 UNC
Auflage: 23.000. Gründung im Sept. 1923 als Bekleidungs-Gesellschaft für deutsche Beamte AG, ab 1938 Bekleidungs-AG. Zweck: Ankauf und Verkauf von Bekleidungsgegenständen. Im Jahr 1929 erfolgte eine Reorganisation, wobei die Provinz-Filialen der Gesellschaft von der Defaka Deutsches Familien-Kaufhaus GmbH übernommen wurden, während das Berliner Geschäft in eine von beiden Firmen neu gegründete Gesellschaft, die Deutsche Familien-Bekleidungs-GmbH Defaka-BG eingebracht wurde. Mitte 1939 ist die Defaka-BG in der Gesellschaft aufgegangen, die ab Mitte 1939 das Berliner Geschäft selbst durchführte. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung. Lochentwertet.

Nr. 155 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bellevue-Immobilien AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1105
Berlin, Okt. 1928 EF+
Auflage: 1.500. Gründung 1926 als “Canada Land Comp. AG”, 1928 Umfirmierung wie oben. Trotz Weltwirtschaftskrise gelang es 1930, die Baufinanzierungsmittel für das neunstöckige “Columbushaus” am Potsdamer Platz zu beschaffen. Die Fertigstellung dieses nach modernsten Grundsätzen erbauten Bürohochhauses erfolgte im Frühjahr 1932. Wegen Bombenschäden wurde das Columbushaus, das sich nunmehr im Ostsektor der Stadt befand, 1945 abgerissen. Das 1.900 m◊ große Grundstück am Potsdamer Platz befand sich fortan im Niemandsland der Berliner Mauer. 1974 wurde die Bellevue-Immobilien-AG im Handelsregister gelöscht, aber dann 1991 nach der Wiedervereinigung reaktiviert, nachdem das Grundstück plötzlich immens wertvoll geworden war (heute steht darauf ein 16-geschossiges Bürogebäude kurz vor der Fertigstellung). Zurückgekommen war der Zipfel Land übrigens schon in den 80er Jahren als Teil eines Grundstücks-Deals mit der DDR, damit man entlang der Mauer auf westlichem Gebiet eine neue Straße bauen konnte. Großaktionär ist die zu Delbrück & Co. Privatbankiers gehörende “Berliner AG für Industriebeteiligungen”. Lochentwertet.

Nr. 156 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bergbau- und Hütten-AG FRIEDRICHSHÜTTE
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2774
Neunkirchen, R.-B. Arnsberg, 21.3.1900 EF/VF
Übernahme der Hochofenanlage „Friedrichshütte“ von den Erben des Kommerzienrats Schneider. 1906 Sitzverlegung nach Herdorf. Betrieben wurde die Eisensteingrube San Fernando im Siegerland, Hochofenwerke, ein Siemens-Martin-Stahlwerk und ein Blechwalzwerk. 1930 Abschluss eines Gewinn-Gemeinschaftsvertrages mit dem Großaktionär Vereinigte Stahlwerke AG. Börsennotiz Berlin und Frankfurt. 1955 Auflösung der Fa. Großformatig. Dekorativer Unterdruck mit Hammerschlegel.

Nr. 157 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Bergbau und Industrie AG Neumühl
Aktie 1.000 DM, Nr. 762
Duisburg, Mai 1952 EF-
Auflage: 14.900. Ähnlich wie „Rheinpreußen“ ursprünglich eine Gründung des Geh. Kommerzienrats Franz Haniel (des Älteren). Auf gemeinsame Rechnung mit Daniel Morian aus Neumühl begann man 1853 in Neumühl nach Kohle zu bohren. Die Bohrungen wurden fündig. 1867 wurden die Felder in der Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Neumühl konsolidiert. Vier Förderschächte, 240 Koksöfen, bis über 6.000 Mann Belegschaft, jährliche Kohleförderung bis 1,5 Mio. Tonnen. Seit 1933 in Personalunion mit der Gewerkschaft Rheinpreussen geführt. Auch nachdem die Gewerkschaft 1951 in eine AG umgewandelt worden war, blieb die Schachtanlage Neumühl per Betriebsüberlassungsvertrag eine Betriebsabteilung von Rheinpreussen (die ohnehin 54 % der Neumühl-Aktien hielten). 1962/63 wurde Neumühl stillgelegt, zugleich erwarb Rheinpreussen das 44-%-Aktienpaket der Deutsche Erdöl-AG, anschließend Umwandlung in eine GmbH. Große Porträt-Vignette von Franz Haniel. Minimal wellig. Eine der besten DM-Aktien - geschichtliche Bedeutung, Dekorativität und Seltenheit passen hier einfach zusammen!

Nr. 158 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Bergbau-AG Eilenburg
Aktie 5.000 Mark, Nr. 20501
Eilenburg, Juni 1923 EF
Auflage: 1.000. Die Gründer, Ingenieure und Holzgroßhändler aus Leipzig, brachten Bergwerksgerechtsame in die AG ein. 1927 wieder in Liquidation. Lochentwertet.

Nr. 159 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Bergbaugesellschaft „Fichtelgold“
Anteilschein über 1 Anteil, Nr. 1929
Brandholz/Stuttgart, Febr. 1933 EF+
Gründung 1920 zur Ausbeutung von Gold-, Silber-, Antimon-, Arsen- u. Schwefelkiesgruben im Fichtelgebirge, wobei Dir. Otto Heer in Steinach die ihm gehörenden sämtlichen Kuxe der Gewerkschaften “Fürstenzeche”, “Schickung Gottes” sowie die sechs Bergwerke der “Gew. für Antimon- und Goldgewinnung im Fichtelgebirge” einbrachte. Dazu kamen vier Gold-, Silber- und Arsen-Gruben im Kreis Löwenberg (Schlesien) und die Manganerzfelder der sächsischen Gewerkschaft “Adelma” bei Geyer im Erzgebirge. Weiter hinzuerworben wurde 1922 das Grubenfeld Markus Röhling unter den erzgebirgischen Städten Annaberg und Buchholz. Die Bergbau-AG “Fichtelgold” trieb nach ihrer Gründung 1920 die Aufschlußarbeiten in den Gruben “Fürstenzeche” und “Silberne Rose” voran, brachte bis März 1922 den 200 m tiefen Ludwig-Wittmann-Schacht bei Goldmühl nieder (benannt nach dem AR-Vorsitzenden Kommerzienrat Ludwig Wittmann vom Bankhaus L. Wittmann & Co. aus Stuttgart, wo der überwiegende Teil des Kapitals eingeworben worden war), richtete von hier aus auf zwei Sohlen den Abbau des goldhaltigen “Spiesglasganges” her und stellte am Schacht ein Krupp’sches Stempelpochwerk auf. Im Juli 1923 verließen die ersten Goldbarren das Bergwerk. Der 2. Weltkrieg setzte dem Bergbau im Fichtelgebirge ein endgültiges Ende. Der 1981 unternommene Versuch einer Nürnberger Explorationsfirma, die Förderung der Erze mit einem Goldgehalt von 11 Gramm pro Tonne wieder aufzunehmen, scheiterte. Aber noch heute finden in Goldkronach jährliche Goldsuchertreffen statt und die “Deutsche Goldsuchervereinigung e.V.” hat hier ihren Sitz.

Nr. 160 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Bergina Bergwerk- und Industrie-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 37471
München, 7.6.1923 EF
Auflage: 32.000. Gründung 1882 als “Immobilien-Bank zu Dresden”. Nachdem das eingezahlte Kapital bis zur Jahrhundertwende völlig aufgezehrt war, sollte 1902 die Auflösung der AG beschlossen werden, was aber nicht durchgeführt wurde. Fast zwei Jahrzehnte später nahmen sich neue Aktionäre der im Dämmerschlaf liegenden AG an und nutzten den AG-Mantel für den Erwerb eines Eisenerzvorkommens in Tirol, dessen Metallgehalt von 65 % sogar schwedischen Erzen überlegen sein sollte. 1920 dann Umfirmierung wie oben und Sitzverlegung nach München, ab Juli 1923 in München auch börsennotiert. Zuletzt besaß die AG fünf Kalk- und Talkumwerke sowie Speckstein-Bergwerke in Hohlenbrunn i. Ofr., Erbendorf i. Opf., Schwarzenbach a.d.S., Thiersheim und Schacht Rabenwald bei Graz sowie ein Laboratorium in München (Liebigstr. 22). Nach dem Konkurs Ende 1925 erwarb die Bayerische Girozentrale als Hauptgläubigerin in der Zwangsversteigerung das Werk Hohlenbrunn, die übrigen Gläubiger und die Aktionäre gingen leer aus. Großes Firmensignet mit Hammer und Schlegel und Hüttenfeuer im Unterdruck. Mit Kupons ab Nr. 2. Äußerst selten angeboten!

Nr. 161 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Bergmann-Elektricitäts-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 63414
Berlin, Mai 1938 UNC/EF
Auflage: 14.540. Gründung 1893/97 als Bergmann Elektromotoren- und Dynamo-Werke AG in Berlin. 1900 fusionsbedingte Umfirmierung wie oben. Beteiligungen u.a. auch an der Osram GmbH. Neben der Draht- und Kabelfabrikation sowie Metallverarbeitung wurden von 1907 bis 1922 auch Automobile (Marke Bergmann) produziert, danach nur noch Elektrofahrzeuge. Noch heute bestehendes Unternehmen, 1988 von Siemens an Gebr. Röchling verkauft (und dann mit DeTeWe zusammengelegt). Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 162 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bergschlößchen-Aktien-Bier-Brauerei
Aktie 100 RM, Nr. 785
Braunsberg (Ostpr.), 31.3.1942 EF+
Auflage: 500. Gründung 1871 unter Übernahme der Privat-Brauerei von Carl Mückenberger in Braunsberg, Gartenstraße 10. Herstellung von Bier, Malz, Eis, Selters und Limonaden. Börsennotiz Königsberg, ab 1935 Berlin. Mehrheitsaktionär war der Stettiner Rückforth-Konzern. 1948 Sitzverlegung nach Mülheim/Ruhr, 1951 in eine GmbH umgewandelt. 1953 verschmolzen auf die Ferd. Rückforth Nachfolger AG. Lochentwertet.

Nr. 163 Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Bergwerk ver. Klosterbusch
Kuxschein über 10 von 1.000 Kuxen, Nr. 37
Herbede-Ruhr, 11.11.1930 EF
Auflage: maximal 100 Stück. Das Eisensteinbergwerk Vereinigte Klosterbusch ging 1857 aus der Konsolidierung (Fusion) der Bergwerke Marcus und Klosterbusch in der Gemeinde Bredeney hervor. Die Tiefbauanlage, die über eines der wenigen abbauwürdigen Eisensteinflöze im Ruhrtal verfügte, lag in (Essen-)Werden unmittelbar an der Ruhr. Mehrheitsgewerke war damals die Phoenix AG für Bergbau und Eisenhüttenbetrieb, die 1854 in Essen-Kupferdreh mit dem Bau eines Hüttenwerkes begonnen hatte. Die Eisensteinzeche wurde 1878 stillgelegt. 1918 erwarb die Gewerkschaft Vereinigte Klosterbusch die Steinkohlengewerkschaften Sonnenschein, Johann-Diedrich und Buchwald in Bochum-Querenburg und nahm zwei tonnlägige Schächte in Betrieb. 1923 wurde der spätere Hauptschacht abgeteuft, auf dem in Spitzenjahren o,5 Mio. t Kohle gefördert wurden. 1955 wurde noch ein zweiter Wetterschacht in Betrieb genommen. 1961 übernahm die Raab-Karcher GmbH (ARAL) die Kuxenmehrheit. Kaum mehr als 10 Stücke bekannt!

Nr. 164 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Berlin-Borsigwalder Metallwerke Löwenberg AG
Aktie 5.000 Mark, Nr. 21426
Berlin, 3.9.1923 EF
Auflage: 8.000. Gründung 1916. Herstellung und Verkauf von Kupfer- und Messingfabrikaten, u.a. für Schiff- und Lokomotivbau. 1925 Vergleich, Liquidation bis Anfang der 30er Jahre. Lochentwertet.

Nr. 165 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Berlin-Gubener Hutfabrik AG
vormals A. Cohn
Aktie 500 RM, Nr. 5843
Guben, Mai 1928 EF+
Auflage 2.000. Gründung 1888 unter Übernahme der von Apelius Cohn und Herm. Lewin in Berlin (1859) und Guben an der Neisse (1876) begründeten Hutfabrikationsgeschäftes. Seit Gründung an der Berliner Börse notiert. 1907 Ankauf der Berthold Lissner’schen Wollhut- und Haarhutfabriken in Guben. Auch nach Stillegung zweier Fabriken in der Weltwirtschaftkrise beschäftige die Ges. Anfang der 30er Jahre in ihren Werken noch über 3.500 Arbeiter. Großaktionäre waren zu der Zeit das Bankhaus Jarislowsky & Co., die Darmstädter und Nationalbank sowie die Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft. Nach 1945 enteignet. 1949 nach Kassel verlagert, 1959 nach Recklinghausen. 1965 umgewandelt in Hutfabrik Recklinghausen GmbH. Faksimile-Unterschrift des Deutsche-Bank-Vorstands Paul Millington-Herrmann als AR-Vorsitzender. Lochentwertet.

Nr. 166 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Berlin-Neuroder Kunstanstalten AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3668
Berlin, 15.7.1922 EF
Gründung 1888 im schlesischen Neurode als „Neuroder Kunstanstalten AG vorm. Treutler, Conrad & Taube“. 1900 Übernahme der Berliner Kunstdruck- und Verlagsanstalt. Betriebe in Berlin, Brandenburg (Havel), Braunau (Böhmen) und Neurode in Schlesien. Herstellung von Reliefs, Emulsion für Fotopapiere und von Offseterzeugnissen. 1947/48 Sitzverlegung nach München, die Werke in Schlesien und der ehemaligen Ostzone wurden enteignet. Börsennotiz Berlin. Dekorative Umrandung.

Nr. 167 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Berliner Elektro-Beteiligungen AG
Vorzugs-Aktie 50 DM, Blankette
Berlin, Sept. 1984 UNC/EF
Gründung 1979 als Industriebeteiligungen Dr. Bernau und Neubauer GmbH. 1984 in die “Berliner Elektro-Beteiligungen AG” umgewandelt und von der Deutschen Bank an die Börse gebracht. 1989 Umfirmierung in Berliner Elektro Holding AG. Nach einigen hervorragenden Jahren kam es zu Querelen zwischen Aufsichtsrat, Vorstand und dem Unternehmensgründer Dr. Bernau, der am Ende das Feld räumte. Danach wurde das Unternehmen von einer Industrieholding in eine Private-Equity-Gesellschaft umstrukturiert und 2000 in AdCapital AG umbenannt. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 168 Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
Berliner Elektromobil-Droschken-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 275
Berlin, 15.5.1905 UNC/EF
Gründeraktie, Auflage: 1.500. Bereits seit 1898 wurden in Berlin Elektro-Automobile hergestellt. Einige Jahre später folgten andere Firmen: „Columbia“, „Geha“, „AEG“, „Siemens-Schuckert“, „NAG“, „Protos“, „Bergmann“ und „Elite“. Die Berliner Elektromobil-Droschken-AG, eine Gründung des Bankiers Carl Neuburger, verlor bis 1910 das gesamte Kapital: Die umweltfreundlichen Fahrzeuge konnten sich gegen die pferdebespannte oder benzingetriebene Konkurrenz nicht durchsetzen. Nach dem Scheitern dieser Firma wurde auch das Bankhaus Neuburger insolvent. Interessantes, sehr dekoratives Papier aus den Anfängen der Automobilgeschichte. Äußerst selten.

Nr. 169 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Berliner Holz-Kontor AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1922
Berlin, Nov. 1941 EF+
Auflage: 2.646. Holzhändler in Berlin und Charlottenburg schlossen sich 1848 zu einem “Diskontierungsverein” zwecks gegenseitiger Unterstützung in Kreditfragen zusammen, nachdem im Revolutionsjahr 1848 der Kredit des Einzelkaufmanns stark eingeschränkt war. Aus dem Diskontierungsverein entstand 1851 der “Berliner Holzhändler-Verein” und 1857 das “Berliner Holz-Comptoir” als Kommenditgesellschaft auf Aktien. Durch Erwerb und Anlage von Schneidemühlen sowie Erwerb neuer großer Waldgüter in Rußland, Polen und Rumänien wurde das Geschäft auch sonst bedeutend erweitert, für das Exportgeschäft wurden um 1880 Filialen in Danzig und Memel errichtet. Der Verlust aller dieser Betriebe als Folge des 1. Weltkrieges wurde durch Neuerrichtung von Sägewerken in Pommern, Westpreußen und Schlesien kompensiert. Nach dem 2. Weltkrieg verlor die AG erneut alle ihre Betriebsstätten und musste mit einem Holzhandelsplatz in Berlin-Charlottenburg (Kaiserin-Augusta-Allee 25/28) noch einmal bei Null anfangen. Eine 1948 errichtete Filiale in Düsseldorf befaßte sich mit dem Handel von Schnittholz vor allem für die Deutsche Bundesbahn. 1972 Konkursantrag, Verfahren mangels Masse nicht eröffnet. Lochentwertet.

(PDF) Nr. 170 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Berliner Kreditbank AG
Aktie 500 RM, Nr. 2
Berlin, 20.5.1925 VF-
Auflage: 180. Gründung 1923 zur Übernahme des unter der Firma Kreitling & Co. KG gegründeten Bankunternehmens und Errichtung von Depositenkassen in den Berliner Markthallen bzw. Übernahme dort bereits bestehender Depositenkassen (1925 verkauft). 1929 Übertragung Beamtenkreditgeschäftes an die Vaterländische Kreditversicherungs-Gesellschaft. 1932 ist die Firma erloschen. Lochentwertet. Fleckig, Randverletzungen.

Nr. 171 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Berliner Terrain und Bau AG
Aktie 1.200 Mark, Nr. 5779
Berlin, 21.6.1906 EF+
Auflage: 2.500, zur Aufschließung der Steglitzer Terrains. Bei der Gründung 1903 brachte die Allgemeine Berliner Omnibus-AG vier Grundstücke (Kurfürsten-, Froben-, Bülowstraße und Kottbuser Damm) als Sacheinlage ein. Mit der Parzellierung und Veräußerung von Grundstücken in Steglitz, Zehlendorf, Reinickendorf, Wittenau und am Hohenzollerndamm war die Gesellschaft nicht sonderlich erfolgreich und erlitt außerdem große Forderungsverluste bei der Passage-Kaufhaus-AG. Es folgten 1912 und 1914 Sanierungsversuche, nach der Inflation konnte 1924 das Kapital nur im extrem schlechten Verhältnis 60:1 umgestellt werden. 1936 wurde bei dieser in Berlin börsennotierten AG die Eröffnung des Konkursverfahrens mangels Masse abgewiesen. Ausgesprochen dekorativ, fotografische Abb. einer großen Villa in baumbestandenem Park im Unterdruck. Lochentwertet.

Nr. 172 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Berliner Terrain und Bau AG
Aktie (Lit. A) 1.200 Mark, Nr. 8267
Berlin, 20.8.1908 EF+
Auflage: 2.500. Ohne Lochentwertung äußerst selten.

Nr. 173 Schätzpreis: 3.000,00 EUR
Startpreis: 1.500,00 EUR
Berliner Union AG für Eisengiesserei und Maschinen-Fabrikation
Aktie 200 Thaler, Nr. 4191
Berlin, 15.8.1872 VF-
Gründeraktie. Nachdem Emil Rathenau Maschinenbau studiert und zu Beginn der 1860er Jahre leitender Ingenieur bei Borsig geworden war, gründete er 1865 gemeinsam mit Julius Valentin mit der “Berliner Union” seine eigene Maschinenfabrik. In den hitzigen Gründerjahren wurde das Unternehmen mit Hilfe der Bankiers Richard Schweder (Preussische Creditanstalt) und Ludwig Goldberger (Bankhaus J. T. Goldberger) 1872 in eine AG umgewandelt, deren Vorstände Emil Rathenau und Julius Valentin wurden. Bei seiner ersten unternehmerischen Betätigung reüssierte Emil Rathenau nicht: Eine magere Dividende von gerade einmal 1 % gelangte 1874 zur Verteilung, 1875 wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Mit Faksimile-Unterschrift Emil Rathenau für den Vorstand! Emil Rathenau (* 1838 in Berlin, + 1915 daselbst) ist der Begründer der Elektrischen Großindustrie in Deutschland. Als Sohn eines wohlhabenden Rentiers folgte er nach Absolvierung des Gymnasiums seinen Neigungen für das technische Fach, lernte vier Jahre lang praktisch den Maschinenbau bei seinem Onkel auf der Wilhelmshütte bei Sprottau und studierte seit 1859 auf dem Polytechnikum in Hannover und der Technischen Hochschule in Zürich. Zu Beginn der 60er Jahre arbeitete er als leitender Ingenieur bei A. Borsig, der damals größten deutschen Maschinenfabrik. Es folgte ein Studienaufenthalt in England, wo Rathenau eine in Deutschland noch nie gebaute 1.000-PS-Expansions-Dampfmaschine konstruierte. Seine erste eigene unternehmerische Betätigung mit der “Berliner Union” war wirtschaftlich kein Erfolg. Nachdem 1875 die Auflösung der Gesellschaft beschlossen worden war, ging Rathenau 1876 nach Amerika und lernte auf der Weltausstellung in Philadelphia die epochemachenden Erfindungen von Thomas A. Edison kennen. Es gelang ihm, die Patente für Deutschland zu erwerben, und so gründet Emil Rathenau 1883 mit 5 Mio. Mark Kapital die „Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektrizität“, die seit 1887 den Namen „Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft“ (AEG) führt. Sie stellte von der Dynamomaschine bis zur Glühbirne jedes elektrotechnische Produkt her und beschäftigte bei Rathenau’s Tod im Jahr 1915 54.000 Arbeiter. Randeinrisse rechts und links restauriert. Nur zwei weitere Stücke sind seit vielen Jahren bekannt!

Nr. 174 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Berliner Viehcommissions- und Wechsel-Bank
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 1734
Berlin, 15.5.1902 EF/VF
Auflage: 500. Initiatoren waren führende Leute des Berliner Fleischergewerbes. Neben dem insbesondere für diese Berufsgruppe betriebenen Bankgeschäft (in der Königstraße und auf dem Städt. Vieh- und Schlachthof) besaß die Bank eine Viehagentur-Abteilung, die 1922 als „Berliner Viehverkehrs-Bank AG“ verselbständigt wurde. 1919/1922 Umfirmierung in „Handelsbank AG in Berlin“. Großaktionär war zuletzt die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank. 1932 Zahlungseinstellung, Zwangsvergleich und Auflösung der Gesellschaft. Lochentwertet.

Nr. 175 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Berlinische Feuer-Versicherungs-Anstalt
Namensaktie T 100 DM, Nr. 33682
Berlin/München, Febr. 1960 EF+
Mit ihrer Gründung im Jahre 1812 eine der ältesten deutschen Versicherungen. Eine Gründung der Bankiers W.C. Benecke, C.W. Brose, H. Hotho und F.G. von Halle. Bei ihrer Gründung war die Berlinische Feuer die einzige Versicherungsgesellschaft in Preußen und sollte es auch lange bleiben, denn in ihrem Privileg war ihr vom König zugesagt, dass auf 15 Jahre kein Konkurrenzunternehmen genehmigt werden sollte (dieses Privileg wurde bereits 1819 gebrochen). Insofern war es die Berlinische Feuer, die im Versicherungsgeschäft Usancen entwickelte und Maßstäbe setzte, die später für alle anderen Versicherungen gelten sollten. Anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens im Jahr 1962 konnte die Gesellschaft mit Stolz feststellen, die älteste deutsche AG zu sein, die noch unter gleichem Namen wie zur Gründung existierte. Nach 1945 verlegte die Berlinische Feuer ihren Sitz nach München. Die Sitzverlegung kam einer Flucht gleich, denn der Ostmagistrat wollte die Gesellschaft enteignen und den alten wohlklingenden Firmenmantel als Aushängeschild für eine staatliche Versicherungsanstalt missbrauchen. 1980 mit der Aachen-Leipziger Versicherungs-AG verschmolzen, seit 1987 firmiert das Unternehmen als „Vereinte Versicherung AG“ und gehört heute zum Konzern der Allianz-Versicherung. Vignette mit stilisiertem Feuervogel Phönix. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 176 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Bernh. Dietel AG
Aktie 5.000 Mark, Nr. 67
Reichenbach i. V., 17.5.1923 EF
Auflage: 2.000. Gründung 1872, 1893 Erwerb eines größeren Fabriksanwesens in Unterheinsdorf bei Reichenbach, das nach und nach zu einer großen Baumwollstückfärberei ausgebaut wurde. Im Mai 1923 Umwandlung in eine AG. Handel mit Textilstoffen, Bleicherei, Färberei und Appretur von wollenen, baumwollenen und kunstseidenen Geweben jeder Art. Lochentwertet.

Nr. 177 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Bertrandt AG
Sammelaktie 10 x 5 DM, Nr. 10001161
Tamm, Aug. 1996 UNC/EF
Gründung 1974 als Ingenieurbüro, seit 1993 die Bertrandt GmbH, 1996 Umwandlung in eine AG. Erbracht werden Ingenieur- und Serviceleistungen, insbesondere Design, Entwicklung, Konstruktion sowie Fertigung von Prototypen für die Automobilindustrie. Beim Börsengang war das Unternehmen eine der überhaupt ersten Firmen am damals noch neuen (und unbelasteten) Neuen Markt. Großflächige Abb. von futuristischen Automobilen (auch im Unterdruck). Grauer Druck. Nicht entwertet.

Nr. 178 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Beton- und Monierbau AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 10534
Berlin, Aug. 1941 EF+
Auflage: 2.200. Gründung 1889 als „AG für Monierbauten vorm. G. A. Wayß & Co.“, 1895 Umbenennung in AG für Beton- und Monierbau, ab 1925 Beton- und Monierbau AG. Ausführungen aller Arbeiten, insbesondere von Bauten nach dem System Monier (Eisengerippe mit Zementumhüllung) für Hoch-, Tief- und Bergbau, Fabrikation von Bau-Materialien. Mit 19 Niederlassungen zwischen Hamburg, Königsberg i.Pr., München und Saarbrücken eine der größten deutschen Baufirmen. Spektakuläre Projekte waren der Bau des Mittellandkanals (ab 1926), des Schiffshebewerks Niederfinow (1928) sowie der Söse- und der Odertalsperre im Harz (1930/31), schließlich der Saaletalsperre bei Hohenwarte (1935). Ende der 30er Jahre außerdem beim Bau von Betonstraßen führend: BuM baute im Rahmen der damaligen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen einen großen Teil der neuen Reichsautobahnen, die übrigens nach amerikanischem Vorbild ausgeführt wurden. Nach 1945 verlegte der Bau-Riese seinen Sitz nach Düsseldorf und erreichte seine frühere Bedeutung bald wieder, stand aber finanziell auf tönernen Füßen: In den 80er Jahren war BuM eine der spektakulärsten deutschen Pleiten der Nachkriegszeit. Lochentwertet.

Nr. 179 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Bezugsvereinigung Deutscher Brauereien AG
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 1091
Berlin, Jan. 1925 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 1.200. Bei der Gründung 1916/24 beteiligten sich fast alle namhaften Brauereien Deutschlands an dieser Zentral-Einkaufsgesellschaft für alle Rohstoffe und Bedarfsgegenstände für die Brauindustrie. Außerdem Handel mit Mobiliar für Hotels und Gaststätten. Großaktionäre waren in den 50er Jahren das Hofbrauhaus Wolters AG (Braunschweig), die Brauerei Wulle AG (Stuttgart) und die Schultheiss-Brauerei AG (Berlin). 1976/78 Sitzverlegung nach Bad Soden i.Ts. Heute Anaconda Holding & Dienstleistungs AG mit Sitz in Frankfurt a.M. Lochentwertet. Ausgestellt auf die Riebeck-Partuschke-Brauerei oHG, Torgau.

Nr. 180 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bibliographisches Institut AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1002
Leipzig, 21.4.1915 EF
Gründeraktie, Auflage: 4.500. Fortführung der traditionsreichen, seit 1826 bestehenden Firma Bibliographisches Institut Meyer in Leipzig. Herausgabe von Lexika, Wörterbüchern, Atlanten und Landkarten. 1953 Sitzverlegung nach Mannheim, 1984 Fusion mit der F. A. Brockhaus GmbH, Wiesbaden. Marken: Brockhaus, Duden und Meyer. Seit 1989/90 auch wieder Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Stammhaus in Leipzig. Großformatig. Dekorativer G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 181 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Biotest AG
Vorzugs-Aktie 50 DM, Nr. 4442
Frankfurt a.M., Sept. 1987 EF+
Gegründet 1946 als Biotest-Serum-Institut GmbH, AG seit 1987. Die Ges. unterhielt bis 2002 einige Tochterunternehmen und Beteiligungen, darunter Diaclone (Antikörperforschung), Envitec in Wismar (Sauerstoffsensoren) und Biotest Medizintechnik in Alzenau. Die heutigen Geschäftsfelder liegen im Bereich Diagnose und Therapie. Hauptprodukte sind Medikamente und Seren auf der Basis von Antikörpern und Blutplasma. Dekorativ mit Firmenlogo und unten die fünf Kontinente. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 182 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bitterfelder Actien-Bierbrauerei vormals A. Brömme
Aktie 1.000 Mark, Nr. 930
Bitterfeld, 10.12.1921 EF
Auflage: 300. Gründung 1880 durch den Brauereibesitzer Albert Brömme, seit 1891 AG. Die Brauerei lag an der Inn. Zörbiger Straße 25, auch eigene Mälzerei. 1920 Erwerb der Uhlemann’schen Dampfbierbrauerei in Delitzsch. Ab 1946 Aktienbrauerei, 1972 als Werk Brauerei Bitterfeld zum VEB Getränkekombinat Dessau gekommen. 1990 als Brauerei Bitterfeld reprivatisiert, aber ohne anhaltenden Erfolg: 1995 Einstellung der Produktion, wenig später wurde die Brauerei abgerissen. Lochentwertet.

Nr. 183 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Bitterfelder Louisen-Grube Kohlenwerk- und Ziegelei-AG
Aktie 200 Taler, Nr. 58
Bitterfeld, 27.5.1873 VF+
Gründeraktie, Auflage: 250. Gründung 1873. Die Gesellschaft übernahm von der Firma Keferstein, Köppen & Co. die auf der Sandersdorfer Flur gelegenen Braunkohle- und Tonfelder. Braunkohlenabbau auf den Gruben Louise und Karl Ferdinand, außerdem Betrieb einer Ziegelei, die zuletzt 3 Mio. Mauersteine jährlich produzierte. 1910 nahm die Ges. 2,5 Mio. Mark in die Hand (das 4-fache des Aktienkapitals zu dieser Zeit!) und erwarb von Lehmann & Kühle in Bitterfeld die Grube Vergißmeinnicht. Nach 1945 enteignet worden. Hübsche Girlanden-Umrahmung. Lochentwertet. Leicht fleckig.

Nr. 184 Schätzpreis: 1.200,00 EUR
Startpreis: 600,00 EUR
Bitterfelder Louisen-Grube Kohlenwerk- und Ziegelei-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 844
Berlin, 30.12.1899 EF
Auflage: 150. Gründung 1873. Die Gesellschaft übernahm von der Firma Keferstein, Köppen & Co. die auf der Sandersdorfer Flur gelegenen Braunkohle- und Tonfelder. Braunkohlenabbau auf den Gruben Louise und Karl Ferdinand, außerdem Betrieb einer Ziegelei, die zuletzt 3 Mio. Mauersteine jährlich produzierte. 1910 nahm die Ges. 2,5 Mio. Mark in die Hand (das 4-fache des Aktienkapitals zu dieser Zeit!) und erwarb von Lehmann & Kühle in Bitterfeld die Grube Vergißmeinnicht. Nach 1945 enteignet worden. Hübsche Girlanden-Umrahmung. Nicht entwertet, nur ein einziges weiteres Stück überhaupt bekannt.

Nr. 185 Schätzpreis: 190,00 EUR
Startpreis: 95,00 EUR
Bleierz-Bergwerk Kaisergrube
Kux-Schein 1 Kux, Nr. 253
Kreis Friedberg, 15.1.1885 EF
Bergwerk in den Gemeinden Nieder-Mörlen, Ober-Mörlen und Langenhain, Kreis Friedberg, Provinz Oberhessen.

Nr. 186 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Bleiindustrie-AG
vormals Jung & Lindig
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2137
Freiberg, 1.4.1918 VF
Auflage: 250. Gegründet 1896. Hergestellt wurden mit rd. 250 Beschäftigten Walzblei, Bleirohre und Bleiapparate für die chemische Industrie. Zweigfabriken im oberschlesischen Friedrichshütte, Eidelstedt bei Hamburg und Klostergrab (Böhmen). Börsennotiz Dresden. 1947 Sitzverlegung nach Hamburg-Eidelstedt und Umfirmierung in eine GmbH. 2000 Fusion mit der über 100 Jahre alten Metallwerke Goslar und der Neue Apparatebau Goslar (vormals Bleiwerk Goslar) zur JL Goslar. Der dortige Geschäftsbereich Strahlenschutz fertigt u.a. die weitbekannten Castor-Behälter. Lochentwertet. Leicht fleckig durch Feuchtigkeit.

Nr. 187 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Blödner & Vierschrodt Gummiwaren- fabrik u. Hanfschlauchweberei AG
Vorzugs-Aktie 1.000 RM, Nr. 1337
Gotha, Dez. 1932 EF
Auflage: 200. Gegründet am 16.3.1878 als oHG, 1922 umgewandelt in eine AG. Betrieb einer Gummiwarenfabrik und Hanfschlauchweberei. Haupterzeugnisse Wasser-, Bier-, Weinschläuche, Maschinenschläuche, Konservenringe, sämtliche technische Gummiwaren in Natur- und Kunstkautschuk, außerdem Feuerwehrschläuche. Nach 1945 neben mehreren anderen Firmen in der VEB Gummiwerke (“Kowalit”) aufgegangen. Nach 1990 von der Phoenix AG übernommen. Lochentwertet.

Nr. 188 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Böhmisch-Brauhaus GmbH
Anteilschein 100 Mark, Nr. 5410
Hartmannsdorf, 25.3.1925 EF
1878 gegründet als Brauerei C.A. Puschmann, 1887 Brauerei Jul. W. Puschmann, 1902 Böhmisch Brauhaus Hartmannsdorf, Julius Puschmann, 1905 Böhmisch Brauhaus Hartmannsdorf, Carl Puschmann, 1907 Böhmisch Brauhaus Hartmannsdorf GmbH, 1952 Brauerei Hartmannsdorf, Hoppe & Co. KG, 1972 VEB Brauerei Hartmannsdorf, 1974 VEB Braustolz, BT Hartmannsdorf im VEB Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt, 1976 VEB Löwenbrauerei Mittweida, 1990 Mittweidaer Löwenbräu GmbH, BT Brauerei Hartmannsdorf. Jugendstilelemente in der Umrandung. Ohne Lochentwertung.

Nr. 189 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
BRAMARCO Export- und Import-AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 825
Berlin, Juli 1926 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Sitz: Berlin C 2, Spandauer Str. 39. Im- und Export von sowie Großhandel mit Waren aller Art, insbesondere Holzwaren, Haus- und Küchengeräte, Spielwaren. 1952 in Konkurs gegangen. Lochentwertet.

Nr. 190 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Brandenburgische Flachsröstanstalt
Aktie 100 RM, Nr. 537
Christianstadt (Bober), Juni 1939 UNC/EF
Auflage: 860. Gründung 1916 als GmbH, AG seit 1923. Haupterzeugnisse: Flachs-Langfaser, Flachswerg, Leinsaat. Lochentwertet.

Nr. 191 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Brandenburgische Holzindustrie AG
Aktie 100 RM, Nr. 8614
Berlin, Aug. 1928 EF+
Auflage: 2.500. Gründung 1920 als „Brandenburgische Futtermittel und Holzindustrie AG“. Anfertigung von Eisenbahnschwellen, Holzwolle, Kisten und Dielen. In dieser Form (ohne Lochentwertung) äußerst selten.

Nr. 192 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
Brauerei Beckmann AG
6 % Teilschuldv. 5.000 Goldmark, Nr. 1391
Solingen, 22.11.1930 EF
Auflage: 400. Gründung 1907 zur Übernahme der Brauerei von Carl Beckmann in der Schützenstraße. 1917 Abschluß eines Brauvertrages mit der benachbarten Vereinsbrauerei AG in Solingen. 1972 Verschmelzung mit der (1899 gegründeten) Aktien-Brauerei Ohligs zur “Aktien-Brauerei Beckmann AG”. 1991 Einstellung des Braubetriebes und Umfirmierung in Beckmann Beteiligungs-AG, 1996 Sitzverlegung nach Düsseldorf. Geschäftszweck der jetzt von der Familie Cloppenburg beherrschten AG war nunmehr das Betreiben von Autohäusern in Deutschland und Frankreich sowie die Vermietung von Einzelhandelsimmobilien. Lochentwertet.

Nr. 193 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Brauerei Beckmann AG
5 % Teilschuldv. 500 DM, Nr. 1187
Solingen, Nov. 1955 EF
Auflage: 352. Die Teilschuldverschreibungen gehen noch auf eine schon 1930 aufgelegte Anleihe von ursprünglich 3 Mio. RM zurück, die durch 1. Hypothek auf der Brauerei abgesichert war. Die einzige Nachkriegs-Brauerei-Anleihe, die uns bekannt ist. Nur ca. 10 Stücke wurden gefunden. Prägesiegel lochentwertet, Abheftlochung.

Nr. 194 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Brauerei C. W. Naumann AG
Genussschein 100 RM, Nr. 2802
Leipzig-Plagwitz, 18.10.1933 EF+
Gründung 1828, AG seit 1899. Die Brauerei in Leipzig-Plagwitz (Zschochersche Str. 79) hatte eine Produktionsfähigkeit von ca. 100.000 hl Bier im Jahr. 1917 Übernahme der Zwenkauer Brauerei, 1921 Angliederung der Vereins-Bier-Brauerei AG. 1932 aufgrund von Forderungsausfällen Vergleich angemeldet. Nach 1945 enteignet. Brautiegel im Trockenprägesiegel. G & D-Druck.

Nr. 195 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Brauerei Englisch Brunnen
Aktie 400 RM, Nr. 2608
Elbing, 1.6.1928 EF
Auflage: 1.600. Gegründet 1880. Produktion von ober- und untergärigem Bier. Marken: Elbinger Pilsener, Elbinger Porter, Elbinger Hell; ferner Produktion von Exportbier, Bockbier, Caramelbier, Weißbier, Malzbier, Mineralwasser, Limonaden und Brunnen. 1948 verlagert nach Hamburg, 1969 verschmolzen auf die Ferd. Rückforth Nachfolger AG, Siegburg, Rhld (heute in Köln). Die vormalige Elbinger Brauerei, genannt Englischer Brunnen ist seit etwa einem Jahrzehnt wieder als Elbrewery Co. Ltd. in Betrieb. Das Bier unter dem Markennamen EB ist eine der beliebtesten Biersorten Polens und gehört zum niederländischen Heineken-Konzern. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 196 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Brauerei Feldschlößchen AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 294
Braunschweig, Jan. 1942 EF+
Auflage: 1.250. Gründung 1888 als “Bierbrauerei zum Feldschlößchen” unter Übernahme der „Brauerei zum Feldschlößchen von Noetzel & Otto“ an der Salzdahlumer Straße. Dazu wurden 1919 die „Braunschweiger Löwenbrauerei eGmbH“ und 1920 die „Braunschweiger Aktien-Bierbrauerei Streitberg“ übernommen, in diesem Zusammenhang Umfirmierung in Brauerei Feldschlößchen-Streitberg AG (der Zusatz Streitberg fiel 1939 fort. Börsennotiz Braunschweig, ab 1934 Hannover. Heute als eine seiner größten Braustätten in den Holsten-Brauerei-Konzern eingegliedert. Lochentwertet.

Nr. 197 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
Brauerei Sacrau GmbH
Namens-Anteilschein 500 RM, Nr. 586
Sacrau, 1.9.1943 EF+
Die Brauerei in Niederschlesien wurde 1888 als Dampfbrauerei Max Fulde gegründet, 1896 umbenannt wie oben. Nach 1945 Zakrzow Browar. Lochentwertet.

Nr. 198 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Brauhaus Amberg AG
vormals Aktien- und Fentschbräu
Aktie 1.000 Mark, Blankette
Amberg, 30.1.1923 EF+
Gründung 1896 als Amberger Bierbrauerei-AG (1900-1916 mit dem Zusatz “Zum Franziskanerkloster”). 1922 Umfirmierung in Brauhaus Amberg AG anlässlich der Fusion mit der seit 80 Jahren bestehenden Fentsch-Brauerei in Sulzbach. Beide Brauereien wurden in der ältesten Braustätte Ambergs (seit 1564) zusammengelegt. Wirtschaftsanwesen in Amberg, Sulzbach, Schwandorf und Kastl, Bierniederlagen in Sulzbach und Schwandorf. Nach Stilllegung der Brauerei fand der Aktienmantel eine bemerkenswerte Weiterverwendung: 1998 wurde die AG nach Frankfurt/Main verlegt und in net.IPO AG umbenannt. Die Geschäftsidee der Börsenplatzierungen über das Internet ist leider etwas aus der Mode gekommen, vom ursprünglichen Höchststand von 100 EUR ist der Kurs inzwischen weit entfernt. Mit kpl. anh. Kuponbogen.

Nr. 199 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Brauhaus Nürnberg
Aktie 500 RM, Nr. 4536
Nürnberg, 15.3.1930 EF+
Die AG wurde 1889 gegründet durch Zusammenlegung der Liebelschen und der Bernreutherschen Brauerei, zu denen im Jahr 1897 die Konrad Denksche Brauerei, im Jahr 1905 die Brauereien Liedel in Feucht und Dummet in Nürnberg und im Laufe der Jahre noch viele weitere Brauereien hinzukamen. 1931 trat die Gesellschaft mit der seit 1520 bestehenden Brauerei J.G. Reif, Nürnberg (alleinige Herstellerin des Weltruf genießenden “Siechen-Bieres”) in enge Beziehungen, gründete mit ihr die “Brauerei J.G. Reif AG” und beteiligte sich maßgeblich (74 %) an dieser. 1959/60 fusionierten beide Gesellschaften zur “Brauhaus Nürnberg J.G. Reif AG”. 1966 anläßlich der Verschmelzung mit der “Freiherrlich von Tucher’sche Brauerei AG” erneute Umfirmierung in BRAU-AG Nürnberg. Großaktionär war nun die Gruppe Henninger-Reemtsma. Weiter übernommen wurden die Hürnerbräu AG in Ansbach und die Exportbierbrauerei Löwenbräu in Hof und Naila (1972) sowie die Hubmann-Brauerei Herzogenaurach KG und die Joseph Beugler Brauhaus Rothenburg o.T. (1973/74). Schließlich 1985 letzte Umfirmierung in TUCHER BRÄU AG. Noch heute in Berlin, Frankfurt und München börsennotiert. Lochentwertet.

Nr. 200 Schätzpreis: 20,00 EUR
Startpreis: 10,00 EUR
Braunkohle-Benzin AG
Namens-Aktie 1.000 RM, Nr. 43907
Berlin, Febr. 1936 EF
Auflage: 100.000. Gründung 1934 als Autarkie-Betrieb zur Herstellung von Treibstoffen und Schmierölen durch Braunkohle-Verflüssigung. Hydrierwerke in Böhlen, Zeitz und Schwarzheide (nach Enteignung in der DDR als volkseigene Betriebe weitergeführt) und Magdeburg (1945 demontiert). 1949 Sitzverlegung nach Westberlin und teilweise Schuldenregulierung mit dem verbliebenem Westvermögen; für die Ost-Ansprüche erhielten die Anleihegläubiger 1963 Besserungsscheine. Lochentwertet.

Nr. 201 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Braunkohlen-Industrie-AG Zukunft
Vorzugs-Aktie 600 RM, Nr. 257
Weisweiler, Sept. 1929 EF
Auflage 500. Gründung 1913 mit Sitz in Köln durch den A. Schaafhausen’schen Bankverein und die Gewerken der Gewerkschaft Zukunft in Köln, deren Kuxe sich bald zu 99,9 % in den Händen der AG befanden. Neben dem Braunkohlentagebau mit Brikettfabrik 1913 auch an der Gründung der Kraftwerk Zukunft AG in Weisweiler b. Eschweiler beteiligt. 1915 Sitzverlegung nach Weisweiler. 1926 Übernahme der Gewerkschaften Zukunft, Dürwiß und Lucherberg sowie der Braunkohlengewerkschaft Eschweiler. Zuletzt in Betrieb die Braunkohlentagebaue Zukunft-West in Weisweiler, Lucherberg/Düren und Maria Theresia in Herzogenrath (ruht seit 1948) sowie das Kraftwerk Zukunft in Eschweiler und die Wasserkraftwerke Schwammenauel und Heimbach. Großaktionär war mit zuletzt ca. 98 % das RWE, 1959 auf die RWE-Tochter Rheinische Braunkohlenwerke AG verschmolzen. Lochentwertet.

Nr. 202 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Braunkohlenbergwerk Luise AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 30570
Altenweddingen, 10.3.1923 EF/VF
Auflage: 20.000. Gegründet 1922. Das Bergwerk förderte Braunkohle im Tiefbau (unter dem 25 m mächtigen Deckgebirge) aus der fiskalischen Braunkohlengrube „Pachtfeld Altenweddingen“ ca. 10 km südwestlich von Magdeburg. Am 15.8.1925 Eröffnung des Konkursverfahrens. Großes Brikett im Unterdruck. Ohne Lochentwertung. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 203 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Braunkohlenwerke Leonhard AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 76
Wuitz, 14.6.1907 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.500. Betrieb der Braunkohlenwerke Leonhard I zu Wuitz, Leonhard II zu Spora und Fürst Bismarck zu Zipsendorf. Die später zum Petschek-Konzern gehörende Gesellschaft wurde 1939 aufgelöst, die Anlagen übernahmen die Hermann-Göring-Werke. Börsennotiz seinerzeit in Berlin, Frankfurt a.M. und Leipzig. Firmenanschrift nach 1945: Berlin-Wilmersdorf, Helmstedter Str. 31. Noch 1964 wurde im Westen der Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Barz durch das Registergericht zum Liquidator bestellt. Stück ohne Lochentwertung.

Nr. 204 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Braunschweig-Hannoversche Hypothekenbank
Aktie 1.200 Mark, Nr. 16478
Braunschweig, 2.1.1911 VF+
Auflage: 2.000. Das einzige Realkreditinstitut, das es in Braunschweig je gab, wurde 1871 gegründet - als eine der wenigen grundsoliden Neugründungen im Boom der ansonsten hochspekulativen “Gründerzeit” (auch während des Gründerkrachs sank der Aktienkurs der in Berlin, Hannover und Braunschweig notierten “Braunen Hanne” kaum unter pari). Zunächst wurde am Bankplatz das vorher der Braunschweigischen Bank gehörige Gebäude übernommen (heute Sitz des Oberlandesgerichts). 1936 Eingliederung der Hannoversche Bodenkredit-Bank in Hildesheim (vorher zur gewerkschaftseigenen Bank der deutschen Arbeit, der späteren BfG gehörig). Lochentwertet.

Nr. 205 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Braunschweigische AG für Jute- und Flachs-Industrie
Aktie 1.000 RM, Nr. 8041
Braunschweig, 26.5.1932 EF
Auflage: 530. Gründung 1868 als erste Jute-Spinnerei und Weberei auf dem europäischen Kontinent, außerdem bedeutende Sacknäherei. Bereits 1874 beschäftigte der Betrieb 400 Leute. 1920 wurde die riesige Fabrik an der Spinnerstraße durch einen Brand völlig zerstört: 2400 Braunschweiger wurden von heute auf morgen arbeitslos. 1932 Verschmelzung mit der „Deutsche Jute-Spinnerei und -Weberei“ in Meißen, deren Aktien aus dem Besitz der Darmstädter und National-Bank übernommen wurden. 1944 wurden die Braunschweiger Werksanlagen bei einem Bombenangriff erneut schwer beschädigt, nur ein ganz bescheidener Neubeginn gelang nach dem Krieg; über die bauliche Nutzung des Trümmergeländes wird in Braunschweig bis heute diskutiert. Das Werk Meißen, in seiner Größe Braunschweig ebenbürtig, wurde nach 1945 enteignet. 1990 erwarben die Brüder Rothenberger aus Frankfurt die Aktienmehrheit, danach Umbenennung in „Rothenberger AG“ und Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. Noch heute börsennotiert. Lochentwertet.

Nr. 206 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Braunschweigische Lebensversicherung AG
Namens-Aktie Ser. A 100 DM, Nr. 223
Braunschweig, 27.10.1953 EF+
Auflage: 285. Ursprung ist das 1806 gegründete “Braunschweigische Allgemeine Prediger- und Schullehrer-Wittweninstitut” (1823 überführt in die Allgemeine Witwen-Versorgungs-Anstalt). Seit 1902 als “Braunschweigische Lebens-Versicherungs-Anstalt” ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. 1909 Ausdehnung des Geschäfts auf das ganze Deutsche Reich, 1920 Umfirmierung in “Braunschweigische Lebensversicherungs-Bank AG”, seit 1937 dann Braunschweigische Lebensversicherung AG. Übernommen wurden 1939 die Brandenburger Lebensversicherungs-AG in Berlin und 1940 die Vereinigte Mitteldeutsche Lebens-Versicherungs-Ges. in Leipzig. 1983 Verschmelzung mit der Hanse-Merkur Lebensversicherungs-AG in Hamburg. Rückseitig entwertet.

Nr. 207 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Bremen-Besigheimer Oelfabriken
Aktie 1.000 RM, Nr. 4483
Bremen, März 1936 EF
Auflage: 5.010. Gründung 1889 unter der Firma Oelfabrik Besigheim vorm. Fr. Kollmar in Besigheim, ab 1895 Bremen-Besigheimer Oelfabriken AG. Die Fabrikanlage befand sich in Bremen am Holz- und Fabrikhafen. Lochentwertet.

Nr. 208 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Bremer Mineralwasserfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6937
Bremen, Juli 1923 EF
Gründeraktie, Auflage: 40.000. Gründung Juli 1923. Firmenzweck der in der Feldstr. 83 ansässigen AG war der Vertrieb von Mineralwasser und allen anderen alkoholfreien Getränken. 1925 wegen Nichtaufstellung der Goldmarkbilanz für nichtig erklärt. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 209 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Briefumschlagfabrik Hansa AG
Aktie 25 Danziger Gulden, Nr. 2770
Danzig, April 1925 EF
Gründeraktie, Auflage: 3.072. Herstellung von Briefumschlägen und Briefpapier aller Art sowie von Selbstklebe-Postkarten. Laut HV vom 21.6.1941 wurde die Satzung neu gefaßt. Lochentwertet.

Nr. 210 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Brieger Stadtbrauerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 858
Brieg, 19.6.1895 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 1.100. Gründung 1895 zwecks Übernahme der Brieger Aktien-Dampfbrauerei Thiel, Güttler & Co. 1897 Kapazitätsverdoppelung durch Errichtung einer völlig neuen Brauerei in Tichau/Oberschlesien. 1920 Umfirmierung in „Bürgerliches Brauhaus AG“ und Sitzverlegung nach Tichau. Lochentwertet.

Nr. 211 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Brillantleuchten AG
Sammelaktie 200 x 50 DM, Nr. 12201-400
Gnarrenburg, Sept. 1981 UNC
Gründung 1951 als Brillantglashütte Lippold und Naumann KG, seit 1980 AG, 1991 Umbenennung in Brillant AG. Herstellung und Vertrieb von Beleuchtungskörpern und Dekorationsgegenständen. Bis heute börsennotierter Regionalwert.

Nr. 212 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Brown, Boveri & Cie AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 22570
Mannheim, Dez. 1938 EF+
Gründung 1900 durch die Schweizer BBC. Das breite Produktionsprogramm umfasste im Laufe der Geschichte u.a. Dampfturbinen und Verdichter sowie den Bau kompletter Kraftwerke, Hoch- und Niederspannungsschaltanlagen, elektrische Bahnen aller Art (incl. Seil- und Schwebebahnen), Signalanlagen, Triebwagen, Lokomotiven, Oberleitungs-Omnibusse, elektrische Ausrüstungen für Werkzeugmaschinen, Hebezeug- und Transportanlagen, Bagger, Abraum-Förderbrücken sowie Dreh-, Hub- und Klappbrücken. Seit dem Zusammenschluss der Schweizer BBC mit dem schwedischen Asea-Konzern im Jahr 1988 als Asea Brown Boveri AG (ABB) firmierend und innerhalb des Konzerns mit Produktionsstandorten in 9 Ländern die weltweit größte Einzelgesellschaft.

Nr. 213 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Brunsviga-Maschinenwerke Grimme, Natalis & Co. AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1638
Braunschweig, Juni 1939 EF+
Auflage: 560. Gegr. 1871 als KGaA , AG seit 1921. Die Firma lautete bis 1927 Grimme, Natalis und Co. AG. Zweck: Herstellung von Maschinen und Apparaten oder Teilen derselben und der Handel damit. Erzeugnisse waren die noch heute bekannten Rechen- und Addiermaschinen “Brunsviga”. Im Jan. 1959 erfolgte die Umwandlung auf die Olympia Werke AG. Lochentwertet.

Nr. 214 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Buderus’sche Eisenwerke
Aktie 200 RM, Nr. 21046
Wetzlar, 31.5.1939 UNC/EF
Die 200-RM-Aktien von 1933, 1937 und 1939 stammen nicht aus Kapitalerhöhungen, sondern wurden bei Bedarf im Umtausch für schadhaft gewordene ältere Urkunden ausgegeben. Gründung 1731 in Lollar durch Johann Wilhelm Buderus, AG seit 1884 als Buderus’sche Eisenwerke in Wetzlar unter Übernahme des gesamten Gruben- und Hüttenbesitzes. Auf der Basis eigener Eisensteingruben entwickelte sich einer der größten Betriebe der Eisen- und Gießerei-Industrie. Ab 1914 auch Stahlerzeugung. Das 1977 in Buderus AG umbenannte und bis heute börsennotierte Unternehmen, eine der ältesten Firmen der deutschen Eisenindustrie überhaupt, ist in den Bereichen Heizungsprodukte, Guß- und Edelstahlerzeugnisse (u.a. Teile für den Flugzeugbau) tätig. 2003 unwillkomene Übernahme durch die vor allem an der Heizungstechnik interessierte Robert Bosch GmbH. Verkäufer war der letzte Großaktionär, der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger AG. Nicht entwertet.

Nr. 215 Schätzpreis: 900,00 EUR
Startpreis: 450,00 EUR
Bürger-Ressource-Gesellschaft
Obl. 1.000 fl., Nr. 334
Hof, 11.11.1841 VF+
Die Bürger-Ressource Hof wurde am 13.11.1799 durch elf angesehene Bürger von Hof gegründet. Mit der Aktienemission 1804 (und späteren kleinen Nachfinanzierungen) wurde der Bau eines Versammlungshaus finanziert; es befand sich an der Stelle, wo heute die Stadtpost steht. Für den selbständigen Mittelstand der Stadt Hof diente es als Zentrum des gesellschaftlichen Lebens. Die Einrichtung entsprang vor allem dem Wunsch, sich ungestört von napoleonischen Spitzeln unterhalten zu können. Einen heftigen Streit gab es 1845, als das Grundstück dem Staat für Eisenbahnzwecke abgetreten werden musste: die dafür herausgeschlagene Entschädigung von 30.000 Gulden war bedeutend mehr, als in die Immobilie investiert worden war. Am Ende wurde der Mehrerlös nicht unter allen Vereinsmitgliedern, sondern nur unter den Aktienbesitzern verteilt. Kurz darauf wurde das neue, bis jetzt genutzte Vereinsgebäude an der Poststraße errichtet. Noch heute ist die Bürgergesellschaft (zu Beginn des 20. Jh. in einen eingetragenen Verein umgewandelt) einer der größten Vereine am Ort und pflegt jetzt vor allem das gesellige Leben. Handschriftlicher Text mit rotem Lacksiegel und Originalunterschriften. Inwendig Übertragungen bis 1845. Druck auf Büttenpapier mit Wasserzeichen.Doppelblatt, schnittentwertet. Rechter Rand etwas angestaubt.

Nr. 216 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bürger-Ressource-Gesellschaft
4% Subscriptions-Anlehen 10 Gulden, Nr. 329
Hof, 2.3.1849 VF+
Auflage: 300. Mit dieser mit 4 % verzinslichen Anleihe wurde ein Teil der Kosten des Neubaus des Gesellschafts-Gebäudes an den Poststraße finanziert. Die Anleihe wurde bis 1856 durch Auslosung vollständig getilgt. Unterer Rand mit Verletzungen.

Nr. 217 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bürgerliches Brauhaus AG
Aktie 100 RM, Nr. 1119
Saalfeld (Saale), Nov. 1925 UNC/EF
Gründeraktie, Auflage: 2.000, nach Kapitalherabsetzung 1933 nur noch 600. Gründung 1892 als Privatbrauerei mit Zweigbetrieb in Schmiedefeld, Kr. Schleusingen. Umgewandelt 1908 in eine GmbH und 1925 in eine AG. Letzter Großaktionär war die Leipziger Riebeck-Brauerei. Heute die “Bürgerliches Brauhaus Saalfeld GmbH”, an der u.a. die Kulmbacher Brauerei AG eine Schachtelbeteiligung hält. Lochentwertet.

Nr. 218 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Bürgerliches Brauhaus Breslau AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 946
Breslau, Okt. 1941 EF+
Auflage: 1.200. Gründung 1907 als „Genossenschafts-Brauerei Breslauer Gast- und Schankwirte e.G.“ (die Brauerei lag in der Hubenstr. 44/48). Seit 1823 AG. Börsennotiz: Freiverkehr Breslau. Firmenmantel: noch heute Bürgerliches Brauhaus AG i.L. Lochentwertet.

Nr. 219 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Bürstenfabrik Emil Kränzlein AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 502
Erlangen, Juli 1967 UNC/EF
Auflage: 515. Gründung 1872, AG seit 1896. Fabrikation von Bürsten für Toilette und Haushalt, Zahn- und Nagelbürsten, Rasierpinseln. 1922 Erwerb einer stillgelegten Brauerei und Ausbau derselben zu Arbeitsräumen, ferner Angliederung der Borstenzurichterei Heidecker in Neustadt a.A. 1995/2000 völlige Umstrukturierung, zuletzt in Cranz net. AG umfirmiert. Zweck ist nunmehr die Beteiligung an anderen Unternehmen (u.a. Halle plastic GmbH und Thermoplast Schwarzhausen GmbH). Bis heute börsennotiert. Vignette mit Schwan. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 220 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Bunt- und Luxuspapierfabrik Goldbach
Aktie 1.000 RM, Nr. 182
bei Bischofswerda, 16.10.1928 EF
Auflage 323. Gründung 1857, AG seit 1891. Zweigniederlassung in Dresden, Neue Gasse 32. Lochentwertet.

Nr. 221 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Buntweberei J. P. M. Forkel AG
Aktie 20 Goldmark, Nr. 2887
Coburg, 15.12.1924 EF
Auflage: 500. Gründung 1923 zur Weiterführung der Forkel’schen mechanischen Buntweberei. In der Weltwirtschaftskrise geriet der Betrieb in die Verlustzone und ging schließlich 1937 in Liquidation.

Nr. 222 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
burgbad AG
Sammel-Vorzugs-Aktie 100 x 5 DM, Nr. 6002742
Bad Fredeburg, April 1995 EF+
Gründung 1946 zur Herstellung von Holzwaren, 1963 Umfirmierung in Burg Möbel Dieter Ruddies, seit 1995 AG. Mit einem Marktanteil von 20% Marktführer für Badmöbel in Deutschland. Abb. eines großzügig gestalteten Badezimmers. Prägesiegel lochentwertet. Mit Kupons.

Nr. 223 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Butzke-Werke AG
Aktie 50 DM, Nr. 22084
Berlin, Aug. 1974 UNC
Auflage: 22.000. Gründung 1873 als Metallwaren- und Lampenfabrik von F. Butzke & Co. in Berlin. 1888 Umwandlung in die F. Butzke & Co. AG für Metall-Industrie. 1977 Umfirmierung in AQUA Butzke-Werke AG. Hergestellt werden heute sanitäre Spezialarmaturen, Labor- und Gartenarmaturen. 1997 Umwandlung in eine GmbH und Sitzverlegung nach Ludwigsfelde. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 224 Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
C. Baresel AG
Vorzugs-Aktie Lit. B 1.000 DM, Nr. 1
Stuttgart, Aug. 1951 EF
Auflage: 37. 1876 gegründete Baufirma, 1921 umgewandelt in die “Gesellschaft für Tiefbauten AG”, 1922 Umfirmierung in C. Baresel AG. Durchführung von Bauten aller Art, Hoch-, Tief-, Eisenbeton-, Brücken-, Tunnel-, Straßen- und Industriebau. Herstellung von Natursteinen in eigenen Steinbruchbetrieben und Kunststeinen in Betonwerken sowie Kies- und Sandgewinnung. Anfang 2006 Umwandlung in eine GmbH, heute wird mit rd. 400 Mitarbeitern ein Jahresumsatz von 220 Mio. Euro erzielt. Rarität.

Nr. 225 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
C. Bechstein Pianoforte AG
Namensaktie 500 DM, Nr. 4888
Berlin, Dez. 1996 EF+
Gründung 1853 durch Carl Bechstein, AG seit 1923. Traumhaft gestaltete Aktie mit großem Porträt von Carl Bechstein (1826-1900) dessen Flügel einen Weltruf genießen. Im Unterdruck ist ganzflächig das historische Gebäude abgedruckt, selbst im Siegel befindet sich noch ein Flügel vor Notenlinien. Ein gutes Beispiel dafür, das auch moderne Titel extrem dekorativ gestaltet sein können. Nicht nur für Musikfreunde. Kleine Lochentwertung unten rechts.

Nr. 226 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
C. G. Hoffmann AG
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 339
Neugersdorf i.Sa., 21.9.1922 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Gründung bereits 1834. AG seit 1922. Betrieb einer mechanischen Weberei mit Färberei, Bleicherei, Zwirnerei, Appreturanstalt und Wirkerei. Heute Weberei der Neue Erba Lautex GmbH. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 227 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
C. Grossmann Eisen- und Stahlwerk
Aktie 50 DM, Nr. 17376
Solingen-Wald, Febr. 1987 UNC
Gründung 1853, AG seit 1911. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden große Teile der Produktion in die Tschechei verlagert, was aber den Niedergang nicht mehr bremsen konnte: 1997 in Konkurs.

Nr. 228 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
C.H.A. Bauelemente AG
Sammelaktie 500 x 5 DM, Nr. 3000323
München, Aug. 1995 UNC
Gründung 1986 in Berlin durch die Unternehmer-Familie Bernau (Berliner Elektro-Holding), 1987 Sitzverlegung nach München, 1990 an die Börse gegangen. Umfirmierungen 1993 in C.H.A. Holding AG, 1995 in C.H.A. Bauelemente AG und 2000 in InnoTec TSS AG, zugleich Sitzverlegung nach Düsseldorf. Beteiligungen an Produktionsunternehmen für Fenster und Türen, Rolladen, Wintergärten und Chemiewerkstoffe. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 229 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
C.H.A. Chemie Holding AG
Aktie 50 DM, Nr. 4095
München, Aug. 1990 UNC
Gründung 1986 in Berlin durch die Unternehmer-Familie Bernau (Berliner Elektro-Holding), 1987 Sitzverlegung nach München, 1990 an die Börse gegangen. Umfirmierungen 1993 in C.H.A. Holding AG, 1995 in C.H.A. Bauelemente AG und 2000 in InnoTec TSS AG, zugleich Sitzverlegung nach Düsseldorf. Beteiligungen an Produktionsunternehmen für Fenster und Türen, Rolladen, Wintergärten und Chemiewerkstoffe. Aus einer Kapitalerhöhung anlässlich der Börseneinführung. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 230 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
C. H. F. Müller AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 5414
Hamburg, Sept. 1942 UNC/EF
Auflage: 1.499. Gründung 1927 als “Röntgen- und Radioröhrenwerke AG”, einen Monat nach der Gründung Erwerb der schon seit 1865 bestehenden Firma C. H. F. Müller (“Röntgen-Müller”) und Umfirmierung wie oben. Das Werk in der Röntgenstr. 24/26 in Hamburg-Fuhlsbüttel produzierte Röntgen- und sonstige elektrotechnische und medizinische Erzeugnisse. Großaktionär war der holländische Philips-Konzern. 1960 Umwandlung in eine GmbH, heute die Philips Industrial X-Ray GmbH. Lochentwertet.

Nr. 231 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
C. J. Vogel Draht- und Kabelwerke AG
Aktie 100 DM, Nr. 22238
Hannover, Dez. 1987 UNC/EF
Auflage: 5.002. Gründung 1858 in Berlin als C. J. Vogel Telegraphendrahtfabrik. Seit 1897 AG (Fabrik isolierter Drähte zu elektrischen Zwecken AG), 1899 Betriebsverlegung nach Adlershof. 1945/46 als “VEB Kabelwerk Köpenick” in Volkseigentum überführt. 1965 Verschmelzung mit der nunmehr in Köln (vorher Apolda) ansässigen “Thüringische Elektrizitäts- und Gaswerke AG”. Sitzverlegungen 1969 nach Köln, 1982 nach Hannover. 1998/99 Umfirmierung in C. J. Vogel AG für Beteiligungen und weitere Sitzverlegung nach Hamburg. Einziges Aktivum der Gesellschaft ist eine indirekte Beteiligung am Otto Versand in Hamburg, umgekehrt ist die Otto AG für Beteiligungen mit über 96 % Großaktionär. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 232 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
C. Müller Gummiwaarenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 615
Berlin-Weissensee, 5.6.1935 EF
Auflage: 925. Gründung 1875 in der Neue Königstr. 89, Umwandlung in eine AG 1898 und zugleich Betriebsverlegung in eine wesentlich größere Fabrik in Weißensee. Hergestellt wurden chirurgische und sanitäre Gummiwaren, technische Weich- und Harthummiwaren, Haushalts-, Bade- und Sportartikel sowie Spielbälle. Letzter Großaktionär war die Graf Solms’sche Verwaltung. Der Betrieb gehörte nach 1945 zum Kombinat Plaste- und Elasteverarbeitung Weissensee. Die AG wurde 1952 nach Westberlin verlagert, 1966 in eine GmbH umgewandelt und 1975 aufgelöst. Lochentwertet.

Nr. 233 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
C. W. Kemp Nachf. AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1065
Stettin, Aug. 1942 UNC/EF
Auflage: 260. Gründung 1917 unter Einbringung des gleichnamigen Handelsgeschäftes. Herstellung und Vertrieb von Spiritus, Spirituosen, Weinen, Fruchtsäften. 1951 Sitzverlegung von Stettin nach Gütersloh (1954 erneute Sitzverlegung nach Siegburg). Kapitalumstellung 200:1 von 1,3 Mio. RM auf 6.500 DM und Umwandlung in eine GmbH. Lochentwertet.

Nr. 234 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Cammann & Co. AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 2625
Chemnitz, 25.6.1923 EF-
Auflage: 1.200. Gründung 1919. Herstellung von Gobelinstoffen, Velours, Dekorations- und Webstoffen. Das 1925/26 vom Architekten Willy Schönfeld als erstes Chemnitzer Hochhaus erbaute Firmengebäude beherbergt neben der Camman GmbH noch zahlreiche weitere Betriebe. Die Cammann GmbH produziert noch heute Möbel- und Dekorationsstoffe. Lochentwertet.

Nr. 235 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Carl Lindström AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 670
Berlin, 25.9.1936 UNC/EF
Auflage: 180. Gründung 1908 unter Übernahme der Carl Lindström GmbH. Herstellung und Vertrieb von Phonographen, Sprechmaschinen, Schallplatten, Rechenmaschinen und Kinematographen, außerdem wesentliche Beteiligung an der Universum-Film-AG (UFA). 1910 Übernahme der Beka-Rekord AG in Berlin. 1925 Abschluß eines Interessenvertrages mit der Columbia Graphophone Comp. in London, die auch Großaktionär war. 1936 wurde die Sprechmaschinenfabrikation auf die neugegründete 100 % Tochter Brandenburgische Metallverarbeitungs-GmbH übertragen. Weitere Töchter: Odeon Musik-Haus GmbH, Kristall-Schallplatten-GmbH und Frey Radio-GmbH (alle in Berlin). Bis 1935 in Berlin börsennotiert. Im Dritten Reich stand die Gesellschaft wegen des britischen Großaktionärs unter Feindvermögensverwaltung, hinterher übernahmen die Alliierten die Kontrolle. Trotz starker Kriegsschäden konnte die im amerikanischen Sektor (Berlin SO 36, Schlesische Str. 27) liegende Fabrik schon wenige Monate nach Kriegsende die Produktion von Schallplatten und Plattenspielern wieder aufnehmen. 1951 Umwandlung in eine GmbH, 1953 Sitzverlegung nach Köln-Braunsfeld. Lochentwertet.

Nr. 236 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Carl Petereit AG
Aktie 100 RM, Nr. 1017
Königsberg i.Pr., Jan. 1925 EF
Auflage: 1.000. Gründung 1919 unter Übernahme der seit 1887 als OHG bestehenden Firma Carl Petereit und gleichzeitiger Angliederung an den Rückforth-Konzern. Herstellung und Vertrieb von Weinbrand, Spirituosen, Likören, Weinen, Fruchtsäften, Spiritus. 1949 verlagert nach Hamburg, ab 1952 GmbH. Lochentwertet.

Nr. 237 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Cartonnagen-Maschinen-Industrie und Façon-Schmiede AG
St.-Prior.-Aktie 600 Mark, Nr. 1397
Berlin, 5.12.1896 VF+
Auflage: 304. Gründung 1872 als „Facon-Schmiede und Schrauben-Fabrik AG“, 1890-96 dann als „Berliner Messinglinien-Fabrik und Facon-Schmiede“ firmierend. Die Gesellschaft übernahm bei der Gründung die Bolzen- und Mutternfabrik von Albert Ludewig an der Reinickendorferstraße. 1889 Errichtung einer Messinglinienfabrik, die 1894 an die Firma H. Berthold verkauft wurde. Seit 1901 wegen unrentabler Produktion in Liquidation, Börsennotiz in Berlin 1926 eingestellt. Nachdem in 15 Abwicklungsraten bereits 90 % des Kapitals zurückgezahlt waren, wurde 1937 die Fortsetzung der Ges. beschlossen. Gesellschaftzweck war nunmehr die Verwaltung des eigenen Grundbesitzes Berlin 65, Reinickendorfer Str. 113. Erst 1968 wurde die AG schließlich doch abgewickelt. Ränder mit kleinen Verletzungen.

Nr. 238 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
CEAG Industrie-Aktien & Anlagen AG
Sammelaktie 50 x 50 DM, Nr. 1919
Frankfurt a.M., Juli 1977 UNC/EF
Gegründet 1967 als Industrieanlagen und Leichtbau GmbH, seit 1973 AG. Die Firma ist das kleinste der Unternehmen, die 1977 aus der Realteilung der früheren VARTA AG unter den Quandt-Erben hervorgingen (heute Einflußbereich von Stefan Quandt). Zuerst Holding für die VITROPAN-Glasveredelung GmbH in Frankfurt/Main und die CEAG Dominit AG in Dortmund. Diese Aktivitäten werden 1978 abgegeben (u.a. an die BBC Mannheim), statt dessen Erwerb der Akkumulatorenwerke DETA in Bad Lauterberg und MAREG in Idstein, Verkäufer war die ALTANA. 1985 Sitzverlegung nach Bad Lauterberg, 1997 zurück nach Bad Homburg. Anlaß war die Aufgabe des Geschäfts mit Industriebatterien, statt dessen werden heute bei der Tochter FRIWO in Ostbevern Netz- und Ladegeräte für Mobiltelefone, ISDN-Anlagen, Laptops und Traktionsbatterien gefertigt, mit einer Produktionstochter in Shenzhen/China. Abb. des Firmenlogos. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 239 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Centralbank für Eisenbahnwerthe
4 % Schuldv. 2.000 Mark, Nr. 2124
Berlin, 2.1.1899 VF+
Auflage: 5.000. Zum Pauschalpreis von 31 Mio. Mark übernahm die zu diesem Zweck 1899 gegründete Gesellschaft von der Münchener Localbahn-AG und der Dresdner Bank deren Beteiligungen an vier ungarischen Eisenbahnen. Die in München und Berlin notierten Aktien entwickelten sich vielversprechend, bis der Verlust der Beteiligungen als Folge des 1. Weltkrieges der Bank einen Schlag versetzte, von dem sie sich nie wieder richtig erholte. 1933 ging sie in Liquidation, aus ihr entstand die AG für Anlagewerte. Äußerst dekorativer Druck mit Flügelrad. Stockfleck rechts unten hinterklebt, sonst tadellos.

Nr. 240 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Chemische Fabrik Helfenberg AG vorm. Eugen Dieterich
Aktie 1.000 RM, Nr. 1883
Helfenberg bei Dresden, 2.1.1928 EF+
Auflage: 2.436. Gründung 1869, AG seit 1898. Herstellung von chemisch-pharmazeutischen Präparaten (u.a. das Farnotän-Bandwurmmittel). Börsennotiz Dresden/Leipzig. 1953 Sitzverlegung von Helfenberg (Krs. Dresden) nach Wevelinghoven (Bez. Düsseldorf), wo bereits seit 1915 die 100 %ige Tochter “Chemische Gesellschaft Rhenania mbH” ansässig war. 1974 Übertragung des Vermögens auf den Großaktionär Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH, Konstanz. Lochentwertet.

Nr. 241 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Chemische Fabrik Siegfried Kroch AG (Chemische Fabrik Wandsbek AG)
Aktie 1.000 RM, Nr. 25
Berlin/Hamburg-Wandsbek, Mai 1934 EF+
Auflage: 150. Gründung 1901 in Berlin durch Siegfried Kroch, seit 1921 AG. 1937 Sitzverlegung nach Hamburg-Wandsbek (Bismarckstraße), 1942 Umfirmierung in “Chemische Fabrik Wandsbek AG” (entsprechender Überdruck auf der Aktie). Hergestellt wurden Leder-Textil-Oele, Hilfsprodukte für die Metallbearbeitung, Schaumdämpfungsmittel, Rostschutzlacke. 1952 aufgelöst, 1953 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.

(PDF) Nr. 242 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Chemische und metallurgische Fabrik
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2515
Lüneburg, Mai 1922 EF+
Gründeraktie, Auflage: 3.000. Gründung 1922. 1928 Sitzverlegung nach Berlin. Fabrikation und Handel mit chemisch-technischen, metallurgischen und pharmazeutischen Erzeugnissen. 1931 Auflösungsbeschluss.

Nr. 243 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Chemische Werke Brockhues AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2507
Niederwalluf am Rhein, März 1938 EF
Auflage: 650. Gegründet 1889, die Umwandlung in eine AG erfolgte 1908 (Firma bis 1917: Vereinigte Schwarzfarben und Chemische Werke AG). Werke in Walluf im Rheingau (Elfenbeinschwärzen, Rebenschwärzen, Papierschwärzen, Zementfarben, Lackpasten, Eisenglimmer und Graphit) sowie Hainhausen bei Offenbach (Ruß für alle Verwendungszwecke). Großaktionär der im Berliner Freiverkehr notierten AG war das Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co., Frankfurt a.M. Lochentwertet.

Nr. 244 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Chemische Werke vorm. H. & E. Albert
Aktie 1.000 Mark, Nr. 18939
Amöneburg bei Biebrich a.Rh., 24.12.1920 EF/VF
Auflage: 15.000. Die erste Albert’sche Fabrik in Amöneburg bei Wiesbaden-Biebrich (später nach Mainz-Kastel eingemeindet) wurde bereits 1858 errichtet, 1895 wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt. Zunächst Produktion von Thomasphosphatmehl und anderen Düngemitteln, später kamen Lack-Kunstharze, Säuren aller Art, Insektizide und Pharmazeutika hinzu. Heute gehört das Unternehmen als „Werk Albert“ zur Hoechst AG. Dekorativer G & D-Druck. Mit Firmensignet.

Nr. 245 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Chr. Adt. Kupferberg & Co. KGaA
Namensaktie 300 RM, Nr. 4403
Mainz a. Rhein, 2.1.1937 UNC/EF
Auflage: 4.700. Gründung 1872 zur Übernahme der schon seit 1850 bestehenden Sektkellerei. Eine der bekanntesten deutschen Sektmarken. Erst nach über 1 1/4 Jahrhunderten wurde dem Börsendasein dieser Aktie im Jahr 2002 durch Squeeze-Out des Großaktionärs ein Ende bereitet. Lochentwertet.

Nr. 246 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Christian Dierig AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 20244
Langenbielau, Jan. 1936 EF+
Keimzelle ist die schon 1805 von Christian Gottlob Dierig in Oberlangenbielau gegründete Einzelfirma. 1935 kamen zum Konzern auch die Augsburger Buntweberei Riedinger, die Haunstetter Spinnerei und Weberei, die Spinnerei und Weberei Kottern (bei Kempten) sowie die Textilausrüstung und Druckerei Prinz AG in Augsburg. Die Werke Langenbielau, Tannenberg und Gellenau (später polnische Staatsbetriebe) sowie Frankenberg und Riesa in Sachsen mit allein 7.000 Arbeitern gingen als Folge des 2. Weltkrieges verloren. 1946 Sitzverlegung nach Augsburg. Mit 4 Spinnereien und Webereien in Augsburg, 3 Betrieben der Werksgruppe Hammersen in Osnabrück, Rheine und Bocholt sowie den Tochterfirmen Haunstetten, Riedinger und Prinz in Augsburg und Kottern Textil in Kempten-St. Mang war Dierig Ende der 60er Jahre der größte Konzern der deutschen Textilindustrie. Noch heute als Dierig Holding AG aktiv, eine der letzten verbliebenen AG’s der Branche überhaupt. Druck von König & Ebhardt in Hannover.

Nr. 247 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Christoph Walter AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1932
Mühlhausen i. Thür., 9.12.1920 EF
Auflage: 1.200. Gegründet 1916 unter Übernahme des seit 1830 bestehenden Spinnereiunternehmens Christoph Walter GmbH, Mühlhausen (Thür.), Dachrieden und Beyrode. Herstellung von Hand- und Maschinenstrickgarnen. Lochentwertet.

Nr. 248 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Cie. Francaise des Chocolats et des Thés L. Schaal & Cie.
Aktie 500 F, Nr. 4492
Strasbourg, 30.9.1927 VF
Auflage: 3.000. Die Compagnie Francaise des Chocolats et des Thés Pelletier & Cie. wurde ursprünglich 1853 als Kommandit-Aktiengesellschaft mit Sitz in Paris gegründet. Die Aktienmehrheit lag später bei elsässischen und lothringischen Kaufleuten. Als Frankreich 1871 das Elsass und Lothringen an Deutschland abgab, erwies sich die Weiterführung des nunmehr in Deutschland liegenden Geschäfts von Paris aus als schwierig. Deshalb erfolgte in gleichen Jahr unter Führung der Kaufmannsfamilie Schaal die Neugründung des Strasburger Betriebes als KGaA nach deutschem Recht (L. Schaal & Co. KGaA Schokolade- & Kakao-Werke). Die Fabrik produzierte Schokolade, Kakaoerzeugnisse, Tee und Vanille. Ein jahrzehntelang sehr erfolgreiches Unternehmen mit meist zweistelligen Dividenden, zuletzt 1967 in “Cie. Francaise d’Alimentation et de Thés” umfirmiert. Verläßt man Straßburg auf der Autobahn in südlicher Richtung, sieht man an der Stadtgrenze gleich an der linken Seite die Fabrik liegen. Zweite und letzte Kapitalerhöhung. Originalunterschriften. Dekoratives Stück mit der gleichen großen allegorischen Vignette wie auf der 1872er Gründeraktie. Knickfalten, fleckig.

Nr. 249 Schätzpreis: 1.600,00 EUR
Startpreis: 800,00 EUR
CITY Actien-Baugesellschaft
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 619
Berlin, 1.9.1904 EF
Auflage: 700. Gründung 1872. Zuletzt besaß die Gesellschaft Terrains in der Kamerunerstraße und in Senzig bei Königswusterhausen. Seit 1908 konnten die Hypotheken nicht mehr bedient werden, woraufhin die Gläubiger annähernd 3/4 des Besitzes zwangsversteigern ließen. Börsennotiz Berlin. Seit Jahren max. 4 Stücke bekannt.

Nr. 250 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
CKAG Colonia Konzern AG
Namensaktie 50 DM, Nr. 403605
Köln, Jan. 1995 UNC/EF
Gründung 1839 als Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft. 1969/1970 Verschmelzungen u.a. mit der früher in Stettin (jetzt Lübeck) ansässigen National Allgemeine Versicherungs-AG und der Gladbacher Feuerversicherung, deshalb Umfirmierung in Colonia National Versicherung AG, 1971 abgekürzt auf Colonia Versicherung AG. 1991 erneut umbenannt in Colonia Konzern AG, 1994 in CKAG Colonia Konzern AG, 1997 in AXA Colonia Konzern AG und zuletzt 2001 in AXA Konzern AG. Stilisierte Ansicht von Köln mit Kölner Dom, Hauptbahnhof und Rheinufer. Rückseitig entwertet.

Nr. 251 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Clarenberg AG für Kohlen-
und Thon-Industrie
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1130
Frechen bei Köln, 2.1.1899 EF
Auflage: 600. Gründung 1894. Die AG war Eigentümerin des Grubenfeldes Conrathsgrube, das von der Gewerkschaft Louise abgebaut wurde. Ihre Brikettfabrik wurde aus dem Tagebau der Grube Grefrath versorgt. Seit 1913 Betriebsabteilung der Rheinbraun (RWE-Konzern). Lochentwertet.

Nr. 252 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Claudius Peters AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 124
Hamburg, Sept. 1933 UNC/EF
Gründeraktie, Auflage: 300. Gründung 1933 unter Übernahme und Fortführung der 1906 gegr. Firma Claudius Peters. Produktion von Spezial-Maschinen für Hartzerkleinerung aller Mineralien, Peters-Mühlen (Einblasmühlen für Kohlenstaubfeuerungen), Transport feinkörniger Mineralien, Wägung von feinkörnigen Materialien, Feuerungen, Spezial-Einmauerungen für Industrieöfen und Kesselanlagen (kpl. Brennkammern mit Hängedecken, System Peters-Detrick). Heute Claudius Peters Technologies GmbH, Buxtehude, eine 100%ige Tochter der Langley Holdings plc., einer privaten Engeneeringgruppe in England. Lochentwertet.

Nr. 253 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Coblenzer Strassenbahn-Gesellschaft
Aktie 1.000 Mark, Nr. 445
Koblenz, 20.9.1913 EF
Gründung 1886. Zunächst Pferdebahnbetrieb, später 51 km elektrifizierte Strecken mit 11 Linien. Außerdem Betrieb der Standseilbahn Laubach-Rittersturz. 1939 Umfirmierung in „Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-AG“. Heute werden 217 Stadt- und Landgemeinden in der Stadt Koblenz, dem Landkreis Mayen-Koblenz und dem Westerwaldkreis mit Strom versorgt. Großaktionäre sind das RWE (über 50 %) und die Stadt Koblenz (40 %). Hübsche Umrahmung.

Nr. 254 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Colonia Konzern AG
Vorzugs-Aktie 100 DM, Nr. 505109
Köln, Juli 1991 UNC
Gründung 1839 als Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft. 1969/1970 Verschmelzungen u.a. mit der früher in Stettin (jetzt Lübeck) ansässigen National Allgemeine Versicherungs-AG und der Gladbacher Feuerversicherung, deshalb Umfirmierung in Colonia National Versicherung AG, 1971 abgekürzt auf Colonia Versicherung AG. 1991 erneut umbenannt in Colonia Konzern AG, 1994 in CKAG Colonia Konzern AG, 1997 in AXA Colonia Konzern AG und zuletzt 2001 in AXA Konzern AG. Stilisierte Ansicht von Köln mit Kölner Dom, Hauptbahnhof und Rheinufer. Rückseitig entwertet.

Nr. 255 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Commerzbank AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 41705
Hamburg, Juni 1941 EF+
Auflage 90.000. 1870 wurde von hanseatischen Kaufleuten und Privatbankiers die Commerz- und Disconto-Bank in Hamburg gegründet. 1897 entstanden Niederlassungen in Frankfurt am Main und Berlin. Nach der Übernahme der Berliner Bank im Jahr 1905 verlagerte die Bank ihren geschäftlichen Schwerpunkt von Hamburg in die Reichshauptstadt. Anfang der 20er Jahre kam es zu einer stürmischen Expansion mit Übernahme zahlreicher Provinzbanken und Filialeröffnungen. Rd. 45 % des Filialnetzes gingen als Folge des 2. Weltkriegs verloren und die Bank wurde auf allierte Anordnung zerschlagen, ehe 1958 die Nachfolgeinstitute wieder zur heutigen Großbank zusammengeschlossen wurden. G & D-Druck. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 256 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Commerzbank AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 177561
Düsseldorf, April 1964 UNC
Vignette mit dem geflügelten “C”, dem alten Commerzbank-Logo. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 257 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Concordia Bau und Boden AG
Aktie 5 DM, Nr. 3001810
Oberhausen, Sept. 1994 UNC
1850 Gründung der Concordia-Bergbau-AG in Oberhausen. 1968 erfolgte die Stilllegung der Schachtanlagen und 1970 Namensänderung in Concordiaberg AG. In den folgenden Jahren wurden Beteiligungen an mehreren Chemiefirmen eingegangen bzw. mit Einvernehmen des Hauptaktionärs Schering AG gegründet. 1976 erfolgte die Sitzverlegung nach Düsseldorf und Änderung des Namens in Concordia-Chemie AG. Im selben Jahr wurde der Chemiebereich der Concordia an die Schering AG verkauft. 1977 erfolgte die Firmensitzrückverlegung nach Oberhausen. 1991 Umfirmierung in Concordia Bau und Boden AG und 2000 in CBB Holding AG mit Sitz in Köln. Das Unternehmen ist heute tätig in der Verwaltung und Verwertung von Grundbesitz, Bergwerkseigentum und Beteiligung sowie der Durchführung von Bauleistungen als Bauträger. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 258 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
CONCORDIA Bergbau-AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 3608
Oberhausen, März 1952 EF
Auflage: 19.000. Eine der zahlreichen Gründungen der Familie Haniel aus der Mitte des 19. Jh. 1850 wurde der erste Schacht im Grubenfeld Concordia abgeteuft, gleichzeitig wurde ausschließlich von Mitgliedern der Familie Haniel die Bergbau-Gesellschaft Concordia gegründet. Vor allem bei der Kokserzeugung spielte die Concordia später eine Vorreiterrolle. 1877 in der Wirtschaftskrise nach dem Gründerkrach wurde die AG liquidiert und die Gewerkschaft Concordia neu gegründet. 1890 konnte man einem verlockenden Angebot der Deutschen Effekten- und Wechselbank (Frankfurt/Main) und des Berliner Bankhauses Aron & Walter nicht widerstehen: Mit der von beiden Banken initiierten Gründung der Concordia Bergbau-AG traten zum ersten Mal auch fremde Kapitalgeber neben die Familie Haniel. Nach Abschluss eines Betriebsüberlassungsvertrages (1914) mit der lothringischen AG Rombacher Hüttenwerke trat die Concordia 1920 in Liquidation. 1926 übernahmen die Kokswerke und Chemische Fabriken AG in Berlin zwecks Sanierung die Rombacher Hüttenwerke und firmierten sie in die (neue) Concordia Bergbau-AG um. 1968 Stilllegung der Schachtanlagen. Nachdem das Unternehmen schon immer auch starke Interessen in der Chemieindustrie gehabt hatte, wurde 1976 in Concordia-Chemie AG umfirmiert. Letzter Namenswechsel dann 1991 in Concordia Bau und Boden AG, nachdem der Immobilien-Spekulant Minninger Firmenmantel und Börsennotiz übernommen hatte. Hübscher G&D-Druck, Hammer und Schlegel in allen vier Ecken. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 259 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Condomi AG
Stückaktie, Nr. 8506
Köln, Nov. 1999 UNC
Gültige Aktie! Vom Hinterhof-Unternehmen an die Börse, der Hersteller von Kondomen. Mit Kupons ab Nr. 2.

Nr. 260 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Continentale Bank- und Handels-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 27539
Mainz, Jan. 1922 EF
Gründung 1920. Bedeutende Aktivposten der mit Schwerpunkt in Ein- und Ausfuhr tätigen Gesellschaft befanden sich in Sowjet-Russland (Kaukasus), Persien, Polen und Ägypten, was die 1924 eingeleitete Liquidation sehr erschwerte. Mit Kupons.

Nr. 261 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Crefelder Baumwoll-Spinnerei
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1489
Krefeld, 1.1.1919 EF-
Auflage: 448. Gründung 1896. Einer der traditionsreichsten Textilbetriebe in Krefeld. Erzeugt wurden Baumwoll- und Zellwoll-Garne sowie Zwirne bis zu den feinsten Nummern. 1916/17 Bau einer neuen Zwirnerei. Börsennotiz in Düsseldorf und Hamburg, 1973 in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 262 Schätzpreis: 1.200,00 EUR
Startpreis: 600,00 EUR
Cuxhavener Immobilien-Gesellschaft
Aktie 200 Thaler, Nr. 1296
Berlin, 1.11.1872 EF
Gründeraktie, Auflage: 6.000. Die Cuxhavener Immobilien-Gesellschaft ist ein Zwilling, von den gleichen Initiatoren gegründet und untrennbar verbunden mit der Cuxhavener Eisenbahn-, Dampfschiff- und Hafen-AG. Jahrzehntelang wartete Cuxhaven vergeblich auf die Eisenbahn. Nur im Süden, zwischen Bremen und Bremerhaven, war das Kreisgebiet seit 1862 von der Hannöverschen Staatsbahn erschlossen worden. 1866 beschloß die Hannöver’sche Regierung den Bau der Eisenbahn Harburg-Stade. Diese Pläne vereitelte der im gleichen Jahr beginnende preußisch-österreichische Krieg, dessen Ausgang den Untergang des Königreichs Hannover bedeutete. Die Frage einer unterelbischen Eisenbahn wurde nun nicht mehr in Hannover, sondern im Preussischen Abgeordnetenhaus entschieden. Am 5.2.1872 kam dort ein Gesetzentwurf zur Beratung, der den Bau verschiedener Bahnen aus Staatsmitteln forderte. Darunter war auch, fußend auf dem Beschluß der Hannöver’schen Regierung von 1866, die Linie Harburg-Stade, die Preußen nun mit einem Aufwand von 3,3 Mio. Thaler ausführen sollte. Da stellte zu dem Eisenbahn-Gesetzentwurf der Abgeordnete Braun-Wiesbaden den Änderungsantrag, den Bau der Eisenbahn Harburg-Stade einer Privatgesellschaft zu übertragen, falls diese die Linie bis Cuxhaven weiterführe und dort einen Hafen errichte. So wurde es beschlossen, und am 25.4./2.5.1872, gründeten Baron Victor von Magnus, Geh. Commerzienrath Paul Mendelssohn-Bartholdy, Reichstagsmitglied Dr. Braun-Wiesbaden, Dr. Julius Faucher, Stadtrath Albert Löwe, Geh. Regierungsrath Dr. Esse, Corvetten-Capitain z.D. Olberg, Gustav Kutter in Berlin; A. N. Zacharias, Rob. M. Sloman, J. E. Langhans (J. Greve & Co.) u.a. die Cuxhavener Eisenbahn-, Dampfschiff- und Hafen-AG. Der Kreis der Gründer strotzte also vor illustren Namen vor allem aus Berliner Finanzkreisen. Deshalb war der juristische Sitz auch in Berlin, wo die AG höchst vornehm in der Voss-Strasse 29/30 residierte. Ganz zufällig wurde der Reichstagsabgeordnete Braun-Wiesbaden, der die Konzession mit seinem Änderungsantrag im Gesetzgebungsverfahren erst ermöglicht hatte, neben Charles Ernst David einer der zwei Directoren der Gesellschaft und bezog ein fürstliches Gehalt. Ein Kapital von 20 Mio. Thaler sollte nun eingeworben werden. In aller Bescheidenheit nannte der Börsenprospekt das Unternehmen „das großartigste des Jahrhunderts“. Man versprach eine Bahn von Harburg über Stade und Cuxhaven nach Geestemünde sowie den Bau eines auch im Winter stets offenen Seehafens in Cuxhaven mit grossartigen Dampfschiffsverbindungen u.a. nach dem in 27 Stunden zu erreichenden Harwich (London). Tatsächlich wurden statt für 20 Mio. Thaler dann nur Aktien im Nennwert von 8 Mio. Thaler emittiert und auch davon nur ı gezeichnet. 1878 wurde ein Vertrag mit der „Societe belge des chemin de fer“ in Brüssel geschlossen und 1879 allerhöchst bestätigt, wonach die Cuxhavener AG den Bau und Betrieb der Bahn von Cuxhaven über Stade nach Harburg der von den Belgiern mit Sitz in Harburg gegründeten „Unter-Elbe’schen Eisenbahn-Gesellschaft“ übertrug. Deren Kapital bestand zu je 10 Mio. Mark aus Aktien Lit. A und B und aus 3,5 Mio. Mark Aktien Lit. C. Letztere erhielt die Cuxhavener Eisenbahn-, Dampfschiff- und Hafen-AG als Kompensation für die Übertragung aller mit der Bahn zusammenhängenden Vermögenswerte einschließlich der geleisteten Kautionen. Die Unter-Elbesche Eisenbahn eröffnete die 40,4 km lange Bahn Harburg-Stade am 1.4.1881, den 11,3 km langen Abschnitt Stade-Himmelpforten am 1.7.1881 und die volle 104 km lange Strecke bis zum damals zu Hamburg gehörenden Cuxhaven am 1.1.1882. Die Tätigkeit der Cuxhavener Eisenbahn-, Dampfschiff- und Hafen-AG beschränkte sich fortan auf den Ausbau des Hafens von Cuxhaven. Auch ihre Schwestergesellschaft, die Cuxhavener Immobilien-Gesellschaft, hatte ihren juristischen Sitz in Berlin, wo beide AG’s in Bürogemeinschaft geleitet wurden. Die Initiatoren machten das Publikum glauben (und glaubten es möglicherweise selbst), in Cuxhaven werde nach Ankunft der Eisenbahn ein ungeheurer Wirtschaftsaufschwung einsetzen, von dem man mit Immobiliengeschäften profitieren müsse. Dazu Otto Glagau in seinem 1877 erschienenen Werk über den Börsen- und Gründungsschwindel: „Die Mitgründer (der Cuxhavener Eisenbahn) Hagenah, Schön, Langhans sowie Director David componirten auch noch in Verbindung mit R. A. Seelig und Eduard Stahlschmidt (Hermann Geber) die Cuxhavener Immobilien-Gesellschaft, eine Filiale der vorigen (Cuxhavener Eisenbahn), um in den neuen Weltstädten Cuxhaven und Ritzebüttel Geschäftshäuser, Hotels etc. zu errichten. Zu diesem Zwecke ließ Herr Hagenah, der General-Entrepreneur der Bahn Stade-Cuxhaven, einige Parzellen zu dem enormen Preise von 549.000 Thaler ankaufen, und überantwortete sie für 1.530.000 Thaler, also mit einer Million Aufschlag, an Eduard Stahlschmidt (Hermann Geber), der sie nun wieder der plötzlich aus den Coulissen tretenden Immobiliengesellschaft überließ. Herr Greve, bis dahin Commis bei Hagenah und ein junger Mensch von 25 Jahren, hatte den ersten Ankauf vermittelt und ward jetzt Director der neuen Gesellschaft. Als solcher veröffentlichte er in der Hamburger „Börsenhalle“ die Bilanz pro 1872, in welcher zu lesen stand: „An Immobilien-Conto, Kaufpreis - 1.530.000 Thaler.“ Da ereilte ihn die Nemesis in Gestalt der Staatsanwaltschaft. Was kein Staatsanwalt in Preussen fertig bekommen hat, vollbrachte der Oberstaatsanwalt in Hamburg, Dr. Mittelstädt, und wir bezeigen ihm hiermit unsern Respect. Trotz des famosen Actiengesetzes, ja auf Grund desselben erhob er gegen Director Greve die Anklage wegen „Verschleierung des Vermögensstandes der Gesellschaft“, durch Aufstellung einer unwahren Bilanz. Der wirkliche Kaufpreis der Parcellen war ja nur 549.000 Thaler gewesen - nicht 1.530.000 Thaler, mit welchen man sie den Actionären berechnete. Was kein Gerichtshof, weder in Deutschland noch in Oesterreich, bisher glaubte ahnden zu können: die Umtriebe der Gründer - wir meinen nämlich grosse professionelle Gründer, nicht kleine dilettantenhafte Gründlinge - that kurz und gut das Hamburger Strafgericht. Es verurteilte den Director Greve zu einem Monat Gefängniss, und das Oberappellationsgericht in Lübeck hat diese Sentenz einfach bestätigt. Leider vermochte die Strafe nicht die eigentlichen Attentäter, die Gründer zu erreichen: sie traf nur deren Werkzeug, den jungen Director Greve, der sich nun von einer durch Strohmänner gebildeten Generalversammlung als Märtyrer feiern liess. Mit Recht konnten Greve und seine Vertheidiger behaupten, solche „Verschleierungen“ seien bei den Actiengesellschaften von 1871/72 gang und gebe, solch falsche Bilanzen wären in Deutschland hunderte und tausende publicirt. Aber auch die Ansichten der Richter wechseln, und das Preussische Obertribunal hat bereits entschieden, dass der von den Gründern verschwiegene Profit als Betrug angesehen werden soll. Nun denke man sich einmal, dass dieses Präjudiz zur allgemeinen Anwendung käme - was für ein Schauspiel würden wir dann erleben! Wir würden plötzlich auf der Armensünderbank sehen tausende von reichen und vornehmen Gründern; und in den Gefängnissen würden als blosse Nummern figuriren und in grauen oder gestreiften Drillich umhergehen: Zeitungsschreiber und Zeitungsbesitzer, „Volkswirthe“ und Parlaments-Mitglieder, Geheimräthe und Excellenzen, Edelleute und Grafen, geadelte Börsianer und baronisirte Financiers. O, das wäre ein Schauspiel für Menschen und Götter!“ So weit Glagau in seiner Schilderung, in der sich die ganze Problematik der AG-Gründungen in den Gründerjahren wiederfindet. Die Cuxhavener Immobilien-Gesellschaft selbst wartete vergeblich auf den Boom, den die Eisenbahn nach Cuxhaven bringen sollte. 1880 standen die Immobilien immer noch mit den alten überhöhten Werten zu Buche, mit der jammervollen Fußnote: „Bei der Unmöglichkeit, die einzelnen Grundstücke zur Zeit in zuverlässiger Weise abzuschätzen, ist der Werth zu Grunde gelegt, zu welchem dieselben laut Vertrag vom 12. Juni 1872 zu Buche stehen.“ Welche Ironie: Diesen Text verfaßte der immer noch amtierende Director Heinrich Greve, nachdem man ihn gerade wegen dieser Überbewertung zuvor in’s Gefängnis geschickt hatte. Große Erträge warf der Grundbesitz nicht ab, wenngleich Greve sich bemühte, wenigstens von dem aufblühenden Fischereihafen zu profitieren und noch ein Eishaus baute. Am Ende reichte der tatsächliche Wert der Besitzungen kaum aus, die darauf liegenden Hypothekenbelastungen abzudecken. 3,6 Mio. Mark Aktienkapital konnten die Aktionäre als verloren abschreiben. Sehr dekorative Gestaltung mit zwei Vignetten eines Uralt-Personenzuges und eines Raddampfers. Ein sensationeller Fund in Mittel-england: Nur 15 Stücke entdeckte man im Herbst 2006. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 263 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Daimler-Benz AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 153909
Stuttgart, Juni 1942 EF+
Gottlieb Daimler errichtete 1882 eine kleine Versuchswerkstatt in Cannstadt, erhielt 1883 das Patent für den ersten schnelllaufenden Verbrennungsmotor und gründete 1890 die „Daimler-Motoren-Gesellschaft“. Carl Benz gründete 1883 in Mannheim die „Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik“. Trotz der räumlichen Nähe sind sich die beiden Auto-Pioniere zeitlebens nie persönlich begegnet. Ihre Firmen, die beiden ältesten Automobilfabriken der Welt, wurden 1926 zur Daimler-Benz AG verschmolzen. 1999 Fusion mit der Nr. 3 am US-Automobilmarkt zur DaimlerChrysler AG. G & D-Druck. Mit Firmensignet. Lochentwertet.

Nr. 264 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
DaimlerChrysler AG
Namens-Stückaktie o.N., Specimen
Stuttgart/New York, von 1998 UNC
Aufwendige Gestaltung mit Oldtimern beider Unternehmen im Unterdruck und den Portraits von G. Daimler, C. Benz und W. P. Chrysler.

Nr. 265 Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
DAMHAG Deutsch-Amerikanische Metallwarenfabrikations- u. Handels AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3364
Berlin, 11.3.1922 EF-
Gründeraktie, Auflage: 2.000. Firmenzweck der in der Oranienstr. 51 ansässigen Gesellschaft: Fabrikation sowie Ein- und Ausfuhr von Metallwaren und Metallen jeder Art. Geplant war vor allem die Anbahnung von Handelsbeziehungen mit amerikanischen Firmen. 1927 von Amts wegen gelöscht. Außergewöhnlich schöne Art-Deko-Gestaltung (in der Platte signiert: Floerke). Sehr selten!

Nr. 266 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Dampfziegelei Erz- und Tonwerke O. Kirchheim AG
Aktie 100.000 Mark, Nr. 44867
Dosdorf b. Plaue i.Th., Dez. 1923 EF
Gründeraktie. Gründung 1923 unter Einbringung des Ziegeleiunternehmens Firma O. Kirchheim. Gewinnung und Aufbereitung von Erzen und Bergbauprodukten. Umbenennung 1924 in Dampfziegelei Kirchheim AG. Anh. Kuponbogen.

Nr. 267 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
David Grove AG
Aktie 100 RM, Nr. 3655
Berlin, Juli 1932 EF
Auflage: 1.330. Gründung 1864 als Einzelfirma, Umwandlung 1912 in eine GmbH und 1920 in eine AG. Herstellung und Vertrieb von Zentral-Heizungs-, Lüftungs-, Gas-, Wasserleitungs- und Badeanlagen. 1923 Erwerb eines Bürohauses in Breslau (Neue Taschenstr. 30) und der Aktienmehrheit der Bülowstr. 90 Grundstücksverwertungs-AG in Berlin W 57. 1924/25 Erwerb der stillgelegten Dinos-Werke in Hohenschönhausen, das Apparatebauwerk Charlottenburg wurde dorthin verlagert und das Fabrikgelände verkauft. 1927 auch Verkauf des Fabrikareals in Spandau. Nach Insolvenz eines großen Kunden und einem 12-wöchigen Streik geriet die AG 1929/30 in Vergleich. Nach verlustreichem Verkauf der Fabrik in Hohenschönhausen und der Filialen Breslau und Danzig blieb nur noch die Fabrik in Tempelhof (Ringbahnstr. 32/34). 1934 verkaufte die der Stadt Berlin nahestehende Berliner Müllabfuhr AG die Aktienmehrheit an ein privates Konsortium, dem u.a. die Bergmann-Elektrizitäts-Werke AG angehörten. Ende 1935 Errichtung einer Zweigniederlassung in Königsberg (Pr.). 1949 in eine GmbH umgewandelt. Die Firma besteht noch heute. Lochentwertet.

Nr. 268 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
DBS Deutsche Bausparkasse AG
Aktie 50 DM, Nr. 184012
Darmstadt, Juli 1984 EF
1925 Gründung als Deutsche Bau- und Siedelungsgemeinschaft eG, 1939 Umfirmierung in Deutsche Bausparkasse eGmbH, seit 1977 eine AG. Vertriebsdirektionen in Berlin, Erfurt, Frankfurt/M., Hamburg, Mannheim, Würzburg, Zweibrücken sowie Bereichsdirektionen in Kassel, Mülheim und München. Im Jahr 2000 Fusion mit der 1931 gegründeten BADENIA Bausparkasse zur “Deutsche Bausparkasse Badenia AG” mit Sitz in Karlsruhe. Seit 1999 Allfinanzkooperation mit der Commerzbank. Rückseitig entwertet.

Nr. 269 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
DBV Holding AG
Namensaktie 50 DM, Nr. 1616945
Wiesbaden, Aug. 1990 UNC/EF
Gründung 1871 als “Lebensversicherungsanstalt für die Armee und Marine” mit Sitz in Berlin. 1922 Fusion mit der “Preussische Renten-Versicherungsanstalt” und der “Kaiser-Wilhelm-Spende”, 1929 Umfirmierung in “Deutsche Beamten-Versicherung öffentliche Lebens- und Renten-Versicherungsanstalt”. 1990 Gründung der DBV Holding AG, 1996 Übernahme der Winterthur-Versicherungen in München und Umfirmierung in DBV-Winterthur Holding AG. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 270 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Dessauer Waggonfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4857
Dessau, 21.5.1921 EF+
Auflage: 7.000. Gründung 1895 als Deutsche Gasbahngesellschaft mbH, AG seit 1905. Hergestellt wurden Personen- und Güterwagen, Triebwagen und Spezialwagen jeglicher Art. Letzter Großaktionär: Maschinenbau und Bahnbedarf AG vorm. Orenstein & Koppel. 1949 verlagert nach Dortmund, ab 1951 GmbH. Indirektes Nachfolgeunternehmen: 1996 Fahrzeugtechnik Dessau GmbH, 1999 FTD Fahrzeugtechnik Dessau AG. Großformatig. Dekorative Umrandung im Jugendstil. Lochentwertet.

Nr. 271 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 37
Berlin, Aug. 1922 EF
Auflage: 2.500. Gründung 1899 in Köln (Sitz 1924-1950 zwischenzeitlich in Berlin) auf Initiative von Generalpostmeister Heinrich von Stephan. Um vom englischen Kabelmonopol unabhängig zu werden, hatte er bedeutende Kölner Bankhäuser und Kabelhersteller für seine Pläne zum Aufbau eines unabhängigen deutschen Seekabelnetzes gewinnen können. 1900 wurde das erste Nordamerikakabel Emden-Azoren-New York verlegt. 1905 wurde von der Deutschen Seetelegraphengesellschaft das Kabel Emden-Vigo (Spanien) übernommen. Der gesamte Besitz ging bis auf kurze Kabelstümpfe in der Nordsee in Folge des Versailler Vertrages verloren. Die danach mühsam wieder in Gang gebrachten Kabel wurden bei Ausbruch des 2. Weltkrieges von den Alliierten erneut getrennt. 1952 konnte der Betrieb auf dem Emden-Vigo-Kabel und dem Azorenkabel wieder aufgenommen werden. Nach dem ersten Schritt 1966 durch Drittel-Beteiligung an der Computer GmbH in Lintorf wurde die Datenverarbeitung bald der wichtigere Geschäftszweig. 1987 mit der ALTANA als übernehmender Gesellschaft verschmolzen. Lochentwertet.

Nr. 272 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Deutsch-Niederländische Bank AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 184637
Düsseldorf, März 1923 UNC/EF
Auflage: 348.000. Gründung 1920 insbesondere zur Pflege des Handels mit Holland, Finanzierung der Rohstoff-Einfuhr und der Ausfuhr deutscher Fabrikate. 1922 Übernahme der „Bank für Landwirtschaft und Gewerbe“ in Köln. 1925 in Liquidation, betroffen waren als Hauptgläubiger vor allem die Mannesmannröhren-Werke, der Stumm-Konzern (mit der Deutschen Last-Automobil-Fabrik) und die Rhein. Kohlenhandelsbank in Bonn. Lochentwertet.

Nr. 273 Schätzpreis: 5.000,00 EUR
Startpreis: 2.500,00 EUR
Deutsch-Ueberseeische Elektricitäts-Gesellschaft
Aktie 1.000 Mark, Nr. 69582
Berlin, Juli 1906 VF
Auflage 36.000. Gründung 1898 unter Führung der AEG zur Errichtung von Elektrizitätswerken vor allem in Südamerika (Buenos Aires, Santiago de Chile, Valparaiso, Montevideo). Die mit Abstand wichtigste Aktivität wurde später die Stromversorgung der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, die damals schon 2,5 Mio. Einwohner hatte, aufgrund einer 1907/08 erteilten 50-jährigen Konzession. Dafür hatte die DÜEG in der Stadt über 5.000 km Stromkabel verlegt. Ferner besaß die DÜEG eine Mehrheitsbeteiligung an der “Chilian Electric Tramway and Light Co.” (betrieb die 128 km lange elektrische Straßenbahn in Santiago), ein Wasserkraftwerk am Rio Maipo, ca. 18 km von Santiago entfernt, das gesamte Kapital der “Elektrische Straßenbahn Valparaiso AG” (43 km Betriebsklänge) sowie die Aktienmehrheit der “La Transatlántica Cia. de Tranvias Eléctricos” in Montevideo (betrieb die 134 km lange elektrische Straßenbahn in Montevideo nebst Elektrizitätswerk). Die Aktien der DÜEG notierten an den Börsen Berlin, Frankfurt a.M. und Brüssel und waren auch zum Terminhandel zugelassen. Die Liste der Aufsichtsräte liest sich bis zuletzt wie das “Who ist who” der deutschen Hochfinanz: Arthur von Gwinner, Arthur Salomonsohn, Hugo Landau, Felix Deutsch, Dr. Walther Rathenau, M. v. Klitzing, Bankier Dr. Carl Sulzbach u.v.m. Der Ausgang des 1. Weltkrieges raubte der DÜEG die Salonfähigkeit im Ausland und machte sie geschäftlich handlungsunfähig. 1920 gingen deshalb alle Aktiva auf eine AG spanischen Rechts über, die “Cia. Hispano-Americana de Electricidad S.A.”. Ein Schelm, wer denkt, daß sich dabei an den Eigentümerstrukturen etwas geändert hätte. Die DÜEG selbst wurde bei diesem Wechsel der Gewänder so weit ausgezogen, daß ihr Vermögen bei der Goldmarkumstellung unter 5.000 Goldmark fiel und sie deshalb 1925 vom Amts wegen gelöscht wurde. Herrliche Gestaltung von dem Jugendstil-Künstler Otto Eckmann, gedruckt bei G&D. Mit Faksimileunterschrift Arthur von Gwinner (Vorstand Deutsche Bank) als Aufsichtsrat. Nur zwei weitere Stücke sind uns bekannt!

Nr. 274 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Deutsche Bank AG
Aktie 50 DM, Nr. 24758
Frankfurt a.M., Mai 1966 UNC/EF
Gründung 1870. Wie die anderen Großbanken auch wuchs die Deutsche Bank nach der Wende zum 20. Jh. vor allem durch reihenweise Übernahmen von Regional- und Privatbanken. Der große Wurf gelang 1929 mit der Fusion mit der traditionsreichen (bereits 1851 gegründeten) “Direction der Disconto-Gesellschaft”. Dabei Umbenennung in „Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft“, ab 1937 wieder als „Deutsche Bank“ firmierend. Nach dem 2. Weltkrieges wurde die Hauptniederlassung in Berlin auf alliierte Anordnung stillgelegt, die Niederlassungen in der russischen Zone wurden enteignet. In Westdeutschland ordneten die Alliierten die Zerschlagung der Deutschen Bank an, 1952 wurden aufgrund des Großbankengesetzes drei Nachfolgeinstitute ausgegründet: Norddeutsche Bank AG in Hamburg, Rheinisch-Westfälische Bank AG (ab 1956 Deutsche Bank AG West) in Düsseldorf und Süddeutsche Bank AG in München. Auf hartnäckiges Betreiben von Hermann Josef Abs 1956 im Wege der Verschmelzung wieder vereinigt. Nach der Wende 1990 auch Verschmelzung mit der 100%igen Tochter Deutsche Bank Berlin AG, 1999 Übernahme der US-amerikanischen Bankers Trust und Übertragung des Teilbereiches Privat- und Geschäftskunden auf die Deutsche Bank 24 AG - was aber bald wieder rückgängig gemacht wurde. Mit Deutsche-Bank-Adler. Faksimile-Unterschrift Abs. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 275 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Deutsche Bank und Disconto-Ges.
Aktie 100 RM, Blankette
Berlin, März 1932 UNC/EF
Die Deutsche Bank wurde 1870 gegründet, die traditionsreiche “Direction der Disconto-Gesellschaft” in Berlin bereits 1851. Beide Banken fusionierten 1929 auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise. Der dabei angenommene neue Name wurde schon 1937 wieder schlicht auf „Deutsche Bank“ verkürzt. Sehr dekorativ. Lochentwertet.

Nr. 276 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Deutsche Beteiligungs AG Unternehmensbeteiligungsgesellschaft
Vorzugs-Aktie 50 DM, Nr. 12805
Königstein/Ts., Nov. 1985 UNC
Gründung 1984. 2001 Umfirmierung in Deutsche Beteiligungs AG und Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. Zielgruppe der Geschäfte ist der Mittelstand. Hier werden Unternehmen erworben, z.B. im Rahmen von Nachfolgeregelungen oder Spinn-offs oder die Gesellschaft beteiligt sich zur Finanzierung der Börsenvorstufe. Hauptaktionäre mit jeweils 15% sind die Deutsche Bank AG, die Gerling-Versicherung sowie die Vermögensverwaltung des Münchener Bankiers Wilhelm von Finck. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 277 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft
Aktie 2.000 RM, Nr. 86417
Dessau, März 1925 EF
Auflage: 10.000. Gründung 1855 als älteste Gasgesellschaft Deutschlands. Seit 1886 auch in der Elektrizitätswirtschaft tätig. In Dessau wurde die nach Berlin älteste Elektrizitäts-Zentrale in Deutschland errichtet. 1946 Sitzverlegung nach Düsseldorf, 1979 Umfirmierung in CONTIGAS Deutsche Energie AG, eine noch heute börsennotierte Holding für vielfältige Beteiligungen an Energieversorgungsunternehmen. 1988 Sitzverlegung nach München. Hochdekorativer mehrfarbiger G&D-Druck. Ohne Lochentwertung.

Nr. 278 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsche Dampfschifffahrts-Ges. Hansa
Aktie 1.000 DM, Nr. 7411
Bremen, Jan. 1958 EF
Auflage: 14.000. Gründung 1881 durch Bremer Kaufleute für die Große Fahrt nach Ostindien, die Mittelmeerfahrt und die Ostseefahrt. 1898 konnten Pläne für regelmäßige Liniendienste nach Portugal, zum La Plata, in den Golf von Mexico und nach Ostindien verwiklicht werden. Nach 1900 besaß die Ges. mit 80 Schiffen die größte Frachtschiffsflotte der Welt! Alles ging als Folge des 1. Weltkriegs verloren. Nach erfolgreichem Wiederaufbau stand die Reederei nach dem 2. Weltkrieg erneut vor dem Nichts, wieder ging sie aller ihrer 53 Frachtschiffe verlustig. Erneut gelang der Wiederaufbau, aber nicht von Dauer: Finanziell zu sehr geschwächt ging die AG nach mehrfachem Auf und Ab letztendlich 1980 doch in Konkurs. Reederei-Flagge in der Umrahmung.

Nr. 279 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Deutsche Dynamo-Werke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 9671
Rottluff bei Chemnitz, 8.7.1922 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 16.000. Gründung 1922. Fabrikation von elektrischen Lichtanlagen und Fahrradzubehör. 1925 aufgelöst und in Liquidation, 1929 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 280 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG
Aktie 50 DM, Nr. 5133
Frankfurt a.M., Juli 1974 UNC
Hervorgegangen aus dem seit 1821 bestehenden Bankhaus L.A. Hahn. Seit 1872 AG als Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank. 1929 Fusion mit der Deutschen Vereinsbank. 1969 Übertragung des Bankgeschäftes auf die neugegründete Effectenbank-Warburg AG und Umfirmierung in Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG. 2000 Sitzverlegung nach Jena, heute als Tochtergesellschaft der von Lothar Späth geführten JENOPTIK eine Holdinggesellschaft für deren Beteiligungen an jungen Technologie-Firmen. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 281 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsche Feuerungs-Anlagen- und Roststab-Industrie GmbH
Antheilschein I 1.000 Mark, Nr. 31
Berlin, 8.3.1901 EF
Ausgestellt auf Hugo Dressler, Auflage nur 60 Stücke. Gegründet 1901 mit einem Kapital von 150.000 M, das zu je 40 % die Herren Hugo und Max Dressler besaßen und zu 20 % Herr Georg Tolzmann. Für die drei Gesellschafter wurden separate Serien Anteilscheine (I, II und III) ausgegeben. Die Firma stellte Feuerungs-Anlagen und Roststäbe vor allem für Dampflokomotiven her und war ein Zulieferer der damals bedeutenden Lokomotivbau-Industrie in Berlin (Borsig, Schwarzkopff usw.) Hübsche Umrahmung im Mäander-Stil. Lochentwertet.

Nr. 282 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsche Genossenschaftsbank AG
Namensaktie 1.000 RM April 1942 (Auflage 768), Nr. 568
Litzmannstadt, April 1942 EF+
Auflage: 768. Gründung 1917, Filialen in Kalisch und Kutno. Großaktionär: Landesgenossenschaftsbank, Posen. Lochentwertet.

Nr. 283 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Deutsche Golddiskontbank
Vorzugs-Aktie 200 RM, Nr. 50501
Berlin, 24.8.1939 EF
Gründung 1924. Zweck: Befriedigung der Kreditbedürfnisse der deutschen Wirtschaft namentlich auf dem Gebiet der Ausfuhrförderung. 1931 Umstellung des Kapitals von Pfund auf RM. Ab 1931 auch Ausfuhrkreditversicherung. 1939 Angebot an ausländische Anteilseigner der Deutschen Reichsbank, ihre Anteile in Golddiskontbank-Aktien umzutauschen. 1962 hatten die privaten Aktionäre der Deutschen Golddiskontbank bei Zahlung der ersten Liquidationsrate die Wahl, entweder ihre Aktien der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Deutsche Bundesbank, gemäß deren Angebot gegen einen festen, sofort zahlbaren Preis zu verkaufen oder das Ergebnis der mehrjährigen Liquidation abzuwarten. Ohne Lochentwertung.

Nr. 284 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Deutsche Holz-Gesellschaft für Ostafrika
Anteilschein 1.000 Mark, Nr. 32
Berlin, 1.1.1909 EF+
Gründeranteil, Auflage: 925. Gründung im Juli 1908, eingetragen im Dez. 1908. Die Gesellschaft hatte die Gewinnung und Verwertung von Nutzholz in Deutsch-Ostafrika, insbesondere in Ost-Usambara zum Zweck. Nach 1914 nur noch Holdinggesellschaft von zwei Pflanzungsbeteiligungen und gehörte zum Interessenkreis der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft. 1939 aufgelöst. Lochentwertet.

Nr. 285 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Deutsche Holzwirtschaftsbank AG
Aktie 100 RM, Nr. 4117
Berlin, Nov. 1931 UNC/EF
Auflage: 7.500. Gründung 1923 als Spezialfinanzierungsinstitut für die Forstwirtschaft unter Fortführung des Betriebes der Genossenschaftsbank des Stralauer Stadtviertels zu Berlin eGmbH. Mehrheitsaktionär war die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt. Seit 1933 in Liquidation. Lochentwertet.

Nr. 286 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Deutsche Hypothekenbank
Aktie 1.000 RM, Nr. 8438
Meiningen, 15.3.1927 EF+
Gründung 1862 in Meiningen als zweitälteste reine Hypothekenbank Deutschlands. Sitzverlegungen 1938 nach Weimar, 1948 nach Bremen, 1989 nach Frankfurt a.M. 1972 Aufnahme der Sächsischen Bodencreditanstalt. 1990 mit der „Pfälzischen Hypothekenbank“ verschmolzen, 2001 bei der Fusion der Hypothekenbank-Töchter der Frankfurter Großbanken schließlich in der Euro-Hypo aufgegangen. Lochentwertet.

Nr. 287 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Deutsche Hypothekenbank (AG)
Aktie 500 RM, Nr. 40230
Berlin, 18.11.1926 EF-
Auflage: 4.000. Gegründet 1872. Noch heute börsennotierte (jetzt in Hannover ansässige) Hypothekenbank. Großaktionär war bis 2004 die BHF-Bank. Nach dem Verkauf der BHF-Bank an Sal. Oppenheim verblieb die Deutsche Hypothekenbank AG bei dem ehemaligen Großaktionär der BHF-Bank, der ING. Der Vorgänger der BHF-Bank, die Berliner Handels-Gesellschaft, begleitete die Deutsche Hypothekenbank praktisch seit ihrer Gründung. Dekorativer Druck von G&D, Faksimile-Unterschrift des berühmten Bankiers Fürstenberg (Berliner Handels-Gesellschaft). Ohne Lochentwertung. Knickfalte.

Nr. 288 Schätzpreis: 700,00 EUR
Startpreis: 350,00 EUR
Deutsche Luftschiffahrts-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1693
Frankfurt a.M., 1.8.1910 EF
Gründeraktie der DELAG, Auflage: 3.000. Gründer waren 260 an der wirtschaftlichen Nutzung der Erfindung des Grafen Zeppelin interessierte Privatpersonen, Firmen und Banken. Das Interesse größerer Städte an diesem neuen Verkehrsmittel zeigte sich z.B. in Gestalt des Frankfurter OB Adickes als AR-Vorsitzender, weitere Mitglieder waren der Essener OB Holle, der Düsseldorfer OB Oehler, Dr. Moenckeberg (Hamburg) und der Kölner OB Wallraf. Erste Hallen standen der Gesellschaft in Frankfurt, Baden, Düsseldorf und Hamburg zur Verfügung. Das erste bei der Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen fertiggestellte Luftschiff „Deutschland“ wurde schon am 28.6.1910 fast völlig zerstört, eine Katastrophe auch für das Image der Gesellschaft. 1912 wurden Fahrten unternommen mit den Luftschiffen „Hansa“, „Viktoria-Louise“ und „Schwaben“ (letzteres am 28.6.1912 bei Düsseldorf völlig zerstört), 1913 kam das Luftschiff „Sachsen“ hinzu. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden die Luftschiffe vom Reich übernommen. Ab August 1919 (gemeinsam mit der Luftschiffbau Zeppelin) wieder regelmäßiger Luftverkehr vom Bodensee nach Berlin zu Versuchs- und Propagandazwecken. Auf 103 Luftreisen wurden 2380 Personen befördert. Der Versailler Vertrag besiegelte das Schicksal der Gesellschaft durch Enteignung der wertvollen Anlagewerte. Die DELAG trat in Liquidation, aus der dann 1936 51,50 RM pro Aktie für die Aktionäre übrig blieben. Mit Faksimile-Unterschrift des Frankfurter OB ADICKES als Aufsichtsratsvorsitzender. Doppelblatt, mit komplettem Kuponbogen. Leichte Knickfalte mittig, sonst tadellose Erhaltung. Kaum mehr als 20-25 Stücke dieser frühesten und bedeutendsten Aktie der deutschen Luftfahrt-Geschichte sind bekannt.

Nr. 289 Schätzpreis: 700,00 EUR
Startpreis: 350,00 EUR
Deutsche Luftschiffhallen-Bau-Gesellschaft “System Ermus” mbH
Anteilschein 1.000 Mark, Nr. 231
Bremen-Berlin, 6.9.1913 EF
Vor 1914 (dem Beginn des 1. Weltkriegs) war der Luftkrieg eine völlig unbekannte Form des Kampfes. Doch zu Beginn des 20. Jh. begannen sich die Streitkräfte für die militärischen Einsatzmöglichkeiten von Luftschiffen und Flugzeugen zu interessieren. Die nun mögliche Überspannung von Zeit und Raum und die aus der Luft bewirkbaren schwersten Zerstörungen ausgewählter Ziele ganz losgelöst vom Frontverlauf veränderten die Kriegsführung vollständig. Diese kurz vor Beginn des 1. Weltkriegs auf Anregung der Luftwaffe gegründete Firma entwickelte mobile Luftschiffhallen, die in kürzester Zeit an jedem Ort einsatzfähig waren. Über ein Stahlskelett aus zusammenklappbaren Elementen wurde eine Dachhaut gezogen. Binnen 10 Minuten, so versprach die Werbung der Firma, war eine solche Luftschiffhalle aufstellbar. Noch bis in die 30er Jahre übrigens waren Luftschiffe in den Streitkräften aller großen Nationen im Einsatz. Dekoratives Stück, Umrandung im Historismus-Stil. Äußerst selten.

Nr. 290 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Deutsche Post AG
1 Stück-Aktie, Muster
Bonn, Nov. 2000 UNC
Zunächst war die 1950 gegründete Deutsche Bundespost ein unmittelbarer Staatsbetrieb. 1994 wurde das Teilsondervermögen der Deutschen Bundespost POSTDIENST auf die neugegründete AG übertragen. 2000 brachte der Bund einen Teil der Aktien an die Börse (was, gelinde gesagt, nur ein sehr mäßiger Erfolg wurde). Sehr dekorativ, Abb. Weltkugel mit Zeitzonen sowie Logos der Teilbereiche Mail, Express, Logistics, Finance. Besonders interessant: Neben den Silhouetten-Porträts von Franz von Taxis (1459-1517) und Heinrich von Stephan (1831-1897) ist auf der Aktie eine Darstellung der Postgeschichte von 1490 bis heute abgedruckt.

Nr. 291 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Deutsche Reichsbank
Anteilschein 100 RM, Nr. 22340
Berlin, 30.9.1939 EF
Die Deutsche Reichsbank, geschaffen durch das Bankgesetz vom 14.3.1875, ging aus der Preußischen Bank hervor, die ursprünglich unter dem Namen Königliche Giro- und Lehnbank in Berlin im Jahre 1765 von Friedrich dem Großen gegründet worden war. Zunächst war die Reichsbank keine Staatsanstalt und ausschließlich im Besitz von Privatkapital. Dennoch war sie keine gewöhnliche Aktiengesellschaft: nicht im Handelsregister eingetragen, sondern durch Gesetz gegründet, die Befugnisse der Generalversammlung waren eingeschränkt. Die Anteilseigner wählten einen Zentralausschuss, der wiederum drei Deputierte bestimmte, die eine fortlaufende Kontrolle über die Verwaltung der Bank zu führen hatten. Leitung und Aufsicht der Bank übte das Reich aus. Diese Funktion beschränkte das Gesetz über die Autonomie der Reichsbank vom 26.5.1922 auf das reine Aufsichtsrecht. Die Leitung stand von da an ausschließlich dem Reichsbankdirektorium zu, dessen Präsident auf Vorschlag des Reichsrats vom Reichspräsidenten auf Lebenszeit ernannt wurde. Diese Autonomie hörte de facto schon vorher, de jure am 30.1.1937 auf, als sich Hitler das Reichsbankdirektorium direkt unterstellte. Bis zuletzt hatte die Bank aber private Anteilseigner, nach 1945 wurden die Reichsbank-Anteilscheine in Bundesbank-Genussscheine umgetauscht. Dekorativer Druck der Reichsdruckerei, zeitgenössische Darstellung des Reichsadlers mit Hakenkreuz im Eichenlaubkranz. Mit Kupons.

Nr. 292 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Deutsche Schiffahrtsbank AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 6980
Bremen, 31.12.1956 EF+
Auflage: 2.000. Gründung 1948 als “Neue Deutsche Schiffspfandbriefbank AG”, 1952 umfirmiert in “Deutsche Schiffahrtsbank AG”. Durch Fusion mit der Deutschen Schiffskreditbank in Duisburg (1978), der Deutschen Schiffspfandbriefbank Berlin/Bremen (1988) und der Deutschen Schiffsbeleihungsbank in Hamburg (1989, zugleich Umfirmierung in Deutsche Schiffsbank AG) kamen alle deutschen Schiffskredit-Spezialinstitute unter ein Dach. Aktionäre sind die Commerzbank und die Dresdner Bank (je 40 % minus 1 Aktie) und die Vereins- und Westbank (20 % plus 2 Aktien). Steuerrad mit Segelschiff im Unterdruck. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 293 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Deutsche Schiffsbeleihungs-Bank AG
4 % Schiffspfandbrief 1.000 RM, Nr. 579
Hamburg, 1.5.1942 EF
Gründung 1918 zur Förderung der deutschen See- und Binnenschifffahrt durch Gewährung von Darlehen. Aktionäre waren zuletzt die Commerzbank, die Hamburgische Landesbank und die Vereins- und Westbank mit je 28,5 % sowie mit kleineren Anteilen M. M. Warburg in Hamburg, Merck, Finck & Co. in München, die Dresdner Bank und die NORD/LB. 1989 Fusion mit der Deutsche Schiffahrtsbank AG in Bremen zur Deutsche Schiffsbank AG. Großes Segelschiff im Unterdruck.

Nr. 294 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Deutsche Spiegelglas-AG
Aktie 200 Thaler, Nr. 4804
Berlin, 16.12.1872 VF
Auflage: 2.000. Gegründet am 5.9.1871 in Berlin zwecks Übernahme der Gebr. Koch’schen Glasfabrik in Grünenplan (bei Braunschweig), später Sitzverlegung nach Kl. Freden (Provinz Hannover), zuletzt 1972 nach Grünenplan über Alfeld (Leine). Über die Gründung entrüstet sich Glagau: “Von dem Actiencapital mit 1 Mio. Thalern wurden zunächst 600.000 Thaler in 50procentigen Interimsscheinen ausgegeben, die Hugo Prinsheim an der Berliner Börse mit 118, also zu einem Course von 136 einführte und welche man bis ca. 145 trieb, was einem Course von 190 entspricht!” Dennoch überlebte die Gesellschaft den Gründerkrach. Neben den Glashütten in Kl. Freden und Grünenplan bestand ein Zweigbetrieb in Neuhaus im Solling, wo Uhrenglas und optisches Glas hergestellt wurden. Eine Spezialität wurden später auch Brillengläser. 1930 wurde von der “Tafel-, Salin- und Spiegelfabriken AG” in Fürth deren Werk Mitterteich erworben. 1975 Umfirmierung in „Deutsche Spezialglas AG“. Mehrheitsaktionär war die Schott Glaswerke in Mainz. Börsennotiz früher in Berlin und Hannover, 2003 wurden die letzten freien Aktionäre ausgesqueezt. Großformatig, feine Zierumrandung. Mit Originalunterschrift des Firmengründers Dr. Koch. Lochentwertet.

Nr. 295 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Deutsche Spiegelglas-AG
Aktie 1.200 Mark, Nr. 6067
Kl.-Freden, Mai 1920 VF+
Aufage: 2.500. Lochentwertet.

Nr. 296 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Deutsche Steinzeug
Cremer & Breuer AG
Aktie 2.000 x 50 DM, Nr. 330001-332000
Frechen, Sept. 1994 UNC/EF
Gründung 1890 in Mannheim unter Übernahme der Fa. Badische Thonröhren- und Steinzeugwarenfabrik vorm. J.F.Espenschied. 1895 Umfirmierung in Dt. Steinzeugwarenfabrik für Canalisation und Chemische Industrie. Weitere Umfirmierungen folgten, bis 1994 obiger Namen eingetragen wurde. Die Gesellschaft gilt in Deutschland als größter Fliesenproduzent und europaweit als führender Anbieter von Objektkeramik und hochwertigem Mosaik. G&D-Druck. Prägesiegel lochentwertet. Mit Kupons.

Nr. 297 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Deutsche Steinzeug- und Kunststoff-warenfabrik Verwaltungs-AG
Aktie 100 DM, Nr. 13552
Mannheim-Friedrichsfeld, Aug. 1975 UNC
Auflage: 75.000. 1863: Gründung der Reinhard’sche Zieglewaarenfabrik. 1876: Umfirmierung in J. F. Espenschied Portland-Cement- und Thonwaarenfabrik Friedrichsfeld. 1890: Umwandlung in die “Badische Thonröhren- und Steinzeugwaarenfabrik AG vorm. J. F. Espenschied”. 1895: Umfirmierung in „Deutsche Steinzeugwaarenfabrik für Canalisation und Chemische Industrie“. 1918: Angliederung der Süddeutsche Steinzeugwerke GmbH, Muggensturm bei Rastatt. 1934: Übernahme von Aktien der Annawerk, Schamotte- und Tonwarenfabrik AG vorm. J.R. Geith, Oeslau. 1945: Hauptwerk zu 25 % zerstört. 1956: Beteiligung an der neugegründeten Dt. Ton- und Steinzeug-Werke AG, Kassel. 1966: Umfirmierung in “Deutsche Steinzeug- und Kunststoffwarenfabrik Verwaltungs-AG”. 1993: Umfirmierung in FRIATEC AG Keramik- und Kunststoffwerke. Seit 1995 auch börsennotiert. Rückseitig stempelentwertet.

Nr. 298 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Deutsche Tafelglas AG (Detag)
Aktie 1.000 RM, Nr. 32648
Fürth (Bayern), 16.6.1932 EF
Auflage: 3.000. Gründung 1899 unter Übernahme der Glasfabrik Weiden AG vorm. Ed. Kupfer, noch im gleichen Jahr Umfirmierung in “Tafel-, Salin- und Spiegelglasfabriken AG”, Fürth (Bay.), 1932 Umfirmierung wie oben. 1927 im Werk Weiden Errichtung einer modernen Ziehanlage System “Fourcault” für Fensterglas. 1929 erlangte der Verein Deutscher Spiegelglasfabriken in Köln die Aktienmehrheit, scheinbar dadurch beeinflußt 1929/30 Verkauf der Glasfabrik Mitterteich an die Deutsche Spiegelglas AG, Grünenplan/Hann. 1932 Ankauf der Glasfabrik Crengeldanz AG in Witten (Ruhr) von der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, welche 1932 ebenso wie die Gewerkschaft Kunzendorfer Werke (Niederlausitz) auf die Deutsche Tafelglas AG verschmolzen wurde. Im gleichen Jahr auch Übernahme der Vopelius’schen und Wentzel’schen Glashütten GmbH, Sulzbach (Saar). 1949 kam zu den drei Werken Fürth, Weiden und Witten aus dem Besitz der SIGLA GmbH, Wernberg (Opf.) eine Fabrik für Sicherheitsglas hinzu. Peu á peu erwarb die ehemalige Bergwerksgesellschaft Dahlbusch in Gelsenkirchen (heute Dahlbusch Verwaltungs-AG) die Aktienmehrheit, an Dahlbusch seinerseits erwarb die britische Pilkington Brothers Ltd. die Majorität. 1970 Übernahme der Deutsche Libbey-Owens-Gesellschaft für maschinelle Glasherstellung AG (DELOG) in Gelsenkirchen und Umfirmierung in “Flachglas AG DELOG-DETAG”. Die Pilkington-Flachglas-Gruppe war nun mit über 40.000 Beschäftigten der Welt größter Glasproduzent. 2000 Umfirmierung in “Pilkington Deutschland AG” und Sitzverlegung nach Gelsenkirchen. Das Spruchstellenverfahren zur Abfindung der wenigen verbliebenen freien Aktionäre zieht sich inzwischen fast 20 Jahre hin. Lochentwertet.

Nr. 299 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Deutsche Telekom AG
1 share à 5 DM, Nr. 1501
Bonn/New York, 4.10.2000 EF
Die Deutsche Telekom entstand 1994/95 durch Ausgründung des Fernmeldebereiches aus der staatseigenen Deutschen Bundespost. Im November 1996 teilprivatisiert. Dekorativer blau/schwarzer Stahlstich, Porträt-Vignetten der vier größten Erfinder in der Telefonie.

Nr. 300 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsche Telekom AG
1 American depositary share, Nr. 112
New York, 25.8.2006 EF
Gültige Aktie!

Nr. 301 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Deutsche Textilvereinigung AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2451
Berlin, 25.10.1920 EF
Gründung 1918. Fabrikation von Säcken und Planen. Großhandel in Jute- und Mischgeweben und Papiersäcken. Seit 1924 Deutsche Textilvereinigung AG Detag, seit 1959 GmbH. Großformatig. Ornamentumrandung. Lochentwertet.

(PDF) Nr. 302 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Deutsche Togogesellschaft
Anteilschein 10.000 Mark, Nr. 5221
Berlin, Juni 1923 EF-
Gründung am 29.12.1902. Eine der größten deutschen Kolonialgesellschaften mit 25 Faktoreien in Togo und Kamerun sowie Beteiligungen an vier weiteren Pflanzungsgesellschaften, die infolge des 1. Weltkrieges verloren gingen. Aufkauf von Landesprodukten, insbesondere Baumwolle, Palmkerne, Palmöl, Kakao, Erdnüssen und Kopra. Hauptsitz in Lomo. 1923 Verbindung mit der Moliwe-Pflanzungs-Gesellschaft, mit der sie 1942 die Togo-Ost GmbH zur Betreibung von Handelsgeschäften in der Ukraine gründete. 1921-28 wurde vorübergehend eine Handelsniederlassung in Kolumbien betrieben. Mit dem Kriegsbeginn 1939 wurden die Faktoreien in Togo beschlagnahmt und unter Zwangsverwaltung gestellt. 1975 wegen Vermögenslosigkeit gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 303 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Deutsche Ton- und Steinzeug-Werke
Aktie 1.000 RM, Nr. 7160
Krauschwitz O.-L., Sept. 1941 EF+
Auflage: 2.500. Gründung 1874 als Deutsche Tonröhren- und Chamottefabrik, ab 1904 wie oben. Herstellung von Steinzeugrohren, säurefestem Steinzeug für die chemische Industrie, Hochspannungs-Isolatoren und Schamottewaren. Werke in Münsterberg (Schles.), Krauschwitz (Lausitz), Muskau, Kassel-Bettenhausen und Bad Freienwalde (Oder). Ab 1922 Interessengemeinschaft mit der Deutsche Steinzeugwarenfabrik in Mannheim-Friedrichsfeld (die dann auch die Aktienmehrheit hielt). Aufgekauft wurden 1923/24 die Technochemie-AG in Berlin-Heinersdorf und 1928 die Keramische Industrie-Bedarfs-AG in Meißen. 1933 fusionsweise Übernahme der Ton- und Steinzeugwerke W. Richter & Cie. AG in Bitterfeld. 1934/37 Sitzverlegung von Berlin nach Krauschwitz bei Muskau O.-L., im gleichen Jahr gemeinsam mit der Mehrheitsaktionärin vollständige Übernahme der “Annawerk” Schamotte- und Tonwarenfabrik AG in Oeslau bei Coburg. Die Werke Krauschwitz und Freienwalde wurden nach vorausgegangener Demontage 1945 landeseigene Betriebe, es verblieb der Ges. nur das Werk in Kassel-Bettenhausen. 1948 Sitzverlegung nach Schwarzenfeld (Opf.), wo in den Räumen der Buchtal AG eine kleine Produktion eingerichtet wurde. 1955 verschmolzen mit der Mehrheitsaktionärin “Deutsche Steinzeugwarenfabrik für Kanalisation und chemische Industrie” in Mannheim-Friedrichsfeld (die heutige FRIATEC). Lochentwertet.

Nr. 304 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Deutsche Werkstätten AG
Aktie 100 RM, Nr. 6506
Hellerau, 17.4.1942 UNC/EF
Auflage: 250. Gründung 1913 zur Weiterführung der 1898 von Karl Schmidt gegründeten und von großen Namen der deutschen Architektur geformten „Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst“ in Hellerau und München mit Niederlassungen in Köln, Hamburg und Berlin. Hergestellt wurden vollständige Wohnungseinrichtungen, auch Bau von Holzhäusern. Eingerichtet wurden Herrschaftshäuser, Villen, Sanatorien, Hotels sowie Passagierdampfer. In der Weltwirtschaftskrise kam der Betrieb 1930 wegen finanzieller Schwierigkeiten zum Erliegen, bei der anschließenden Sanierung wurde 1931 die Sächsische Bank Großaktionär der in Berlin, München und Dresden/Leipzig börsennotierten AG. Nach dem Krieg wurde die Firma geteilt: In Dresden-Hellerau existierte fortan der VEB Deutsche Werkstätten Hellerau und produzierte vor allem Wohn- und Schlafraummöbel (1992 als Deutsche Werkstätten Hellerau GmbH privatisiert), in München setzte die Deutsche Werkstätten München GmbH die eher gehoben-künstlerische Tradition fort. 1998 wurden beide Unternehmen wieder vereint. Lochentwertet.

Nr. 305 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Deutsche Wohnstätten-Hypothekenbank
Aktie 10 x 1.000 RM, Nr. 511-520
Berlin, März 1927 EF/VF
Gegründet am 15.11.1924 durch die Deutsche Wohnstätten-Bank AG, Berlin (die spätere Deutsche Bau- und Bodenbank AG) unter Mitwirkung der Preußischen Landespfandbriefanstalt, Berlin, der Württembergischen Wohnungskreditanstalt, Stuttgart, des Reichsverbandes deutscher Baugenossenschaften e.V., Berlin und des Hauptverbandes deutscher Baugenossenschaften e.V., Berlin. Gemeinnützige Hypothekenbank zur Finanzierung von Wohnungen und den dazugehörigen Versorgungsanlagen. Lochentwertet.

Nr. 306 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Deutsches Reich
3 % Schuldv. 2.000 Mark, Nr. 81886
Berlin, 22.4.1895 EF-
1871 wurde das Deutsche Reich gegründet. Ein Geldsegen war zu Anfang die französische Kriegsentschädigung, mit der man die Schulden des Krieges 1870/71 bis auf einen kleinen Rest tilgte. Als diese Mittel erschöpft waren, wurde am 27.1.1875 das erste Anleihengesetz des Deutschen Reichs erlassen und ab 1877 jedes Jahr eine neue Anleihe aufgelegt. Anleihenzwecke waren Finanzierung des Reichsheeres, der Marine, der Festungen, der Küstenverteidigung, der Post- und Telegraphenverwaltung, der Erwerb der Reichsdruckerei, der Münzreform, des Zollanschlusses von Hamburg und Bremen und die Herstellung des Nord-Ostsee-Kanals. Bis 1885 trugen die Anleihen Zinsen von 4 %, danach nur noch 3,5 %. 1890 erschien die erste mit 3 % verzinsliche Anleihe. Mit der 8. Kriegsanleihe vom März 1918 endete die Schuldenaufnahme des Kaiserreichs. Mit großer Germania-Statue und gekröntem Reichsadler. Äußerst selten angebotene Emission.

Nr. 307 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Deutsches Reich
4 % Schuldv. 1.000 Mark, Nr. 120024
Berlin, 7.5.1909 VF
Mit großer Germania-Statue und gekröntem Reichsadler. Mit Kuponbogen. Nur zwei Stücke wurden im Jahr 2006 in England gefunden.

Nr. 308 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Deutsches Reich
4% Schatzanweisung 5.000 RM, Nr. 14552
Berlin, 13.9.1940 UNC/EF
Sicherheitsdruck der Reichsdruckerei mit großem Reichsadler. Ganz selten angebotener hoher Nennwert.

Nr. 309 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Diamalt AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 36541-60
München, Aug. 1973 EF
Gründung 1911 unter Übernahme der seit 1902 bestehenden „Deutsche Diamalt GmbH“ und der „Bayerische Konserven-Fabrik Ludwig Graf GmbH“. In zwei Fabriken in München und Allach sowie einer Malzfabrik in Pasing erzeugten etwa 500 Mitarbeiter: a) Diamalt Backhilfsmittel und Malzpäparate, b) Suppenwürze, Saucenpräparate (bis 1958), Zuckerwaren, Pralinen und feine Desserts, ab 1949 auch Speiseeispulver, c) Artikel der chemischen, pharmazeutischen und Gärungsindustrie. 1934/35 Erwerb einer weiteren Fabrik in Diemitz bei Halle, wohin bis zur Enteignung die Süßwarenherstellung verlegt war. 1939/40 Kauf einer stillliegenden Malzfabrik in Augsburg, wo 1962/63 nach Modernisierung die gesamte Malzfabrikation konzentriert wurde. Ebenfalls 1939/40 Erwerb der Reichsstadtmühle GmbH in Augsburg (1958/59 auf die Diamalt AG fusioniert). 1952/53 Errichtung einer Fabrik für Backhilfsmittel in Bokhold bei Hamburg. 1968/69 Erwerb der Betriebsabteilung Pharmazell der Aschaffenburger Zellstoffwerke AG. Produzierende Werke besitzt Diamalt nun in Allach, Augsburg, Bokhold und Redenfelden. 1979 verkauft die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank ihre Mehrheitsbeteiligung an die Schering AG, 1984 Eingliederung in die Schering AG mit Aktientausch 4:1. Nach Herauslösung und Übernahme der Sparte Industrie-Chemikalien verkauft Schering 1990 das Restgeschäft an den britischen Finanzinvestor 3i Group. 1991 Umwandlung in eine GmbH. Rückseitig als ungültig abgestempelt. Äußerst selten.

Nr. 310 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Die Blauen Quellen Fritz Meyer & Co. AG
Aktie 50 DM, Nr. 6451
Rhens am Rhein, Sept. 1974 UNC/EF
Auflage: 400. Gründung 1883 als oHG, 1922 Umwandlung in die “Rhenser Mineralbrunnen Fritz Meyer & Co. AG”. Schon damals einer der bedeutendsten deutschen Mineralbrunnen. 1918-25 kamen die noch heute bestehenden Zweigbetriebe Grauhof bei Goslar (Harzer Grauhof-Brunnen), Aumühle (Fürst Bismarck Mineralbrunnen) und Selters a.d.Lahn dazu. Weiter übernommen wurden 1936 die Neue Selterser Mineralquelle AG in Stockhausen (Lahn) und 1991 die Rietenauer Mineralquellen. 2001 Verlegung des Verwaltungssitzes nach Mainz. Im Laufe der Jahrzehnte übernahm der Schweizer Nestlé-Konzern die Mehrheit an der in Frankfurt börsennotierten AG und schluckte sie schließlich 2002 durch “Squeeze-Out” vollständig. Stilisierte Flaschen im Unterdruck. Grüner Druck. Rückseitig entwertet.

Nr. 311 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Dierig Holding AG
Aktie 50 DM, Nr. 39408
Augsburg, Dez. 1983 UNC/EF
Gründung bereits 1805. Firmierte von 1928 bis 1972 unter Christian Dierig AG. Noch heute als größte deutsche Textilgruppe (Garne, Web- und Wirkstoffe, Bett- und Tischwäsche) notiert. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 312 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Diskont und Kredit AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 801
Berlin, März 1935 EF+
Auflage: 1.000. Gründung 1927 in Dresden als “Kreditanstalt für Industrie und Verkehrsmittel AG”, 1929 Sitzverlegung nach Berlin, 1934 Umfirmierung wie oben. Großaktionäre dieses Spezialkreditinstituts waren die Dresdner Bank, die Sächsische Staatsbank und die gewerkschaftseigene Bank der Deutschen Arbeit Lochentwertet.

Nr. 313 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Dommitzscher Tonwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3381
Dommitzsch a. Elbe, 19.7.1928 UNC/EF
Auflage: 300. Gegründet 1882 als Splauer Thonwerke AG, 1883 umbenannt in Vereinigte Splauer und Dommitzscher Thonwerke AG, ab 1905 wie oben. Hergestellt wurden Steinzeugröhren für Kanalisationen und Abwässerungen sowie Schamottesteine. Die Tonwerke wurden 1997 abgerissen. Lochentwertet.

Nr. 314 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Dorstener Eisengießerei und Maschinenfabrik AG
Namensaktie 300 RM, Nr. 25
Hervest-Dorsten, Okt. 1929 EF
Auflage: 354. Gründung 1873, nachdem maßgebende Dorstener Bürger erkannt hatten, daß sich der Ruhrbergbau nach Norden ausdehnen würde. Die Übernahme des alleinigen Herstellungsrechts einer Trockenpresse für Bausteine und Brikettierung von Materialien aller Art wurde 1883 richtungsweisend für die weitere Entwicklung des Unternehmens, hier lag bald der Produktionsschwerpunkt. Ab 1929 auch Fertigung von Zahnrädern und kompletten Getrieben. 1976 Umfirmierung in “Dorstener Maschinenfabrik AG” (bei dieser Firma wäre der Katalogverfasser 1979 beinahe mal Finanzchef geworden). Lochentwertet.

Nr. 315 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Dortmunder Matten- und Läuferfabrik M. Dietrich AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 528
Bochum, 1.1.1927 EF
Auflage: 550. 1926 Gründung als Westfälische Cocos-Mattenfabrik AG, 1927 Firmenänderung wie oben. Hergestellt wurden Läufer, Teppiche, Matten aus Sisal und Kokos. 1964 Umfirmierung in M. Dietrich AG Teppich- und Textilfabrik, 1968 Umwandlung in eine GmbH. Lochentwertet.

Nr. 316 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Dortmunder Ritterbrauerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2090
Dortmund, 20.3.1918 EF-
Auflage: 750. Gründung 1889 als „Dortmunder Brauerei-Gesellschaft vorm. Gebr. Meininghaus und Bömcke AG“ durch Verschmelzung dieser beiden seit 1870 bestehenden Privatbrauereien. Die Brauerei selbst gehörte der “Dortmund Breweries Company Ltd.” in London, die zugleich Alleinaktionärin der Ritterbrauerei war und den gesamten Betrieb an diese verpachtet hatte. 1917 wurde deren Anteil als Feindvermögen liquidiert. Später Fusion mit der Brauhaus Essen AG (1919), der Dortmunder Bürgerbräu AG (1920) und der Brauerei Westfalia GmbH in Lütgendortmund (1921). 1923 Erwerb des Kontingents der Quellenbrauerei GmbH in Schüren. Mit einer Kapazität von 600.000 hl nun eine der großen deutschen Brauereien. Ab 1928 Interessengemeinschaft mit der Glückauf-Brauerei AG in Gelsenkirchen. 1952 Erwerb der Brauerei Westfalia Gebr. Hagedorn & Co. in Münster. 1963 Überschreiten der 1-Mio.-hl-Grenze beim Ausstoß, deshalb ab 1964 Bau einer komplett neuen zweiten Brauerei in Lütgendortmund. Nach dem Krieg war lange Zeit die Dresdner Bank Mehrheitsaktionär. Diesen Anteil übernahm dann die Dortmunder Union-Schultheiss Brauerei AG (heute Brau und Brunnen AG) und gliederte sich die Ritterbrauerei 1994 komplett ein. Lochentwertet.

Nr. 317 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Dortmunder Stifts-Brauerei
Carl Funke AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 3514
Dortmund-Hörde, April 1967 UNC/EF
Auflage: 270. Gründung 1867 als Stiftsbrauerei Eduard Frantzen. 1900 Fusion mit der Wallrabe-Brauerei, danach unzählige Umfirmierungen: 1903 in Stiftsbrauerei AG vormals Ed. Frantzen und Bürgerliches Brauhaus, 1929 in Dortmunder Stifts-Brauerei AG und 1940 in Dortmunder Stifts-Brauerei Carl Funke AG (nachdem 1936 die Stern-Brauerei Carl Funke AG in Essen die Mehrheit übernommen hatte). 1987 übernahm die Kronen Privatbrauerei Dortmund (eine Tochter der Dortmunder Actien-Brauerei, d.h. im Endeffekt über die Binding-Brauerei der Oetker-Konzern) 99,7 % der Aktien. 1999 schließlich Umfirmierung in DBI Dortmunder Beteiligungs- und Immobilien AG, 2000 Sitzverlegung zum Großaktionär IVG nach Bonn. Rückseitig entwertet.

Nr. 318 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Dortmunder Union-Brauerei AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 390
Dortmund, 4.11.1941 EF+
Gründung 1873 unter Übernahme der “Bayerische Bierbrauerei vorm. Wilhelm Struck & Co.” 1890 mit Durchstoßen der 100.000-hl-Marke Aufstieg in den Kreis der Großbrauereien. Übernommen wurden in Dortmund die Gildenbrauerei AG (1917), die Victoriabrauerei AG und die Löwenbrauerei vorm. Peter Overbeck (1920) sowie die Germaniabrauerei AG (1922) nebst der Mülheimer Aktienbrauerei. 1927 wird das markante DUB-Hochhaus direkt neben dem Hauptbahnhof in Betrieb genommen, noch heute das Wahrzeichen der größten Braustätte Deutschlands. 1956 Erwerb der Apollinaris-Brunnen AG. 1963 Übernahme der Germania-Brauerei F. Dieninghoff AG in Münster (Westf.). 1968/70 Übernahme der Schwabenbräu AG in Düsseldorf. Durch die 1972 vollzogene Fusion mit Schultheiss zur Dortmunder Union Schultheiss Brauerei AG begann der Aufstieg zur größten deutschen Getränkegruppe, die 1998 in Brau und Brunnen AG umbenannt wurde. Die mehrheitlich beteiligte Bayerische HypoVereinsbank wurde damit nie recht glücklich und verkaufte 2003 an den größten inländischen Konkurrenten Oetker (Radeberger). Lochentwertet.

Nr. 319 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Dr. Laboschin AG Fabrik
chemisch-pharmazeutischer Präparate
Aktie 100 RM, Nr. 3212
Berlin, April 1930 EF
Auflage: 2.200. Gründung 1897 als „Dr. Laboschin-Hageda AG“. Hergestellt wurden Tabletten, Pillen, Salben, Pflaster, Ampullen, Dragees und medizinische Konfitüren. Börsennotiz Berlin. 1930 Vertrag mit der AG für medizinische Produkte zu Berlin, wobei diese die Warenbestände der Dr. Laboschin AG zum Tageswert übernahm und eine Vergütung von 5-6% des St.- u. VZ-Aktienkapitals pro Jahr zahlte. Lochentwertet.

Nr. 320 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Drägerwerk AG
Sammel-VZ-Aktie 2 x 50 DM, Nr. 36155-156
Lübeck, März 1979 UNC/EF
Gründung 1902 als oHG, 1970 Umwandlung in eine AG. Die Gesellschaft ist weltweit führend in der Medizin-, Atemschutz- und Umweltschutzanalysen-Technik, außerdem werden Produkte für die Luft- und Raumfahrt hergestellt. Entwertet.

Nr. 321 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Dresdener Nähmaschinenzwirn-Fabrik
Namens-Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 46
Dresden, 28.2.1923 EF
Auflage: 150. Gründung 1872 durch Übernahme der Wilh. Eiselt’schen Fabrik. Zweigstellen in Herrnskretschen (Böhmen), Nenzingen und Stockach. Nach 1949 nicht verlagert. Lochentwertet. Eines der wenigen Stücke in tadelloser Erhaltung!

Nr. 322 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Dresdner Bank
Aktie 100 RM, Nr. 130886
Berlin / Frankfurt (Main), Sept. 1952 EF
Schönes großes Dresdner Wappen im Unterdruck. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 323 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Dresdner Bank AG
Sammel-Aktie 100 x 5 DM, Nr. 2007984
Frankfurt a.M., Juni 1995 UNC
Mit Firmenlogo. Rosafarbiger G&D-Druck. Rückseitig entwertet.

Nr. 324 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Dresdner Chromo- & Kunstdruck-Papierfabrik Krause & Baumann AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 24884
Heidenau Bez. Dresden, Nov. 1922 EF
Auflage: 12.000. Gründung 1912. Herstellung von Chromo- u. Kunstdruckpapieren, Kartonpapieren. 1937 durch die Feldmühle AG übernommen. Nach 1949 mit den Heidenauer Papierfabriken AG aufgegangen in den VEB Vereinigten Papierfabriken. Lochentwertet.

Nr. 325 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Dürener Dampfstrassenbahn AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1514
Düren, 1.9.1922 EF
Auflage 1.500. Gründung 1892. Meterspurige Dampfstraßenbahn Düren-Birkesdorf-Merken-Pier-Inden (11,1 km, abschnittweise 1893-1927 eröffnet). 1913/14 Umstellung auf elektrischen Betrieb, 1939 Umfirmierung in Dürener Eisenbahn AG. 1963-65 stillgelegt, 1971 Umwandlung in eine GmbH. Lochentwertet. Doppelblatt. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 326 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Düsseldorfer Baubank
Aktie 1.000 Mark, Nr. 722
Düsseldorf, 1.5.1898 EF-
Auflage: 740. Gründung 1872 als Terraingesellschaft. Außer dem „Palast Hotel Breidenbacher Hof“ gehörten zum Besitztum noch 4500 qm Bauterrains in Düsseldorf. Börsennotiz Düsseldorf. Stark betroffen durch das Vergleichsverfahren der Disch-Hotel und Verkehrs-AG, Frankfurt a.M. sowie durch den Nachlasskonkurs des verstorbenen Großaktionärs Sternberg. Die Gesellschaft wurde 1938 aufgelöst. Dekorative Umrandung, ornamental verziert. Lochentwertet. Vertikale Knickfalte mittig, sonst sehr guter Erhaltungszustand.

Nr. 327 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Düsseldorfer Thon- und Ziegelwerke
Aktie 1.000 Mark, Nr. 679
Düsseldorf, 2.1.1900 EF+
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Gründung am 30.12.1899. Nach Betriebseinstellung der Ziegelei nur noch Verwaltung der eigenen Mietwohnhäuser. Noch heute bestehende AG. Lochentwertet.

Nr. 328 Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
Duisburger Maschinenbau-AG
vormals Bechem & Keetman
Aktie 1.500 Mark, Nr. 1890
Duisburg, 2.1.1900 VF
Auflage: 600. Gründung 1862 durch Theodor Keetman und August Bechem, 1872 Umwandlung in eine AG. Spezialität der Fabrik waren Bergwerksmaschinen (Schrämmmaschinen, Gesteinsbohrmaschinen, Förderkörbe), Walzwerkseinrichtungen und Hebezeuge. 1897 wurde, finanziert durch eine Kapitalerhöhung, ein Tochterunternehmen in Jekaterinoslaw (Rußland) gegründet. Es erwies sich allerdings später als Millionen-Grab und verursachte nach 1900 häufige Dividenden-Ausfälle des Duisburger Stammhauses. 1910 Verschmelzung mit der Benrather Maschinenfabrik zu Benrath (gegr. 1891 als “de Fries & Co. in Düsseldorf) und mit der Märkischen Maschinenbau-Anstalt Ludwig Stuckenholz AG zu Wetter (gegr. 1838) zur Deutsche Maschinenfabrik AG. 1928 Umfirmierung in Maschinenbau-Unternehmungen AG (Muag), nachdem schon 1926 der reine Fabrikationsbetrieb in die Demag AG überführt worden war, ein Gemeinschaftsunternehmen, in das auch die Vereinigten Stahlwerke ihre gesamten Maschinenbau-Interessen einbrachten. 1933 Übernahme der Brückenbaufirma Harkort in Duisburg. 1935 erwarb die Muag die Demag-Aktienmehrheit, beide Unternehmen fusionierten anschließend zur “neuen” Demag”. Zu dieser Zeit produzierten die Werke Duisburg (Walzwerke, hydraulische Pressen, Kompressoren, Bergwerksmaschinen), Benrath (Kran- und Verladeanlagen, Hochöfen, Stahlwerkseinrichtungen, Greifer) und Wetter (Krane, Elektrozüge und Diesellokomotiven). Seit 1974 als Mannesmann-Demag Teil des inzwischen zerschlagenen traditionsreichen Mannesmann-Konzerns gewesen. Hochdekorative Lithographie von O. Gehrke (in der Platte signiert). Kettenglieder in der Umrandung, vier runde Vignetten mit Schlüsseln und Werkzeugen, zwei rechteckige Vignetten mit Zwergen beim Bergbau und in einer Schmiede. Das Stück hat einen interessanten Druckfehler: Für den Rahmen wurde weiter die Druckplatte der 1872er Gründeraktie (Nennwert 500 Thaler) verwendet, deshalb steht bei dieser 1.500-Mark-Aktie in der Umrahmung die Ziffer 500 statt 1.500. Mit Originalunterschriften. Rechte obere Ecke mit minimaler Verletzung. Eine besondere Rarität: Lediglich 5 Stücke wurden von diesem Jahrgang Anfang der 90er Jahre in einem verlassenen Tresor einer Großbank gefunden.

Nr. 329 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Duroplattenwerk AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 76
Berlin, 10.8.1922 EF+
Gründeraktie, Auflage: 5.000. Gründung 1922. Herstellung und Vertrieb von Duroplatten für Schaltgerüste von Hochspannungsanlagen sowie anderen Bauplatten und Artikeln für Bau- und Industriezwecke. Die Beschlagnahme des Werkes 1945 wurde 1948 aufgehoben. 1951 Umwandlung in eine GmbH. Lochentwertet.

Nr. 330 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
E. A. Naether AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3613
Zeitz, 30.1.1920 UNC/EF
Auflage: 300. Gegründet 1910, eine reine Familien-AG. Die älteste und größte Kinderwagen-Fabrik Deutschlands beschäftigte in Spitzenjahren über 2000 Arbeiter. 1943 Umwandlung in eine GmbH, später als “VEB Zekiwa” größter Kinderwagen-Hersteller im gesamten Ostblock. 1990 Umwandlung in die “Zekiwa Kinderwagenfabrik GmbH”, 1998 Konkurs. Die Auffanggesellschaft produziert heute in Doeschwitz. Lochentwertet.

Nr. 331 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
E. Wilke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 890
Berlin, 25.8.1922 UNC/EF
Gründeraktie, Auflage: 1.500. Gründung 1922. Fortführung der Fabrik der Fa. E. Wilke. Herstellung von Holzbearbeitungs-Maschinen und Werkzeugen. Bereits 1928 aufgelöst, 1932 gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 332 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
E. Wunderlich & Comp. AG
Aktie 200 RM, Nr. 6578
Waldenburg-Altwasser i.Schl., 28.5.1925 EF/VF
Auflage 7.000. Gründung 1905. Herstellung von Druckerei-Erzeugnissen, insbesondere von Abziehbildern. Nach 1945 Abwicklung von Westvermögen in Frankfurt a.M. Stück ohne Lochentwertung. Rechter Rand mit kleinen Verletzungen.

Nr. 333 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
East Capital Beteiligungen AG
Sammelaktie 10.000 x 5 DM, Nr. 4
Lorsch, Sept. 1996 UNC/EF
Die Firma wurde 1992 in Lemgo gegründet. 1994 wurde sie umfirmiert von Taurus Beteiligungen AG in East Capital Beteiligungen AG. Im Jahre 1995 wurde der Sitz von Lembgo nach Lorsch verlegt. Das Tätigkeitsgebiet war die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen aller Art an Kapital- und Personengesellschaften. Auch von Wertpapieren und sonstigen Kapitalanlagen in eigenem Namen und für eigene Rechnung, vornehmlich aus dem osteuropäischen Bereich, sowie die zweckgerichtete Beratung in allen wirtschaftlichen Angelegenheiten, insbesondere in Fragen von Investitionen, Desinvestitionen, Rentabilität und Finanzierung. Der Konzern war an folgenden verbundenen bzw. konsolidierten Unternehmen beteiligt: East European Cosultants GmbH, Lorsch (Erwerbsdatum 1997), Bucuresti International Securities (Rumänien), Sofia International Securities, Sofia (Bulgarien), Becker Bräu GmbH (Erwerbsdatum 1998) und Karpaten Beteiligungen AG, Wiesbaden (Erwerbsdatum 1998). Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 334 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
EcoLicht Energiesparende Lichtsysteme
Aktie 5 DM, Nr. B00642
Ostfildern, Juli 1997 UNC
Gültige Aktie! Gründung 1996, bereits ein Jahr später nicht mehr im AG-Handbuch verzeichnet. Originalunterschrift “M. Steinke” als Aufsichtsrats-Vorsitzender. Mit Kupons.

Nr. 335 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Eduard Lingel Schuhfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 995
Erfurt, 28.2.1933 EF
Auflage: 2.200, zuletzt noch 1.800. Gründung 1872, AG seit 1898. Die Fabrik in Erfurt, Landgrafenstr. 1 produzierte mit um die Jahrhundertwende schon fast 2.000 Mitarbeitern zunächst Zeugstiefel, seit 1874 Lederstiefel und später rahmengenähte Herrenschuhwaren aller Art. Spezialität waren Dr. Lahmanns Gesundheitsstiefel. 1920 Übernahme der lokalen Konkurrenten Mella Schuhfabrik und Friedrich Metzler. 1929 Aufbau eines eigenen Vertriebs mit 46 Verkaufsstellen im ganzen Reich. Großaktionär war bei Kriegsende das Bankhaus Adolf Stürcke in Erfurt. 1952 enteignet und als VEB Schuhfabrik Paul Schäfer weitergefügrt, 1990 als Lingel Schuhfabrik GmbH reprivatisiert und bald darauf abgewickelt. Lochentwertet.

Nr. 336 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Eduard Rheinberger AG
Aktie 10.000 RM, Nr. 6
Pirmasens, 2.1.1938 EF+
Auflage: 200. Gegründet bereits 1882, AG seit 1923. Hersteller von Damen- und Herrenschuhen in den Gruppen modisch, Sport, bequem und orthopädisch. Zweigniederlassung in Offenbach. 1950 wurde das Kapital umgestellt von 6 Mio. RM auf 6 Mio. DM. Ungewöhnlich hoher Nennwert (1950 sogar noch auf 30.000 DM umgestellt). Äußerst selten.

Nr. 337 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Egersdörfer Maschinen AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4300
Berlin, März 1922 EF+
Auflage: 1.800. Gründung im Dez. 1921. Maschinenbau und Vertrieb sowie Erwerb und Verwertung von Erfindungen auf dem Gebiet des Maschinenbaus. Haupterzeugnisse: Brennstoffpumpen. 1952 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 338 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Eilenburger Kattun-Manufaktur AG
Aktie 100 RM, Nr. 709
Eilenburg, März 1925 EF-
Auflage: 4.000. Gründung 1872, hervorgegangen aus der Kattundruckerei der Firma Rob. Schwerdtfeger vorm. Degenkolb. Fabrikation von Kattun und ähnlichen Stoffen. Börsennotiz: Berlin. 1935 wurde der Betrieb stillgelegt, das Unternehmen ging in der Zwangsversteigerung am 17.9.1935 in den Besitz der Firma Albert Heynemann in Dresden über. 1936 wurde die Gesellschaft aufgelöst. Lochentwertet.

Nr. 339 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Einbecker Brauhaus AG
Aktie 50 DM, Nr. 22139
Einbeck, Febr. 1972 UNC
Auflage: 19.680. Bereits seit 1794 begründete die Städtische Gemeinschaftsbrauerei den Ruf des Einbecker Bieres, das damals zu den bekanntesten in ganz Deutschland zählte. 1889 Umwandlung in die “Dampfbierbrauerei der Stadt Einbeck AG”. 1921/22 Fusion durch Aktienumtausch 1:1 mit der Hildesheimer Aktienbrauerei (vormals Brauerei Feustel, AG seit 1890) unter deren Namen, seitdem Sitz in Hildesheim. 1967 Umfirmierung in “Einbecker Brauhaus AG” und Rückverlegung des Sitzes nach Einbeck. Zu den Beteiligungen zählen die Städtische Brauerei Goslar GmbH (gegr. 1806, GmbH seit 1918), die Broyhan-Brauerei GmbH in Hildesheim (gegr. 1903, stillgelegt) und die Göttinger Brauhaus AG (gegr. 1889). Großaktionär war die Elbschloß-Brauerei AG in Hamburg, die ihre Beteiligung 1988 an die Dortmunder Union-Schultheiss-Brauerei (heute Brau und Brunnen AG) verkaufte. 1998 ging die Aktienmehrheit dann an eine private Investorengruppe.

Nr. 340 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Eisengiesserei & Schlossfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3744
Velbert, 19.4.1923 EF
Auflage: 5.400. Gründung 1897 zur Übernahme der früheren Fa. Gebr. Judick, die in ihrer mitten in der Stadt liegenden Fabrik Schlösser und Schlüssel, Temperguss sowie Fahrrad- und Automobilzubehör herstellte. 1938 umbenannt in Schloßfabrik-AG vorm. Wilh. Schulte, später “Schloßfabrik Schulte-Schlagbaum AG”. Noch heute bestehender erfolgreicher Betrieb, der Schließ- und Sicherheitssysteme produziert. Seinerzeit in Berlin börsennotiert, heute gehören die gültigen Aktien unter den Nebenwertem zu den gesuchten Raritäten. Lochentwertet.

Nr. 341 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Elbtalwerk Elektrizitäts-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 398
Heidenau, Dez. 1941 EF
Auflage: 1.400. Gründung 1921 zwecks Fortführung der Elbtalwerk Maschinenfabrik GmbH. Hergestellt wurden Elektromotoren, Generatoren, Installationsmaterial, Sirenen, Schleif- und Polier-Maschinen und Pumpen. Nach Enteignung des Heidenauer Werkes verlegte die AG 1951 ihren Sitz nach Frankfurt/Main und startete dort neu mit einer Elektro- und Rundfunkgroßhandlung. 1955 wurde in Wächtersbach eine Fabrik für Trennmaschinen, Kreissägen, Werkbänke und KFZ-Zubehörteile eingerichtet. Seit Anfang der 60er Jahre dann nur noch Verwaltung des Grundstücks Frankfurt, Röderbergweg 21. Das Werk selbst wurde in der DDR 1952 enteignet und als VEB fortgeführt, ab 1995 Elbtalwerk Heidenau GmbH. Firmenname im Art Deko gestaltet.

Nr. 342 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Electricitäts-Werke Liegnitz
Aktie 300 RM, Nr. 14313
Liegnitz, 19.11.1927 EF
Auflage: 2.566. Bei der Gründung 1898 übernahm die Ges. eine der Elektrizitäts-Ges. Felix Singer & Co., Berlin verliehene Konzession für den Betrieb einer Straßenbahn sowie einer Licht- und Kraftstation im schlesischen Liegnitz. Die 13 km lange Straßenbahn mit 20 Motor- und 5 Anhängewagen hatte drei Linien (Ringlinie, Linie nach dem Kirchhof und Linie nach der Jauerstraße bis Dornbusch). 1913 wurde aus Kapazitätsgründen ein neues größeres Kraftwerk am Frauenhaag gebaut, anschließend wurden auch die Kreise Lüben und Guhrau mit Strom versorgt. Börsennotiz Berlin, Großaktionär war die Elektrowerke AG. Lochentwertet.

Nr. 343 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Elektricitätswerk Crottorf AG
Aktie 200 RM, Nr. 14605
Crottorf, Bez. Magdeburg, Sept. 1937 EF
Auflage 15.000. Gründung 1900, Sitz bis 1904 in Köln. Strom-Versorgung des Kreises Oschersleben. Hochinteressantes Detail aus der DDR-Wirtschaftsgeschichte: Rückseitig befindet sich ein Abfindungsvermerk der Sparkasse Oschersleben von 1947! Nur ca. 25 Stücke wurden Anfang 1999 in Privatbesitz gefunden. Mit Abheftlochung.

Nr. 344 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Elektrizitätsverband Weißenfels-Zeitz
4 % Schuld. Lit. B 2.000 Mark, Nr. 302
Kretzschau, 24.4.1914 EF-
Lochentwertet.

Nr. 345 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Elektrizitätswerk Schlesien AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 190579
Breslau, April 1923 EF/VF
Auflage: 4.000. Gründung 1909 als eine der größten Untergesellschaften der Gesfürel, erste Kraftwerke in Kraftborn (früher Tschechnitz) und Mölke. 1927 Stromlieferungsvertrag mit der Elektrowerke AG und Verbindung des Mitteldeutschen Braunkohlenreviers mit dem Niederschlesischen Steinkohlenrevier durch eine 100 kV-Fernleitung. 1922/31 Fusion mit der Niederschlesische Elektrizitäts- und Kleinbahn AG in Waldenburg. Zuletzt wurden 1 Mio. Einwohner Mittelschlesiens in 654 Gemeinden versorgt (das Hochspannungsleitungsnetz war 2.500 km lang), außerdem Betrieb der Straßenbahn in Waldenburg (3 Linien, 24 km Gesamtlänge, 40 Motorwagen). Nicht entwertet! Mit Kupons ab Nr. 34.

Nr. 346 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Elsaessisch-Badische Wollfabriken AG
Aktie 100 RM, Nr. 7491
Berlin, 10.8.1927 EF
Auflage: 2.500. Gründung 1899, Sitz bis 1903 in Straßburg-Ruprechtsau, bis 1917 in Kehl und bis 1923 in Forst (Lausitz). Betrieb einer Spinnerei und Weberei in Forst. Börsennotiz Berlin und Frankfurt. 1969 nach Abwicklung gelöscht. Ohne Lochentwertung. Mit Kupons.

Nr. 347 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Elsflether Werft AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 1403
Elsfleth, Okt. 1978 UNC/EF
Auflage: 2.380. Gegründet wurde die zwischen dem Elsflether Tidehafen und der alten Weser gelegene Werft 1916 unter Führung des Schiffsbauingenieurs Franz Peuss und der Oldenburger Spar- und Leihbank. Zunächst waren Binnentanker eine besondere Spezialität, im 2. Weltkrieg baute die Werft dann Minensuchboote und Tankschiffe. Nach dem Krieg wurde 1952 wieder der erste Neubau abgeliefert, zuletzt konnten nach ständigen Erweiterungen der Werft Schiffe bis 20.000 tdw gebaut werden. 1994 im großen Werften-Sterben in Konkurs gegangen, aber dennoch nicht ganz am Ende: als Reparaturwerft konnte sich das Unternehmen, nunmehr als GmbH & Co. KG, bis in unsere Tage retten. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 348 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Emil Herminghaus AG
Aktie 200 RM, Nr. 2167
Velbert, 10.3.1927 EF
Auflage 3.375. Gründung 1921 zur Fortführung der Firma Emil Herminghaus Schloßfabrik und Eisengießerei GmbH in Velbert (Kirchstr. 30/32, gegr. 1871) und der Firma Herminghaus & Buchholz, Berlin (gegr. 1885). Produziert wurden Möbel- und Türschlösser, Beschläge sowie Temper- und Grauguss. Börsennotiz seinerzeit in Frankfurt/M., Düsseldorf und Essen. 1958 in eine GmbH umgewandelt. Schöner floraler Unterdruck. Lochentwertet.

Nr. 349 Schätzpreis: 1.300,00 EUR
Startpreis: 650,00 EUR
Ems-Loots-Gesellschaft
Aktie 100 Thaler, Nr. 81
Emden, 1.7.1860 VF
Gründeraktie, Auflage: 150. Die Errichtung der Gesellschaft durch die Handelsvorstände in Emden, Leer und Papenburg brachte jahrzehntelange Bemühungen zum Abschluss, das Lotsenwesen auf der Ems zu ordnen. Durch das Gesetz der damaligen hannoverschen Regierung erhielt die Gesellschaft das alleinige Recht zum Lotsendienst auf der Ems. Alle dort verkehrenden Seeschiffe hatten fortan ein Zwangslotsgeld zu entrichten. Nach Eröffnung des neuen Emder Hafens 1901 erhebliche Erweiterung des Betriebes. Die Hauptversammlung 1947 beschloss die Auflösung der Gesellschaft. Mit Originalunterschriften. Sehr schöne Umrandung. Knickfalten, minimal gebräunt. Überdurchschnittlich guter Erhaltungszustand! Nicht entwertet. Äußerst selten.

Nr. 350 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Engelhardt-Brauerei AG
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 9948
Berlin, Juni 1920 EF+
Auflage: 1.000. Gründung ca. 1860, AG seit 1907. Zunächst eine kleine Brauerei, die namentlich Caramel-Malzbier herstellte. 1905 Errichtung einer großen neuen Brauerei in Pankow. 1910 Verschmelzung mit der Kaiserbrauerei AG in Charlottenburg. 1916/17 Übernahme der Berliner Stadtbrauerei GmbH und der Gebhardt-Weißbierbrauerei GmbH. 1917 Fusion mit der Victoria-Brauerei AG in Stralau. Damit hatte Engelhardt drei Produktionsstätten in Groß-Berlin. In der Folge wurden im ganzen Reich von Wuppertal über Dortmund und Hamburg bis Königsberg i.Pr. dutzende weiterer Brauereien übernommen. Die beiden Braustätten in Pankow (Thulestraße) und Stralau (Krachtstraße) wurden 1949 enteignet. Die Brauerei in Charlottenburg (Danckelmannstraße) wurde 1983 stillgelegt und die Produktion in die Schultheiss-Brauerei in Kreuzberg verlagert, zugleich Abschluß eines Lohnbrauvertrages mit dem Großaktionär Brau und Brunnen AG. 1990 in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 351 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Erdölgesellschaft Oelerse
Anteilschein 1/3000, Nr. 1260
Hannover, 22.7.1926 EF
Ortsnamen wie Oelerse und Oelheim (beides Ortsteile von Edemissen, nördlich von Peine) bezeugen noch heute einen gigantischen Öl-Boom, der vor 100 Jahren seinen Höhepunkt erreichte. Ausgestellt auf die Gewerkschaft “Glückauf Erika”. Ohne Lochentwertung.

Nr. 352 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Erfordia Maschinenbau-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 16981
Erfurt, 7.9.1923 EF+
Auflage: 20.000. Gründung 1918. Betrieb einer Maschinenfabrik, speziell Herstellung von Sägewerks- undHolzbearbeitungs-Maschinen, Transmissionen, Werkzeugen. 1931 Übernahme der Selp-Werke vorm. Stoll & Elschner AG Leipzig durch Fusion. Ende 1931 Zahlungseinstellung und Zwangsvergleich. Lochentwertet.

Nr. 353 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Erste Posener Gaszählerfabrik AG
Aktie 50 RM, Nr. 654
Posen, 16.4.1943 UNC/EF
Lochentwertet.

Nr. 354 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Erzgebirgischer Steinkohlen-Actien-Verein
Aktie 1.000 Mark, Nr. 5008
Schedewitz bei Zwickau, 12.7.1913 EF
Gründung bereits 1840. Zu den eigenen Tiefbauschächten kamen 1913 die Altgemeinde-Schächte in Bockwa und 1921 die Werke und Grubenfelder der Zwickauer Bürgergewerkschaft und des Zwickauer Steinkohlenbauvereins. Neben Steinkohle wurde auch Benzol, Teer, Sand, Kies und Ton gefördert bzw. hergestellt. Zwischen 1945 und 1946 bestand die Firmenleitung aus sowjetischen Offizieren. 1975 letzte Förderung aus den Zwickauer Gruben. Barockes Liniengeflecht in der Umrandung sowie Feuerkessel und Förderkorb in allen vier Ecken.

Nr. 355 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Escada AG
Aktie 50 DM, Nr. 2126
München, April 1986 UNC
Gründung 1974 als S.R.B. Verwaltungsgesellschaft mbH. 1984 Umfirmierung in Escada AG mit gleichzeitigem Börsengang. Eine Top-Marke im Bereich der Damen-Oberbekleidung (DOB), geschaffen vom noch heute im Vorstand tätigen Wolfgang Ley und seiner früh verstorbenen Frau Margaretha. Der Vertrieb erfolgt über Fachgeschäfte und eigene Boutiquen in der ganzen Welt. Im obersten Preissegment ist ESCADA die weltweit größte Einzelkollektion! Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 356 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Eschweiler Bergwerks-Verein
Aktie 1.000 DM, Nr. 60715
Kohlscheid (Rhld.), Juli 1957 EF
Auflage: 39,800. Der 1834 in Eschweiler-Pumpe im Aachener Revier gegründete EBV galt mit seinerzeit 21 Schächten als bedeutendstes Steinkohlenbergwerk außerhalb des Ruhrgebietes. 1863 Ankauf der Grube Anna, 1873 Fusion mit der Concordia-Hütte, 1907 Fusion mit der Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbau im Wurmrevier, 1910 Erwerb der Eschweiler-Köln-Eisenwerke AG, 1925 Erwerb des Röhrenwalzwerkes der Eschweiler-Ratinger Metallwerke AG. Ab 1913 Interessengemeinschaft mit der luxemburgischen ARBED, die im Laufe der Zeit mit über 95 % der Aktien auch beherrschender Großaktionär wurde. 1956 waren in Betrieb die Gruben Gouley/Laurweg, Maria in Mariadorf, Anna I/II in Alsdorf, Adolf in Merkstein, Emil Mayrisch in Siersdorf bei Jülich sowie die Kokerei Anna und das Kraftwerk Anna in Alsdorf und die Dampfziegelei Streiffeld in Merkstein, außerdem im Werk Aue ein Walzwerk, Rohrwerk und Fittingsfabrik und im Werk Ermag ein Stahlwerk und Rohrwerk.In diesem Jahr fasste der EBV nach mehreren gescheiterten Versuchen in größerem Stil im Ruhrbergbau Fuß, indem er durch Vermittlung der Westfalenbank die über 80 %ige Beteiligung der Wintershall AG an der Bergbau-AG Lothringen mit dem Steinkohlenbergwerk Westfalen übernahm. 1992 wurden die Aachener Bergwerke stillgelegt und das Steinkohlenbergwerk Westfalen auf die Ruhrkohle AG übertragen, die inzwischen über die RAG Immobilien AG über 99 % der EBV-Aktien hält. Zwei kleine Vignetten mit Fördertürmen und rauchenden Schloten. Rückseitig entwertet.

Nr. 357 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
ESCOM AG
Sammelaktie 10 x 5 DM, Nr. 3489
Bochum, April 1995 UNC/EF
1949 Gründung des Foto-Kino-Spezialgeschäfts Hamer-Kompernaß (HAKO) in Gelsenkirchen, 1986 Umwandlung in die HAKO AG. In diese wurde 1993 die ESCOM Computer AG (Erich Schmitt Computer) eingebracht, zugleich Umfirmierung in ESCOM AG. Das Unternehmen bot Produkte aus der Foto-, Film-, Video- und Radio-Elektronik an, einen besonderen Ruf erwarb sich die Firma im PC-Geschäft. Spezielle Computer-Läden ließen das Unternehmen zunächst rasant wachsen, der rapide Preisverfall sorgte jedoch genauso schnell für das Aus. 1996 Anschlußkonkurs. Sehr dekorative Gestaltung mit Abb. eines Computers sowie einer antiken Statue.

Nr. 358 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Essener Aktien-Brauerei Carl Funke Aktie 100 DM, Nr. 4093
Essen, 26.1.1957 EF
Auflage: 1.000, gültige Aktie der heutigen Dom-Brauerei AGGründung 1872 als Actien-Bierbrauerei in Essen a.d. Ruhr. 1898 wird die Mälzerei durch Großfeuer fast völlig zerstört, was aber der Entwicklung zur schließlich größten Brauerei im niederrheinischen Industriebezirk keinen Abbruch tat. 1905 wird mit dem Bergarbeiterkopf mit Sinnspruch “Erst mach Dein’ Sach, dann trink und lach” die erste Schutzmarke eingeführt. Übernommen wurden später die Phönix-Brauerei GmbH in Essen (1931), die Kronen-Brauerei AG in Essen-Borbeck (1932), die Dortmunder Stifts-Brauerei Carl Funke AG (1936). 1939 Erwerb der Aktienmehrheit bei der Dom-Brauerei Carl Funke AG und der Hitdorfer Brauerei AG in Köln-Hitdorf, gleichzeitig Umfirmierung in Essener Aktien-Brauerei Carl Funke AG. 1963 erneute Umfirmierung in Stern-Brauerei Carl Funke AG. 1969 Erwerb der Brauerei zum Schiff J. Peter Wahl GmbH in Kaufbeuren. 1998 Sitzverlegung nach Köln und Umfirmierung in Dom-Brauerei AG. Spezialitäten sind DOM Kölsch und Rats Kölsch. Bis 1934 in Essen, seitdem in Düsseldorf börsennotiert. Mitte 2004 wurde der Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals angezeigt. Mit Stempel von 1963: Firma geändert in “Stern-Brauerei Carl Funke AG”. Mit Erneuerungsschein.

Nr. 359 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Eupen-Malmedyer Lederwerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 22
Malmedy, 10.11.1942 EF
Überdruck auf Part de Fondateur, Verviers 16.8.1923. Gründung 1923 als “Tanneries et Corroieries d’Eupen S.A.”, eingetragen im Handelsregister von Verviers (Belgien). Der Kreis Malmedy geht auf eine in 7. Jh. gegründete reichsunmittelbare Benediktinerabtei zurück; 1815 wurde er Teil des preußischen Regierungsbezirks Aachen. Schon im 19. Jh. werden die “bedeutenden Gerbereien und Sohllederfabriken” sogar im Brockhaus erwähnt. Ende 1941 Anpassung der Satzung an das deutsche Aktiengesetz und Kapitalumstellung von 3,5 Mio. bfrs auf 1,05 Mio. RM (eingeteilt in 10500 Aktien zu 100 RM). Mit aufgestempeltem Hakenkreuz. Eine geschichtlich besonders bedeutsame Spezialität. Abheftlochung.

Nr. 360 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Eutin-Lübecker Eisenbahn-Ges.
Aktie Lit. B 1.200 Mark, Nr. 1146
Eutin, 1.10.1905 VF+
Auflage: ca. 1.000. Gründung 1872. Normalspurige Eisenbahn Eutin-Schwartau-Lübeck (31 km, eröffnet 1873) mit Abzweig Gleschendorf-Ahrensbök (8 km, eröffnet 1886). In Lübeck wurde der Bahnhof der Lübeck-Büchener Bahn mitbenutzt, in Eutin der Preussische Staats-Bahnhof. Seit 1883 in Berlin börsennotiert. Letzte Großaktionäre waren mit 26% der Staat Preußen und mit 44% die Hansestadt Lübeck, 1941 wurde die Bahn verstaatlicht und von der Reichsbahn übernommen (Bareinlösung der noch umlaufenden Aktien zu 105%). Solange die Ges. auf die A-Aktien nicht mind. 3,5 % Dividende verteilte (was nie der Fall war) leisteten die Regierungen von Oldenburg und Lübeck fast die Hälfte von Zinsen und Tilgung der 1882er Anleihe und erhielten dafür jedes Mal Aktien Lit. B. Von diesen wurde zu Anfang ein Bestand à 200 Thaler ohne Datum gefertigt, spätere Jahre wurden mit der 1905er Ausgabe à 1.200 Mark abgegolten, ab 1906 wurden etwa 44 Aktien Lit. B jährlich ausgegeben und aktuell datiert. Lochentwertet. Linker Rand mit leichten Feuchtigkeitsschaden, trotzdem überdurchschnittlich guter Erhaltungszustand!

Nr. 361 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Excelsior Lebensversicherungs-AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 2075
Berlin, 15.1.1929 EF+
Auflage: 1.500. Gründung 1926, eingetragen 1927. Betrieb der Lebensversicherung in allen ihren Arten. 1933 Fusion mit der Eos Deutscher Bestattungs- und Lebensversicherungs-Verein AG und Umbenennung in Eos und Excelsior Deutsche Volks- und Lebensversicherungs-AG mit Sitz in Düsseldorf. 1938 Übernahme der Lebensversicherungsgesellschaft Schwaben V.V. aG Stuttgart. Zweigniederlassungen in Essen und Wuppertal. 1970 Sitzverlegung nach München. Ab 1974 kam sie zur Vereinigten Versicherungsgruppe, die heute zum Allianz-Konzern gehört. Lochentwertet.

Nr. 362 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Excelsior-Fahrrad-Werke
Gebr. Conrad & Patz AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3597
Brandenburg, 1.2.1921 EF
Auflage: 3.500. Gründung 1906. Die Fabrik in der Brandenburger Neustadt (Wilhelmsdorfer Landstr. 43) war damals einer der größten Fahrrad-Hersteller Deutschlands, auch Ersatzteile für die Automobilindustrie wurden produziert. Beschäftigt wurden über 1400 Arbeiter und Beamte. Nach andauernden Verlusten wurde die Fabrikation 1932 eingestellt, danach wurde die in Berlin börsennotierte Gesellschaft abgewickelt. Lochentwertet.

Nr. 363 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
F. Dippe Maschinenfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4157
Schladen am Harz, 9.11.1921 VF
Auflage: 2.500. Gründung: 1899. Fortführung der von Adolf Wittenberg unter der Firma F. Dippe zu Schladen betriebenen Maschinenfabrik, Eisengiesserei und Dampfkesselfabrik. Die Fabrikgebäude bestehen aus einer Dreherei, Schlosserei und Montagehalle, Tischlerei, Formgiesserei und Giesserei, Kesselschmiede und Rohrbiegerei. Außerdem befaßt sich die Fa. mit der Herstellung von kompletten Einrichtungen für die Zucker-,Chemische und Kaliindustrie sowie für die Hüttenindustrie. Ferner Eisenhoch- und Brückenbau. Doppelblatt. Äußerst selten.

Nr. 364 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
F. G. Dittmann AG
Aktie 100 RM, Nr. 4643
Berlin-Wittenau, 14.8.1929 EF+
Auflage: 4.000. Gründung 1922 durch Zusammenschluss der seit 1823 bestehenden Firma F.G. Dittmann und der AG für Elektromobilfabrikation. Bau von elektrischen und Benzinkraftfahrzeugen, Motoren und Kraftwagenteilen. 1929 Fusion mit der Fabrik für Blechemballage O.F.Schaefer Nachf. AG. 1931 Eröffnung des Vergleichsverfahrens und Konkurseröffnung. Lochentwertet.

Nr. 365 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
F. Küppersbusch & Söhne AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 367
Gelsenkirchen, 1.8.1928 EF+
Auflage erst 4400, nach Kapitalherabsetzung 1933 noch 4000. Gründung 1875 als kleine Herdfabrik und Eisengießerei. Schnell stiegen die Umsätze, das Fabrikationsprogramm wurde um Zimmerherde, Gasherde, Großkochanlagen sowie Zentralheizungen und Elektroherde erweitert. Bei Umwandlung in eine AG 1898 wurden in zwei Werken schon 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. 1938 Beteiligung an der schon 1722 gegründeten Carl Gottbill sel. Erben GmbH Mariahütte, einer Herdfabrik im Kreis Trier. Neben der Hoesch AG (27 %) gehörte zu der Zeit der Familie Küppersbusch immer noch ein größeres Aktienpaket. 1944 wurde das Werk I in der Fürstinnenstraße bei einem Bombenangriff total zerstört, das Werk II stark beschädigt. Neben dem Wiederaufbau dann 1954 Übernahme der Ver. Herd- und Ofenfabriken C. Woeste AG, Hamm i.W., 1956 war Küppersbusch mit 3500 Beschäftigten die größte Herdfabrik der Welt. Ab 1953 wurden auch Kühlschränke gebaut, ab 1961 Küchenmöbel und Spülen, später zudem Wasch- und Geschirrspülmaschinen. Gleichzeitig baute die AEG ihre Beteiligung immer weiter aus und hielt Mitte der 70er Jahre über 95 % der Aktien. Während des Niedergangs der AEG wurde 1982 auch Küppersbusch zahlungsunfähig. Ab 1986 übernahmen Mitglieder der Familie Vaillant fast alle Aktien des bis heute erfolgreichen Herstellers von Wärmetechnik, Hausgeräten und Großküchentechnik. Vier Vignetten mit Innen- und Außenansichten des Werkes, Firmensignet in allen vier Ecken. Lochentwertet.

Nr. 366 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA
Sammelaktie 200 x 50 DM, Nr. 702
Schweinfurt, Nov. 1985 EF/VF
1909 erwarb die Firma Schäfer & Cie. die Erste Automatische Gußstahlkugelfabrik, vorm. Friedrich Fischer AG und fusionierte mit ihrem eigenen Kugellagerwerk. 1978 Umwandlung in eine KG, 1983 in KGaA, ab 1993 AG. Gefertigt werden Serien- und Spezial-Wälzlager für die internationale Automobil- und Luftfahrtindustrie und den Maschinenbau. 2001 mußte sich Kugelfischer nach einem erbitterten Übernahmekampf dem Konkurrenten INA-Wälzlager aus Herzogenaurach ergeben. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 367 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Falkensteiner Gardinen-Weberei und Bleicherei
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 114
Falkenstein i.V., 1.4.1920 EF+
Auflage: 300. Gründung 1889 mit einem Aktienkapital von 1 Mio M. Hersteller von Tüllgardinen, Stores, Decken, Borden, Spannstoffen, Bettdecken. 1948 Sitzverlegung nach Neuss/Rhein, 1953 nach Mering bei Augsburg. 1974 Umwandlung in eine GmbH. 1994 Insolvenzverfahren, 1995 Stilllegung. Lochentwertet.

Nr. 368 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Farbenfabriken Bayer AG
Aktie 100 DM, Nr. 2388163
Leverkusen, März 1965 UNC
Gründung 1863 in Elberfeld und Barmen, seit 1881 AG, 1912 Sitzverlegung nach Leverkusen. Bereits seit 1904 bestand eine Interessengemeinschaft mit Gewinnausgleich unter den wichtigen Farbenfabriken, die 1916 wesentlich erweitert wurde. Die diesbezüglichen Verträge hatten eine Laufzeit bis 1999! Im Jahr 1925 schlossen sich die Großchemieunternehmen zur „I.G. Farben AG“ zusammen. Zu dieser Zeit erstreckten sich die Bayer-Fabriken über 430 ha, beschäftigt wurden über 8.000 Mitarbeiter. 1951 Neugründung der Farbenfabriken Bayer AG, 1972 Umfirmierung in Bayer AG. Schöner G&D-Druck mit altem Firmen-Signet und modernem Bayer-Kreuz. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 369 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Farbenwerke Friedr. & Carl Hessel AG
Genußrechtsurkunde 100 RM, Nr. 268
Nerchau, 1.4.1926 UNC/EF
Uraltes, bereits 1834 gegründetes Unternehmen; 1891 übertrug Rich. Hessel seine Farbenfabrik an die zu diesem Zweck gegründete AG. Hergestellt wurden Farben für Buntpapier-, Zement- Ledertuch-, Spielwaren-, Tapeten-, Maschinen- und Waggonfabriken, ferner Farben für Kunstmalerei, Signal- und Tarnfarben sowie Lacke. 1945 Verstaatlichung der Farbenwerke Nerchau zur Vereinigten Farben- und Lackfabrik Nerchau (später nur Farbenfabrik Nerchau genannt), 1969 Eingliederung in den Betriebsverband Kali-Chemie Berlin innerhalb des Kombinats Lacke und Farben. 1992 privatisiert an die Deutschen Amphibolinwerke als Werk der Lacufa AG. Gewinnberechtigt bis zum Höchstsatz von 4 %. Lochentwertet.

Nr. 370 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Fehr & Wolff AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1183
Habelschwerdt, Jan. 1929 EF+
Auflage: 300. Gegründet 1871, AG seit 1900. Herstellung von Spanschiebeschachteln für Kleinmetallwaren sowie Formspäne für die Glasindustrie, Korbwaren, Rundstäbe, Schachteln und Kisten für Molkereiprodukte. 1926 Aufnahme der Fabrikation von Duro-Patent-Körben (Gerippe und Boden bestehen aus verzinktem Eisenblech). Lochentwertet.

(PDF) Nr. 371 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Feinmechanik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 111
Schmalkalden, 9.9.1927 EF
Gründeraktie, Auflage: 125. Gründung 1927. Herstellung, Kauf und Verkauf von Erzeugnissen der Feinmechanik, der Elektrotechnik, des Radiowesens. Bereits 1932 wurde das Vergleichsverfahren eröffnet und Konkurs angemeldet. Lochentwertet.

Nr. 372 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Felten & Guilleaume Carlswerk AG
5 % Teilschuldv. 1.000 Mark, Nr. 31826
Köln-Mülheim, 2.1.1922 EF/VF
Auflage: 50.000. Ursprüngliche Gründung 1826 in Köln als Hanfseilerei. 1873 wurde für die Herstellung von Draht, Drahtseilen und Kabeln in Mülheim am Rhein eine Niederlassung errichtet. Dieses Zweigwerk wurde 1899 in einer AG verselbständigt. 1905 Angliederung der Frankfurter Maschinenfabrik der „Elektrizitäts-AG vorm. W. Lahmeyer & Co.“ Bereits 1910 wurde dieses Werk wieder abgestoßen und die alte Firmenbezeichnung wieder angenommen. Großaktionär war lange Zeit der Luxemburger Arbed-Konzern. 1979 erwarb der Philips-Konzern die Mehrheit und firmierte das Unternehmen in PKI Philips Kommunikations Industrie AG um. Unter dem alten Namen wurde für das ursprüngliche Geschäft die Felten & Guilleaume Energietechnik AG 1986 aus der PKI herausgelöst und an die Börse gebracht. Originalunterschriften. Doppelblatt, mit Kupons. Leicht angegilbt.

Nr. 373 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Ferd. Rückforth Nachfolger AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 4992
Stettin, Febr. 1938 EF
Auflage: 2.000. Bereits 1742 als oHG errichtet, 1912 in eine AG umgewandelt. Ursprünglich nur eine Likörfabrik, erlebte das Unternehmen schließlich eines der schillerndsten Schicksale der jüngeren Wirtschaftsgeschichte. Erzeugt wurden im Werk Stettin-Oberwieck Liköre, Weinbrände, Rum, Arrak, Branntweine und Fruchtsäfte. Außerdem war Rückforth Großaktionär aller drei Regionalbrauereien in Stettin sowie bei sieben weiteren Brauereien in Ostpreußen und Schlesien. Börsennotiz Berlin, Frankfurt a.M. und Stettin. 1945 ging fast der gesamte Fabrik- und Beteiligungsbesitz im Osten verloren. 1947 Sitzverlegung von Stettin nach Uslar/Hann. und weiter 1950 nach Siegburg (Rhld.), wo in eigenen Räumen die Weinbrennerei und Likörfabrikation wieder aufgenommen wurde. 1970/78 wurde das angestammte Geschäft ganz aufgegeben. Ab 1980, nach der Sitzverlegung nach Heidelberg, begann eine zunächst glanzvolle und von der Wirtschaftspresse bejubelte zweite Karriere im Bauträgergeschäft, die dann aber 1985 im Konkurs endete. Lochentwertet.

Nr. 374 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Fielmann AG
Vorzugs-Aktie 5 DM, Nr. 14374
Hamburg, Aug. 1994 UNC
Gründung 1982, seit 1994 AG. Dank ihres agressiven Marketings (“keinen Pfennig dazubezahlt”) ist die Optiker-Kette mit einem Marktanteil von fast 20 % Marktführer in Deutschland und kündigte die Expansion auch nach Holland, Großbritannien und Frankreich an. Sehr dekorativ, Darstellung von Linsen, Brillen und optischer Spiegelung. Bei dieser Aktie handelt es sich um das allererste begebene 5 DM - Stück. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 375 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Fittingsfabrik, Stahl- & Eisengiesserei Friedr. Ed. Gerhards AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 779
Vogelsang, 4.3.1910 EF
Auflage: 400. Gründung 1909 in Vogelsang bei Haspe. Kleine Hilfestellung für Nicht-Techniker: Das englische Wort Fittings bezeichnet in der Gasbeleuchtung diejenigen (meist aus Messing gefertigten) Teile, welche die Rohrleitung mit den Lampen bzw. Brennern verbinden, also Brennerkniee, Kugelgelenke, Hähne usw. 1910 Übernahme der in Liquidation getretenen Kunstgiesserei Josefshütte vorm. J.J. Messen GmbH in Aachen. Zweigwerke in Aachen und Seesen. 1926 Sitzverlegung nach Seesen/Harz. Dividenden wurden nie gezahlt, in den 30er Jahren taucht die Gesellschaft nicht mehr in den AG-Handbüchern auf. Sehr dekorativ.

Nr. 376 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Flachswerke Wartheland AG
Namens-Aktie 500 RM, Nr. 1723
Wildschütz (Jarotschin), Juli 1944 UNC/EF
Auflage: 1.500. Gründung 1941 durch 263 Textilunternehmen zur Verarbeitung von Bastfasern. Hintergrund war die verstärkte Nutzung einheimischer Rohstoffe in der Textilindustrie, nachdem kriegsbedingt kaum noch Baumwolle importiert werden konnte. Die Fabrik lag gut 50 km südöstlich von Posen. Lochentwertet.

Nr. 377 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Fleischer-Einkauf AG
Aktie 50 DM, Nr. 21459
Bremen, Juni 1976 UNC
Auflage: 8.000. Gründung 1923 als „Fleischerei AG“. Umfirmiert 1978 in “Fleischer-Einkauf AG Bremen-Oldenburg”, seit 1991 Firma wie oben. Großhandel in Fleischereibedarfsartikeln, Fleischereimaschinen, Lebensmitteln, Fleisch und Fleischwaren. Niederlassungen in Bad Oldesloe, Osnabrück und Oldenburg. Entwertet.

Nr. 378 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Förderungsgem. des Deutschen Landwaren- und Mehlhandels AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 657
Berlin, Aug. 1942 EF
Gründeraktie, Auflage: 3.000. Gründung 1941, eingetragen 1942. Zweck: Übernahme und vorübergehender Betrieb von Landhandlungen, deren Besitzer die Geschäfte kriegsbedingt nicht führen konnten. 1958 aufgelöst, 1962 nach Abwicklung gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 379 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Förster’sche Maschinen- und Armaturen-Fabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 157
Essen, 24.9.1910 EF-
Auflage: 180. Gründung 1908. Fabrikation und Verwertung von Maschinen, Armaturen und Eisenkonstruktionen jeder Art. Spezialität: Bergwerksmaschinen. Infolge Vereinbarung mit der “Flottmann Treuhand” GmbH in Wiesbaden, welche an der Gesellschaft mit 75 % des Kapitals beteiligt war, hatte die Gesellschaft ihre Erzeugung so umgestellt, daß sie nur noch einzelne lohnende Sonderheiten in großen Serien herstellte. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 380 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Ford-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 25256
Köln, März 1941 UNC/EF
Auflage: 16.068. Henry Ford baute 1896 sein erstes Automobil. 1903 gründete er in Detroit die Ford Motor Company. In den 20er Jahren besaß Ford in den USA einen Marktanteil von 50 % und expandierte kräftig in’s Ausland: 1925 wurde in Berlin die Ford Motor Company AG gegründet. Die Fabrik in Berlin-Plötzensee war zunächst ein reines Montagewerk. 1931 ging das noch heute bestehende Werk in Köln in Betrieb, dessen Grundstein Henry Ford persönlich gelegt hatte. 1939 wurde der heutige Firmenname angenommen: Ford-Werke AG. Nennenswerte Kriegsschäden (wen wundert’s?) erlitten ausgerechnet die Ford-Werke natürlich nicht, so daß bereits am 8.5.1945 die Produktion wieder aufgenommen werden konnte. Schon 1953 wurden vor allem dank des legendären Taunus 12 M alle früheren Produktionsrekorde eingestellt. Bis zum Squeeze-Out 2002 in Deutschland auch börsennotiert. Stück ohne Lochentwertung.

Nr. 381 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Ford-Werke AG
Aktie 2.500 DM, Nr. 222
Köln, Juni 1971 UNC
Auflage: 239.000. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 382 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Ford-Werke AG
Aktie 100 DM, Nr. 50410
Köln, Mai 1976 EF+
Auflage unter 5.000: 1976 wurden keine neuen Aktien begeben, sondern - wie auch die Nummernfolge beweist - ein Teil der 1950er Urkunden durch neu gedruckte Stücke ersetzt. Mit Faksimile-Unterschrift der Ford-Legende Robert Lutz. Ohne der sonst üblichen Entwertung durch Abschnitt der rechten unteren Ecke.

Nr. 383 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Fr. Hensel & Haenert AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2586
Halle a. S., 6.2.1923 EF+
Auflage: 2.500. Seit 1820 (zunächst als Seilerei) bestehendes Traditionsunternehmen, AG seit 1911. Betrieb einer Kaffeegroßrösterei und einer Kolonialwaren-Großhandlung in der Kl. Brauhausstraße 24-25. Die AG bestand bis lange in die DDR hinein und fiel erst einer der letzten Verstaatlichungswellen zum Opfer. Lochentwertet.

Nr. 384 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Fränkische Licht- und Kraftversorgung AG
Aktie 100 DM Lit. B, Nr. 15098
Bamberg, Juli 1960 UNC/EF
Gründung 1923 zur Übernahme der gesamten (vorher der AG für Licht- und Kraftversorgung Dresden/München gehörigen) Versorgungsanlagen des Überlandwerkes Bayerisches Vogtland innerhalb der Bezirksämter Naila und Münchberg. 1993 Umfirmierung in Frankenluk AG. Börsennotiz im Freiverkehr München, Großaktionär ist mit 99,21 % die GAH Anlagentechnik AG in Heildelberg. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 385 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Francke Werke AG
Aktie 20 RM, Nr. 17922
Bremen, April 1925 EF
Auflage: 15.000. Gründung 1872 durch Carl Francke, 1875 Verlegung des Werkes in die Bachstraße. 1908 erneut Bau eines größeren Werkes am Seefelde. Hergestellt wurden Maschinen, Apparate, Gasbehälter, Großtankanlagen, Transportanlagen, Hebezeuge, Einrichtungen für Gaswerke, chemische Fabriken und die Mineralöl- und Fettindustrie, außerdem Projektierung von Gas- und Wasserwerken, Kanalisations- und Kläranlagen sowie Instandsetzung von Lokomotivkesseln. Umgewandelt 1921 in eine KGaA, 1925 in eine AG. In der Spitze beschäftigten die Francke-Werke fast 2.000 Leute. 1955 Konkurs. Entwertet durch zwei sternenförmige Löcher.

Nr. 386 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Frankfurter Hypothekenbank
Aktie 1.000 RM, Nr. 7911
Frankfurt a.M., Dez. 1930 EF
Auflage: 2.000. Gründung 1862 durch Frankfurter Bankhäuser als älteste reine Hypothekenbank in Deutschland. Zuletzt als Eurohypo AG Europäische Hypothekenbank der Deutschen Bank in Frankfurt börsennotiert. 2002 mit der Rheinische Hypothekenbank AG (Commerzbank-Tochter) und der Deutsche Hypothekenbank Frankfurt-Hamburg AG (Dresdner Bank) zur - neuen - Eurohypo AG mit Sitz in Frankfurt/Main verschmolzen, die wiederum 2005 von der Commerbank übernommen wurde. Faksimile-Unterschrift von Metzler. Mit Wappenschild in der Umrandung. Lochentwertet.

Nr. 387 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Frankonia AG vormals Albert Frank
Aktie 100 RM, Nr. 27230
Beierfeld i.Sa., Juni 1927 EF+
Auflage: 15.040. Gründung 1914. Hauptsächlich stellte die Firma elektrische Automobilbeleuchtung her. Börsennotiz Berlin. Vignette mit Nachtwächter. Lochentwertet.

Nr. 388 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Franz Rapsch Optische Fabriken AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 62
Rathenow, Aug. 1928 EF+
Auflage: 250. Gründung 1924 zum Fortbetrieb der seit 1886 unter der Firma Franz Rapsch betriebenen optischen Fabrik. Zweigunternehmen: Rapsch Optical Company Ltd. in London. Das drittgrößte Rathenower Unternehmen der optischen Industrie wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört, die verbliebenen Anlagen wurden demontiert. Lochentwertet.

Nr. 389 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Freie Hansestadt Bremen
4,5 % Schuldv. 1.000 Mark, Nr. 33963
Bremen, 1.4.1919 VF
Sehr dekorativ verziert. Knickfalten. Mit restlichem Kuponbogen. Dieser Nennwert erstmals angeboten.

Nr. 390 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Freie und Hansestadt Hamburg
3,5 % Schuldv. 1.000 Mark, Nr. 13410
April 1891 EF-
Teil einer Anleihe über 50 Mio. Mark. Mit Kupons ab Nr. 6.

Nr. 391 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Freiherrlich von Tucher’sche Brauerei
Aktie 1.000 Mark, Nr. 17223
Nürnberg, 6.7.1923 EF/VF
Auflage: 20.000. Als die Reichsstadt Nürnberg 1806 zu Bayern kam, wurde aus dem 1672 erbauten Städtischen Weizenbräuhaus das „Königliche Brauhaus“. 1855 ging die königliche Brauerei in der Langen Gasse 25-34 in den Besitz der Freiherren von Tucher über, die sie 1898 in eine zu diesem Zweck gegründete AG einbrachten. 1966 Verschmelzung mit der Brauhaus Nürnberg J. G. Reif AG zur BRAU-AG Nürnberg. 1985 umfirmiert in TUCHER BRÄU AG. Ohne Lochentwertung. Minimalste Verletzung am rechten Rand, sonst tadellos.

Nr. 392 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Freistaat Mecklenburg-Schwerin
8 % Schuldv. 1.000 RM, Nr. 1755
Schwerin i.M., 1.3.1928 EF
Mecklenburg-Schwerin war von 1815-1918 Großherzogtum und von 1918 bis 1934 Freistaat. 1933/34 mit Mecklenburg-Strelitz zum Land Mecklenburg vereinigt. Mit Landeswappen. Mehrfach lochentwertet.

Nr. 393 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Freistaat Mecklenburg-Strelitz
7,5 % Schuldv. 1.000 RM, Nr. 235
Neustrelitz, 31.3.1930 EF+
Auflage: 5.500. Mit Landeswappen. Lochentwertet.

Nr. 394 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Freitaler Kredit-Bank AG
Namensaktie 500 RM, Nr. 489
Freital, Juli 1927 EF+
Auflage: 140. Gründung 1924. Ausführung von Bankgeschäften aller Art zum Zwecke der Förderung der erwerbstätigen Bevölkerung des Plauenschen Grundes, insbesondere die Übernahme von Haftungen und Garantien für Dritte. Die Bank stand in Arbeitsgemeinschaft mit der Girozentrale Sachsen - öffentliche Bankanstalt - Zweigstelle Freital. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 395 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Fried. Krupp AG
4,5 % Teilschuldv. 5.000 RM, Nr. 267
Essen, Sept. 1936 EF/VF
Auflage: 2.300. Erst 1903, als die Krupp’schen Unternehmungen schon fast 100 Jahre bestanden, ließ sich Fräulein Bertha Antoinette Krupp zur Gründung einer AG überreden. Ihr Vater Alfred Krupp (1812-87) misstraute dem Kapitalmarkt. Lieber ließ er sich von Kaiser Wilhelm I., seinem großen Gönner, über dessen Hofbankier Bleichröder eine Anleihe von 30 Mio. Mark vermitteln und verpfändete dafür seinen ganzen persönlichen Besitz. Seine Firma führte er höchst patriarchalisch als Einzel-Unternehmen. Wichtigste Betriebsteile waren die Gussstahlfabrik Essen, die 1905 in Betrieb genommene Friedrich-Alfred-Hütte in Rheinhausen, die Zechen Hannover und Hannibal, die Bergwerke in Essen-Bergeborbeck, die Gewerkschaft Emscher-Lippe sowie die Gewerkschaft Ver. Constantin der Große. 1992 erregte die lange Zeit kränkelnde Fried. Krupp AG Aufsehen, indem sie ziemlich feindlich die Hoesch AG übernahm. Wenige Jahre später ging die Stahl-Fusionswelle noch weiter, indem Thyssen und Hoesch-Krupp zusammengingen. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 396 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Friedr. Anton Köbke & Co. AG
Aktie 100 RM, Nr. 12985
Göppersdorf, 14.8.1930 EF
Auflage: 8.125. Gründung 1908. Spinnerei sowie Herstellung von Wirkwaren (Strümpfe, Handschuhstoffe). 1918 Verschmelzung mit der Baumwollspinnerei J.C. Weissbach & Sohn mbH Flöha. Konkurs 1932. Lochentwertet.

Nr. 397 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Friedrich Töpel AG
VZ-Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 137
Oberpöllnitz bei Triptis, 14.8.1923 EF+
Auflage: 600. Gründung 1877, AG seit 1911. Die ca. 75 Beschäftigten stellten Handharmonikas und Akkordeons her. Lochentwertet.

Nr. 398 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Frister & Rossmann AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 472
Berlin, April 1920 EF/VF
Auflage: 393. Gründung 1864, AG ab 1871als Nähmaschinenfabrik vorm. Frister & Rossmann AG. Herstellung und Vertrieb von Näh- und Schreibmaschinen sowie von Fahrrädern. 1925 Übernahme durch Gritzner-Kayser. 1929 Auflösung der Gesellschaft. Der Markenname wurde 1945 nach Großbritanien verkauft. Lochentwertet.

Nr. 399 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Fuchs Petrolub AG Oel + Chemie
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 3401
Mannheim, Jan. 1985 UNC
1931 Gründung der Einzelfirma Rudolf Fuchs, ab 1939 Rudolf Fuchs Mineralölwerk. 1981 Gründung der Schweizerischen Fuchs Petrolub AG, Frauenfeld. 1997 wurden der deutsche und der Schweizer Teil des Konzerns wieder zusammengelegt, 1998 Umfirmierung in Fuchs Petrolub AG, Sitz Mannheim. Einer der weltweit bedeutendsten unabhängigen Schmierstoffanbieter. Mit Firmenlogo. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 400 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
G. Kromschröder AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 1696
Osnabrück, 1.4.1951 EF
Auflage: 2.000. Gründung 1865 durch Georg Kromschröder. Schon vor dem 1. Weltkrieg wurden Zweigwerke in Danzig, Breslau, Stuttgart, Brüssel (Belgien), Barcelona (Spanien), Zwolle (Holland) und Bernal (Argentinien) errichtet. 1916 Umwandlung in eine AG. Eines der weltweit führenden Unternehmen für die Produktion von Gaszählern, Reglern, Meß- und Kontrollgeräten. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Produktion ganz in Osnabrück konzentriert. Kleines Firmensignet im Unterdruck. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 401 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
G. Sauerbrey Maschinenfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 5106
Staßfurt, Sept. 1940 EF+
Auflage: 250. Gründung 1907 unter Übernahme der schon lange bestehenden Sauerbrey’schen Maschinenfabrik, zugleich wurde die Dampfkesselfabrik und Apparatebauanstalt von A. Großpietsch in Staßfurt übernommen. Herstellung maschineller Einrichtungen für die chemische Großindustrie und den Kalibergbau. Bis 1934 in Berlin börsennotiert. Ab 1945 zunächst Teil einer sowjetischen AG, 1946 in Landeseigentum überführt, später als “VEB Chemieanlagenbau” weitergeführt, heute Chemieanlagenbau Stassfurt AG. Lochentwertet.

Nr. 402 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
G. Vester AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 559
Halle a.S., 1.5.1923 EF+
Auflage: 4.000. Gründung 1922 zwecks Führung eines Speditionsgeschäftes, insbesondere die Fortführung des von der G. Vester GmbH in Halle betriebenen Transportunternehmens. Lochentwertet.

Nr. 403 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten
Namensaktie Lit. E 1.000 RM, Nr. 777
Berlin, 1937 UNC/EF
Auflage: 6.000. Gründung 1918 in Berlin, Sitzverlegungen 1935 nach Weimar und 1949 nach Essen (unter Beibehaltung der Hauptverwaltung in Berlin und Frankfurt/Main). Die GAGFAH verwaltet heute über 70.000 eigene und über 30.000 fremde Wohnungen. Großaktionär ist mit 99,8 % die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). Lochentwertet.

Nr. 404 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Garny AG
Sammelaktie 10 x 50 DM, Nr. 1297
Mörfelden-Walldorf, Juni 1984 UNC/EF
Die AG geht auf den 1813 durch Johann Georg Garny in Frankfurt a.M. gegründeten Schlossereibetrieb für Kassenschrank-Fabrikation zurück. Die Firma war die erste deutsche Kassenschrankfabrik überhaupt und entwickelte sich zu einem der größten Geldschrank- und Tresorhersteller. 1937 Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft, 1938 Einweihung eines neuen Werkes in Niedrrad. 1972 wurde der Betrieb nach Mörfelden verlegt. 1984 Umwandlung in die Garny AG und Börsengang. Garny stellt jetzt neben Geldschränken und Tresoren auch Einrichtungssysteme für Banken und elektronische Bargeld- und Sicherheitssysteme her. 1998 Übertragung des operativen Geschäfts auf die schwedische Gunnebo-Gruppe bzw. den neuen Großaktionär De La Rue, zugleich Umfirmierung in IMW Immobilien AG. Noch heute börsennotiert. Rückseitig entwertet.

Nr. 405 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gas-Anstalt Kaiserslautern
Namens-Aktie 3.000 Mark, Nr. 11639
Kaiserslautern, 16.4.1923 EF/VF
Auflage: 5.400. Gründung 1858. Erzeugt wurde Gas für Beleuchtung und Heizung, das in Vertikalkammeröfen aus Kohle gewonnen wurde. Die anfallenden Nebenprodukte (Koks, Teer, Ammoniakwasser) konnten ebenfalls ertragreich verkauft werden. 1936 auch Errichtung einer Benzarbon-Benzol-Gewinnungsanlage. 1945 wurde das “neue” Gaswerk in der heutigen Brandenburger Straße bei Bombenangriffen zerstört; seitdem wird zur Versorgung der Kunden Ferngas bezogen. Noch heute in Frankfurt börsennotiertes Energieversorgungs-Unternehmen. Lochentwertet.

Nr. 406 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gaswerk Weisswasser O.-L. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 292
Bremen, Dez. 1920 EF+
Auflage: 800. Gegründet am 16.9.1901. Gasversorger. Betriebseröffnung des Gaswerks in Weißwasser im Januar 1902. Die Stadt Weißwasser hielt die Aktienmehrheit. 1953 von Amts wegen gelöscht (Amtsgericht Bremen). Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 407 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gebauer-Schwetschke Druckerei und Verlag AG
Aktie 100 RM, Nr. 82
Halle a. S., Nov. 1925 EF+
Auflage: 208. Die Gebauer-Schwetschke Druckerei und Verlag mbH hatte 1923 das von ihrer Firma seit 1733 betriebene Geschäft in die AG eingebracht. Tätigkeit: Vertragsdruckerei der Deutschen Reichsbahn, Fahrplandrucksachen, Schulbücher, Kataloge u.ä. 1936 umbenannt in Gebauer-Schwetschke Buchdruckerei AG. Lochentwertet.

Nr. 408 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gebhard & Co. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2209
Vohwinkel, 19.11.1921 EF
Gründung der AG 1907 unter Übernahme der schon seit 1797 bestehenden Firma Gebhard & Co. (einer Seidenweberei, Färberei und Appretur in Vohwinkel und Monschau). Dazu übernommen wurden in Krefeld die Mech. Seidenweberei van Biema & Co. (1910) und die Seidenwebereien Wm. Schroeder & Co. AG (1929/35). Nach dem Krieg setzte eine neue Blüte ein und die Firma beschäftigte zeitweise mehr als 2.000 Mitarbeiter, aber 1974 Anschlußkonkurs. Lochentwertet.

Nr. 409 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Gebr. Grumach AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 252
Berlin, Juli 1934 EF+
Auflage: 750. Gegründet 1872, AG seit 1922. Herstellung, Ein- und Verkauf von Web-, Wirk- und Strickwaren, Bekleidungsartikeln, Textilrohstoffen und anderen Textilerzeugnissen. 1939 Firma umbenannt zu Wo tex Woll- und Textilhandels-AG, 1949 rückfirmiert in Gebr. Grumach AG, 1953 Konkursverfahren, 1956 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 410 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gebr. März AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 710
Rosenheim, Dez. 1989 EF+
Gründung der Gesellschaft 1989 durch Umwandlung einer seit 1944 bestehenden KG in Firma “Gebr. März”. Ende der 70er Jahre begann Josef März damit, sich ein Brauerei-Imperium zusammenzukaufen, darunter so renomierte Namen wie die Kulmbacher Actienbrauerei und Henninger-Bräu. Sein Bruder Willi tat es ihm nach und übernahm 1989, ein Jahr nach dem Tod des älteren Bruders, die Hamburger Bavaria-St. Pauli-Brauerei (“Jever”). Damit rückte die verschachtelte Gruppe zum zweitgrößten Bierbrauer der Bundesrepublik auf. 1991 ging sie an die Börse. 1992 erwarb der Konzern ein Drittel am Fleischkonzern Moksel. Der Anfang vom Ende. Bei einer Moksel-Tochter wurden Bilanzfälschungen aufgedeckt, die zu hohen Verlusten führten. Die durch das hohe Expansionstempo angehäuften Schulden wurden zur unerträglichen Last. Der Verkauf fast aller Tochterfirmen und die Übertragung der Unternehmensführung an einen familienfremden Vorstandsvorsitzenden half nichts. Im März 1996 wurde Gebr. März AG zahlungsunfähig. Mit restlichem Kuponbogen. Erstmals angebotener Nennwert.

Nr. 411 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gebr. Voigtmann AG
Aktie 100 RM, Nr. 346
Schwarzenberg i.Sa., 6.4.1925 VF
Auflage: 360. Gründung 1878, AG seit 1923. Betrieb einer Eisengießerei, einer Maschinenfabrik, eines Säge- und Hobelwerkes. Eine reine Familien-AG, Großaktionäre waren die Familien Voigtmann. Lochentwertet. Leichte Verfärbungen, minimal wellig.

Nr. 412 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gebrüder Adt AG
Aktie 100 RM, Nr. 4005
Wächtersbach, Jan. 1933 EF+
Auflage: 862. Gründung 1901 als Gebrüder Adt AG in Forbach (Lothringen) unter Übernahme der 1839-86 errichteten Hartpapier-Fabriken der Gebrüder Adt oHG in Ensheim (Saar), Forbach (Lothr.), Schwarzenacker (Saar), Pont-a-Mousson (Frankreich) und Marienau und der Anlagen sowie des Verteilernetzes der Elektrizitätswerke Bliesschweyen GmbH. Die Expansion verlief sehr erfolgreich, bereits 1860 waren Absatzmärkte auf allen Kontinenten erschlossen. Zum 50. Firmenjubiläum 1889 beschäftigte das Unternehmen über 2500 Arbeiter, die über 6 Mio. Artikel pro Jahr absetzten. Adt bot in seinen Katalogen 10000 verschiedene Artikel an und war mit dieser Angebotsform weltweit einzigartig. 1970/71 Sitzverlegung nach Frankfurt a.M. und Einstieg in’s Bauträgergeschäft, außerdem Alleingesellschafter der Allibert GmbH (Badezimmerausstattungen etc.) und der Adt-Götze GmbH (Rolläden, Markisen). Mehrheitsaktionär war inzwischen die französische Sommer-Allibert S.A. 1985 Vergleich (später wieder aufgehoben), das dafür ursächliche Bauträgergeschäft wurde abgestoßen. Lochentwertet.

Nr. 413 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gebrüder Demmer AG
Aktie 100 RM, Nr. 1862
Eisenach, 20.7.1928 EF-
Auflage: 3.000. Gründung 1868 als oHG, ab 1907 AG. Herstellung, Vertrieb und Veräusserung von Erzeugnissen der Metallindustrie, im besonderen Herstellung und vertrieb von Kochherden, Grosskochanlagen, Schiffskochanlagen. 1931 Vergleichsverfaheren, Sanierung erfolgte. Lochentwertet.

Nr. 414 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gebrüder Goedhart AG
Aktie 100 RM, Nr. 5291
Berlin, Dez. 1941 EF+
Auflage: 1.000. Gründung 1906 in Düsseldorf. Eingebracht wurde die Firma Bauunternehmung Gebrüder Goedhart GmbH in Düsseldorf mit Zweigniederlassungen in Wilhelmshaven, Danzig und Kiel. Die Ges., die früher fast ausschließlich Baggerarbeiten auf See und in Flußmündungen im In- und Ausland sowohl im Interesse der Kriegs- als auch der Handelsflotte durchführte, nahm Ende 1918 auch den Schiffbaubetrieb auf und dehnte 1919 ihr Betätigungsfeld auf die Herstellung und den Vertrieb von Torf aus, welcher Betriebszweig aber nach kurzer Zeit wieder aufgegeben wurde. Der Werftbetrieb wurde 1927 stillgelegt, die Grundstücke des Travewerks verkauft. 1940 Sitzverlegung nach Berlin. Großaktionär (1943): Schantung Handels-AG, Berlin. 1948 verlagert nach Lübeck, 1962 nach West-Berlin, 1965 nach München, 1970 aufgelöst, 1979 Fortsetzung der Gesellschaft, 1981 verlagert nach Hamburg. 1998 Gebrüder Goedhart Beteiligungs- und Handels-AG, Hamburg. Lochentwertet.

Nr. 415 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Gebrüder Grossmann AG
Aktie 500 RM, Nr. 400
Brombach, Amt Lörrach, 25.4.1927 EF
Auflage: 4.100. Gründung 1834, AG seit 1916. Betrieb einer Weberei für alle Arten von Bekleidungsstoffen und Bettwäsche. Börsennotiz Berlin. 1931 nach Verlust des Kapitals gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 416 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Gebrüder Haebler AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 81
Zittau i/Sa., Juni 1942 EF+
Auflage: 1.500. Die mechanische Weberei in der Gablerstr. 36 wurde 1893 von Robert Haebler gegründet. 1916 Umwandlung in die “A. Nachod & Haebler AG”. Dieser zu wenig arische Firmenname wurde 1941 wie oben geändert. Die Weberei, die hauptsächlich kunstseidene und zellwollene Futter- und Kleiderstoffe produzierte, wurde nach 1945 enteignet. Die AG selbst verlegte 1980 zwecks Liquidierung des Westvermögens ihren Sitz nach Hamburg. Lochentwertet.

Nr. 417 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gebrüder Sachsenberg AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 48
Rosslau a. Elbe, 7.9.1934 EF+
Auflage: 460. Gründung 1844 als OHG, seit 1908 AG. Schiffswerft für Fluss- und Küstenfahrzeuge, Schnellboote, Schwimmbagger. Außerdem Herstellung von Land- und Schiffskesseln sowie Maschinen für die Spiritus- und Hefe-Erzeugung. Die heutige Roßlauer Schiffswerft GmbH ist eine direkte Nachfolgerin der 1866 gegründeten Schiffswerft Gebr. Sachsenberg. Seit 1994 erfolgte eine Umstrukturierung der Werft vom reinen Schiffbau in eine stahl- und maschinenbauorientierte Fertigung. Lochentwertet.

Nr. 418 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Gebrüder Stollwerck AG
Aktie 100 RM, Nr. 9277
Köln, Sept. 1932 EF+
Auflage: 10.000, kpl. Aktienneudruck. 1839 eröffnet Franz Stollwerck in Köln eine Fabrik für Hustenbonbons und macht damit ein Vermögen. Ab 1860 werden auch Schokolade, Marzipan und Printen produziert. Nach seinem Tod 1876 führen fünf Söhne die Firma als “Gebrüder Stollwerck” weiter und wandeln sie 1902 in eine AG um. Zweigwerke entstehen in Wien (1873), Berlin (1886), Pressburg/Bratislava (1896), London (1903), Stamford/USA (1905, enteignet 1918) und Kronstadt/Brasov in Siebenbürgen (1922). Die Werke in Berlin und Wien werden 1945 bzw. 1957 entschädigungslos enteignet. 1971 übernimmt der Schokoladenfabrikant Dr. Hans Imhoff die Aktienmehrheit und macht Stollwerck mit der Übernahme von Waldbaur in Stuttgart und Sprengel in Hannover zum Marktführer bei Schokolade und Keksen. 1991 Übernahme der Thüringer Schokoladenwerk GmbH, der größten Schokoladenfabrik der ehem. DDR, die für 200 Mio. DM modernisiert wird. 1992/93 wird auch in Ungarn und Polen die Marktführerschaft errungen, 1996 Neubau einer großen Fabrik in Prokov bei Moskau. 1997 Übernahme der Traditionsmarke Sarotti vom Nestlé-Konzern. 2003 wird Stollwerck vom Schweizer Schokoladekonzern Barry Callebaut übernommen, 2005 squeeze out der freien Aktionäre und Umwandlung in eine GmbH. Lochentwertet.

Nr. 419 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gebrüder Stollwerck AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 7299
Köln, Mai 1951 EF+
Auflage: 8.000. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 420 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Gelsenkirchener Bergwerks-AG
4 % Teilschuldv. 1.000 Mark, Nr. 16726
Gelsenkirchen, 2.12.1905 EF-
Auflage: 27.000. Gründung 1873 auf Initiative von Emil Kirdorf. Das Unternehmen wuchs, auch durch ständige Übernahmen von Konkurrenten, zum damals größten Montanbetrieb des Ruhrgebiets heran. Auf 11 Zechenanlagen mit 35 Förderschächten und in den Hüttenwerken waren zuletzt rund 30.000 Mann beschäftigt. 1926, bei Gründung der Vereinigten Stahlwerke AG, war die Gelsenkirchener Bergwerks-AG als Dachgesellschaft aller Montanunternehmen des Ruhrgebiets die aufnehmende Gesellschaft. Im Zuge der alliierten Entflechtungsmaßnahmen entstand die „Gelsenberg“ am 18.6.1953 als eigenständige AG wieder, und erneut begann sie in kurzer Folge andere Konkurrenten zu übernehmen. Wegen der immer gewichtiger werdenden Mineralöl-Aktivitäten (u.a. Beteiligung bei ARAL) wurde Gelsenberg schließlich 1974 im Wege des Aktientauschs von der VEBA übernommen - nach fast genau 100 Jahren verschwand das ehedem bedeutendste Montanunternehmen des Ruhrgebiets vom Kurszettel. Mit Kupons ab 1920. Bereits während der Inflationszeit in Frankreich vergessen und später nie zum Umtausch eingereicht. Nur 5 Stücke wurden 1998 in Frankreich gefunden.

Nr. 421 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Gemeinnützige AG für Wohnungsbau
VZ-Namens-Aktie A 100 DM, Nr. 40444
Köln, Sept. 1955 EF
Originalversion. Die 1913 gegr. und bis in unsere Tage in Düsseldorf börsennotierte Wohnungsgesellschaft macht heute mit der Vermietung von 24.600 Wohnungen in 3.200 Häusern einen Jahresumsatz von 180 Mio. EUR. 2001 umbenannt in GAG Immobilien AG. Bei dem 100er Stück datiert 1955 gilt es zwei Varianten zu unterscheiden: Zum einen die Originalversion von 1955, zum anderen eine erst Jahrzehnte später ausgedruckte Neudruck-Version, die in Nuancen (z.B. Angabe der Wertpapier-Kenn-Nummer) abweichend ist. Von dieser alten Version wurden bislang nur 8 Stücke aus Privatbesitz verfügbar. Mit Allonge.

Nr. 422 Schätzpreis: 1.000,00 EUR
Startpreis: 500,00 EUR
Gemeinnützige Baugesellschaft
für Aachen und Burtscheid
Namens-Aktie 1.000 Mark, Nr. 50
Aachen, 15.2.1891 VF+
Gründeraktie, Auflage: 200. Gründung 1891 durch die Stadt Aachen und bekannte Unternehmer der Stadt, umfirmiert 1938 in “Gemeinnützige Baugesellschaft für Aachen AG” und 1941 in “Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für Aachen AG”. Die Aktivitäten kamen erst nach dem 2. Weltkrieg so richtig in Schwung: Besaß die Ges. noch 1954 nur 52 Grundstücke mit 477 Wohnungen, so verfünffachte sich diese Zahl binnen kaum mehr als 10 Jahren bis 1967 auf 248 Grundstücke mit 2.277 Wohnungen. Aktionäre sind heute die Stadt Aachen (60,5 %), die Sparkasse (27,1 %) und diverse der Region besonders verbundene Unternehmen. Sehr hübsche Umrahmung, Faksimile-Unterschriften Carl Delius und Gustav Talbot (große Waggonbaufirma) für den Vorstand. Nicht entwertet. Rarität, Einzelstück beim Einlieferer.

Nr. 423 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Gemeinnützige Baugesellschaft Heidenheim an der Brenz AG
Namens-Aktie 1.000 DM, Nr. 419
Sept. 1951 EF+
Auflage: 1.429. Gründung 1907 durch die Stadt Heidenheim und orstansässige Industriebetriebe. Durch kontinuierliche Neubautätigkeit wurde der Bestand auf zuletzt fast 5.000 Wohnungen ausgedehnt. 1995 Umfirmierung in “Grundstücks- und Baugesellschaft AG Heidenheim”, ab 1996 an der Börse Stuttgart notiert. Große Aktienpakete von ca. 35 % liegen bei der Stadt und bei J. M. Voith, kleinere Pakete hielten früher die Kreissparkasse und die Firma Carl Zeiss. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 424 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Gemeinnützige Bayerische Wohnungsgesellschaft AG
Namens-Aktie 200 DM, Nr. 4235
München, Juni 1971 UNC
Gründung 1936 als Bauträger AG des Bayerischen Handwerks. 1940 Umbenennung in Wohnungsgesellschaft des Bayerisch-Württembergischen Handwerks AG, seit 1943 Name wie oben. Die noch heute börsennotierte GBWAG Bayerische Wohnungs-AG besitzt einen eigenen Immobilienbestand von rd. 8.400 Wohn- und Gewerbeeinheiten schwerpunktmäßig in München. Rückseitig entwertet.

Nr. 425 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gemeinnütziger Bauverein
Namens-Aktie 200 Mark, Nr. 392
Dresden, 15.11.1888 EF
Gründeremission, Auflage: 3.000. Gründung 1886. Die Gesellschaft besaß in Dresden 25 Wohnhäuser in der Friedrich-, Bünau-, Columbus-, Werner-, Riesaer und Krantzstraße. Noch zu DDR-Zeiten in den 50er Jahren wurden Geschäftsberichte herausgegeben und Hauptversammlungen abgehalten. Original signiert u.a. von Richard Mühlhaus für den Vorstand und von dem Bankier Albert Kuntze als Aufsichtsratsvorsitzender. Lochentwertet. Doppelblatt. Eingetragen auf den Dr. phil. Friedr. von Heyden, Dresden.

Nr. 426 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Generatorkraft AG für Tankholz und andere Generatorkraftstoffe
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 1455
Berlin, 8.10.1941 EF
Auflage: 3.100. Gegründet 1940 im Rahmen der vielfältigen Bemühungen im Dritten Reich, bei der Energieversorgung autark zu werden. Die AG forcierte den Einsatz von Holz, Kohle und Torf für die Energiegewinnung. Neben dem Staatssekretär und anderen Offiziellen aus dem Reichsministerium für Bewaffnung und Munition finden sich im Aufsichtsrat weitere illustre Namen, so z.B. der Bremer Automobilfabrikant Carl F. W. Borgward und Hugo Stinnes. 1954 Sitzverlegung nach Frankfurt/Main, 1955 aufgelöst. Lochentwertet.

Nr. 427 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Georg Fromberg & Co. AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 540
Berlin, März 1936 EF+
Auflage: 800. Gründung 1924 als Heimbank AG (als landwirtschaftliches Zentralbank-Institut anerkannt). Großaktionäre waren die Seehandlung (Preuß. Staatsbank) und die Preuß. Zentralgenossenschaftskasse. 1936 Übernahme des 1877 gegründeten Bankhauses Georg Fromberg & Co. und Verlagerung des geschäftlichen Schwerpunkts vom landw. Siedlungs- auf das private Kundengeschäft, zugleich wie oben umbenannt. 1938 Übernahme der Geschäfte der Berliner Bankfirma Salomon & Oppenheim (ohne Zweifel eine sog. “Arisierung”). 1948 Sitzverlegung nach Düsseldorf, 1962 in Abwicklung getreten und 1964 gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 428 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Geraer Strickgarnfabrik
Gebrüder Feistkorn AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 7819
Gera , 6.4.1929 EF+
Auflage: 500. Betrieb der im Jahr 1880 gegründeten Strickgarnfabrik, AG seit 1910. Herstellung von Garnen aller Art, vor allem wollener Handstrickgarne und Maschinenstrickgarne. Börsennotiz: Leipzig/Dresden. 1946 enteignet. 1951 Sitzverlegung nach München (Verwaltungssitz: Niederreuth Post Dietramszell, Obb.), Börsennotiz danach im Freiverkehr Berlin. 1967 Auflösung der Beteiligungen an der KG Textilwerk Kahnes in Kusel und der Geraer Strickgarnfabrik GmbH, Delmenhorst (aus denen immerhin regelmäßig zweistellige Dividenden erwirtschaftet werden konnten), seit 1968 in Liquidation, 1973 erloschen. Lochentwertet.

Nr. 429 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Gerber & Müller Schuhfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 3041
Lössnitz i. Erzgeb., 8.7.1930 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 6.000. Gegründet 1930. Kurzlebige Gesellschaft, da bereits im Dezember 1931 die Zahlungen eingestellt und das Vergleichsverfahren eröffnet wurde. Die unter der Marke Peri produzierten Kinderschuhe waren ein Flop. Trotzdem gingen die Aktionäre nicht leer aus, ca. 40% der Konkursmasse wurden bedient. Hübscher Sicherheitsdruck mit dekorativem Firmenemblem “Marke Peri”. Ohne Lochentwertung. Verfärbung am oberen Rand. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 430 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
GERLING-KONZERN
Allgemeine Versicherungs-AG
Namensaktie Reihe K 50 DM, Nr. 71152
Köln, April 1975 EF
Auflage: 72.000. Gründung 1918 als Allgemeine Versicherungs-AG, 1923 wurde dem Firmennamen “Gerling-Konzern” vorangestellt. Im Aufsichtsrat saß seinerzeit alles, was in der rheinischen Wirtschaft Rang und Namen hatte: Abs sen., Clouth, Duisberg, Guilleaume, Hoesch, Mannesmann, Quandt, Schoeller etc. 1936 wurden weitere 18 bis dahin im Gerling-Konzern selbständig arbeitende Versicherungsgesellschaften durch Fusion übernommen. Das Engagement der Firmenpatriarchen Hans Gerling bei der 1974 zusammengebrochenen Herstatt-Bank brachte den damals zweitgrößten deutschen Industrieversicherer ins Wanken. Erst musste Gerling notgedrungen die Deutsche Bank als Anteilseigner mit ins Boot nehmen, kaufte diese Anteile später aber wieder zurück. Nach seinem Tod zerfiel sein Lebenswerk endgültig. 2006 wurde Gerling mit seinen weltweit über 6.000 Mitarbeitern von der Talanx-Gruppe (HDI-Konzern, Hannover) übernommen. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 431 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Gernrode-Harzgeroder
Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie Lit. B 1.000 Mark, Nr. 1407
Ballenstedt, 1.10.1889 EF+
Auflage: 400. Die berühmte Selketalbahn mit der 44 km langen Hauptstrecke Gernrode-Alexisbad-Stiege-Eisfelder Talmühle (dort Anschluß an die Harzquerbahn). Heute unter der Betriebsführung der „Harzer Schmalspurbahnen GmbH“ eine der Touristen-Attraktionen im Harz. Lochentwertet.

Nr. 432 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Gerry Weber International AG
Sammelaktie 100 x 5 DM, Nr. 118262
Halle Westf., Juli 1996 UNC
Gründung 1973 in Halle (Westf.) als Hatex Gerhard Weber KG. 1986 wird der Markenname “Gerry Weber” geschaffen. 1989 Umwandlung in eine AG, 1996 erfolgt der Gang an die Börse. Mit Damenoberbekleidung der Marke “Gerry Weber” und Sportbekleidung der Marke ” werden heute fast 400 Mio. EUR Jahresumsatz erzielt. Der Firmengründer Gerhard Weber, bis heute Vorstandsvorsitzender, ist besonders auch für die Ausrichtung des ITP-Tennisturniers im westfälischen Halle bekannt. Sehr selten. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 433 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Ges. für elektrische Unternehmungen
Aktie 100 RM, Nr. 498923
Berlin, 1.10.1926 EF
Auflage: 100.000. Gründung 1894 auf Initiative der AEG und einiger Großbanken als Holding für weltweit gespannte Interessen auf dem Gebiet elektrischer Bahnen und Beleuchtungsanlagen, die älteste und bedeutendste aller Holdings der deutschen Elektrizitätswirtschaft. Beteiligungen bestanden u.a. an der Elektricitätswerk Südwest AG, Schöneberg, der Neckarwerke AG, Esslingen, der Amperwerke AG, München, der Elektricitätswerk Schlesien AG, Breslau, dem Kraftwerk Laufenburg (Schweiz), der Coblenzer Straßenbahn, der Leipziger Außenbahn AG und der Knorr-Bremse AG, Berlin, außerdem an der AEG, der Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG, der Norddeutsche Kabelwerke AG (alle Berlin) sowie der AGO Flugzeugwerke GmbH, Oschersleben (Bode). Die Beteiligungen wurden überwiegend durch Ausgabe von Anleihen finanziert. 1929 Fusion mit der AG für Gas-, Wasser- und Elektricitäts-Anlagen und der Ludw. Loewe & Co. AG in Berlin, die über bedeutende Werkzeug- und Werkzeugmaschinenfabriken verfügte. 1929-1938 erhielt der Firmenname der Gesfürel deshalb den Zusatz “Ludw. Loewe & Co. AG”. Lochentwertet.

Nr. 434 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gesellschaft für
Linde’s Eismaschinen AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 64951
Wiesbaden, 14.12.1922 EF/VF
Auflage: 60.000. Gegründet 1879 als ältestes Unternehmen der Welt auf dem Gebiet der Kältetechnik (Kälteerzeugung u. -verwendung), Gasverflüssigung u. -zerlegung. Außerdem werden die Lindes’schen Patente u. Verfahren verwertet. 1965 Änderung des Firmennamens von “Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen AG” in “Linde AG”. Heute mit den Arbeitsgebieten Anlagenbau, Fördertechnik, Kältetechnik und technische Gase einer der 30 großen DAX-Werte. Die Fa. zählt einen Mitarbeiterstamm von über 45000. Faksimile-Unterschrift von Dr. Carl von Linde als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Lochentwertet.

Nr. 435 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Getreidebank Anhalt AG
Aktie Ser. A 10.000 Mark, Nr. 4776
Cöthen-Anhalt, 1.6.1923 EF+
Gründeraktie. Gründung durch eine Reihe anhaltinischer Landhandelsfirmen zur Förderung und Finanzierung von Geschäften in landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Übernahme von Treuhandgeschäften für den Getreidehandel. Die Folgen der Hyper-Inflation trafen die Bank mit voller Wucht: Von dem Kapital von 1,515 Mrd. Papiermark blieben nach der Umstellung Anfang 1924 gerade noch 5.000 Goldmark. Eine neue Geschäftsgrundlage ergab sich daraus nicht: Ab 1924 in Liquidation, 1926 gelöscht. Sehr dekorativ, zwei kleine Vignetten mit Götterboten Hermes, dritte Vignette mit Getreideähre. Lochentwertet.

Nr. 436 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Gewerkschaft Bremen
Kux-Schein 1 Kux, Nr. 803
Siegen, 1.3.1952 UNC/EF
Sitz der Gewerkschaft war in Gotha, Verwaltungssitz in Siegen i. Westf. Doppelblatt. Sehr selten.

Nr. 437 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Gewerkschaft Burbach
Kuxschein 1 Kux, Nr. 409
Beendorf, 26.10.1923 EF
Gründung 1888 als Bohrgesellschaft „Gott mit uns“, seit 1896 Gewerkschaft. 4 von 7 Bohrungen in Beendorf bei Helmstedt waren kalifündig, Mächtigkeit der Lager bis 48 m, seit 1900 in Förderung. Über Tage auch Betrieb einer ausgedehnten chemischen Fabrik. Keimzelle der später sehr bedeutenden Burbach-Kaliwerke, vor Jahren vom schärfsten Konkurrenten Kali + Salz aufgekauft. Lochentwertet.

Nr. 438 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Gewerkschaft Burbach
Kuxschein 1 Kux, Nr. 346
Magdeburg, von 1896 EF/VF
Gründerstück. Gründung 1888 als Bohrgesellschaft „Gott mit uns“, seit 1896 Gewerkschaft. 4 von 7 Bohrungen in Beendorf bei Helmstedt waren kalifündig, Mächtigkeit der Lager bis 48 m, seit 1900 in Förderung. Über Tage auch Betrieb einer ausgedehnten chemischen Fabrik. Keimzelle der später sehr bedeutenden Burbach-Kaliwerke, vor Jahren vom schärfsten Konkurrenten Kali + Salz aufgekauft. Originalunterschrift des Konzerngründers Gerhard Korte als Grubenvorstand. Sehr dekoratives, großformatiges Stück mit Elementen des Historismus-Stil. Schnittentwertung geklebt.

Nr. 439 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Gewerkschaft Carolus II
Kuxschein 1 Kux, Nr. 365
Köln, von 1939 EF
Eisenerzbergwerk in den Gemeinden Waldorf, Ripsdorf, Hüngersdorf und Dollendorf im Kreis Schleiden/Eifel. Rückseitig Übertragungsvermerke bis 1955.

Nr. 440 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Gewerkschaft Consolidirte Wenceslaus Grube
5 % Teilschuldv. 2 t Kohle, Nr. 5080
Mölke, Kr. Neurode, Sept. 1923 EF
Auflage: 15.000. Gelegen im Bergrevier Ost-Waldenburg. Betrieb der Grube Wenceslaus sowie der Grubenfelder der Gewerkschaft Mittelsteine. Auf vier Förderschächten wurden mit fast 4.000 Mann Belegschaft ca. 600.000 t Steinkohle jährlich gefördert - fast die Hälfte der Beschäftigten des Steinkohlenbergbaus, dem größten Arbeitgeber in der Grafschaft Glatz, arbeiteten hier. Als die Hausbank, die Darmstädter und Nationalbank, 1929 zu Beginn der Weltwirtschaftskrise zusammenbrach, geriet auch die Cons. Wenceslaus Grube in Konkurs. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 441 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gewerkschaft des consolidierten Salzbergwerks Neu-Stassfurt II
Kuxschein 1 Kux, Nr. 119
Löderburg bei Staßfurt, 2.3.1914 EF
1872 wurde der Bau des ersten Schachtes “Agatheschacht” beschlossen. 1876 wurden wertvolle Lagerstätten mit Steinsalz, Carnalit und Kainit erschlossen. 1882 erbaute man die Fabrik I (Chlorkalium). 1881 wurde der zweite Neustaßfurter Schacht “Hammacher” in Angriff genommen. 1885/86 entstand die Fabrik II (Sulfat). Mit dem Abteufen eines dritten Schachtes wurde 1888 begonnen. Im selben Jahr baute man die Fabrik III (Chlorkalk). Die Fabrik IV (Pottasch) entstand 1892. 1912 wurden die Schachtanlagen I-III wegen Absaufens aufgegeben. 1921 Übernahme der Gewerkschaften Salzbergwerk Neu-Staßfurt I und II durch die Kaliwerke Friedrichshall AG und Umfirmierung in “Kaliwerke Neu-Stassfurt-Friedrichshall AG”. 1925 Erwerb der Gewerkschaft Deutschland und Kaliwerkes Ronnenberg I. 1928 Verschmelzung mit der Rhenania-Kunheim Verein Chem. Fabriken AG und Umfirmierung in “Kali-Chemie AG”. Werke in Sehnde und Ronnenburg (Kalibergwerke), Altona (Pharmazeutika), Brunsbüttelkoog (Rhenania-Phosphat), Heilbronn (Ammoniaksoda), Hönningen (Bariumcarbonat und Superphosphat), Kanne in Berlin-Niederschöneweide (Schwefelsäure), Meggen a.d.Lenne (Schwerspatbergwerk für Werk Hönningen), Oberhausen und Wohlgelegen bei Mannheim (Schwefelsäure), Stolberg (Sulfat und Salzsäure) und Brohl (Phonolith-Steinbrüche). 1928-31 Erwerb der Aktienmehrheit der Arienheller Sprudel AG in Arienheller-Rheinbrohl, der Peroxydwerk Siesel AG in Köln-Dellbrück und der AG Georg Egestorffs Salzwerke. 1930 Erwerb aller Betriebe der in Konkurs gegangenen Heyl-Beringer Farbenfabriken AG mit Werken in Berlin-Charlottenburg, Düsseldorf, Rodenkirchen, Andernach u. Wunsiedel. Hier ist also eine geniale Strategie zu erkennen: Schwächen der Konkurrenz in der Weltwirtschaftskrise nutzte die Kali-Chemie AG ganz gezielt zum Ausbau einer eigenen überragenden Position. 1938 Übernahme der Chemische Fabrik Güstrow AG, der Krause-Medico GmbH in München u. der Kohlensäure-Werk Deutschland AG. Sitzverlegungen 1947 nach Sehnde und 1951 nach Hannover. 1960 Übernahme der Rheinische Kohlensäure-Industrie in Bad Hönningen und der Saline Ludwigshalle AG in Bad Wimpfen sowie Konzentration der Arzneimittelproduktion der Werke Altona und München im neuen Werk Neustadt a. Rübenberge. Heute zum belgischen Solvay-Konzern gehörig, seit 1990 besteht zwischen der Solvay Deutschland GmbH und der in Hannover bis heute börsennotierten Kali-Chemie AG ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Lochentwertet.

Nr. 442 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gewerkschaft Deutschland
Kuxschein 1 Kux, Nr. 5355
Oelsnitz im Erzgebirge, Nov. 1909 EF/VF
1871 erfolgte die Konstituierung der “AG Steinkohlenbauverein Deutschland” mit einem Aktienkapital von 550 000 Talern zur Ausbeute der erworbenen Kohlenfelder von 112 ha als Stammwerk der späteren Gewerkschaft Deutschland. 1872 begann das Abteufen, doch man stieß auf erhebliche Schwierigkeiten: Grubenbrände und starker Gebirgsdruck, Schlagwetter. Ein Brand im Aug. 1888 nahm solchen Umfang an, daß der Schacht I abgesperrt und abgedämmt werden mußte. Es gelang nicht, des Feuers Herr zu werden, die finanziellen Verhältnisse des Werkes waren überfordert. 1889 wurde die AG in die neue Gewerkschaft “Deutschland” überführt. 1919 vereinigt mit dem Steinkohlenbauverein Hohndorf und der Oelsnitzer Bergbaugewerkschaft. Großes Steinkohlenbergwerk im Lugau-Oelsnitzer Revier. 6.000 Mann Belegschaft förderten um die 1 Mio. t Kohle im Jahr auf insgesamt 8 Schächten. Die Kuxenmehrheit lag zuletzt bei der Stadt Leipzig. Das spätere VEB Steinkohlenwerk Deutschland wurde 1960 mit dem VEB Steinkohlenwerk Karl Liebknecht vereinigt. Ende 1967 beschloß der Ministerrat der ehemaligen DDR die schrittweise Einstellung der Steinkohlenförderung im Lugau-Oelsnitzer Revier. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig mehrere Übertragungen bis 1943.

Nr. 443 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gewerkschaft Friedrich
Kuxschein 1 Kux, Nr. 983
Hungen, 27.4.1906 EF
Die Gewerkschaft lag in Trais-Horloff bei Hungen in der Hessischen Bergmeisterei, hatte 2 Schächte und 1 Brikettfabrik. 1922 förderte sie mit 450 Mann Belegschaft täglich 600 t Kohle. 1943 war sie zu 100 % im Besitz der Preussenelektra. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig mehrere Übertragungen bis 1929.

(PDF) Nr. 444 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gewerkschaft Frielendorf
Kuxschein 1 Kux, Nr. 345
Frielendorf (Bez. Kassel), 1.7.1907 EF+
In den Kreisen Ziegenhain und Homberg gelegene Gewerkschaft mit einem 47.000.000 qm großen Grubenfeld. 1921 wurden mit 1400 Mann Belegschaft ca. 415.000 t Braunkohle gefördert und über 19.000 t Briketts hergestellt. 1943 war sie im Besitz der Bubiag Braunkohlen- und Brikett-Industrie Berlin. Ende der 1960er Jahre Einstellung des Abbaus. Aus dem Tagebaurestloch entstand ein Badesee, der sogenannte Silbersee, der heute Touristen anzieht. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig zwei Übertragungen.

Nr. 445 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Gewerkschaft Heidelberg
Kux-Schein 1 Kux, Nr. 613
Siegen, 1.3.1952 UNC/EF
Sitz der Gewerkschaft war in Gotha, Verwaltungssitz in Siegen i. Westf. Es waren Kaolinsand- und Quarzitgruben. Doppelblatt, inwendig übertragen 1970 auf die Basalt-AG, Linz. Sehr selten!

Nr. 446 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Gewerkschaft Ilse
Kux-Schein 1 Kux, Nr. 205
Essen, 5.6.1906 EF+
Die Gewerkschaft beruht auf dem Braun- und Eisensteinbergwerk Bismarck II am Breitenberg im Ruhlaer Forstbezirk. Original signiert von Friedrich Springorum, Generaldirektor der Eisen- und Stahlwerke Hoesch AG, Mitglied des Preußischen Herrenhauses. Ferner Originalsignatur Funke als Vorstandsvorsitzender. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig zwei Übertragungen (1918 auf Herrn C.H. Funke, 1921 auf Rübezahl GmbH).

Nr. 447 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gewerkschaft Ilsenburg
Kuxschein 1 Kux, Nr. 568
Wustrow (Prov. Hannover), 1.9.1910 EF+
Als Gewerkschaft gegründet 1906. Gelegen in den Gemarkungen Wustrow, Blütlingen, Dolgow im Kreis Lüchow. Gefördert wurden Carnalitte und Hartsalze. Gehörte zum Konzern: Neu-Staßfurt-Friedrichshall. Über 50 % der Kuxe waren im Besitz der Bergbaugesellschaft Teutonia. Schöne Umrandung mit Jugendstilelementen. Originalsignaturen. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig drei Übertragungen bis 1918.

Nr. 448 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Gewerkschaft Mechernicher Werke
Kuxschein 1 Kux, Nr. 151
Mechernich, 4.1.1913 EF
Interessante Zierumrandung. Lochentwertet. Rückseitig mehrere Übertragungen bis 1937.

Nr. 449 Schätzpreis: 2.000,00 EUR
Startpreis: 1.000,00 EUR
Gewerkschaft Odinshall
Kuxschein 1 Kux, Nr. 965
Hannover, 14.12.1905 EF-
Gründerstück, Auflage: 1.000. Gründung 1895. Benannt nach Odin (skandinavische Namensform für Wodan), dem höchsten Gott der Germanen. Braun- und Eisensteingrube „Frohe Zuversicht“ am Rumpelsberg im Arlesberger Forstbezirk, Kali-Gerechtsame in den Gemarkungen Colshorn, Heessel, Ahrbeck und Beinhorn bei Lehrte in Hannover. Eine Tiefbohrung bei Colshorn wurde bei 620 m als aussichtslos eingestellt. 1909 wurde die Liquidation beschlossen. Mit Originalunterschrift. Der dekorativste deutsche Kux mit Ansicht des Kaliwerkes, Vignette des Gottes Odin und goldfarbener Umrandung. Doppelblatt. Nur 11 Stücke sind seit Jahrzehnten bekannt, alle bereits im Sammlermarkt verteilt, jetzt aus Sammlungsauflösung wieder verfügbar!

Nr. 450 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Gewerkschaft Schürfglück zu Gotha
Kuxschein 1 Kux, Nr. 278
Bielefeld, 20.6.1906 EF
Die Gewerkschaft bohrte auf Kali in der Gemeinde Rotenkirchen im Solling. Sie wurde auch fündig, errichtete aber kein Bergwerk. Lochentwertet. Eingetragen auf den Berliner Bankier Max Ulrich.

Nr. 451 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gewerkschaft ver. Constantin der Große
Kuxschein 1 Kux, Nr. 3123
Bochum, 20.4.1929 EF+
Ursprung ist die 1849 in Bochum unter Führung von Adolf Hagedorn gegründete altrechtliche Gewerkschaft ver. Constantin der Große. Lehnsträger für die ersten Mutungen Bochum, Appolonia und Joachim wurde Hüttendirektor Johann Dinnendahl. Nachdem das Steinkohlengebirge 1852 erreicht wurde, ging das Bergwerk 1857 in Förderung. Günstige Verhältnisse machten die Zeche zu einer der rentabelsten im ganzen Revier. 1927 erlangte die Fried. Krupp AG die Kuxenmehrheit. Eine bedeutende Vergrößerung erfolgte 1939 mit dem Erwerb der Zeche Mont-Cenis von der Harpener Bergbau-AG. Aktionäre der 1954 im Zuge der Entflechtung gegründeten AG waren nach Abgabe der Mehrheit durch Krupp zu 51 % der Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation und zu 26 % die Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG (Krupp). Originalsignaturen. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig mehrere Übertragungen bis 1939.

Nr. 452 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Gewerkschaft Westfalen
Kuxschein 1 Kux, Nr. 6697
Ahlen, 23.6.1910 EF
Die Bergwerksgesellschaft Westfalen wurde gegründet am 15.6.1902 in Essen. 1911 Sitzverlegung nach Ahlen. Das Bergwerkseigentum lag zwischen den Städten Ahlen und Beckum. Seit 1916 besaß die Bergwerksgesellschaft Georg von Giesche’s Erben in Breslau 80 % der Kuxe. 1927 ging die Kuxenmehrheit auf die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau über. 1951 wurde die Gewerkschaft Westfalen in die Steinkohlenbergwerk Westfalen AG umgewandelt. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig mehrere Übertragungen bis 1927 (auf die Deutsche Bank, Bergwerksges. Georg von Giesche’s Erben und Deutsche Continental-Gas-Ges.).

Nr. 453 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Gewerkschaft Zeche Freudenberg
Kuxschein 1 Kux, Nr. 483
Freudenberg, Kreis Siegen, 10.1.1905 EF
Die Gewerkschaft betrieb den Bergbau auf Zink- und Bleierze. Ab 1908 ruhte der Betrieb. Lochentwertet.

Nr. 454 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Giesecke & Devrient AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 1275
Leipzig, 2.2.1942 EF+
Auflage: 500. Gründung 1852 als KG unter der Firma “Officin für Geld und Werthpapiere” in Leipzig (Stammhaus) und Berlin (dort saßen das Börsengeschäft und damit die großen Kunden), 1931 in eine AG umgewandelt. Beide Betriebsstätten (Berlin C 2, Wallstr. 27 und Leipzig C 1, Nürnberger Str. 12) lagen dann in der sowjetischen Besatzungszone und gingen dem Unternehmen damit verloren (aus dem Leipziger Betrieb wurde der VEB Wertpapierdruck der DDR). 1948 Sitzverlegung nach München, 1958 Umwandlung in eine GmbH. Schon früh hatte sich die Firma auf den Wertpapierdruck spezialisiert, wo sie in Deutschland das mit Abstand bedeutendste und fähigste Unternehmen wurde. Heute ist G&D zudem Technologieführer bei Smart Cards und Systemlösungen für die Bereiche Telekommunikation, elektronischer Zahlungsverkehr, Personenidentifizierung, Gesundheit, Pay TV, Multimedia- und Internetsicherheit. Bis heute im Besitz der Familie. Hochwertiger Stahlstich, eine Meisterleistung in eigener Sache, mit sehr dekorativer Darstellung der Schicksalsgöttin Fortuna mit dem Füllhorn. Lochentwertet. Unter den deutschen Aktien ein absolutes Top-Stück.

Nr. 455 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Girmes-Werke AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 1504
Oedt bei Krefeld, April 1960 UNC/EF
Auflage: 9.500. Gründung 1879, ab 1904 AG. Gehörte zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Herstellung von Samten und Plüschen für Bekleidung und Raumausstattung auf dem europäischen Markt. Mit über 1/2 Mrd. DM Jahresumsatz zuletzt eines der größten Unternehmen der deutschen Textilindustrie. Anfang 1989 nach mehreren vergeblichen Sanierungsversuchen in Konkurs gegangen - bald darauf stritten die Banken (allen voran die Deutsche Bank) und die rd. 7.000 geschädigten Kleinaktionäre um Schuld und Schadenersatz. Firmenlogo mit Weltkugel in der Umrahmung. Rückseitig entwertet.

Nr. 456 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Gladbacher Bank AG von 1922
Namens-Aktie 1.000 DM, Nr. 5420
Mönchengladbach, Jan. 1989 UNC-
Auflage: 870. Gründung 1922 als “Kreisbank Gladbach AG”, 1941 umbenannt in “Kreditbank Gladbach AG”, seit 1985 “Gladbacher Bank AG von 1922”. Noch heute bestehende Universalbank im Verbund der Volksbanken und Raiffeisenbanken mit der Aufgabe, die mittelständische Wirtschaft in der Region Mönchengladbach zu fördern. Neben der Hauptbank Zweigstellen in M.-Waldhausen, M.-Viehhof, Rheydt und Viersen. Notiert im Freiverkehr Düsseldorf, Großaktionär mit über 25 % ist die WGZ-Bank. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 457 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Gladbacher Feuerversicherungs-AG
Namensaktie 3.000 Mark, Nr. 2580
M.-Gladbach, 1.6.1917 EF/VF
Auflage: 1.000, zu 25% eingezahlt. Gründung 1861. Betrieb nahezu aller Zweige der Erst- und Rückversicherung. Eine Spezialität war die Filmhersteller-Betriebsunterbrechungsversicherung und die Filmausfallversicherung. Börsennotiz Berlin und Köln/Düsseldorf. Großaktionäre waren die Aachener und Münchener Feuer und die Colonia. 1970 (zusammen mit der Schlesische Feuerversicherungs-Ges.) auf die Colonia Versicherung AG verschmolzen. 2001 Umbenennung der Holding in AXA Konzern AG. Lochentwertet.

Nr. 458 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gladbacher Lebensversicherung AG
Aktie Gruppe A 100 RM, Nr. 450
M.-Gladbach, Sept. 1938 EF+
Auflage: 2.580, kpl. Aktienneudruck. Gegründet 1923 als Schlesische Lebensversicherungs-AG zu Haynau (Schlesien) als Nachfolger eines gleichnamigen Versicherungsvereins a.G. 1925 umbenannt in Gladbacher Lebensversicherungsbank AG mit Sitz in Berlin, seit 1931 dann Firma und Sitz wie oben. Großaktionäre waren die Gladbacher Feuer- und die Gladbacher Rückversicherung. 1970 auf die Colonia Versicherung AG verschmolzen, damit heute ein Teil des AXA-Versicherungskonzerns. Lochentwertet.

Nr. 459 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gladbacher Rückversicherungs-AG
Namensaktie 100 DM, Nr. 4280
M.Gladbach, Jan. 1956 EF+
Auflage: 5.000. Gründung 1877. Großaktionär war die Gladbacher Feuerversicherungs-AG (bei der auch die Aachener und Münchener Feuer engagiert war), beide Gesellschaften wurden in Personalunion geführt. 1970 auf die Colonia-Versicherung in Köln verschmolzen (heute AXA-Colonia). Extrem selten.

Nr. 460 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Gladbacher Wollindustrie AG vorm. L. Josten
Aktie 1.000 RM, Nr. 9725
M.-Gladbach, 30.11.1941 EF+
Auflage: 1.350. Gründung 1895 unter Übernahme der seit 1882 bestehenden Fa. L. Josten in M.Gladbach, Rudolfstraße (Werk I). Hergestellt wurden von wollene und halbwollene Stoffe für Herren-, Damen- und Knabenkleidung, Uniformtuche und Wolldecken. 1925/26 Übernahme der Gladbacher Textilwerke AG vorm. Schneider & Irmen zu M.Gladbach, deren Betrieb in der Burkgrafenstraße als Werk II weitergeführt wurde. Nach dem Krieg wurde die Produktion schließlich im Werk I konzentriert und immer stärker auf textile Bodenbeläge ausgerichtet. Börsennotiz in Berlin und Düsseldorf, Großaktionäre waren Dr. Hugo Henkel, Düsseldorf (40%) und später auch das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. (25 %). Den Aufsichtsratsvorsitz führte jahrzehntelang der später als “Bankier Adenauers” bekannt gewordene Kölner Bankier Dr. Robert Pferdmenges. 1970 in eine GmbH umgewandelt. Mit Faksimile-Unterschrift Rob. Pferdmenges als AR-Vorsitzender. Lochentwertet.

Nr. 461 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Glasfabrik Alexanderhütte
vorm. J. N. Heinz & Sohn AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 7808
Alexanderhütte (Oberfranken), 12.6.1923 EF
Auflage: 6.800. Gründung 1921 zum Fortbetrieb der unter der früheren Firma J.N. Heinz & Sohn in Alexanderhütte bestandenen Glasfabrik, Anfertigung von Glaswaren aller Art. 1925 Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 462 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Glückauf AG für Braunkohlenverwertung
Aktie 1.000 RM, Nr. 52
Lichtenau, Juni 1937 EF+
Auflage nach Kapitalherabsetzung: 130. Gründung 1871, Sitz bis 1913 in Berlin. Bis 1936 waren alle Schachtanlagen erschöpft; der Abbau auf der neu aufgeschlossenen Glückaufschachtanlage wurde durch Wassereinbrüche sehr erschwert, so daß die Gesellschaft 1937 saniert werden mußte. In diesem Zusammenhang wurden die Aktien neu ausgedruckt. Börsennotiz Berlin. Lochentwertet.

Nr. 463 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
GODA AG
Aktie 100 RM, Nr. 1680
Breslau, Jan. 1930 EF
Auflage 4950, zuletzt noch 2500. Gründung 1923 zwecks Fortführung der “Goda Genossenschaft ostdeutscher Apotheker für Herstellung, Einkauf und Vertrieb pharmazeutischer Spezialitäten eGmbH”. Der Betrieb war in der Cretiusstr. 15/27 ansässig. Herstellung von und Handel mit Weinen, Drogen und Chemikalien. Börsennotiz im Freiverkehr Breslau. Nach 1945 Sitzverlegung nach Offenbach am Main, 1956 wegen Vermögenslosigkeit gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 464 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gontard & Henny AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 290
Leipzig, 21.10.1918 EF+
Auflage: 300. Gründung 1915. Herstellung und Vertrieb von Seife und anderen chemischen und technischen Erzeugnissen, insbesondere die Übernahme und Fortführung der bisher unter der Firma Gontard & Henny in Leipzig-Plagwitz betriebenen Seifenfabrik. Lochentwertet.

Nr. 465 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gorkauer Societäts-Brauerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 116
Gorkau Kr. Schweidnitz, 1.8.1920 EF+
Auflage: 1.490. Gründung 1858 als KGaA, AG ab 1886. Brauerei, Mälzerei und Limonadenfabrik. Hinzuerworben wurde die Genossenschaftsbrauerei Croischwitz (1920), das Waldenburger Brauhaus, die Stadtbrauerei Neurode und die Kastnersche Lagerbierbrauerei Habelschwerdt (1921) sowie das Braurecht des Frankensteiner Brauhauses (1922). Braustätten dann in Gorkau, Waldenburg und Neurode, Bierniederlagen in ganz Schlesien. Börsennotiz Breslau und Leipzig, Großaktionär war die Bank für Brauindustrie, Berlin-Dresden (heute Oetker-Konzern). Die Betriebe lagen nach 1945 auf polnischem Gebiet, die AG wurde im Westen abgewickelt und 1971 aufgelöst. Lochentwertet.

Nr. 466 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Graphitwerk Kropfmühl AG
Aktie 100 RM, Nr. 1712
München, 11.7.1929 EF+
Auflage: 1.800. Gegründet 1870, AG seit 1916. Die Gesellschaft betreibt das einzige Bergwerk für makrokristallinen Graphit in der Europäischen Union. Außerdem Beteiligungen an Graphitbergwerken in China, Sri Lanka und Zimbabwe. Lochentwertet.
Nr. 467 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Grevener Baumwoll-Spinnerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1343
Greven i.W., 15.10.1920 EF
Auflage: 1.000. Bereits 1855 wurde das Unternehmen gegründet, 1899/1900 Umwandlung in eine AG. Erzeugt wurden in der Dreicylinderspinnerei in Greven Rohgarne, Effektgarne und Zwirne in allen Variationen aus Baumwolle, Zellwolle und Synthetiks. Zudem wurde in Coesfeld (Westf.) als Zweigbetrieb eine Baumwollbuntweberei übernommen. In der letzten großen Textilkrise Ende der 1980er Jahre schloß auch dieser Traditionsbetrieb. Die Vermögenswerte wurden abgewickelt, 1999 dann Verkauf des AG-Mantels. Heute die GBS Asset Management AG. Lochentwertet.
Nr. 468 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Große Mühle Neisse AG
Aktie Lit. D 100 RM, Nr. 400
Neisse, 19.5.1931 EF
Auflage: 590. Gründung im März 1923 als Langendorff & Co. AG, im Juni 1923 umbenannt wie oben. Börsennotiz im Freiverkehr Breslau, Mehrheitsaktionär war die Offiziers-Familie von Langendorff. Ohne Lochentwertung. Mit Kupons ab Nr. 22.
Nr. 469 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Grosshandels-AG
Aktie Lit. B 20 RM, Nr. 1550
Bernburg, April 1925 EF
Auflage: 3.125. Gründung 1923. Vertrieb von Lebensmitteln, Spedition, Lagerung und Schifffahrtsgeschäft. Dekorative Gestaltung!

Nr. 470 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Grossherzogtum Oldenburg
4 % Schuldv. 1.000 Mark, Blankette
Oldenburg, 10.2.1909 UNC/EF
Schöner G&D-Druck mit dem herzoglichen Wappen in der Vignette und im Unterdruck. Doppelblatt. Einzelstück beim Einlieferer, erstmals angebotener Nennwert.

Nr. 471 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Grundstücksgesellschaft Keithstrasse 6 AG
Aktie 100 RM, Nr. 175
Berlin, Nov. 1924 EF+
Auflage: 400. Gründung im Dez. 1922. Ab 1937 als GbR weitergeführt. Lochentwertet.

Nr. 472 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Gustav Tietze AG
Aktie Lit. A 100 RM, Nr. 2704
Leipzig, 31.12.1924 EF+
Auflage: 5.000. Gründung am 14.7.1923 zur Fortführung der Firma Gustav Tietze. Herstellung von Stempelapparaten und Motorenteilen sowie Spielzeugbaukästen. Die Aktien befanden sich in Familienbesitz. Lochentwertet.

Nr. 473 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Gustav Wäntig AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 371
Olbersdorf in Sachsen, 20.5.1917 EF+
Gründeraktie, Auflage: 1.200. Gründung 1917. Zweck war die Verarbeitung von Jute und anderen Textilfasern, sowie von Papier und aus Papier hergestellten Stoffen und Verkauf der hergestellten Fabrikate. Lochentwertet.

Nr. 474 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
GUTBROD AG
Aktie 100 DM, Nr. 1872
Frankfurt a.M., März 1991 UNC-
Gründung 1882 unter Übernahme der 1853 eingetragenen Mech. Kämmerei und Kammgarnspinnerei von Fr. Bockmühl Söhne als Kammgarnspinnerei Düsseldorf. 1988 Umfirmierung in VKS-Freizeitbetriebe AG. 1989/90 erwarben die im Maschinenbau engagierten Brüder Rothenberger den VKS-Mantel, um auf diesem Umweg die Gutbrod-Werke GmbH in Bübingen an die Börse zu bringen, deshalb erneute Umfirmierung in Gutbrod AG. Kurz vor dem Börsengang disponierten die Rothenbergers aber um und verkauften Gutbrod an die amerikanische MTD Products. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 475 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Gutehoffnungshütte Aktienverein
Vorzugs-Aktie 1.000 DM, Nr. 43560
Nürnberg, März 1975 UNC-
Gründung 1808/10 als Gewerkschaft, ab 1872 AG. Die Gesellschaft gilt als Keimzelle der Schwerindustrie des Ruhrgebietes. Heute als MAN/GHH einer der bedeutendsten Maschinen- und Anlagenbau-Konzerne. Faksimile-Unterschrift Haniel. Druck von G&D. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 476 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Gutehoffnungshütte Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1617
Oberhausen, 1.1.1899 EF+
Auflage: 4.500. Originalunterschriften, u.a. August Haniel. Lochentwertet.

Nr. 477 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
H. Berthold AG
Aktie 50 DM, Nr. 20533
Berlin, März 1988 UNC-
Auflage: 286.000. Gründung 1858, AG seit 1896 als “H. Berthold Messinglinienfabrik und Schriftgiesserei AG”. Erzeugnisse: Schriften und Messinglinien für Buchdruckzwecke, Bedarfsartikel für das graphische Gewerbe. Mit dem Niedergang des Buchdrucks mußte das Produktionsprogramm ab Ende der 60er Jahre völlig umgestellt werden: Berthold wurde zum größten Hersteller von Fotosetzmaschinen in Europa. 1971 umfirmiert in H. Berthold AG, 1979 Umzug in die vormalige Fabrik der Loewe Opta GmbH in Berlin-Steglitz. Die immensen Entwicklungskosten der völlig neuen Fotosatz-Technologie wurden aber nie wieder eingespielt: 1993 ging die Traditionsfirma in Konkurs. Mit Kupons ab Nr. 9.

Nr. 478 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
H. Berthold Messinglinienfabrik und Schriftgiesserei AG
Vorzugs-Aktie 1.000 RM, Nr. 908
Berlin, Jan. 1928 EF+
Auflage: 1.300. Lochentwertet.

Nr. 479 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
H. Brüninghaus Söhne AG
Aktie 100 RM, Nr. 603
Barmen, 9.7.1927 EF+
Auflage 2600, kpl. Aktienneudruck. Gründung 1905, Betrieb einer Weberei in Barmen-Rittershausen (Schwarzbachstr. 9/13). Der Verlust einer großen Beteiligung in Österreich als Folge des 1. Weltkrieges machte 1919 eine Kapitalherabsetzung erforderlich und schwächte die Firma dauerhaft. 1929 mußte als Folge hoher Zinslasten bei unzureichender Beschäftigung der Betrieb eingestellt werden, die AG trat in Liquidation. Lochentwertet.

Nr. 480 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
H. Fleschner AG für Einbauapparate u. Kunstspielpianos
Aktie 2.000 Mark, Nr. 32567
Berlin, 1.8.1923 EF
Gründung 1921 unter der Firma Einfamilienhaus “Ungestört” AG, 1923 umbenannt. Sitz in Berlin NO 18, Friedenstr. 41; fabrikmäßige Herstellung von Kunstspielpianos sowie An- und Verkauf von Materialien, die zur Pianofabrikation benötigt werden. Firma 1927 erloschen. Lochentwertet.

Nr. 481 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
H. & P. Sauermann AG
Aktie 100 DM, Nr. 821
Kulmbach, Juli 1953 EF+
Auflage: 1.000. Gründung 1865, AG seit 1905 als „Fabrik feiner Fleischwaren, H. & P. Sauermann AG“. 1969 Anschlusskonkurs. 1970 Fortsetzung der Gesellschaft, zugleich Kauf der Fleischwarenfabrik Ludwig Fischer in Delmenhorst. 1976 erneut in Konkurs.

Nr. 482 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Haake-Beck Brauerei AG
Aktie 50 DM, Nr. 1456
Bremen, Mai 1985 UNC/EF
Bereits 1826 gegr., 1887 Umwandlung in die „C. H. Haake Brauerei AG“. 1921, als die Umfirmierung in Haake-Beck Brauerei AG erfolgte, hatte die Brauerei in Bremen schon einen für die damalige Zeit außergewöhnlich hohen Ausstoß von 350.000 hl jährlich. Sie besaß ferner fast sämtliche Aktien der Bremer Brauerei AG, der Hemelinger Actien-Brauerei, der Actienbrauerei Karlsburg in Bremerhaven und der Haslinde-Hoyer-Brauerei AG in Oldenburg. Alle diese Töchter wurden 1971 in GmbH’s umgewandelt u. 1972 (zusammen mit der Union Brauerei GmbH Bremen und der Winterhuder Brauerei GmbH Hamburg) mit der Haake-Beck Brauerei AG fusioniert. Rückseitig stempelentwertet.

Nr. 483 Schätzpreis: 30,00 EUR
Startpreis: 15,00 EUR
Häuteverwertung vereinigter Berliner Großschlächter GmbH
Namens-Anteilschein 100 RM, Nr. 1161
Berlin, 1.10.1926 UNC/EF
Lochentwertet.

Nr. 484 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Hafenmühle in Frankfurt am Main AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 352
Frankfurt a.M., 25.11.1926 EF
Auflage: 600. Gründung 1868 in Hausen als Mehl- und Brotfabrik der Firma May & Co., seit 1881 AG. 1908 Verkauf des Grundstückes in Hausen an die Stadt Frankfurt, 1911 Betriebseröffnung der neuen Mühle im Frankfurter Hafen und aus diesem Anlass Umfirmierung in „Hafenmühle“. Großaktionär war ein Konsortium um das Bankhaus Alwin Steffan. Börsennotiz Frankfurt. Stück ohne Lochentwertung.

Nr. 485 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
HAGEDA Handelsgesellschaft Deutscher Apotheker AG
Aktie 100 RM, Nr. 184677
Berlin, 2.10.1926 EF
Auflage: 17.000. Gründung 1902 als “Einkaufsgenossenschaft der Apothekenbesitzer Berlins”. 1904 Umwandlung in die “Handelsgesellschaft deutscher Apotheker mbH”, seit 1921 AG. In rascher Folge wurden im ganzen Reich Zweigniederlassungen errichtet, so 1904 in München, 1905 in Köln, 1908 in Dresden, 1911 in Breslau und Hamburg, 1912 in Frankfurt (Main). 1906 Errichtung einer eigenen Verbandstoff-Fabrik, 1911 einer Fabrik für Ampullen. Gleichzeitig Ausbau der Abt. Reagenzien und der homöopathischen Abteilung. 1915 Bau einer Salbenfabrik. Ab 1922 auch Herstellung bakteriologischer Präparate. 1924 Errichtung einer Tabletten-, Dragier- und Pillenfabrik in Berlin-Reinickendorf. Für den riesigen Fuhrpark bestand sogar ein eigener Karosseriebaubetrieb (die 1920 gegründete Brandenburgische Automobil-Reparaturwerkstatt GmbH). 1950 Sitzverlegung nach Köln. Die AG ist bis heute börsennotiert und gehört mit fast 5 Mrd. EUR Jahresumsatz zu den führenden deutschen Pharmagroßhändlern. Großaktionär ist mit über 95 % die Familie Merckle in Blaubeuren. Ohne Lochentwertung. Mit Kuponrest.

Nr. 486 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
HAGEN Batterie AG
Aktie 50 DM, Nr. 8071
Soest, Nov. 1983 UNC/EF
Gründung 1970 als Accumulatorenfabriken Wilhelm Hagen AG Soest-Kassel-Berlin durch Fusion der 1910 gegründeten Accumulatorenfabrik Wilhelm Hagen KG und der 1947 gegründeten Hessische Accumulatorenwerke GmbH. 1983 Umfirmierung wie oben. Herstellung und Vertrieb von Batterien für Notstromversorgungs- und Sicherheitsbeleuchtungsanlagen, Antriebsbatterien für Flurförderzeuge und schienengebundene Elektrofahrzeuge, Schiffsantriebsbatterien, Grubenlokomotiv-Batterien sowie Zubehör. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 487 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn-Gesellschaft
Stamm-Aktie Lit. C 1.000 Mark, Nr. 71
Blankenburg (Harz), 24.1.1906 EF/VF
Auflage: 1.700. Die Konzession für die Bahn erteilte die braunschweigische Regierung am 16.4.1870 und die preußische Regierung am 8.7.1870. Die wichtigsten Strecken waren: Halberstadt-Blankenburg (18,8 km, eröffnet 1873), Blankenburg-Tanne (kombinierte Adhäsions- und Zahnradbahn mit 26,6 km, sukzessive eröffnet bis 1886) sowie Blankenburg-Quedlinburg mit Abzweig nach Thale (20,5 km, eröffnet 1907). Die wegen ihrer Steigungen sehr anspruchsvollen Gebirgsstrecken wurden von namhaften Lokomotivfabriken (u.a. Borsig) besonders gern für Versuchsfahrten genutzt. Anschlüsse bestanden in Tanne an die Südharz-Eisenbahn und in Drei-Annen-Hohne an die Harzquerbahn. Für die ständigen Erweiterungen der Bahnanlagen hatte die Gesellschaft zwischen 1874 und 1920 insgesamt 10 Anleihen aufgelegt. Großaktionär der HBE war zuletzt die „Allgemeine Lokalbahn- und Kraftwerke-AG“ (heute AGIV). Nachdem die HBE in der Ostzone 1946 entschädigungslos enteignet worden war, wurde zur Rettung des Westvermögens 1949 der Sitz wieder nach Braunschweig verlegt, wo er bei der Gründung schon einmal war. 1975 Umwandlung in eine GmbH und Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. Heute werden die Strecken von der Connex Regiobahn GmbH betrieben. Umrandung aus schönem Ornamentwerk mit Vignette einer Eisenbahn am Regenstein (bei Blankenburg).

Nr. 488 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Haller-Meurer-Werke AG
Aktie 100 DM, Nr. 7162
Hamburg-Altona, März 1959 EF
Gründung 1875 als Eisenwerk G. Meurer in Cossebaude (bei Dresden), seit 1909 AG. Herstellung von „Meurer-Prometheus“-Gaskoch-, Brat-, Back-, Bügel- und Heizapparaten, Kohleherden, „Egma“-Elektroherden, „Tutti-Frutti“-Fruchtpressen und „Albeco“-Feuerlöschern. Alleinaktionärin war zuletzt die Haller-Werke AG in Hamburg-Altona, 1944 fusionierten die beiden AG’s. 1945-1949 Enteignung der Werke Cossebaude, Torgelow und Königsbrück sowie Tetschen in der Tschechoslowakei. 1949 Sitzverlegung nach Hamburg, 1951 Umfirmierung in Haller-Meurer-Werke AG. Nunmehr wurden Gaskoch- und -heizgeräte, später vor allem Gas-Einzelöfen hergestellt. 1986 Konkurs. Rückseitig entwertet.

Nr. 489 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Haller-Werke AG
Aktie 100 RM, Nr. 2156
Hamburg-Altona, Sept. 1939 EF
Auflage: 2.700. Gründung als AG 1895, hervorgegangen aus den Firmen Hopf & Co. (gegr. 1875) und Georg Haller (gegr. 1876). Bis Aug. 1938: Vereinigte Metallwaarenfabriken vormals Haller & Co., dann Haller-Werke AG. Herstellung und Vertrieb von Koch- und Heizeinrichtungen, Stahl- und Grauguß. 1907 Erwerb der Eisengießerei der Herren P.L. Saurer & Co. in Torgelow, 1919 der Eisengießerei Otto Wendorf & Co. in Torgelow. 1944 Fusion mit dem Eisenwerk G. Meurer in Cossebaude. 1951 Halle-Meurer-Werke AG, 1986 Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 490 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Hallesche Maschinenfabrik
und Eisengießerei
Aktie 500 RM, Nr. 82
Halle, Okt. 1925 EF
Auflage: 1.000. Die 1872 gegründete AG ging aus der 1866 von Riedel & Kemnitz errichteten Maschinenfabrik hervor. Spezialisiert auf Maschinen und Anlagen für die Zuckerindustrie, ferner Bau von Dampfmaschinen, Pumpen, Eis- und Kältemaschinen sowie Einrichtungen für Margarinefabriken. 1931 Angliederung der Abt. Albert Mohr (Fabrikation von Bäckereimaschinen und Backöfen). 1932 Eröffnung eines technischen Büros im indischen Kalkutta. Börsennotiz Berlin und Halle/Leipzig, Großaktionäre waren die Dresdner Bank und der Hallesche Bankverein. 1946 verstaatlicht und mit Wegelin & Hübner zum VEB Maschinenfabrik fusioniert. 1992 stillgelegt. Lochentwertet.

Nr. 491 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Hallesche Salzwerke und chemische Fabrik Kalbe AG
Aktie 300 RM, Nr. 5690
Calbe (Saale), Aug. 1938 UNC-
Auflage: 9.750. Gründung 1905 in Köln als Hallesche Kaliwerke AG. 1929 Umfirmierung in Hallesche Salzwerke AG, Schlettau (Bez. Halle/Saale). 1937 Übernahme der Gewerkschaft Saale in Schlettau und der Chemischen Fabrik Kalbe GmbH, Umfirmierung wie oben und Sitzverlegung nach Calbe. Salzwerke und Saline in Angersdorf, Kalibergwerk und Chemiefabrik. Noch 1945 wurde der Sitz erneut nach Halle (Saale) verlegt. 1947 Enteignung ohne Zustimmung der russischen Militäradministration. 1959 Sitzverlegung nach Düsseldorf, dort auch börsennotiert. 1965 Verlegung des Sitzes nach Hannover zum Großaktionär Kaliwerke Salzdetfurth AG. Seit 1967 in Liquidation. Faksimile-Unterschrift Dr. Hermann Röchling. Lochentwertet. Mit holländischem Steuerstempel.

Nr. 492 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Hallesche Salzwerke und Chemische Fabrik Kalbe AG
Aktie 100 DM, Nr. 969
Düsseldorf, Sept. 1959 UNC
Auflage: 2.250. Unentwertet, mit Kupons.

Nr. 493 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Hallesche Salzwerke und Chemische Fabrik Kalbe AG
Aktie 1.000 DM
Düsseldorf, Sept. 1959 EF
Auflage: 750. Der hohe Nennwert ist ganz extrem selten. Unentwertet, mit Kupons.

Nr. 494 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 4042
Hamburg, Sept. 1938 EF+
Auflage: 34.000. Gründung 1847. Bis in die 1870er Jahre von eher nur regionaler Bedeutung, doch unter Albert Ballin (1857-1918), der 1899 Generaldirektor der HAPAG wurde, entstand ein Unternehmen von weltumspannender Bedeutung.1970 Fusion von HAPAG und dem 1857 gegründeten Norddeutschen Lloyd zur heutigen Hapag-Lloyd AG. Nun eine Tochter der früheren Preussag (heute TUI), tätig in den Bereichen Seeschifffahrt, Transport, Seehafenbetriebe, Reisebüros, Flugtouristik. Erst 2005 wurde diese TUI-Sparte durch Kauf der CP-Ships (Schiffahrtssparte der Canadian Pacific Railway) noch einmal kräftig gestärkt. Mit HAPAG-Flagge. Lochentwertet.

Nr. 495 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Handels- und Diskont-AG
Aktie 5.000 Mark, Nr. 77386
Berlin, Febr. 1923 EF+
Auflage: 40.000. Gründung 1921 als Deutsch-Niederländische Handels-AG. Ausführung von Bank-, Finanz- und Treuhandgeschäften aller Art im In- und Ausland, Errichtung und Umwandlung von Industrie- und Handelsunternehmungen, Vermögensverwaltung. 1930 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 496 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Handelsvereinigung Dietz
& Richter - Gebrüder Lodde AG
Vorzugs-Aktie 100 RM, Nr. 129
Leipzig, 12.8.1925 EF
Auflage: 200. Die Firma Dietz & Richter wurde bereits 1807 gegründet, 1920 Vereinigung mit der Drogengroßhandlung Gebr. Lodde. Großhandel in Drogen, Chemikalien und Pharmazeutika. 1922 Umwandlung in AG, zugleich Übernahme der seit 1835 bestehenden Firma Frölich & Co. in Münster (Westf.), die 1928 eine weitere Niederlassung in Hagen errichtete. 1934 Übernahme der Firma C. F. Cyriax & Co. und Pharmagotha in Gotha. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig. Nach Enteignung der mitteldeutschen Betriebe 1953 Sitzverlegung nach Münster (Westf.). Die Niederlassung Hagen wurde 1954 im Zuge der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung der Familienaktionäre der Familie Lodde übertragen. Mehrheitsaktionär ist danach der Apotheker Wiljelm Flach, später die Pharca GmbH in Essen, die am Ende fast 99 % der Aktien besitzt (gehört zum Pharmagroßhändler Noweda eG). Die von rd. 100 Mitarbeitern erzielten Umsätze steigen rasant, wobei vor allem 1983/84 ein Sprung von 60 auf 93 Mio. DM in’s Auge fällt. 1975 vollständig in die Noweda eG eingegliedert. Lochentwertet.

Nr. 497 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Handelsvereinigung Dietz
& Richter - Gebrüder Lodde AG
Aktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 52
Leipzig, 12.8.1925 EF/VF
Auflage: 200. Lochentwertet.

Nr. 498 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Handwerksbau AG
Namens-Aktie 200 RM, Nr. 1329
Magdeburg, 2.10.1937 EF
Auflage: 1.644. Gründung 1935/36 unter Führung des Handwerkskammerpräsidenten Willy Heinecke, 287 Handwerksmeister des Kammerbezirks Madgeburg übernahmen die Aktien. Solche Wohnungsbaugesellschaften des Handwerks wurden damals im ganzen Reichsgebiet gegründet. Die Mobilisierung selbst solcher Ressourcen für die Aufrüstung im Dritten Reich ist ebenso finanzhistorisch interessant wie erschreckend: Als erstes wurden 20 Offiziers- und 52 Unteroffizierswohnungen in Quedlinburg gebaut, es folgten 36 Unteroffizierswohnungen in Burg und 18 Unteroffizierswohnungen in Bernburg. 1940, nachdem sich auch die Handwerkskammer Anhalt in Dessau engagierte, umbenannt in „Wohnungsgesellschaft des Handwerks Magdeburg-Anhalt AG“. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 499 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Handwerksbau AG Thüringen
Namens-Aktie Ser. 3 200 RM, Nr. 94
Weimar, Nov. 1944 EF+
Auflage: 2.500. Gründung 1936 als Wohnungsbaugesellschaft des thüringischen Handwerks. Die Handwerksbau AG Thüringen, Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft, Weimar wurde bis 1990 nicht verlagert. 1992 Fortsetzung der Gesellschaft als Handwerksbau AG Thüringen Wohnungsgesellschaft, Weimar. Lochentwertet.

Nr. 500 Schätzpreis: 220,00 EUR
Startpreis: 110,00 EUR
Hannoversche Portland-Cementfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 366
Hannover, 27.6.1884 VF-
Gründeraktie, Auflage: 750. Gründung 1884. Fast ein ganzes Jahrhundert Zementfabrikation in Misburg mit eigenem Stichkanal zum Mittellandkanal. Großaktionär ist die Teutonia-Zement. 1989 wurde die Liquidation der HPC beschlosssen, dieser Beschluß aber 1994 wieder aufgehoben. Lochentwertet. Fleckig, eingerissene Mittelknickfalte.

Nr. 501 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hansa- und Gewerbebank AG
Aktie 5.000 Mark, Nr. 49043
Magdeburg, Okt. 1923 EF
Gründeraktie, Auflage: 50.000. Gründung durch den Bankier Wilhelm Klimpt im Verein mit acht weiteren Magdeburgern zur Übernahme des von ihm betriebenen Privatbankhauses. Schon 1926 wieder in Liquidation. Ohne Lochentwertung. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 502 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Harburger Gummiwaren-Fabrik Phoenix AG
Aktie 100 RM, Nr. 3651
Hamburg-Harburg, Jan. 1934 EF+
Auflage: 10.200. Gründung 1872 durch Vereinigung der seit 1856 bestehenden Harburger Gummiwarenfabrik Menier und der 1811 gegründeten Gummiwarenfabrik J.N. Reithoffer in Wien (der ältesten Fabrik ihrer Art des Kontinents) als “Vereinigte Gummiwaaren-Fabriken Harburg-Wien vormals Menier-J.N. Reithoffer”. 1922 Umfirmierung wie oben nach Abtrennung des österreichischen Werkes. Produkte: Reifen, Gummischuhe, technische Artikel, chirurgische Gummiwaren, Spiel- und Sportbälle, gummierte Gewebe für die Bekleidungsbranche. Wie ein Reifenprofil aufgemachte Umrandung. Lochentwertet.

Nr. 503 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Harpener AG
Aktie 50 DM Juli 1978, Nr. 58
Dortmund, Juli 1978 UNC-
Gründung 1856 mit einem Kapital von 1 Mio. Thaler unter Übernahme von 12 Kohlenfeldern in der Nähe von Harpen, unweit Bochum. Initiator war der Dortmunder Arzt Friedrich Wilhelm Müser, dessen Vorfahren sich bereits im 18. Jh. um den Steinkohlenbergbau bemüht hatten. Noch im Gründungsjahr wurde mit dem Aufbau der Zechen Prinz von Preußen bei Bochum-Werne und Heinrich Gustav bei Altenbochum begonnen. 1859 begann die regelmäßige Förderung. Bei Bochum, Herne, Werne, Lünen und Buer gelegene Zechen: Heinrich Gustav mit 2 Schächten, Amalia, Prinz von Preussen mit 2 Schächten, Caroline, Neu-Iserlohn, Vollmond; von der Heydt, Julia, Recklinghausen I und II, Gneisenau, Preussen I und II, Hugo I, II und III. Noch vor der Jahrhundertwende war Harpen zum Unternehmen mit der höchsten Fördermenge des Ruhrgebietes herangewachsen. 1934 erwarb der Flick-Konzern einen maßgeblichen Kapitalanteil. Im Frühjahr 1954 übernahm der französische Stahlkonzern SIDECHAR das Flick’sche Aktienpaket und nutzte Harpen fortan für den eigenen Bedarf an Koks und Kohle. 1970 Umfirmierung von Harpener Bergbau-AG in Harpener AG, 1995 in Harpen AG. Harpen, eine bis heute börsennotierte AG mit den RWE als Großaktionär, ist jetzt vor allem im Energieversorgungs- und Immobiliengeschäft tätig und verwaltet daneben noch riesigen Grundbesitz aus früheren Zeiten. Sehr dekorativ, zwei Vignetten mit Firmensignet und Händen mit Grubenlicht. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 504 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Hartstoff-Metall AG (Hametag)
Aktie 200 RM, Nr. 135
Berlin-Cöpenick, 9.12.1924 EF
Auflage: 2.450. Gegründet 1923 zwecks Fabrikation von Hartstoffen aus Metall- und anderen Pulvern. Hierbei wurden Metallspäne aus der spanabhebenden Fertigung als Ausgangsprodukt eingesetzt. Das Hametag-Verfahren ist eines der ältesten Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern. Die hierfür eingestzten Wirbelschlagmühlen führen aufgrund der erheblichen Lärmbelästigung zu großen Umweltproblemen und wird deshalb zumindest in den westlichen Ländern nicht mehr eingesetzt. Lochentwertet.

Nr. 505 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Haus- und Grundstücksverwertungs-AG
Aktie 100 RM, Nr. 452
Essen-Steele, Jan. 1939 UNC-
Gründung 1921 als Westdeutsche Industriebau-AG (Wibag), 1929 umbenannt wie oben. Der Gesellschaft gehörten Basalt- und Grauwacke-Steinbrüche sowie einige Arbeiterkolonien. Lochentwertet.

Nr. 506 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
HEAG Hannoversche Eisengiesserei und Maschinenfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 1950
Anderten bei Hannover, Juni 1933 EF
Auflage: 580. Gründung 1857, AG seit 1859 (ab 1930 Namenszusatz „Heag“ Hannoversche Eisengießerei und Maschinenfabrik AG). Drei Abteilungen: Gießerei, Landmaschinenbau (Mäher, Heuwender, Kartoffelernter, Ackerwagen) und Rohrreinigung (reinigte nach patentierten Verfahren Rohrleitungsnetze bis 1.000 mm Durchmesser). Börsennotiz Hannover. 1953 Vergleich, 1955 Anschlußkonkurs. Lochentwertet.

Nr. 507 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Heerbrandt-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 401
Raguhn i.Anh., 1.5.1943 EF
Gründung 1861, AG seit 1897. Bis 1936: Maschinenbau und Metalltuchfabrik. Bis 1943: Maschinenbau und Metalltuchfabrik AG vorm. Gottl. Heerbrandt, danach Heerbrandt-Werke AG. Fabrikation von gelochten Blechen, Maschinen und Apparaten (Apparate für die Zuckerindustrie, Filterrohre). 1944/45 Herstellung von Flugzeugteilen für die Junkers-Werke. Lochentwertet.

Nr. 508 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Heilmann & Littmann Bau-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3457
München, 29.6.1939 EF+
Auflage: 7.050. Gründung 1871 durch den Ingenieur Jakob Heilmann, der später seinen Schwiegersohn den Architekten Max Littmann mit in die Firma aufnahm. GmbH seit 1897, seit 1927 „Heilmann & Littmann Bau- und Immobilien-AG“, Berlin-München. 1933 wurde die Bauabteilung in dieser eigenen AG verselbständigt. Noch heute bestehendes bedeutendes Bauunternehmen (Heilit + Wörner). Lochentwertet.

Nr. 509 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Heimat-Verlag für Schule und Haus GmbH
Anteilschein 50 Mark, Nr. 841
Halle a.d. Saale, 1.2.1925 EF
Lochentwertet.

Nr. 510 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Heimstatt Bauspar-AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 402
Berlin, Jan. 1939 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Ursprünglich 1928 als GmbH gegründete Bausparkasse, seit 1939 AG. 1948 Neugründung in Rinteln, 1949 Sitzverlegung nach München. Großaktionär war die Hypobank. Ohne Lochentwertung.

Nr. 511 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Heinrich Kämper Motorenfabrik AG
Aktie 200 RM, Nr. 245
Berlin-Marienfelde, Juli 1934 EF
Auflage: 300. Gründung 1901, AG seit 1921. Schon kurz nach der Jahrhundertwende baute Kämper Einbauaggregate für Boots- und Fahrzeugantrieb. 1905/06 baute Kämper auch komplette Automobile. Seine Vierzylinder-Wagen wurden mit Vorliebe als Taxis eingesetzt. Ab ca. 1910 hauptsächlich Herstellung und Vertrieb von Dieselmotoren für Nutzfahrzeuge. Kämper belieferte u.a. den schwedischen Automobilbauer Scania (später SAAB-Scania) mit Motoren für einen kettenbetriebenen Lastwagen. 1936-1942 firmierte die Gesellschaft als Kämper Motoren AG, bis 1948 als Demag Motorenwerke AG, danach wieder Kämper Motoren AG, ab 1951 Kämper-Motoren GmbH, ab 1960 Kämper-Maschinenbau-GmbH, Berlin-West. Lochentwertet.

Nr. 512 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Heinrichsthaler Papierfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 2740
Heinrichstal-Wüstseibersdorf, Febr. 1941 EF
Auflage: 1.500. Gründung 1908 in Prag durch die CA-Bankverein und Leykam-Josefstal zur Übernahme der Anlagen der Martin Kink & Co. Heinrichsthaler Papierfabrik. Börsennotiz Wien. 1941 zusätzlich Inbetriebnahme einer Spritfabrik. Nur ca. 20 Stücke wurden 1994 in einem Prager Banktresor gefunden.

Nr. 513 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Henkel KGaA
Vorzugs-Aktie 50 DM, Nr. 5950
Düsseldorf, Okt. 1985 UNC
Gründung 1876 als Henkel & Cie. in Aachen. 1878 Sitzverlegung nach Düsseldorf. 1977 Umwandlung der GmbH in ein KGaA. Tätigkeitsgebiet: Chemieprodukte, Oberflächentechnik, Klebstoffe, Markenartikel (insbesondere Wasch- und Reinigungsartikel, Kosmetik/Körperpflege). Mit Büste des Firmengründers Henkel. Mit Kupons ab Nr. 14. Rückseitig stempelentwertet.

Nr. 514 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Heringsfischerei Dollart AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 934
Emden, Juli 1921 EF
Auflage: 600. Seefischfang mit 5 Segel- und 2 Dampfloggern, vier Schiffe gingen im 1. Weltkrieg verloren. Betriebs- und Verwaltungsgemeinschaft mit der Emder Heringsfischerei und der Großer Kurfürst Heringsfischerei, mit denen gemeinsam 1930/31 auch die Flotte der Glückstädter Fischerei AG übernommen wurde. 1944 Totalbombenschaden, 1947 Beginn der Wiederaufbauarbeiten. 1950 Verschmelzung mit der Großer Kurfürst Heringsfischerei AG. 1961 in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 515 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Herlitz AG
Vorzugs-Aktie 50 DM, Nr. 74204
Berlin, Juli 1980 EF
Gründung 1904 als Einzelfirma Carl Herlitz. 1972 Umwandlung in eine AG, 1976 Umfirmierung in Herlitz AG. Eines der führenden Unternehmen in der Herstellung von Papier-, Bürobedarfs- und Schreibwaren, Schulbedarf. Weiterhin EDV-Zubehör, Büromöbel und -geräte sowie Spielwaren. Als die Großgläubiger und Großaktionäre Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Bayer. Landesbank sowie Bankgesellschat Berlin (zusammen ca. 49% der Aktien) kein fresh money mehr zur Verfügung stellten, mußte im Frühjahr 2002 Insolvenz beantragt werden. Abb. des berühmten Firmenlogos. Druck von G & D. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 516 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Hermann Bergfeld AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 5184
Elberfeld, 1.12.1922 EF+
Gründung am 19.4.1922 nach Übernahme der Firma Hermann Bergfeld oHG, eingetragen am 20.6.1922. Firmenname bis 21.11.1922: Deutsche Metall- & Pfeifenindustrie AG. 1925 Sitzverlegung nach Ronsdorf. Durch betrügerische Wechseltransaktionen des Vorstandes Carl Becker jun. kam die Gesellschaft in ernsthafte Schwierigkeiten, von denen sie sich nicht mehr erholen konnte und mußte 1927 liquidiert werden. Lochentwertet. Großfomat!

(PDF) Nr. 517 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Hermann Köhler AG
Aktie 100 RM, Nr. 2028
Altenburg, 9.8.1934 UNC/EF
Auflage: 2.280. Gründung 1921. Herstellung von Nähmaschinen. 1923 Angliederung der Möbelfabrik AG Pößneck. Börsennotiz: Freiverkehr Leipzig. 1945 Fusion der Firmen Hermann Köhler AG, Dietrich & Co. und Winselmann zum Nähmaschinenwerk Altenburg. Nach der Verstaatlichung in der DDR VEB Nähmaschinenwerk Altenburg, nach der Privatisierung 1990 ALTIN Nähtechnik GmbH. Lochentwertet.

Nr. 518 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hermann Schött AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 577
Rheydt, Jan. 1939 EF+
Auflage: 731. Eines der weltweit ältesten Unternehmen der graphischen Industrie, gegründet bereits 1818, AG seit 1899. Die Großdruckerei beschäftigte zuletzt um die 400 Leute und war auf den Druck von Zigarrenbanderolen, Zigarrenkistenetiketten, Schokoladeumschläge, Pralinenpackungen, Plakate, Wein- und Liköretiketten sowie Faltschachteln aller Art spezialisiert. Börsennotiz: Freiverkehr Düsseldorf. 1982 Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 519 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Hermann Schött AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 990
Rheydt, April 1952 EF
Auflage: 350. Sehr selten. Rückseitig entwertet.

Nr. 520 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Hernsheim & Co. AG
Aktie 300 RM, Nr. 270
Hamburg, 11.8.1934 EF
Auflage: 330. Gegründet 1909. Die Kolonialgesellschaft besaß Niederlassungen auf den Admiralitäts-Inseln und dem Kaiser-Wilhelms-Land (Neuguinea), die aber nach dem 1. Weltkrieg von Australien beschlagnahmt wurden. Später Betrieb der Oelpalmen-Pflanzung Edea in Kamerun. Seit 1938 in Liquidation. Ohne Lochentwertung.

Nr. 521 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Heska Druck AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 6511
Hainburg, Okt. 1984 UNC
Auflage: 7.200. Gründung 1984 durch Umwandlung einer gleichnamigen GmbH. Mit ca. 100 Beschäftigten wurden rd. 12 Mio. DM Jahresumsatz erzielt. Was kaum jemand weiß: hinter dem liechtensteinischen Aktionär INFINO, Vaduz, verbarg sich die Partei- und Staatsführung der DDR, die auf diesem Wege die Propaganda-Aktivitäten der westdeutschen Kommunisten unterstützte. Zeitgeschichtlich außerordentlich interessant. Mit Kupons ab Nr. 2.

Nr. 522 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Hirschbrauerei AG
Aktie 100 DM, Nr. 1510
Düsseldorf, Aug. 1969 UNC/EF
Auflage: 250. Gegründet 1897 als oHG Hirschbrauerei Lichtschlag & Co., 1911 Umwandlung in eine AG. Ab 1917 Zusammenarbeit mit der Braugemeinschaft Düsseldorf, wobei die Hirschbrauerei in Lohnbrauerei auch für 20 Kleinbetriebe aus Düsseldorf und Neuss braute. Ab 1942 musste der Betrieb wegen schwerer Kriegsschäden eingestellt werden, erst im Okt. 1948 konnte die Brauerei die Produktion wieder aufnehmen. Bekannt wurde sie dann vor allem durch das Düssel-Alt, das nach Einstellung des eigenen Brauereibetriebes seit 1974 extern im Lohnbrauverfahren gebraut wurde. Lange Zeit war die Königsbacher Brauerei AG vorm. Jos. Thillmann mehrheitlich beteiligt, daneben hielt die Dortmunder Union-Schultheiss-Brauerei AG (heute Brau und Brunnen AG) mehr als 25 % der Aktien. 1996 erwarb die Peters & Bambach Privatbrauerei GmbH & Co. KG diese Aktienpakete und brachte die Hirschbrauerei AG dann 2004 per squeeze-out zu 100 % in ihren Besitz. Rückseitig entwertet.

Nr. 523 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Hochofenwerk Lübeck AG
5 % Teilschuldv. 1.000 RM, Nr. 2122
Lübeck, Jan. 1940 EF+
Auflage: 2.500. Gründung 1905. Herstellung von Roheisen, Betrieb eines Zementwerkes, Gewinnung und Raffinierung von Kupfer, außerdem Betonwarenfabrik. Den Aufsichtsrat präsidierte bis Kriegsende Friedrich Flick. 1954 Umbenennung in Metallhüttenwerke Lübeck AG, bald darauf in eine GmbH umgewandelt und in Liquidation gegangen. 1959 Übertragung des Vermögens auf die Hauptgesellschafterin „Ges. für Montaninteressen mbH“ in Lübeck. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig Anleihenbedingungen.

Nr. 524 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Hochseefischerei Nordstern AG
Aktie 50 DM, Nr. 1306
Bremerhaven, Sept. 1972 EF
Gegründet 1905 zwecks Fang und Verwertung von Seefischen. Von der aus 12 Dampfern bestehenden Flotte verblieben nach dem 2. Weltkrieg nur noch 3 Schiffe. 1985 Mitgründung der Deutschen Fischfang-Union. 1988 Umfirmierung in Nordstern Lebensmittel AG und Angliederung von Tiefkühl-, Verarbeitungs- und Vermarktungskapazitäten außerhalb des Fischereisektors. 1997 Umfirmierung in die heutige Frosta AG. Hersteller von Tiefkühlkost unter der Marke FRoSTA. Mit farbiger Reederei-Flagge. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 525 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Hochtief AG für Hoch- und Tiefbauten vorm. Gebr. Helfmann
Aktie 100 RM, Nr. 87026
Essen, 20.2.1926 EF+
Auflage: 8.400. Gründung 1896 unter Übernahme der Fa. Gebr. Helfmann, Frankfurt am Main, unter dem Namen AG für Hoch- u. Tiefbauten vorm Gebr. Helfmann. 1924 Namensänderung in Hochtief AG für Hoch- u. Tiefbauten, vorm Gebr. Helfmann. Hochtief ist heute der größte deutsche Baukonzern. Lochentwertet.

Nr. 526 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hochtief AG für Hoch- und Tiefbauten vorm. Gebr. Helfmann
Aktie 1.000 DM, Nr. 10411
Essen, Febr. 1951 EF+
Auflage: 7.000. Rückseitig entwertet.

Nr. 527 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Hoesch Werke AG
Aktie 50 DM Aug. 1983, Nr. 35088
Dortmund, Aug. 1983 UNC
1992 in einer spektakulären, nicht gerade freundlichen Aktion vom Erzkonkurrenten Krupp „geschluckt“. Große Porträt-Vignette von Leopold Hoesch. Rückseitig entwertet.

Nr. 528 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Holz AG
Aktie 5.000 Mark, Nr. 1715
Magdeburg, Okt. 1923 EF+
Gründeraktie, Auflage: 14.000. Gründung 1923 zum Zwecke des Holzhandels. Fa. 1929 erloschen. Lochentwertet. Anh. Kuponbogen.

Nr. 529 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Holz- u. Kartonagenindustrie-Garagen-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 70
Sebnitz, Juli 1938 EF
Gründeraktie, Auflage: 120. Gründung 1922 als Holz- und Kartonagenindustrie, ab 1938 Holz- u. Kartonagenindustrie-Garagen-AG. Herstellung von und Handel mit allen Waren, die mit Holz oder Pappe in Verbindung stehen, Betrieb einer Großgarage, Unterhaltung von Tankstellen, Handel mit Autoölen, Fetten und Reifen. 1995 aufgelöst. Lochentwertet.

Nr. 530 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Holz-Union AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 3711
Berlin, Jan. 1923 EF/VF
Auflage: 6.500. Gründung 1922 in Ellrich/Harz. Holzhandel und -verwertung. Bildete die Interessengemeinschaft der deutschen Sägewerks- und Holzindustrie und der Holzhandelsbetriebe. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 531 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Holzstoff- und Lederpappen-Fabriken vormals Gebr. Fünfstück AG
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 1874
Zoblitz, 8.8.1920 EF-
Auflage: 1.000. Fortbetrieb der 1873 gegründeten Fa. Gebr. Fünfstück mit Fabriken in Penzig, Nieder-Neundorf, Zoblitz (Kreis Rothenburg O.-L.) und Holzkirch. AG seit 1901. Herstellung aller Art von Waren aus Holzstoff, Haupterzeugnis waren Maschinenlederpappen. Die AG erwirtschaftete teils ungewöhnlich hohe Dividenden. 1907 auch Beteiligung an der Nebenbahn Horka-Rothenburg-Priebus. Lochentwertet.

Nr. 532 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Holzstoff- und Lederpappen-Fabriken vormals Gebr. Fünfstück AG
Aktie 500 RM, Nr. 2839
Zoblitz, 4.2.1929 EF+
Auflage:1.000. Lochentwertet.

Nr. 533 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Holzwaren-Fabrik “Hamburg” AG
Aktie Lit. B 5.000 Mark, Nr. 57730
Hamburg, Nov. 1923 EF
Gründung im April 1923, bereits ein Jahr später im April 1924 in Konkurs. Kleinformatig. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 534 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Hucke AG
Sammelaktie 100 x 5 DM, Nr. 11002720
Lübbecke, März 1995 UNC-
Gültige Aktie! 1934 Gründung einer Einzelfirma für Damenoberbekleidung durch Erwin Hucke. 1965 Umwandlung in eine oHG. Im Laufe der Jahre Übernahme mehrerer Bekleidungsfirmen. 1984 Umstrukturierung in drei Sparten. DOB, HAKA, KOB und Entwicklung zu einem Gesamtanbieter modischer Oberbekleidung. 1988 Umwandlung in die Kapitalgesellschaft Hucke GmbH, ab 1994 AG. Mit restlichem Kuponbogen.

Nr. 535 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Hübler & Co. AG
Aktie Lit. B 100 RM, Nr. 4720
Riesa a.d.Elbe, 23.2.1925 EF
Auflage: 6.000. Gründung 1923 zur Fortführung des Mühlenwerks von Hübler & Co. 1938 Umfirmierung in “Mühlenwerke Hübler & Co. AG”. Ein großer Kunde war die 1914 von den Konsumgenossenschaften gegründete Teigwarenfabrik in Riesa, später die größte Nudelfabrik der DDR. 1949 enteignet und als VEB fortgeführt. Nach der Wende 1990 wurde in Riesa das Kraftfutterwerk als viertes Zweigwerk der Muskator-Werke in Düsseldorf weitergeführt. Lochentwertet.

Nr. 536 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Hüttenwerke C. Wilh. Kayser & Co.
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4126
Berlin, Dez. 1919 EF
Auflage: 2.000. Gründung schon 1861 als C. Wilh. Kayser, Ahlemeyer & Co. in Berlin-Moabit als Metallhüttenwerk zur Verhüttung von Gold-, Silber- und Bleirückständen, AG seit 1911. 1906 Errichtung einer neuen Fabrik in Oranienburg (Kupfer-, Blei- und Zinnhütte). 1913-16 Bau einer zweiten Fabrik in Lünen bei Dortmund. 1929 Fusion mit der Hüttenwerk Niederschöneweide AG. 1948/49 entschädigungslose Enteignung der Werke Oranienburg und Niederschöneweide sowie der Aluminiumschmelze in Schönebeck bei Magdeburg. 1955 Sitzverlegung nach Lünen i.W., wo die Ges. eine Sekundär-Kupferhütte betreibt. Bis 2003 börsennotiert, dann drängte der Großaktionär (Norddeutsche Affinerie, Hamburg) den Streubesitz per squeeze-out heraus. Großformatig, tolle Zierumrandung und schöner Unterdruck. Doppelblatt, lochentwertet.

Nr. 537 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Hugo Boss AG
Vorzugs-Aktie 50 DM, Nr. 7846
Metzingen, Nov. 1985 UNC
Die 1923 von Hugo Boss gegründete Textilfabrik stellte ursprünglich Arbeitsbekleidung wie Blauanzüge, Staubanzüge und Regenmäntel her, später auch Uniformen. 1984 Umwandlung in eine AG, 1989 an die Börse gegangen. Der Herrenschneider profilierte sich zu einer der weltweit bekanntesten Marken, die Produkte werden in 90 Ländern verkauft. Vor einigen Jahren übernahm der italienische Marzotto-Konzern die Aktienmehrheit. Das Motto von Hugo Boss ist edles Design im klassischen Look. Außergewöhnlich kräftiger Druck von G & D. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 538 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Hupfeld - Gebr. Zimmermann AG
Aktie 100 RM, Nr. 1711
Leipzig, 1.12.1935 EF
Auflage: 3.000. Gründung 1895 als „Leipziger Pianofortefabrik Gebr. Zimmermann AG“, 1926 Angliederung der „Ludwig Hupfeld AG“ mit Werken in Dresden, Böhlitz-Ehrenberg, Johanngeorgenstadt u. Gotha. Heute nach Reprivatisierung nach der Wende die Pianofortefabrik Leipzig GmbH & Co. KG mit Sitz in Böhlitz-Ehrenburg. (Einl.-Nr.: 91)

Nr. 539 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
HUTA Hoch- und Tiefbau AG
Aktie 100 RM, Nr. 2366
Breslau, März 1928 EF
Auflage: 3.000. Gründung 1904 als „Baugesellschaft für Lolat-Eisenbeton GmbH” in Breslau, AG seit 1907. Bedeutendes Bauunternehmen mit zunächst auch sehr starker Position in Russland sowie Niederlassungen u.a. in Berlin, Halle, Hannover, Stettin und Nürnberg. 1917 Umfirmierung in HUTA Hoch- und Tiefbau AG. 1946 Sitzverlegung nach Hannover. 1962 Erwerb der Willy Christiansen KG in Schleswig und der E. Hegerfeld Industriebau KG in Essen, mit denen 1967 zur HUTA-HEGERFELD AG fusioniert wird, gleichzeitig Sitzverlegung nach Essen. Großaktionäre waren zu der Zeit das Bankhaus Bass & Herz, Frankfurt/M. und das Bankhaus I. D. Herstatt KGaA, Köln. Anfang der 70er Jahre verkauften sie jeweils mehr als 25 % an die ADCA und den Kölner Bau-Tycoon Dr. Renatus Rüger. 1985 Konkurs. Ohne Lochentwertung.

Nr. 540 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
Huth & Richter Chemische Fabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 97
Wörmlitz bei Halle a.S., 15.1.1926 UNC/EF
Auflage: 180. Gründung als AG 1923 zur Fortführung der oHG Huth & Richter. Erzeugung und Verarbeitung von Ölen und Fetten. Lochentwertet.

Nr. 541 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Ilmenauer Porzellan-Fabrik Graf von Henneberg AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1255
Ilmenau, 1935 UNC
Teilblankette. Gründung als AG 1871 zur Übernahme des seit 1777 bestehenden Unternehmens. Hauptfabrikate: Haushalts- und Zierporzellan. Von 1871-1935: Ilmenauer Porzellanfabrik, danach: Ilmenauer Porzellanfabrik “Graf von Henneberg” AG. Alle Ilmenauer Porzellanunternehmen wurden 1973 zum Neuen Porzellanwerk Ilmenau (NPI) zusammengefasst. Es produzierte weiter unter dem Namen “Graf von Henneberg”. 1980 arbeiteten 6000 Ilmenauer im NPI. 1990 Graf von Henneberg Porzellan GmbH. 2002 musste die Produktion eingestellt werden. Lochentwertet.

Nr. 542 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
ILSE Bergbau-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 12561
Grube Ilse N.-L., 15.4.1918 EF/VF
Auflage: 5.000. Gründung 1870, AG seit 1888 zur Übernahme von Bergwerken in den Gemarkungen Bückgen, Großräschen, Kleinräschen und Senftenberg, ferner Erzeugung von Kraftstrom und Ziegeleiprodukten. 1924 war die „Ilse“, inzwischen Teil des Aussiger Petschek-Konzerns (eine Schachtel besaß ferner die VIAG), das größte ostelbische Bergbauunternehmen. In den 40er Jahren wurden in drei Tagebaubetrieben in den Kreisen Calau, Hoyerswerda und Spremberg jährlich fast 15 Mio. t Braunkohle gefördert. Acht eigene Brikettfabriken und sechs Verbundkraftwerke übernahmen die Weiterverwendung der Kohle. In der DDR enteignet, wurde der Firmensitz in den 50er Jahren nach Köln verlegt. Lochentwertet. Minimale Randverletzungen.

Nr. 543 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Im. Unger AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 342
Kirchberg, 18.10.1923 EF-
Gründeraktie, Auflage: 900. Gründung 1923. Betrieb einer Streichgarnspinnerei und Packstofffabrik. Lochentwertet.

Nr. 544 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Induchemie AG für chemische
und verwandte Industrie
Aktie Lit. A 1.000 Mark, Nr. 9202
Frankfurt a.M., 26.4.1923 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 30.000. Errichtung von und Beteiligungen an Industrie- und Handelsunternehmen, insbesondere an Unternehmen der chemischen Industrie. Fleckig. Kpl. Kuponbogen punktuell angeklebt.

Nr. 545 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Industrie- und Baustoff-AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 1514
Rottwerndorf, Bez. Dresden, 16.7.1923 EF
Auflage: 850. Gründung 1905 als Sandsteinbrüche Rottwerndorf AG, ab 1922 Industrie- und Baustoff-AG. Ausbeutung der der Gesellschaft gehörenden Sandsteinbrüche, Handel mit Baustoffen, Veredlung von Baustoffen. 1943 war der Betrieb stillgelegt, Gebäude und Fabrikanlagen wurden für Wohnzwecke verwendet. Lochentwertet.

Nr. 546 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
Industriebau AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 31991
Berlin, Okt. 1922 EF
Auflage: 18.000. Gründung 1911 als „Schlesische Eisenbetonbau-AG“ in Kattowitz. 1921 Sitzverlegung nach Berlin und Umfirmierung in „Industriebau AG“. Niederlassungen im ganzen Reich. Börsennotiz Berlin, Großaktionär war die AG für Verkehrswesen. Bis in unsere Tage bestehendes bedeutendes Bauunternehmen. Lochentwertet.

Nr. 547 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Industriegas AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3967
Berlin, Febr. 1942 EF+
Auflage: 1.200. Gründung 1922 als „Sächsische Acetylen-AG“ in Dresden. Herstellung von technischen Gasen. 1947 verlagert nach Grevenbroich, 1952 nach Köln, 1957 umfirmiert in IGA Industriegas GmbH & Co. KG, heute IBG Industrie-Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Köln. Lochentwertet.

Nr. 548 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Industriewerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 4092
Plauen i.V., 30.6.1933 EF/VF
Auflage: 5.000. Gründung 1910 als „Deutsche Gardinenfabrik AG“. 1918 Umfirmierung wie oben, gleichzeitig Errichtung einer Filiale in St. Gallen. Herstellung von Tüll-Gardinen, Dekorations- und Möbelstoffen. Angekauft wurden 1920 die Ausrüstungs-AG in Plauen i.V. und die Carl Hesse Kunstgewerbe-Werkstätten sowie 1923 die Gardinen- und Tüllwerke in St. Gallen/Schweiz. Auch der “Georgenhof” in Plauen, ein Hotel mit großem Saalbau, gehörte der AG. Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig. Nicht lochentwertet, in dieser Form sehr selten. Mit Kupons ab Nr. 14.

Nr. 549 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Innstadt-Brauerei
Aktie 1.000 DM, Nr. 1804
Passau, Juli 1974 UNC/EF
Auflage: 250. Uralte, schon 1318 gegründete Brauerei. 1814 von Lorenz Lang neu aufgebaut. 1871 erwarben Ferdinand Rosenberger und Karl Angermann das Unternehmen und wandelten es 1874 in eine AG um. 1923 Übernahme des Hofbräuhaus Deggendorf. Später auch Ausflug ins Automobilgeschäft: 1934 Übernahme des Garagen- und Tankstellenbetriebes “Zentral-Garage”, 1958 Errichtung der “Nibelungen-Garage”. 1974 Übernahme der Brauerei Hirz, Hauzenberg.

Nr. 550 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
INTERCONTOR AG für den Handel mit internationalen Spielwaren
Sammelaktie 100 x 50 DM, Nr. 402050
Nürnberg, Nov. 1993 UNC
Gründung 1991. Betrieb eines internationalen Handelsunternehmens mit Waren aus den Bereichen Spiel und Freizeit. 2001 in VEDES AG umbenannt. Schöne große Abb. mit Kinderspielzeug: Teddybär auf Schaukelpferd, Ritterburg, Eisenbahn, Trommel und Trompete, Puppe und Ball. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 551 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
J. A. John AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1997
Erfurt-Ilversgehofen, 5.6.1912 EF/VF
Auflage: 350. Die schon länger bestehende Maschinen- und Blechwarenfabrik J.A. John wurde 1902 in die “Schornsteinaufsatz- und Blechwaren-Fabrik J. A. John AG” umgewandelt, seit 1911 nur noch kurz als J. A. John AG firmierend. Grundlage des Unternehmens waren die Schornsteinaufsätze des genialen Ingenieurs John, bei denen sich die Auslaßöffnung durch den Wind automatisch in die windabgewandte Richtung dreht, es kann also niemals in den Schornstein regnen. Sie sind noch heute in aller Welt zu finden (nur in Deutschland nicht, da sind sie feuerpolizeilich verboten, weil sie ja evtl. einrosten können und sich dann nicht mehr drehen). Auch die Abteilung für Wäscherei-Maschinen, Heizungs- und Lüftungs- sowie sonstige gesundheitstechnische Anlagen hat einen Höhepunkt zu bieten: John war der Erfinder der Trommelwaschmaschine! Eine weitere Spezialität waren Anlagen und Apparate für Kellereien. Zuletzt in Berlin (zuvor auch Dresden) börsennotiert, nach 1945 enteignet und als VEB weitergeführt, später einer der größten Maschinenbaubetriebe der DDR. Lochentwertet.

Nr. 552 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
J. D. Riedel - E. de Haën AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 55216
Berlin, Mai 1942 EF+
Auflage: 2.500. Ursprung ist die 1770 privilegierte Schweizer Apotheke in Berlin, die 1814 der Apotheker Johann Daniel Riedel übernahm und zu einer Drogengroßhandlung und chemisch-pharmazeutischen Fabrik erweiterte. AG seit 1905 als J. D. Riedel AG. 1912 Bezug des ganz neu erbauten Werkes am Teltow-Kanal in Berlin-Britz. 1922 Angliederung des Tetralinwerkes in Rodleben/Anhalt (später die Deutsche Hydrierwerke AG). 1928 Verschmelzung mit der „E. de Haen AG“ in Seelze bei Hannover. 1948 Sitzverlegung nach Seelze, wo nach der schrittweisen Stilllegung der Werke in Berlin und Hamburg 1963-73 die Produktion von Feinchemikalien, Reagenzien, Pharma-Spezialitäten, Riech- und Geschmackstoffen, Lebensmittelzusatzstoffen und Leuchtpigmenten konzentriert wurde. Bis in die 90er Jahre über Cassella zum Hoechst-Konzern gehörig, dann an eine US-Firma verkauft. Lochentwertet.

Nr. 553 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
J. E. Reinecker AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 7936
Chemnitz, 29.6.1920 EF+
Auflage: 6.000. Gründung 1911 zur Übernahme der Werkzeugmaschinenfabrik von J. E. Reinecker in Chemnitz-Gablenz. Über 2.400 Mitarbeiter produzierten vor allem Gewindeschneide- und Bohrwerkzeuge, Fräs- und Schleifmaschinen, Drehbänke und Maschinen für Zahnräderfabrikation. Börsennotiz Chemnitz und Berlin. 1949 verlagert nach München, 1969 aufgelöst und 1971 Sitzverlegung nach Einsingen bei Ulm (Donau) und Fortsetzung der Ges. Im selben Jahr noch erloschen. Feine Guillochenumrandung im G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 554 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
J. Elsbach & Co. AG
Aktie 200 RM, Nr. 2628
Herford, 18.8.1933 EF+
Auflage: 6.750. Gründung 1873 als “Herforder Hemdenfabrik J. Elsbach & Co.” in Herford und Löhne, AG seit 1907. Großaktionär war die noch heute als Jeansproduzent bekannte und erfolgreiche Textilfirma Adolf Ahlers. Umfirmiert 1938 in “Herforder Wäschefabriken AG” und 1952 in “Elsbach Wäschefabriken AG”, 1977 Umwandlung in eine GmbH & Co. KG. Das Unternehmen, das einst zu den bedeutendsten Industriebetrieben in Herford zählte, ging 1993 in Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 555 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
J. John Maschinenfabrik
und Eisengießerei AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2042
Litzmannstadt, April 1942 UNC
Auflage: 4.000. Gründung 1866 als J. John Transmissionsbau, Maschinenfabrik und Eisengießerei AG, seit 1941 Name wie oben. Produktion von Zahnradgetrieben, Drehbänken, Bohrmaschinen, Hartgusswalzen, Strebelkesseln und Radiatoren von Zentralheizungen. Lochentwertet.

Nr. 556 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Jakor Handels-AG
Aktie Lit. A 5.000 Mark, Nr. 5044
Hamburg, Mai 1923 UNC/EF
Gründeraktie, Auflage: 8.000. Gesellschaftszweck waren Handelsgeschäfte mit dem Nahen und Fernen Osten. Dekorativ, mit Abb. von zwei Ankern.

Nr. 557 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Jenaer Elektricitätswerke AG
5 % Teilschuldv. 1.000 Mark, Nr. 1033
Jena, 2.1.1908 EF
Auflage: 1.200. Gegründet 1902 in Berlin, wobei die AG von der Eisenbahnbau-Gesellschaft Becker & Co. GmbH die Straßenbahn, das schon in Betrieb befindliche E-Werk und die 1899 von der Stadt Jena erteilte Konzession übernahm. 1916 Sitzverlegung nach Jena. 1926 Aufnahme der Thüringische Elektricitätsversorgungs-AG in Jena durch Fusion. Neben der Stromversorgung von Jena und Umgebung auch Betrieb der 16,9 km langen elektrischen Straßenbahnen in und um Jena (u.a. nach Zwätzen und Lobeda), die bis zu 2 Mio. Fahrgäste jährlich beförderten. Großaktionäre waren zuletzt die Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Berlin mit 51,94% und die Stadt Jena mit 41,8%. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 558 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Jetair Luftverkehrs AG
Sammel-Vorzugs-Aktie 10 x 50 DM, Nr. 60791-800
München, Mai 1984 UNC
Für die Aktionäre eine Bruchlandung, die Firma existierte nur von 1982-1985. Unentwertet, mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 559 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Joh. Friedrich Behrens AG
Aktie 5 DM, Nr. 1120
Ahrensburg, Aug. 1996 UNC
Gründung 1919 als oHG, 1975 Umwandlung in die BeA Befestigungstechnik AG, ab 1977 Name wie oben. International führender Hersteller handgeführter und stationärer Druckluftapparate zum Nageln, Heften und Verbinden mit Vertretungen in 40 Ländern auf allen Kontinenten. Mehrheitsaktionär war die DOAG Holding AG (die vormalge Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft), heute zum Düsseldorfer VDN-Konzern (früher: Vereinigte Deutsche Nickelwerke AG) gehörend, nachdem DOAG und VDN im Jahr 2002 verschmolzen wurden. Ausgesprochen produkttypische Gestaltung: Die Umrahmung bilden zwei Heftklammern.

(PDF) Nr. 560 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Johannes Haag Zentralheizungen AG
Aktie 100 RM, Nr. 712
Berlin, Juni 1944 UNC-
Auflage: 750. Gründung der Stammfirma bereits1843 in Augsburg, ab 1898 AG als “Johannes Haag Maschinen- und Röhrenfabrik AG” mit weiteren Niederlassungen in Berlin, München, Nürnberg, Karlsruhe, Breslau, Danzig, Königsberg und Wien. Hergestellt wurden Heizungs- und Lüftungsanlagen. Großaktionäre waren die Kgl. Prinzen Konrad und Georg von Bayern, Börsennotiz in München und Augsburg (1932 eingestellt). 1930 umfirmiert wie oben, infolge der katastrophalen Lage der Branche in der Weltwirtschaftskrise 1932 Sitzverlegung nach Berlin und Konzentration auf die Niederlassungen Berlin, Breslau, Karlsruhe und Wien (alle übrigen wurden verkauft oder stillgelegt). Großaktionär 1944: S. Kgl. H. Prinz Konrad von Bayern (70 %). 1960 umfirmiert in Johannes Haag AG, Berlin (West), 1964 Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 561 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Johs. Oswaldowski AG
Aktie 100 RM, Nr. 1564
Altona, 2.1.1926 EF
Auflage: 1.000. Gründung 1923 zur Fortführung der früher von Johs. Oswaldowski betriebenen Essigfabrik. 2003 Übernahme durch die Carl Kühne GmbH & Co. KG. Lochentwertet.

Nr. 562 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Jul. Bernhardt & Co. AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 371
Thum (Erzgeb.), 23.6.1923 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Gründung am 9.6.1923. Fabrikation von Wirkwaren aller Art. Firma 1936 aufgelöst. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 563 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Julius Werthschütz AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 153
Ottendorf-Okrilla, Jan. 1941 UNC-
Auflage: 300. Gründung 1878, AG seit 1922. Erzeugnisse: Herstellung von Möbeln jeder Art, vor allem Schlafzimmer in echt und lackiert. 1948 verlagert nach Bielefeld, 1950 von Amst wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 564 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Just & Co. AG
Aktie 500 RM, Nr. 123
Geraberg i.Thür., 2.9.1929 EF
Auflage: 500. Gründung 1874 als oHG. 1879 wird die Bahnlinie Arnstadt-Ilmenau eröffnet, 1895 baut der Fabrikbesitzer Just auf einem Grundstück mit großem Waldbestand am Bahnhof Geraberg eine Kofferfabrik. 1909 Umwandlung in eine GmbH, seit 1923 AG. Etwa 300 Mitarbeiter waren mit der Herstellung von Koffern, Taschen und Lederwaren beschäftigt. Lochentwertet.

Nr. 565 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Kabelwerk Rheydt AG
Aktie 100 RM, Nr. 11712
Rheydt, Mai 1925 EF/VF
Auflage: 12.500. Gründung 1898. 1936 Übernahme der „Deutsche Kabelwerke AG“ in Berlin. Gehörte als AEG-Kabelwerke Rheydt zuletzt zum AEG-Konzern. 1992 wurde der Bereich Kabel von der Alcatel Alsthom übernommen. Im Jahr 2000 wurden dann die Kabelaktivitäten in die neu gegründete Firma Nexus ausgegliedert, deren IPO 2001 erfolgte. Lochentwertet.

Nr. 566 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Kaiser-Keller AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3103
Berlin, März 1911 VF+
Auflage: 550. Gegründet 1905. Der Ges. gehörten die Grundstücke Jägerstr. 14-16, Friedrichstr. 176-178 und Taubenstr. 38-40. In den Gebäuden befand sich das mit allem neuzeitlichen Komfort eingerichtete Kaiser-Hotel mit 180 Zimmern, das Restaurant “Kaiser-Keller”, die Konditorei Mauxion, die Kaiser-Diele, das Kaiser-Buffet, das Weihenstephan-Bräu (später Tucherbräu) sowie die “Künstler-Klause Carl Stallmann” und das Jäger-Casino, später auch die Schoppenweinstube Schifferhaus. Börsennotiz Berlin, Großaktionär war zuletzt die Dresdner Bank. 1955 im Handelsregister von Amts wegen gelöscht. Schöner G&D-Druck mit Firmensignet. Lochentwertet.

Nr. 567 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Kaisersäle AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 48
Halle a.d.S., 1.7.1919 EF+
Gründeraktie, Auflage: 250. Die 1918 noch in den letzten Wochen des 1. Weltkrieges gegründete AG bezweckte die gewerbliche Verwertung des Friedrich Erstmann gehörenden 3.700 qm großen Grundstücks “Kaisersäle” (Robert-Franz-Str. 13) durch Betrieb von Theatern jeder Art, Restaurations- und Kaffeehausbetrieb und Veranstaltung von Konzerten oder öffentlichen Vorführungen zur Belehrung und Unterhaltung. Später nahm das 1939 innen völlig neu gestaltete Lichtspieltheater den größten Teil des Komplexes ein. 1981 zog in die ehemaligen Kaisersäle inmitten eines eng bebauten gründerzeitlichen Blocks das “Neue Theater” der Stadt Halle ein. Neue Spielstätten, Galerien, Cafés und ein “Kneipchen” kamen hinzu. Diese Kulturinsel wurde 2004 mit einer Anerkennung beim Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Hübsche breite Girlanden-Umrahmung. Lochentwertet.

Nr. 568 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Kammgarnspinnerei Schedewitz AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 358
Schedewitz b. Zwickau, 25.3.1899 EF
Gründeraktie, Auflage: 2.400. Gründung 1839, AG seit 1899. Aufgrund schwerer Bergschäden durch unter der Fabrik liegende Kohlenbergwerke wurde das Werk 1921 nach Silberstraße verlegt. Die Fabrikgebäude in Schedewitz wurden an die Hataz Kleinautomobilwerke AG, Zwickau, verkauft. 1924 Neubau einer Wollkämmerei. 1929 Fusion mit der Kammgarnspinnerei Silberstraße. Börsennotiz Berlin und Leipzig. 1946 enteignet, 1954 Sitzverlegung nach Hamburg. Zuletzt nur noch Verwaltung von Restvermögen, die HV vom 10.8.1963 beschloss die Auflösung der Gesellschaft. Lochentwertet.

Nr. 569 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Kammgarnspinnerei zu Leipzig
Aktie 100 RM, Nr. 24869
Leipzig, 15.2.1938 EF+
Auflage: 1.300. Gründung 1830, bereits seit 1836 AG als „Kammgarnspinnerei zu Pfaffendorf“. Vollstufiger Betrieb mit Wäscherei, Kämmerei, Färberei, Spinnerei und Zwirnerei. Börsennotiz Leipzig. 1950 Sitzverlegung nach Wiesbaden, 1953 nach Stuttgart und 1966 nach München. Nach der Enteignung nur noch Verwaltung des Gesellschaftsvermögens. Noch heute in Berlin börsennotiert. Lochentwertet.

Nr. 570 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Kammgarnwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 6110
Eupen, Mai 1942 EF
Auflage: 2.160. Gründung 1906 zur Übernahme des Geschäftseigentums der Firma Gülcher & von Grand Ry GmbH in Eupen. 1940 erneut eingetragen. Ohne Lochentwertung.

Nr. 571 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Kamps AG
Sammelaktie 100 Stückaktien, Nr. 30009066
Düsseldorf, April 1998 EF+
Gegründet 1997 durch Umwandlung der BBG Bäckerei-Beteiligungsges. mbH, danach kometenhafte Entwicklung zum Börsen-Highflyer: In der Spitze konnte sich der Kurs der 1998 zu 8,35 EUR emittierten Aktie mehr als verfünffachen. Heute ist Kamps mit fast 100 Tochtergesellschaften in ganz Europa unter den Filialbäckereien und Backwarenherstellern (Lieken, Golden Toast, Harry’s) der größte. Erst kürzlich nach einem nur wenige Tage dauernden Übernahmekampf vom italienischen Nudelhersteller Barilla übernommen worden, 2006 dann Squeeze-Out der Kleinaktionäre. Kleine Brezel-Vignette. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 572 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Kardex AG für Büroartikel
Aktie 1.000 RM, Nr. 614
Saarbrücken, 1.10.1939 EF
Interimsschein, Auflage: 250. Gründung 1922. Herstellung, Vertrieb von und Handel mit Büroartikeln, insbesondere mit Waren, welche beim Patentamt mit dem Warenzeichen “Kardex” geschützt sind. Verkaufsagenturen in ganz Europa. Heute ist die Kardex Organisationssysteme GmbH, Kronberg einer der führenden Anbieter von automatischen Bereitstellungssystemen für Lager, Betrieb, Verwaltung. Lochentwertet.

Nr. 573 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Karlsruher Lebensversicherungsbank AG
Namens-Aktie 400 RM, Nr. 1993
Karlsruhe, Juli 1926 EF
Auflage: 3.000. Hervorgegangen aus der 1835 gegründeten „Allgemeinen Versorgungsanstalt im Großherzogtum Baden“, die 1903 in “Karlsruher Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit vormals Allgemeine Versorgungs-Anstalt” umfirmierte. 1922 Gründung der Karlsruher Lebensversicherungsbank AG, der 1930 der Versicherungsbestand des Gegenseitigkeitsvereins übertragen wurde. 1937 Umbenennung in Karlsruher Lebensversicherung AG. Großaktionäre sind heute die Münchener Rückversicherung und die Allianz. Lochentwertet.

Nr. 574 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Kaufring AG
Sammelaktie 100 x 50 DM, Nr. 3907
Düsseldorf, Juni 1991 UNC-
Gültige Aktie! Gründung 1921 als „Erwege-Großeinkaufsgenossenschaft eGmbH“ (Einkaufsgenossenschaft Rheinisch-Westf. Geschäftshäuser) durch 28 Kaufleute des rheinisch-westfälischen Haushaltshandels. Nach der Währungsreform 1948 systematischer Naufaufbau unter dem neuen Namen „Kaufring eGmbH“. 1988 Umwandlung in die Kaufring AG, 1991 Börsengang. Nach einem Ausgabekurz von 200 DM ging es nur noch bergab: Heutiger Kurs im Cent-Bereich, denn Kaufring wurde 2002 insolvent. Mit restlichen Kupons. Erstmals angebotener hoher Nennwert!

Nr. 575 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Kauzenburg-Betriebs-AG
Aktie Lit. B 50 DM, Nr. 6850
Bad Kreuznach, Okt. 1970 UNC-
Gründung 1969 durch 40 Firmen und Privatpersonen. Zweck: Betrieb eines Hotels und einer Gaststätte auf der Kauzenburg in Bad Kreuznach, über die 100 %-Tochter Burgkellerei Schloß Kauzenburg GmbH außerdem Handel mit Wein, Sekt und Spirituosen. Sämtliche Lit. A-Aktien hielten die Gründer. Von den Lit. B-Aktien wurden über 25 % von der Weingut Ferdinand Pieroth Weinkellerei GmbH gehalten. Der Rest war breit gestreut. 1983 beschloss die HV die Auflösung. Schöne Vignette mit Ansicht von Bad Kreuznach und der oberhalb gelegenen Kauzenburg. Diese Ausgabe bislang unbekannt, Einzelstück beim Einlieferer!

Nr. 576 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Keramag Keramische Werke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2864
Meiningen, 25.7.1919 EF/VF
Auflage: 4.400. Gründung 1917 als Keramische Werke AG. 1918 Änderung in „Keramag“ Keramische Werke AG. 1926 kaufte die britische Walker-Familie die Mehrheit der Aktien. 1935 Sitzverlegung von Meiningen nach Bonn. 1968 Übernahme der Aktienmehrheit durch ALLIA S.A. Paris. 1998 Sitzverlegung nach Ratingen. Großformatig. Dekorative Zierumrandung. Lochentwertet.

Nr. 577 Schätzpreis: 700,00 EUR
Startpreis: 350,00 EUR
Kerkerbachbahn AG
Aktie 500 Mark, Nr. 1223
Limburg, 12.5.1884 EF
Gründeraktie, Auflage zuerst 1900, nach Kapitalzusammenlegung 1919 blieben nur ca. 200 im UmlaufGründung 1884. 1000-mm-Schmalspurbahn Dehrn-Kerkerbach-Heckholzhausen-Hintermeilingen-Mengerskirchen, der Abschnitt Dehrn-Kerkerbach war durch ein drittes Gleis auch in Normalspur befahrbar. Anschluss an die Deutsche Reichsbahn in Kerkerbach. Betriebseröffnung 1886. Sitz bis 1906 in Christianshütte, dann in Kerkerbach (Oberlahnkreis). Eine reine Güterbahn, wie schon der Fuhrpark zeigt: 4 Lokomotiven bewegten 2 Personen-, aber bis zu 100 Güterwagen. 1946 Überführung in Gemeineigentum (im Westen eine Besonderheit der hessischen Landesverfassung, 1953 wurde die Sozialisierung wieder aufgehoben). 1974 Verkauf des Bahnbetriebes an die Bundesbahn, danach nur noch Vermögensverwaltung. Sitzverlegungen nach Frankfurt (1977), Heidelberg (1979) und Mannheim (1980). Das „zweite Leben“ als Bauträger-Gesellschaft, angefacht durch einen beispiellosen Boom bei Steuersparmodellen, war aber nur von kurzer Dauer: In einem spektakulären Konkurs ging die Kerkerbachbahn 1984 krachend unter, der letzte Großaktionär und Vorstand Tom Sieger atmete deswegen einige Jahre gesiebte Luft. Gedruckt auf Büttenpapier. Mit beiliegendem dekorativem Kuponbogen (nur ein Kupon fehlt). Bislang weniger als 10 Stücke bekannt!

Nr. 578 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
KIH Kommunikations
Industrie Holding AG
Vorzugs-Aktie 50 DM, Nr. 1163
Ettlingen, Juli 1995 UNC
Gründung 1965 als Ingenieurbüro durch Dr.-Ing. Ludwig Pietzsch. Später zunächst GmbH, 1988 in die Pietzsch AG umgewandelt. 1995 nach Übernahme der Aktienmehrheit durch die Rheinmetall Elektronik AG Umfirmierung wie oben. Holdinggesellschaft für die drei Bereiche Automatisierungstechnik/Telematik, Optronik, Meß- und Regeltechnik. Rückseitig entwertet.

Nr. 579 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Kleinbahn-AG Lüben-Kotzenau
Aktie 1.000 Mark, Nr. 882
Lüben, 1.7.1921 EF
Auflage: 1.304. Gründung 1914. Bau und Betrieb der normalspurigen Bahn Lüben-Kotzenau (28 km) nordwestlich von Breslau. 1945 Übernahme durch die polnische Staatsbahn PKP. Lochentwertet.

Nr. 580 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Kleinbahn-AG Stendal-Arendsee
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 834
Stendal, 1.10.1911 EF+
Gründeraktie, Auflage: 900, weitere 911 in Sammelurkunden verbrieft. Gründung 1906 als „Kleinbahn-AG Stendal-Arendsee“. Normalspurige Nebenbahnen von insgesamt 83 km Länge. Ursprungsstrecke Stendal-Peulingen-Kl. Rossau-Arendsee (48 km), ferner 1916/21 eröffnet Peulingen-Bismarck (22 km). Durch Fusion 1924 mit der Kleinbahn-AG Stendal-Arneburg kam noch die Strecke Stendal-Arneburg (12 km) dazu. Lochentwertet.

Nr. 581 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Kleinwohnungsbau GmbH
Anteilschein 500 RM, Nr. 411
Düsseldorf, 1.12.1936 EF
Gedruckt bei G&D.

Nr. 582 Schätzpreis: 280,00 EUR
Startpreis: 140,00 EUR
Kleinwohnungsbau Halle AG
Namens-Aktie 1.000 RM, Nr. 106
Halle, 7.5.1938 EF
Auflage 381, kpl. Neudruck nach Umstellung von Inhaber- auf NamensaktienGegründet 1922 unter maßgeblicher Beteiligung der Stadt Halle a.S. zur Schaffung gesunder Kleinwohnungen in Halle und Umgebung für die minderbegüterte Bevölkerung. 1925 Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Anfang der 30er Jahre wurden auf dem Gelände westlich der Merseburger Straße an der Kasseler Bahn 280 Einfamilienhäuder als Doppelhaushälften errichtet. Ende 1941 befanden sich 929 Häuser mit 3.486 Wohnungen im Bestand. Großaktionäre waren die Stadtgemeinde Halle, der Wohnungsverein Halle-Süd eGmbH, der Wohnstätten-Spar- und Bauverein Halle und der I.G.Farben-Konzern mit dem Ammoniakwerk Merseburg (Leunawerke). Ohne Lochentwertung.

Nr. 583 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Klöckner-Werke AG
6,5 % Teilschuldv. 1.000 DM, Muster
Duisburg, Juli 1958 EF+
Gründung 1897 als Lothringer Hüttenverein Aumetz-Friede, 1903 Umbenennung in Lothringer Hütten- und Bergwerksverein. 1910 Schaffung einer eigenen Kohlebasis durch Erwerb der Zechen Victor-Ickern in Castrop-Rauxel. 1912 Interessengemeinschaft mit den Mannstaedt-Werken in Troisdorf und der Düsseldorfer Eisen- und Drahtindustrie AG, deren Aktienmehrheit Peter Klöckner inzwischen erworben hatte. Die Werke und Erzgruben in Lothringen gingen 1918 aufgrund des 1. Weltkrieges verloren. Die verbliebenen Unternehmen (Hüttenwerk Haspe, Verarbeitungsbetriebe Troisdorf und Düsseldorf, Werk Quint bei Trier) faßte Klöckner 1923 in einer einzigen Gesellschaft als “Klöckner-Werke AG” mit Sitz in Castrop-Rauxel zusammen, unter Einbeziehung des 1920 erworbenen “Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenvereins” in Osnabrück mit der Zeche Werne. 1938 Sitzverlegung nach Duisburg. 1945 wurde die alte Klöckner-Werke AG auf alliierte Anordnung liquidiert, die Betriebe aber 1952 wieder zusammengefaßt in der „Nordwestdeutsche Hütten- und Bergwerksverein AG“, die 1954 wieder den alten Namen “Klöckner-Werke AG” annahm. Im gleichen Jahr Erwerb der Norddeutsche Hütte AG in Bremen (1959 fusioniert), 1961/62 Errichtung eines neuen Betriebes in Kehl (Rhein). 1992 Vergleichsverfahren. Gehört heute zum WCM-Konzern, geblieben sind dem früheren Montan-Riesen nur noch seine Machinenbau-Aktivitäten (Kunststoff-Maschinen und Getränkeabfüll-Maschinen). Muster-Perforation und abheftlochung, sonst tadellos. Das einzige uns bekannte Stück dieses Nennwertes!

Nr. 584 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Klöckner-Werke AG
Globalaktie 10 x 100 DM, Nr. 324041
Duisburg, Dez. 1960 EF+
Dekorativ, mit großem Portrait von Peter Klöckner. Prägesiegel lochentwertet. Äußerst seltene Emission!

Nr. 585 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Koch & te Kock AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 1943
Oelsnitz i.V., 14.3.1939 UNC/EF
Gründeraktie, Auflage: 2.407. Gründung 1938 mit Wirkung ab 1.1.1939 zwecks Fortführung des seit 1880 bestehenden Teppich-Fabrikations- und Handelsgeschäfts Koch & te Kock in Oelsnitz. Nach 1945 enteignet, 1953 zusammen geführt mit den “Adoros”-Teppichwerken zum VEB Halbmond Teppiche, bis 1989 größter Teppichproduzent im mittel- bzw. osteuropäischen Raum. 1996 ging das privatisierte Unternehmen in der Gruppe “Allied Textiles” auf. Lochentwertet.

Nr. 586 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Köllmann Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 716
Leipzig, 1.1.1933 EF+
Auflage: 330. Gründung 1904 in Leipzig durch Gustav Köllmann. Seit 1907 Zahnräderfabrik Köllmann GmbH, 1912 in eine AG umgewandelt, 1928 Umfirmierung wie oben. In Leipzig börsennotiert. Die Fabrik in der Torgauer Str. 74 produzierte mit knapp 500 Mitarbeitern Zahnräder, Getriebe für Eisenbahntriebwagen, Hinterachsen und Wechselgetriebe für die Automobilindustrie sowie Langfräsmaschinen. 1946 Demontage und Enteignung des Leipziger Werkes, das in der DDR als VEB Fahrzeuggetriebewerke Joliot Curio weiterbestand, 1991 als Zahnradwerke Leipzig GmbH reprivatisiert (seit 1999 Neue Zahnradwerk Leipzig GmbH). Die AG selbst verlegte ihren Sitz 1949 nach Langenberg/Rhld. (wo schon seit 1911 die Tochter Köllmann Maschinenbau GmbH ansässig war) und 1951 nach Düsseldorf. Einrichtung eines neuen Werkes in Düsseldorf-Heerdt. 1955 Übernahme durch die Maschinenfabrik Ernst Thielenhaus, die die Produktion 1964 in einem neuen großen Werk in Wuppertal konzentrierte. Im Zuge der Neuorganisation der Gruppe wurde die Zahnradfabrik Köllmann GmbH 2002 als Koellmann Airtec und Koellmann Gear Teil der Thielenhaus Technologies GmbH. Lochentwertet.

Nr. 587 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Kölner Bürgergesellschaft AG
Namensaktie 100 DM, Nr. 722
Köln, April 1959 EF
Auflage: 2.000. Gründung 1863, AG seit 1893. Verwertung und Verwaltung der Grundstücke Appellhofplatz 28, Burgmauer 31 und Röhrergasse 17a, außerdem Betrieb einer Weinhandlung. Die heutigen Grundstücke Unter Goldschmied / Laurenzplatz 9-17 sind bebaut mit einem Hotel (Bewirtschaftung 1959 ausgegliedert in die Senats Hotel GmbH) nebst Gesellschaftshaus. Bis heute im Düsseldorfer Freiverkehr börsennotiert. Entwertet durch Eckabschnitt.

Nr. 588 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Kölnische Gummifäden-Fabrik vorm. Ferd. Kohlstadt & Co.
Aktie 100 RM, Nr. 15066
Köln, 1.10.1938 EF+
Auflage: 900. Gründung 1843, seit 1872 AG. Herstellung von Gummifäden für Web- und technische Zwecke, Reklame- und Kinderluftballons, Lockenwicklern, Haushalts- und Operationshandschuhen, Hygienischen Artikeln (sprich: “Lümmeltüten) und Milchflaschensaugern Marke “Mutterglück”. 1970 Vergleichsverfahren, 1971 Liquidationsbeschluss, 1972 Verkauf der Werke und Anlagen, 1973 Aufhebung des Liquidationsbeschlusses und Fortsetzung der Gesellschaft. Lochentwertet.

Nr. 589 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Koenig & Bauer AG
Aktie Lit. C 100 DM, Blankette
Würzburg, Juli 1979 UNC
Gründung 1817 als älteste Druckmaschinenfabrik der Welt durch Friedrich Koenig (1773-1833), den Erfinder der Schnellpresse. Seit 1920 AG. 1995 Verschmelzung mit der Schnellpressenfabrik Albert in Frankenthal (Pfalz). Den größten Coup landete Koenig & Bauer nach der Wende mit der Übernahme des DDR-Vorzeigebetriebes Planeta in Radebeul: zum einen gelang es damit, sich im Bereich der Bogenmaschinen direkt gegen den Erzkonkurrenten Heidelberger Druckmaschinen zu positionieren. Zum anderen braucht Koenig & Bauer wegen des gigantischen Planeta-Verlustvortrages trotz glänzender Ertragslage bis lange nach der Jahrtausendwende keine Ertragsteuern zu bezahlen. Schöner G&D-Druck mit Stahlstich-Vignetten von Friedrich Koenig und Andreas Bauer. Abheftlochung.

Nr. 590 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Koenig & Bauer AG
Sammel-Vorzugs-Aktie 20 x 50 DM, Nr. 98161-80
Würzburg, Juni 1985 UNC-
Schöner G&D-Druck mit Stahlstich-Vignetten von Friedrich Koenig und Andreas Bauer. Abheftlochung.

Nr. 591 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
König Friedrich August-Hütte und C. E. Rost & Co. AG
Vorzugs-Aktie 100 RM, Nr. 951
Dölzschen bei Dresden, Aug. 1932 EF
Auflage: 200 (nach Kapitalherabsetzung 1933). Gegründet 1789 als Hüttenwerk, AG seit 1881. Herstellung von Gusswaren, Maschinen und Apparaten aller Art. Die Gesellschaft ist 1922 durch Fusion in den Besitz der Sächsischen Maschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann, Chemnitz, übergegangen (1928 Rückverwandlung der Hütte in eine eigene AG). 1931 Übernahme des gesamten Betriebes der Dresdner Maschinenfabrik C. E. Rist & Co. 1934 Erwerb der Gießerei der Hille-Werke AG, Dresden. Nach Enteignung in der DDR Fortführung des Werkes als VEB Eisenhammerwerk Dresden-Dölzschen, Herstellung von Gusserzeugnissen für die Kfz-Produktion. Nach der Privatisierung 1990 von den ehemaligen Werksangehörigen von der Treuhand erworben, heute Hersteller von Gussteilen für den Kanalbau.

Nr. 592 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Königsberger Hartungsche Zeitung und Verlagsdruckerei
Aktie Lit. B 100 RM, Nr. 2006
Königsberg i.Pr., 1.1.1928 UNC/EF
Auflage: 5.137. Das zuletzt 12 x wöchentlich erscheinende Blatt ist eine der ältesten deutschen Zeitungen überhaupt gewesen und geht wahrscheinlich bis in die 1. Hälfte des 17. Jh. zurück: 1640 gründete der Buchdrucker Joh. Reußner die “Hof- und Akadem. Buchdruckerei” und erhielt 1660 das Privileg, allein eine Zeitung zu drucken. 1730 gründete Joh. Heinr. Hartung eine Druckerei in Königsberg und erwarb dazu 1751 auch die Reußner’sche Druckerei. Dessen Zeitung hatte zuvor mehrfach den Namen gewechselt und erschien nun als “Königl. priv. Preuß. Staats-, Kriegs- und Friedenszeitung”, ein Titel, der ihr 1850 durch Verfügung entzogen wurde. 1872 verkaufte der Urenkel des Firmengründers die Königsberger Hartungsche Zeitung an diese AG. Seit 1897 wurde außerdem das „Königsberger Tageblatt“ herausgegeben. Börsennotiz Königsberg. Ohne Lochentwertung.

Nr. 593 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Königsberger Lagerhaus-AG
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 231
Königsberg i.Pr., 28.7.1920 EF
Auflage: 400. Gründung 1896 von den vier größten Getreidehändlern Königsbergs. Vor allem russische Getreide-Exporte brachten eine gute Auslastung; der Getreidespeicher direkt am Pregel war mit einem Fassungsvermögen von 60.000 t der größte Europas. Börsennotiz Berlin. Letzte Großaktionäre: Deutsche, Dresdner und Commerzbank. Ohne Lochentwertung.

Nr. 594 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Königsbrücker Emaillierwerk Gebrüder Reuter AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 5741
Königsbrück/Sa., Juli 1923 EF
Auflage: 5.400. Gründung 1922 zur Weiterführung der gleichnamigen Firma mit Werken in Königsbrück und Trems bei Lübeck. Lochentwertet.

Nr. 595 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Königshütter Gaswerk AG
Aktie 67,50 Zloty, Nr. 2672
Königshütte O.-S., 31.5.1943 EF
Ersatzurkunde! Gasversorger der Stadt Königshütte (heute Chorzów) im oberschlesischen Industrierevier, gegründet 1920. Die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau war an der AG beteiligt (1943). Das Kapital der Gesellschaft betrug 1943 270.000 RM = 540.000 zl. Mit Schreibmaschine ausgeführt. Lochentwertet.

Nr. 596 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Kötitzer Ledertuch-
und Wachstuch-Werke AG
Aktie 100 RM, Nr. 10874
Coswig, Bez. Dresden, Juli 1942 EF+
Auflage: 5.000, kpl. Aktienneudruck. Gründung 1897 als „Deutsche Pluviusin AG“, umbenannt 1910 in „Deutsche Kunstleder-AG“, ab 1923 Firma wie oben. Herstellung von Kunstleder, Ledertuch, Wachstuch und Lederersatzprodukten. Werke in Kötitz, Gummersbach (1910 Übernahme der Kunstleder-Fabriken Carl Bockhacker, 1918 übernahme der Rheinische Kaliko-Fabrik C. Bockhammer in Burscheid als Werk II, in der Weltwirtschaftskrise 1930 stillgelegt), Berlin (1927 Übernahme der Ketschendorfer Kunstlederfabrik AG, 1929 stillgelegt), Zweenfurth bei Leipzig (1929 Übernahme der Kunstlederfabrik Alexander Schumann) und Siebenlehn bei Nossen. 1938 Gründung der “Göppinger Kaliko- und Kunstleder-Werke vorm. Netter und Eisig GmbH” in Göppingen und Eislingen. Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig. 1946 Enteignung der in der Ostzone liegenden Fabriken Kötitz, Zweenfurth und Siebenlehn, 1950 Sitzverlegung nach Düsseldorf. Als einziges Aktivum verblieb die Beteiligung an der Göppinger Kaliko, die sich 1977 der Großaktionär (Continental-Gummiwerke AG in Hannover) einverleibte. Die zugleich beschlossene Auflösung der AG wurde 1978 durch den neuen Großaktionär Adolf Merckle, Blaubeuren, rückgängig gemacht, außerdem Sitzverlegung nach Berlin. Ab 1984 Ausbau zu einer Kapitalanlagegesellschaft. Lochentwertet.

(PDF) Nr. 597 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Kolb & Schüle AG
Aktie 50 DM, Nr. 54
Kirchheim-Teck, März 1969 UNC
Gültige Aktie! Auflage: 16.000. Gründung 1898 als „Mech. Buntweberei vorm. Kolb & Schüle AG“, 1918 umfirmiert. Das Kirchheimer Etablissement bestand bereits seit 1761 als Handweberei, ab 1857 dann Maschinen-Betrieb. Das Bissinger Werk entstand 1897. Außerdem Zweigbetriebe in Urach und Schlitz (Hessen). 1926 Fusion mit der Mech. Flachsspinnerei Bayreuth AG, 1937/38 wurden die Göppinger Betriebe der Firma A. Gutmann & Co. GmbH übernommen. Die bis heute börsennotierte AG war lange einer der „weißen Raben“ der krisengeschüttelten Textilindustrie. Zuletzt von der Minninger-Gruppe zu einer Immobiliengesellschaft umstrukturiert. Mit Kupons ab Nr. 51.

Nr. 598 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Konservenfabrik Joh. Braun AG
Aktie Lit. A 500 RM, Nr. 142
Pfeddersheim bei Worms, Jan. 1933 UNC/EF
Auflage: 785. Gründung 1907 unter Übernahme der seit 1871 bestehenden Firma Joh. Braun, Konserven und Marmeladefabrik, ursprünglich in Düsseldorf von Johann Braun gegründet. Dessen Sohn, Josef Braun, verlegte 1873 die Fabrik nach Mombach bei Mainz, 1881 von da nach Pfeddersheim bei Worms, wo eine Malzfabrik erworben wurde. 1943 bestanden Werke in Pfeddersheim und Volkach (Main). Die Produktion in Volkach wurde von der Konservenfabrik Joh. Braun GmbH bis 1966 aufrecht erhalten. Ohne Lochentwertung.

Nr. 599 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Konservenfabrik Seehausen-Altmark
Aktie 100 RM, Nr. 844
Seehausen-Altmark, März 1941 UNC/EF
Auflage: 1.000. Gründung 1924 durch Übernahme der Konservenfabrik Seehausen i. Altm. eGmbH. Nach 1948 Betrieb im VEB OGEMA, Obst- und Gemüseverarbeitung Magdeburg, ab 1975 VEG OGEMA Stendal. 1990 stillgelegt. Lochentwertet.

Nr. 600 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Kontor-Haus AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 64
Berlin, Juli 1909 EF+
Gründeraktie, Auflage: 500. Gründung 1909. Immobiliengesellschaft, besaß Kontorhäuser in Berlin: Schicklerstr. 5,6,7, und Neue Friedrichstr. 2. Ein Grundstück in der Charlottenstr. wurde 1918 verkauft. Großaktionär (1943): Norddeutsche Lederwerke AG, Berlin (90%). 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, ab 1952 GmbH. Lochentwertet. Doppelblatt. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 601 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Korf-Stahl AG
Aktie 100 DM, Nr. 273305
Baden-Baden, Mai 1972 UNC-
Auflage: 100.000. Gegründet 1911 in Neustadt (Weinstraße) als “Internationale Baumaschinenfabrik AG” (mit späterem Zusatz IBAG). Hergestellt wurden Steinbrecher, Betonmischer, Sand- und Kiessortieranlagen sowie Maschinen für modernen Straßenbau. Die Projektierung von Stahl- und Walzwerken mündete im Jahr 1972 (nach Übernahme der Mehrheit durch Korf erneut umbenannt in Korf-Stahl AG) in der kompletten Übernahme der Badische Stahlwerke AG in Kehl am Rhein und einer 51-%-Beteiligung an der Hamburger Stahlwerke GmbH. Genau wie die kleinen, “Brescioni” genannten oberitalienischen Stahlkocher dieser Zeit bot der Selfmade-Mann Willy Korf mit seinen Mini-Stahlwerken mit innovativen Konzepten den übermächtigen traditionellen Montankonzernen die Stirn - was das Establishment sich nicht bieten ließ: Die Korf-Stahl AG als Holding ging 1983 in Konkurs, die Korf’schen Mini-Stahlwerke aber überlebten bis heute. Mit Kupons ab Nr. 6.

Nr. 602 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Kraftübertragungswerke Rheinfelden
Aktie 50 DM, Nr. 18219
Rheinfelden (Baden), Juni 1967 EF+
Auflage: 20.000. Gründung 1897 zum Bau einer Wasserkraftanlage am Oberrhein. Die Gesellschaft erlangte großen Ruhm mit der ersten großtechnischen Verwirklichung der Stromübertragung über größere Entfernungen. Die Aluminium-Industrie-AG in Neuhausen kaufte der Gesellschaft für die ganze Dauer der Konzession gleich die Hälfte ihrer Kapazität ab, weitere Großabnehmer der chemischen und Textilindustrie siedelten sich an, so dass die gesamte Kapazität gleich nach Inbetriebnahme des Kraftwerks ausverkauft war. 1908 wurde zusammen mit der Stadt Basel das Kraftwerk Augst-Wyhlen gebaut. Beteiligungen 1926 am Rheinwasserkraftwerk Ryburg-Schwörstadt und 1928 beim Schluchseewerk im Schwarzwald. 1942 Übernahme der Elektrizitätswerk Zell AG. Weitere Beteiligungen 1965 beim Kernkraftwerk Obrigheim, 1969 an der Rheinkraftwerk Säckingen AG und 1973 beim Kernkraftwerk Leibstadt (Schweiz). Mehrheitsaktionär der bis heute in Berlin, Frankfurt, Zürich und Basel börsennotierten AG ist die Elektro-Watt AG, Zürich. Üblicher G & D-Druck. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 603 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Kraftversorgung Rhein-Wied AG
Aktie 1.000 Goldmark, Nr. 526
Neuwied, 22.10.1924 EF+
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Gründung 1924 durch den Kreis Neuwied und die AG für Energiewirtschaft (vormals Eisenbahn-Baugesellschaft Becker & Co.). Neben der Energie- und Wasserversorgung des Kreises Neuwied und dreier Gemeinden im Kreis Mayen-Koblenz früher auch Betrieb der 19,7 km langen Straßenbahn Oberbieber-Neuwied-Engers-Gladbach (1949/51 auf O-Bus-Betrieb umgestellt) sowie von Omnibuslinien. Zuletzt wurden auch 595 km Breitbandkabelleitungen betrieben. Aktionäre waren die Lahmeyer AG (RWE-Konzern) mit 70 % und der Kreis Neuwied. Mitte 2001 mit der Main-Kraftwerke AG (Frankfurt/Main), der Kraftwerk Altwürttemberg AG (Ludwigsburg) und der AfE Ges. für Energiewirtschaft mbH (Bad Homburg) zur Süwag Ernergie AG (Sitz Frankfurt/Main) verschmolzen. Ohne Lochentwertung.

Nr. 604 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Kraftwerk Thüringen AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3902
Gispersleben, Okt. 1929 EF
Auflage: 6.000. Gründung 1901 als Privatunternehmen durch den aus Leipzig zugezogenen Ingenieur Max Lange. Umwandlung 1907 in eine GmbH und 1909 in die „Elektrizitätswerk Gispersleben AG“. 1915 Fusion mit der „Elektrizitätswerk Oberweimar Ueberlandzentrale GmbH“, dabei Umfirmierung wie oben. Neben dem Kohlekraftwerk (das 1918 einen eigenen Gleisanschluß an die Eisenbahn Erfurt-Nordhausen erhielt) besaß die Ges. auch eine kleine Wasserkraftanlage. Über 1200 km Hochspannungsleitungen wurden die Überlandzentrale Saaletal GmbH in Saalfeld, die Städte Ilmenau, Arnstadt, Weimar und Sömmerda und über 300 kleinerei Gemeinden mit Strom beliefert. Börsennotiz Berlin und München; Großaktionär war bis in die 30er Jahre die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg (Siemens-Konzern), später die Thüringenwerk AG in Weimar (33,7 %), die Elikraft AG in Berlin (26,7 %) und die Thür. Elektrizitäts- und Gas-Werke AG in Apolda (27,5 %). Lochentwertet.

Nr. 605 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Kramsta-Methner u. Frahne AG
Aktie 100 RM, Nr. 3768
Landeshut i. Schles., Juli 1935 EF+
Auflage: 2.000. Das Unternehmen ist hervorgegangen aus der 1797 gegründeten Kramsta-Gesellschaft (AG seit 1871) und aus der 1852 gegründeten Textilwerke Methner & Frahne (AG seit 1907). 1931 erfolgte der Zusammenschluß beider Firmen zur Ostdeutsche Textilindustrie AG. Diese trat 1933 in Liquidation und gründete zur Fortführung des Unternehmens die Kramsta-Methner & Frahne GmbH, die 1935 erneut in die AG umgewandelt wurde. Werke in Merzdorf/Riesengeb. (Flachsfabrik und Grünflachsspinnerei), Waldenburg (Leinenspinnerei), Landeshut (Leinen, Halbleinen- und Schwerweberei) und Bolkenhain (Roh- und Gebildweberei). Börsennotiz Berlin und Breslau. 1948 Sitzverlegung nach Bielefeld, 1963 Auflösung der Gesellschaft. G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 606 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Krefelder Teppichfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 1995
Krefeld, 31.3.1928 EF
Auflage: 1.500. Gründung 1898. Name bis 1901: Krefelder Teppichfabrik AG vorm. Joh. Kneusels & Co. Herstellung und Vertrieb von Teppichen, Möbel- und Dekorationsstoffen. Ab 1960 nicht mehr in den Handbüchern verzeichnet. Lochentwertet.

Nr. 607 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Krefelder Teppichfabrik AG
Aktie 20 DM, Nr. 148
Krefeld, 30.6.1958 UNC/EF
Kleinformat.

Nr. 608 Schätzpreis: 20,00 EUR
Startpreis: 10,00 EUR
Kreis Teltow
Schuldv. 200 RM, Nr. 346
Berlin, 24.5.1927 Mit Auslosungsschein.
Gehörte zur Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Potsdam. Lochentwertet.

Nr. 609 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Kreis-Hypothekenbank Lörrach
Aktie 100 RM, Nr. 14392
Lörrach, Baden, 1.8.1926 EF/VF
Auflage: 5.680. Gründung 1868 durch den Kreisausschuss des Kreises Lörrach. Die Bank war kein Pfandbrief-Institut. 1936 Übernahme eines Reisebüros in Lörrach. Beteiligung an der AG für Hypothekenverkehr, Basel. 1953 einer der ersten Bankzusammenbrüche der jungen Bundesrepublik. Lochentwertet.

Nr. 610 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Kühn, Vierhaus & Cie. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3713
Rheydt, 12.2.1923 EF
GAuflage: 2.700. egründet 1884 als oHG, 1915 in eine AG umgewandelt. Betrieb einer Spinnerei und Zwirnerei, Herstellung und Vertrieb von Garnen. Großaktionäre (1943): Familie Vierhaus. 1983 Einstellung der Produktion, 1985 Konkursantrag. Lochentwertet.

Nr. 611 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Lahmeyer AG
Aktie 50 DM, Nr. 571629
Frankfurt a.M., Dez. 1976 UNC
Gründung 1890 als „W. Lahmeyer & Co. Commandit-Gesellschaft“. Ab 1891 Elektrizitäts-AG vorm. W. Lahmeyer & Co. und 1969 Umbenennung in Lahmeyer AG. Bau und Betrieb elektrischer Anlagen, Herstellung sämtlicher Maschinen und Apparate auf dem Gebiet der Elektrotechnik. Noch heute eine wichtige Zwischenholding im RWE-Konzern, 1997 fusionierrt mit der ebenfalls als Zwischenholding zum RWE gehörenden Rheinelektra AG in Mannheim (bei der u.a. die RWE-Beteiligung an der Heidelberger Druckmaschinen AG lag). Rückseitig entwertet.

Nr. 612 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Land Mecklenburg-Vorpommern
4 % Schuldv. 100 RM, Blankette Schwerin, 10.4.1946 EF+
Die Anleihe von 40 Mio. RM wurde 1951-56 durch Auslosung der 5 gleichen Serien zurückbezahlt
Die früheren Großherzogtümer und (nach der Novemberrevolution 1918) Freistaaten Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz werden nach Hitlers Amtsübernahme zum Land Mecklenburg vereint. Nach der Ziehung der Oder-Neisse-Linie durch die Alliierten auf der Potsdamer Konferenz im August 1945 wird Mecklenburg mit dem westlichen Teil Vorpommerns und dem Amt Neuhaus zum Land Mecklenburg-Vorpommern vereinigt. Drei Jahre nach Gründung der DDR erfolgt 1952 die Neugliederung in die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. Nach der Wende entsteht 1990 das Land Mecklenburg-Vorpommern ein zweites Mal. Mit kpl. anh. Kupons. Äußerst selten.

Nr. 613 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Landcredit-Bank Sachsen-Anhalt AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 386
Halle a.S., Aug. 1938 EF
Auflage: 150. Gründung 1922. Filialen in Stendal, Heiligenstadt, Beetzendorf, Magdeburg, Salzwedel und Eisleben. Lochentwertet.

Nr. 614 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Landesbank und Girozentrale
für das Sudetenland
4 % Schuldv. 5.000 RM, Nr. 37
Reichenberg, 16.3.1941 EF+
Errichtet als Körperschaft des öffentlichen Rechts durch Verordnung vom 27.3.1939. Gewährträger waren der Sparkassen- und Giroverband für das Sudetenland und der Reichsgau Sudetenland. Zweiganstalt in Troppau. Sehr großes Sudetenland-Wappen im Unterdruck. Dieser höchste Nennwert der Kommunalanleihe ist sehr selten.

Nr. 615 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Landeshauptstadt München
(City of Munich)
6 % Bond 100 £, Nr. 13006
1.12.1928 EF
Schöner, großformatiger Stahlstich von Waterlow & Sons, Vignette mit Münchner Kindl. Knickfalte.

Nr. 616 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Landshuter Keks- und Nahrungsmittelfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1613
Landshut, Bayern, 30.9.1920 EF+
Auflage: 1.900. Gründung 1912. 1918 übernahm die Kaiser-Otto AG Nahrungsmittelfabriken, Heilbronn die Aktienmehrheit, zugleich umbenannt in „Landshuter Keks- und Nahrungsmittelfabrik AG“ und 1925 in „Landshuter Keks- und Schokoladenfabrik AG“. Hergestellt wurden Back-, Teig- und Zuckerwaren aller Art sowie Schokolade unter der Marke „Zugspitze“. Letzter Großaktionär war der Zwiebackfabrikant Carl Brandt. 1951 umgewandelt in die „C.& F. Brandt Schokoladenfabrik „Zugspitze“ GmbH“. Heute ist das Landshuter Werk eine wichtige Produktionsstätte der Brandt Zwieback Schokoladen GmbH + Co. KG, Hagen. Großes Hochformat, feine Zierumrandung. Lochentwertet.

Nr. 617 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Langbein-Pfanhauser Werke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 5693
Leipzig, 6.5.1922 EF+
Auflage: 1.500. Gründung 1907 durch Fusion der Dr. G. Langbein & Co. in Leipzig (gegr. 1881) mit Filialen in Berlin, Solingen, Wien, Mailand und Brüssel mit der Firma Wilh. Pfanhauser in Wien (gegr. 1873). Fabriken für Galvanotechnik und Elektrochemie sowie Dynamo- und Maschinenbau in Leipzig und Oerlikon/Schweiz. Seinerzeit in Leipzig börsennotiert. 1948 in der DDR enteignet, daraufhin Sitzverlegungen nach Düsseldorf (1951), Neuss (1953) und zurück nach Düsseldorf (1999). 2001 aufnehmende Gesellschaft bei der Fusion mit der Vereinigte Deutsche Nickel AG, der Hindrichs-Auffermann AG und der DOAG AG, zugleich Umfirmierung in VDN Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG. Großformatig, dekorative Ornament-Umrahmung.

Nr. 618 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Langbein-Pfanhauser Werke AG
Aktie 50 DM, Nr. 2003
Leipzig, April 1988 UNC-
Mit Kupon und Talon.

Nr. 619 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Lebrecht Müllers Erben AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2
Litzmannstadt, März 1942 UNC/EF
Auflage: 2.400. Gründung 1870, lt. Hauptversammlung vom 23.12.1941 wurde die Satzung dem deutschen Aktiengesetz angepaßt und neu gefaßt. Herstellung und Vertrieb sowie die Ausrüstung von Textilerzeugnissen aller Art. Haupterzeugnisse: Baumwoll-, und kunstseidene Gewebe. Ohne Lochentwertung. Niedrige Nr. 2!

Nr. 620 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Lech-Elektrizitätswerke AG
4 % Teilschuldv. 500 RM, Nr. 10252
Augsburg, Nov. 1942 EF/VF
Auflage: 2.000. Gründung 1903 durch die Elektrizitäts-AG W. Lahmeyer & Co. zur Nutzung der Wasserkräfte des Lech unterhalb Augsburgs bis zur Donau (Wasserkraftwerke Gersthofen, Langweid und Meitingen). Stromlieferungsverträge mit dem Bayerischen Staat und der Stadt Augsburg. Noch heute börsennotierter Energieversorger (gehört zum RWE-Konzern). Ohne Lochentwertung. Doppelblatt.

Nr. 621 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
Leerer Heringsfischerei AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 6171
Leer i. Ostfr., Juni 1942 UNC/EF
Auflage: 400. Gründung 1905, Seefischfang mit anfänglich 5 Stahldampfloggern. Börsennotiz: Freiverkehr Hamburg und Bremen. 1957 Zusammenarbeit mit der Emder Heringsfischerei und der Gesellschaft Großer Kurfürst, 1961 Umwandlung in eine gemeinsame GmbH. 1969 Ende der Fangfahrten und Sitzverlegung nach Bremerhaven, 1976 Liqiudation. Lochentwertet.

Nr. 622 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Leffers AG
Aktie 50 DM, Nr. 1827
Bielefeld, Juni 1977 UNC
Gründung der AG 1970 durch Umwandlung der Gebr. Leffers OHG, Bielefeld. 1980: Sortimentbereinigung um Teppichwaren und Bodenbeläge. Textilkaufhäuser in Bielefeld, Bonn, Koblenz, Lübbecke und Lüdenscheid. Noch heute bekannte Textil-Kaufhauskette, mit der Sinn AG verschmolzen, gehört zum Quelle- Versand-Konzern. Prägesiegel lochentwertet. Mit Kupons.

Nr. 623 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Lehnkering AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1454
Duisburg, Dez. 1941 EF+
Auflage: 3.000. Gründung 1872 als Lehnkering & Cie. in Duisburg, AG seit 1907 nach Übernahme der Firma Lehnkering, Otten & Cie. zu Hagen. Betrieb von Reederei-, Lagerei- und Speditionsgeschäften. 1998 aufgegangen in VTG-Lehnkering AG, die ihren Firmensitz in Duisburg und Hamburg hat (Tochtergesellschaft der Hapag-Lloyd). 2004 Ausgliederung der Lehnkering GmbH, Duisburg, tätig in Bereichen Binnenschifffahrt, Road Cargo, Tank- Gefahrgutlager, Chemieservice. Lochentwertet.

Nr. 624 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Leifheit AG
Aktie 50 DM, Nr. 6688
Nassau, Sept. 1984 UNC
Gründung 1959 als Leifheit KG, 1972 Übertragung auf die Leifheit International Günter Leifheit GmbH, 1982 Umfirmierung in Leifheit International GmbH und ab 1984 Umwandlung in eine AG. Erfolgreicher Produzent nichtelektrischer Haushaltsgeräte. Die Fa. unterhält Betriebsstätten in Nassau/Lahn und Dehrn bei Limburg. Das Grundkapital betrug 1984 20 Mill. Mark. Mit Firmensignet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 625 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Leipziger Baumwollweberei
Aktie 1.000 Mark, Nr. 619
Wolkenburg, 12.11.1920 EF
Auflage: 500. Gründung 1886. Die Rohweberei ist hervorgegangen aus der Ende des 18. Jh. von Gebr. Krause geschaffenen und von C.M. Riedig erweiterten Betriebsanlage. Der Betrieb wurde 1929 stillgelegt, jedoch Anfang 1931 wieder aufgenommen. 1947 in Baumwollweberei Wolkenburg umbenannt. 1953 verstaatlicht. 1964 VEB Malitex Hohenstein-Ernsthal, 1990 Malitex GmbH, 1991 Schließung des Werkes Wolkenburg. Lochentwertet.
Nr. 626 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Leipziger Bierbrauerei zu Reudnitz Riebeck & Co. AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3897
Leipzig, 1.8.1933 EF-
Auflage: 7.000. Gründung 1862, seit 1887 AG. Die Brauerei in der Mühlstr. 13 wurde nun sehr expansiv geführt, bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges hatte sich der Absatz auf 400.000 Hektoliter jährlich mehr als verdoppelt. 1912 Errichtung eines Zweigbetriebes in Berlin durch Anpachtung der Germaniabrauerei in der Frankfurter Allee 53/55. 1938 Umfirmierung in Riebeck-Brauerei AG. Inzwischen mit in der Spitze 2 Mio. Hektoliter im Jahr Ausstoß der größte mitteldeutsche Brauerei-Konzern. Eigene Braustätten in Leipzig, Erfurt, Altenburg i.Th., Gera und Gräfenthal (Thür.) sowie Mehrheitsbeteiligungen an weiteren 19 Brauereien (die größte Beteiligung 1943 war die an der Actien-Brauerei Neustadt-Magdeburg). Börsennotiz Berlin und Leipzig. Die AG wurde erst jüngst reaktiviert, wobei sich auch die Familie Oetker engagierte. G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 627 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Leipziger Braunkohlenwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 941
Kulkwitz, 10.5.1905 VF+
Auflage: 200. Gegründet 1864 als Gewerkschaft Grube Mansfeld, seit 1891 AG. Braunkohlen-Tiefbau mit zwei Förderschächten in den Fluren Gärnitz, Kulkwitz, Quesitz, Markranstädt und Lausen (Kgr. Sachsen) und Thronitz, Schkeitbar und Schkölen (Kgr. Preußen). Der größte Teil der Kohle wurde in dem unmittelbar neben der Grube in Kulkwitz errichteten Landkraftwerk Leipzig verfeuert. Firmensitz bis 1899 in Albersdorf, danach in Kulkwitz bei Leipzig. 1937 Übergang des Gesellschaftsvermögens auf den alleinigen Aktionär, die Landkraftwerke Leipzig AG, 1938 erloschen. Lochentwertet. Mittelknickfalte eingerissen.

Nr. 628 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Leipziger Effekten- und Kredit-Bank
Aktie 5.000 Mark, Nr. 84242
Leipzig, 24.8.1923 VF+
Auflage: 135.800. Gegründet 1918. Betrieb von Bankgeschäften aller Art, Kreditgewährung, einschl. Realkredite mit Hypothekenschutz. 1927 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 629 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Leipziger Handels-
und Verkehrs-Bank AG
Aktie 100 RM, Nr. 5976
Leipzig, 22.4.1925 EF+
Auflage: 2.500. Gründung 1867 als KG, seit 1877 e.G., seit 1891 AG (Firma bis 1919: Leipziger Central-Viehmarkts-Bank AG). Lochentwertet.

Nr. 630 Schätzpreis: 480,00 EUR
Startpreis: 240,00 EUR
Leipziger Luftschiffhafen-
und Flugplatz-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3
Leipzig, 25.3.1913 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 1.200. Zur Errichtung eines Luftschiffhafens mit Luftschiffhalle wurde der Gesellschaft von der Stadt Leipzig ein großes Areal in Mockau überlassen. Die feierliche Eröffnung fand am 22.6.1913 mit einem Eröffnungsflug des Luftschiffs „Sachsen“ statt, bei dem auch der König von Sachsen an Bord war. Im 1. Weltkrieg wurde der Flugplatz vom Militär genutzt und erst 1919 wieder freigegeben. Der Leipziger Luftschiffhafen wurde zum größten der Welt. Ein Teil der verfügbaren Schuppen war später an die Germania-Flugzeugwerke GmbH verpachtet. 1924 übernahm die Stadt Leipzig die Aktienmehrheit und reichte einen Teil der Beteiligung an den Freistaat Sachsen weiter. Die Anlage besteht noch heute als Flughafen Leipzig-Mockau. Hochdekorativ, große Abb. des Luftschiffes “Sachsen” im Unterdruck. Leichte vertikale Knickfalte mittig, Ecken ganz leicht fingerfleckig, insgesamt sehr schöner Erhaltungszustand. Ohne Lochentwertung!

Nr. 631 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Leipziger Spitzenfabrik Barth & Co.
Aktie 100 RM, Nr. 606
Leipzig, 14.1.1933 EF
Auflage: 1.500. Gründung 1900. Herstellung von Spitzen und anderen Textilerzeugnissen, Werke in Plagwitz und Lindenau. Börsennotiz Leipzig. In der DDR bis 1970 VEB Leipziger Spitzenfabrik, dann Bildung eines Großbetriebes VEB Plauener Spitze aus den Werken Leipzig, Grimma, Dresden, Auerbach und Plauen. Die Altgesellschaft wurde 1991 nach Hamburg verlegt, 1993 Nachtragsabwicklung, 1998 Leipziger Spitzenfabrik Barth & Co. AG i.A., Leipzig. Sehr seltene Variante mit dem ovalen BARoV-Kraftlos-Stempel.

Nr. 632 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Leipziger Trikotagenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 119
Leipzig, 31.8.1928 EF+
Auflage: 300. Gegründet 1898. Trikotagenfabrik mit vierstöckigem Fabrikgebäude in Leipzig W 33, Lützner Str. 102/4. In Leipzig börsennotiert. Lochentwertet.

Nr. 633 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Leisniger Bank AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 187
Leisnig, Juni 1942 UNC/EF
Auflage: 300. Gründung 1859 als genossenschaftlicher Vorschußverein, AG seit 1886, zunächst als „Vereinsbank zu Leisnig“ firmierend. Eigene Bankgebäude in Leisnig und Geringswalde. Überkreuzbeteiligung mit der Leisniger Mühlen AG. Lochentwertet.

Nr. 634 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Leisniger Mühlen AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 554
Leisnig, 28.6.1921 EF
Auflage: 200. Gründung 1872. Betrieb der an der Mulde gelegenen Obermühle und Ausnutzung der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Wasserkräfte, ferner Beteiligung an der Leisniger Bank und der Berliner Mittelmühlen-GmbH. Zu DDR-Zeiten wurde die Mühle dann als Futtermittelwerk genutzt. Lochentwertet.

Nr. 635 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Leonische Drahtwerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 4407
Nürnberg, Juni 1932 EF
Auflage: 3.000. Die Firma ging hervor aus der in Mitelfranken seit 1700 beheimateten “leonischen Industrie” (= Herstellung echter, vergoldeter und versilberter Drähte und Plätte sowie von Gold- und Silbergespinsten). 1917 schlossen sich die Firmen Joh. Phil. Stieber in Roth sowie die Joh. Balth. Stieber & Sohn GmbH und die Vereinigte leonische Fabriken in Nürnberg zur “Leonische Werke Roth-Nürnberg AG” zusammen. Heute einer der weltweit bedeutendsten Draht- und Kabelhersteller, u.a. werden für alle bedeutenden Automobilhersteller komplette Bordnetze geliefert. 1999 Umfirmierung in LEONI AG, Werke in Deutschland (Brake, Friesoythe, Kitzingen, Kötzting, Lilienthal, Lüdenscheid, Neuburg, Rheda-Wiedenbrück, Roth, Weißenburg), Belgien, Großbritannien, Irland, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Ukraine, Ungarn, USA, Kanada, Mexiko, Braslien, Ägypten, Südafrika, Tunesien, Indien und China. Lochentwertet.

Nr. 636 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Leonische Drahtwerke AG
Aktie 100 DM, Nr. 5559
Nürnberg, Juli 1952 EF
Auflage: 5.000. Mit Firmensignet “Roth Nürnberg” in Wappenform. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 637 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Linke-Hofmann-Lauchhammer AG
Genußschein Lit. D 30 RM, Nr. 5254
Berlin, Juni 1926 EF+
Gründung 1871 als „Breslauer AG für Eisenbahn-Wagenbau“. Nach Übernahme bedeutender Wettbewerber 1924 Sitzverlegung nach Berlin und mehrfache Umbenennungen, zuletzt 1928 in „Linke-Hofmann-Busch-Werke AG“. Werke in Breslau, Köln, Warmbrunn, Bautzen, Weimar, Hamburg und Werdau. Jahresproduktion 2.000 Personenwagen, 16.000 Güterwagen und 300 schwere Lokomotiven. Die Werke in Schlesien und der Lausitz wurden nach 1945 enteignet, deshalb Sitzverlegung nach Salzgitter. Lange Zeit war LHB dann eine Tochter der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG und auf den Bau von Nahverkehrszügen und Straßenbahnen spezialisiert. 2000 nach Übernahme durch den französischen Alsthom-Konzern entsprechend umbenannt. Lochentwertet.

Nr. 638 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Linke-Hofmann-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2931
Breslau, April 1936 EF
Auflage: 1.100. Gründung 1934 nach Übernahme der Werke Breslau und Warmbrunn der Linke-Hofmann-Busch-Werke AG (siehe das Los davor). Herstellung und Vertrieb von Fahrzeugen und Maschinen. Erzeugnisse: Güter- und Spezialwagen, Personen- und Straßenbahnwagen, Triebwagen, Schlaf-, Speise und Salonwagen, Omnibusaufbauten. 1936 Beteiligung an der Gründung der Schlesische Flugzeug-Reparaturwerft GmbH durch Einbringung des Werkes Pöpelwitz (1938 abgestoßen). 1948 verlagert nach Düsseldorf, ab 1955 GmbH, 1992 Linke-Hofmann-Werk GmbH, Düsseldorf. In dem Breslauer Werk nahm man nach dem 2. WK den Lokomotivbau wieder auf: die polnische Firma Fabryka Wagonów PAFAWAG lieferte fortan Fahrzeuge für die PKP. Dieses Werk in Wroclaw wurde 1997 von Adtranz, Berlin (2000/01 Bombardier), übernommen, gefertigt wurden hier jetzt u.a. die Lokomotivkästen für die Deutsche Bundesbahn. Die inzwischen zum Salzgitter-Konzern gehörende Linke-Hofmann-Busch GmbH baute nach 1945 auch wieder vereinzelt Lokomotiven im Werk Salzgitter. Lochentwertet.

Nr. 639 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
LIPSIA Chemische Fabrik Mügeln AG
Aktie 100 RM, Nr. 634
Leipzig, 14.4.1927 EF
Auflage: 2.240. Gründung 1898 zur Ausbeutung der in der Mügelnschen Gegend vorhandenen Kalklager zur Herstellung chemischer Produkte. In der DDR als VEB Chemische Fabrik Lipsia weitergeführt. Die AG selbst wurde nach dem Krieg nicht verlagert. G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 640 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Losenhausenwerk Düsseldorfer Maschinenbau AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2273
Düsseldorf, Nov. 1941 EF
Auflage: 1.080. Gegründet 1897 unter Übernahme der seit 1880 bestehenden Firma J. Losenhausen, Düsseldorf als Düsseldorfer Maschinenbau-AG vorm. J. Losenhausen, 1926 umbenannt wie oben. Herstellung von Werkstoff- und Baustoff-Prüfmaschinen, Waggon-, Auto- und Fuhrwerkswaagen, Spezialwaagen. Die Abt. Kranbau wurde 1934 an die Schenck & Liebe-Harkort AG in Düsseldorf übertragen. Das Unternehmen Losenhausen erfand im Jahr 1934 die erste Bodenverdichtungsmaschine (“Vibromax”). Lochentwertet.

Nr. 641 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Louisenwerk Thonindustrie-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 5386
Voigtstedt, Nov. 1941 EF
Auflage: 858. Gründung 1900. Herstellung von Ton- und Ziegelwaren, Handel mit Baumaterialien. Die Aktien befanden sich im Besitz der Gründerfamilien. Lochentwertet.

Nr. 642 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Lozalit AG Fabrik
Keramisch-Technischer Artikel
Aktie 1.000 RM, Nr. 113
Essen, Nov. 1929 EF
Auflage: 500. Gründung 1928, Firmensitz 1929 bis 1932 in Essen, danach in Höhr-Grenzhausen. Firma ab 1936: Lozalit AG. Firmenzweck: Gewerbsmäßige Ausnutzung von chemischen und technischen Verfahren aller Art sowie Herstellung und Handel mit entsprechenden Erzeugnissen. Großaktionär (1943): Sassoon Banking Corp. London (ca. 49 %). Lochentwertet.

Nr. 643 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4840
Lübeck, 1.10.1918 EF
Interimsschein, Auflage: 3.500. Gründung 1873. Die Gesellschaft stellte Fluß-, See- und Trockenbagger, Kohlenbagger, Taucherglocken, Dampf- und Schiffsmaschinen her. Börsennotiz Hamburg und Berlin. Ab 1911 enge Interessengemeinschaft mit der Orenstein & Koppel AG in Berlin, 1948 Fusion. Heute eine der (nicht ganz sorgenfreien) Maschinen- und Anlagenbau-Töchter des Krupp-Hoesch-Konzerns. Kapitalerhöhung übernommen von O&K. Lochentwertet.

Nr. 644 Schätzpreis: 750,00 EUR
Startpreis: 375,00 EUR
Lugauer Bergbau-Gesellschaft Rhenania
Aktie 100 Thaler, Nr. 133
Glauchau, 10.8.1872 VF+
Gründung 1872 im Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier zur Förderung von Steinkohle im Viktoria-Schacht bis zu einer Teufe von 297 m. 1880 wurde das Bergwerk in die Rechtsform der bergrechtlichen Gewerkschaft überführt. 1902 Verkauf des gesamten Bergwerkseigentums an den Lugauer Steinkohlenbauverein (gegr. 1869), der mit dem “Vertrauensschacht” und dem “Hoffnungsschacht” schon zwei Förderschächte hatte. Nach 1945 ging das Bergwerk schließlich im VEB Steinkohlenwerk Oelsnitz auf. Erst in den 60er Jahren endete der Steinkohlenbergbau im Lugau-Oelsnitzer und Zwickauer Revier endgültig. Schöne Umrahmung in der Art einer geklöppelten Spitzendecke, Faksimile-Unterschrift des damaligen Glauchauer Bürgermeisters als AR-Vorsitzender. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Äußerst selten!

Nr. 645 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
LVV Vermögensverwaltung Landau AG
Namensaktie 50 DM, Nr. 79
Landau, Juli 1991 UNC
Gegründet 1989 zwecks Erwerb und Veräußerung von Grundstücken und Wertpapieren, Beratung bei Kapitalanlagen etc. Hübsche Gestaltung mit antiker Fassade. Unentwertet, mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 646 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
MABAG Maschinen- und Apparatebau-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 312
Nordhausen, Sept. 1940 EF+
Auflage: 1.000. Gründung 1923. Fabrikation von Tank-, Ölförderanlagen, Tankwagenaufbauten, Behälter und Apparate für die chemische Industrie, stufenlose Getriebe. Großaktionär: Thyssen-Bornemisza. Pachtung der Maschinenfabriken der Gebhardt & König Deutsche Schachtbau AG, 1940 Erwerb der Grundstücke und Gebäude der früheren Deutsche Schachtbau AG. Nach dem 2. Weltkrieg Weiterführung als Nordhäuser Gemeinschaftswerk Maschinen- und Apparatebau GmbH. Spezialisierung auf Tankanlagen für Öl, Gasöl, Benzin. Die Mutter VEB Schachtbau Nordhausen wird 1990 von der Treuhandanstalt Berlin übernommen. 1992 Privatisierung durch Bauer Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen. Lochentwertet.

Nr. 647 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Märkische Ziegelindustrie AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 782
Berlin, 3.10.1930 EF
Auflage: 1.000. Gegründet 1930 zum Betrieb von Ziegeleien in der Mark Brandenburg. Übernommen wurde die Ziegelei Schultze & Hübner GmbH sowie von der Brandenburgischen Bauindustrie AG deren Ziegelei in Päwesin bei Brandenburg a.H. Haupterzeugnisse: Hintermauerungssteine, Hohlsteine. 1947 verlagert nach Berlin (West) und Umwandlung in eine GmbH. Lochentwertet.

Nr. 648 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Märkisches Elektricitätswerk AG
Namens-Aktie 10.000 RM, Nr. 12924
Berlin, Mai 1934 UNC
Auflage: 1.500. Gründung 1900 durch die A.E.G. als erstes Überlandwerk in der Provinz Brandenburg, wo es etwa 100 örtliche Elektrizitätswerke gab. In Finow bei Eberswalde wurde am Hohenzollernkanal nach Plänen von Prof. Klingenberg ein Steinkohlen-Kraftwerk errichtet. 1916 erwarb die Provinz Brandenburg die Aktienmehrheit. 1931 brachte der Freistaat Mecklenburg-Schwerin seine Landeselektrizitätswerke ein. 1934 schließlich wurde die Ueberlandzentrale Pommern eingegliedert. Damit versorgte das MEW 6.412 Städte und Gemeinden in ganz Brandenburg, Mecklenburg und Pommern sowie den Kreis Lüneburg rechts der Elbe. Lochentwertet.

Nr. 649 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
MAFAG Maschinen-Fabrik-AG
Aktie 5.000 Mark, Nr. 256950
Parchim i. Meckl., 28.8.1923 EF
Gründung im März 1922 als Einfamilienhaus “Riesenburg” AG. Fabrikation von landw. Maschinen, elektr. Apparaten und Motoren, Industriemaschinen, ferner Reparatur von Automobilen und Kraftmotoren. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 650 Schätzpreis: 30,00 EUR
Startpreis: 15,00 EUR
Magdeburger Bau- und Credit-Bank
Genußrechtsurkunde 100 RM, Nr. 737
Magdeburg, 1.2.1926 EF+
Gegründet 1871. Seit 1928 AG. Spezialität war die Erbauung von Beamten- und Arbeiter-Wohnungen für industrielle Großkunden. Die Ges. befand sich nach Aufhebung des Konkursverfahrens 1933 in Liquidation. 1937 wurde erneut ein Konkursverfahren eröffnet. Lochentwertet.

Nr. 651 Schätzpreis: 4.000,00 EUR
Startpreis: 2.000,00 EUR
Magdeburger Bergwerks-AG
Aktie Litt. B 100 Thaler, Nr. 1204
Magdeburg, 1.8.1872 VF
Wenngleich der Firmename die Vermutung nicht sofort nahelegt, handelt es sich doch bei dieser 1856 gegründeten Gesellschaft nicht nur um eine der bedeutendsten, sondern auch ältesten Aktiengesellschaften des Ruhrbergbaus. Sie entstand (zeitgleich übrigens mit der Harpener Bergbau-AG) in der sogenannten ersten Gründerperiode (1854-57), in der sich erstmals in größerem Umfang auswärtiges Kapital im Ruhrbergbau interessierte und in der Männer wie William Thomas Mulvany und Friedrich Grillo ihr Wirken begannen. Bei ihrer Gründung übernahm die Magdeburger Bergwerks-AG für 119.775 Reichsthaler das konsolidierte Bergwerk Königsgrube bei Gelsenkirchen. Von dem siebenköpfigen Verwaltungs-, später Aufsichtsrat mussten laut Satzung vier Mitglieder in Magdeburg ansässig sein. Die nur drei “freien” AR-Sitze bezogen später Friedrich Grillo und August Waldthausen. 1860 kam das Bergwerk in Förderung, um die Jahrhundertwende kamen bereits mehr als 500.000 t Kohle jährlich aus der Zeche. Schon lange Zeit betrieben die Krupp-Zechen Hannover-Hannibal den Ankauf der markscheidenden Zeche Königsgrube. 1924 aber machte die Deutsche Erdöl-AG den Aktionären der Magdeburger Bergwerks-AG ein Umtauschangebot im Verhältnis 1:1,5 und erlangte dadurch die Aktienmehrheit. 1935 wurde Magdeburg auf den Großaktionär DEA verschmolzen. 1954 verkaufte die DEA das Steinkohlenbergwerk Königsgrube dann doch noch an die ehemals Krupp’sche Steinkohlenbergwerk Hannover-Hannibal AG, die die Zechen unter Tage sofort zu einer Wirtschaftseinheit verbanden. Noch mit französischem Steuerstempel von 1921, aber nach der Inflationszeit ganz offenbar beim Umtausch in RM-Aktien einfach vergessen! Sehr schöner Druck mit floraler Umrandung. Von der Litt. B ist seit Jahren nur dieses eine Stück bekannt.

Nr. 652 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Magdeburger Feuerversicherungs-AG
Namensaktie 50 DM, Nr. 837600
Hannover, Sept. 1984 UNC-
Die traditionsreiche, schon 1844 gegründete Versicherung ist die Keimzelle der später sehr bedeutenden sog. “Magdeburger Versicherungsgruppe”. Sie gründete ferner 1854 die Magdeburger Hagelversicherung, 1862 die Magdeburger Rückversicherung und 1923 die Magdeburger Allgemeine Lebens- und Rentenversicherung. Sitzverlegungen 1946 nach Salzgitter, 1948 nach Fulda und 1959 nach Hannover, wo alle Gesellschaften der Magdeburger Versicherungsgruppe eine neue Heimat fanden. Großaktionär war dann die Schweizer Rück. 1982 mit der UNION und RHEIN Versicherungs-AG verschmolzen. Mit Firmensignet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 653 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Magdeburger Hagelversicherungs-Gesellschaft
Namensaktie 200 RM, Nr. 10238
Magdeburg, 24.2.1925 EF
Auflage: 10.000. Durch königliche Kabinettsorder vom 24.4.1854 erhielt die Magdeburger Hagelversicherung die Konzession zum Geschäftsbetrieb. 1924 Abschluß einer Interessengemeinschaft (gemeinsame Verwaltung) mit der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft, die bei Kriegsende 93 % der Aktien besaß. 1946 Verlegung des Direktionssitzes nach Salzgitter, formelle Sitzverlegung 1948 nach Frankfurt/Main und 1957 nach Hannover. Über die Magdeburger Versicherung AG (Anteil zuletzt 99,72 %) lange zum Konzern der Schweizer Rück gehörig, 1994 ging die Aktienmehrheit dann an die Allianz-Versicherung. 1999 Fusion mit der Münchener Hagelversicherung AG zur Münchener und Magdeburger Hagelversicherung AG (heute: Münchener und Magdeburger Agrarversicherung AG). Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 654 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Magdeburger Strassen-Eisenbahn-Ges.
Aktie Ser. B 1.000 Mark, Nr. 4666
Magdeburg, 1.1.1900 EF-
Auflage: 1.200. Gründung 1876 als Pferdebahn, seit 1886 Dampfbetrieb, ab 1899 elektrischer Betrieb. Streckenlänge zeitweise über 100 km. In den 20-er Jahren besaß die Fa. 172 Motorwagen und 152 Anhängewangen. 1936 besaß die Ges. bereits 15 Omnibusse. 1951 als VEB Magdeburger Verkehrsbetriebe weitergeführt, 1991 in eine AG umgewandelt, 1999 in die Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbG überführt. Lochentwertet.

Nr. 655 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Magdeburger Strassen-Eisenbahn-Ges.
Aktie Ser. A 500 RM, Nr. 1034
Magdeburg, 23.5.1928 EF+
Auflage: 1.200. Lochentwertet.

Nr. 656 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
MagnaMedia Verlag AG
Sammel-Aktie 10 x 5 DM, Nr. 1303
Haar b. München, Aug. 1995 UNC
Gründung 1976 als Markt & Technik Verlag GmbH, AG seit 1984. 1994 Umfirmierung wie oben, 1998 Sitzverlegung nach Poing. 1999 gab der WEKA-Fachverlag seine Mehrheitsbeteiligung an Investoren ab, in diesem Zuge erneute Umfirmierung in Albis Leasing AG und Sitzverlegung nach Hamburg. Als Spezialfinanzdienstleister nunmehr mit dem Leasing mobiler Wirtschaftsgüter und der Emission von geschlossenen Fonds beschäftigt. Prägesiegel lochentwertet. Mit Kupons.

Nr. 657 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Malzfabriken J. Eisenberg & Etgersleben AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2521
Erfurt, 31.8.1922 EF
Auflage: 500. Gründung 1898 als Malzfabrik Etgersleben AG. 1914 Übernahme der Malzfabrik Blanke & Schmidt in Magdeburg-Buckau. Seit 1916 auch Gemüsetrocknung. 1917/18 Übernahme der Malzfabriken J. Eisenberg in Erfurt und Umfirmierung in Malzfabriken J. Eisenberg & Etgersleben AG. 1941 erneute Umfirmierung in Vereinigte Malzfabriken Erfurt & Etgersleben AG. Börsennotiz: Freiverkehr Leipzig. Lochentwertet.

Nr. 658 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
MAN AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 380162
München, Juni 1986 UNC-
Gründung 1898 unter Vereinigung der Maschinenfabrik Augsburg (gegr. 1840) und der Maschinenbau Nürnberg (gegr. 1841). 1915 Übernahme der LKW-Produktion von Saurer/Lindau. 1986 Verschmelzung der MAN Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG auf die Gutehoffnungshütte Aktienverein AG und Umfirmierung in MAN AG. Noch heute einer der bedeutendsten Konzerne im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Zwischenzeitlich auch in der Luft- und Raumfahrttechnik tätig, jedoch wurde die Tochter MAN-Technologie verkauft und in MT Aerospace AG umfirmiert (wichtiger Zulieferer für die europäische Ariane-5-Rakete). Einer der 30 DAX-Werte. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 659 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Mannesmannröhren-Werke
Aktie 1.000 Mark, Nr. 54892
Düsseldorf, Dez. 1912 EF
Auflage: 16.000, Kapitalerhöhung für den Ankauf des Steinkohlenbergwerks Königin Elisabeth in Essen-Frillendorf. Ehemals einer der größten deutschen Konzerne in Anlagenbau, Röhrenfertigung, Handel und neuerdings Telekommunikation. Nach einer gewaltigen Übernahmeschlacht im Jahr 2000 von der britischen Vodafone geschluckt. Hochformat, sehr schöner G&D-Druck mit großer symbolhafter Vignette der Metallverarbeitung. In dieser guten Erhaltung sonst nicht zu bekommen (alle mir bekannten Stücke sind mir Feuchtigkeitsspuren). Unten rechts mit aufgestempeltem Davidstern, wohl zwecks Kennzeichnung von jüdischem Besitz durch die Nazis. Ohne Lochentwertung.

Nr. 660 Schätzpreis: 30,00 EUR
Startpreis: 15,00 EUR
Mansfeld AG für Bergbau und Hüttenbetrieb
Genußrechtsurkunde 50 RM, Blankette
Eisleben, April 1926 EF
Die 1921 gegründete AG ging durch Umwandlung aus der “Mansfeldschen Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft” hervor. Die ersten Anfänge des Mansfelder Bergbau reichen bis 1199 zurück. Ursprünglich Besitz der Grafen von Mansfeld, gelangte der Bergbau nach dem 30-jährigen Krieg in die Hände verschiedener Gewerkschaften, die sich 1851 zu einem Unternehmen zusammenschlossen. Neben den 1933 ausgegliederten Berg- und Hüttenwerken wurden betrieben: Die Kupfer- und Messingwerke Hettstedt, die Hallesche Pfännerschaft (Salzsiederei) und die Saline Halle, Braunkohlenbergwerke bei Senftenberg und Merseburg, die Steinkohlenzeche Mansfeld in Bochum-Langendreer, die Steinkohlenzeche der Gewerkschaft Sachsen in Heessen bei Hamm sowie die Glashütten Senftenberg und Groß-Räschen. Großaktionäre waren zuletzt die Fa. Otto Wolff und die Stadt Leipzig. 1948 verlagert nach Hannover, 1967 in eine GmbH umgewandelt. Sitz der Verwaltung in Bad Salzdetfurth. Die Betriebsstätten in der DDR waren noch bis zur Wende ein Riesen-Kombinat mit mehreren zehntausend Beschäftigten. Lochentwertet. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 661 Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
Mansfeld AG für Bergbau und Hüttenbetrieb
7 % Gold Bond 1.000 $, Specimen
Eisleben, 1.5.1926 VF
Teil einer in den USA und Holland aufgelegten Optionsanleihe von 3 Mio. $. Grün/schwarzer Stahlstich mit Werksansichten und Allegorien in der Vignette. Neben den Kupons außerdem anhängend ein Optionsschein für den Bezug von 15 Mansfeld-Aktien à nom. 50 RM. Zwei Knickfalten (papierbedingt brüchig). Nur 4 Stücke wurden im ABNC-Archiv gefunden, alle bereits in Sammlerhand, jetzt aus Sammlungsauflösung wieder verfügbar.

Nr. 662 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Marienberger Mosaikplattenfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 868
Marienberg, 10.12.1920 EF
Auflage: 750. 1890 gegründet, 1907 in eine AG umgewandelt, Börsennotiz Dresden (später Leipzig). Im Werk Marienberg in Sachsen wurden Steinzeugplatten hergestellt. 1920 kaufte man in Broitzem bei Braunschweig die seit 1917 stillgelegte Wandfliesenfabrik Bautler & Co. und produzierte dort fortan glasierte Wandplatten aller Art. 1934 wurde auch der Firmensitz nach Broitzem verlegt. Das Werk Marienberg wurde 1946 vollständig demontiert, deshalb wurde in Broitzem 1955 eine neue Bodenfliesenfabrik errichtet. Die Firma war zu der Zeit der größte Arbeitgeber im Landkreis Braunschweig, zahlte kontinuierlich Dividenden von 10 % und besaß bei Wandfliesen in der Bundesrepublik einen Marktanteil von 14 %. Billigimporte aus Italien und aus der DDR brachten die Firma in den 60er Jahren in Bedrängnis. Dem Preisdruck begegnete man fälschlicherweise mit Absenken der Qualität, der Probelauf einer Anfang 1966 montierten Fließband-Fertigungsanlage endete als Fiasko, die Banken drehten schließlich den Geldhahn zu: Am 3.10.1966 Anschlusskonkurs. Lochentwertet.

Nr. 663 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Marienberger Mosaikplattenfabrik AG
Aktie 100 DM, Nr. 2352
Broitzem, 15.11.1951 EF
Auflage: 3.000.

Nr. 664 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Marienborn-Beendorfer Kleinbahn-Gesellschaft
Aktie 1.000 Mark,
Berlin, 21.10.1922 EF-
Auflage: 1.000. Gründung 1899. Normalspurige Zufuhrbahn (4,6 km) zu den Kalibergwerken der Gewerkschaft Burbach. Gleichermaßen zur Berühmtheit kam später der Bahnhof Marienborn als Grenzübergang zur DDR und auch die Kaligruben, in denen das Atommüllager Morsleben eingerichtet wurde. Sehr schöne Umrandung im Jugendstil. Lochentwertet.

Nr. 665 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Marmor-Industrie Kiefer AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 494
Kiefersfelden, Juli 1952 EF+
Auflage: 491. Gegründet 1883. Betrieben wurden Marmorbrüche am Untersberg und bei Adnet (Salzburg), Rehlingen, Kirchheim und Trosselfels b. Marching (bei Neustadt a.d. Donau), der Nagelfluh-Bruch (im Salzburger Land) und Torren bei Golling. Marmorsägerei und Steinmetzgeschäft in Kiefersfelden (Oberbayern) mit Filialen in Berlin, München, Frankfurt a.M., Hallein-Oberalm (Salzburg) und Wien. Insgesamt waren über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der 1887 erworbene Betrieb in Hallein-Oberalm wurde 1946/47 von der Property Control Section der Militärregierung des Landes Salzburg übernommen und 1947 unter die Treuhänderschaft der österr. Bundesregierung gestellt. 1990 auf den letzten Großaktionär (Heidelberger Zement AG) verschmolzen. Nur 8 Stücke wurden Mitte 2006 in einem alten Tresor gefunden.

Nr. 666 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Maschinenbau-AG vormals Starke & Hoffmann
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4089
Hirschberg i. Schlesien, 26.5.1921 EF/VF
Auflage: 2.250. Gründung 1895 zur Übernahme der Maschinenfabrik und Brückenbauanstalt von Starke & Hoffmann. Bau von Dampfmaschinen, Turbinen, Dampfkesseln, eisernen Brücken, kompletten Anlagen von Holzschleifereien und Apparaten für die Papierfabrikation, Eisenkonstruktionen und Eisenguss. Seit Anfang der 20er Jahre wurden außerdem Dieselmotoren produziert. Ab 1925 Arbeitsgemeinschaft mit der AG für Eisengießerei und Maschinenfabrikation vorm. J. C. Freund & Co. in Berlin und Zusammenfassung der Leitung in der Freund-Starkehoffmann-Maschinen AG, wobei sämtliche Aufträge weiter in den Werkstätten in Hirschberg ausgeführt wurden. Börsennotiz Berlin. 1936 Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 667 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co.
Genußschein Lit. B 50 RM, Nr. 232
Cöthen, 31.7.1926 EF/VF
Gründung 1890. Die Fabrik mit 5 massiven Hallen direkt am Bahnhof Köthen besaß eine Lokomotivreparaturwerkstatt und fabrizierte Maschinen und Apparate für Papier- und Zellulosefabriken sowie Dampfkessel. In großem Umfang wurde auch Rohguss an andere Fabriken geliefert, wobei Stücke bis zum Einzelgewicht von 40 t gegossen werden konnten. Großaktionär: Jakob-Michael-Konzern. Börsennotiz Berlin und Freiverkehr Magdeburg. Lochentwertet.

Nr. 668 Schätzpreis: 370,00 EUR
Startpreis: 185,00 EUR
Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 11123
Augsburg, 10.3.1914 VF
Auflage: 9.000. Gründung 1898 unter Vereinigung der Maschinenfabrik Augsburg (gegr. 1840) und der Maschinenbau Nürnberg (gegr. 1841). 1915 Übernahme der LKW-Produktion von Saurer/Lindau. 1986 Verschmelzung der MAN Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG auf die Gutehoffnungshütte Aktienverein AG und Umfirmierung in MAN AG. Noch heute einer der bedeutendsten Konzerne im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Zwischenzeitlich auch in der Luft- und Raumfahrttechnik tätig, jedoch wurde die Tochter MAN-Technologie verkauft und in MT Aerospace AG umfirmiert (wichtiger Zulieferer für die europäische Ariane-5-Rakete). Einer der 30 DAX-Werte. Sehr selten. Doppelblatt, mit Restkupons. Eingrissene Mittelfalte mit Papier hinterklebt, linke untere Ecke fehlt.

(PDF) Nr. 669 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Maschinenfabrik Lorenz AG
Vorzugs-Aktie 1.000 RM, Nr. 350
Ettlingen (Baden), 30.6.1927 EF+
Auflage: 475. Gründung 1890, AG ab 1921. Herstellung von Werkzeugmaschinen, speziell von Zahnradbearbeitungs-Maschinen. 2000 als GmbH Standort der Liebherr-Verzahntechnik GmbH, Kempten. Lochentwertet.

Nr. 670 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Maschinenfabrik vorm. Georg Dorst
Aktie 1.000 Mark, Nr. 899
Oberlind-Sonneberg, 23.5.1921 EF
Auflage: 500. Gegründet 1891 (Schmiede bereits 1867) durch die Familie des bekannten Dramatikers Tankred Dorst. Herstellung von Maschinen für die feinkeramische, chemische, Farben-, Bleistift und Glasindustrie. Ab 1948 VEB Thuringia Sonneberg. Lochentwertet.

Nr. 671 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Maschinenfabrik Weingarten AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 2649
Weingarten/Württ., Mai 1951 UNC/EF
Auflage: 3.300. Die 1866 von Heinrich Schatz gegründete Maschinenfabrik produzierte zunächst Kettenstichstickmaschinen. Ein 1884 erteiltes Patent für eine Hebelblechschere markierte die Umstellung der Produktion auf Blechbearbeitungsmaschinen. 1898 Umwandlung in die Maschinenfabrik Weingarten vorm. Hch. Schatz AG. 1945 wurde die Fabrik fast völlig demontiert, 1958-60 erfolgte ein Werksneubau auf der grünen Wiese. Großpressen für die Automobilindustrie (deren Produktion schon seit 1925 lief) und Stanzautomaten waren nun die Haupterzeugnisse. 1982 Fusion mit dem größten Wettbewerber (Müller Pressen- und Maschinenfabrik GmbH, Esslingen a.N.) zur Maschinenfabrik Müller-Weingarten AG. Noch heute in München und Stuttgart börsennotiert. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 672 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Maschinenfabrik Weingarten AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 5553
Weingarten/Württ., Juni 1960 EF+
Auflage: 2.700. Mit restlichen Kupons. Prägesiegel lochentwertet. Erstmals angeboten und sehr selten!

Nr. 673 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Maschinenfabrik Weingarten
vorm. Hch. Schatz AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2161
Weingarten, Juli 1929 EF
Auflage: 3.000. Lochentwertet.

Nr. 674 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Max Teichmann & Co. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 33720
Zschopau, 19.5.1923 EF/VF
Auflage: 17.000. Gegründet 1921 zur Fortführung der von der KG betriebenen Spinnerei und Weberei. 1925 bereits Konkurs. Mit kpl. Kuponbogen. Linke obere Ecke hinterklebt ohne ersichtlichen Grund. Äußerst selten!

Nr. 675 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
Max Ulrich & Co. KGaA
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1009
Berlin, 20.6.1907 EF
Auflage: 1.000. Gründung 1903. Betrieb von Bank- und Finanzierungsgeschäften, spezialisiert auf Transaktionen im Bergbau und in der Montan- und Ölindustrie. Engagements in galizischen Ölunternehmungen brachten die Bank 1911 in Schwierigkeiten, danach wurde sie von der Deutschen Treuhand-Gesellschaft abgewickelt. Lochentwertet.

Nr. 676 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Mech. Buntweberei Brennet
Namens-Aktie 1.000 DM, Nr. 4975
Brennet/Baden, Juni 1953 EF
Auflage: 5.000, nach mehreren Kapitalherabsetzungen zuletzt noch 3500, “ungültig” gestempelt. Gründung 1881 als Mech. Buntweberei Brennet, C.A. Hipp & Co. im badischen Brennet. 1888 Umwandlung in eine AG mit Sitz in Stuttgart (1932 Sitzverlegung nach Brennet), 1973 Umfirmierung in BRENNET AG. Bis heute eine reine Familien-AG, die sich gern besonders verschlossen gab. “Dividenden werden öffentlich nicht deklariert,” steht schon im AG-Handbuch von 1927 lapidar zu lesen. Eine der letzten noch produzierenden AG’s der deutschen Textilindustrie. Bis heute in Betrieb: Spinnerei in Hausen im Wiesental; Färberei, Weberei und Strickerei in Wehr; Ausrüstung in Brennet. Außerdem gehört der BRENNET AG die Spinnerei Lampertsmühle AG in Kaiserslautern sowie die Wohnbau Brennet GmbH und die Wohnbau Sonnenrain GmbH in Wehr (Kreis Waldshut).

Nr. 677 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Mechanische Netzfabrik
und Weberei AG
Aktie 1.500 Mark, Nr. 2572
Itzehoe, 8.11.1922 EF/VF
Auflage: 1.400. Gründung als kleine Weberei 1873 durch eine Anzahl Itzehoer Familien mit einem Anfangskapotal von 3.200 Talern. Ständige Betriebserweiterung mit neuen Netzknüpfmaschinen, 1880 Einstellung der Webwarenherstellung und Spezialisierung auf Garne und Netze (vor allem Heringsnetze, Ringwaaden, Dorschnetze und Lachsnetze). 1892 Errichtung einer dreistöckigen Zwirnerei, 1929 Inbetriebnahme einer Baumwollspinnerei im 7 km entfernten Lockstedter Lager, 1933 Erwerb der in Konkurs geratenen “Hochsee-Netzwerke AG” in Itzehoe und Weiterführung als Werk B. 1953 Erwerb der “Itzehoer Filetnetzvertrieb GmbH”. 1954 (die Firma hatte jetzt immerhin 500 Beschäftigte) umbenannt in “Itzehoer Netzfabrik AG”. Das Werk B und die Spinnerei in Hohenlockstedt wurden 1955 bzw. 1956 stillgelegt und verkauft. Ab 1963 Aufbau einer Kunststoffabteilung (Dachrinnen, Fensterprofile, Norm- und Fertigfenster, Rohre). 1969 Umstellung der Netzfabrikation auf Tarnnetze. 1971 umfirmiert in “INEFA Kunststoffe AG”. Börsennotiz Hamburg. Die Deutsche Bank verkaufte ihre Mehrheitsbeteiligung Anfang der 1970er Jahre an die Hoffmann’s Stärkefabriken AG, Bad Salzuflen, in die die INEFA 1973-78 eingegliedert war. 1979 Errichtung eines Zweigwerkes für Kunststofffenster in Hamm/Westf. und Verkauf der Aktienmehrheit an die Protektorwerk Florenz Maisch GmbH & Co. KG, Gaggenau. 1985 Umwandlung in eine GmbH, 2002 pleite gegangen. Sehr dekorativ, große Abb. mit Neptun auf Rössern im Unterdruck. Lochentwertet.

Nr. 678 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
Mechanische Seidenweberei Viersen AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1853
Viersen, 25.4.1930 EF
Auflage: 600. Gründung als AG 1913. Herstellung von Dekorationsstoffen und -samten, Stoffen für Herren- und Damenoberbekleidung. Werke in Viersen und Mönchengladbach. Bis zum Anschlußkonkurs 1983 in Düsseldorf börsennotiert. Lochentwertet.

Nr. 679 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Mechanische Seidenweberei Viersen AG
Aktie 50 DM, Nr. 2140
Viersen, Juli 1969 UNC
Auflage: 6.000. Gründung als AG 1913. Herstellung von Dekorationsstoffen und -samten, Stoffen für Herren- und Damenoberbekleidung. Werke in Viersen und Mönchengladbach. Bis zum Anschlußkonkurs 1983 in Düsseldorf börsennotiert. Mit Kupons ab Nr. 24.

Nr. 680 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Mechanische Seilerwarenfabrik Füssen
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1012/44767
Füssen, 1.1.1920 EF/VF
Auflage: 1.800. Gründung 1861 als „Mechanische Seilerwarenfabrik Füssen“ auf der Basis der Wasserkräfte des Lech. 1920 Umfirmierung in “Hanfwerke Füssen-Immenstadt AG” anlässlich der Fusion mit der 1855/57 gegründeten „Mechanischen Bindfadenfabrik Immenstadt“, die auf den Wasserkräften des Großen und Kleinen Albsees basierte. Erzeugnisse: Garne, technische Schnüre, Bindfaden, Erntebindegarne. Ein bedeutendes Unternehmen: Etwa die Hälfte der gesamten Produktion der deutschen Hanfspinnereien und Bindfadenfabriken war hier vereinigt. Nach dem Krieg wurde das Produktionsprogramm in Füssen um PVC-ummantelte Leinen sowie Selbstklebebänder erweitert, in Immenstadt entstand 1961 ein Kunsttoffwerk. Börsennotiz München und Frankfurt, größter Aktionär mit über 25 % war zuletzt die Hypobank. 1970 erwirbt der Augsburger Maurermeister Hans Glöggler die Aktienmehrheit, der dabei ist, die größte deutsche Textilgruppe aufzubauen. Das hochspekulative Kartenhaus Glögglers stürzte und endete 1976 im Konkurs der Glöggler-Gruppe, anschließend verschwindet die AG aus den Handbüchern. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 681 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Mechanische Treibriemenweberei und Leder-Treibriemenfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 78508
Berlin, April 1923 EF
Auflage: 57.300. Gründung im März 1921 als Pawi Automobil- und Motorenvertriebs-AG, ab Juli 1921 Firma wie oben. Die Fabrik in Berlin-Tempelhof, Ringbahnstr. 42 stellte Treibriemen und Transportbänder sowie Fahrradsättel und -taschen her. Börsennotiz im Berliner Freiverkehr. Am 19.12.1924 Eröffnung des Konkursverfahrens. Lochentwertet.

Nr. 682 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Mechanische Weberei Ravensberg AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1089
Schildesche bei Bielefeld, 3.11.1921 EF
Auflage: 1.000. Gründung 1891. Herstellung von Leinen, Frottierwäsche, Baumwollgeweben. 1939 Erwerb der Baumwollweberei in Hannover-Vahrenwald. 1961 Fusion mit der Bielefelder AG für Mechan. Webereien zur Bielefelder Webereien AG (später BIEWAG). Dekorativ, mit Spindel in der Umrandung. Lochentwertet.

Nr. 683 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Mechanische Weberei Sorau
vorm. F. A. Martin & Co.
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1128
Sorau, 25.10.1886 VF+
Gründeraktie, Auflage: 1.500. Gründung bereits 1835 als Leinen- und Jacquard-Weberei für Tischwäsche und Handtücher. AG seit 1886. Neben der Weberei auch Betrieb der „Braunkohlengrube Martin“ (verkauft 1918) nebst Ziegelei (verkauft 1919) in Kunzendorf. Börsennotiz Berlin, Großaktionär war die Dresdner Bank. Hochformat, hübsche Rankwerk-Umrahmung. Lochentwertet.

Nr. 684 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Mechanische Weberei zu Linden AG
8 % Teilschuldv. 500 RM, Nr. 4217
Hannover-Linden, 1.4.1926 EF
Auflage: 1.600. Gründung 1858 unter Übernahme der seit 1837 bestehenden Mechanischen Weberei zu Linden. Produziert wurden: Im Werk Linden Velvets, insbesondere „Lindener Samt“, Velveton, „Lindener Leder“, Rippensamt und Cords; im Werk Oggersheim Rohgewebe, deren Weiterbearbeitung durch das Werk Linden erfolgte. Beteiligungen an Rheinische Velvetfabrik AG Hannover, Zellwolle Lenzing AG Lenzing, Thüringische Zellwolle AG Schwarza. 1954 in Konkurs gegangen. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 685 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Mecklenburg-Schwerinscher Domanialkapitalfonds
4 % Rentenpfandbrief 1.000 Mark, Nr. 1587
Schwerin i.M., 9.12.1919 UNC/EF
Großformatig. Dekorativer G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 686 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Mecklenburgische Bäderbahn-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 363
Rostock , 20.6.1925 EF-
Gründeraktie, Auflage: 768. Normalspurige Strecke Rövershagen-Graal-Müritz (10,3 km), Gründer waren die Stadt Rostock, die Gemeinden Graal und Müritz, die Berliner Straßenbahn-Ges. (später BVG) und die Rostocker Kaufmannschaft. Die Bahn beförderte vor allem Sommerfrischler. Lochentwertet.

Nr. 687 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Mecklenburgische Friedrich Wilhelm Eisenbahn-Gesellschaft
Prior.-St.-Aktie 1.000 Mark, Nr. 2005
Neustrelitz, 1.4.1907 EF+
Auflage: 611. Konzessioniert 1889 als Neustrelitz-Wesenberg-Mirower Eisenbahn, 1894 Fusion mit der Blankensee-Woldegk-Strasburger Eisenbahn zur Mecklenburgische Friedrich Wilhelm Eisenbahn. Neben den 83 km langen Hauptlinien auch Betrieb der Hafenbahnen in Neustrelitz und Mirow. Zusätzlich gebaut wurde 1910 die 19 km lange Nebenbahn Thuwow-Feldberg und 1917 zu militärischen Zwecken ein 10 km langer Abzweig von Mirow zum Müritzsee. Gesamtbahnlänge 112 km in Normalspur. In Buschhof Anschluß an die Prignitzer Eisenbahn, in Strasburg in der Uckermark an die preuß. Staatsbahn. Mit 11 Lokomotiven, 15 Personenwagen und über 100 Güterwagen wurden pro Jahr im Schnitt 1/2 Mio. Passagiere und 1/2 Mio. t Güter befördert. Börsennotiz Berlin. Letzte Großaktionäre waren das Land Mecklenburg (35 %) und die Commerzbank (21 %). In der letzten größeren Verstaatlichungswelle zum 1.1.1941 auf die Deutsche Reichsbahn übergegangen. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 688 Schätzpreis: 1.200,00 EUR
Startpreis: 600,00 EUR
Mecklenburgische Maschinen-
und Wagenbau AG
Aktie 300 Mark, Nr. 645
Güstrow, Aug. 1882 VF
Auflage: 1.350. Gründung 1872 zur Weiterführung der „Ernst Brockelmann’schen Maschinenbauanstalt und Eisengießerei“. Um die Aktionäre zu ködern wurde aus der Substanz für das erste Geschäftsjahr eine Dividende von 10 % gezahlt, dann gingen die Anteilseigner 10 Jahre lang leer aus und nach dem “Gründerkrach” sank der Aktienkurs an der Berliner Börse bis auf 4,5 %. Kapitalmaßnahmen zur Sanierung wurden vom Registergericht lange nicht eingetragen. Doch die Ges. berappelte sich wieder: 1882 ordnete man das Aktienkapital neu (dabei kpl. Neudruck der Aktien), schon für das gleiche Jahr konnte man wieder 4 % Dividende ankündigen und der Kurs stieg schnell über 100 %. Ein Durchbruch war 1884 der Gewinn der Reparaturaufträge für die Güstrow-Plauener, die Wismar-Rostocker und die Teterow-Gnoiener Eisenbahnen. Eine Lokomotiv- und Waggonreparaturwerkstatt wurde errichtet. 1889 stellte man sich völlig auf den Lokomotiv- und Waggonbau um und errichtete dazu eine weitere neue Fabrik, 1891 Umfirmierung in “Mecklenburgische Waggonfabrik AG”. 86 Lokomotiven und ca. 600 Waggons verließen das Werk, ehe die AG 1896 in Konkurs ging. Konstruktionen und Einrichtungen wurden an die Maschinenbau-Anstalt Humboldt in Köln-Kalk verkauft, die damit den Einstieg in den Lokomotivbau fand. Das Werk in Güstrow wurde 1900 geteilt in die Güstrower Hütte (Inh. August Franke) und die Eisengießerei und Maschinenbau-Anstalt (Inh. Kähler). 1901 kaufte der dänische Unternehmer Christian F. Kiehn, Besitzer der Lokomotiv- und Waggonfabrik Vulcan in Maribo das Unternehmen auf. Seinen Plan, in Güstrow den Lokomotivbau wieder aufzunehmen, konnte Kiehn allerdings nicht verwirklichen, weil er kurz darauf selbst pleite ging. Herrliche Lithographie mit großem Wappen und Vignetten in allen vier Ecken, die die Erzeugnisse der Firma zeigen: Dampfmaschinen, Lokomotiven, Lokomobile und Eisenbahnwagen. Äußerst selten!

Nr. 689 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Medizin & Medien Beteiligungs- und Verwaltungs-AG
Sammel-Namensaktie 20 x 50 DM, Nr. 940881-900
Düsseldorf, Dez. 1996 UNC
Gegründet 1996. Aus der Serie der kurzlebigen Abzocker-Buden der „New Economy“. Im Januar 2004 wurde Insolvenz angemeldet. Firmen-Signet mit stilisierter Schlange in einem Bildschirm, Unterdruck mit zwei männlichen Körpern. Mit Kupons ab Nr. 4.

Nr. 690 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Memeler Spritwerke AG
Aktie 2.500 Lit. = 250 $, Nr. 60
Memel, 1.4.1932 UNC.
Auflage: 100. Urspünglich gegründet 1920 als Sprit-AG. Wegen bedeutender Spritimporte wurde zunächst keine eigene Spritfabrik errichtet, stattdessen Einrichtung einer Likörfabrik unter teilweiser Benutzung der Räumlichkeiten der AG Böhmisches Brauhaus, Memel, bei der man die Aktienmehrheit erworben hatte. 1922 Fusion zur “Vereinigte Sprit- & Brauhaus AG”. 1932 Neugründung unter obigem Namen. Originalunterschriften. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 691 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Merseburger Überlandbahnen-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3409
Merseburg, Juni 1919 EF
Auflage: 2.200. Gründung 1913 durch die Disconto-Gesellschaft und die AEG. Die Ingangsetzung des Unternehmens wurde durch den 1. Weltkrieg um einige Jahre verzögert. Erst 1918 wurde als Keimzelle der meterspurigen Überlandstraßenbahn von der AEG gepachtet die von ihr erbaute und 1902 eröffnete 11,2 km lange Strecke Halle-Merseburg, die später 1932 käuflich erworben wurde. Dazu kamen von Merseburg aus die 1918/19 eröffneten Strecken nach Mücheln (17,4 km) und Bad Dürrenberg (10,5 km). Je über 30 Trieb- und Beiwagen befuhren die Strecken. Außerdem Betrieb des Elektrizitätswerkes für die Gemeinde Ammendorf und Beteiligung an der Merseburger Omnibus-Verkehr GmbH. Eine 1932 geplante Fusion mit der Halle-Hettstedter Eisenbahn und der Halleschen Straßenbahn zur “Saale-Verkehrsgesellschaft” kam nicht zustande. Die Aktienmehrheit lag zuletzt bei Stadt und Kreis Merseburg, die AEG war weiter mit 25,4 % beteiligt; 7,9 % lagen bei verschiedenen Braunkohlen-Unternehmungen des Merseburger Reviers. 1948 in Volkseigentum überführt. 1951 wurde die Fusionsidee von 1932 durch die Zwangsvereinigung mit der Straßenbahn Halle dann doch noch Wirklichkeit. Mit Kuponbogen.

Nr. 692 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Meßhaus Union AG
Aktie 100 RM, Nr. 27012
Leipzig, 1.2.1938 EF
Abgestempelt als Serie B (Auflage 600, Umtausch der 1932 ausgegebenen 20-RM-Aktien. Leipzig, dessen Messeprivileg inzwischen ein halbes Jahrtausend alt ist, versteht sich als die “Mutter aller Messen”. Mit der Erfindung der Mustermesse Ende des 19. Jh. verfünfzehnfachte sich binnen weniger Jahre die Zahl der ausstellenden Firmen - ein großer Teil der barocken Innenstadt mußte modernen Messepalästen weichen. Die Meßhaus Union AG wurde 1921 gegründet zum Bau eines Messhauses für 800-1000 Aussteller auf dem Baublock Hallische Str. 1-5 und Richard-Wagner-Str. 11 im Zuge der Reichsstraße. Nachdem die Initiatoren schwach wurden, bauten die Mieter und Gesellschafter der Uniom-Meßhaus GmbH das Haus fertig (die GmbH pachtete es dann) und übernahmen auch etwa 75 % der Aktien. Den Nichtmieter-Aktionären kaufte die Union-Meßhaus GmbH 1925-36 die Dividendenscheine gegen Barzahlung von 8% des Nennwertes p.a. ab, den Mieter-Aktionären (deren Aktien unveräußerbar waren) wurden sie gegen die Herbstmeßmiete verrechnet. Als Aussteller vertreten waren allererste Firmen der Spielwaren-, Christbaumschmuck- und Scherzartikel-Industrie, außerdem die Branchen Metallwaren, Haus- und Küchengeräte, Kinderwagen, Korbwaren und künstliche Blumen. 1936 beschlossen die Aktionäre die Fusion der Union Meßhaus GmbH mit der AG und legten fest, daß ca. 190.000 RM Aktien der Mietergruppe bis 1953 keine Dividende erhalten sollten. Diese Aktien wurden als “Serie B” abgestempelt. Zu DDR-Zeiten verfielen die Messehäuser, nach der Wende wurden die meisten von ihnen von einer stadteigenen Gesellschaft verkauft und von privaten Investoren in altem Glanz wieder hergerichtet. Auch die Messehaus Union AG schlug deshalb Anfang der 90er Jahre im Handelsregister noch einmal kurz die Augen auf. Lochentwertet.

Nr. 693 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Metall-, Walz- und Plattierwerke Hindrichs-Auffermann AG
Aktie 100 RM, Nr. 5302
Barmen, Okt. 1929 UNC
Auflage: 6.360. Gründung am 25.8.1908 als “Munitionsmaterial- und Metallwerke Hindrichs-Auffermann AG” durch Zusammenschluß der Gebr. Hindrichs in Barmen (gegr. 1824) mit der J. D. Auffermann GmbH in Beyenburg (bis 1811 zurückgehend). 1922 Umfirmierung wie oben. Verarbeitet wurden insbesondere Nickel, Kupfer und Messing zu Halb- und Fertigerzeugnissen. 1966 Umfirmierung in “Hindrichs-Auffermann AG”, 1996/98 Sitzverlegung von Düsseldorf nach Wuppertal. Das angestammte Geschäft wurde auf die Hindrichs-Auffermann Metallverarbeitungs-GmbH in Ennepetal übertragen, die AG war bis zur Vollfusion zur „neuen“ VDN im Deutsche-Nickel-Konzern Führungsgesellschaft für den Bereich Tapeten und Wandbekleidung. Lochentwertet.

Nr. 694 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Metall-, Walz- und Plattierwerke Hindrichs-Auffermann AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2207
Wuppertal-Oberbarmen, Dez. 1941 UNC/EF
Auflage: 1.028. Lochentwertet.

Nr. 695 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Metall-, Walz- und Plattierwerke Hindrichs-Auffermann AG
Aktie 100 DM, Nr. 6332
Wuppertal-Oberbarmen, Jan. 1956 UNC
Auflage: 7.390. Lochentwertet.

Nr. 696 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Metzeler Gummiwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 4424
München, 20.5.1942 EF
Auflage: 2.700. Gründung 1863 durch Robert Friedrich Metzeler, seit 1901 AG Metzeler & Co., 1933 umbenannt in Metzeler Gummiwerke AG, 1965 in Metzeler AG. Das Werk in der Westendstr. 131-133 fabrizierte Bereifung für Motorrad, Auto, Lastwagen und Gespannwagen sowie technische und chirurgische Artikel aus Weichkautschuk. Später Übernahme der Westland Gummiwerke GmbH in Lindau sowie Errichtung eines Schaumstoffwerkes in Memmingen, weiterhin wurde das Produktionsprogramm erweitert um Farben, Lacke und Freizeitartikel (Luftmatratzen, Schlauchboote, Tauchausrüstungen, Faltboote, Fiberglas-Kajaks, Skier) sowie Verpackungsfolien und Wursthüllen. 1974 übernimmt die Bayer AG handstreichartig die drei Betriebsgesellschaften Metzeler Kautschuk AG in München, Metzeler Schaum GmbH in Memmingen sowie Metzeler Isobau GmbH in Bad Wildungen und Mannheim. Es folgt ein desaströser Streit zwischen Altaktionären, der Bayer AG und dem Bundeskartellamt, im Jahr darauf verschwindet die Metzeler AG aus den Börsenhandbüchern. 1978 Umstrukturierung mit Ausgliederung der Metzeler Automotive Profile Systems, Lindau (Marktführer bei Automobilkarosserie-Dichtungen) sowie Verlegung der Reifenproduktion vom Münchener Werk ins Werk Breuberg im Odenwald, wo fortan nur noch Motorradreifen hergestellt werden. 1986 wird die Metzeler Kautschuk GmbH von der Pirelli-Gruppe übernommen. Lochentwertet.

Nr. 697 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
MG Vermögensverwaltungs-AG
Aktie 50 DM, Nr. 3644
Frankfurt a.M., Mai 1993 UNC-
Gründung 1930 durch Vereinigung mehrerer NE-Metall-Fabriken, u.a. der Heddernheimer Kupferwerke und der C. Heckmann AG. 1934 Sitzverlegung von Einsal bei Altena, Westf. nach Frankfurt a.M. 1988 Umfirmierung von Vereinigte Deutsche Metallwerke AG in MG Vermögensverwaltungs-AG. Entwertet.

Nr. 698 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Milchindustrie AG
Aktie 200 RM, Nr. 8955
Wien, Juni 1940 UNC/EF
Auflage: 17.480. Gründung 1928. Molkerei mit einer täglichen Verarbeitungskapazität von 200.000 Liter. 149 eigene Verkaufsstellen und 500 Milchsondergeschäfte in Wien. Börsennotiz Wien. Lochentwertet.

Nr. 699 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Minimax AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 11813
Berlin, Sept. 1941 EF+
Auflage: 2.400. Gründung 1922, hervorgegangen aus der 1901 gegründeten Excelsior-Feuerlöschergesellschaft mbH Berlin. Herstellung von Handfeuerlöschern, Großlöschgeräten, ortsfesten Schaum- und Kohlensäurelöschanlagen. 1948 nach Frankfurt/M., 1955 nach Stuttgart verlegt. Mit Firmemsignet im Unterdruck. Lochentwertet.

Nr. 700 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Mittelland Gummiwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 22607
Hannover-Linden, 13.10.1922 EF/VF
Auflage: 24.000. Gründung 1887 als Hannoversche Actien-Gummiwaaren-Fabrik unter Übernahme des Fabriketablissements der Neue Hannoversche Gummiwaaren- und Patent-Packung-Fabrik Lennartz & Co. in Hannover-Linden (Stärkestr. 14-15). 1920 umbenannt wie oben. Hergestellt wurden mit in der Spitze fast 1.000 Mitarbeitern technische und chirurgische Artikel aus Gummi und gummierte Stoffe. Börsennotiz Hannover; im AR saß u.a. der Bankier L. Rothschild. In der Weltwirtschaftskrise 1929 in Liquidation gegangen. Lochentwertet.

Nr. 701 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Mittelschwäbische Überlandzentrale
Aktie 1.000 DM, Nr. 104
Giengen/Brenz, Juni 1954 EF
Auflage: 2.550. Gründung 1908 als „Elektrizitäts-Werk für die Heidenheimer und Ulmer Alb eGmbH“. 1920 Fusion mit dem Elektrizitätswerk für das Bach- und Egautal zur “Überlandwerke Heuchlingen-Bachhagel eGmbH”, seit 1923 AG, seit 1924 Firmenname wie oben. 1939 Übernahme der Kraftwerke Untere Mindel AG in Burgau. In der Spitze wurden 7 Wasserkaftwerke betrieben und 57 Gemeinden in den Kreisen Heidenheim, Ulm, Dillingen (Donau), Günzburg und Neu-Ulm unmittelbar versorgt. Börsennotiz Stuttgart, Großaktionär war die EVS. Nach deren Fusion mit dem Badenwerk 1997 in der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) aufgegangen.

Nr. 702 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
MobilCom AG (3 Stücke)
Aktie 5 DM #4120, Sammelaktie 10 x 5 DM #6005021, Sammelaktie 100 x 5 DM #9003680
Schleswig, Febr. 1997 EF+
Gegründet 1991 als MobilCom Communikationstechnik GmbH, 1996 Umwandlung in eine AG. 1997 war MobilCom das erste Gründungsmitglied am damals noch freudig begrüßten “Neuen Markt” und später ein echter Senkrechtstarter: Nach einem Emissionpreis von umgerechnet 31,95 EUR stieg das Papier auf dem Höhepunkt der Neue-Markt-Hysterie Anfang 2000 auf 210 EUR. Zuvor hatte der Einstieg von France Telecom und die UMTS-Euphorie noch einmal kräftig Öl ins Kursfeuer gegossen. Die Blütenträume sind geplatzt: Heute ächzt das Unternehmen unter den Milliardenschulden für die UMTS-Lizenz, die Lizenz selbst ist praktisch nichts mehr wert, der ehemalige Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsaktionär Gerhard Schmid ist mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt und gegen den Streit zwischen ihm und France Telecom sind Dallas und Denver nur Seifenopern. Schöner G&D-Druck mit lauter Handys im Unterdruck. Faksimile-Unterschrift des damaligen Vorstandsvorsitzenden Gerhard Schmid, dessen Aufstieg und Fall mit MobilCom ein Krimi besonderer Art waren. Jeweils andersfarbig gedruckt. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 703 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
MODENA AG für modische Band- und Seidenwaren
Aktie 1.000 RM, Nr. 44
Berlin-Köln, Aug. 1941 EF
Auflage: 300. Gründung 1922 als Gebr. Bing Soehne AG, Sitz bis 1938 in Köln, dann in Berlin. 1940 Namensänderung in Modena AG für modische Band- und Seidenwaren. Herstellung von und Handel mit Textil- und Modewaren aller Art. Haupterzeugnisse: Samt- und Seidenbänder, Stoffe, Schals, Tücher, Hut- und Kleiderschmuck. 1948 verlagert nach Köln, 1953 umfirmiert in Modena vorm. Gebr. Bing Söhne AG für modische Band- und Seidenwaren, Köln, ab 1958 GmbH. Lochentwertet.

Nr. 704 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Möbel Walther AG
Vorzugs-Aktie 20 x 50 DM, Nr. 154
Gründau-Lieblos, Okt. 1991 UNC
Ursprung des Konzerns mit ca. 20 großen Möbelmärkten in Deutschland, Polen, der Tschechei, der Slowakei und Ungarn ist die 1960 gegründete Möbel- und Elektrohandlung von Rudolph Walther in Büdingen. 1991 wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt und die Vorzüge gleich, die Stämme dann 1994 an die Börse gebracht. Mit Firmensignet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 705 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Moll-Werke AG
Vorzugs-Aktie 100 RM, Nr. 7466
Chemnitz, März 1925 EF
Auflage: 15.000. Gründung 1916 in Wolkenstein. Hergestellt wurden Automobile 6/30 PS und “Mollmobile” 4 PS, ferner eiserne Transportfässer und Transportgeräte, schmiedeeiserne Radiatoren, Sauerstoff, Metallknöpfe aller Art. Die Gesellschaft besaß Werke in Scharfenstein i.Sa. (mit eigenen grösseren Anlagen für Sauerstoff-Erzeugung und Acetylen-Bereitung), Tannenberg i.Erzgeb., Oberlichtenau bei Chemnitz. Der Betrieb Annaberg wurde 1923 abgetrennt und zusammen mit der Firma “Ras-Werke GmbH” in eine GmbH umgewandelt. Über das Vermögen der Gesellschaft wurde 1925 das Konkursverfahren eröffnet. Lochentwertet.

Nr. 706 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Motoren-Werke Mannheim AG vorm. Benz Abt. station. Motorenbau
Aktie 100 RM, Nr. 2376
Mannheim, 15.10.1932 UNC/EF
Auflage: 4.000. Gründung 1922 unter Übernahme der seit 1884 bestehenden Abteilung Motorenbau von Benz & Cie. Gefertigt werden alle Größen, von Einbaumotoren für Traktoren bis zu großen stationären Dieselmotoren. Großaktionär war bis vor wenigen Jahren die Knorr-Bremse, heute Teil des KHD-Konzerns. Lochentwertet.

Nr. 707 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
MÜHL Product & Service und Thüringer Baustoffhandel AG
Sammelaktie 10 x 5 DM, Nr. 1990
Kranichfeld, Aug. 1995 UNC
Gültige Aktie! Gründung 1994/95. Als Baustoffhändler in den neuen Bundesländern zunächst ein fulminanter Senkrechtstarter mit zuletzt deutlich über 1 Mrd. DM Jahresumsatz, die Aktien notierten ab 1997 sogar am Neuen Markt. Ab 2000 sollte das Geschäft ganz auf e-commerce umgestellt werden. Nicht weniger als 1.500 Leute (!) stellte Mühl nur zu dem Zweck ein, die hauseigene Datenbank mit in der Endstufe geplanten über 1 Mio. Produkten internetfähig zu machen. Das ging gründlich in die Hose: Die Banken kriegten kalte Füße, im März 2002 kam die Insolvenz. Dekorative Gestaltung mit Ansicht einer alten Burg im Wald und Dudelsackpfeifer. Mit Kupons ab Nr. 7.

Nr. 708 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Mühlenthaler Spinnerei und Weberei AG
Aktie 100 DM, Nr. 5967
Dieringhausen (Rheinl.), Juni 1952 EF+
Auflage: 2.000. Ursprung des Betriebes in einem Seitental der Agger im Sauerland ist die Mühlenthaler Spinnerei Erkenzweig, welche 1896 in eine AG umgewandelt wurde. Vollstufiger Textilbetrieb mit Spinnerei, Weberei und Appretur. Im August 1944 brannte die Spinnerei ab, Fliegerangriffe fügten dem Werk weitere schwere Schäden zu. Erst Mitte 1949 lief der Betrieb wieder voll. 1960 Umfirmierung in “Mühlenthaler Werke AG Textil-Kunststoff-Maschinen-Werk (MÜWAG)”, nachdem inzwischen auch ein Werk für Kunsttoffmaschinen errichtet worden war (1967 an die Maschinenfabrik Battenfeld in Meinerzhagen verkauft). Börsennotiz im Freiverkehr Düsseldorf. Ein 20 Jahre dauernder Kampf gegen Preisverfall, Billigimporte und Konkurrenzdruck endete 1974 mit dem Konkurs. Mehrere Vignetten mit Spindeln, Mühlrad und Stoffballen.

Nr. 709 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Mühlenvereinigung Kulmbach AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 46326
Kulmbach, 30.7.1923 EF
Gründeraktie. Handel mit Getreide, Mühlenfabrikaten, Verarbeitung von Brotgetreide in eigenen Betrieben, Vornahme von Kredit- und Bankgeschäften. Seit 1924 bereits wieder in Liquidation. Mit Kuponbogen.

Nr. 710 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Muldentalwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 31606
Freiberg, 20.5.1922 VF+
Auflage: 60.000. Gründung Nov. 1920 zum Erwerb der Anlagen der Pappenindustriewerke Muldental GmbH. Herstellung von tägl. 18.000 kg Hart- und Feinpappe sowie Papier. Ende 1920er nicht mehr in den Handbüchern verzeichnet. Lochentwertet.

Nr. 711 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Mundlos AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3786
Magdeburg, 11.1.1922 EF
Auflage: 2.000. Gründung 1863 als „H. Mund & Co., AG seit 1920. Herstellung von Nähmaschinen für Haushalt, Gewerbe und Industrie sowie Spezial-Nähmaschinen. Eine der ältesten Nähmaschinenfabriken, die die Universal-Zickzack-Nähmaschine erfand. Export in die ganze Welt. Großaktionär Emil Köster AG, Berlin. Etwa 1000 Arbeiter und ca. 110 Beamte waren bei Mundlos beschäftigt. In guten Jahren wurden bsi zu 100.000 Nähmaschien hergestellt.Börsennotiz Berlin und Freiverkehr Magdeburg. Nach dem Krieg nicht verlagert. Großformatig. Dekorative Umrandung. Lochentwertet.

Nr. 712 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Municipality of Lünen, Westphalia
8 % Gold Bond 200 Goldmark, Nr. A24/3
Lünen i. W., 13.12.1929 EF/VF
Teil einer Anleihe in Höhe von 3 Mio. Goldmark.Text in englisch. Blauer Druck mit Löwen-Wappen. Anh. Kupons.

Nr. 713 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Nähmaschinen-Teile AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2350
Dresden, 1.7.1920 VF+
Auflage: 800. Gründung 1912 als Würker & Knirsch AG. In der Fabrik in Dresden, Barbarastr. 43 wurden vor allem Nähmaschinen-Schiffchen hergestellt. 1918 Hinzuerwerb der Fabrik für Nähmaschinenteile von G. Schmidt mit Sonderabt. L. Wetzell Nähmaschinenspulenfabrik in Kötzschenbroda, aus diesem Anlass Umfirmierung in “Nähmaschinen-Teile AG”. In den beiden Fabriken in Dresden und Kötzschenbroda waren rd. 1.200 Arbeiter beschäftigt. Börsennotiz Dresden, später Leipzig. 1953 Sitzverlegung nach Aachen, 1955 Namensänderung in Nämatag Nähmaschinenteile GmbH, Aachen. Faksimile-Unterschrift Würker. Ohne Lochentwertung. Mit Kupons.

Nr. 714 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Nähmaschinenfabrik Adolf Knoch AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 326
Saalfeld, 1.7.1928 EF
Auflage: 525. Gründung 1860, AG seit 1908. 1931 Übernahme der Marken und Vertriebsrechte der Nähmaschinen- und Fahrräderfabrik Bernhard Stoewer AG in Stettin. 1949 verlagert nach Frankfurt/Main, 1969 nach Abwicklung gelöscht. Fabrikabbildung im Unterdruck. Lochentwertet.

Nr. 715 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Nähmaschinenfabrik Karlsruhe AG vormals Haid & Neu
Aktie 100 RM, Nr. 232
Karlsruhe, Nov. 1934 EF+
Gegründet 1860, AG seit 13.3.1883. Firma bis 31.5.1933: Nähmaschinenfabrik Karlsruhe vormals Haid & Neu. Herstellung von Haushalts- und Gewerbe-Nähmaschinen, von elektroautomatischen Kühlschränken sowie Metall- und Holzbearbeitung. Lochentwertet.

Nr. 716 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Nassauische Kleinbahn AG
Aktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 1324
Wiesbaden, 30.6.1943 EF+
Auflage: 2.000, wahrscheinlich kompletter Neudruck der Aktien. Gründung 1898. Sitz bis 1942 in Berlin-Wilmersdorf. 1000-mm-Schmalspurbahnen St. Goarshausen-Nastätten-Zollhaus (43 km), Nastätten-Miehlen (4 km) und Braubach Hafen zur Blei- und Silberhütte (2 km als Dreischienengleis in 1000- und 750-mm-Spur). 1952-77 schrittweise stillgelegt. 1975 in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 717 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Nassauische Kleinbahn AG
Aktie 100 DM, Nr. 283
Wiesbaden, Febr. 1953 EF
Auflage: 500. Mit Kupons ab Nr. 3.

Nr. 718 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Nassauische Landesbank
7% Gold-Pfandbrief 1.000 Goldmark, Nr. 2128
Wiesbaden, 1.7.1930 EF
Gegründet 1840 als Landeskreditkasse für das Herzogtum Nassau, ab 1849 Nassauische Landesbank. Als Nassau 1866 nach Preußen einverleibt wurde, hat man aus verfassungsrechtlichen Gründen das Sparkassengeschäfts in der in Personalunion geführten (bis heute bestehenden) Nassauischen Sparkasse verselbständigt. Die Nassauische Landesbank ging 1953 in der Hessischen Landesbank auf (heute Landesbank Hessen-Thüringen). Dekorative Gestaltung mit Wappenabb. Erstmals von uns angeboten. Lochentwertet.

Nr. 719 Schätzpreis: 380,00 EUR
Startpreis: 190,00 EUR
Nationalsozialistischer
Deutscher Arbeiterverein
Schuldschein Lit. B 10 Mark, Nr. 8130
München, ca. 1925 VF+
1919 wurde die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) in München gegründet. Noch im Gründungsjahr wurde Adolf Hitler als 55. Mitglied in die DAP aufgenommen. 1920 wurde die NSDAP im Münchener Hofbräuhaus durch Umbenennung der DAP gegründet. Am 30.9.1920 wurde die NSDAP unter der Bezeichnung “Nationalsozialistischer Deutscher Arbeiterverein e.V.” als Verein eingetragen, dessen Vorstand Adolf Hitler war. Von 1933 bis 1945 war die NSDAP die in Deutschland allein herrschende politische Partei. Über die Schuldscheine sollte der Erwerb der rechtsextremen Propagandazeitschrift „Völkischer Beobachter“ von der NSDAP finanziert werden. Übles Dokument der Machenschaften der NSDAP mit höchst aggressivem und antisemitischem Inhalt: „...Er soll streiten für Deutschlands Befreiung aus Juden- und Franzosenknechtschaft.“ Aufschlussreiche graphische Darstellung eines „Ariers“, der einem enthaupteten Kopf das Messer an die Kehle hält. Mehrere Faksimilesignaturen, u.a. Anton Drexler, Gründer der Deutschen Arbeiterpartei, Träger des Blutordens, der höchsten Parteiauszeichnung der NSDAP. Knickfalten, insgesamt sehr gut erhalten! Äußerst seltenes Stück aus alter Sammlung!

Nr. 720 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Natronzellstoff- und Papierfabriken
4,5 % Teilschuldv. 500 RM, Nr. 2967
Berlin, Okt. 1941 EF
Auflage: 1.500. Gründung 1918. Herstellung von Natronzellstoff, Natronkraftpapier, Sackpapier und Bitumenpapier in den Werken Altdamm (Pommern), Krappitz (Oberschlesien), Goslar-Oker und Priebus. 1938 erwarb die Zellstofffabrik Waldhof (später PWA, heute Svenska Cellulosa) die Aktienmehrheit. 1945 verlagert nach Mannheim-Waldhof, ab 1976 GmbH. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig Bedingungen. Auflage der hier angebotenen Serie H: nur 100 Stück!

Nr. 721 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Nauendorf-Gerlebogker Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie 1.000 Mark, Nr. 272
Berlin, 2.4.1900 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.600. Gründung 1900. Normalspurige 15,2 km lange Bahn im Saalkreis nordwestlich von Halle a.S. 1929 Umstellung der Personenbeföderung auf Omnibus. Der Betrieb wurde 1950 der Deutschen Reichsbahn zugeteilt, 1963 Einstellung des Personen-, 1993 des Güterverkehrs. Lochentwertet.

Nr. 722 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
NAVIS Schiffahrts- und Speditions-AG
Namensaktie 50 DM, Nr. 3221
Hamburg, Okt. 1995 UNC-
Gründeraktie, Auflage: 6.000. Die AG entstand 1995 durch Umwandlung einer gleichnamigen GmbH. Eigentümer sind Walter Stork (88,6%) Greta Stork (9,4%) und Remo Stork (2%), alle aus Hamburg. Es handelt sich also um ein reines Familienunternehmen. Standorte werden in Hamburg, Bremen, Rotterdam, Antwerpen, Hannover und Freiberg unterhalten. Zum Tätigkeitsgebiet gehören alle Geschäfte der Spedition und Verfrachtung von Gütern jeglicher Art und deren Lagerung sowie die Vermittlung von Geschäften dieser Kategorie. Auch im Bereich Computer Network ist sie tätig. Die Navis hält an vier Hamburger Logistik-, Seehafen- und Speditionsgesellschaften eine Beteiligung von je 50 % und gehört dem Verband Hamburger Spediteure an. Es handelt sich um ein global tätiges Unternehmen, das auf allen Kontinenten und an allen Handelsplätzen der Welt tätig ist. Sehr dekorativ, mit postkartengroßem Plan des Hamburger Hafens mit den einzelnen Hafenbecken. Rückseitig entwertet.

Nr. 723 Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
Nebelhornbahn AG
Aktie 100 RM, Nr. 885
Oberstdorf, 1.10.1933 EF/VF
Auflage: 1.050. Gründung 1927 zum Bau und Betrieb der 4,7 km langen Seilschwebebahn Oberstdorf-Seealpe-Nebelhorn sowie der Sesselbahn von der Bergstation auf den Nebelhorngipfel, später auch Betrieb mehrerer Skischlepplifte im Bereich der Mittelstation Koblat und der Bergstation. Bis 1933 Betriebsführung durch die Localbahn-AG in München, seitdem Betrieb in Eigenregie. 1955 außerdem Erwerb der Herzogstandbahn in Kochel am See (1973 an die Gemeinde Kochel veräußert). Noch heute in München börsennotierte AG. Großaktionäre mit je einer Schachtel waren lange die Bayerische Vereinsbank, der Verschönerungsverein Oberstdorf und die Augsburger Fam. Schaefer, heute sind die Lech-Elektrizitätswerke in Augsburg (und damit indirekt das RWE) Mehrheitsaktionär. Nur ca. 5 Stücke sind seit Jahrzehnten bekannt.

Nr. 724 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Neckarwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 13949
Esslingen, 20.5.1920 EF+
Auflage: 5.000. Gründung 1905 unter Übernahme einer 1899-1904 von Heinrich Mayer in Altbach errichteten “Kraftcentrale für die Überland-Stromversorgung”. 1997 Fusion mit den Technischen Werken der Stadt Stuttgart AG, Sitzverlegung nach Stuttgart und Umfirmierung in “Neckarwerke Stuttgart AG”. Großaktionäre sind die Landeshauptstadt Stuttgart, der Neckar-Elektrizitätsverband und die EnBW. Direkt versorgt werden jetzt 124 Städte und Gemeinden in der Mitte Baden-Württembergs (darunter Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen und Göppingen). Großformatig, dekorative Zierumrandung. Lochentwertet.

Nr. 725 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Neckarwerke Elektrizitätsversorgungs-AG
Aktie 50 DM, Nr. 24298
Esslingen, Nov. 1969 UNC/EF
Auflage: 1.400. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 726 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Neckermann Versand-AG
Aktie 50 DM, Blankette
Frankfurt/Main, Juni 1977 UNC
Gründung 1948 als Textilgeschäft Neckermann KG, 1963 Umgründung in eine KGaA. Im gleichen Jahr wird der Fertighausvertrieb und der Reisedienst (später Neckermann und Reisen N-U-R) aufgenommen. 1976 erwirbt die Karstadt AG eine Schachtelbeteiligung, 1977 Sanierung des schwer angeschlagenen Unternehmens, 1984 Eingliederung in die Karstadt AG. Was bleibt, ist die beispiellose unternehmerische Leistung von Josef Neckermann, der im deutschen Versandhandel allein auf einen Marktanteil von 10 % kam. Sehr dekorativ, mit großer Ansicht des damals gerade neuerbauten Versandzentrums. Äußerst selten!

Nr. 727 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Neisser Kreisbahn-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2403
Neisse, 1.1.1913 EF
Auflage: 3.340. Gründung 1910. Strecken Neisse-Steinau (21 km) und Neisse-Weidenau (19 km) südlich von Breslau. Lochentwertet.

Nr. 728 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Neolitwerk Dessau AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 229
Micheln, Nov. 1939 EF+
Auflage: 300. Gründung 1922. Herstellung und Vertrieb von Isoliermaterial, Lacken und gleichartigen Artikeln, welche in der elektrischen Industrie Verwendung finden. Bis 1937 lautete die Firma Neolitwerk AG und hatte ihren Sitz in Dessau. Im Dez. 1938 Übernahme der Cura-Verwaltungs-AG, Stettin durch Fusion. Lochentwertet.

Nr. 729 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Nestlé Deutschland AG
Aktie 20 Stück, Nr. 100001009
Frankfurt a.M., Sept. 1999 UNC
Gründung 1987 zur Bündelung der deutschen Interessen der Schweizer Nestlé S.A. Mit fast 3 Mrd. DM Jahresumsatz und über 12.000 Beschäftigten einer der größten Lebensmittelkonzerne. Tochterfirmen sind u.a. Allgäuer Alpenmilch, Libby, Thomy, Friskies, Herta, Maggi, Rowntree Mackingtosh, Nestlé-Alete und Warncke-Eiskrem. Mit dem bekannten Nestlé-Markenzeichen. Rückseitig entwertet.

Nr. 730 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Neu Guinea Compagnie
Anteil 20 RM Nr. 26128
Berlin, 28.6.1926 EF
Gründung 1886, 1899 Umwandlung in eine Deutsche Kolonial-Gesellschaft. Gründer war der Geheime Kommerzienrat Adolph v. Hansemann, die unumstrittene Führungspersönlichkeit der Disconto-Gesellschaft in Berlin, zu der Zeit die bedeutendste Bank im ganzen Deutschen Reich (1929 Fusion zur Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft). Koloniale Angelegenheiten waren die große Leidenschaft des sonst als vorurteilslos, willensstark, ja sogar grob geltenden v. Hansemann (1826-1903), der sogar sein Arbeitszimmer im alten Disconto-Gebäude Unter den Linden 35 ganz mit edlen Hölzern Neu-Guineas täfeln ließ. Die Neu Guinea Compagnie betrieb 42 Pflanzungen (Kokospalmen, Kautschuk, Kakao und Sisalhanf) in Kaiser-Wilhelmsland (heute: Neu-Guinea) und im Bismarck-Archipel, ferner zwei große Handelsniederlassungen und einen eigenen Schifffahrtsbetrieb mit 6 Schiffen. Erst lange nach v. Hansemanns Tod begann sie Gewinne abzuwerfen, doch nach dem für Deutschland verlorenen 1. Weltkrieg wurden die Besitzungen aufgrund des Versailler Vertrages enteignet. Mit den Entschädigungszahlungen des Reichs wurde 1921 die Kaffeepflanzung El Negrito in Venezuela (südlich von Caracas) erworben. Auf Fernado Poo wurde nach spanischem Recht die Drumen S.A. gegründet, die Mehlbananen und Kakao anbaute und an die ein Handelsbetrieb im französischen Mandatsgebiet Kamerun angegliedert war. Der Ausgang des 2. Weltkrieges beraubte die in Hamburg, Berlin und Frankfurt börsennotierte Ges. erneut fast allen Vermögens. Nachdem der Sitz inzwischen nach Hamburg verlegt worden war (Mehrheitsaktionär war zuletzt die Afrikanische Frucht-Compagnie Laeisz & Co. in Hamburg) beschloß eine a.o. HV 1968 die Auflösung. Sehr schöner Druck der Reichsdruckerei, mehrfarbige, aufwendige Umrandung mit Blättern und Löwen-Vignette, im Unterdruck Ansicht von Neu Guinea. Stück ohne Lochentwertung.

Nr. 731 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
NEU-WESTEND AG für Grundstücksverwertung
Aktie Lit. B 1.000 Mark, Nr. 8145
Charlottenburg, März 1923 EF/VF
Auflage: 4.000. Gründung 1904 durch die Deutsche Bank. Die Gesellschaft erschloss die Gegend zwischen Kaiserdamm, Kantstraße und Königsweg. Den U-Bahn-Anschluss ließ sie auf eigene Kosten ausführen, um die Attraktivität der Wohnlage zu erhöhen. Börsennotiz Berlin. Ab 1918 in Liquidation, bei der Abwicklung konnte immerhin das Doppelte des Nennwertes ausgeschüttet werden. Ohne Lochentwertung.

Nr. 732 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Neubrandenburg-Friedländer-Eisenbahn
Aktie 1.000 RM, Nr. 982
Friedland i.M., Nov. 1926 EF+
Auflage: 1.154. Gründung 1884 zum Bau der 26 km langen Eisenbahn Neubrandenburg-Friedland (dort mit Anschluß an die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn). Mit Kupons ab Nr. 12.

Nr. 733 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Neue ABC-Waren-Kredit-AG
Namensaktie 200 RM, Nr. 671
Berlin, April 1937 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 2.875. Gewährung von Verbraucherkrediten beim Einkauf von Waren in den angeschlossenen Geschäften des Berliner Einzelhandels. Lochentwertet.

Nr. 734 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Neue Boden-AG
4 % Teilschuldv. 500 Mark, Nr. 12400
Berlin, Juni 1901 EF/VF
Auflage: 17.400. Gründung 1893 als „Neue Berliner Baugesellschaft“. 1901 umbenannt wie oben nach Fusion mit der „Deutsche Grundschuld-Bank“. Eine der größten Berliner Terraingesellschaften mit Terrains in Charlottenburg, Wilmersdorf, Spandau-Gatow, Pankow, Heinersdorf, Hohen-Schönhausen, Hohen-Neuendorf, Dresden und Königsberg i.Pr. Die Neue Boden besaß ferner 76 Hausgrundstücke in Berlin, außerdem war sie an der Gründung von mehr als 10 weiteren Terraingesellschaften und der Privatanschlußbahn Borgsdorf-Birkenwerder GmbH beteiligt. Börsennotiz Berlin und Frankfurt. 1927 erwarb der Industrielle und notorische Aktienspekulant Jacob Schapiro die Aktienmehrheit. Ihm gehörte nicht nur seit 1923 die Mehrheit beim Autohersteller NSU, er beherrschte auch Cyclon, Schebera, Hansa und die Fahrzeugfabrik Eisenach (Dixi), selbst für die Fusion von Daimler und Benz war Schapiro die Ursache (ihm gehörten zeitweise 60 % der Benz-Aktien, doch Benz-Finanzvorstand Wilhelm Kissel manövrierte ihn aus und zwang ihn zum Verkauf der Aktienmehrheit an die Deutsche Bank, die schon die Daimler-Motorengesellschaft beherrschte und beide Firmen dann fusionierte). Seinen Firmen entzog Schapiro alle Mittel, um damit private Spekulationen zu finanzieren (u.a. erwarb er noch am 22.2.1929 in der Zwangsversteigerung den berühmten Sportpalast und verpachtete ihn anschließend an den Vorsitzenden des Trabrennvereins Berlin-Ruhleben). Sein Imperium brach gleich zu Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 zusammen. Die Fahrzeugfabrik Eisenach wurde an BMW verkauft, NSU ging an die Dresdner Bank und FIAT. Die bis dahin kerngesunde Neue Boden-AG, der Schapiro Vermögen fast in Höhe der gesamten Bilanzsumme (16 Mio. M) entzogen hatte, ging am 11.11.1932 in Vergleich und am 7.3.1933 in Konkurs. Ohne Lochentwertung. Doppelblatt, Stempel durch Feuchtigkeit leicht verwaschen.

Nr. 735 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Neue Flöther Landmaschinen AG
Aktie 100 RM, Nr. 237
Gassen N.-L., 1.7.1933 UNC/EF
Gründeraktie, Auflage: 200. Gründung 1933. Herstellung und Vertrieb von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten aller Art. Gebaut wurden u.a. Lokomobile, Dampfdreschmaschinen, Pflüge. Im Sept. 1936 wurden die Werksanlagen der Th. Flöther Maschinenbau AG aufgekauft. 1939 ist der Fabrikationsbetrieb auf die Firma Hermann Raussendorf, Abteilung Flöther-Werk Gassen, übergegangen. Lochentwertet.

Nr. 736 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Neuhaldensleber Eisenbahn-Ges.
Aktie Littr. A 1.000 Mark, Nr. 355
Neuhaldensleben, 15.11.1887 VF+
Gründeraktie, Auflage: 1.175. Betrieb der Strecke Neuhaldensleben-Eilsleben (32 km, eröffnet 1887) und der Industrie- und Hafenbahn in Neuhaldensleben (4,5 km, eröffnet 1926/29). In Neuhaldensleben Anschluß an die Kleinbahn Gardelegen-Neuhaldensleben. Sehr dekorative Umrandung im Historismus-Stil. Gedruckt auf handgeschöpftem Büttenpapier, mit den dafür typischen Rändern. Lochentwertet. Zwei Rostflecke.

Nr. 737 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 3237
Berlin, 1.4.1936 UNC
Auflage: 250. Gründung 1899 als „Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn“. Strecke Neukölln-Mittenwalde-Schöneicherplan (33,2 km). 2/3 der Strecke wurden in der Ostzone 1947 entschädigungslos enteignet. Die Reststrecke Berlin Neukölln (Hermannstr.)-Teltowkanal-Britz-Buckow-Rudow wird bis heute für den Güterverkehr intensiv genutzt (Personenverkehr 1955 eingestellt). Lochentwertet.

Nr. 738 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Neußer Papier- und Pergamentpapierfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 618
Neuss am Rhein, 2.6.1927 EF+
Auflage: 980. Gegründet 1878. Produziert wurden Rohpappe, Seiden- und Toilettenpapier. Am 29.1.1942 Firma umbenannt in Balatum AG. Lochentwertet.

Nr. 739 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Niederbarnimer Eisenbahn-AG
Aktie 100 RM, Nr. 4710
Berlin-Wilhelmsruh, Okt. 1940 EF+
Auflage: 10.000. Gründung 1900 als „Reinickendorf-Liebenwalde-Groß-Schönebecker Eisenbahn-AG“. Normalspurige Bahn Reinickendorf-Basdorf-Liebenwalde (37,9 km) mit Verzweigung Basdorf-Groß-Schönebeck (24 km) sowie Tegel-Friedrichsfelde (26 km). Nach dem Krieg wurde die Bahn vom Schicksal hin und her geworfen, dabei passierte folgendes: Da sie teils im West- und teils im Ostsektor von Berlin lag, hatten die Alliierten etwas gegen eine Enteignung. Also kam es zu einer Übergabe-Vereinbarung mit der Reichsbahn, in der alles bis auf die letzte Ölkanne genau aufgeführt wurde. Auch stand die Klausel darin, daß nach der Wiedervereinigung Deutschlands alles im übergebenen Zustand wieder zurückzuübertragen an die Privatbahn sei. Die Chefetage der Bundesbahn schäumte vor Wut, als ihr dieser Vertrag nach der Wende präsentiert wurde und verweigerte die Erfüllung. Es half nichts, die Prozesse gingen zu Gunsten der Bahn aus, heute fährt sie wieder als Privatbahn (und ist zudem Heimat der Berliner Eisenbahnfreunde e.V., bei denen wir 1998 auf dem Bahnhof Basdorf ein unvergeßliches Sommerfest feiern durften). Lochentwertet.

(PDF) Nr. 740 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Niederlausitzer Bank AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 16470
Cottbus, April 1928 EF
Auflage: 728. Gründung 1901 als „Niederlausitzer Kredit- und Sparbank AG“. Filialen in Crossen, Forst, Frankfurt (Oder), Guben, Küstrin, Lübben, Sagan, Sommerfeld, Sorau und Weißwasser. Börsennotiz Berlin. Großaktionär war die Deutsche Bank. Lochentwertet.

Nr. 741 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Niederlausitzer Kohlenwerke
Aktie 1.000 Mark, Nr. 17934
Berlin, April 1918 EF
Auflage: 4.000. Gründung 1882 mit Sitz in Fürstenberg a.O., zur vorteilhafteren Gestaltung des Brikettvertriebs. 1902 Sitzverlegung nach Berlin (Potsdamerstr. 127/128). Die Ges. besaß 8 Braunkohlen-Tagebaue im Senftenberger Revier, 2 Tiefbaue im Spremberger Revier und 3 Tage- bzw. Tiefbaue im Borna-Leipziger Revier, dazu 16 Brikettfabriken und 4 Ziegeleien, beschäftigt waren bis zu 6.000 Menschen. 1919 Beitritt zum ostelbischen sowie zum mitteldeutschen Braunkohlensyndikat, die für die angeschlossenen Werke den kompletten Verkauf übernahmen und Produktionsquoten vergaben. Die in Berlin börsennotierte AG erwirtschaftete regelmäßig zweistellige Dividenden, Großaktionär war der Petschek-Konzern in Aussig (der in der Weltwirtschaftskrise dann in derbe Schwierigkeiten kam). Seit 1939 in Liquidation. Dekorativ, mit Hermes-Vignette in allen vier Ecken. Stück ohne Lochentwertung.

Nr. 742 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Niederrheinische Bergwerks-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 7887
Neukirchen-Vluyn, Juli 1938 UNC/EF
Auflage: 7.000. Gründung am 24.2.1923. Mutung, Erwerb und Ausbeutung von Bergwerken sowie Beteiligung an anderen Bergwerken. Die Gesellschaft war beteiligt bei Kohlenhandelsgesellschaften des Rheinisch-Westfällischen Kohlensyndikats und bei der Steinkohlen-Elektrizitäts-AG, Essen. Am 23.10.1959 auf die Leonhardt Bergbau AG, Düsseldorf, übergegangen, die anschließend in Niederrheinische Bergwerks-AG umbenannt wurde. Die Zeche Niederberg in Neukirchen-Vluyn wurde Ende 2001 stillgelegt. Lochentwertet.

Nr. 743 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Niedersächsische Bergbaugesellschaft Rote Erde
Anteilschein 100 RM, Nr. 1340
Hannover, Mai 1926 UNC/EF
Ganz in grün gedruckt, mit Hammer und Schlegel.

Nr. 744 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Nordbank für Handel
u. Landwirtschaft AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 73253
Kiel, Aug. 1923 UNC-
Gründeraktie, Auflage: 100.000. Die AG führte das Bankkomissionsgeschäft Robert Zabel in Kiel fort. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 745 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Nordcement AG
Aktie 50 DM, Nr. 121699
Hannover, Febr. 1973 UNC/EF
Auflage: 10.000. Gründung 1898 als Norddeutsche Portland-Cement-Fabrik Misburg. Später kontinuierliche Expansion durch Aufkauf von Konkurrenten: Misburger Portland-Cement-Fabrik Kronsberg AG (1904), Wunstorfer Portlandcementwerke AG (1929), Portland Alemannia AG in Hannover und Portlandcementwerk Schwanebeck AG (1930), Portlandcementfabrik Hoiersdorf GmbH, Portlandzementwerk “Siegfried” Salzderhelden AG und Vorwohler Portland-Cement-Fabrik AG, Hannover (1942). Alle diese Beteiligungen sowie die Braunschweiger Portlandcementwerk AG, Salder wurden 1950/57 auf die Nordcement verschmolzen. 1964 Umfirmierung in NORDCEMENT AG. 1973/75 Erwerb und anschließende Verschmelzung der Portland-Cementfabrik Hardegsen AG. In Betrieb blieben die Werke Höver (Werk Alemannia), Hardegsen und Wunstorf. Großaktionär war bis in die 70er Jahre die AGIV, danach die Schweizer Holderbank (Mehrheit) und mit einer Schachtel die Heidelberger Zement. Verschmelzung mit der Alsen GmbH und der Breitenburger Finanzholding GmbH auf die Breitenburger Portland-Cement-Fabrik und Umbenennung in Alsen AG. Sehr selten. Entwertet.

Nr. 746 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Norddeutsche Hochseefischerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4696
Geestemünde, 15.1.1922 EF
Auflage: 2.500. Gründung 1907. 1935 Übernahme der Deutsche Fischerei AG. Die Fangflotte erreichte bis zum Kriegsbeginn 23 Schiffe. 1968 Übernahme der Bremen-Vegesacker Fischerei GmbH. 1970 Vercharterung der gesamten Flotte (15 Schiffe) an die Nordsee Deutsche Hochseefischerei GmbH. 1977 Rückzug aus dem Fischfanggeschäft. 1979 Umfirmierung in Project Carries AG und Sitzverlegung von Bremerhaven nach Leer/Ostfriesland. Seitdem Wahrnehmung von Geschäftsführungsaufgaben als Komplementär für Reedereien des neuen Schiffstyps Project Carrier. 1982 Sitzverlegung nach Bad Schwartau. 1985 Umbenennung in Hansa-Linie AG und Sitzverlegung nach Bremen, 1989 Umbenennung in MAMMOET-HANSA-Linie AG, 1994 Sitzverlegung nach Rostock, seit 1995 als Reederei Hansa AG firmierend. Dekorativ, mit großer Abb. eines Heringsloggers. Lochentwertet.

Nr. 747 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Norddeutsche Patentmatratzen-
& Polstermöbelfabrik AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 11262
Wilhelmshaven, Juli 1923 UNC-
Gründeraktie, Auflage: 30.000. Gegründet am 27.6.1923. Bereits am 16.8.1924 beschlossen die Aktionäre, die AG wieder zu liquidieren. Faksimilesignatur des Senators Emil Raschke als Aufsichtsratpräsident. Extrem selten. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 748 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Norddeutsche Portland-Cement-Fabrik Misburg
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2067
Hannover, 26.11.1904 EF/VF
Auflage: 400. Gründung 1898. Später kontinuierliche Expansion durch Aufkauf von Konkurrenten: Misburger Portland-Cement-Fabrik Kronsberg AG (1904), Wunstorfer Portlandcementwerke AG (1929), Portland Alemannia AG in Hannover und Portlandcementwerk Schwanebeck AG (1930), Portlandcementfabrik Hoiersdorf GmbH, Portlandzementwerk “Siegfried” Salzderhelden AG und Vorwohler Portland-Cement-Fabrik AG, Hannover (1942). Alle diese Beteiligungen sowie die Braunschweiger Portlandcementwerk AG, Salder wurden 1950/57 auf die Nordcement verschmolzen. 1964 Umfirmierung in NORDCEMENT AG. 1973/75 Erwerb und anschließende Verschmelzung der Portland-Cementfabrik Hardegsen AG. In Betrieb blieben die Werke Höver (Werk Alemannia), Hardegsen und Wunstorf. Großaktionär war bis in die 70er Jahre die AGIV, danach die Schweizer Holderbank (Mehrheit) und mit einer Schachtel die Heidelberger Zement. Verschmelzung mit der Alsen GmbH und der Breitenburger Finanzholding GmbH auf die Breitenburger Portland-Cement-Fabrik und Umbenennung in Alsen AG. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 749 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Nordhäuser Tabakfabriken AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3130
Nordhausen, Juli 1920 EF/VF
Auflage: 10.000. Schon im 19. Jh. war Nordhausen am Südrand des Harzgebirges ein Zentrum der Kau- und Rauchtabakproduktion. Die AG entstand 1919 durch Zusammenschluß von 10 Nordhäuser Firmen dieser Branche (u.a. Fa. Hanewacker, Kneiff). Unter ihrem Dach arbeiteten 10 Kautabakfabriken, eine Rauchtabakfabrik und eine Zigarrenfabrik in Nordhausen sowie 5 Zigarrenfilialbetriebe auf dem Eichsfeld. Im Juli 1946 wurden die Betriebe vom Land Thüringen enteignet, womit sich ihr Schicksal von dem der AG löste: Die NORTAK entwickelte sich zu DDR-Zeiten zu einem großen Zigarettenhersteller. 1990 übernahm die Reemtsma-Gruppe diesen per Wiedervereinigung hinzugekommenen Wettbewerber, 2002 wurden die NORTAK-Betriebe stillgelegt. Die alte AG dagegen verlegte 1950 ihren Sitz nach Düsseldorf. Die geplante Wiederaufnahme einer Produktion im Westen konnte nie realisiert werden, doch blieb der AG-Mantel die ganze Zeit im Düsseldorfer Freiverkehr notiert. Seine bedeutende Fotokunstsammlung brachte 2003/04 der Großaktionär Clemens Vedder in die AG ein, die bei der Gelegenheit in “Camera Work AG” umfirmierte. Der Sitz wurde nach Hamburg verlegt, in einer ehemals von Jil Sander bewohnten Villa eröffnete man neue Ausstellungsräume. Nach Bill Gates und Getty Images verfügt Camerawork heute über den weltweit drittgrößten Bestand an Photorechten und veranstaltet bedeutende Ausstellungen. Der Börsenkurs einer 5-DM-Aktie übersteigt inzwischen atemberaubende 3.000 EUR. Lochentwertet.

Nr. 750 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie 100 RM, Nr. 20658
Wernigerode, Jan. 1925 EF+
Auflage: 8.250. Gründung 1896. Die berühmte „Harzquerbahn“. 1000-mm-Schmalspurbahn Nordhausen-Eisfelder Talmühle-Sorge-Drei Annen-Hohne-Wernigerode (62 km) mit Abzweig von Drei Annen-Hohne auf den Brocken (19 km). 1949 Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn. Heute Betrieb von der „Harzer Schmalspurbahn GmbH“. Auch wenn eine Fahrt recht teuer ist, lohnt sich selbige immer wieder. Eisenbahnabb. im Trockenprägesiegel. Lochentwertet.

Nr. 751 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Nordwolle Beteiligungs-
und Grundbesitz-AG
Sammelaktie 2 x 50 DM, Nr. 94511-512
Bremen, Sept. 1971 UNC
Der Zusammenbruch des Nordwolle-Konzerns, der auch die Darmstädter und National-Bank mit in den Abgrund riß, war der äußere Auslöser der Weltwirtschaftskrise in Deutschland. Nach dem Konkurs 1931 wurde die “Norddeutsche Woll- und Kammgarn-Industrie AG” als Auffanggesellschaft gegründet mit drei Werken in Delmenhorst, Mühlhausen (Thür.) und Eisenach (die letzten beiden 1946 enteignet). Mehrheitsaktionär wurde die Dresdner Bank, in der die DANAT-Bank aufgegangen war. 1970 Einbringung der Delmenhorster Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Vereinigte Kammgarn-Spinnereien AG in Bremen (bisher Kammgarn-Spinnerei Düsseldorf) und zugleich Umfirmierung in “Nordwolle Beteiligungs- und Grundbesitz-AG”. 1979 erneute Umfirmierung in DELME Grundbesitz- und Beteiligungs-AG. Ab 1986 Umwandlung des ehemaligen Fabrikgeländes in Wohngebiete, Anfang der 90er Jahre verkaufte die Dresdner Bank ihre Mehrheitsbeteiligung an die Investorengruppe STEUCON/Rothenberger. Sehr selten. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 752 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
NSU Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1815
Neckarsulm, Okt. 1941 EF+
Auflage: 2.000. Gründung 1884 als „Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik“. Seit 1886 auch Produktion von Fahrrädern, weshalb 1892 die Strickmaschinen-Produktion gänzlich aufgegeben wurde. 1901 begann NSU als erste Fabrik in Deutschland mit der Herstellung der bis dahin noch gänzlich unbekannten Motorräder, seit 1906 auch Automobil-Herstellung. 1926 Übernahme der „Schebera AG Automobilwerk“ in Berlin-Charlottenburg und Umfirmierung in „NSU Vereinigte Fahrzeugwerke AG“. 1928 Interessengemeinschaft mit der FIAT S.A. in Turin, die das Werk Heilbronn übernahm und in eine eigene AG unter der Firma „NSU Automobil-AG“ umwandelte. 1936 Übernahme der Fahrradproduktion der Adam Opel AG und Aufgabe des Automobilbaues. Umfirmiert1938 in „NSU Werke AG“ und 1961 in “NSU Motorenwerke AG”. Bekannteste Autos der Nachkriegszeit waren der NSU-Prinz und der revolutionäre RO 80 mit Wankelmotor. 1969 Verschmelzung mit der Auto-Union GmbH zur Audi NSU Auto Union AG. Lochentwertet.

Nr. 753 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Nürnberger Beteiligungs-AG
Namens-Sammelaktie B 50 x 50 DM, Nr. 802133
Nürnberg, Okt. 1990 UNC-
Gründung 1884 als Nürnberger Lebensversicherungs-Bank, schon im Jahr darauf bot die Nürnberger als erste private Versicherung in Bayern auch Unfallversicherungen an. 1906 Aufnahme des Haftpflichtgeschäfts. 1938 Umfirmierung in Nürnberger Lebensversicherung AG. 1952 Gründung der Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG für das Sachgeschäft. 1957 Übernahme der „Hamburger Beamten-Sterbekasse von 1881“. 1990 wurde der Versicherungsbestand auf die Neue Nürnberger Lebensversicherung AG übertragen (das “Neue” entfiel gleich darauf wieder). Die Ursprungsgesellschaft, an der die Deutsche Bank heute wesentlich beteiligt ist, änderte ihren Namen in Nürnberger Beteiligungs-AG. Sie ist die Dachgesellschaft der Nürnberger Versicherungsgruppe. Mit dem Firmen-Signet “Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg”. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 754 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
O & K Orenstein & Koppel AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 53504
Berlin, Aug. 1973 UNC-
Auflage: 10.000. Gründung 1876, seit 1897 “AG für Feld- und Kleinbahnenbedarf (vorm. Orenstein & Koppel).” 1909 fusionsweise Aufnahme der Arthur Koppel AG (die sich 1885 vom Stammhaus gelöst hatte). Ab 1911 Interessengemeinschaft mit der Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft (die schließlich 1950 in einer Fusion mündete), nun auch Herstellung großer Trocken- und Schwimmbagger. 1912 Übernahme der Maschinenfabrik Montania vorm. Gerlach & König in Nordhausen. 1920 Firmenänderung in “Orenstein & Koppel AG”. 1930 Übernahme der Aktienmehrheit bei Dessauer Waggonfabrik AG und der Gothaer Waggonfabrik AG. 1940/41 Firmenänderung in “Maschinenbau- und Bahnbedarf-AG” (ab 1949 aber wieder Orenstein & Koppel AG). 1955 Erwerb der Motoren- und Schlepperfabrik Normag GmbH in Hattingen (Ruhr). 1986 Erwerb der Aktienmehrheit der FAUN AG, Lauf a. d. Pegnitz. Weitere eigene Werke in Berlin (Hydraulikbagger, Gabelstapler, Radlader), Butzbach (Muldenkipper), Dortmund (Hydraulikbagger, Grader, Güterwagen), Ennigerloh (Brecher- und Mahlanlagen), Hattingen (Hydraulik und Getriebebau, Rolltreppen), Kissing (Radlader, Grader), Lübeck (Tagebau-, Band- und Umschlaganlagen, Naßbaggertechnik und Schwimmkrane) sowie Neunkirchen (Hydraulikkrane und -bagger, Nutzfahrzeuge). Verwaltungssitz von O & K war schon seit langem Dortmund. Der dort ebenfalls ansässige Großaktionär Hoesch AG wurde mit seiner kränkelnden Tochter nie wirklich glücklich; 1994 schließlich wurde zur Sanierung sogar eine Kapitalherabsetzung notwendig. Rückseitig entwertet.

Nr. 755 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Oberrheinische Bauindustrie AG
Aktie 20 RM, Nr. 5909
Freiburg i.Br., 28.11.1924 EF
Auflage: 18.000. Gründung 1920. Erwerb von Grundstücken, Ausführung von Eisenbahn-, Wasser- und Industrie-Bauten. Bereits 1926 wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Großaktionär (1943): Die Stumm-Gruppe. Ohne Lochentwertung.

Nr. 756 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Oberschlesischer Knappschaftsverein
Aufnahme-Schein, Nr. 4211
Tarnowitz, 8.7.1913 VF
Mitgliedschaftsurkunde in der Pensionskasse des Oberschlesischen Knappschaftsvereins. Äußerst dekoratives Stück mit sechs Vignetten, florale Verzierungen, als Farblithographie ausgeführt. Rarität.

Nr. 757 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
OFAG Ofenbau-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 386
Düsseldorf, Mai 1943 EF+
Auflage: 264. Gegründet am 27.6.1931. Konstruktion und Bau von industriellen Öfen, Gaserzeugern und Hüttenwerksanlagen. Lochentwertet.

Nr. 758 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Opel & Kühne AG
Aktie 100 RM, Nr. 77
Zeitz, Juli 1933 EF+
Auflage 1.418. Gründung 1928. Hervorgegangen aus der Fa. Zeitzer Kinderwagen- u. Holzwaren-Fabrik Opel & Kühne. Hergestellt wurden Kinderwagen sowie Holzwaren. In Zeitz gab es unzählige Kinderwagenfabriken. Lochentwertet.

Nr. 759 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Orenstein & Koppel AG
Aktie 100 DM, Nr. 94505
Berlin, Aug. 1971 UNC/EF
Auflage: 32.500. Gründung 1876, seit 1897 “AG für Feld- und Kleinbahnenbedarf (vorm. Orenstein & Koppel).” 1909 fusionsweise Aufnahme der Arthur Koppel AG (die sich 1885 vom Stammhaus gelöst hatte). Ab 1911 Interessengemeinschaft mit der Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft (die schließlich 1950 in einer Fusion mündete), nun auch Herstellung großer Trocken- und Schwimmbagger. 1912 Übernahme der Maschinenfabrik Montania vorm. Gerlach & König in Nordhausen. 1920 Firmenänderung in “Orenstein & Koppel AG”. 1930 Übernahme der Aktienmehrheit bei Dessauer Waggonfabrik AG und der Gothaer Waggonfabrik AG. 1940/41 Firmenänderung in “Maschinenbau- und Bahnbedarf-AG” (ab 1949 aber wieder Orenstein & Koppel AG). 1955 Erwerb der Motoren- und Schlepperfabrik Normag GmbH in Hattingen (Ruhr). 1986 Erwerb der Aktienmehrheit der FAUN AG, Lauf a. d. Pegnitz. Weitere eigene Werke in Berlin (Hydraulikbagger, Gabelstapler, Radlader), Butzbach (Muldenkipper), Dortmund (Hydraulikbagger, Grader, Güterwagen), Ennigerloh (Brecher- und Mahlanlagen), Hattingen (Hydraulik und Getriebebau, Rolltreppen), Kissing (Radlader, Grader), Lübeck (Tagebau-, Band- und Umschlaganlagen, Naßbaggertechnik und Schwimmkrane) sowie Neunkirchen (Hydraulikkrane und -bagger, Nutzfahrzeuge). Verwaltungssitz von O & K war schon seit langem Dortmund. Der dort ebenfalls ansässige Großaktionär Hoesch AG wurde mit seiner kränkelnden Tochter nie wirklich glücklich; 1994 schließlich wurde zur Sanierung sogar eine Kapitalherabsetzung notwendig. Rückseitig entwertet.

Nr. 760 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Oscar Dörffler AG
Aktie 100 RM, Nr. 2024
Bünde i.Westf., März 1938 EF+
Auflage: 3.240. Gründung 1902 in Berlin, AG seit 1920 (dafür Sitzverlegung nach Bünde). Herstellung von Fleischkonserven und Wurstwaren. Börsennotiz Berlin. Gehörte zuletzt zum Nestlé-Konzern. Dekorativer Druck. Im Unterdruck Firmensignet. Lochentwertet.

Nr. 761 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Osnabrücker Aktien-Bierbrauerei
Aktie 100 DM, Nr. 6302
Osnabrück, Okt. 1956 EF
Als 20er-Stück der OAB gültige Aktie, Auflage: 6.000. Gründung als Privatbrauerei 1860, AG seit 1870. In der Brauerei in der Bergstr. 35 wurde neben Bergquell-Pilsener, Osnabrücker Edel-Export und Malzbier auch Pepsi-Cola, Mirinda und Florida Boy Orange hergestellt. Anfang der 70er Jahre hatte Rudolf August Oetker aus Bielefeld seine Beteiligung zu einer Mehrheit ausgebaut, 1983 wurde der Geschäftsbetrieb auf die ebenfalls zu seinem Brauerei-Imperium gehörende Dortmunder Actien-Brauerei übertragen. 1993 umfirmiert in “OAB Osnabrücker Anlagen- und Beteiligungs-AG”, nachdem die STEUCON Grundbesitz- und Beteiligungs-AG aus Delmenhorst den Mantel der immer noch in Hannover börsennotierten AG übernommen hatte.

Nr. 762 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Ost-West Handels- & Industrie AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 281
Berlin, 1.11.1922 EF
Auflage: 200. Gegründet im Mai 1922. Handel mit landwirtschaftlichen Maschinen, Lederwaren, Manufakturwaren, Nährmittel und Waren ähnlicher Art. 1923 Ankündigung der Liquidation. Lochentwertet. Mit kpl. anh. Kuponbogen.

Nr. 763 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Ostara, Mosaik- und Wandplatten-Fabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 98
Osterath (Rheinland), 1.10.1925 EF
Auflage: 300. Gründung 1922 als „Keramik AG“, 1927 Verschmelzung mit der Ostara Keramische und Chemische Industrie GmbH. Sehr dekorativ. Mit Kupons.

Nr. 764 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Ostdeutsche Flußschiffahrts-AG
Aktie 100 RM, Nr. 364
Breslau, Nov. 1925 EF+
Gründung 1923. Transport von Gütern im Schleppverkehr auf Oder und Elbe sowie den Nebenflüssen und Kanälen. Großaktionär: Bergwerksgesellschaft G. v. Giesche’s Erben, Breslau, eines der größten Bergbau- und Industrieunternehmen im Deutschen Reich, gegründet 1704 von Georg von Giesche. Dr. Hanz Stenz, dessen Signatur die Aktie für den Vorstand ziert, war ein Verwandter von Joseph Stenz, der das erste Unternehmen mit regelmäßiger Dampfschifffahrt auf dem Main und der ersten Floßschifffahrt auf dem Rhein gründete. Lochentwertet. Die Aktie stammt aus dem Reichsbankhort, ist aber nicht katalogisiert. Nur 15 Stücke wurden gefunden.

Nr. 765 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Ostsachsen-Bank AG
Namensaktie 500 Goldmark, Nr. 129
Neugersdorf, Sa., 21.8.1924 EF
Gründeraktie, Auflage: 350. Gründung 1924. Ausführung von Bankgeschäften aller art, insbesondere Übernahme von Haftungen und Garantien für Dritte. Die Gesellschaft stand in Arbeitsgemeinschaft mit der Girozentrale Sachsen. Lochentwertet.

Nr. 766 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Otavi Minen AG
Sammelaktie 10 x 50 DM, Nr. 3609
Frankfurt a.M., Aug. 1976 UNC
Ursprung ist die 1892 in London von deutschen und englischen Investoren errichtete South West Africa Company, der die Konzessionen verliehen wurden. 1900 dann Gründung der Otavi Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft zur Erschließung der im Otavi Bergland in Deutsch-Südwestafrika vorhandenen Kupfer-Blei-Vorkommen bei Tsumeb. Von hier wurde eine 600 km lange Eisenbahn nach Swakopmund gebaut, außerdem Errichtung bedeutender Verhüttungsanlagen sowie Bewirtschaftung einer 235.000 ha großen Farm. Die Eisenbahn wurde 1910 vom Deutschen Reich übernommen, die Bewirtschaftung der Otavi-Bergwerks- und Hüttenanlagen wurde 1940 durch den 2. Weltkrieg unterbrochen. 1945 wurde aller Besitz vom Verwalter des feindlichen Vermögens in Pretoria beschlagnahmt und veräußert. 1949 Sitzverlegung nach Frankfurt/Main, ansonsten ruhte die Gesellschaft. 1955 gelang mit dem Wiederaufbau einer stillgelegten Platingrube im östlichen Transvaal ein bescheidener Neubeginn. Nach und nach baute Otavi dann sowohl in Deutschland wie auch in Südafrika Aktivitäten auf den Gebieten Seltenmetalle, Baukeramische Erzeugnisse sowie Dämmstoff- und Filterhilfsmittel auf. Das Werk in Neu-Isenburg wurde zum größten Germaniumproduzenten Deutschlands. Als letzte der ehemaligen Kolonialgesellschaften noch heute börsennotiert! 1976 Umwandlung von einer Kolonialgesellschaft in eine AG (Otavi Minen AG), 1987 Sitzverlegung nach Eschborn. Mehrheitsaktionär ist heute ein griechischer Bergbau-Konzern. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 767 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Otavi Minen- und Eisenbahn-Ges.
Anteilschein 1 £, Nr. 21189
Berlin, 12.9.1921 EF-
Zweisprachig deutsch/englisch. Stück ohne Lochentwertung.

Nr. 768 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Otto Gustav Zehrfeld AG
Aktie Lit. A 100 RM, Nr. 501
Leipzig, 1.1.1925 EF+
Auflage: 650. Gründung 1923 als Dr. Alfred Weiske, Buch- und Kunstverlag AG, hervorgegangen aus der 1909 gegründeten Firma Otto Zehrfeld, Verlagsbuchhandlung. Zweigniederlassung in Berlin, Tochterfirma O.G. Zehrfeld, Inc., New York., Rahmenfabrik in Freiberg in Sa. Lochentwertet.

Nr. 769 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Paderborner Elektrizitätswerk
und Straßenbahn-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4004
Paderborn, 1.8.1921 VF+
Auflage: 1.000. Gründung 1909 zur Versorgung von Stadt und Kreis Paderborn, Kreis Büren und Freistaat Lippe mit elektrischer Energie. 41 Städte und Landgemeinden wurden aus dem Kraftwerk Paderborn versorgt, das 1927 mit dem RWE-Fernleitungsnetz zusammengeschaltet wurde. Das Straßenbahnnetz in 1.000-mm-Spur gliederte sich in das auf preußischem Gebiet liegende Paderborner Netz (zus. 25 km) und das im Fürstentum Lippe gelegene Detmolder Netz (zus. 54 km). Beide Netze hatten seit 1920 in Schlangen Verbindung. Gleich bei der Gründung 1909 wurde von der Westfälische Kleinbahnen AG die 8,2 km lange Strecke Paderborn-Neuhaus-Sennelager übernommen (3,7 km langer Anzweig nach Elsen 1913 eröffnet), 1911 ging die 13,6 km lange Strecke Paderborn-Bad Lippspringe-Schlangen in Betrieb. Das Detmolder Netz wurde 1918 übernommen von der Lippischen Elektricitäts-AG (deren Aktien man ohnehin zu 100 % besaß). Es bestand aus den Strecken Detmold-Berlebeck-Johannaberg (8 km, eröffnet 1900/03), Detmold-Heidenoldendorf-Pivitsheite (6,8 km, eröffnet 1926/28), Schlangen-Externsteine-Horn (12,7 km, eröffnet 1923), Horn-Detmold (9 km, eröffnet 1920) und Horn-Bad Meinberg-Blomberg (eröffnet 1924/26). Damit betrieb die Gesellschaft mit über 200 Mitarbeitern das grösste Überlandstraßenbahnnetz Deutschlands. Mit 2 Lokomotiven, knapp 40 Triebwagen und ca. 70 Beiwagen wurden in den 20er Jahren fast 5 Mio. Fahrgäste im Jahr befördert. Aktionäre waren 1940 das RWE (39,6 %), die Stadt Paderborn (35,7 %) und der Staat Lippe mit Kommunalverbänden (24,7 %). Dass nach dem Krieg die Verkehrszahlen mit jährlich bis zu 12 Mio. Fahrgästen (an Spitzentagen fast 100.000 an einem einzigen Tag!) zunächst neue Höchstwerte erklommen, hielt den Siegeszug des Straßenverkehrs nicht lange auf: Das Detmolder Netz wurde schon 1954, das Paderborner Netz 1963 stillgelegt. Heute betreibt die 1980 in PESAG umbenannte AG neben der Energieversorgung den öffentlichen Personenverkehr der Stadt Paderborn mit 70 Omnibussen auf 32 Linien mit 847 km Streckenlänge. Die Zahl der Fahrgäste stieg inzwischen auf 15 Mio. im Jahr. Mehrheitsaktionär wurde nach dem Krieg die PreußenElektra in Hannover (heute E.ON Energie AG). 2003 mit den Energiewerken Wesertal und dem Elektrizitätswerk Minden-Ravensburg zur E,ON Westfalen-Weser AG fusioniert. Lochentwertet. Rechter Rand an zwei Stellen etwas fleckig.

Nr. 770 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Papier- und Tapetenfabrik Bammental AG
Aktie 100 RM, Nr. 2320
Bammental (Baden), Aug. 1932 EF+
Auflage: 4.400. Gründung als AG 1895, hervorgegangen aus der 1838 durch die Gebr. Scherer in Heidelberg gegründeten Papierfabrik, 1862/63 Übersiedlung nach Bammental. 1934 Insolvenzantrag, Verpachtung der Betriebe an die Gebr. Ditzel AG, Meckesheim. Lochentwertet.

Nr. 771 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Papierfabrik Limmritz-Steina AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 288
Steina-Saalbach, 2.1.1929 EF
Auflage: 580. Gründung 1872 als “Holzstoff- und Holzpappenfabrik Limmritz-Steina” mit Sitz in Döbeln. 1880 Sitzverlegung nach Steina-Saalbach, 1927 Umfirmierung wie oben. 1909 Ankauf der Papier- und Pappenfabrik Herm. Ehlert in Technitz. 200-300 Mitarbeiter hatten die drei Werke Steina-Saalbach (Wasser- und Dampfkraftanlage mit Holzschleiferei und Papierfabrik sowie einer Gastwirtschaft), Limmritz (Wasserkraftanlage mit Holzschleiferei) und Technitz (Wasser- und Dampfkraftanlage mit Papierfabrik. Börsennotiz Chemnitz und Leipzig. Nach 1945 enteignet. 1963 beschloß eine a.o. HV Sitzverlegung nach Würzburg und die Auflösung der Gesellschaft. Die Liquidation dauert bis heute an. Lochentwertet.

Nr. 772 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Papierfabrik Weissenstein AG
Aktie 5 DM, Nr. 9709
Pforzheim-Dillweissenstein, Sept. 1998 UNC
Gültige Aktie! Gründung 1861 durch den Fabrikanten Haas (später zusammen mit dem BASF-Mitbegründer Dr. Clemm Gründer der Zellstofffabrik Waldhof, der späteren PWA), AG seit 1898. Gehörte dann lange Zeit zum Waldhof-Konzern, ehe nach 1945 die Badische Bank die Aktienmehrheit übernahm. Knapp 200 Mitarbeiter fertigten auf 2 Papiermaschinen die edelsten Spezialpapiere, die man überhaupt kaufen konnte. Die Erträge aber reichten zuletzt nicht mehr: 2000 insolvent geworden. Mit Kupons ab Nr. 5.

Nr. 773 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Park-Hotel AG
Aktie 200 RM, Nr. 7079
Leipzig, 14.2.1925 EF-
Auflage: 10.000. Gründung am 31.3.1912 als „Bau-AG Brühl“, am 9.11.1916 umbenannt in “Park-Hotel AG”. Verwertung der Besitzungen Brühl 57 und 59 sowie Parkstraße 4 und 5 durch entsprechende Bebauung mit einem Hotel, Läden etc. Börsennotiz Freiverkehr Leipzig und Köln. Großaktionär war die Stadt Leipzig. Nach dem Krieg nicht verlagert, 1992 Fortsetzung und Abwicklung als Park-Hotel i.L. Feine Zierumrandung. Lochentwertet.

Nr. 774 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Passage-Kaufhaus AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 854
Saarbrücken, 1.2.1936 EF+
Auflage: 1.050. Gründung 1919 mit einem Kapital von 5 Mio. M durch den Kölner Kaufhausmagnaten Alfred Leonhard Tietz, der auch dem Aufsichtsrat der Passage-Kaufhaus vorsaß. Nach der Annektion des Saarlandes durch die Franzosen 1923 Kapitalumstellung von 30 Mio. M auf 3 Mio. Francs, 1935 erneut auf 1,5 Mio. RM (1941 Kapitalberichtigung auf 2,75 Mio. RM). Beteiligungen an der Neunkirchener Kaufhaus AG (67,5 %) und der Anker-Kaufstätte GmbH in Mannheim (25 %, Rest beim Großaktionär Kaufhof). Das Stammhaus Bahnhofstraße 82-100 wurde durch Kriegsweinwirkungen fast völlig zerstört und im Juni 1946 mit gerade einmal 600 m◊ Verkaufsfläche wiedereröffnet. 1965 waren es dann nach mehreren Erweiterungen wieder 12.670 m◊. Börsennotiz im Telefonverkehr Saarbrücken. Über 90 % der Aktien besaß die Kaufhof AG, auf die die Passage-Kaufhaus AG dann 1972 verschmolzen wurde. Nur 35 Stücke lagen im Reichsbank-Tresor. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 775 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Patentpapierfabrik zu Penig
Aktie 100 RM, Nr. 602
Penig i.Sa., 15.12.1928 EF
Auflage: 4.000, kpl. Aktienneudruck. Gründung 1872. Die Papiermühle geht auf das Jahr 1537 zurück. Zu den Gründern der AG zählte u.a. Rud. Brockhaus, Leipzig (AR-Mitglied). Seinerzeit die größte Papierfabrik in Sachsen. Die AG übernahm die Papier-, Strohstoff- und Gasfabrik von Ferd. Flinsch. Sie besaß weitere Papierfabriken in Reisewitz und Wilischthal/Zschopau, eine Hadersortieranstalt in Geithain und eine Holzstofffabrik in Wolkenstein. Zuletzt waren im AR vertreten: die Aschaffenburger Zellstoffwerke AG, die Dresdner Bank und die ADCA. Börsennotiz Dresden, später Leipzig. Die Papierfabrik ist heute ein Werk von Technocell Dekor, einer 100%igen Tochter der Felix Schoeller Gruppe mit Holdingsitz in Osnabrück. Es werden ausschließlich hochtechnologische Spezialpapiere zur Oberflächenveredelung von Holzwerkstoffen, z.B. Span- und Faserplatten gefertigt und weltweit geliefert. Ohne Lochentwertung.

Nr. 776 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Paul Sander & Co. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3176
Berlin, Dez. 1921 EF
Auflage: 3.000. Gründung 1920. Fabrik für Baumaschinen und -geräte in Tempelhof (Ringbahnstr. 36). Der 1934 gefasste Auflösungsbeschluss wurde 1939 wieder aufgehoben und der Betrieb fortgesetzt. Ab 1951/52 im AG-Handbuch nicht mehr verzeichnet.

Nr. 777 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Pausaer Tüllfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 668
Pausa i.V., 17.5.1920 VF+
Auflage: 400. Gründung 1910. Herstellung von Tüll und gummielastischen Waren (Strümpfe, Leibbinden für die Korsettfabrikation, Bandagen). Nach dem Krieg nicht verlagert. Lochentwertet.

Nr. 778 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Pfälzische Kundenkreditbank AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 639
Ludwigshafen a. Rh., Jan. 1965 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.200. Gründung 1950 als Genossenschaftsbank, 1964 Umwandlung in eine AG. Neben der Zentrale in Ludwigshafen hatte die Bank Zweigstellen in Frankenthal, Kaiserslautern, Landau, Neustadt (Weinstraße), Pirmasens, Saarbrücken und Speyer sowie Agenturen in weiteren 27 Orten der Pfalz und des Saarlandes. Großaktionäre waren die Deutsche Genossenschaftslasse in Frankfurt/M. und die R+V Versicherung. Mit Kupons, entwertet durch Eckabschnitt.

Nr. 779 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Pfälzische Presshefen- und Spritfabrik
Aktie 1.000 Mark, Nr. 604
Ludwigshafen am Rhein, 3.6.1890 VF
Auflage: 200. Gründung 1888 unter Übernahme der Fabrik der Fa. S. Lederle (Jägerstr. 21/22). Aller anfallende Sprit wurde von der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein abgenommen. Neben der Preßhefe- und Spiritus-Fabrikation auch Betrieb einer Mühle. Ferner beteiligt bei der Ratibor Dampf-Mehlmühlen KG und der Rheinhof Hotel AG in Ludwigshafen. Ab 1955 in Liquidation. Lochentwertet. Oberer Rand etwas eingerissen.

Nr. 780 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Pfleiderer Bau-
und Verkehrssysteme AG
Aktie 50 DM, Nr. 392
Neumarkt/Opf., März 1991 EF
Der Ursprung der Firma läßt sich bis 1716 zurückverfolgen, als sich aus der damaligen Murgflößerei die Sägewerke entwickelten, später die oHG Katz & Klumpp mit Sitz in Gernsbach (Baden). 1930 Umwandlung in eine AG, 1970 Umfirmierung in Katz Werke AG. Damals europaweit führend in der Produktion von Bierdeckeln. Dazu kamen Betonschwellen, Beton- und Stahlmasten, Dämmstoffe und Lärmschutzerzeugnisse. 1986 Übernahme durch die Pfleiderer-Gruppe im oberpfälzischen Neumarkt, zugleich umbenannt in Pfleiderer Kunststoff AG und 1991 in Pfleiderer Bau- und Verkehrssysteme AG. und 1997 in der neu gegründeten Pfleiderer AG aufgegangen. Prägesiegel lochentwertet. Mit Kupons.

Nr. 781 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Pfleiderer Kunststoff AG
Aktie 50 DM, Nr. 2340
Neumarkt, Mai 1987 UNC
Zur Firmengeschichte siehe bitte das Los davor. Eckabschnittentwertet.

Nr. 782 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Phänomen-Werke Gustav Hiller AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1414
Zittau, Juni 1929 EF+
Auflage 2.000. Gründung 1888, seit 1917 AG. Ab 1900 Produktion von Motorrädern, ab 1907 von Dreirädern. Ab 1913 Herstellung besonders schöner und teurer Luxuswagen. Im Produktionsprogramm waren außerdem Fahrräder und Nutzkraftfahrzeuge von 1,5 t Tragfähigkeit. 1927 Einstellung der PKW-Produktion zugunsten der Herstellung luftgekühlter LKW’s unter der Marke „Phänomen-Granit“. Nach der Enteignung 1945 produzierte der Betrieb als VEB „Robur“ weiter. Die AG verlegte zur Verwertung des Westvermögens ihren Sitz nach Hamburg (dort bis 1976 amtlich börsennotiert). Lochentwertet.

Nr. 783 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Phil. Penin Gummi-Waaren-Fabrik AG
Vorzugs-Aktie 100 RM, Nr. 1834
Leipzig-Plagwitz, 2.8.1926 VF
Auflage: 4.500. Gründung 1894 zum Fortbetrieb der unter der Firma Phil. Penin in Plagwitz und Markranstädt bestehenden Gummiewarenfabriken. Noch 1926 Übernahme der Leipziger Gummi-Waaren-Fabrik AG vorm. Julius Marx, Heine & Co. durch Aktientausch, kurz darauf 1927 ging die im Leipziger Freiverkehr notierte AG in Konkurs. Nicht entwertet, sehr selten.

Nr. 784 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Philipp Holzmann AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 638
Frankfurt a.M., 12.5.1933 EF+
Auflage: 6.500, kpl. Aktien-Neudruck. Die AG geht auf ein 1849 von Johann Philipp Holzmann (1805-70) in Frankfurt gegründetes Baugeschäft mit angegliederter Holzschneiderei zurück, welches 1872 zunächst KG wurde, Kapitalgeber war die Internationale Bau- und Eisenbahnbaugesellschaft. Durch Verschmelzung mit dieser Firma entstand 1917 die Philipp Holzmann AG. Zunächst kleine Hochbauausführungen. Einen Namen machte sich Holzmann dann vor allem mit umfangreichen Erdarbeiten für die damals entstehende Main-Neckar-Bahn. Nach dem Krieg zum zweitgrößten deutschen Baukonzern aufgestiegen. Trotz (oder wegen?) des Großaktionärs Deutsche Bank, der jahrzehntelang den AR-Vorsitzenden stellte, in den 90er Jahren zum Sanierungsfall geworden. An den am Ende doch vergeblichen Rettungsversuchen verbrannte sich auch Bundeskanzler Schröder die Finger. Lochentwertet.

Nr. 785 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Philipp Holzmann AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 16750
Frankfurt a.M., 29.8.1941 EF+
Auflage: 13.890. Faksimile H.-J. Abs als AR-Vorsitzender. Faksimile H. J. Abs als AR-Vorsitzender. Der erfolgreichste deutsche Bankier Abs war lange Zeit Finanzberater von Konrad Adenauer. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 786 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Philipp Holzmann AG
Aktie 50 DM, Nr. 205972
Frankfurt a.M., Aug. 1969 UNC/EF
Auflage: 10.000. Faksimile H.-J. Abs als AR-Vorsitzender. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 787 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Phönix AG für Braunkohlenverwertung
Aktie 1.000 Mark, Nr. 8146
Berlin, Juli 1921 EF+
Auflage: 8.500. Gründung 1909 zum Betrieb des Braunkohlenwerkes Phönix in Mumsdorf im Meuselwitzer Revier. Aus dem 7-18 Meter mächtigen Flöz wurden im Tagebau mit 1.500 Mann Belegschaft 1 - 1,5 Mio. t Braunkohle im Jahr gefördert. Phönix besaß außerdem 99,8 % der Kuxe der sich an das eigene Grubenfeld anschließenden Gew. Heureka mit Sitz in Elberfeld bzw. Prössdorf S.-A. Börsennotiz Berlin. Seit 1939 in Liquidation. Großformatig, breite Ornamentumrahmung. Lochentwertet.

Nr. 788 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Phoenix Gummiwerke AG (2 Stücke)
Aktie 100 DM, #26253
Aktie 1.000 DM, #109660
Hamburg-Harburg, Juli 1961 EF+
Auflage: 2.000 (100 DM) und 3.550 (1.000 DM). Gründung 1872 durch Vereinigung der seit 1856 bestehenden Harburger Gummiwarenfabrik Menier und der 1811 gegründeten Gummiwarenfabrik J.N. Reithoffer in Wien (der ältesten Fabrik ihrer Art des Kontinents) als “Vereinigte Gummiwaaren-Fabriken Harburg-Wien vormals Menier-J.N. Reithoffer”. 1922 Umfirmierung wie oben nach Abtrennung des österreichischen Werkes. Produkte: Reifen, Gummischuhe, technische Artikel, chirurgische Gummiwaren, Spiel- und Sportbälle, gummierte Gewebe für die Bekleidungsbranche. 1952 wurde der Firestone Tire & Rubber Co., Akron/Ohio, eine 25 %ige Beteiligung eingeräumt, im Gegenzug durfte Phoenix alle Firestone-Patente uneingeschränkt nutzen. 1961 zwecks Expansion Übernahme des benachbarten Geländes der Ver. Jute-Spinnereien und Webereien AG. 1978 Umfirmierung in Phoenix AG. Mit Werken in HH-Harburg, Hildesheim, Reinsdorf (bei Helmstedt), Sterbfritz (Oberhessen) Waltershausen (ehem. VEB Gummiwerke Thüringen) und Sauzet (Frankreich) dann vor allem Zulieferer von Formteilen für die Automobilindustrie. 2003 vom Rivalen Continental-Gummiwerke aus Hannover übernommen (was nicht einer gewissen Ironie entbehrt: 1898 setzte Phoenix mit dem Erwerb der Kautschuk-, Guttapercha- und Telegraphenwerke in Hannover-Linden der hannoverschen Konkurrenz ein eigenes Werk vor die Haustür, verkaufte dieses aber 1919 wieder). Prägesiegel lochentwertet. Die 100 DM-Aktie ist sonst kaum zu bekommen!

Nr. 789 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Phywe AG
Aktie 100 DM, Nr. 2843
Göttingen, Aug. 1956 UNC/EF
Auflage: 3.100. Gründung 1913 als Erda GmbH, 1920 Umwandlung in die “Physikalische Werkstätten AG”. Seinerzeit führender Hersteller von Experimentierliteratur (über die Tochter Industrie-Druck GmbH) , Gerätesammlungen und Spezialmobiliar für den naturwissenschaftlichen Unterricht mit zwei Werken in Göttingen und Werk III in Duderstadt. Börsennotiz im Freiverkehr Hannover, 1987 Konkurs.

Nr. 790 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Pintsch Bamag AG
Aktie 50 DM, Nr. 1893
Butzbach, Aug. 1969 UNC-
Auflage: 4.000. Vorläufer sind die Berlin-Anhaltische Maschinenbau-AG (gegr. 1872), die schon 1909 die Kölnische Maschinenbau AG (gegr. 1856) durch Fusion aufgenommen hatte sowie die Dillinger Fabrik gelochter Bleche Franz Meguin & Co. AG (gegr. 1901, Sitzverlegung 1920 nach Butzbach/Hessen). Die durch Zusammenschluß dieser Firmen 1924 entstandene Bamag-Meguin AG fusionierte 1953 mit ihrer Mehrheitsaktionärin, der Julius Pintsch KG in Berlin (gegr. 1843, an der Wende zum 20. Jh. Errichtung von Werken auch in Rußland, England, Holland und den USA) zur Pintsch Bamag AG. Die Bamag war bekannt auf dem Gebiet der chemischen Verfahrenstechnik und bei Stahl- und Hüttenwerkseinrichtungen. Pintsch wurde durch die Zugbeleuchtung (Pintsch-Gas) weltbekannt, außerdem auf den Gebieten der Zugbeheizung, der Seezeichen, des Signal- und Nachrichtenwesens und der Messung von Gas führend. Werke in Butzbach, Berlin und Köln-Bayenthal (1967 nach Dinslaken verlegt). Börsennotiz Frankfurt und Berlin, Großaktionär war die Baron Thyssen-Bornemisza-Gruppe. 1970 nach immensen Verlusten in Vergleich gegangen, anschließend Verkauf der Werke und Liquidation. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 791 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Pittler Werkzeugmaschinenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3856
Leipzig-Wahren, Mai 1930 EF+
Auflage: 1.000. Gründung 1889, AG seit 1895 in Leipzig-Wahren als “Leipziger Werkzeugmaschinenfabrik vorm. W. von Pittler AG”. 1928 Erwerb der Aktienmehrheit der Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik AG. 1945 völlige Demontage der Betriebe in Leipzig und Übergabe der Werksanlagen durch die Amerikaner an Fremdarbeiter. Im Nov. 1945 wurde bei der Nassovia Maschinenfabrik Hanns Fickert in Langen für Reparaturen an Pittler-Drehmaschinen der “Nassovia-Pittler-Dienst eingerichtet, nachdem wesentliche Know-How-Träger nach Westdeutschland gegangen waren. 1948 Sitzverlegung von Leipzig nach Langen und Beschluß, hier ein neues Werk zu bauen (Fertigungsbeginn 1950). Ab 1982 Kooperation mit der Gildemeister AG in Bielefeld. Der Erwerb der traditionsreichen Maschinenfabrik Werner & Kolb GmbH in Berlin im Jahr 1990 und 1991 noch der Leipziger Drehmaschinen GmbH in Leipzig war der Anfang vom Ende: Weil sich die Neuerwerbungen als schlußendlich nicht sanierungsfähig erwiesen, ging Pittler 1997 selbst in Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 792 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Planeta Druckmaschinenwerk AG
Aktie 100 RM, Nr. 4713
Radebeul, Aug. 1942 EF+
Auflage: 4.000. Gründung 1898 als „Dresdner Schnellpressen-Fabrik Hauss, Sparbert u. Dr. Michaelis“ in Brockwitz, 1910 umgewandelt in eine AG unter der Firma “Dresdner Schnellpressen-Fabrik AG”. 1924 umbenannt in “Dresden-Leipziger Schnellpressen-Fabrik AG”, 1938 geändert in “Planeta Druckmaschinenwerk AG”. Herstellung von Schnellpressen, Offsetpressen und Tiefdruckmaschinen. Börsennotiz Berlin, Frankfurt und Dresden/Leipzig. Überlebte als VEB auch die DDR-Zeit, war sogar ein Renommierbetrieb mit einigem Export und wurde nach der Wende von der Koenig & Bauer AG in Würzburg übernommen. Heute mit dem Bereich Bogenoffsetmaschinen sogar der erfolgreichere Teil des Konzerns. G & D-Druck. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 793 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Plauener Bank AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 238
Plauen i.V., 12.4.1927 EF+
Auflage: 1.000. Gründer der Bank waren 1901 vornehmlich Fabrikbesitzer aus dem Vogtland. Filialen in Auerbach, Falkenstein, Markneukirchen, Reichenbach und Treuen. Börsennotiz Berlin. 1952-79 treuhänderische Verwaltung und Abwicklung des westvermögens, Aktien seit 1994 kraftlos. Lochentwertet.

Nr. 794 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
plettac AG
Aktie 50 DM, Muster
Plettenberg, Juni 1993 EF
Gründung 1962 als plettac (Eisenwaren GmbH). Ab 1993 AG. Herstellung und Vertrieb von festen und mobilen Gerüsten und Klettergerüsttechniken, Hallen-, Tribünen- und Zeltbau, Umformtechnik, Werkzeugbau, Sicherheitstechnik. Mit Firmensignet. Dekorativer G & D-Druck.

Nr. 795 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Pommersche Eisengießerei
und Maschinenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1601
Stralsund, April 1929 EF
Auflage: 1.000. Gründung 1899 unter Übernahme der AG Vereinigte Pommersche Eisengießerei u. Halle’sche Maschinenbau-Anstalt vorm. Vaaß & Littmann, Stralsund. Das Werk in Stralsund fertigte mit ca. 160 Leuten vornehmlich Pferderechen, Säemaschinen, Düngerstreuer und Kartoffelsortierer. Das mit 360 Leuten mehr als doppelt so große Werk in Barth fertigte Düngerstreuer (“Pommerania-Nova”), Walzen, Rübenschneider und Ölkuchenbrecher, außerdem Gießerei für Handelsguß. 1928 Schließung der Verkaufsfilialen Stettin, Neubrandenburg und Magdeburg; im gleichen Jahr wurde das Werk Barth nach teilweiser Zerstörung durch einen Großbrand wiederaufgebaut. Seit 1923 in Berlin börsennotiert. Nach 1946 als VEB Schiffsanlagenbau Zulieferer der Volkswerft Stralsund, 1971 dem VEB Schiffsanlagenbau Barth zugeordnet, 1991 als Schiffswerft Barth GmbH privatisiert. Lochentwertet.

Nr. 796 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Pongs & Zahn AG
Sammelaktie 100 x 50 DM, Nr. 16801-900
Heidelberg, März 1988 UNC
Gründung 1920 als “Viersener Textilwerke Pongs & Zahn AG” unter Übernahme der deit 1897 bestehenden Baumwollspinnerei, Weberei und Druckerei der oHG Pongs & Zahn. Die zuerst von der vormaligen oHG nur gepachteten Betriebsanlagen wurden 1927 gekauft, zugleich Umfirmierung in “Pongs & Zahn Textilwerke AG”. Herstellung bedruckter Baumwollwaren und Mischgewebe aus Kunstseide und Baumwolle (sogenannte Waschseide). 1933 außerdem Erwerb einer Schürzenfabrik in Bochum. 1961 läuft in Bochum eine Kunststoffproduktion an (Pozaform), außerdem Erwerb der Coronet-Bekleidungswerke GmbH in Bochum. Dagegen werden in Viersen die Weberei 1961 und die Spinnerei 1962 stillgelegt und das Fabrikgelände veräußert. Sitzverlegungen 1971 nach Bochum, 1981 nach Augsburg, 1982 nach Düsseldorf, 1987 nach Heidelberg und 1995 nach Berlin. Neben diversen Beteiligungen in der Kunststoffbranche erwirbt die bis heute börsennotierte AG im Jahr 2004 Schachtelbeteiligungen an der Axxon Wertpapierhandelsbank in Frankfurt/Main und der VERION Private Equity AG. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 797 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Portland Cementfabrik Hemmoor
Aktie 100 RM, Nr. 11067
Hemmoor a.d.Oste, Mai 1942 EF+
Auflage 2.000. Gründung als Kalkfabrik 1862, AG seit 1882. Seit 1936 auch an der Portlandcementfabrik Germania in Hannover beteiligt. Börsennotiz Berlin, Hamburg, Hannover. 1968 Umfirmierung in Hemmoor Zement AG. 1972 Abschluß eines Beherrschungsvertrages mit dem Großaktionär Alsen-Breitenburger Zement- und Kalkwerke. 1983 wurde der Betrieb stillgelegt. Lochentwertet.

Nr. 798 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Portland-Cement- und Kalkwerke „Anna“ AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 72
Neubeckum i. Westf., 15.2.1905 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Gründung 1904. Zementfabrik mit Rotierofenanlage, während des 2. Weltkrieges zeitweise Stilllegung des Betriebes. 1959 verschmolzen mit der Hauptaktionärin “Elsa Zement- und Kalkwerke AG” in Neubeckum. Sehr dekorative, ungewöhnliche Jugendstil-Gestaltung. Lochentwertet.

Nr. 799 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Portland-Cementfabrik “Germania”
Aktie 100 RM, Nr. 8428
Hannover, April 1928 EF-
Auflage: 9.000, kpl. Aktienneudruck.Gründung 1882 als Portland-Cementfabrik „Germania“ H. Manske & Co. in Lehrte, 1886/88 Errichtung des Werkes Misburg/Anderten, AG seit 1899. Im Jahr 1902 Erwerb der Portland-Cementwerk Rhenania AG in Enningerloh durch Fusion. Börsennotiz Berlin und Hannover. Mehrheitsaktionär war die Hemmoor Zement, die ihre Beteiligung 1961 an ein Konsortium der westdeutschen Zementindustrie vertauschte. Feine Zierumrandung. Lochentwertet.

Nr. 800 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Portland-Cementwerk Saxonia AG vorm. Heinr. Laas Söhne
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2181
Glöthe, März 1921 EF/VF
Auflage: 1.000. Von der Vorgängerfirma wurde bereits seit 1864 ein Kalkwerk und eine Ziegelei betrieben, seit 1889 auch Fabrikation von Portland-Cement. AG seit 1899. In Berlin börsennotierte Familiengesellschaft. Nach 1946 VEB Zementwerk Bernburg, nach der Privatisierung 1990 von der Woermann Bauchemie GmbH & Co. KG, zugehörig zur Schwenk Zement KG in Ulm, erworben, 2003 an Degussa weiter gegeben. Lochentwertet.

Nr. 801 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Portland-Zementwerke
Dyckerhoff-Wicking AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 14231
Mainz-Amöneburg, Dez. 1935 EF+
Auflage: 17.750. Das Unternehmen entstand 1931 aus der Fusion der 1864 als oHG gegründeten Firma „Dyckerhoff & Söhne“ mit der 1890 gegründeten „Wicking’sche Portland-Cement- und Wasserkalkwerke AG“ in Münster. Nach dem Krieg zweitgrößter deutscher Zementproduzent. Große Abb. des Firmensignets. Lochentwertet.

Nr. 802 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Portlandcement- und Kalkwerke ELSA AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3224
Neubeckum, 6.12.1941 UNC/EF
Auflage: 1.000. Gründung als Gewerkschaft 1899, ab 1921 AG. Herstellung von Zement, Kalk u. ähnl. Erzeugnisse. 1937 Übernahme des Vermögens der bisherigen Beteiligungsgesellschaft, der Geseker Kalk- und Zementwerke „Monopol“ AG. Heute gehört sie zur Dyckerhoff AG. Lochentwertet.

Nr. 803 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Porzellanfabrik Kahla
Aktie 1.000 RM, Nr. 17204
Kahla i.Thür., Aug. 1941 EF+
Auflage: 5.600. Im Jahr 1844 begann der Kaufmann Christian Jacob Eckard in Kahla mit der Herstellung von Tassen, Pfeifen und Puppenköpfen aus Porzellan. 1888 Umwandlung in eine AG. 1890 Erwerb der Zwickauer Porzellanfabrik, 1906 Errichtung eines Zweigwerkes in Freiberg/Sa. 1927 Aufnahme der H. Schomburg & Söhne AG in Margarethenhütte und Roßlau, der Porzellanfabrik Schönwald (Ofr.) und der Porzellanfabrik Arzberg (Ofr.) durch Fusion. Mehrheitsbeteiligungen an der Tonwarenfabrik Schwandorf i. Bayern, der Porzellanfabrik zu Kloster Veilsdorf (Werra) und der Porzellanfabrik Königszelt (Schles.) Nach der Enteignung 1945 (der russischen Besatzungsmacht als elektrotechnische AG, keramisches Werk Hescho-Kahla” zugeschlagen) erlebte die Firma eine “Zellteilung“: Die AG verlegte ihren Sitz in’s oberfränkische Schönwald und führte in den Werken Schönwald und Arzberg die Produktion von Tafel-, Kaffee- und Teegeschirr fort. Die Aktien blieben in München und Berlin amtlich notiert, 1972 Verschmelzung auf die Hutschenreuter AG in Selb (heute als BHS Tabletop AG eine WMF-Tochter). Die Werke in der Ostzone, die 80 % der Produktionskapazität ausmachten, überlebten die ganze DDR als VEB und wurden nach der Wende 1990 zur Kahla/Thüringen Porzellan GmbH. Die Firma konnte seitdem ihren Umsatz wieder verzehnfachen und ist heute der größte Porzellanhersteller in Thüringen. Lochentwertet.

Nr. 804 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Porzellanfabrik zu Kloster Veilsdorf
Aktie 100 RM, Nr. 183
Kloster Veilsdorf (Werra), Aug. 1934 EF
Auflage: 5.900. Gründung bereits 1760 durch Prinz Friedrich Wilhelm Eugen, Bruder des Herzogs Ernst Friedrich III. Carl von Sachsen-Hildburghausen. Übernahme durch die Firma Kieser & Heubach im Jahr 1863, seit 1884 AG. Werke in Kloster Veilsdorf, Brattendorf und Eisfeld, wo insbesondere Isolatoren hergestellt wurden. Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig, Großaktionär war die Porzellanfabrik Kahla. In der DDR gehörte das Werk zum Kombinat Keramische Werke Hermsdorf. Das Werk Kloster Veilsdorf, nach der Privatisierung eine GmbH, gehörte von 1992 bis 1996 zur Jenaoptik GmbH Jena, danach im Besitz der Firma Rauschert als Rauschert Kloster Veilsdorf GmbH. Lochentwertet. Ganz leichte vertikale Knickfalte mittig, sonst sehr guter Erhaltungszustand.

Nr. 805 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Preussag AG
Aktie 100 DM, Nr. 2001002
Berlin/Hannover, März 1970 UNC-
Bei der Gründung 1923 brachte der Preußische Staat seinen gesamten Montanbesitz ein. Dazu gehörten Kohlenbergwerke in Hindenburg O.-S. und Ibbenbüren, Kaliwerke in Staßfurt, Bleicherode, Vienenburg und Buggingen (Baden), vier Salinen sowie die Harzer und Unterharzer Berg- und Hüttenwerke in Goslar und Oker (darunter das berühmte 1000-jährige Erzbergwerk im Rammelsberg). Ferner Bernstein-Tagebau im ostpreußischen Palmnicken und Betrieb der Staatlichen Bernstein-Manufaktur Königsberg i.Pr., der Rüdersdorfer Kalksteinbrüche und Zementfabriken und der Sodafabrik Staßfurt. Nach dem Krieg verlegte die Preussag ihren Sitz nach Hannover. Die Montan-Aktivitäten (darunter als bedeutendste die Beteiligung an der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG) wurden schrittweise abgestoßen und die Preussag wandelte sich zu einem Reise- und Tourismus-Konzern. 2002 wurde die Gesellschaft konsequenterweise in TUI AG umbenannt. Als letzte große Nicht-Touristik-Aktivität wurde Ende 2002 die Öl- und Gasexploration an die Gaz de France verkauft. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 806 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Preussische Lebens-Versicherungs-AG
Namens-Aktie 500 Thaler, Nr. 1974
Berlin, 15.09.1865 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 2.000. Gründung 1865. Geschäftsgebiet: Deutschland und die Vereinigten Staaten von Nordamerika (wegen der vielen deutschen Auswanderer). Börsennotiz Berlin, mit Dividenden bis zu 20 % eine sehr gut verdienende Gesellschaft. 1923 Fusion mit der Berlinischen Lebensversicherung. Noch heute bestehendes Unternehmen, das der Interessen-Sphäre der Deutschen Bank zugeordnet wird. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig und rückseitig mehrere Übertragungen bis 1903.

Nr. 807 Schätzpreis: 280,00 EUR
Startpreis: 140,00 EUR
Prignitzer Eisenbahn-Gesellschaft
Prior.-Stamm-Aktie 1.000 Mark, Nr. 9689
Perleberg, 28.11.1894 EF-
Auflage: 360. Konzessioniert wurde die Prignitzer Eisenbahn 1884 für den Bau und Betrieb der 45 km langen Nebenbahn von Perleberg über Pritzwalk nach Wittstock (Dosse). 1895 wurde die Bahn von Wittstock (Dosse) aus um weitere 16,5 km bis zur preußisch-mecklenburgischen Grenze verlängert. Auf preußischer Seite schloß daran das 1,8 km lange Gleis zum Bahnhof Buschhof an, wo Anschluß an das Netz der Mecklenburgischen Friedrich-Wilhelm-Eisenbahn bestand. 1900 wurde der Prignitzer Eisenbahn auch die Betriebsführung der Ostprignitzer Kreiskleinbahnen (29 km normalspurige Kleinbahnen und 70 km Schmalspurbahnen in 750-mm-Spur) sowie der Westprignitzer Kreiskleinbahnen (63 km Normalspur und 31 km Schmalspur) übertragen. 1932 wurde der Betrieb der Wittenberge-Perleberger Eisenbahn, deren Eigentümer die Stadtgemeinde Perleberg war, mit der Prignitzer Eisenbahn zusammengelegt. Großaktionäre waren zuletzt das Land Preußen (13,83 %), die Provinz Brandenburg (9,6 %), die Kreise Ost- und West-Prignitz (20,6 %) sowie eine Reihe nahe der Strecke liegender Städte (23,5 %). Die Vorzugs-Stammaktien waren in Berlin börsennotiert. Als in dieser Beziehung absolute Ausnahmeerscheinung unter den deutschen Klein- und Nebenbahnen war die Prignitzer Eisenbahn ungewöhnlich rentabel und völlig schuldenfrei und erzielte Betriebsgewinne von bis zu 25 % vom Umsatz, und zwar nach Steuern! Entsprechend konnten bis Anfang der 40er Jahre kontinuierlich Dividenden bis zu 7,5 % gezahlt werden. Im Zuge der letzten großen Eisenbahn-Verstaatlichungswelle 1941 als Ganzes ohne Abwicklung auf das Deutsche Reich (Reichseisenbahnvermögen) übergegangen. Lochentwertet. Mit kpl. anh. Kuponbogen.

Nr. 808 Schätzpreis: 280,00 EUR
Startpreis: 140,00 EUR
Prignitzer Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie 1.000 Mark, Nr. 9341
Perleberg, 28.11.1894 EF
Auflage: 360. Lochentwertet. Mit kpl. anh. Kuponbogen.

Nr. 809 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Prignitzer Eisenbahn-Gesellschaft
Stamm-Aktie 300 Mark, Nr. 4163
Perleberg, 1.3.1885 EF+
Gründeraktie, Auflage: 4.500. Ohne RM-Umstellungsstempel. Dekorativer G & D-Druck. Obwohl die Börsenhandbücher der 30er/40er Jahre die Gesamtauflage von 4500 Aktien als aktuell umlaufende Vorzugs-Stammaktien angeben, ist aus unerklärlichen Gründen bei gut 10 % der Auflage (so auch bei diesem Stück, das nummeriert ist, aber keine Kontrollunterschrift hat) die Anbringung eines Reichsmark-Umstellungsstempels unterblieben; ebenso ist kein einziger Kupon von dem als Doppelblatt mit der Aktie verbundenen Kuponbogen getrennt. Lochentwertet.

Nr. 810 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Prignitzer Eisenbahn-Gesellschaft
Prior.-Stamm-Aktie 300 Mark, Nr. 8676
Perleberg, 1.3.1885 EF+
Gründeraktie, Auflage: 4.500. Ohne RM-Umstellungsstempel. Dekorativer G & D-Druck. Auch hier ist kein einziger Kupon von dem als Doppelblatt mit der Aktie verbundenen Kuponbogen getrennt. Lochentwertet.

Nr. 811 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Prinz Carlshütte Eisengiesserei
und Maschinenbau-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 173
Rothenburg a. d. Saale, 9.3.1909 EF+
Gründeraktie, Auflage: 500. Gegründet 1909 zum Fortbetrieb einer gleichnamigen GmbH. Herstellung und Vertrieb von Metallwaren aller Art. Großaktionär (1943): Mansfeld AG für Bergbau und Hüttenbetrieb, Eisleben (100%). Lochentwertet. Doppelblatt. Sehr guter Erhaltungszustand!

(PDF) Nr. 812 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Providentia AG
für Braunkohlen-Industrie
Aktie 1.000 Mark, Nr. 47632
Döbern, Jan. 1923 EF
Auflage 28.000. Betrieb von Braunkohlengruben. 1928 als Gesellschafter dem Ostelbischen Braunkohlensyndikat beigetreten. 1933 in Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 813 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Provinzialverband der Provinz Ostpreußen
4,5 % Schuldv. 2.000 Mark, Nr. 13870
Königsberg i.Pr., 1.7.1921 EF
Nach 1918 nahmen die politischen Aufgaben des Provinziallandtages deutlich zu. Unter dem Nationalsozialismus wurden 1933 zunächst die Organe der Provinzialverbände aufgelöst, nach 1945 verschwanden auch die Provinzialverbände selbst. Gesamtanleihe 150 Mio. M. Sehr dekorative, florale Umrandung, Ritter und Wappen.

Nr. 814 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
R. Dolberg AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 5758
Berlin, Dez. 1940 EF+
Auflage: 500. 1876 Familiengründung, ab 1899 AG als „R. Dolberg Maschinen- und Feldbahn-Fabrik“, Sitz bis 1924 in Hamburg, 1924 Sitzverlegung nach Berlin und Umfirmierung in “R. Dolberg AG”. Herstellung von Maschinen und Fahrzeugen für Feld-, Klein- und Normalbahnen. 1936 fusionsweise Aufnahme der Tochterges. “Leipziger & Co., Feld- und Industriebahnwerke GmbH” in Berlin. Im Aufsichtsrat saßen u.a. Oscar R. Henschel und andere Mitglieder des Direktoriums der Henschel & Sohn GmbH. Diese war zusammen mit Otto Wolff Großaktionär. Lochentwertet.

Nr. 815 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
R. & O. Lux Metallwaren- und Maschinenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 372
Marienthal/Bad Liebenstein, 3.5.1940 EF
Auflage: 500. Gründung bereits 1853, AG seit 1926. Herstellung von Metallwaren aller Art, im besonderen von gestanzten Massenartikeln und Maschinen. Haupterzeugnisse: Damentaschenbügel, kleine Metallwaren, Schuh-Furnituren, Hohlnieten, Maschinen zum Einsetzen von Ösen. Die Firma wurde nach 1949 nicht verlagert. Lochentwertet.

Nr. 816 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Radeberger Paravit- und Glasraffinerie-AG
Aktie 20 RM, Nr. 125
Radeberg, 18.8.1927 EF
Auflage: 2.500. Gründung 1923. Herstellung von Parivitgläsern, Bearbeitung von Hohl- und Preßgläsern mittels Malerei und Ätzerei. 1927 wurde das Kapital noch einmal kräftig erhöht, doch die Weltwirtschaftskrise machte der Firma den Garaus: 1932 in Liquidation getreten. Lochentwertet.

Nr. 817 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Rapunzel Naturkost AG
Sammelaktie 50 x 50 DM, Nr. 402
Legau, Juni 1991 UNC
Gründung 1974 u.a. durch Joseph Wilhelm (noch heute Vorstand), 1975 Eröffnung des Naturkostladens “Rapunzel” in Augsburg mit Biogärtnerei und Brot aus dem Holzofen, 1979 Umsiedlung auf einen ehemaligen Bauernhof im Allgäu, 1986 Umzug nach Legau (unweit Bad Grönenbach) in die Räume des ehemaligen Milchwerkes, seit 1990 AG. Aus damals schon beachtlichen 35 Mio. DM Jahresumsatz mit gesunden Produkten, aber ganz ungesunden Verlusten wegen zu kleiner Margen wurden in nur einem Jahrzehnt über 100 Mio. DM Umsatz bei stabiler Ertragslage. Hübsche Gestaltung mit einer Baumgruppe im Unterdruck. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 818 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Rapunzel Naturkost AG
Aktie 50 DM, Nr. 1396
Legau, Dez. 1994 EF+
Hübsche Gestaltung mit einer Baumgruppe im Unterdruck. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 819 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Ratinger Maschinenfabrik
und Eisengießerei AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 27
Ratingen, Okt. 1943 EF+
Auflage: 156. Gründung 1900 als “Ullrichs & Hinrichs AG”, umfirmiert 1916 in “Düsseldorf-Ratinger Maschinen- und Apparatebau AG”, 1926 in “Phönix Maschinenfabrik und Eisengießerei AG” , 1927 wie oben. Fabrik Homberger Straße 6. Die Abt. Wärmetauscher lieferte auch größte Öl-Vergüte- und Rückkühlanlagen zum Vergüten bis 150 t Stückgewicht, die Abt. Maschinenbau Chargierwagen, Pfannentransport- und Gießwagen mit Pfannen für 15-70 t Nutzinhalt für Stahlwerke sowie Blocktransportwagen bis zu den größten Abmessungen. Später auch Produktion von Maschinen und Apparaten für das Gärungsgewerbe (kpl. Brennereianlagen), die chemische Industrie (Autoklaven, Filterpressen, Destillationsanlagen) und die Nahrungsmittelindustrie (Getreideschälmaschinen und -förderanlagen). 1978 in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 820 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Rauchwaaren-Zurichterei und Färberei AG vorm. Louis Walter’s Nachf.
Aktie 1.000 Mark, Nr. 19677
Markranstädt bei Leipzig, 9.9.1922 VF
Auflage: 12.000. Gründung 1889 unter Übernahme der seit 1860 bestehenden Firma Louis Walter’s Nachfolger. In zwei Fabriken waren 1.500 Arbeiter mit der Zurichtung von Pelzfellen beschäftigt. Firmenname von 1923 (nach Erwerb der Fa. Adolf Arnold) bis 1926 Rauchwaren Walter & Arnhold AG, dann Rauchwaren-Walter AG. 1932 in Vergleich, anschließend nur noch Verwaltung und Verwertung des Grundbesitzes. Börsennotiz Berlin und Leipzig. Nach der Wende wurde die AG wegen des immer noch interessanten Grundstücksbesitzes reaktiviert. 1992 Fortsetzung der Gesellschaft als Rauchwaren Walter AG von 1899, Markranstädt, 2003 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 821 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Rauchwaren-Lagerhaus-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 41
Leipzig, 28.12.1926 EF+
Gründeraktie, Auflage: 280. Gründung 1926 nach Übernahme der Firma Rauchwarenlagerhaus GmbH. Die AG führte u.a. die Rauchwarenversteigerungen für die Sowjetrepublik. Lochentwertet.

Nr. 822 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Regentalbahn AG
Aktie 400 RM, Nr. 754
Viechtach, Juli 1936 EF+
Auflage: 1.500. Gründung 1889 als „Lokalbahn Gotteszell-Viechtach AG“ zum Bau der Eisenbahn Gotteszell-Viechtach (27 km). 1903 Ankauf der Granitsteinbrüche zu Prünst, Marchl und Frankenried der liquidierten Granitwerke Teisnach AG (die als Granitwerk Prünst GmbH fast ein Jahrhundert lang ein bedeutendes “zweites Standbein” waren). 1927/28 Fusion mit der Lokalbahn Deggendorf-Metten AG (4,2 km lange Strecke Deggendorf-Metten), Umbenennung in Regentalbahn AG und Eröffnung der 14 km langen Verlängerungsstrecke Viechtach-Blaibach, womit die einzige Eisenbahn-Querverbindung durch den Bayerischen Wald hergestellt war. 1954 wurden die Strecken bei einer Unwetterkatastrophe schwer beschädigt und teilweise von der Donau überflutet, der Wiederaufbau gelang mangels eigener Mittel nur mit Zuschüssen des Bayer. Wirtschaftsministeriums. 1973 Fusion mit der AG Lokalbahn Lam-Kötzting (gegr. 1891 zum Bau der 17,8 km langen Eisenbahn von Kötzting in der Oberpfalz nach Lam, kurz vor der Grenze zur Tschechei). Seit 1950 auch in zunehmendem Umfang Betrieb von Omnibuslinien. Nach der Wende über die Tochter “Vogtlandbahn” Betrieb weiterer Strecken in Sachsen und Thüringen; mit einem Schweizer Partner wird inzwischen sogar die Strecke München-Oberstorf bedient. Mit modernen Triebwagen fährt die Regentalbahn heute auf 20 Strecken mit mehr als 1.000 km Betriebslänge. Der Freistaat Bayern baute seine ursprünglich kleine Beteiligung im Laufe der Zeit auf eine satte Mehrheit von 77 % aus und verkaufte im Sommer 2004 sein Paket an den britischen Konzern Arriva, der in England, Dänemark, den Niederlanden und Deutschland zahlreiche Zug- und Buslinien betreibt. Im Juli 2006 Einstellung der Börsennotiz und Squeeze-out. Lochentwertet.

Nr. 823 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Regentalbahn AG
Aktie 200 DM, Nr. 250
Viechtach, Juli 1973 UNC/EF
Auflage: 982. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 824 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Reichenbacher Bank AG
Aktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 52
Reichenbach i.V., 3.11.1924 EF+
Auflage: 300. Gründung 1923 durch ortsansässige Textilunternehmer und Kaufleute (Hauptgeschäft in der Bahnhofstr. 105). Die Bank stand von Anfang an in enger Verbindung zur Girozentrale Sachsen und damit zum Sparkassenlager. Bei Gründung waren die Aktien 5-fach überzeichnet. Bis zuletzt wurden Dividenden von 7 bzw. 10 % erwirtschaftet. Nach 1945 enteignet. 2006 entstand die “Reichenbacher Bank” auf ungewöhnliche Weise neu: Heute ist es eine 170 m lange Bank aus Lärchenholzbohlen am Rosensee auf der 4. Sächsischen Landesgartenschau in Oschatz, mit der sich traditionsgemäß die Stadt Reichenbach i.V. als Ausrichter der nächsten Landesgartenschau 2009 präsentiert. Traumhafte Gestaltung im Art déco mit Abb. von Hermes sowie Stadtwappen. Lochentwertet.

Nr. 825 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Reichswerke AG für Berg- und Hüttenbetriebe „Hermann Göring“
4 % Teilschuldv. 5.000 RM, Nr. 20
Berlin, Sept. 1943 EF
Auflage: 5.000. Gründung 1937 im Rahmen der Autarkie-Bestrebungen im Dritten Reich. Zweck: Planung und Errichtung von Eisenhüttenwerken zunächst in Baden, Franken und im Salzgittergebiet. 1950 umfirmiert in AG für Berg- und Hüttenbetriebe, 1953 aufgelöst, 1961 umfirmiert in Salzgitter AG. Lochentwertet.

Nr. 826 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring“
Vorzugs-Aktie 1.000 RM, Nr. 678
Berlin, Febr. 1939 EF+
Das heutige Gesicht der Region Salzgitter mit einer großen Zahl (heute alle stillgelegter) Eisenerzgruben und dem Stahlwerk der heutigen Salzgitter AG ist vor allem von diesem Unternehmen geprägt.

Nr. 827 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Reiniger, Gebbert & Schall AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 60998
Erlangen, Jan. 1921 EF
Auflage: 8.000. Gründung 1907 zur Fortführung der 1886 gegründeten Firma Reiniger, Gebbert & Schall in Erlangen. 1920 Sitzverlegung von Berlin nach Erlangen. Herstellung von Röntgengeräten und einer Vielzahl anderer Geräte für die Medizintechnik. 1926 erwarb die Siemens & Halske AG die Aktienmehrheit, 1932 Umfirmierung in Siemens-Reiniger-Werke. 1947 Sitzverlagerung nach Erlangen. 1966 wurde das gesamte Geschäft der Siemens & Halske AG, der Siemens-Schuckertwerke AG und der Siemens-Reiniger-Werke AG in die Siemens AG überführt. Dekorativer, großformatiger Druck. Mit Kuponbogen. Erstmals angebotene Emission, als Einzelstück gefunden.

Nr. 828 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Reis- und Handels-AG
Aktie 100 RM, Nr. 4205
Bremen, Juli 1929 EF
Auflage: zuletzt noch 5.000. Gründung 1901. In der Ges. schlossen sich zusammen: 1. Rickmers Reismühlen, Reederei und Schiffbau AG in Bremen; 2. Norddeutsche Reismühle GmbH in Hamburg; 3. Gebr. Nielsen Stärkefabrik und Reismühle GmbH in Bremen; 4. Bremer Reismühlen vorm. Anton Nielsen & Co. AG; 5. Reismühle Reiherstieg in Hamburg; 6. Hammerbrooker Reiswerke in Hamburg; 7. Hansa Reismühle in Hamburg; 8. Flensburger Reismühle; 9. Osterholzer Reiswerke in Osterholz-Scharmbeck. Um die Isolierung der deutschen Reismühlenindustrie nach dem 1. Weltkrieg zu beseitigen, gründete man 1921 in Holland die N.V. Mercantiele en Industrieele Compagnie “Mico”, die eine Reismühle in Zaandam erwarb. Außerdem wurden Tochterfirmen in Thailand, Portugal, Italien und Rumänien gegründet. An der von Anfang an in Bremen und Hamburg börsennotierten Gesellschaft erwarb in den 60er Jahren Kellogg die Aktienmehrheit. 1965 Umwandlung in eine GmbH. Hätten Sie beim Frühstück je daran gedacht, daß aus den Werken der ehemaligen Reis- und Handels-AG kommt, wo heute Kelloggs drauf steht? Lochentwertet.

Nr. 829 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Reudener Ziegelwerke
vormals Clemens Dehnert AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3
Reuden bei Zeitz, 1.11.1899 EF-
Gründeraktie, Auflage: 200. Gründung 1899. Fabrikation von Dach- und Mauersteinen. Börsennotiz Leipzig. Die Firma bestand bis nach 1945. Lochentwertet.

Nr. 830 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Reußengrube AG
Aktie 100 RM, Nr. 4231
Kretzschwitz bei Gera, 8.5.1928 EF
Auflage: 800. Gründung 1890 unter der Firma Reussengrube AG, Erdfarben- und Verblendsteinfabrik, 1920 umbenannt wie oben. Hergestellt wurden Dachziegeln und feine Tonwaren, seit 1916 ausschließlich Dachsteine. Lochentwertet.

Nr. 831 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Reußische Elektrizitäts-Gesellschaft
Namens-Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 67
Gera (Reuß), 11.4.1923 EF
Gründeraktie, Auflage: 900. Gründung 1923. Zweck: Ausnutzung der Licht- und Krafttechnik, insbesondere Einrichtung, Betrieb und Verwertung elektrischer Anlagen. Im Okt. 1925 wurde das Konkursverfahren eröffnet, die Aktionäre gingen leer aus. Lochentwertet.

Nr. 832 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Rhederei der Saale-Schiffer AG
Namensaktie Lit. A 1.000 Mark, Nr. 1758
Halle a.d.S., 1.1.1923 EF
Auflage: 1.840. Gründung 1899 als Genossenschaft, AG seit 1913. Zweck: Beförderung von Gütern aller Art auf der Saale, Elbe und deren Nebenflüssen. Der Firmensitz war am Hallenser Saalehafen, in Hamburg bestand eine Zweigniederlassung. Erst lange nach 1945 enteignet. Lochentwertet.

Nr. 833 Schätzpreis: 190,00 EUR
Startpreis: 95,00 EUR
Rhein.-Pfälz. Zement-, Kalk-, Ziegel-, Kies- und Kohlenbergwerks-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 10043
Krefeld, Juli 1923 EF
Gründeraktie. Gründung im Juni 1923, eingetragen am 8.8.1923. Umbenennung 1924 in Rheinisch-Pfälzische Baustoff- u. Kohlenbergwerks-AG. Dekoratives Kleinformat mit floraler Umrandung. Mit Kuponbogen.

Nr. 834 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rhein-Main-Donau AG
4 % Teilschuldv. 500 RM, Nr. 23043
München, Sept. 1940 EF+
Auflage: 3.000. Die Idee des Rhein-Main-Donau-Kanals ist viel älter als allgemein bekannt: bereits 1834 erhielt das Frankfurter Bankhaus M.A. von Rothschild & Söhne „mit Allerhöchster genehmigung Seiner Majestät des Königs von Bayern“ die Konzession und gründete als Aktiengesellschaft den Ludwig-Donau-Main-Canal. 1836-45 wurde dieser Kanal gebaut, ausgehend von der Donau bei Kehlheim über die Altmühl, dann als neu gegrabener Kanal mit aufsteigend 19 und absteigend 68 (!) Schleusen bis zur Pegnitz unweit Bamberg, 8 km vor der Einmündung in den Main. Trotz der zu geringen Abmessungen (teilweise nur 95 cm tief) und bald darauf folgender Konkurrenz der Eisenbahn wurde dieser Kanal noch bis nach 1900 von über 600 Schiffen jährlich im Durchgangsverkehr benutzt. In ihrer heutigen Form wurde die Großschifffahrtsstraße vom Main bei Aschaffenburg über Bamberg-Nürnberg zur Donau und weiter über Regensburg bis Engelhartszell südlich von Passau von der 1921 gegründeten Rhein-Main-Donau AG konzipiert. Erst kurz vor Ausgang des 20. Jh. wurde dieses „Jahrhundertbauwerk“ fertig. Stück ohne Lochentwertung.

Nr. 835 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rheinborn AG (Rheinisch-Bornesischer Handelsverein)
Aktie 200 RM, Nr. 268
Barmen, 26.7.1926 EF+
Auflage: 304. Gründung am 25.8.1882 als Rheinisch-Bornesischer Handels-Verein AG. 1925 Umbenennung wie oben. 1937 Sitzverlegung nach Köln. Außenhandel mit den Gebieten Niederländisch-Ostindiens. Eigene Filialen auf Sumatra, Nias und Borneo. 1940 Beschlagnahme der Niederlassungen in Niederländisch-Ostindien bei Ausbruch des Krieges mit den Niederlanden. Der Betrieb ruhte bis zur Auflösung der Gesellschaft 1955. Lochentwertet.

Nr. 836 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Rheinelektra AG
Aktie 50 DM, Nr. 15136
Mannheim, Febr. 1983 UNC
Gründung 1897 als Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie AG. Seit ihrem Bestehen führender Energieversorger Südwestdeutschlands und des Rheinlands. 1917 Umbenennung in Rheinische Elektrizitäts-AG, seit 1966 wie oben. 1994 Ausgliederung des operativen Geschäfts, seitdem im RWE-Konzern eine reine Zwischenholding; die wertvollste Beteiligung war die Heidelberger Druckmaschinen AG. 1997 mit der ebenfalls zum RWE-Konzern gehörenden Lahmeyer AG in Bad Homburg fusioniert. Rückseitig entwertet.

Nr. 837 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Rheiner Maschinenfabrik Windhoff
Aktie 1.000 DM, Nr. 1357
Rheine i.W., Mai 1960 EF
Auflage: 840. Gründung 1889 als Rheiner Maschinenfabrik Windhoff & Co., 1914 Umwandlung in eine AG. Fabrik für Eisenbahnmaterial, produziert werden Rangieranlagen für Bahnhöfe, Drehscheiben und Schiebebühnen, Gleisbaumaschinen, Diesellokomotiven, außerdem Wasser- und Ölkühler für Kraftfahrzeuge, neuerdings auch auf den Gebieten Flughafentechnik, Wasseraufbereitung und Elektrotechnik tätig. 1992 Umfirmierung in Windhoff AG, seit 1993 börsennotiert.

Nr. 838 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Rheinhold & Mahla AG
Aktie 50 DM, Nr. 14944
München, Aug. 1991 UNC/EF
Gründung 1956 als GmbH in Mannheim durch Fusion der Rheinhold & Co. Vereinigte Norddeutsche und Dessauer Kieselguhr-Gesellschaft, Hannover (gegr. 1887) mit der C.u.E. Mahla GmbH, Nürnberg (gegr. 1896). 1983 Sitzverlegung nach München, seit 1990 Firmierung wie oben. R&M ist national wie international eines der bedeutendsten Industriedienstleistungs- und Baufachunternehmen. Mit Firmensignet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 839 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Rheinisch-Westfälische
Boden-Credit-Bank
Aktie Ser. F 1.000 Mark, Nr. 23188
Köln, 10.1.1923 EF+
Auflage: 2.000. Gründung 1894 durch Banken und Industrielle unter Führung des A. Schaaffhausen’schen Bankvereins. Stammsitz war in Köln, Unter Sachsenhausen 2. Zweck war zunächst die Förderung des Bodenkredits in Rheinland und Westfalen, nach der Jahrhundertwende dehnte die Bank ihre Geschäftstätigkeit auch auf die übrigen preußischen und deutschen Gebiete aus und errichtete in Berlin (Französische Str. 53/55) eine Zweigniederlassung. Maßgeblichen Einfluß hatte (zunächst indirekt über die Colonia-Versicherungen und die Kölnische Rück) jahrzehntelang das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. AR-Vorsitzender wurde nach dem Krieg Dr. h.c. Robert Pferdmenges, bekannt als der “Bankier Adenauers”. Der Klüngel funktionierte: Adenauers Sohn Max, Oberstadtdirektor a.D., fand in den 60er Jahren dann als Rheinboden-Vorstand ein Auskommen. 1989 Umfirmierung in Rheinboden Hypothekenbank AG. 1999/2000 ging die Aktienmehrheit auf die Allgemeine Hypothekenbank AG in Frankfurt/Main und damit indirekt an das BHW. Die beiden Banken wurden zur AHBR fusioniert, und die machte der Gewerkschaftsholding seitdem nur Kopfschmerzen: Wegen fehlgeschlagener Zinsspekulationen entstanden Milliardenverluste, und 2005 beim Verkauf an den texanischen Finanzhai “Lone Star” mussten die Gewerkschaften sogar noch ein paar hundert Millionen Euro Mitgift extra lockermachen. Herrliche, gemäldeartige Gestaltung mit großer Germania und Wappenschild vor Burgenlandschaft am Rhein. Die 1923er Ausgabe ist übrigens die erste wirkliche Kapitalerhöhung der Bank gewesen. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 840 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Rheinisch-Westfälische
Boden-Credit-Bank
8 % Gold-Pfandbrief 1.000 Goldmark, Nr. 3009
Köln, Sept. 1928 EF/VF
Sehr schöne Umrahmung aus Weintrauben und Getreideähren, ovale Vignette mit Abb. des Bankgebäudes in Köln. Leicht fleckig am oberen Rand, sonst tadellos.

Nr. 841 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Rheinisch-Westfälische
Boden-Credit-Bank
Aktie 50 DM, Nr. 3107
Köln, Juli 1973 EF
Auflage: 4.000. Herrliche DM-Aktie mit Abbildung eines Maurers und eines säenden Bauern. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 842 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 34674
Essen, 24.9.1910 EF+
Auflage: 8.000. Gründung 1898. Grundlage des Unternehmens war eine auf 40 Jahre erteilte Konzession der Stadt Essen zur Benutzung der städtischen Straßen und Plätze für die Leitungen elektrischer Energie. Die ursprünglich der „Elektrizitäts-AG vorm. W. Lahmeyer & Co.“ in Frankfurt a.M. erteilte Konzession wurde dem unter maßgeblichem Einfluss von Hugo Stinnes errichteten RWE abgetreten. 1899 Errichtung des ersten Kraftwerkes in Essen. Ab 1903 wurden benachbarte Kommunen nach Übernahme von Aktien und Aufsichtsratssitzen in eine überregionale Versorgung einbezogen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das RWE zum größten deutschen Energieversorgungsunternehmen und zu einem Konzern mit vielfältigen Aktivitäten außerhalb des angestammten Versorgungsbereichs. 1990 wurde die Gesellschaft konzernleitende Holding für die selbständigen Sparten Energie, Bergbau/Rohstoffe (Rheinbraun), Mineralöl/Chemie (RWE-DEA), Entsorgung, Maschinen- und Anlagenbau (Lahmeyer, Rheinelektra, Heidelberger Druck), Bau (Hochtief). Faksimile-Unterschrift Hugo Stinnes. Doppelblatt. Ohne Lochentwertung und in Top-Erhaltung! Sehr günstig angeboten!

Nr. 843 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG
7 % Gold Bond 500 $, Specimen
New York, 1.11.1925 VF
Die unter Führung der National City Bank of New York aufgelegte Anleihe von 10 Mio. $ wurde in den USA und mit 1 Mio. $ auch in Holland plaziert. Oliv/schwarzer Stahlstich, allegorische Vignette mit Jüngling, Mädchen und Generator.

Nr. 844 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG
Aktie 50 DM, Nr. 59838
Essen, März 1969 UNC/EF
Rückseitig stempelentwertet.
Nr. 845 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Rheinisch-Westfälische Kalkwerke
Aktie 1.000 Mark, Nr. 12088
Dornap, Aug. 1913 VF+
Auflage: 1.500. Gründung 1887 als „Dornap-Angerthaler AG für Kalkstein- und Kalkindustrie“, 1888 umbenannt wie oben. Ausbeutung von Kalkstein- und Dolomitfeldern im ganzen niederrheinisch-westfälischen Industriegebiet. Die Steinbrüche in Dornap, Hochdahl, Neanderthal, Gruiten, Elberfeld, Wülfrath, Barmen-Rittershausen, Hofermühle, Ober-Hagen, Letmathe und Hönnethal waren durch fast 30 km lange normal- und schmalspurige Werkseisenbahnen verbunden. Beliefert wurden vor allem die niederrheinisch-westfälischen Eisen- und Stahlwerke mit Hüttenkalk, folgerichtig wurde die RWK in den 30er Jahren Teil der Vereinigten Stahlwerke. Nach Beschlagnahme durch die Alliierten wurde das Betriebsvermögen bei Entflechtung der Vereinigte Stahlwerke 1953 auf eine neu gegründete AG gleichen Namens übertragen. Maßgebliche Aktionäre waren dann lange Zeit die Stahlwerke an der Ruhr als Hauptabnehmer (zuletzt die Hoesch-Werke AG mit über 75 %), heute gehört die 1999 in RWK Kalk AG umbenannte Ges. zum britischen Baustoffkonzern Readymix. Großformatig, mit wunderschöner Umrahmung im Historismus-Stil. Lochentwertet.

Nr. 846 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Rheinisch-Westfälische Kalkwerke AG
Sammel-Aktie 20 x 50 DM, Nr. 83861-80
Dornap, Juni 1973 EF+
Prägesiegel lochentwertet. Bislang nicht katalogisierter Nennwert.

Nr. 847 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Rheinische AG für Braunkohlen-bergbau und Brikettfabrikation
Aktie 1.000 RM, Nr. 18619
Köln, Dez. 1941 EF+
Gründung 1898 als Gewerkschaft Fortuna. Über die schon zum Konzern gehörende „Braunkohlen- und Brikettwerke Roddergrube AG“ erwarb das RWE Ende 1932 die Aktienmehrheit. 1959 mit der Braunkohlen- und Briketwerke Roddergrube AG in Brühl und der Braunkohlen-Industrie-AG “Zukunft” in Eschweiler zur “Rheinische Braunkohlenwerke AG” verschmolzen. Noch heute ist die Rheinbraun eine bedeutende RWE-Tochter. Wegen des erbitterten politschen Streits um den Tagebau Garzweiler Ende der 90er Jahre oft in den Schlagzeilen gewesen. Stück ohne Lochentwertung.

Nr. 848 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Rheinische Elektrizitäts-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 48877
Mannheim, 26.1.1922 EF
Auflage: 18.000. Gründung 1897 als Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie AG durch die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg. Schnell übernahm die Gesellschaft eine führende Rolle in der Stromversorgung Südwestdeutschlands und des Rheinlandes. 1917 Umfirmierung in „Rheinische Elektrizitäts-AG“. In Berlin, Frankfurt und Mannheim börsennotiert. 1940 wurde das jahrzehntelang wichtigste Aktivum erworben: die Schnellpressenfabrik AG Heidelberg (heute Heidelberger Druckmaschinen). Später wurde die Rheinelektra eine wichtige Zwischenholding im RWE-Konzern. 1997 mit der in gleicher Funktion tätigen Lahmeyer AG, Frankfurt/M. verschmolzen. Lochentwertet. Großformatiges Papier. Doppelblatt.

Nr. 849 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Rheinische Linoleumwerke Bedburg AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4925
Bedburg, 1.7.1920 EF
Auflage: 2.000. Die nach dem Walton-System errichtete Fabrik hatte eine Kapazität von 3,5 Mio. qm Linoleum. 1909/10 Errichtung einer eigenen Leinölfabrik. 1914/15 Bau einer Jute-Spinnerei und -Weberei. Zweigfabrik in Wien.

Nr. 850 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Rheinische Metallwaaren-
und Maschinenfabrik
Aktie 1.000 RM, Nr. 36033
Düsseldorf, Dez. 1934 EF+
Gründung 1889 unter Übernahme der Rather Metallwerke vorm. Ehrhardt & Heise und eines Schießplatzes bei Unterlüß. Anfangs Herstellung kleinkalibriger Geschosse. Nach der Jahrhundertwende in rascher Folge Übernahme benachbarter Munitions- und Maschinenfabriken. Im thüringischen Sömmerda wurde außerdem ein Werk für Schreib- und Rechenmaschinen betrieben. Nach Ende des 1. Weltkriegs Aufnahme des Lokomotiv- und Waggonbaus (1925 stillgelegt, stattdessen Geschütz- und Munitionsfabrikation für Reichswehr und Reichsmarine, Großaktionäre waren zu dieser Zeit Fried. Krupp und die VIAG). 1935 Verschmelzung mit der A. Borsig Maschinenbau-AG in Berlin-Tegel und Umfirmierung in Rheinmetall-Borsig AG. Im 3. Reich in die Reichswerke „Hermann Göring“ eingebunden. Nach dem Krieg verkaufte die bundeseigene Bank der deutschen Luftfahrt AG i.L. ihre Mehrheitsbeteiligung an die Röchling’sche Eisen- und Stahlwerke GmbH, Völklingen. Gleichzeitig wurde die Borsig AG an die AG für Bergbau- und Hüttenbetriebe, Salzgitter veräußert (später dann an Babcock gegangen). Die noch heute börsennotierte Rheinmetall ist tätig in den Sparten Maschinenbau, Wehrtechnik und Automobilzulieferer (Vergaser von Pierburg). Mit Firmenlogo. Lochentwertet.

(PDF) Nr. 851 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Rheinische Möbelindustrie AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 47
Beuel am Rhein, 12.1.1940 EF+
Auflage: 200. Gegründet 1922 unter der Firma Rheinische AG für Holzindustrie, 1932 umbenannt in Mandt & Mendel AG, 1939 arisiert und umbenannt wie oben. Lochentwertet.
Nr. 852 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rheinische Möbelstoff-Weberei vorm. Dahl & Hunsche AG
Aktie 100 RM, Nr. 1118
Wuppertal-Barmen, Sept. 1938 EF
Auflage: 500. Gründung 1898 unter Übernahme der Firma Dahl & Hunsche. Herstellung von Moketts, Decken, Frises, Gobelins, Patentstoffen, Teppich-Velours in Werken in Barmen und Burscheid. Fast 100 % Beteiligung an der Teppichmanufaktur A.-Beuel. Börsennotiz Hamburg und Bremen, Freiverkehr Berlin und Düsseldorf. Lochentwertet.

Nr. 853 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rheinische Pappenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1577
Monheim, Bez. Düsseldorf, 29.3.1935 EF+
Auflage: 500. Gegründet 1925. Herstellung, Vertrieb und Verarbeitung von Pappen jeder Art. Lochentwertet.

Nr. 854 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie AG
Namensaktie Ser. A 1.000 Mark, Nr. 525
Mannheim, 1.5.1900 EF-
Auflage: 1.000. Gründung 1897 als Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie AG durch die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg. Schnell übernahm die Gesellschaft eine führende Rolle in der Stromversorgung Südwestdeutschlands und des Rheinlandes. 1917 Umfirmierung in „Rheinische Elektrizitäts-AG“. In Berlin, Frankfurt und Mannheim börsennotiert. 1940 wurde das jahrzehntelang wichtigste Aktivum erworben: die Schnellpressenfabrik AG Heidelberg (heute Heidelberger Druckmaschinen). Später wurde die Rheinelektra eine wichtige Zwischenholding im RWE-Konzern. 1997 mit der in gleicher Funktion tätigen Lahmeyer AG, Frankfurt/M. verschmolzen. Faksimilesignatur des großen jüdischen Bankiers Carl Ladenburg (1827-1909) als Aufsichtsratspräsident, Inhaber des Bankhauses Süddeutsche Disconto-Gesellschaft, Mitbegründer der Badische Bank (Heute Badenwürttembergische Bank), Aufsichtsratsvorsitzender u.a. bei der Südzucker AG. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 855 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rheinische Zellwolle AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 339
Köln, März 1937 EF+
Auflage: 3.400. Gründung 1936 im Rahmen der Autarkiebestrebungen im Dritten Reich zur Erzeugung von Zellwolle und sonstigen synthetischen Textilrohstoffen. 1938 Sitzverlegung nach Siegburg. Umbenannt 1950 in Chemie-Faser AG und 1955 in Phrix-Werke AG. Ende der 60er Jahre (Hauptaktionär war neben der BASF auch Dow Chemical) brach die Firma zusammen. Lochentwertet. Eingetragen auf die Böhme Fettchemie GmbH, Chemnitz, inwendig übertragen auf die Henkel & Cie., Duisburg.

Nr. 856 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Rheinland Versicherungs-AG
Namensaktie 100 DM, Nr. 108889
Neuß/Rhein, Sept. 1967 EF
Auflage: 23.000. Gründung 1880 als “Feuerversicherungs-Gesellschaft Rheinland AG”. Betrieben wurden alle Zweige der Privat-Versicherung in Deutschland, Belgien und Holland. In der Lebens-, Kredit- und Krankenversicherung außerdem als Rückversicherer tätig. Umbenannt 1966 in “Rheinland Versicherungs-AG” und 1993 (anlässlich der Ausgliederung des operativen Geschäfts) in Rheinland Holding AG. Bis heute im Freiverkehr Düsseldorf börsennotiert, Großaktionär ist die Familie Werhahn. Entwertet.

Nr. 857 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Rhume-Mühle
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 4128
Northeim, 20.10.1922 EF
Auflage: 2.300. Die Mühle wurde 1322 erbaut als Bannmühle der Grafen von Northeim und des Stifts St. Blasii. 1863 gekauft von der Köngl. Klosterkammer zu Hannover und seitdem Besitz der AG. 1864 vollständig neugebaut und danach mehrfach renoviert und modernisiert. Die Mühle nutzt die Wasserkraft der Rhume zur Stromerzeugung per Turbine. 1968 vernichtete ein verheerendes Feuer das Hauptgebäude. Stillgelegt. Lochentwertet.

Nr. 858 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Riebeck-Vereinsbrauerei Döbeln AG
Aktie 200 RM, Nr. 1
Döbeln, Juni 1933 EF-
Auflage: 290. Gründung schon 1733, seit 1880 AG. 1938 Umfirmierung in Vereinsbrauerei Döbeln AG, die Leipziger Riebeck-Brauerei blieb aber Großaktionär. Lochentwertet. Aktie Nr. 1!

Nr. 859 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Riedinger Jersey AG
Aktie 100 DM, Nr. 1230
Augsburg, Jan. 1972 UNC-
Auflage: 5.000. Gründung 1865 durch Ludwig August Riedinger, 1880 Umwandlung in eine AG, die „Augsburger Buntweberei vormals L. A. Riedinger“. Umfirmierungen 1961 in Buntweberei Riedinger, 1964 in Riedinger Textil-AG und 1971 in Riedinger Jersey AG. Das Unternehmen war nun der größte Jerseyhersteller Europas. Börsennotiz München, Großaktionär war der Dierig-Konzern. 1980 wurden alle Betriebsteile (Spinnerei, Färberei und Ausrüstung, Strickerei) wegen der anhaltenden Textilkrise stillgelegt. 1982 Firmenänderung in EKATIT Riedinger Verwaltungs-AG. Mit Kupons ab Nr. 7.

Nr. 860 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rob. Keilpflug AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 196
Berlin, 16.5.1923 EF
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Bereits seit 1868 als oHG bestehende Papiergroßhandlung nebst Papierwarenfabrik, ansässig bis nach Kriegsende in der Friedrichstr. 11. Dekorativ. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 861 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Robert Cordier AG
Aktie 50 DM, Nr. 880
Bad Dürkheim, Aug. 1991 UNC-
Als AG gegründet 1988, hervorgegangen aus der 1826 errichteten Papiermühle. Börsennotiz Frankfurt und Stuttgart. Sicherheitsdruck von G & D. Äußerst selten angeboten, sehr niedrig limitiert!

Nr. 862 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Rockstroh-Werke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3795
Heidenau bei Dresden, 1.4.1920 VF
Auflage: 1.250. Gründung 1900 als Maschinenfabrik Rockstroh & Schneider Nachf. AG. Fabrikationsprogramm: Werkzeug- und Druckmaschinen, Tiegeldruckpressen, Schnellpressen, Prägepressen. Zweigbüros mit Reparaturwerkstätten in Berlin, Hamburg, Leipzig, Wien, Zürich. Börsennotiz Dresden. Äußerst dekorativ, mit Tiegeldruckpresse im Unterdruck. Mit Kupons. Sehr selten. Fachgerecht restauriert. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 863 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Römischer Kaiser Hotel-
und Theater-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 417
Chemnitz, April 1922 EF+
Auflage: 3.000. Gründung 1921. Lochentwertet.

Nr. 864 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rohtex AG für Textilrohstoffe
Aktie 1.000 RM, Nr. 939
Stuttgart-Untertürkheim, Dez. 1941 EF-
Auflage: 2.400. Gründung 1920 als “Baumwoll-AG” mit Sitz in Mönchengladbach. In unmißverständlicher Klarheit sagt das 1943er Aktienhandbuch: “Die Gesellschaft ist Mitte 1938 arisiert worden.” Im gleichen Jahr Erwerb einer Reißbaumwollefabrik in Ruchsen (Baden) bei Möckmühl. Lochentwertet.

Nr. 865 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Rombacher Hüttenwerke
Genußschein 40 RM, Nr. 342
Hannover, Jan. 1926 EF+
1914 Interessengemeinschat mit der Concordia Bergbau-AG, 1926 geändert in Concordiaberg AG. Lochentwertet.

Nr. 866 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rosenthal AG
Aktie 50 DM, Nr. 62124
Selb, Juli 1979 UNC-
Gründung 1879, AG seit 1897. Zunächst Porzellanfabriken nebst Porzellanmalerei in Selb und Kronach. Hergestellt wurden Tafel- und Kaffeeservice, außerdem (eine Tradition bis heute) künstlerische Porzellane. Hinzuerworben wurde die Porzellanfabrik Bauer, Rosenthal & Co. KG in Kronach (1901), die Porzellanfabrik Marktredwitz Fritz Thomas (1908), die AG Krister Porzellan-Manufaktur im schlesischen Waldenburg ((1921) und die Porzellanfabrik Thomas & Co. AG in Sophienthal (1937). 1939 Umfirmierung in Rosenthal-Porzellan AG. 1951 Aufnahme der Glasveredelung als Ergänzung zum Porzellan-Programm. 1965 Umfirmierung in Rosenthal AG. Großaktionär der bis heute börsennotierten AG ist der ehemalige irische Konkurrent Waterford Wedgwood plc. Mit dem bekannten Rosenthal-Emblem. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 867 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Rositzer Zucker-Raffinerie
Aktie 1.000 RM, Nr. 998
Rositz i.Thür., 10.3.1939 EF+
Auflage: 2.548. Gründung 1882. Die Anlagen hatten zuletzt eine Produktionsfähigkeit von 1,5 Mio. Zentner Zucker jährlich und 750 Beschäftigte. 1922 Vertrag mit der Zuckerraffinerie Halle und den Zuckerfabriken der Mitteldeutschen Zuckervereinigung, worin sich letztere verpflichteten, ihren Rohzucker ausschließlich in den Raffinerien Halle und Rositz verarbeiten zu lassen. Börsennotiz Berlin, Hamburg und Leipzig. Lochentwertet.

Nr. 868 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rostocker Aktien-Zuckerfabrik
Namens-Vorzugs-Aktie 1. Em. 100 RM, Nr. 439
Seestadt Rostock, 12.05.1941 EF+
Auflage: 1.500. Gründung 1884. Die Fabrik lag an der Ober-Warnow und war mit dem Fluss durch einen Kanal verbunden. Jährlich wurden zuletzt über 1 Mio. Zentner Rüben verarbeitet. Lochentwertet.

Nr. 869 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Rother & Kuntze AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1699
Chemnitz, 18.11.1922 EF
Auflage: 2.000. Herstellung und Vertrieb von Möbeln. Betriebe in Chemnitz und Zeulenroda (Schrankwände aus Zeulenroda waren zu DDR-Zeiten sehr beliebt, weil: Es gab kaum andere.) Lochentwertet.

Nr. 870 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rotophot AG für graphische Industrie
Aktie 1.000 RM, Nr. 329
Berlin, 16.11.1937 EF+
Auflage: 350. Gründung 1912 unter Übernahme der seit 1900 bestehenden Rotophot GmbH. Erzeugnisse: Illustrierte Zeitschriften, Werbedrucksachen, Kalender usw. Der Betrieb befand sich bis 1949 in der Alexandrinenstraße110. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1954 verlagert nach Coburg, 1955 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 871 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Rud. Wermke AG
Aktie 100 RM, Nr. 762
Heiligenbeil, April 1942 EF
Gegründet 1897 unter Übernahme der Firma Rud. Wermke, Heiligenbeiler Pflug- & Maschinenfabrik. Hergestellt wurden Ackergeräte, Pflüge, Rechen, Rübenschneider, Motordreschmaschinen und Anhängegeräte für Traktoren. Bis 1941 firmierte die Gesellschaft unter Ostdeutsche Maschinenfabrik vorm. Rud. Wermke AG. In den Werkhallen ist heute ein Fischkonservenhersteller untergebracht. Lochentwertet.

Nr. 872 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Rudolph Karstadt AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 32055
Berlin, 2.2.1938 EF+
Auflage: 21.333. Rudolph Karstadt gründete 1881 in Wismar sein erstes Tuch-, Manufaktur- und Confections-Geschäft. Nach stürmischer Expansion (inzwischen gab es 35 Karstadt-Häuser in Norddeutschland) 1920 Gründung der Rudolph Karstadt AG mit Sitz in Hamburg. Im gleichen Jahr Übernahme des Warenhausunternehmens Theodor Althoff in Münster (19 Häuser in Westdeutschland, zurückgehend bis 1885 auf ein Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäft in Dülmen). Das starke Bestreben nach Eigenfertigung zeigt sich in der gleichzeitigen Übernahme der Baumwollspinnerei und Weberei S. A. Weyl & Sohn und der Buntweberei Gebr. Braunschweig (beide in Bocholt), der Gardinenfabrik Fränkel & Hering in Auerbach und der Papiergroßhandlung Walter Klestadt in Essen, ferner übernommen 1925 die Engelhardt Blaudruckerei und Leinenfärberei in Kassel. Weitere Beteiligungen an Pelzwaren-, Parfümerie-, Seifen-, Koffer-, Schuh- Hut- und Blechwarenfabriken. 1969 Sitzverlegung nach Essen. 1999 Fusion mit dem Versandhaus QUELLE zur KARSTADT QUELLE AG. Noch heute der bedeutendste deutsche Kaufhaus-Konzern. Lochentwertet.

Nr. 873 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Runge-Werke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 20261
Spandau, 12.12.1922 EF+
Auflage: 13.000. Gründung 1916. Herstellung von Zwischenprodukten für die Kautschukwarenfabrikation, insbesondere von Kautschuk-Regeneraten. Der Preissturz auf dem Kautschukmarkt führte 1928 zu einem Zwangsvergleich. Lochentwertet.

Nr. 874 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Ruscheweyh Tisch- und Möbel-Fabrik
Aktie 1.000 RM, Nr. 341
Langenöls Bez. Liegnitz, Jan. 1938 EF+
Auflage: 200. Gründung 1934 um den Betrieb der in Konkurs geratenen Ruscheweyeh-AG fortzuführen. Die alte Gesellschaft wurde gegründet 1888 als „Schlesische Holzindustrie AG vorm. Ruscheweyh & Schmidt“. Fast 1.000 Mitarbeiter stellten Möbel aller Art her, als Spezialität die Ruscheweyh-Ausziehtische. Lochentwertet.

Nr. 875 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
RWE AG
Aktie 5 DM, Nr. 97147
Essen, Dez. 1995 UNC-
Gründung 1898. Grundlage des Unternehmens war eine auf 40 Jahre erteilte Konzession der Stadt Essen zur Benutzung der städtischen Straßen und Plätze für die Leitungen elektrischer Energie. Die ursprünglich der „Elektrizitäts-AG vorm. W. Lahmeyer & Co.“ in Frankfurt a.M. erteilte Konzession wurde dem unter maßgeblichem Einfluss von Hugo Stinnes errichteten RWE abgetreten. 1899 Errichtung des ersten Kraftwerkes in Essen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das RWE zum größten deutschen Energieversorgungsunternehmen und zu einem Konzern mit vielfältigen Aktivitäten außerhalb des angestammten Versorgungsbereichs. 1990 wurde die Gesellschaft konzernleitende Holding für die selbständigen Sparten Energie, Bergbau/Rohstoffe (Rheinbraun), Mineralöl/Chemie (RWE-DEA), Entsorgung, Maschinen- und Anlagenbau (Lahmeyer, Rheinelektra, Heidelberger Druck), Bau (Hochtief). Rückseitig entwertet.

Nr. 876 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
S.A. des Tramways de Francfort s/M.
Aktie 100 Frs., Nr. 4534
Brüssel, 29.12.1880 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 10.000. Die Frankfurter Straßenbahn wurde ursprünglich mit belgischem Kapital finanziert. Es bestanden die Pferdebahn-Linien: Bockenheimer Warte-Zoologischer Garten; Westbahnhöfe-Hauptwache; Arnsbergerstraße-Bernheim-Friedberger Anlage; Schönhof-Bockenheimer Warte. 1899 übernahm die städtische Straßen- und Waldbahn den Betrieb. Zur Aufbringung des an die belgische Gesellschaft zu zahlenden Kaufpreises legte die Stadt Frankfurt Ende des 19. Jh. eine spezielle Straßenbahn-Anleihe auf. Sehr dekorativ mit sechs Vignetten.

Nr. 877 Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
Saar- und Mosel-Bergwerks-Gesellschaft
Gewöhnliche-Aktie 100 Thaler = 300 Mark = 375 F, Nr. 32871
Metz, 1.7.1873 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 13.700. Die Gesellschaft besaß in Lothringen sehr ausgedehnte Grubenfelder (157 Mio. qm). Ihre Aktien befanden sich bis zum Jahr 1900 mehrheitlich in französischem Besitz. Im April 1900 traten August Thyssen, Hugo Stinnes und die Dresdner Bank auf die Bühne und erwarben die Majorität. Es war die erste gemeinsame Transaktion der an sich grundverschiedenen Charaktere Thyssen (dem „Mann des Geschäfts“) und Stinnes (dem „Mann der Geschäfte“). Sie mündeten aber überraschenderweise in eine längere Zusammenarbeit der im Alter mehr als eine Generation unterschiedlichen Männer, deren vorläufiger Höhepunkt 1904 ein Angriff auf Emil Kirdorfs Gelsenkirchener Bergwerks-AG war. 1910 brach Thyssen in tiefer Verbitterung mit Stinnes, nachdem dieser ihn in der Frage der Ruhrkanalisierung ausgetrickst hatte. Bei der Saar und Mosel führten die forcierten Aufschlußarbeiten zur Auffindung von über 60 abbauwürdigen Flözen, es wurden neue große Schachtanlagen errichtet. Die Tagesförderung wurde bis auf 7.500 t angehoben, die Belegschaft lag bei 5.000 Mann. Im Jahr 1903 wurden die gewöhnlichen Aktien im Verhältnis 4:3 zusammengelegt. Von dem zum Schluß dieser Transaktion bestehenden Kapital von 21 Mio. Mark erwarb die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG (Stinnes) 10 Mio. und die Gewerkschaft Deutscher Kaiser (Thyssen) ebenfalls 10 Mio. Nur ganz wenige Aktien wurden nicht eingereicht und für kraftlos erklärt. Zweisprachig französisch/deutsch, Originalunterschriften. Mit anh. restlichen Kupons. Überdurchschnittlich guter Erhaltungszustand! Sehr selten!

Nr. 878 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Saccharin-Fabrik AG vorm. Fahlberg, List & Co.
Aktie 100 RM Nr. 11160
Magdeburg-Südost, April 1928 EF
Auflage: 15.000. Gründung 1902 als „Saccharin-Fabrik AG vorm. Fahlberg, List & Co.“ unter Übernahme der seit 1886 bestehenden Fabrik von Dr. Constantin Fahlberg, dem Entdecker des Süßstoffs Saccharin. 1912 Angliederung einer pharmazeutischen Abteilung, 1921 Erwerb der benachbarten Metallhütte Magdeburg GmbH, außerdem Errichtung eines Betriebes für Pflanzenschutzmittel. 1926 Übernahme der Mitteldeutsche Superphosphatwerke GmbH mit Werken in Köthen und Doderdorf, außerdem Neubau einer Superphosphatfabrik auf dem Gelände der Glashütte A. Grafe Nachf. in Westerhüsen. Das Magdeburger Werk wurde am 1.7.1946 entschädigungslos in Volkseigentum überführt. 1950 Sitzverlegung nach Hamburg und Erwerb der “Dr. Goeze & Co. GmbH” in Wolfenbüttel (sogleich umfirmiert in Fahlberg-List GmbH), wo Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel hergestellt wurden. Die Tochter in Wolfenbüttel, wo auch die Schering AG ein großes Werk für Pflanzenschutzmittel unterhielt (heute Bayer Crop Science) wurde 1969 verkauft. 1976 Sitzverlegung nach Düsseldorf, wo die AG noch heute mit diversen kleineren Beteiligungen besteht. Lochentwertet.

Nr. 879 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Sachsen-Mühle AG
Aktie 1.000 Mark Nr. 2080
Niederoderwitz i.Sa., 18.1.1921 EF/VF
Gründung 1920. Herstellung und Vertrieb von Nahrungsmitteln, chemischen und technischen Erzeugnissen aller Art, mit Zweigniederlassung in Berlin. Während der Inflationszeit wurden die Dividenden in Mehl gezahlt. Minimalste Einrisse am linken Rand.

Nr. 880 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Sachsenwerk, Licht- und Kraft-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 787
Dresden, Juli 1935 EF
Auflage: 3.500. Gegründet 1903 zur Übernahme der Aktiven der in Konkurs gegangenen „AG Elektrizitätswerke (vorm. O. L. Kummer & Co.)“ in Dresden. Erzeugnisse: Generatoren, Elektromotoren, Transformatoren, Hoch- und Niederspannungsschaltgeräte, Rundfunkgeräte. 1930 Übernahme der Pöge Elektricitäts-AG in Chemnitz, gleichzeitig übernahm die AEG die Aktienmehrheit beim Sachsenwerk. Börsennotiz Berlin und Leipzig. Ab 1949 Sitz in München. 1966 in die AEG eingegliedert und 1983 nach Regensburg verlagert. Später Umfirmierung in Sachsenwerk AG, Regensburg, ab 1992 GmbH. G & D-Druck. Mit Firmenlogo. Lochentwertet.

Nr. 881 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Sächsisch-Anhaltische Armaturen-fabrik und Metallwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 316
Bernburg, 3.3.1922 EF-
Auflage: 400. Gründung 1892. Herstellung von Apparaten und Armaturen für chemische und technische Anwendungen. Die Firma bestand bis nach 1945. Lochentwertet.

Nr. 882 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Sächsische Acetylen-AG
Aktie 100 RM, Nr. 896
Dresden, Okt. 1927 EF+
Auflage: 750. Gründung 1922. Herstellung und Vertrieb von technischen Gasen. 1928 Übernahme mehrerer gleichartiger Unternehmen in Beuthen, Köln, Saarbrücken, Hannover und Berlin. Sitzverlegung nach Berlin und Umfirmierung in Industriegas AG. Lochentwertet.

Nr. 883 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Sächsische Bodencreditanstalt
Aktie 100 RM, Nr. 60729
Dresden, 9.5.1928 EF
Auflage: 20.000, ausgegeben zum Umtausch der vorherigen 50-RM-Aktien. Gegründet 1895 unter maßgbelicher Mitwirkung der Dresdner Bank und des angesehenen Privatbankhauses Gebr. Arnhold (bei denen später auch immer die Aktienmehrheit lag). 1930 Fusion mit der Leipziger Hypothekenbank. 1949 Verlegung des juristischen Sitzes nach Berlin (als Berliner Altbank) und der Verwaltung nach Köln. 1960 Verlegung des Verwaltungssitzes nach Frankfurt/Main und Wiederaufnahme des Neugeschäfts. Zu dieser Zeit besaßen die Commerzbank und die Dresdner Bank je eine Schachtelbeteiligung. Nach Übernahme der Aktienmehrheit durch die Dresdner Bank 1972 Verschmelzung mit deren Realkredit-Tochter Deutsche Hypothekenbank Bremen. Ohne Lochentwertung. Mit Kupons.

Nr. 884 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Sächsische Industriebahnen-Ges. AG
Genußrechtsurkunde 100 RM, Nr. 418
Dresden, Jan. 1926 EF
Auflage: ca. 685. Gründung 1905 durch die Dresdner Filialen der Deutschen Bank und der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt zum Bau der eingleisigen 10,3 km langen Normalspurbahn von Mittweida über Neudörfchen nach Dreiwerden und Ringethal (die nur für den Güterverkehr projektierte sog. Zschopauthalbahn). Die Baukosten von rd. 2,5 Mio. M wurden finanziert durch 1 Mio. M Aktienkapital (in 200 Stamm- und 800 Vorzugsaktien) und eine 1911 begebene Anleihe von 1,3 Mio. M (abgesichert auf der Mittweidaer Gütereisenbahn). Betriebsführung und Bereitstellung des rollenden Materials durch die Sächsischen Staatseisenbahnen (später die Reichsbahn-Direktion Dresden). Laut Konzession der Sächsischen Regierung vom 13.10.1906 sollte die Bahnanlage nach 90 Jahren entschädigungslos in das Eigentum des Sächsischen Staatsfiskus übergehen. Bekanntlich beschleunigte die politische Entwicklung nach 1945 diese Vermögensübertragung ein wenig. Ausgegeben an die Gläubiger einer 1911 begebenen Anleihe von 1,3 Mio. M (bedingungsgemäß zu tilgen bis 1967) bei deren RM-Umwertung 1926. Lochentwertet.

Nr. 885 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Sächsische Kammgarnspinnerei zu Harthau
Aktie 100 Thaler, Nr. 1724
Harthau i. Erzgebirge, 15.10.1871 VF
Gründeraktie, Auflage: 2.040. Gegründet 1871 als “Sächsische Kammgarn-Spinnerei” unter Übernahme der Firma C. F. Solbrig mit zwei Fabriken in Harthau, Bez. Chemnitz mit ca. 360 Arbeitern (Annaberger Str. 58 und Klaffenbacher Str. 45, Gesamtfläche fast 600.000 qm). 1927 Verschmelzung mit der Kammgarnspinnerei Schaefer & Co. in Harthau und der Wollindustrie AG in Chemnitz, dabei Umfirmierung in “Vereinigte Kammgarnspinnereien AG”. In Chemnitz, Dresden, Leipzig und Berlin börsennotiert. 1931 Vergleichsverfahren, 1937 in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Ein hochinteressantes Detail am Rande: Niemand geringeres als Karl May unterrichtete einige Wochen lang die Arbeiterkinder in der werkseigenen Schule in der Arbeiterkolonie. Ein Kollege bezichtigte ihn des Uhrendiebstahls. Da er floh, nahm die Entwicklung ihren Lauf, die ihm Muße zur Schriftstellerei im Knast einbrachte. Originalunterschriften.

Nr. 886 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Sächsische Maschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann AG
Genußschein, Serie B 50 RM, Nr. 675
Chemnitz, Sept. 1926 EF/VF
1832 kam Richard Hartmann auf seiner Gesellenwanderung nach Chemnitz. Er arbeitete zuerst bei Carl Gottlob Haubold, dem Vater der Chemnitzer Maschinenbauindustrie und machte sich dann 1839 mit 3 Arbeitern mit einer Maschinenbauwerkstätte selbständig. Sein Betätigungsfeld war der Spinnereimaschinenbau, dem er mit einer Vielzahl von Erfindungen neue Impulse verlieh und dem die Chemnitzer Textilindustrie einen Großteil ihres Erfolges verdankte. In der Nähe des Schlossteiches entstand eine Dampfmaschinenbauanstalt, dort wurde 1845 - die Arbeiterzahl war inzwischen auf 350 gestiegen - der gesamte Betrieb konzentriert. Bei Umwandlung in eine AG im Jahre 1870 - 8 Jahre vor Richard Hartmanns Tod - zählte die Firma 3.000 Beschäftigte. Die Produktionsschwerpunkte blieben die gleichen: hergestellt wurde in Chemnitz und im Zweigwerk Dresden die gesamte Palette von Textilmaschinen aller Art. Aus der Dampfmaschinenbauanstalt wurde einer der bedeutendsten Betriebe im Lokomotivbau. Lochentwertet.

(PDF) Nr. 887 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Sächsische Straßenbahngesellschaft
Aktie 1.000 Mark, Nr. 714
Plauen i.V., 30.9.1895 VF+
Gründeraktie, Auflage: 750. Gründung 1895. Die Fa. lautete bis 1921: Sächsische Straßenbahnges. in Plauen i. V. Konzession von 1893 auf 50 Jahre, 1935 verlängert bis 1964. Linien-Netz in Plauen: 1. Haselbrunn-Neundorf 5,1 km; 2. Oberer Bahnhof-Südvorstadt 3,4 km; 3. Oberer Bahnhof-Unterer Bahnhof 3,3 km; Preißelpöhl-Dittrichplatz 2,9 km; 5. Tunnel-Hauptfriedhof 3,3 km. Beteiligt (zu 100 %) an der Geraer Speditions- u. Lagerhaus GmbH., Gera. Großaktionär waren die A.-G. Sächs. Werke. 1951 Umwandlung der AG in den VEB Verkehrsbetrieb der Stadt Plauen, 1990 Plauner Straßenbahn GmbH. Lochentwertet.

Nr. 888 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Sächsische Textilmaschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 8524
Chemnitz, Juli 1939 EF+
Auflage: 1.300. Gründung 1930 unter Übernahme der im April 1930 in Abwicklung getretenen, 1870 gegründeten Sächs. Maschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann AG Chemnitz. Starke Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. Durch die im Rahmen der Reparationsleistungen an die Sowjetunion abzugebenden Anlagen verblieb nur rund ein Zehntel der Anlagen für den Neustart als VEB Spinnereimaschinenbau im Jahre 946. Dieser betrieb wurde 1990 durch die Treuhandgesellschaft liquidiert, womit auch die Reste der traditionsreichen Firma endgültig verschwanden. G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 889 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Sächsische Versicherungs-AG
Namensaktie 500 RM, Nr. 310
Dresden, Sept. 1928 EF
Auglage: 666. Gründung 1863 als „Sächsische Rückversicherungs-Gesellschaft“ durch die „Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft für See-, Fluß- und Landtransport“ in Dresden. Zweck: Rück-Versicherung in allen Zweigen, Versicherung gegen die Gefahren des Transportes und Versicherung gegen die Gefahren des Aufruhrs und der Plünderung. Lochentwertet.

Nr. 890 Schätzpreis: 400,00 EUR
Startpreis: 200,00 EUR
Sächsische Werkzeugmaschinenfabrik Bernhard Escher AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 57
Chemnitz, 1.12.1941 EF+
Gründung 1874, AG seit 1907. Hergestellt wurden Hochleistungs-Werkzeugmaschinen sowie Sondermaschinen für Motorrad-, Auto- und Textilmaschinenbau. Der Betrieb wurde 1945 demontiert, die AG stand bis 1948 unter Zwangsverwaltung. 1946-50 wurde die Fabrik neu aufgebaut. Interessanterweise bestand die AG in der DDR weiter: 1948 wurde das Kapital 1:1 von RM auf DM umgestellt, die alten Aktien blieben bis 1960 (in dem Jahr fand in Karl-Marx-Stadt die letzte nachgewiesene Hauptversammlung statt) gültig! Mit dem zeitgeschichtlich hochinteressanten Aufdruck: “Ungültig zufolge Beschluss der ao. Hauptversammlung vom 28. April 1966 - Karl-Marx-Stadt, den 20. Mai 1969“. Nur zwei Stücke sind in dieser Form seit Jahren bekannt!

Nr. 891 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Saline Ludwigshalle AG
Aktie 100 RM, Nr. 6216
Bad Wimpfen a.N., Okt. 1941 EF+
Auflage: 3.000. Gründung 1817 von einigen Bürgern unter Führung der Familie Merkle, bereits seit 1821 AG. Bis 1921 reine Saline, dann auch Gründung einer Abteilung Chemische Fabrik (Flußsäure, flußsaure Salze). Beteiligung an der Flußspatwerk Schwarzenfeld GmbH. Börsennotiz: Freiverkehr Stuttgart. Gehört heute zur Solvay Fluor und Derivate GmbH & Co. KG (früher Kali-Chemie). Lochentwertet.

Nr. 892 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Sarotti AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3778
Berlin-Tempelhof, März 1938 UNC/EF
Gründung 1903 unter Übernahme der Chocoladen- und Cacaofabriken „Hoffman & Tiede“ und „Felix & Sarotti“. 1971 Übertragung des operativen Geschäfts auf Nestlé Deutschland. Der berühmte Sarotti-Mohr, der 1918 gestaltet und erstmals werbemäßig eingesetzt wurde, fand sich 1993 unvermittelt in einer Diskussion um Diskriminierung wieder: „Nestlé: Der Sarotti-Mohr ist kein Neger“. Lochentwertet.

Nr. 893 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft
Genuss-Schein, Nr. 25957
Berlin, 31.5.1900 EF/VF
Auflage: 54.000. Gründung 1899 als deutsch-chinesische AG mit Sitz in Tsingtau. Bau und Betrieb der 434 km langen Bahn von Tsingtau über Kiautschou, Tschangling, Weihsin, Kungschan bis Tsinanfu mit Abzweig nach Poschan. In Teilabschnitten zwischen 1901 und 1904 eröffnet. Außerdem wurde 1913 die Schantung-Bergbau-Gesellschaft (Kohlenbergbau) übernommen. 1914 beschlagnahmten die Japaner mit der Besetzung Tsingtaus die gesamten Bahnanlagen sowie die Kohlenbergwerke, die allerdings von der Verwaltung vorher unter Wasser gesetzt wurden. Der Versailler Vertrag erzwang dann die endgültige Abtretung des Schantung-Besitzes an Japan. Mit den geringen Entschädigungen wurde ein bescheidener Wiederanfang in Form von Beteiligungen an Sisalpflanzungen in Deutsch-Ostafrika versucht. 1930 Umfirmierung in Schantung Handels-AG. Dekorativer Druck der Reichsdruckerei, Flügelräder in allen vier Ecken. Mit restlichem Kuponbogen. Sehr selten.

Nr. 894 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Scheidemandel-Motard-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 6964
Berlin, Juli 1941 EF+
Auflage: 2.480. Unternehmer aus Landshut (Bayern) und Frankfurt (Main) brachten bei der Gründung der “AG für chemische Produkte vormals H. Scheidemandel” mit Sitz in Landshut drei süddeutsche Fabriken ein, von denen die Scheidelmann’sche Kunstdünger- und chem. Produktenfabrik in Landshut die bedeutendste war. Hergestellt wurden vor allem tierische Leime, Futter- und Düngemittel. Nach Erwerb weiterer Fabriken in Norddeutschland 1904 Sitzverlegung nach Berlin. 1937 Verschmelzung zur Scheidemandel-Motard-Werke AG. Nach 1945 verblieben die Werke Lüneburg, Minden und Wiesbaden (Leimsektor) sowie Berlin, Mannheim, Neuss und Offenbach (Fettsektor). 1970 Umfirmierung in Scheidemandel AG, 1980 Sitzverlegung nach Wiesbaden und Beherrschungsvertrag mit der Deutsche Gelatine-Fabriken Stoess & Co.; 1987 Sitzverlegung nach Eberbach/Baden, 1999 komplett in die Stoess-Gruppe eingegliedert. Lochentwertet.

Nr. 895 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Schering AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 16647
Berlin, Juli 1938 EF
Auflage: 44.000. Hervorgegangen aus der 1851 von Ernst Schering eröffneten “Grünen Apotheke” in der Chausseestraße in Berlin. 1864 gliederte Schering eine Fabrik für reine Jod- und Bromverbindungen an. 1871 Umwandlung in die “Chemische Fabrik auf Actien (vorm. E. Schering)”. In den 20er Jahren expandierte Schering besonders in den Bereich Photopapiere und Photochemikalien und übernahm 1927 in diesem Zusammenhang mit der Voigtländer & Sohn AG in Braunschweig die älteste deutsche Kamerafabrik. Ebenfalls 1927 Fusion mit der C.A.F. Kahlbaum Chem. Fabrik GmbH in Berlin zur Schering-Kahlbaum AG. 1937 Fusion mit der (Oberschlesische) Kokswerke & Chemische Fabriken AG (gegr. 1890), die fast 100 % der Schering-Aktien hielt, zur “neuen” Schering AG. 1967 Errichtung eines zweiten Sitzes in Bergkamen (Westf.). Bis heute einer der 30 DAX-Werte und einer der bedeutendsten Hersteller von pharmazeutischen Spezialitäten und Substanzen (am bekanntesten wurde “Die Pille”), Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, Industriechemikalien uvm. Werke in Berlin-Wedding, Bergkamen und Wolfenbüttel. Ohne Lochentwertung.

Nr. 896 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Schering AG
Global-Aktie 10 x 50 DM, Nr. 59621-59630
Berlin-West, Juni 1967 EF
Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 897 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Schermbecker Thon- & Falzziegelwerke
Aktie 1.000 Mark, Nr. 562
Schermbeck (Rhld.), 2.1.1909 EF
Auflage: 200. Gründung 1902. Herstellung von Doppelpfalz-, Hohlpfalz- und Hohlziegeln. Zahlstellen sind die Gesellschaftskasse, Dt. Bank, Filiale Münster, Wilh. & Conr. Waldthausen, Essen. Sehr schöne Gestaltung mit Jugendstil-Elementen. Lochentwertet.

Nr. 898 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Schiess AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 14867
Düsseldorf, Febr. 1942 EF+
Auflage: 2.000. Der Magdeburger Ernst Schiess (1840-1915) machte eine Karriere, wie sie nur in der Gründerzeit möglich war: Nach Besuch der Technischen Hochschulen in Hannover, Karlsruhe und Zürich durchlief er Wanderjahre in Deutschland, Belgien und England. Als Lehrling in Manchester erkannte er, daß die Werkzeugmaschine als “Mutter aller Maschinen” eine Schlüsselposition bei der Industrialisierung einnehmen wird - dafür wollte er eine Fabrik bauen. Der Schwerindustrielle Ernst Poensgen erkannte das Talent von Schiess und überzeugte ihn davon, sich in Düsseldorf anzusiedeln. So entstand 1866 mit der „Ernst Schiess Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei“ die älteste Werkzeugmaschinenfabrik Deutschlands. 1891 betrieb Schiess die Gründung der “Vereinigungs deutscher Werkzeugmaschinenfabriken” VDM, deren Gründungsvorsitzender er wurde. 1906 wandelte Schiess sein Unternehmen in eine AG um, Mitbegründer war sein Schwiegersohn, der Essener Bankier Aug. von Waldthausen. 1925 Fusion mit der vormaligen Defrieswerke AG in Düsseldorf-Heerdt zur Schiess-Defries AG (ab 1939 wieder Schiess AG). Von 1945-48 Demontage aller fünf Werke. Der Wiederaufbau erfolgte auf einem wesentlich größeren Gelände im Stadtteil Lörick. In den 50-er Jahren Gründung von Zweigwerken in New York und Pittsburgh sowie in Stamford (GB). 1993 vom Bremer Vulkan übernommen und in Dörries Scharmann AG umfirmiert, dann mit dem Bremer Vulkan untergegangen. Lochentwertet.

Nr. 899 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Schiffswerfte und Maschinenfabrik (vormals Janssen & Schmilinsky) AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 17656
Hamburg, Nov. 1921 EF/VF
Auflage: 14.000. Gründung 1888 zur Übernahme der bereits seit 1858 bestehenden Fa. Janssen & Schmilinsky. Spezialität der Werft auf Steinwärder waren Hochsee-, Fluß- und Hafenschlepper sowie Hochsee-Fischdampfer und Motorschoner. Für den Bau auch von Fracht- und Passagierdampfern wurde 1918 am linksseitigen Elbufer auf Tollerort mit dem Bau einer zweiten Werft begonnen, nach deren vollständigem Ausbau (es konnten nun sechs Schiffe gleichzeitig aufgelegt werden) die alte Werft auf Steinwärder 1923 geschlossen wurde. Für den Kessel- und Maschinenbau waren zwei große Werkhallen vorhanden. 1923 Abschluß einer Interessengemeinschaft mit der Lübecker Maschinenbaugesellschaft und der Motorenfabrik-AG in Köln-Deutz (später Klöckner-Humboldt-Deutz), die dabei größere Aktienpakete der im Hamburger Freiverkehr börsennotierten Werft übernahmen. Ende 1928 stellte die Ges. ihre Zahlungen ein. Im Februar 1929 wurde der gesamte Werftbetrieb für 1 Mio. RM in bar an die HOWALDTSWERKE AG in Kiel verkauft; Janssen & Schmilinsky ist damit eine der Keimzellen der heutigen HDW. Großformatig, dekorative Umrahmung. Äußerst selten! Mit Kupons.

Nr. 900 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Schleifmittel AG vormals Pike & Escher
Aktie 300 RM, Nr. 120
Sonneberg i. Thür., Jan. 1934 EF
Auflage: unter 204. Gründung 1923 in Hamburg zur Weiterführung der Geschäfte von Bösenberg, Trinks & Co. / Pike & Escher GmbH. Herstellung und Vertrieb von Schleifmitteln und Schleifmaterialien. 1933 Vergleichsverfahren. 1934 Sitzverlegung nach Sonneberg (Thür.), in Hamburg blieb eine Zweigniederlassung bestehen. 1963 wird die ehemalige Schleifmittel AG am Langen Weg in Sonneberg dem VEB Vereinigte Porzellanwerke angegliedert und kurze Zeit später an Ultramöbel abgegeben. Lochentwertet.

Nr. 901 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Schlesische Dampfer-Compagnie - Berliner Lloyd AG
Aktie 300 RM, Nr. 49185
Breslau, 13.10.1928 EF+
Auflage: 4.000. Gründung 1887 unter Übernahme der Chr. Priefert’schen Reederei in Breslau als AG Schlesische Dampfer-Compagnie. Übernommen wurden ferner 1899 die Reederei M. J. Caro & Sohn mit Packhof- und Bollwerkanlagen, 1900 die Reederei Vereinigter Schiffer, 1906 die Breslauer Schiffahrts-AG und 1914 die Frankfurter Gütereisenbahn-Gesellschaft (sämtlich in Breslau). 1917 Fusion mit der Berliner Lloyd AG, die ihrerseits 1905 die Neue Berliner Schnelldampfer-Gesellschaft und die Berliner Krangesellschaft übernommen hatte. Für den Motor- und Schleppkahn-Verkehr auf Elbe, Saale und Oder sowie den märkischen und ost- und westdeutschen Binnenschiffahrts-Kanälen wurden 1924 die Anlagen in Hamburg, Breslau, Fürstenberg und Magdeburg ausgebaut und in Breslau der Hafen Pöpelwitz ganz neu gebaut. 1926 Sitzverlegung nach Hamburg. Ab 1929 auch Bewirtschaftung des Hafens Halle-Trotha. und Gründung der Zwnl. Halle. 1930 Beteiligung bei der Oppelner Hafen AG und Errichtung einer Zwnl. 1938 im Zusammenhang mit dem Bau des Mittellandkanals Gründung der Zwnl. Braunschweig, Hannover und Köln, außerdem Pachtung der Umschlagsanlagen der Stadt Fallersleben am Mittellandkanal. 1939 Erwerb der Emder Verkehrsgesellschaft AG. 1940 Eröffnung der Zwnl. Gleiwitz und Posen. 1941 Übergang der Aktienmehrheit von der HAPAG auf das Reich. Im und nach dem 2. Weltkrieg gingen über 75 % des Fahrzeugbestandes von früher über 600 Einheiten verloren. Ab 1948 Sperre im Interzonenverkehr, die Aktivitäten konzentrierten sich dann auf Hamburg, Fallersleben, Hannover und Braunschweig. Großaktionär der immer noch in Hamburg und Berlin börsennotierten Ges. war die AG für Binnenschiffahrt (gegründet 1941 als Reichswerke AG für Binnenschiffahrt “Hermann Göring”), die das Aktienpaket später an die Westfälische Transport-AG in Dortmund (heute Rhenus-WTAG) verkaufte. 1971 auf die WTAG verschmolzen. Am 19.8.1932 herabgesetzt auf 100 RM. Lochentwertet.

Nr. 902 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Schlesische Elektrizitäts- und Gas-AG
Sammelaktie 100.000 RM, Nr. 1001-1100
Gleiwitz, Dez. 1942 EF
Gegr. 1872 als Schlesische Gas-AG. Stromlieferant für die oberschlesischen Berg- und Hüttenwerke und Bahnhöfe sowie die Städte und Kreise Beuthen, Hindenburg, Gleiwitz und Schönwald. Großaktionäre: AEG, Reichswerke Hermann Göring. Börsennotiz Berlin und Breslau. 1964 verlagert nach Berlin (West) und aufgelöst, 1965 Berliner Wertpapierbereinigung. Quotale Ablösung der Teilschuldverschreibungen von 1944, 1968 nach Abwicklung gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 903 Schätzpreis: 110,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
Schlesische Furnierwerke AG vormals Simon Bernhard Levi
Aktie 10.000 Mark, Nr. 171
Breslau, Sept. 1923 EF
Gründeraktie, Auflage: 7.000. Gründung 1923. Betrieb von Holzgeschäften und Fortbetrieb des unter der Firma Simon Bernhard betriebenen Handelsgeschäftes. Lochentwertet.

Nr. 904 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Schloßfabrik-AG vorm. Wilh. Schulte
Aktie 200 RM , Nr. 1465
Schlagbaum bei Velbert, März 1932 EF+
Auflage: 3.250. Gründung 1897. Herstellung von Tür-, Möbel- und Sicherheitsschlössern. Heute Schulte-Schlagbaum AG, Velbert (SAG). Lochentwertet.

Nr. 905 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Schoeller’sche Kammgarnspinnerei Eitorf AG
Aktie 800 DM, Nr. 377
Eitorf, Mai 1951 EF
Auflage: 6.100. Bei der Gründung 1901 als “Kammgarnspinnerei und Weberei Eitorf AG” wurde das Werk der in Konkurs gegangenen Kammgarnspinnerei Eitorf Karl Schäfer & Cie. übernommen, das nach seiner Errichtung 1888 durch den sächsischen Textilindustriellen Karl Schäfer schon 1895 durch einen Großbrand weitgehend zerstört wurde (ähnlich schlimme Schadenfeuer suchten den Eitorfer Betrieb noch zwei weitere Male 1922 und 1928 heim). 1908 Fusion mit der Schoeller’schen Kammgarn-Spinnerei in Breslau, Sitzverlegung nach Breslau und Umfirmierung in “Schoellersche und Eitorfer Kammgarnspinnerei AG”. Der Breslauer Betrieb war schon 1842 von der Preussischen Seehandlung mit 3000 Spindeln gegründet und 1849 an den Geh. Kommerzienrat Leopold Schoeller aus Düren verkauft worden. Die ältere Spinnerei mit Kämmerei und Färberei auf wertvollen Grundstücken an der Oder unweit des Stadtzentrums produzierte hauptsächlich Strickgarne, während das zweite Werk in Stabelwitz bei Breslau einer Feingarnspinnerei moderner Art war. 1925 rechtliche Verselbständigung des Stabelwitzer Werkes und Verkauf mit Rückpachtung an die Herren W. und F. Schoeller in Zürich, Umfirmierung der AG in “Schoeller’sche Kammgarnspinnerei Eitorf AG” und Rückverlegung des Sitzes nach Eitorf (Sieg). 1945 wurden die Werke in Eitorf und Breslau durch Kriegseinwirkung völlig zerstört. Der schlesische Betrieb ging in Folge des Krieges verloren, das Eitorfer Werke wurde 1946-50 wieder aufgebaut. 1971 Übernahme der Marke “Esslinger Wolle” von der Kammgarnspinnerei Merkel & Kienlin GmbH in Esslingen a.N. 1979 Umfirmierung in Schoeller Eitorf AG. Früher Börsennotiz in Freiverkehr Düsseldorf, gehört heute zur Albers-Gruppe in Zürich. Einer der allerletzten in Deutschland noch immer produzierenden Textilbetriebe! Mit hübschem Schoeller-Logo. Unterer Rand mit Abheftlochung. Rückseitig als entwertet gekennzeichnet.

Nr. 906 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Schön & Cie AG
Aktie 20 x 50 DM, Nr. 193
Pirmasens, Jan. 1990 UNC/EF
Gegründet 1910 als Johannes Schön oHG Maschinenfabrik von dem Lederhändler Johannes Schön und dem Ingenieur Max Grune. Herstellung von Schuh- und Stanzmaschinen, besonders eine Bügelmaschine für welche Max Grune 1909 ein Patent angemeldet hatte. Es handelte sich um einen Zuliefererbetrieb für die in Pirmasens reichlich vertretene Schuhindustrie. Pirmasens wird auch gern als die „Schuhmetropole Deutschlands“ bezeichnet. 1922 wurde sie AG, ab 1944 GmbH und ab 1989 wieder AG. 1978 erfolte die Übernahme von der amerikan. Katy Industries aus Illinois. Es wird hauptsächlich in die UdSSR, Japan, Italien, Algerien und die USA exportiert. 1998 wurde das operative Geschäft auf die Schön & Sandt AG (Maschinenbau) übertragen. Trotz eines weltweit wirtschaftlich schlechten Umfelds hat die Schön & Cie AG in den letzten Jahren ein gutes Geschäftsergebnis erzielt. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 907 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Schornsteinaufsatz- und Blechwaren-Fabrik J. A. John AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 958
Ilversgehofen bei Erfurt, 30.12.1905 EF/VF
Auflage: 400. Die schon länger bestehende Maschinen- und Blechwarenfabrik J.A. John wurde 1902 in die “Schornsteinaufsatz- und Blechwaren-Fabrik J. A. John AG” umgewandelt, seit 1911 nur noch kurz als J. A. John AG firmierend. Grundlage des Unternehmens waren die Schornsteinaufsätze des genialen Ingenieurs John, bei denen sich die Auslaßöffnung durch den Wind automatisch in die windabgewandte Richtung dreht, es kann also niemals in den Schornstein regnen. Sie sind noch heute in aller Welt zu finden (nur in Deutschland nicht, da sind sie feuerpolizeilich verboten, weil sie ja evtl. einrosten können und sich dann nicht mehr drehen). Auch die Abteilung für Wäscherei-Maschinen, Heizungs- und Lüftungs- sowie sonstige gesundheitstechnische Anlagen hat einen Höhepunkt zu bieten: John war der Erfinder der Trommelwaschmaschine! Eine weitere Spezialität waren Anlagen und Apparate für Kellereien. Zuletzt in Berlin (zuvor auch Dresden) börsennotiert, nach 1945 enteignet und als VEB weitergeführt, später einer der größten Maschinenbaubetriebe der DDR. Lochentwertet.

Nr. 908 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Schramm Lack- und Farbenfabriken
Aktie 100 RM, Nr. 1881
Offenbach, 1.11.1927 EF+
Auflage: 5.200. Gründung 1902 durch Zusammenschluß der Offenbacher Firmen „Chemische Fabriken in Farben und Firnissen Christoph Schramm“ (gegr. 1810) und „Schramm & Hörner GmbH“ (gegr. 1863), Werk Mühlheimer Str. 164 (zuletzt Kettelerstr. 100). Herstellung von Lacken, Farben, Druckerschwärzen, Ölen und Chemikalien. 1922/23 Verschmelzung mit den „Lackfabriken und Rivalinwerken“ in Friedberg, 1924 Umfirmierung in Schramm & Megerle Lack- und Farbenfabriken AG, weiter umbenannt 1926 in Schramm Lack- und Farbenfabriken AG, 1977 in Schramm AG und 1978 in Reichhold Chemie AG. 1982 Liquidationsvergleich. Das Hauptwerk Offenbach wurde an die Weilburger Lackfabrik verkauft. 1984 Reaktivierung und Umbenennung in Beta Systems Computer AG, Sitzverlegung 1989 nach Frankfurt und 1992 nach Kriftel. 1994 dann endgültig pleite gegangen. Schöne Umrandung. Lochentwertet.

Nr. 909 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Schubert & Salzer Maschinenfabrik AG
Aktie 500 RM, Nr. 39856
Chemnitz, Juni 1932 EF
Auflage: 9.500. Gründung 1883, AG seit 1904 als “Chemnitzer Wirkwaren-Maschinen-Fabrik vorm. Schubert & Salzer”. Herstellung von Flachmaschinen, ab 1889 auch von Strumpfwirkmaschinen, Strickmaschinen und Fahrrädern in den vier Chemnitzer Werken Lothringer Straße, Fürstenstraße, Zwichauer Straße und Scheffelstraße. Das Zweigwerk in Hohenstein-Ernstthal wurde 1930 stillgelegt. 1938 Übernahme der Aktienmehrheit der „Deutsche Spinnereimaschinenbau AG“ in Ingolstadt, was sich im Nachhinein als Garant für’s Überleben herausstellen sollte. 1946 vom Land Sachsen enteignet. Sitzverlegungen 1949 nach Stuttgart, 1955 nach Ingolstadt. 1988 von der Schweizer Rieter AG übernommen und 1992 Umfirmierung in Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau AG. Lochentwertet.

Nr. 910 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Schuhfabrik Luwal AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 4086
Luckenwalde, 31.8.1938 EF
Auflage: 200. Gründung 1921. Produktion von Schuhwaren, bes. Hausschuhe. Die Fa. lautete bis 1924 Schuhfabrik Dulbergt AG, danach Schuhfabrik Luwal AG. Nach 1946 VEB Luwal. Lochentwertet.

Nr. 911 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Schultheiss-Patzenhofer Brauerei-AG
Aktie 100 RM, Nr. 88050
Berlin, Nov. 1937 EF-
Auflage: 2.000. AG seit 1871. 1920 Fusion mit der Patzenhofer Brauerei AG zur “Schultheiss-Patzenhofer Brauerei AG”. 1938 Umfirmierung in Schultheiss-Brauerei AG. 1972 Zusammenschluss mit der Dortmunder Union-Brauerei AG zur Dortmunder Union-Schultheiss-Brauerei AG. 1988 Umbenennung in Brau und Brunnen vorm. Dortmunder Union-Schultheiss Brauerei AG, seit 1994 Brau und Brunnen AG, Sitz in Dortmund. Mit 8 % Marktanteil die größte Brauerei-Gruppe in Deutschland. Lochentwertet.

Nr. 912 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Schwarzburgische Landesindustrie AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 605
Rudolstadt, 31.8.1918 EF+
Gründeraktie, Auflage: 1.000. Gründung 1918, 1922 Sitzverlegung nach Berlin. Die Gesellschaft verarbeitete Leder, Lederersatzstoffe, Segeltuche und Papierstoffe.

Nr. 913 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
SECURENTA Vermögens-Management und Immobilienanlagen AG
Vorzugs-Aktie 50 DM, Nr. 154252
Göttingen, Dez. 1991 UNC
Gegründet 1986 für die Konzeption von Vermögensanlagen jeder Art. Die Gesellschaft lieferte sich jahrelang öffentlich eine juristische Schlammschlacht mit Anlegernschützern über die Frage, ob das stark auf Sparpläne abstellende Modell der Securenta ein System” sei. Beteiligungen: SECURENTA Bank AG in München, Gutingia Lebensversicherung AG in Göttingen, Zucker & Co. Vermögensverwaltung AG in München, Göttinger Dental-Labor Heiko Dohrn GmbH, Göttinger Immobilien Beteiligungs-AG, PUR Universal Reisen GmbH, Bankhaus Partin GmbH & Co. KGaA in Bad Mergentheim. Im Juni 2007 ist gegen die “Securenta” ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Vignette mit schöner Altbau-Villa. Stempelentwertet.

Nr. 914 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
SECURITAS Bremer
Allgemeine Versicherungs-AG
Interimsschein 1.000 RM, Nr. 4073
Bremen, 24.6.1929 EF
Auflage 3.663. Gründung 1895 als Securitas Versicherungs-AG, 1920 umbenannt wie oben, 1931 Übernahme der Roland Versicherungs-AG in Bremen unter Ausschluss der Liquidation. 2003 verschmolzen auf die Basler Securitas Versicherungs-AG, Bad Homburg. Lochentwertet.

Nr. 915 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
SER Systeme AG
Aktie 5 DM, Nr. 4709
Neustadt/Wied, Mai 1997 UNC
Gültige Aktie! Gründung 1987 als SOBA Software AG. 1996 Umfirmierung wie oben und Sitzverlegung von Bad Honnef nach Neustadt/Wied. Die Gesellschaft zählte in Deutschland zu den vier größten Anbietern von Dokumenten-Management-Systemen (DMS). Im Mai 1997 erfolgte mit viel Pomp die Börseneinführung am Neuen Markt, auf dem Höhepunkt der Hype 1999 kletterte der Kurs über 70 EUR. Sic transit gloria mundi: Am 4.7.2002 mußte SER nach Kreditkündigungen der Banken Insolvenzantrag stellen. Eine der ganz wenigen effektiv lieferbaren Aktien vom Neuen Markt. Mit Kupons ab Nr. 7

Nr. 916 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
SGL CARBON AG
Aktie 5 DM, Nr. 588
Wiesbaden, Jan. 1996 UNC
Gültige Aktie! 1878 produziert die Gebr. Siemens & Co. (Gesco) in Berlin die ersten Kohlenstofffasern, 1896 wird im schlesischen Ratibor die “Planiawerke AG für Kohlefabrikation” gegründet. Beide Unternehmen fusionieren 1928 zur “Siemens Planiawerke AG für Kohlefabrikation”, 1949 kommt durch Fusion die Chemische Fabrik Griesheim hinzu, die seit 1892 Kohlenstoffanoden produzierte. 1953/67 als SIGRI Elektrographit GmbH der HOECHST AG angegliedert. 1992 Fusion der deutschen SIGRI mit der US-amerikanischen Great Lakes Carbon Co. zur SGL CARBON AG. Herstellung von Graphitelektroden für die Stahlindustrie sowie von Kohlenstoffelektroden, von Graphit-Spezialprodukten für die Halbleiter-, Automobil- und Batterieindustrie sowie von Carbonfasern und Verbundwerkstoffen vor allem für die Luft- und Raumfahrtindustrie. Seit 1995 in Frankfurt und seit 1996 (als zweite deutsche Firma nach Daimler-Benz) an der NYSE börsennotiert. Mit Kupons ab Nr. 4.

Nr. 917 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Siegen-Solinger Gussstahl-Aktien-Verein
Aktie 1.200 Mark, Nr. 91049
Solingen, Aug. 1922 EF-
Auflage: 40.834. Gründung 1872. Gussstahlfabriken in Solingen-Wald sowie (wegen der günstigeren Energiekosten durch die mitteldeutsche Braunkohle) in Frankleben und Groß-Kayna bei Merseburg, wo ein neues Elektrostahlwerk errichtet wurde. 1922 Übernahme der Weyersberg, Kirschbaum & Cie. AG mit 2 Werken in Solingen und Wald, wo Fahrräder, Motorräder, Haarschneidemaschinen und blanke Waffen hergestellt wurden. 1924 Sitzverlegung nach Berlin (dort auch börsennotiert). 1932 als Folge der Weltwirtschaftskrise in Konkurs gegangen. Dekorativ, Signet mit gekreuzten Degenklingen.

Nr. 918 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Siegener AG für Eisenkonstruktion, Brückenbau und Verzinkerei
Aktie 1.000 RM, Nr. 157
Geisweid, Juli 1929 EF
Gegründet 1885 als Siegener Verzinkerei AG, 1903 umfirmiert wie oben. Herstellung von Stahlkonstruktionen für Hoch- und Brückenbauten, Verzinkung und Verbleiung von Blechen, Fabrikation schwerer und leichter Blechkonstruktionen wie Rohrleitungen, Bunker, Boiler, Druckkessel, Wellblechbauten und Wellblechgaragen sowie “Original Siegener” Pfannenblechen für Bedachungszwecke. Lochentwertet.

Nr. 919 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Siegener Eisenindustrie AG
vorm. Hesse & Schulte
Aktie 1.000 Mark, Nr. 30
Siegen, 1.1.1898 EF
Gründeraktie, Auflage: zuletzt noch 500. 1927 Umfirmierung in Siegener Eisenbahnbedarf AG. Herstellung von Eisenbahngüterwagen sowie luftbereiften Wagen für Pferde- und Traktorenzug. Letzter Großaktionär waren die Vereinigten Stahlwerke. 1958 dann erneute Umfirmierung in Rheinstahl Siegener Eisenbahnbedarf AG. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 920 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Siemens Elektrische Betriebe AG
5 % Teilschuldv. 1.000 Mark, Nr. 52953
Berlin, Nov. 1913 EF
Auflage: 3.000. Bei der Gründung 1900 durch Siemens & Halske und Schweizer Finanzfreunde des Hauses wurde zunächst das von Siemens errichtete und betriebene Elektrizitätswerk im spanischen Malaga übernommen sowie das Elektrizitätswerk und die Straßenbahn in Weimar. Später kamen u.a. die Werke Pisa, Alessandria, Nixdorf, Türmitz, Asch, Oberleutensdorf, München-Ost, Hof, Lübeck, Harburg, Südharz und Wiesmoor hinzu. Nach dem 1. Weltkrieg gingen die ausländischen Investments (zumeist entschädigungslos) verloren. 1925 anläßlich der Übernahme der Aktienmehrheit durch den Preußischen Staat Umfirmierung in “Nordwestdeutsche Kraftwerke AG” und Sitzverlegung nach Hamburg. 1985 mit dem Großaktionär PreußenElektra AG verschmolzen und in die VEBA eingegliedert, somit heute Teil des Energieriesen E.ON. Doppelblatt, zweifach lochentwertet.

Nr. 921 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Simonius’sche Cellulosefabriken AG
Aktie 100 RM, Nr. 514
Fockendorf (Thür.), 26.7.1928 UNC/EF
Auflage: 1.000. Gründung 1894 unter Übernahme der KG A. Simonius & Co. in Wangen i.Allgäu. 1926 Sitzverlegung nach Fockendorf. 1935 Umfirmierung in Papierfabrik Fockendorf AG. Auch Besitz des Braunkohlenwerkes „Grube Augusta“, Pahna bei Fockendorf. Hergestellt wurden Papier und Holzschliff. Großaktionär: Zellstofffabrik Waldhof, Mannheim. Börsennotiz Berlin. Betrieb nach 1946 VEB Zellstoff- und Papierfabrik Trebsen, BT Fockendorf, 1990 geschlossen. Lochentwertet.

Nr. 922 Schätzpreis: 480,00 EUR
Startpreis: 240,00 EUR
Sinalco-AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 21651-60
Detmold, 22.3.1923 UNC/EF
Auflage: 1.600. Gründung 1902, AG ab 1908 als Franz Hartmann Sinalco AG. Kontinuierlich verschaffte sich der Hersteller von alkoholfreien Erfrischungsgetränken mit „Sinalco“, „Sinalco-Spezial“ und „Sinalco-Cola“ Weltgeltung. Der Schweizer Großaktionär Sibra-Holding in Fribourg band Sinalco 1982 mit einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, doch die Geschäfte blieben rückläufig. Schließlich landete die Marke “Sinalco” bei der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, der Aktienmantel wurde umgetauft 1998 in “DBAG Detmolder Beteiligungs-AG” und 1999 in “SIBRA Beteiligungs-AG”. 2000 Sitzverlegung von Detmold nach Bonn zum Sitz des heutigen Großaktionärs IVG, Firmenzweck ist heute Erwerb von Grundstücken, Immobilien, Technologie- und Infrastrukturprojekten. Herrliche, farbenfrohe Gestaltung mit dem schäumenden Erfrischungsgetränk und zwei Schmetterlingen im Unterdruck, Vignette mit Werksansicht. Mit restlichem Kuponbogen.

Nr. 923 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Sinn Leffers AG
Aktie 100 DM, Nr. 100525
Hagen, Nov. 1997 UNC
Gründung 1900 als Westdeutsche Handelsgesellschaft GmbH, 1911 Umwandlung in eine AG. Eingebracht wurden eine größere Anzahl Fabrikations-, Groß- und Einzelhandelsunternehmen der Textilbranche. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine im ganzen westdeutschen Raum tätige Kaufhauskette. 1972 Umbenennung in Westdeutsche Handelsgesellschaft Gebr. Sinn AG, 1984 in Sinn AG. 1997 Fusion mit der Leffers AG und Umbenennung in Sinn Leffers AG sowie Sitzverlegung von Köln nach Hagen. Die Familie Schickedanz (Quelle) brachte ihre Mehrheitsbeteiligung dann in den KarstadtQuelle-Konzern ein, der sich 2004 von dem großen Textileinzelhandels-Filialisten mit über 3.600 Mitarbeitern wieder trennte. Mit dem kleinen Schmetterling. Prägesiegel lochentwertet. Mit Kupons.

Nr. 924 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Sohler-Werke AG
Vorzugs-Aktie 100 RM, Nr. 1942
Leopoldshall (Anhalt), Sept. 1926 UNC/EF
Auflage: 1.000. Gründung 1922. Herstellung von Blechpackmittel. Großaktionäre: Eisen- und Hüttenwerke AG (Werk Thale), C. W. Adam & Sohn in Staßfurt-Leopoldshall und die Kaliwerke Salzdetfurth AG. Zuletzt gehörte der Betrieb zum Mansfeld-Kombinat. Ohne Lochentwertung. Mit Erneuerungsschein.

Nr. 925 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Solenhofer Aktien-Verein
Aktie 1.000 DM, Nr. 241
Altendorf bei Solnhofen, 1.12.1952 EF+
Auflage: 400. Das bereits 1857 mit Sitz in München gegründete Unternehmen erfuhr 1914 eine bedeutende Erweiterung, als in einer Zwangsversteigerung die Anlagen und Maschinen der „Solnhofer Lithographiesteinbrüche GmbH“ erworben werden konnten. 1929/30 außerdem Übernahme der Firmen Fischer & Kluge in Pappenheim und L. M. Hiemer in Solnhofen. 1932 Sitzverlegung von München auf den Maxberg bei Solnhofen, wo mit dem Gut Lichtenberg neben dem Steinbruch auch eine bedeutende eigene Landwirtschaft betrieben wurde. Ab 1941 enge Zusammenarbeit mit der Mörnsheimer Lithographiestein-Genossenschaft eGmbH. Grundlage des heute größten und leistungsfähigsten Unternehmens der Branche sind die einmaligen Vorkommen an Jurakalkschiefer (blau und gelb) im Altmühltal. Neben Lithographiesteinen für hochwertige Druckerzeugnisse werden aus Jura- und Buntmarmor Boden- und Wandplatten, Treppenstufen, Schriftplatten und Schalttafeln für elekrische Zwecke hergestellt. Entwertet.

Nr. 926 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Sommer-Allibert Industrie AG
Aktie 50 DM, Nr. 4658
Frankfurt am Main, Juli 1988 UNC-
Gründung bereits 1839 als oHG Gebrüder Adt zu Ensheim an der Saar und Forbach im Elsaß. 1901 Umwandlung in die Gebrüder Adt AG. Nach Enteignung der Werke durch die Franzosen 1920 Sitzverlegung ins hessische Wächtersbach. 1976 Umfirmierung in Adt AG. Bekannt vor allem als Produzent von Markisen. 1981 nach Erwerb der Allibert GmbH wurde der Konzern neu gegliedert in Markenartikelbereich (Allibert-Haushaltsgeräte) und Bauträgerbereich (Adt-Unibau und Dacosbau). Erfolgreich war die Neugliederung nicht, bereits 1985 kam das Vergleichsverfahren. Anschließend Sanierung und 1988 Umbenennung in Sommer-Allibert Industrie AG. Prägesiegel lochentwertet. Mit Kupons.

Nr. 927 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
SPAR Handels-AG
Aktie 5 DM, Nr. 5019226
Hamburg, Juli 1996 UNC
Gültige Aktie! Gründung 1985 zur Zusammenfassung der Regionalgesellschaften Pfeiffer + Schmidt (Nord), Karl Koch + Sohn (West) sowie Kehrer + Weber (Süd). Die AG fungierte zunächst als Holding, übernahm aber ab Jan. 1986 maßgebliche Teile des Großhandelsgeschäftsbetriebes selbst. Ende 1998 machte der Verkauf des Einzelhandelsgeschäfts (ohne Lebensmittelfilialen) an den amerikanischen Giganten Wal-Mart Schlagzeilen. Seitdem biß sich der französische Einzelhandels-Gigant Intermarché (ITM) als Großaktionär an der Sanierung des restlichen SPAR-Geschäfts so ziemlich die Zähne aus. Anfang 2005 wurden die wenigen übriggeblieben freien Aktionäre “outgesqueezt”. Mit dem bekannten SPAR-Emblem mit Tannenbaum. Inzwischen börsenmäßig nicht mehr erhältlich, nur ganz wenige effektiv umlaufende Aktien entgingen dem im Jan. 2005 beschlossenen “Squeeze Out”. Mit Kupons.

Nr. 928 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Sparerschutzbank Thüringen eGmbH
Anteilschein 20 RM, Nr. 487
Weimar, 1928 EF
Genossenschaftsanteil, sehr dekorativ gestaltet. Lochentwertet.

Nr. 929 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Spinnerei Neuhof
Aktie 400 DM, Nr. 1321
Hof (Saale), Mai 1953 UNC
Auflage: 6.000. Gründung 1896. In einer Baumwollspinnerei und einer Flachsspinnerei wurden Baumwollgarne, Zellwollgarne, Mischgarne und Leinengarne produziert. Später auch Beteiligungen an Zellwollfabriken und zwei Unternehmen der Bastfaseraufschließung. 1993 Umfirmierung in Neuhof Textil-Holding AG. Noch heute bestehende Gesellschaft.

Nr. 930 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Spinnerei und Weberei Kempten
Aktie 1.000 DM, Nr. 67
Kempten/Allgäu, Dez. 1955 EF+
Auflage: 1.200. Die Gesellschaft wurde 1852 als “Mechanische Baumwoll-Spinn- & Weberei Kempten” gegründet und am 4.5.1938 in “Spinnerei und Weberei Kempten” umbenannt. Der Betrieb liegt im an dieser Stelle tief eingeschnittenen Tal der Iller, deren Wasserkräfte sich die Fabrik zu Nutze machte. Diese für Flugzeuge fast uneinsehbare Lage im tiefen Tal - am Ende waren nämlich wirklich nur zwei Werkswohnhäuser zerstört - war der Grund, warum 1942 die Wehrmacht die Fabrik für ihre Zwecke beschlagnahmte. Die durch die Zweckentfremdung angerichteten Schäden an den Arbeitssälen und den Produktionsmaschinen waren der Grund, warum die Produktion erst im Dez. 1946, über ein Jahr nach Erteilung der Anlaufgenehmigung, wieder in Gang kam, und auch das nur stockend. 1950 war der Wiederaufbau abgeschlossen, 1958 Neubau eines Wasserkraftwerkes. In den 20er Jahren erwarb die Kolbermoor-Union die Aktienmehrheit und übertrug sie später auf ihre Tochterges. Spinnerei und Weberei Pfersee. Am Ende war diese (fast) alleinige Aktionärin - bis auf 7 Aktien im Besitz eines Klosters, das partout nicht zum Verkauf überredet werden konnte. Rückseitig entwertet.

Nr. 931 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Spinnstofffabrik Zehlendorf AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 6171
Berlin-Zehlendorf, Sept. 1941 EF+
Auflage: 3.540. Gründung 1886 als „Fockendorfer Papierfabrik AG vorm. Drache & Co.“ in Altenburg/Thür. 1899 Sitzverlegung nach Elberfeld als „Elberfelder Papier-Fabrik-AG“. 1908 Sitzverlegung nach Zehlendorf. 1945 demontiert. Ab 1950 PERLON-Produktion. 1960 Interessenvertrag mit der Farbwerke Hoechst AG (in den 90er Jahren dann in die Hoechst AG eingegliedert). 1998 verkaufte die Hoechst AG ihre Polyesteraktivitäten an indonesische und amerikanische Konzerne Lochentwertet.

Nr. 932 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
St. Petersburg Immobilien
und Beteiligungen AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 111
Frankfurt am Main, 29.9.1993 EF+
Gründung 1992 unter Beteiligung der Bank St. Petersburg und des Magistrats der Stadt St. Petersburg. Erworben wurde das Business Center “Tambowskaja” und der Shopping- und Bürokomplex “Snamenskaja” in bester Lage von St. Petersburg. Seit 1998 börsennotiert, 2000 Sitzverlegung nach Mörfelden-Walldorf. Auch diese Firma verfing sich in den, nennen wir es mal Eigentümlichkeiten, des heutigen Wirtschaftslebens in Rußland und versucht nun, nachdem die Immobilienbeteiligungen verkauft sind, zu retten was noch zu retten ist. Ausgesprochen dekorativ, große Abb. mit dem prachtvollen Winterpalast. Prägesiegel lochentwertet. Dieser hohe Nennwert wird äußerst selten angeboten!

Nr. 933 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Stader Lederfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 6434
Stade, Juli 1942 EF+
Auflage: 10.000. 1896 Gründung des Unternehmens unter der Fa. Norddeutsche Lederfabrik GmbH. Bis 1906 Fabrikation von Sohlleder, ab 1907 Vacheleder. 1915 Umwandlung in eine AG. 1949 Gründung der Frankfurter Niederlassung. 1955 Neubau eines eigenen Hauses in Köln. Verkaufsstellen in Berlin und Köln. 1960 Liquidation. Lochentwertet.

Nr. 934 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Stadt Duisburg
4,5 % Schuldv. 1.000 Mark, Nr. 4026
1.7.1921 EF
Teil einer Anleihe von 85 Mio. Mark für Verkehrsanlagen, städtische Licht- und Wasserversorgung, Hoch- und Straßenbauten, Grunderwerb, Kanalisation, Wohnungsfürsorge. Stadtwappen im Unterdruck. Mit Kupons ab Nr. 7.

Nr. 935 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Stadt Elberfeld
4,5 % Schuldv. 1.000 Mark, Nr. 13675
30.5.1919 EF
Elberfeld erhielt 1610 Stadtrechte und wurde 1929 mit Barmen, Beyenburg, Cronenberg, Ronsdorf und Vohwinkel zur Stadt Wuppertal zusammengeschlossen. Teil einer Anleihe in Höhe von 41,5 Mio. M für Kriegs- und Kriegswohlfahrtsausgaben. Jugendstil-Umrahmung. Mit Kupons. Seit vielen Jahren nur 3 Stücke bekannt, letztmals 1994 katalogisiert.

Nr. 936 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Stadt Frankfurt a.M.
3,5 % Schuldv. 1.000 Mark, Nr. 9261
20.3.1906 EF
Faksimile OB Adickes. Teil einer Anleihe in Höhe von 9 Mio. Mark (Abteilung I) für Erweiterung der Wasserwerke und der Kanalisation, Fertigstellung des Gaswerks Heddernheim und der Badeanstalten Bockenheim und Sachsenhausen, für die Errichtung von Unterrichtsanstalten, Krankenhäusern etc. Doppelblatt, mit Kupons.

Nr. 937 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Stadt Frankfurt a.M.
8 % Schuldv. 20.000 Mark, Nr. 15765
15.3.1923 EF-
Teil einer Anleihe von 3 Mrd. M für die Beteiligung der Stadt an der Frankfurter Gasgesellschaft, städtischen Wasser- und E-Werke und für Förderung von Messebauten. Mit Kuponbogen.

Nr. 938 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Stadt Köln (Stad Keulen)
7 % Certificaat für 1/50 eines Schuldscheins von 100.000 RM = 2.000 RM, Nr. 3378
Köln/Amsterdam, 1.11.1932 EF/VF
Teil eines Schuldscheindarlehns von 5 Mio. RM auf Feingoldbasis, zerlegt in 50 Schuldscheine von 100.000 RM, diese wiederum zerlegt in Unterzertifikate von 1.000 und 2.000 RM.

Nr. 939 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Stadt Leipzig
5 % Schuld-Schein 500 Mark, Nr. 22921
1.3.1918 EF/VF
Auflage: 36.000. Teil einer Anleihe von 120 Mio. M “zur Deckung außerordentlicher Ausgaben aus Anlaß des Krieges und zur Ausführung städtischer Bauten, insbesondere der Hochwasserregulierung”. Faksimile-Unterschrift Oberbürgermeister Dr. Rother.

Nr. 940 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Stadt Remscheid
5 % Schuldv. 50.000 Mark, Nr. 157
25.8.1922 EF
Auflage: 200. Äußerst dekorativ, fast postkartengroße fotografische Stadtansicht, großes Wappen im Unterdruck, Text deutsch/englisch. Mit Kupons. Kaum mehr als 5 Stücke bekannt, bei mir erstmals auf der Auktion.

Nr. 941 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Stadt Solingen
5 % Schuldv. 20.000 Mark, Nr. 20101
1.7.1922 F+
Hochdekorativ, fotografische Ansicht der Stadt Solingen über die ganze Breite. Unten 19 cm breite Ansicht der Fa. J. A. Henckels Zwillingswerk, rückseitig drei weitere Firmenansichten von Anton Wingen jr., Daniel Peres und Friedr. Herder Abr. Sohn. Stärkere Fehlstellen am rechten (teils bis in Umrahmung) und linken Rand fachgerecht restauriert. Von diesem Nennwert seit Jahren das einzige überhaupt bekannte Stück!

Nr. 942 Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
Stadt Solingen
5 % Schuldv. 5.000 Mark, Nr. 12891
1.7.1922 EF
Hochdekorativ, fotografische Ansicht der Stadt Solingen über die ganze Breite. Unten 19 cm breite Ansicht der Fa. J. A. Henckels Zwillingswerk, rückseitig drei weitere Firmenansichten von Anton Wingen jr., Daniel Peres und Friedr. Herder Abr. Sohn. Nur 3 Stücke sind seit vielen Jahren bekannt.

Nr. 943 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Stadt Worms
10-15 % Schuldv. 10.000 Mark, Nr. 345
25.5.1923 EF
Auflage: 3.000. Ohne Lochentwertung. Doppelblatt.

Nr. 944 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Stadt Wuppertal
5,5 % Schuldv. 100 DM, Nr. 58
Juni 1954 EF+
Mit Löwen-Wappen. Mit Restkupons. Abheftlochung.

Nr. 945 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Stadtgemeinde Chemnitz
Schuldv. 200 RM, Nr. 41780
18.11.1929 EF+
Mit Wappen im Unterdruck. Mit anh. Auslosungsschein.

Nr. 946 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Städtisches Gas- und Elektrizitätswerk Hagenow i.M.
5 % Schuldv. 50 kg Benzol, Nr. 23
20.7.1923 EF/VF
Teil einer Sachwertanleihe im Werte von insgesamt 14.000 kg Benzol. Der Ertrag war zur Errichtung einer Benzolgewinnungs- und Abhitzeverwertungsanlage im Städt. Gaswerk Hagenow bestimmt. Dekorativ. Strichentwertet. Mit Kupons.

Nr. 947 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Stahlwerk Oese AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 115707
Oese i. Westf., 25.5.1923 EF
Auflage: 120.000. Gegründet 1922 durch die Vereinigte Eisenhütten- und Maschinenbau-AG Barmen, Eisen- und Stahlwerk Krone AG Velbert, Minerva Handels-AG Düsseldorf, Stahlwerk Brühl AG, Houbenwerke AG Aachen. Zweck: Betrieb eines Stahl- und Hammerwerks. Lochentwertet.

Nr. 948 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Stahlwerke Bochum AG
Aktie 100 DM, Nr. 5703
Bochum, Dez. 1953 UNC/EF
Hervorgegangen aus der 1927 gegründeten Eisen- und Hüttenwerke AG, Bochum, die 1940 mit der Rasselsteiner Eisenwerksgesellschaft AG, Neuwied, dem Bandstahlwerk Andernach und der Eisenhüttenwerk Thale AG zur Eisen- und Hüttenwerke AG, Köln fusionierte. 1947 Gründung der Stahlwerke Bochum AG (SWB) und Ausgliederung aus dem Verband der Eisen- und Hüttenwerke AG, Köln (Gruppe Otto Wolff). 1951 wurde die SWB Einheitsgesellschaft und übernahm das Alleinvermögen des Werkes Bochum. 1989 Verpachtung des gesamten Geschäftsbetriebes an die EBG Gesellschaft für elektromagnetische Werkstoffe mbH. Mit Firmensignet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 949 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Stahlwerke Oeking AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4087
Düsseldorf, Okt. 1920 EF+
Auflage 3.000. Gründung 1890. AG seit 1906. Stahlgießerei und Maschinenbau. 1931 Stillegung des Betriebes und 1936 Liquidation. Lochentwertet.

Nr. 950 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Stanz- und Emaillirwerke
vormals Carl Thiel & Söhne AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 553
Lübeck, 20.12.1929 UNC
Gründung 1887 als Carl Thiel & Söhne, seit 1899 AG. Erzeugnisse: Milchtransportkannen, Geräte für Milchwirtschaft, Schlachterei und Bäckereigewerbe, Haus- und Küchengeräte, Heizgeräte. 1959 in Carl Thiel & Söhne GmbH umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 951 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Starkstromanlagen AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 109
Berlin, Juni 1923 EF
Auflage: 200. Gründung 1916. Ausführung von Freileitungsbauten für die Elektrizitätswirtschaft. 1947 verlagert nach Landshut, ab 1957 GmbH. Umgestellt auf 100 Goldmark. Lochentwertet.

Nr. 952 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Staßfurter Chemische Fabrik vormals Vorster & Grüneberg AG
Genußschein 1200 Mark, Nr. 2488
Staßfurt, März 1924 EF
Gründung 1871 unter Übernahme der seit 1861 bestehenden Zweigniederlassung der Firma Vorster & Grüneberg in Köln. Handel und Fabrikation chemischer Produkte und bergmännische Gewinnung der hierzu erforderlichen Rohmaterialien. 1931 trat die Gesellschaft in Liquidation. Lochentwertet.

Nr. 953 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Steingutfabrik Colditz AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 9084
Colditz, 24.4.1923 EF-
Auflage: 10.000. Gründung 1907 zwecks Fortbetrieb und wesentlicher Vergrößerung der Steingutfabrik von Carl August Zschau. Hergestellt wurden Wasch- und Küchengarnituren sowie Tafelgeschirr. Werke in Colditz, Strehla und Oschatz (letzteres 1938 verkauft). Übernommen wurden 1927 die Steingutfabrik Staffel GmbH bei Limburg/Lahn und 1931/32 die Edelstein-Porzellanfabrik AG in Küps (Bayern). Nur diese beiden Beteiligungen blieben erhalten, nachdem in der Ostzone die Werke Colditz und Strehla 1946 enteignet worden waren. Folglich Sitzverlegungen nach Limburg/Lahn (1949) bzw. Staffel (1956). 1973 Umfirmierung in “Colditz Industrieholding AG” und zugleich Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. 1976 wurde die hochdefizitäre Tochter “Heinrich Porzellan GmbH” in Selb an Villeroy & Boch verkauft. Anfang der 80er Jahre Sitzverlegung nach Mönchengladbach und 1982 Verschmelzung mit der Alleinaktionärin “Wickrather Handels- und Beteiligungs-AG”. Großformatig, sehr hübsche Umrahmung. Ohne Lochentwertung.

Nr. 954 Schätzpreis: 10.000,00 EUR
Startpreis: 5.000,00 EUR
Steinkohlenbergwerk Dorsten
Kuxschein über 1 Kux, Nr. 856
Zeche Dorsten, 10.4.1908 VF
Berechtsame in der Gemeinde Kirchhellen (Kreis Recklinghausen). Die immer unverritzt gebliebenen Felder Dorsten I und II kamen um die Jahrhundertwende als Abbau-Reserve in Thyssen’schen Familienbesitz, 1958 schließlich wurde die Gewerkschaft von der Rheinelbe Bergbau AG erworben. Zur Biographie: August Thyssen wurde am 17.5.1842 in Eschweiler geboren, er starb am 4.4.1926 auf seinem Schloß Landsberg bei Essen-Kettwig. August, der Sohn eines aus Aachen stammenden Bankiers und Fabrikanten, besuchte das Polytechnikum in Karlsruhe und ein höheres Handelsinstitut in Antwerpen. 1867 gründete er zusammen mit Verwandten ein Bandeisenwalzwerk in Duisburg, aus dem er 1871 austrat, um mit seinem Vater die Firma Thyssen & Co. in Styrum bei Mülheim als Band- und Stabeisenwalzwerk aufzubauen. In der Folge entstand einer der größten vertikal gegliederten deutschen Montankonzerne vor dem 1. Weltkrieg. Mit Werken in Hagendingen und Caen erstreckte sich der Thyssen-Konzern bis nach Lothringen u. in die Normandie. Den Ausbau seines Konzerns finanzierte August Thyssen allein aus den Überschüssen; die Umwandlung in eine AG lehnte er stets kategorisch ab. Nach dem 1. WK betrieb er den Aufbau der Vereinigten Stahlwerke, deren Aufsichtsratsvorsitzender sein Sohn Fritz Thyssen wurde. August Thyssen war im Privatleben alles andere als ein glücklicher Mann. Sein Sohn August schlug eine Offizierslaufbahn ein, sein Sohn Heinrich wandte sich der Kunst zu und trug eine einzigartige Sammlung zusammen. Einzig sein Sohn Fritz entsprach den Erwartungen des Vaters, der nach einem Nachfolger für sein Lebenswerk suchte. Vorderseitig original unterschrieben von August Thyssen als Grubenvorstand, rückseitig bei den Übertragungsvermerken 5 weitere Originalunterschriften von August Thyssen! Dieses Stück kann nach intensiven Recherchen mit allergrößter Wahrscheinlichkeit als Unikat eingestuft werden.

(PDF) Nr. 955 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Steinkohlenbergwerk Friedrich Heinrich AG
4,5 % Obl. 500 Fr., Nr. 7319
Kamp-Lintfort, 1.4.1953 EF
Gründung 1906 durch eine französische Bankengruppe unter Übernahme eines 31,3 Mio. qm großen Grubenfeldes von den Erben des Frhr. Friedrich Heinrich von Diergardt. Ab 1907 Abteufen des ersten Schachtes im Gefrierverfahren. 1917 wurden die in feindlichem Auslandsbesitz befindlichen Aktien beschlagnahmt und in der Versteigerung von einem Konsortium aus Rheinstahl, I.G.Farben und Krupp erworben. Das Bergwerk wurde als Betriebsabteilung in die Rheinischen Stahlwerke eingegliedert (alles 1921 wieder rückgängig gemacht). Die noch heute fördernde Zeche wurde 1969 in die Ruhrkohle AG eingebracht. Ausgegeben im Umtausch für eine vor dem Krieg aufgelegte Schweizer-Franken-Anleihe. Großformatig, zweisprachig französisch/deutsch. Vierfach lochentwertet.

Nr. 956 Schätzpreis: 450,00 EUR
Startpreis: 225,00 EUR
Steinkohlenbergwerk Vereinigung I
Kuxschein 1 Kux, Nr. 7
Köln, 1.4.1894 EF/VF
Auflage: 100. Bergwerk in der Gemeinde Oer bei Recklinghausen. 1899 von der Gewerkschaft Ewald gekauft und 1900 in ein neues Grubenfeld Ewald-Fortsetzung eingebracht (die Zeche Ewald-König Ludwig förderte sogar noch in der Ägide der Ruhrkohle). Umrahmung im Historismus-Stil, fünf Originalunterschriften. Seit Jahren nur ca. 10 Stücke bekannt. Doppelblatt, Abheftlochung.

Nr. 957 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Stelcon AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 1849
Essen, Mai 1970 UNC-
Gründung 1919 als Industrieböden Fritz Ebener. 1928 Einführung des Namens STELCON (Steel and Concrete), in diesem Jahr entwickelte Fritz Ebener die Stelcon-Stahlankerplatte, die einen Patentschutz erhielt. 1959 Gründung der AG. Entwertet.

Nr. 958 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Stern-Brauerei Carl Funke AG
Aktie 100 DM, Nr. 7592
Essen, April 1965 EF
Gültige Aktie der heutigen Dom-Brauerei AG. Gründung 1872 als Actien-Bierbrauerei in Essen a.d. Ruhr. 1898 wird die Mälzerei durch Großfeuer fast völlig zerstört, was aber der Entwicklung zur schließlich größten Brauerei im niederrheinischen Industriebezirk keinen Abbruch tat. 1905 wird mit dem Bergarbeiterkopf mit Sinnspruch “Erst mach Dein’ Sach, dann trink und lach” die erste Schutzmarke eingeführt. Übernommen wurden später die Phönix-Brauerei GmbH in Essen (1931), die Kronen-Brauerei AG in Essen-Borbeck (1932), die Dortmunder Stifts-Brauerei Carl Funke AG (1936). 1939 Erwerb der Aktienmehrheit bei der Dom-Brauerei Carl Funke AG und der Hitdorfer Brauerei AG in Köln-Hitdorf, gleichzeitig Umfirmierung in Essener Aktien-Brauerei Carl Funke AG. 1963 erneute Umfirmierung in Stern-Brauerei Carl Funke AG. 1969 Erwerb der Brauerei zum Schiff J. Peter Wahl GmbH in Kaufbeuren. 1998 Sitzverlegung nach Köln und Umfirmierung in Dom-Brauerei AG. Spezialitäten sind DOM Kölsch und Rats Kölsch. Bis 1934 in Essen, seitdem in Düsseldorf börsennotiert. Mitte 2004 wurde der Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals angezeigt. Mit Erneuerungsschein.

Nr. 959 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Stettin-Rigaer Dampfschiffs-Gesellschaft Th. Gribel KGaA
Namensaktie Lit. B 1.500 Mark, Nr. 3177
Stettin, 1.2.1922 EF
Auflage: 5.460. Gründung 1874. Die Gesellschaft besaß die Dampfer „Regina“ und (ab 1922) „Rügen“ und betrieb die Linien Stettin-Riga, Stettin-Reval-Helsingfors. 1926 Übernahme der Ostsee-Dampfschiffahrtsges. zu Stettin ohne Liquidation. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 960 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Stettiner Oderwerke AG
für Schiff- und Maschinenbau
Aktie 1.000 RM, Nr. 9287
Stettin, Nov. 1941 EF+
Auflage: 3.500. Gründung 1903 unter Übernahme der Oderwerke Maschinenfabrik und Schiffsbauwerft AG, i. L.. Erzeugnisse: See-, Fluß-, Frachtschiffe, Eisbrecher, Schlepper, Bagger, Kessel, Tanks uvm. 1949 verlagert nach Lübeck, 1950 nach Köln. 1963 Vergleichsverfahren, ab 1961 GmbH und daraufhin verlagert nach Kiel. Lochentwertet.

Nr. 961 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Stettiner Oelwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 5688
Züllchow bei Stettin, Mai 1942 EF+
Auflage: 2.700. Gründung 1910. Herstellung von Öl und Futtermitteln aus Soyabohnen und sonstigen Saaten, desweiteren Herstellung von gehärtetem Tran. 1948 Verlagerung nach Hamburg, 1950 Fusion mit der Toepffers Oelwerke GmbH, Hamburg zur Stettiner Oelwerk in Hamburg AG. 1965 Umbenennung in Oelmühle Hamburg AG. Lochentwertet.

Nr. 962 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Stickereiwerke Plauen AG
Aktie 5.000 Mark, Nr. 3125
Plauen i.V. , 30.11.1921 VF
Gründung am 5.3.1910. Herstellung von Stickereien, Spitzen und Kunstseidentrikot-Wäsche. 1933 Aufnahme der Fabrikation von Charmeuse- und Interlock-Wäsche mit modernen Wirk- und Wäsche-Spezialmaschinen. Die Firma wurde nach dem Krieg nicht verlagert. Lochentwertet.

Nr. 963 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Stock & Kopp AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 93941
Düsseldorf, 15.6.1923 EF
Auflage 115.300. Gründung 1916 zur Übernahme der Geschäfte einer gleichnamigen GmbH. Herstellung von Nahrungsmitteln jeder Art sowie von pharmazeutischen und kosmetischen Präparaten. 1925 Konkurs. Lochentwertet.

Nr. 964 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Stolberger Wasserwerks-Gesellschaft
Namens-Aktie 1000 Mark, Nr. 355
Stolberg (Rheinland), 1.7.1890 EF
Eingetragen für die Stadtgemeinde Stolberg. Gründeraktie, Auflage: 400. Gründung 1890. Lieferung von Trink- und Brauchwasser zunächst an die Stadt Stolberg, ab 1926 auch an die Stadt Eschweiler und ab 1929 an die Stadt Aachen. Großaktionäre: Stadt Stolberg und Wasserwerk des Kreises Aachen. Ende 2000 von der Wasserwerk des Kreises Aachen GmbH übernommen worden. Mit Originalunterschriften. Lochentwertet.

Nr. 965 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Stolberger Zink AG
Aktie 50 DM, Nr. 185
Stolberg, Mai 1982 UNC/EF
Gründung 1835 durch Errichtung einer Zinkhütte von der Metallurgischen Gesellschaft in Aachen. Die Zinkhütte ging 1845 auf die KG Sassenay & Co. über, welche im selben Jahr in die AG für Bergbau und Zinkfabrikation zu Stolberg umgewandelt wurde. Mit betrügerischen Machenschaften hinterging der Generaldirektor de Sasseney die Aktionäre, 1855 tauchte er nach Zahlungsunfähigkeit der Stolberger Zink unter. Der Elberfelder Bankier von der Heydt führte das Unternehmen aus der schweren Krise wieder heraus. 1938 Umbenennung in Stolberger Zink AG für Bergbau- und Hüttenbetrieb in Aachen, 1971 in Stolberger Zink AG und Sitzverlegung nach Stolberg. 1974 Stilllegungen von Gruben, Verkauf von Beteiligungen und Grundstücken, die Liegenschaften der Metallverarbeitung Stolberg wurden verpachtet. Danach erwarb die aus dem Immobiliengeschäft kommende Minninger-Gruppe den Aktienmantel, 1998 wurden vier Telefongesellschaften gekauft (die Telefonverträge wollte man über die besten Innenstadtlagen der ebenfalls Minninger gehörenden Süßwarenkette Most vertreiben), 1999 Umfirmierung in Stolberger Telecom AG. Entwertet, sonst tadellos.

Nr. 966 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Stollwerck AG
Aktie 50 DM, Nr. 82858
Köln, Sept. 1976 UNC-
Auflage: 20.000. Zur Firmengeschichte siehe bitte das Los Nr. 418. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 967 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Stratega-Ost Beteiligungs AG
Aktie 50 DM, Nr. 55133
Pforzheim, Nov. 1990 UNC.
Gegründet 1990 in Pforzheim zwecks Beteiligung an Unternehmen jeder Art sowie dem Handel mit Wertpapieren in Osteuropa. Schwerpunkte waren Rußland, Tschechien, die Ukraine, Kasachstan und die Baltischen Staaten. Obwohl der AR-Vorsitzende Hans Geldmacher hieß, war das Börsenkürzel “SOS” doch ein schlechtes Omen: Im Jahr der Asienkrise 1998 verspekulierte man sich ganz gewaltig mit DAX-Optionen und setzte dabei mit 6,2 Mio. DM fast 90 % der Eigenmittel in den Sand. 2000 kam der nächste Schlag: Der russische Treuhänder veruntreute die der Ges. gehörenden GAZPROM-Aktien. Die Jahre danach beschreibt der Geschäftsbericht als “Zeit der strategischen Reflexion und Besinnung auf die Kernkompetenzen”, auf deutscht: Man wußte nicht mehr so recht weiter. Die zündende Idee kam den Verantwortlichen aber doch noch: Am 29.8.2005 beschloß die HV in Neuss die Umfirmierung in Top-Wetten-AG und den Einstieg in das europäische Sportwettengeschäft. Lochentwertet.

Nr. 968 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Strelow AG für Elektrotechnik
Aktie 10.000 Mark, Nr. 961
Elterlein i. Erzgeb., 2.1.1923 EF
Gründeraktie, Auflage: in dieser Form 800. Herstellung von Fabrikaten auf den Gebieten Elektrotechnik, Feinmechanik, Metallwarenfabrikation, Gastechnik und Maschinenbau. 1927 Umbenennung in Strelow AG. 1928 Sitzverlegung nach Berlin, in Elterlein verblieb eine produzierende Zweigniederlassung. Nachdem der Betrieb gegen Ende der Weltwirtschaftskrise fast zwei Jahre lang still lag, wurde 1936 der Konkurs eröffnet. 1925 umgestellt in Stammaktie à 200 Goldmark. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 969 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Strelow AG für Elektrotechnik
(Vorzugs-)Aktie 10.000 Mark, Nr. 157
Elterlein i. Erzgeb., 2.1.1923 UNC/EF
Gründeraktie, Auflage in dieser Form: 200. 1925 umgestellt in Vorzugsaktie à 200 Goldmark.

Nr. 970 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Sudenburger Maschinenfabrik
und Eisengiesserei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 8298
Magdeburg, 15.9.1922 EF
Auflage: 6.000. Gründung 1872 nach Übernahme der seit 1849 bestehenden Maschinenfabrik Klusemann & Woltersdorf. Erwerb, Errichtung und Betrieb industrieller, besonders dem Maschinenbau dienender Anlagen. Spezialität: Maschinen, Apparate und ganze Einrichtungen für Rüben und Rohzuckerfabriken, Zuckerraffinerien und Stärkezuckerfabriken, aber auch für chemische Fabriken, insbesondere Sprengstofffabriken. Zweigniederlassungen in Hannover-Hainholz und Oschersleben a. Bode. 1925 Konkurseröffnung. Lochentwertet.

Nr. 971 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Sudetenbräu AG
Namensaktie 200 RM, Nr. 1463
Aussig a.E., 15.3.1943 EF
Auflage: 10.000. Die Braubürgerschaft wandelte ihre Brauerei 1894 in die „AG Bürgerliches Bräuhaus Aussig“ um. Die alte Brauerei in Aussig wurde stillgelegt und eine neue im Stadtteil Schönpriesen erworben. Erworben wurden 1911 die Türmitzer Brauerei, 1938 die Mehrheit an der Brauerei Bodenbach GmbH sowie 1940 die Elbschloßbrauerei in Leitmeritz. Außerdem besaß die Gesellschaft alle Anteile der 1928 gegründeten Aussiger Hotel-AG. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 972 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Süddeutsche Bergbau AG
Aktie 2.000 Mark, Nr. 10703
München, 4.7.1923 EF
Gründeraktie. Betrieb der Victoria-Karolinenzeche bei Donauwörth (Eisenerz) und der Gewerkschaft „Holland“ in Thüringen (Schwerspat). Bereits 1925 wieder in Liquidation getreten. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 973 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Süddeutsche Zucker-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 12641
Mannheim, März 1927 EF+
Auflage: 3.000. Gegründet 1926 durch Fusion der Aktien-Zuckerfabriken Frankenthal, Stuttgart, Heilbronn und Offstein sowie der Badische Gesellschaft für Zuckerfabrikation AG in Mannheim. Heute der größte Zucker-Konzern in Europa mit starker Stellung auch in Frankreich, Belgien, Polen und der Tschechei. Neben der Zuckerproduktion auch im Geschäft Tiefkühlkost tätig, neuerdings auch in der von der Bundesregierung besonders geförderten Biosprit-Erzeugung. Das umfangreiche, aber nicht sehr rentable Geschäft mit Speiseeis (Schoeller) wurde dagegen 2001/02 an Nestlé verkauft. Schöner G&D-Druck mit Wappen von Waghäusel, Heilbronn, Frankenthal, Offstein und Stuttgart. Frankenthal, Offstein und Stuttgart. Lochentwertet.

Nr. 974 Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Süddeutschland Versicherungs-AG
Namens-Aktie 1.000 Mark, Nr. 1353
Nürnberg, 4.7.1921 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 3.000. Gründung 1921 in Nürnberg, Sitz ab 1924 in München. Betrieb der Pferde- und Viehversicherung im Deutschen Reich, Deutsch-Österreich, Holland, Luxemburg, Schweiz und Tschecho-Slowakei. 1933 in Liquidation gegangen. Kaum mehr als 10 Stück bekannt. Doppelblatt mit Restkupon.

Nr. 975 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Südzucker AG
VZ-Stückaktie, Nr. 3388
Mannheim/Ochsenfurt, Sept. 1999 UNC-
Gegründet 1926 durch Fusion der Aktien-Zuckerfabriken Frankenthal, Stuttgart, Heilbronn und Offstein sowie der Badische Gesellschaft für Zuckerfabrikation AG in Mannheim.Heute der größte Zucker-Konzern in Europa mit starker Stellung auch in Frankreich, Belgien, Polen und der Tschechei. Neben der Zuckerproduktion auch im Geschäft Tiefkühlkost tätig, neuerdings auch in der von der Bundesregierung besonders geförderten Biosprit-Erzeugung. Das umfangreiche, aber nicht sehr rentable Geschäft mit Speiseeis (Schoeller) wurde dagegen 2001/02 an Nestlé verkauft. Sehr dekorativ, große Abb. einer modernen Zuckerfabrik und eines Rübenroders. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 976 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Suhle Quelle AG Gesellschaft für Sport, Freizeit und Fitness
Aktie 5 DM, Nr. 13667
Erfurt, Nov. 1996 UNC-
Im Jahr 2001 insolvent gemeldet. Mehrfarbiges Exemplar mit ganzflächiger zeichnerischer Darstellung der baulichen Vorhaben der Gesellschaft. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 977 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Superphosphatfabrik Nordenham AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3414
Nordenham, Dez. 1921 EF
Auflage: 3.000. Gründung 1906 durch den Norddeutschen Lloyd, Bremen. Herstellung von Düngemitteln. Lochentwertet.

Nr. 978 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
TAWAGRO-WAREN-HANDELS-AG
Aktie 50 DM, Nr. 71857
Schortens, Jan. 1999 UNC
Gültige Aktie! Auflage: 8.000. Entstanden 1987 durch Umwandlung der Tabak-Friseurbedarf Großeinkauf e.G. in eine AG. Zweck: Groß- und Einzelhandel mit Waren aller Art; Erwerb, Bebauung und verwaltung von Grundstücken. Bei der Umwandlung in eine AG betrug das Kapital nur 522 TDM. Bis 1999 wurde es mit nicht weniger als 10 Kapitalerhöhungen (in der Spitze 1990 drei in einem Jahr, nachdem man die Aktionäre mit nie wieder erreichten 20 % Dividende “geködert” hatte!) auf 5,95 Mio. DM mehr als verzehnfacht. Gut angelegt wurde das Geld scheinbar nicht: Die TAWAGRO ist heute insolvent. Logo mit “T” und Tabakblättern.

Nr. 979 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Tegernsee-Bahn AG
Aktie 100 DM, Nr. 5163
Tegernsee, Nov. 1970 EF
Auflage: ca. 500. Gründung 1882 als Eisenbahn-AG Schaftlach-Gmund-Tegernsee (Strecke 12 km) mit Sitz in München. 1912 Sitzverlegung nach Tegernsee. Umbenannt 1942 in Tegernsee-Bahn AG und 1998 in TAG Tegernseebahn Immobilien- und Beteiligungs-AG. Noch heute börsennotiert. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 980 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Teltower Eisenbahn AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 2073
Berlin, März 1923 EF
Auflage: 1.500. Normalspurige 7,9 km lange Strecke vom Reichsbahnhof zum Hafen Teltow, im Einsatz waren eine Lokomotive und 7 Güterwagen. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1952 aufgelöst, 1963 erloschen. Lochentwertet.

Nr. 981 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Tempelhofer Feld AG für Grundstücksverwertung
Aktie Lit. A 1.000 Mark, Nr. 8439
Berlin, Mai 1911 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 10.000. Gründung 1910 durch die Deutsche Bank zur Durchführung eines Verwertungsvertrages zwischen der Bank und der Gemeinde Tempelhof über die Erschließung des vom Militärfiskus verkauften westlichen Teil des Exerzierplatzes “Tempelhofer Feld”. Der vorher militärischen Nutzung folgend ließ sich auf einem Teil des Geländes die “Feldkraftwagen AG” nieder, der Rest wurde zur Bebauung parzelliert und ab 1925 auch in Eigenregie bebaut. Anders als die meisten Berliner Terraingesellschaften sehr langlebig und bis heute börsennotiert. Sehr dekorativ. Stück ohne Lochentwertung.

Nr. 982 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Teppich-, Leinen,- und Baumwollweberei AG
Aktie 100 DM, Nr. 559
Fulda, Dez. 1953 UNC/EF
Auflage: 1.000. Gründung 1882 als Firma Vereinigte Schuhstoff-Fabriken. 1930 Beschluss der Auflösung, 1938 Aufhebung desselben und Übernahme der bisherigen Tochtergesellschaft, der Teppich-, Leinen- und Baumwollweberei AG. Herstellung von Teppich Rollenware in Haarboucle-, Wollbrüssel- und Velourqualitäten sowie von Schwergeweben aller Art. Mehrfach lochentwertet. Mit Kupons.

Nr. 983 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Teppich- und Textilwerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 84
Adorf i.V. , 1.11.1928 EF
Auflage: 350. Gegründet 1900 als Sächsische Kunstweberei Claviez AG nach Übernahme der Firma Kunstweberei Claviez & Co. GmbH in Leipzig. Fabriziert wurden Teppiche und Möbelstoffe. 1916 umbenannt in Textilosewerke und Kunstweberei Claviez AG, dann ab 1927 Teppich- und Textilwerke AG. Lochentwertet.

Nr. 984 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Teppich-Werke Berlin-Treptow AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1504
Berlin, April 1939 EF+
Auflage: 1.140. Gründung 1919 unter der Firma G. Feibisch nach Übernahme der Deutschen Teppich AG (gegr. 1850 als oHG G. Feibisch). Herstellung von Teppichen und Läuferstoffen. 1952 verlagert nach West-Berlin und umfirmiert in Teppich-Werke Berlin AG, 1960 auf die Aktien-Färberei Münchberg, Münchberg (Oberfranken), übergegangen. Lochentwertet.

Nr. 985 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Terra keramische Fabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 12
Turn-Teplitz, Okt. 1940 EF+
Auflage: 150. Das Unternehmen entstand 1925 durch Umwandlung einer gleichnamigen GmbH in eine AG. Erzeugt wurden Teller, Schüsseln, Kaffee- und Service sowie sonstige Gebrauchsgeschirr aus Steingut. Die Aktie stammt aus der Kapitalumstellung auf 100.000 RM und gleichzeitiger Erhöhung um 50.000 RM auf 150.000 RM. Faksimilesignatur Jakob Ekkenga aus Emden als Aufsichtsratspräsident. Lochentwertet.

Nr. 986 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Terrain-AG Herzogpark
München-Gern
Aktie 100 RM, Nr. 16655
München, 11.4.1927 EF+
Gründung 1900 als Terrain-AG Bogenhausen-Gern. Übernommen wurde der ehemalige herzogliche Karl Theodorsche Park in Bogenhausen sowie Gründe am Nymphenburger Kanal. Der Park wurde für Besucher geöffnet und die Gesellschaft errichtete ein Restaurant mit Gartenwirtschaft (später verkauft). Mit der Bebauung wurde 1906 begonnen. 1928 Verschmelzung mit der Monachia AG für Grundbesitz. 1941 übernahm die Deutsche Bau- und Bodenbank AG in Berlin 98 % des Kapitals. Lochentwertet.

Nr. 987 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Terrain-AG Hohenzollernkanal
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3726
Berlin, 20.12.1923 EF
Auflage: 9.000. Gründung 1905 als Terrain AG am Grossschiffahrtweg Berlin-Stettin, ab 1914 wie oben. Grundstückerwerb von über 130 Hektar entlang des Hohenzollernkanals im Raum Birkenwerder. Parzellen für industrielle Gewerbeflächen (bestens erschlossen durch den Kanal und Gleisanschlüsse) und als Wohnbebauungsflächen. Außerdem Besitz mehrerer Ziegeleien und Kiesgruben. Lochentwertet.

Nr. 988 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Terraingesellschaft “Frankfurter Chaussee” AG
Aktie 100 RM, Nr. 5787
Berlin, Dez. 1928 EF
Auflage: 4.600. Gründung 1896. Die Gesellschaft übernahm von dem Bankier Steinthal ein Terrain von 200.000 qm in Lichtenberg zur Erschließung. U.a. baute sie auch die später berüchtigte Normannenstraße aus. Börsennotiz Berlin. Ohne Lochentwertung.

Nr. 989 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Teutonia Misburger Portland-Cementwerk
Aktie 1.000 RM, Nr. 3537
Hannover, Sept. 1941 EF
Auflage: 3.817. Gründung 1897 durch Berthold Lange und Gerhard Bolze (die beiden Familien halten noch heute die Aktienmehrheit). Das Ende 1898 in Produktion gegangene Werk in Hannover-Anderten wurde 1908 durch ein riesiges Schadenfeuer fast völlig eingeäschert, wiederaufgebaut und 1945 durch Fliegerangriffe erneut zu 2/3 zerstört. 1948 wurde die alliierte Genehmigung zur Wiederaufnahme der Zementherstellung erteilt. 1962 mit einem Konsortium Erwerb der Aktienmehrheit der benachbarten Portland-Cement-Fabrik Germania. Bis heute in Hannover börsennotierte AG. Lochentwertet.

Nr. 990 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Textil-Industrie Niederrhein AG
Aktie 6.000 Mark, Nr. 21580
Mönchengladbach, 7.4.1923 EF
Gegründet am 23.1.1922. Herstellung und Vertrieb von Baumwollgarnen, Imitat- und Mungogarnen. Konkursverfahren 1929, 1936 aufgehoben. Lochentwertet.

Nr. 991 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Textilwerke Theodor Steigert AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 244
Litzmannstadt, April 1943 UNC
Auflage: 1.200. Gegründet 1872, AG seit 1914 (bis 1941 “Baumwollspinnerei Theodor Steigert AG”). Erzeugt wurden einfache und gezwirnte Baumwollmisch- und Zellgarne. Lochentwertet.

Nr. 992 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
TG Beteiligungs AG
Aktie 5 DM, Nr. 335
Paderborn, 1.3.1995 UNC
Gründung 1995 durch formändernde Umwandlung der TG Beteiligungs GmbH in eine AG. Erwerb und Halten von Beteiligungen und Immobilien sowei die Verwaltung von Vermögen der Gesellschafter. Mit Firmensignet. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 993 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Th. Goldschmidt AG
Aktie Reihe E 1.000 Mark, Nr. 9174
Essen, Mai 1912 VF
Auflage: 1.500. Gründung 1911. Die AG übernahm das schon seit 1847 unter gleichem Namen bestehende Einzelunternehmen, das ursprünglich in Berlin für die Herstellung von Zinnfabrikaten für die Kattundruckerei gegründet wurde. 1889-91 Verlegung nach Essen sowie Neubau einer Zinnhütte und einer chemischen Fabrik. 1912 Erwerb des Zweigwerkes in Mannheim. 1921 Erwerb der Chemischen Fabrik Buckau AG in Ammendorf/Saale (1937 verschmolzen), 1928 Übernahme der Fa. Neufeld & Kuhnke in Kiel (heute Hagenuk). Das Werk Ammendorf, die Hallack GmbH in Halle und die Sodafabrik Staßfurth GmbH wurden nach 1945 enteignet, so daß sich alles auf den Wiederaufbau des größtenteils zerstörten Werkes Essen konzentrierte. Bis zuletzt bleib die Familie des Firmengründers stark beteiligt. Am Ende lieferten sich die Rütgerswerke und die VIAG einen Übernahmekampf, den die VIAG 1999 für sich entschied. Lochentwertet. Mittelfalte eingerissen.

Nr. 994 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Theodor Etti AG
Aktie 100 RM, Nr. 220
Wien, Okt. 1942 EF+
Auflage: 300. Gründung 1921 als Theodor Etti & W. Bergel AG. 1939 in Theodor Etti AG umbenannt. Im- und Export sowie Lebensmittel- und Weingroßhandel. Betrieb von Senf- und Konservenfabriken, Wein- und Sektkellereien sowie Wermuterzeugung. Lochentwertet.

(PDF) Nr. 995 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Theodor Kirsch & Söhne AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1125
München, 3.7.1935 EF+
Auflage: 1.250. Gründung 1922. Betrieb von Säge- und Hobelwerken. Lochentwertet.

Nr. 996 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 55,00 EUR
Theodor Kirsch & Söhne AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1222
München, 3.7.1935 UNC/EF
Gleiches Stück wie davor, nur von einem anderen Einlieferer. Lochentwertet.

Nr. 997 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Theodor Teichgraeber AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 136763
Berlin, Mai 1923 EF
1914 gegründetes Fabrikations- und handelsgeschäft in Chemikalien. Lochentwertet.

Nr. 998 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Thüga AG
Sammelaktie 10 x 50 DM, Nr. 3731
München, Sept. 1986 UNC/EF
Gründung 1867 als Thüringer Gasgesellschaft AG in Gotha. 1872 Sitzverlegung nach Leipzig, 1948 nach Köln. 1979 Umfirmierung in Thüringer Gas AG und Sitzverlegung nach München, 1986 Umbenennung in Thüga AG. Zuletzt Zwischenholding des E.ON-Konzerns für eine Unzahl einzelner Versorgungsunternehmen, denen 3,5 Mio. Gaskunden und 2,5 Mio. Stromkunden angeschlossen sind.

Nr. 999 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Thüga AG
Aktie 50 DM, Nr. 42415
München, Sept. 1986 UNC-
Entwertet.

Nr. 1000 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Thüringer Gasgesellschaft
Aktie 1.000 RM, Nr. 17987
Leipzig, 1.8.1938 UNC
Auflage: 300. Lochentwertet.

Nr. 1001 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Thüringer Malzfabrik Schloß Thamsbrück AG
Namens-Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 999
Thamsbrück, 2.10.1922 EF
Auflage: 100. Gründung 1890. Die Malzfabrik (bei Erfurt) produzierte 60-70.000 Zentner Malz im Jahr. Auch zu DDR-Zeiten blieb die Mälzerei, nun mit einigen benachbarten Betrieben zusammengefasst, in Betrieb. Schöne Umrandung im Historismus-Stil.

Nr. 1002 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Thüringer Mode- und Ausstattungshaus Richard Reibstein AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 338
Erfurt, April 1936 EF
Auflage: 600. Ganz ungewöhnliche Randgestaltung. Lochentwertet.

Nr. 1003 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Thüringer Rohstoff AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 192
Weimar, 22.12.1936 UNC
Auflage: 1.000. Gründung 1936. Lochentwertet.

Nr. 1004 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Thüringer Uhrenfabrik
Edmund Herrmann AG
Aktie Serie VI 1.000 Mark, Nr. 61578
Berlin, 30.11.1923 EF
Gründung 1917. Als Zweigniederlassungen wurden die Uhrenfabriken J. Assmann, Glashütte i.Sa., Chronos-Werk Schwenningen und Schwarzwälder Uhrenfabrik, Villingen geführt. 1920 Sitzverlegung nach Berlin. 1925 Liquidation wegen „unkaufmännischer Leitung durch den Vorstand Generaldirektor Edmund Herrmann“. Ohne Lochentwertung. Anh. Kupons.

Nr. 1005 Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Thüringer Wollgarnspinnerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2977
Langensalza, 1.9.1910 EF
Auflage: 780. Gründung 1897 in Langensalza unter Übernahme der Spinnerei Clad & Co. Erzeugnisse: Hand- und Maschinenstrickgarne, Webgarne, Haargarne. Übernommen wurden 1907 die Leipziger Strickgarnspinnerei und 1910 die Werdauer Strickgarnspinnerei, ferner Beteiligungen an der Gebr. Feistkorn AG in Gera und der Leipziger Wollkämmerei. 1913 Sitzverlegung nach Leipzig, dort auch börsennotiert. Die durch Fliegerangriffe erheblich beschädigten Fabriken in Langensalza und Leipzig wurden 1949 enteignet, deshalb 1950 Sitzverlegung nach München, wo zuvor bereits in der Tegernseer Landstr. 142/144 eine Zweigniederlassung bestand. 1963/64 Zusammenschluß mit der Kammgarnspinnerei Schongau Kunold & Co. KG und Sitzverlegung nach Schongau (Obb.). Letzter Mehrheitsaktionär war die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank; 1971 in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 1006 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Thüringer Wollgarnspinnerei AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 24795
Leipzig, Juli 1942 EF
Auflage: 1.200. Ohne Lochentwertung. Mit Kupons.

Nr. 1007 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Thüringische Eisenbahn-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 50
Weimar, Nov. 1926 EF
Auflage: 9.210, nach Einziehung eigener Aktien 1933 noch 8.300. Gründung 1921 als “AG für Eisenbahn- und Straßenbahnunternehmungen” mit Sitz in Berlin, ab 1923 Name wie oben. Strecken: Weimar-Bad Berka-Blankenhain (32 km Normalspur, eröffnet 1887, ursprünglich vom Großherzogtum Sachsen-Weimar erbaut) mit Abzweig Bad Berka-Kranichfeld, Weimar-Buttelstedt-Großrudestedt (34 km als 1.000-mm-Schmalspurbahn, eröffnet 1880, ursprünglich die Weimar-Rastenberger EisenbahnGes.), Greussen-Edeleben-Keula (37 km Normalspur, eröffnet 1901), Esperstedt-Oldisleben (4 km Normalspur, eröffnet 1907). 1926 Fusion mit der Ruhlaer Eisenbahn-Gesellschaft, wodurch noch die Bahn Wutha-Ruhla (7 km Normalspur) hinzukam. Insgesamt 21 Lokomotiven, 46 Personenwagen und 253 Güterwagen nannte die Gesellschaft ihr eigen, ehe sie 1946 enteignet wurde.

Nr. 1008 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Thüringische Elektrizitäts-
und Gas-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2350
Apolda, Nov. 1928 EF+
Auflage: 3.000. Gründung 1901 unter Übernahme der Gasanstalt Apolda und des Elektrizitätswerks Ilmenau von der Elektra AG in Dresden. 1903 wurde das Elektrizitätswerk Apolda erbaut. Das Ilmenauer Werk wurde 1916 an die Stadt Ilmenau verkauft. Der Konzessionsvertrag mit der Stadt Apolda für das Elektrizitäts- und Gaswerk Apolda lief zuletzt bis 1952. Börsennotiz Dresden/Leipzig, München und Berlin. Großaktionäre waren die Stadt Apolda und die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg (letztere gab ihre Anteile später an die Elikarft und an die AG Sächsische Werke ab). G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 1009 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Thyssen Industrie AG
Aktie 50 DM, Nr. 8252
Essen, April 1976 UNC-
Auflage: 120.000. Gegründet 1870 als S.A. des Aciéries du Rhin in Paris. Bereits im Jahr 1872 erfolgte die Umfirmierung in Rheinische Stahlwerke und die Verlegung des Firmensitzes nach Duisburg-Meiderich. Das Unternehmen entwickelte sich fortan zu einem Montan-Konzern mit Kohle- und Erzgruben, Eisen- und Stahlerzeugung sowie Gießereien. 1926 Einbringung der Eisen- und Stahlaktivitäten in die Vereinigte Stahlwerke AG, nach 1945 wieder entflochten. 1952 Ausgliederung des Bergbauvermögens in die Arenberg Bergbau. 1962 Erwerb des ehemaligen Borgward-Automobilwerkes in Bremen-Sebaldsbrück durch die Rheinstahl Hanomag AG. 1964 Erwerb der Henschel-Werke AG in Kassel. 1969 Gemeinschaftsunternehmen mit Daimler-Benz im Nutzfahrzeuggeschäft 1970 Eingliederung der Rheinstahl Hüttenwerke AG in die Rheinischen Stahlwerke und Umfirmierung in Rheinstahl AG. 1976 erneute Umfirmierung in Thyssen Industrie AG, 1998 Eingliederung in die Thyssen AG. Mit Firmensignet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1010 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Tillmanns’sche Eisenbau-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1357
Remscheid, 15.5.1900 EF
Auflage: 550. Gründung 1894 zur Übernahme der seit 1856 bestehenden Tillmanns’schen Werke in Remscheid (Werksgelände 1,78 ha, Produktion: Eisenhoch- und Brückenbau, Wellbleche, Roll- und Schiebetore sowie Schlittschuhe). 1900 Umfirmierung in Tillmanns’sche Eisenbau-AG, im gleichen Jahr Erwerb eines 3,51 ha großen Grundstücks in Düsseldorf-Oberkassel zum Bau eines neuen Werkes. 1913 Übernahme der Schenck & Liebe-Harkort GmbH in Oberkassel (gegr. 1899), deren Name unter gleichzeitiger Sitzverlegung nach Düsseldorf angenommen wurde. Produktion in Oberkassel: Großhebezeuge, Verladeanlagen, Scheren und Pressen. 1958 (die Produktion war inzwischen eingestellt) übernahm die an den Werksanlagen in der Hansa-Allee interessierte SCHIESS AG in Düsseldorf die Aktienmehrheit, 1959 Umwandlung in eine GmbH Lochentwertet.

Nr. 1011 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Tonwarenindustrie Wiesloch AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 64
Wiesloch (Baden), 11.5.1934 UNC
Auflage: 1.000. Gründung 1897 als GmbH, seit 1900 AG. Die Tonfelder im sogenannten Dämmelwald wurden aufgrund eines Konzessionsvertrages mit der Stadt Wiesloch abgebaut. 1916 brannte das Mauerstein- und Dachziegelwerk aus ungeklärten Gründen vollständig ab, wurde neu aufgebaut und 1945 bei Flieferangriffen erneut fast völlig zerstört. Seit 1965 auch Produktion von Isolier- und Dämmstoffen aus Polyurethan-Hartschaum. 1971 erwarb die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft die Aktienmehrheit. 1989 Umfirmierung in TIW Beteiligungs- und Grundbesitz-AG, nachdem der WCM-Konzern die Mehrheit von der DEWB erworben hatte. Die Produktion wurde eingestellt und das Vermögen von brutto 80 Mio. DM überwiegend in Wertpapieren angelegt. 1994 erwarb die Marseille-Kliniken GmbH, Langen einen 75,3 %igen Anteil an der TIW Beteiligungs- und Grundbesitz-AG, nannte sie in Marseille-Kliniken AG um und richtete die Geschäftspolitik auf die Bereiche Rehabilitationskliniken und Seniorenpflegeheime aus. 1995 Sitzverlegung von Frankfurt a.M. nach Hamburg. Die Gesellschaft ist mit ihren 61 Pflegeheimen und REHA-Kliniken heute im gesamten Bundesgebiet vertreten. Lochentwertet.

Nr. 1012 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Trachenberg-Militscher Kreisbahn-AG
Prior.-Aktie 1.000 Mark, Nr. 793
Posen, 9.12.1894 VF+
Auflage: 900. 59 km lange Strecke Trachenberg-Gutweide-Militsch-Wiesenthal mit Abzweig nach Prausnitz. Sehr dekorativer, großformatiger Druck, Umrandung im Historismus-Stil mit geflügeltem Rad, Druckfarbe braun. Originalunterschriften. Lochentwertet.

Nr. 1013 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Tränkner & Würker Nachf. AG
Aktie 100 RM, Nr. 2271
Leipzig-Lindenau, 28.9.1929 EF
Auflage: 6.600. Gründung 1865, AG ab 1902 unter dem Namen Jute-Spinnerei und Weberei Tränkner & Würker Nachf. AG, ab 1904 wie oben, seit 1938 Tränkner & Würker AG. Verarbeitung von Jute und anderen Textilerzeugnissen sowie Planen und Zelten. Lochentwertet.

Nr. 1014 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Transeuropäische Finanz AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 990
München, Mai 1923 EF-
Gründeraktie. Gründung von mehreren Bankiers, Gesellschaftszweck war die Erfassung und Verwertung ausländischer Mark-Guthaben sowie die Arrangierung von Stadt- und Industrieanleihen. Etwas gelbfleckig. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 1015 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Transportkontor Leipziger Spediteure AG
Aktie 20 RM, Nr. 148
Leipzig, 19.2.1925 EF/VF
Gründung 1925. Betrieb des Verladegeschäfts und Bildung von Sammelladungen, ferner Betrieb des Lagergeschäfts mit den Gütern der Beilader. 1932 Eröffnung des Konkursverfahrens, 1935 wieder aufgehoben. Sehr dekorative Dampfer-Vignette. Lochentwertet.

Nr. 1016 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Traub AG
Aktie 50 DM, Nr. 8239
Reichenbach/Fils, April 1986 UNC
1938 konstruierte Hermann Traub den ersten Einspindeldrehautomaten und gründete in Esslingen/Neckar eine Maschinenfabrik. 1942 Sitzverlegung nach Reichenbach/Fils. 1986 Umwandlung in eine AG und Börsengang. Bis 1990 blieb die AG mit CNC-Drehmaschinen und CNC-Bearbeitungszentren im Aufwind und erreichte fast 1/2 Mrd. DM Jahresumsatz. Doch in nur 3 Jahren halbierte sich der Umsatz wieder, 1996 Konkurs. Mit Firmensignet. Mit Kupons ab Nr. 8.

Nr. 1017 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Traugott Golde AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 611
Gera, 23.6.1927 EF
Auflage: 300. Gründung 1921 unter Übernahme einer oHG gleichen Namens. Herstellung von Automobilzubehörteilen, Windschutzscheiben, Verdecken, Stahlgerippen, Pferdewagen, Handfeuerlöscher. Von 1915 bis 1932 war der bekannte norwegische Architekt und Designer Thilo Schroder Chefdesigner bei Golde. Lochentwertet.

Nr. 1018 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Trierer Kalk- und Dolomitwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1211-20
Wellen (Obermosel), 6.4.1936 UNC/EF
Auflage: 300. Gründung 1921. Betrieb von Kalksteinbrüchen in Wellen, Büdesheim, Mondorf und Metternich bei Bitburg/Eifel. Aktionäre waren die Rheinisch-Westfälische Kalkwerke AG in Dornap (74 %) und die Westdeutsche Kalk- und Portlandzementwerke AG in Köln (26 %). 1951 erloschen.

Nr. 1019 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Tschechoslowakischer Bankverein AG
Aktie 100 RM, Nr. 251
Berlin, Dez. 1924 EF
Gründung 1920 unter Führung der Böhmischen Union-Bank zur banktechnischen Abwicklung des Außenhandels der Tschechoslowakei, insbesondere für deren Überseegeschäft über den Freihafen in Hamburg. Hauptsitz in Berlin, Potsdamer Platz 3, Zweigniederlassungen in Hamburg und Dresden. Lochentwertet.

Nr. 1020 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Tschoepelner Werke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1252
Tschoepeln, Dez. 1908 EF
Auflage: 250. Braunkohlenbergbau sowie Verarbeitung u. Verwertung aller durch Abbau gewonnenen Produkte, Erzeugung, Abgabe u. Verwertung elektr. Energie. Außerdem Herstellung von Ton sowie Betrieb von Land- u. Forstwirtschaft. 1928 wurden die Grubenfelder Huss und Hela in Quolsdorf erworben. Großaktionär war die Osram GmbH. Nach dem Krieg nicht verlagert, Tschoepeln gehört heute zu Polen. Lochentwertet.

Nr. 1021 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Tuchfabrik Aachen
vorm. Süskind & Sternau AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1034
Aachen, Sept. 1929 EF
Auflage: 1.100. Gründung 1889 nach Übernahme der Tuchfabrik von Süskind und Sternau in Aachen-Burtscheid. Die Fabrik bestand aus Spinnerei, Weberei und Appretur. Erzeugt wurden Damen- und Herrenstoffe. 1939 Umbenennung in Tuchfabrik Aachen. Börsennotiz Berlin und Düsseldorf. 1952 Liquidation. Lochentwertet.

Nr. 1022 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Tuchfabrik Rheydt AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1016
Rheydt, 8.2.1938 EF
Auflage: 1.500. Übernommen wurde die seit 1872 bestehende Tuchfabrik Herz & Stern KG. Hergestellt wurden Damen- und Herren-Oberstoffe, Gabardine, Militär- und Behördentuche. Lochentwertet.

Nr. 1023 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Tümmler Nahrungs-Ergänzung AG
Aktie 100 x 50 DM, Nr. 15101-200
Neufarn bei München, Febr. 1987 EF+
Gründung im Okt. 1986. Entwicklung, Fertigung, Beratung, Handel im Im- und Export von Lebensmitteln, freiverkäuflichen Arzneimitteln, Produkten aus dem Gesundheitsbereich, insbesondere Vitamin-Präparate, Sport und Fitness. Aber das Geschäftsmodell hat in den 80ern noch nicht so funktioniert, bereits im Nov. 1990 Beschluß der Auflösung der Gesellschaft. Mit Abb. eines Delphins im Namen. Äußerst selten!

Nr. 1024 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Turbomotoren AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 10940
Stuttgart, April 1923 EF/VF
Gründerakatie. Gründung am 20.2.1923. Bau von Turbomotoren und Kraftwagen mit solchen Motoren. Am 28.10.1924 wurde das Konkursverfahren eröffnet. Rand minimal fleckig. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 1025 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Uckermärkische Zuckerfabriken AG
Namensaktie Lit. A 300 Mark, Nr. 6122
Strasburg (Uckermark), 15.7.1916 EF
Auflage: 2.400. Gründung 1882 als Zuckerfabrik Strasburg U.M. Erbaut von der Halleschen Maschinen-Fabrik für eine Tagesverarbeitung von 4.000 Zentner Rüben. 1891 wurde die Zuckerfabrik Prenzlau erworben. 1902/04 erweitert von A. Wernicke, Maschinen-Bau-AG und Joerning & Sauter. 1916 Umbenennung in Uckermärkische Zuckerfabriken AG. Fabrikation von Rohzucker und Granulaten in Fabriken in Strasburg, in der in den 1940er Jahren 53.000 Zentner Rüben pro Tag verarbeitet wurden, und in Prenzlau (tägl. 35.000 Zentner). Auch Betrieb von Landwirtschaft. Lochentwertet.

Nr. 1026 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Überland-Zentrale Helmstedt AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 66
Helmstedt, 20.11.1905 EF
Gründeraktie, Auflage: 150. Kurz nach der Gründung 1905 wurde ein kleines Kraftwerk im Bereich der Braunkohlengrube Emma bei Emmerstedt errichtet. 1912 kam mit einem Schlag die große Expansion: Abschluß eines Stromlieferungsvertrages mit dem Landkreis Braunschweig (später Überlandwerk Braunschweig GmbH) zwecks Versorgung des gesamten Landkreises Braunschweig und der östlichen Teile des Kreises Wolfenbüttel, Erwerb der Elektrizitätswerk Ringelheim GmbH und schließlich Übernahme des Versorgungsnetzes in den Kreisen Goslar und Wolfenbüttel von der Bergmann-Elektrizitäts-Unternehmungen AG in Berlin. 1913 erwarb die Braunschweigische Kohlenbergwerke AG (BKB) in Helmstedt sämtliche ÜZH-Aktien. 1921 Übernahme des Kraftwerkes Schöningen und des Versorgungsgebietes der ehem. Braunschweigischen Elektrizitäts-Betriebsges. mbH in Schöningen (das Kraftwerk wurde 1940 zwecks klarer Trennung von Stromerzeugung und Stromverteilung an die Mutter BKB veräußert). 1999 Fusion mit der WEVG (Wasser- und Energieversorgung Salzgitter) u.a. zur heutigen AVACON AG, deren Hauptaktionär mittelbar die E.ON Energie AG in München ist. Mit rd. 2.700 Mitarbeitern werden heute in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 1,3 Mio. Kunden mit Strom, Gas, Fernwärme und Wasser versorgt. Originalsignatur von Julius Krisch als Aufsichtsratsvorsitzender. Kirsch, vom Beruf Bergingenieur, 1892-1912 Direktor der Braunschweigischen Kohlenbergwerke, arbeitete als Sachverständiger für mehrere Braunkohlengesellschaften. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 1027 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Überlandversorgung Eupen Elektrizitäts-AG
Aktie 100 RM, Nr. 54
Eupen, Juli 1942 UNC-
Gegründet 1924 als AG nach belgischem Recht als “Elektrizitäts-Gesellschaft Eupen und Umgebung AG”. 1942 dem deutschen Aktiengesetz angepaßt. Lochentwertet.

Nr. 1028 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Überlandwerk Mainfranken AG
Aktie 100 RM, Nr. 12000
Würzburg, 1.6.1938 EF+
Auflage: 15.800. Gründung 1920 auf Initiative des unterfränkischen Kreistages als Kreis-Elektrizitätsversorgung Unterfranken AG, Firmenname ab 1937 wie oben, später Überlandwerk Unterfranken AG. Eigene Wasserkraftwerke an der Fränkischen Saale (Gräfendorf, Aura und Aschach), ansonsten Strombezug vom Bayernwerk zur Versorgung von rd. 50 Weiterverteilern, knapp 1.000 Sonderabnehmern und über 120.000 Tarifkunden. Großaktionäre waren die Württ. Elektrizitäts-AG und das Bayernwerk (2000 mit der PreußenElektra zur E.ON Energie AG verschmolzen), 2001 in der E.ON Bayern AG aufgegangen. Lochentwertet.

Nr. 1029 Schätzpreis: 1.200,00 EUR
Startpreis: 600,00 EUR
Uetersener Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie 300 Mark, Nr. 174
Uetersen, 1.1.1874 VF
Gründeraktie, Auflage: 280. Gründung 1873. Normalspurige Bahn Tornesch-Uetersen (4,4 km). Bis 1908 Pferdebahn, danach Dampfbetrieb. Der Personenverkehr wurde 1965 eingestellt, für den Güterverkehr ist die Strecke noch heute in Betrieb. Eine der letzten noch bestehenden und im Schienenverkehr aktiven alten Privatbahnen. Mit Originalunterschriften. Nicht entwertet, äußerst selten.

Nr. 1030 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Uhlig & Weiske Mühlenwerke AG
Aktie Lit. A 100 RM, Nr. 3197
Bad Lausick, 15.6.1928 EF
Gründung 1923 zur Fortführung der bis dahin von einer GmbH betriebenen Mühle. Zu DDR-Zeiten wurde der Betrieb mit dem imposanten Mühlengebäude in ein Futtermittelwerk umgestaltet, das erst kurz nach der Wende zum Erliegen kam. Sehr dekorativ, große Abb. im Unterdruck des (noch heute so bestehenden, zu DDR-Zeiten als Futtermittelwerk genutzten) imposanten Mühlengebäudes.

Nr. 1031 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Uhren-Weiss AG
Aktie 100 DM, Nr. 9479
Frankfurt a.M., Nov. 1961 UNC/EF
Gründeraktie, Auflage: 16.000. Gründung 1961. Handel und Herstellung von Uhren, Goldwaren und Juwelen. Zweigniederlassungen in allen großen Städten Deutschlands.

Nr. 1032 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
“UNION” Leipziger Presshefe-Fabriken u. Kornbranntweinbrennereien AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 650
Mockau bei Leipzig, 27.3.1901 VF+
Auflage: 150. Gründung 1900, eingebracht wurde die Presshefe- und Kornspiritus-Fabrik Saxonia Horn & Co. in Leipzig-Mockau sowie die Presshefefabrik und Kornbranntweinbrennerei C. Koelitz-Giani in Leipzig. Der Betrieb in Leipzig-Mockau (Mockauerstr. 76) wurde bei der AG-Gründung vollständig neu eingerichtet und wesentlich erweitert. 1913 zwecks Vergrößerung der Hefeproduktionsrechte mehrheitlicher Erwerb der Presshefefabrik Osterland AG in Gera. Lochentwertet.

Nr. 1033 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG
4,5 % Teilschuldv. 500 RM, Nr. 115420
Köln, Aug. 1940 EF
Auflage: 20.000. Gegründet 1937 im Zuge der Autarkie-Bestrebungen des Dritten Reiches (Benzinproduktion durch Kohleverflüssigung). Großaktionäre waren die RWE-Tochter Rheinbraun, die Roddergrube und die Braunkohlen-Industrie Zukunft. Doppelblatt, mit Kupons.

Nr. 1034 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Union und Rhein Versicherungs-AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 4534
Berlin, 9.12.1926 EF+
Auflage: 2.000. Gründung 1873 als Union Allgemeine Versicherungs-AG, 1926 Verschmelzung mit der Rhein Versicherungs-AG, Köln. Lochentwertet.

Nr. 1035 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
UNION Zählerwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1405
Berlin, 8.4.1922 EF
Gründeraktie, Auflage: 6.500. Gründung April 1922, Sitz bis Sept. 1931 in Berlin-Johannisthal, dann in Zittau. Bis 1933 fabrikmäßige Herstellung von feinmechanischen Apparaten (Elektrizitätszählern).

(PDF) Nr. 1036 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Union-Credit-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 42509
Frankfurt a.M., März 1923 EF+
Gründung 1922 durch mehrere Fabrikanten, Bankiers und Börsenmakler. Betrieb des Bank- und Kommissionsgeschäfts in allen seinen Zweigen. 1924 Umfirmierung in Offenbacher Kreditanstalt AG, Offenbach a.M. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 1037 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Union-Werke AG Kunstdruck-Metallwaren- und Plakatefabrik
Aktie 1.000 RM, Nr. 6461
Radebeul bei Dresden, Mai 1942 EF
Gründung 1907 als GmbH, AG seit 1917. Herstellung von Reklameplakaten und Schildern in Metalldruck, Emaille und Preßstoff, Blechdosen, Haushaltsartikeln. Börsennotiz Dresden/Leipzig. Vierfach gelocht.

Nr. 1038 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Universum-Film AG
Namensaktie Ser. B 1.000 RM, Nr. 34027
Berlin, Sept. 1942 EF
Die UFA wurde am 18.12.1917 gegründet. Vor dem I. Weltkrieg gab es in Deutschland eine größere Zahl wenig bedeutender Filmgesellschaften, von denen jede nach ihrer eigenen Methode kleine oder mittlere Filme herstellte. Bei Ausbruch des I. Weltkrieges waren sie gezwungen, ihre Produktion einzustellen. Genauso erging es den Lichtspieltheatern, von denen sich darüber hinaus die größte Anzahl in ausländischen Händen befand. Deshalb gelang es dem Deutschen Reich nicht, die Filmindustrie für eigene Propagandazwecke einzuspannen, während dies bei den damaligen Kriegsgegnern mit Erfolg geschah. Also strebten maßgebende Kreise der Regierung und der Obersten Heeresleitung die Gründung einer großen deutschen Filmgesellschaft an. Das war die Geburtsstunde der UFA: In ihr wurden mehrere kleine Filmstudions sowie Filmverleihe und Kinotheater vereinigt. Beteiligt waren maßgeblich das Deutsche Reich und die Deutsche Bank sowie andere Unternehmen aus dem Bank-, Industrie- und Schifffahrtswesen. Männer wie Kommerzienrat Wassermann und Direktor Gutmann (Dresdner Bank), Kommerzienrat Mamroth (AEG), Oberregierungsrat Dr. Cuno (Hapag) und Oberregierungsrat Stimming (Norddt. Lloyd) u.a. traten in den Aufsichtsrat ein. Vorsitzender wurde das Vorstandsmitglied der Deutschen Bank E. G. von Stauss. Im Zuge der Gleichschaltung verschmilzt das Reichspropagandaministerium 1942 die UFA mit Tobis, Terra, Bavaria und Wien-Film zur Ufa-Film GmbH. Am 24.4.1945 besetzt die Rote Armee das Ufa-Gelände in Babelsberg. Am 17.5.1946 erteilt die Sowjetische Militäradministration der Deutsche Filmaktiengesellschaft (kurz DEFA) die erste Produktionslizenz, als erster Spielfilm wird noch im gleichen Jahr Wolfgang Staudtes “Die Mörder sind unter uns” mit Hildegard Knef realisiert. Im Westen kommt es 1956 zur Privatisierung von Ufa und Bavaria, wobei die Universum-Film AG und die Ufa-Theater AG von einem Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Bank übernommen werden. 1964 wird die UFA von der Bertelsmann-Gruppe erworben. 1991 erlebt die UFA die “Wiedervereinigung” mit der DEFA, seit 1997 ist sie Teil der RTL-Group, wo Bertelsmann Ende 2001 wieder die Mehrheit übernimmt. Faksimileunterschrift Emil Georg von Stauß. Der große deutsche Bankier Stauß verwaltete als Vorstand der Deutschen Bank die Anatolische Eisenbahngesellschaft. Als Aufsichtsratsvorsitzender von Lufthansa und BMW initiierte Stauß den Neubeginn der deutschen Flugzeugindustrie nach dem Ersten Weltkrieg. Stauß war Motor des Zusammenschlußes der Daimler-Motoren-Gesellschaft und der Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik im Jahr 1926 zur Daimler-Benz AG. 1932 wechselte Stauß vom Vorstand in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Lochentwertet.

Nr. 1039 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Ury Gebrüder AG
Aktie 10.000 RM, Nr. 8
Leipzig, Aug. 1937 EF+
Auflage: 140. Gründung 1923 zwecks Fortführung der von der Firma Ury Gebrüder in Berlin und Leipzig betriebenen Warenhäuser (Sitz: Leipzig, Königsplatz 15). Im 1940er AG-Handbuch steht: “Das Vermögen der (jüdischen) Firma wird auf Grund der Verordnung vom 23.11.1938 abgewickelt.” Die Familie Ury wanderte daraufhin nach Lafayette in die USA aus. Nach 1945 - welche Ironie des Schicksals - verlor sie dann ihren Leipziger Besitz durch die Enteignungsmaßnahmen der DDR endgültig. Ihr blieb das Warenhausgrundstück in Berlin 65, Swinemünderstr. 86/87, hinzuerworben wurde ein Kaufhaus im bayerischen Hof. Der AG-Sitz wurde 1958 von Leipzig nach Wiesbaden verlegt. 1972/73 aus den AG-Handbüchern verschwunden. Mit kpl. Kuponbogen. Äußerst selten!

Nr. 1040 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Ury Gebrüder AG
Aktie 1.000 DM, Blankette
Wiesbaden, Aug. 1960 UNC
Äußerst selten!

Nr. 1041 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Usambara-Kaffeebau-Gesellschaft
Anteil 200 Mark, Nr. 2224
Berlin, 1894 EF-
Interimsschein. Gründung 1893. Neben der Verwaltung in der ostafrikanischen Hauptstadt Tanga Betrieb der Kaffeeplantage Bulwa in Usambara und der Kautschukplantage Grunewald bei Nyussi. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1967 aufgelöst, 1978 nach Abwicklung erloschen. Lochentwertet.

Nr. 1042 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
VDO Adolf Schindling AG
Sammel-Vorzugs-Aktie 50 x 50 DM, Nr. 490
Frankfurt a.M., Febr. 1986 UNC/EF
Gründung 1921 durch Adolf Schindling in Frankfurt a.M. als OSA Apparate-GmbH. 1929 Fusion mit der Deutsche Tachometerwerke GmbH in berlin zur VDO Tachometer AG. Später Europas größter Hersteller von Anzeige-Instrumenten für Kraft-, Luft- und Wasserfahrzeuge, zuletzt auch von Steuer-, Regel- und Kraftstoff-Systemen. Seit 1951 wieder GmbH, seit 1973 erneut AG, 1985 Börseneinführung von VZ-Aktien. In den 90er Jahren in der Mannesmann AG aufgegangen. Mit Abb. vieler Piktogramme sowie Weltkugel im Unterdruck. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1043 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Venus-Werke Wirkerei
und Strickerei AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1910
Berlin, Jan. 1938 EF+
Auflage: 2.700. Gründung 1864, AG seit 1903 als „Norddeutsche Tricotweberei vorm. Leonhard Sprick & Co. AG“. 1938 Übernahme der „Sigmund Goeritz AG“, Umfirmierung wie oben und Sitzverlegung nach Lübben/Spreewald. Lochentwertet.

Nr. 1044 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Verband Groß-Berlin
4 % Schuldv. 200 Mark, Nr. 242944
Berlin, 13.8.1919 EF/VF
Der Zweckverband Groß-Berlin entstand 1912 zwischen Berlin und den benachbarten Städten und Landgemeinden. Teil einer Anleihe von 141 Mio. Mark. Dekoratives Hochformat der Reichsdruckerei mit Berliner Wappen und Adler. Mit Kupons ab Nr. 12. Knickfalte.

Nr. 1045 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Vereinigte Aachen-Berlinische Versicherung AG
Namensaktie 100 DM, Nr. 145533
Berlin/München, Sept. 1985 UNC-
Am 11.12.1812 wurde von König Friedrich Wilhelm III. die Genehmigungsurkunde zur Gründung einer Feuerversicherungsgesellschaft in Berlin unterzeichnet. Nach und nach weitete die Gesellschaft ihr Tätigkeitsgebiet regional und durch Aufnahme weiterer Versicherungszweige aus. 1947/49 “Flucht” vor der Enteignung durch den Ost-Magistrat nach München. 1980 Verschmelzung der Berlinischen Feuer-Versicherungs-Anstalt AG und der Aachen-Leipziger Versicherungs-AG zur Vereinigte Aachen-Berlinischen Versicherung AG. 1987 Umfirmierung in Vereinte Versicherung AG. Fusionsweise Aufnahme der Magdeburger Versicherung AG 1994 und der Magdeburger Hagelversicherung AG 1999. Gehörte lange zum Konzern der Swiss Re, zuletzt dann zur Allianz, die sich 2002 der letzten freien Aktionäre durch Squeeze-Out entledigte. Druck von G&D mit stilisiertem Phönix, grün. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1046 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Vereinigte Asbestwerke
Danco-Wetzell & Co. AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 63
Dortmund, Nov. 1928 EF
Gründeraktie, Auflage: 2.400. Gegründet am 14.9.1928. Hervorgegangen aus der seit 1911 bestehenden „Vereinigte Asbestwerke Danco-Wetzell & Co. GmbH“ (die wiederum auf die 1902 gegründete „Erste Westfälische Asbestfabrik Danco-Erben GmbH“ zurückgeht). Erzeugnisse: Asbestfasern, -platten, -fäden,- packung, -gewebe, Stopfbüchsenpackungen, Isoliermaterialien, Permanit-Spezial-Kitte. 1973 wieder in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 1047 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Vereinigte Bautzner Papierfabriken
Aktie 1.000 RM, Nr. 11400
Bautzen, 15.8.1928 EF
Auflage: 2.150. Gründung 1871, Papierfabriken für mittelfeine, feine und feinste Papiere in Bautzen und Obergurig. Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig. Druck von König & Ebhardt in Hannover. Lochentwertet.

Nr. 1048 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Vereinigte bayerische Spiegel- und Tafelglaswerke vorm. Schrenk & Co.
Vorzugs-Aktie Lit. B 1.000 Mark, Nr. 19
Neustadt a.d.W.N., 15.10.1921 EF
Auflage: 250. Bei der Gründung 1906 brachten böhmische und oberpfälzische Glasfabrikanten zwei Glasfabriken in Neustadt a. d. Waldnaab und einen Betrieb in Fürth in die AG ein gegen Gewährung von Aktien. Zeitweise bestand auch eine Niederlassung in Hoboken bei New York. 1928 verzichtete die Ges. im Rahmen eines Krisenkartells gegen Zahlung einer Entschädigung durch den Verein Deutscher Spiegelglasfabriken auf die weitere Herstellung von Spiegelglas. Das Werk in Neustadt sollte auf Farbglas umgestellt werden. Das war der Anfang vom Ende der Firma, die 1931 als eines der zahllosen Opfer der Weltwirtschaftskrise in Konkurs ging. Sehr dekorativ. Doppelblatt. 2004 wurden einige Stücke in altem Familienbesitz gefunden.

Nr. 1049 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Vereinigte Berliner Mörtelwerke
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3713
Berlin, Ersatzstück ohne Datum VF+
Ersatzstück für 1889er Aktie. Gründung 1889. Die Werke Niederlehme, Phöben, Gosen und Zernsdorf fanden sich nach dem Krieg in der SBZ wieder. 1973 Konkurs. Wegen (inzwischen nach Gerüchten anerkannter) Rückgabeansprüchen für Ost-Grundbesitz wurde die Gesellschaft wieder reaktiviert. Lochentwertet.

Nr. 1050 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Vereinigte Berlinische und Preußische Lebens-Versicherungs-AG
Namensaktie 3.000 Mark, Nr. 3857
Berlin, 15.10.1923 VF
Auflage: 7.000. Gründung 1836. Im Jahr 1915 Angliederung der „Deutsche Militärdienst- und Lebens-Versicherungs-Anstalt e.G.“ in Hannover, die als Zweigniederlassung unter dem Namen „Deutsche Wehrdienstversicherung“ weitergeführt wurde. 1921 Übernahme des Lebensversicherungsbestandes der Thuringia in Erfurt im Austausch gegen das vorübergehend betriebene Unfall- und Haftpflicht-Versicherungsgeschäft. 1923 Fusion mit der seit 1865 bestehenden „Preußische Lebensversicherungs-AG“. 1949 Sitzverlegung nach Wiesbaden. Die noch heute börsennotierte Berlinische Leben gehört jetzt zum Konzern der Münchener Rückversicherung. Lochentwertet.

Nr. 1051 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Vereinigte Deutsche
Bitumen-Dachpappenfabriken AG
Aktie 500 RM, Nr. 198
Zwickau, 1.1.1930 EF
Gründeraktie, Auflage: 180. Gegründet am 3.12.1929. Herstellung von Bitumenpappe, Teerpappe und Teer-Sonderpappe. Sitz bis Febr. 1935 in Zwickau i.Sa., danach in Wünschendorf (Elster). Lochentwertet.

Nr. 1052 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Vereinigte Deutsche Metallwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 20195
Frankfurt a.M., 22.9.1939 EF
Auflage: 10.425. Gründung 1930 durch Vereinigung mehrerer NE-Metall-Fabriken, u.a. der Heddernheimer Kupferwerke. 1934 Sitzverlegung von Einsal bei Altena, Westf. nach Frankfurt a.M. Eine der bedeutendsten Firmen auf dem Gebiet der NE-Metallhalbzeugproduktion in der BRD. Letzter Großaktionär war die Metallgesellschaft mit 98,8 %. Börsennotiz Frankfurt. Heute ThyssenKrupp VDM GmbH, Werdohl. Lochentwertet.

Nr. 1053 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 205217
Düsseldorf, Mai 1992 UNC-
Ursprung ist das 1861 in Iserlohn errichtete und 1869 nach Schwerte verlegte Nickelwerk der Fa. Fleitmann & Witte. Das von Dr. T. Fleitmann erfundene Verfahren zur Walzbarmachung von Nickel wurde Grundlage der nickelverarbeitenden Industrie in der ganzen Welt. Bei der Umwandlung in eine AG 1902 wurden außerdem von der Oberschlesische Eisenindustrie AG in Gleiwitz die Herminenhütte und die Baildonhütte in Oberschlesien sowie von der Eisenhütte Silesia AG in Berlin die Metallwaren-Abteilung in Paruschowitz erworben. Hergestellt wurden Nickelhalbzeuge, Nickelguß, Thermo-Bimetall, Hotel- und Tafelgeräte aus rostfreiem Chrom-Nickel-Stahl sowie Münzrohlinge. Letztere Sparte bescherte der VDN mit der Einführung des Euro einen gewaltigen Aufschwung, der aber nicht weit trug: 2005 wurde die Fa. insolvent. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1054 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG vorm. Westfäl. Nickelwalzwerk
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6482
Schwerte, 26.7.1902 VF
Gründeraktie, Auflage: 9.000. Großformatig. Tolle Zierumrandung. Lochentwertet.

Nr. 1055 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG vorm. Westfäl. Nickelwalzwerk
Aktie 1.000 Mark, Nr. 15323
Schwerte, 20.3.1922 EF
Auflage: 10.000. Großformatig. Dekorativer Druck der Fried. Krupp AG, Essen. Lochentwertet.

Nr. 1056 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG vorm. Westfäl. Nickelwalzwerk
Aktie 100 RM, Nr. 14423
Schwerte, Sept. 1942 UNC-
Auflage: 6.000. G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 1057 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG vormals Westfäl. Nickelwalzwerk Fleitmann, Witte & Co.
Aktie 1.000 DM, Nr. 11142
Schwerte (Ruhr), Mai 1951 EF
Lochentwertet.

Nr. 1058 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG vormals Westfäl. Nickelwalzwerk Fleitmann, Witte & Co.
Aktie 50 DM, Nr. 4813
Schwerte (Ruhr), Juni 1988 UNC
Ausgesprochen seltener Jahrgang! Lochentwertet.

Nr. 1059 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Vereinigte Elektrizitäts- und Bergwerks-AG
Aktie Lit. B 100 DM, Nr. 555518
Bonn und Berlin, Juni 1965 UNC-
Bei der Gründung 1929 brachte der Preußische Staat sämtliche Aktien der Preußischen Elektrizitäts-AG Berlin, der Preußische Bergwerks- und Hütten-AG zu Berlin, der Bergwerks-AG Recklinghausen und der Bergwerksgesellschaft Hibernia zu Herne ein. 1948 Sitzverlegung von Berlin nach Hamburg, 1961 nach Bonn und Berlin, 1966 nach Herne, 1970 Umbenennung in VEBA AG (Holdinggesellschaft mit Interessen auf den Gebieten Strom, Chemie, Öl, Telekommunikation, Distribution/Logistik, Immobilien und Silizium-Wafer) und Sitzverlegung nach Düsseldorf. Engagiert auch im Gas- und Mineralölgeschäft (ARAL). 2000 mit der VIAG zum Ernergie-Riesen E.ON verschmolzen. Mit Hochspannungsmasten, Kraftwerk, Schiffen. Rückseitig Stempelentwertet.

Nr. 1060 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Vereinigte Fabriken engl. Sicherheits- zünder, Draht- und Kabel-Werke
Aktie 1.500 Mark, Nr. 66
Meissen, 22.8.1896 VF
Auflage: 150. Gründung 1872. Betrieb der Sicherheitszündfabriken sowie Draht- und Kabelwerke im Drosselgrund bei Meissen und am Riesenstein bei Zscheila. 1898 Ankauf der Kuhlmeyer’schen Zündschnurenfabrik in Lage (Lippe-Detmold). 1915 Umfirmierung in „Vereinigte Zünder- und Kabelwerke AG“. Erzeugt wurden Zündschnüre, Strom-, Fernsprech- und Telegraphenkabel, Sprengkapseln und elektrische Minenzünder. Börsennotiz Dresden/Leipzig. 1947 wurde das Unternehmen unter Anschluss an die IKA Vereinigung volkseigener Betriebe für Installation, Kabel und Apparat in Halle enteignet. 1948 Demontage der Zündschnurfabrik in Lage (Lippe) und Stilllegung. 1951 Sitzverlegung von Meissen nach Lage und 1974 nach Hamburg. 1982 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet. Eins der am besten erhaltenen Stücke aus dem Hort!

Nr. 1061 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Vereinigte Gothania-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 135
Gotha, Mai 1938 UNC/EF
Auflage: 641. Gründung 1888 durch Fusion mehrerer Firmen in Gotha, Arnstadt und Dresden zur „Vereinigte Hanfschlauch- & Gummiwarenfabriken AG“. Hinzuerworden wurden 1895 die „Magdeburger Gummiwaren- und Maschinenriemenfabrik“ und 1911 die in Konkurs geratene „Frankfurter Gummiwarenfabrik AG“ in Niederrad. Lochentwertet.

Nr. 1062 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Vereinigte Königs- und Laurahütte AG für Bergbau und Hüttenbetrieb
Aktie 1.200 Mark, Nr. 187649
Berlin, Juni 1923 EF
Auflage: 75.000. Eines der bedeutendsten Montanunternehmen in Oberschlesien, gegründet 1871 (einer der sogenannten „Fürstenkonzerne“). Die Gesellschaft übernahm bei ihrer Gründung die früher dem Grafen Hugo Henckel von Donersmarck gehörenden Werke: Eisen- und Zinkhüttenwerk Königshütte bei Beuthen, die Laurahütte, das Steinkohlenbergwerk Gräfin Laura in den Gemeinden Königshütte, Mittel-Lagiewnik und Chorzow, die Steinkohlengrube Laurahütte mit Zubehör, Eisenerzberechtigungen auf rund 125 ha, die Zinkhütte Lydognia und das Blei- und Zinkerzbergwerk Wilhelm in Beuthen. In Folge des Versailler Vertrages fanden sich die meisten Werke auf polnischem Gebiet wieder und wurden dort ab 1925/26 von der “Gornoslakie Zjednoczone Huty Kroleska i Laura S.A.” als AG polnischen Rechts weitergeführt. Der deutschen AG verblieben nur die Bergfreiheitgrube bei Schmiedeberg i. Riesengebirge, das Erzbergwerk Paulzeche bei Berggiesshübel und das Braunkohlenfeld Herzog von Sagan bei Priebus i. Schl. Börsennotiz Berlin, Breslau, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Leipzig. Besonders schöner G&D-Druck, Putten-Vignette mit Bergmannshut und Gezähe. Ohne Lochentwertung.

Nr. 1063 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Vereinigte Kunstmühlen
Landshut-Rosenheim AG
Aktie 100 DM, Nr. 741
Landshut, Aug. 1962 UNC
Gründung 1898 als Vereinigte Kunstmühlen vorm. Krämer-Moos zur Übernahme der „J. Krämerschen Kunstmühle“ und der „Kunstmühle F. Moos & Komp.“. 1910 Umfirmierung in Vereinigte Kunstmühlen Landshut AG. 1929 Fusion mit der Kunstmühle Rosenheim und Änderung in Vereinigte Kunstmühlen Landshut-Rosenheim AG. 1977 Verlagerung der Produktionsstätten von Landshut und Rosenheim nach Ergolding. 1983 Umbenennung in Vereinigte Kunstmühlen AG, 1990 in VK Mühlen AG sowie Sitzverlegung nach Hamburg. Das Unternehmen ist die größte Mühle Bayerns. Mit Firmensignet. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1064 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Vereinigte Märkische Tuchfabriken
Aktie 100 RM, Nr. 3380
Berlin, Okt. 1933 UNC/EF
Auflage: 3.500, zuletzt nach tlw. Umtausch in 1.000-RM-Aktien noch 1600. Gründung 1889 zur Übernahme der seit 1861 bestehenden Wollwarenfabrik Wilhelm Müller in Berlin-Luckenwalde. Werke in Luckenwalde, Niederschöneweide und Sagan. Börsennotiz Berlin. 1960 verlagert nach West-Berlin und aufgelöst. Lochentwertet.

Nr. 1065 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Vereinigte Pinsel-Fabriken
Aktie 100 RM, Nr. 2905
Nürnberg, Juni 1940 UNC/EF
Auflage: 4.500. Gründung 1889 durch Zusammenlegung von 15 Pinselfabriken in Nürnberg und Hummelstein. Börsennotiz: Freiverkehr München und Frankfurt/M. Lochentwertet.

Nr. 1066 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 7382
Hannover-Hainholz, 15.8.1931 UNC/EF
Auflage: 500. Gründung 1898 unter Übernahme der Firmen S. Oppenheim & Co. in Hannover (gegr. 1864) und Schlesinger & Co. in Harburg. Produktion von Schleifpapieren und Schleifgeweben jeder Art. Die zuvor außerdem betriebene Maschinenfabrik in Hannover-Hainholz wurde in Folge der Weltwirtschaftskrise 1930 stillgelegt, ebenso 1931 das ehemals Schlesinger’sche Werk in Harburg (am Bahnhof der Unterelbischen Eisenbahn an der Blohmstraße). Großaktionäre der bis heute in Hannover börsennotierten AG sind die Dresdner Bank (über 25 %) und die Zündwarenfabrik Starcke in Melle (über 50 %). Lochentwertet.

Nr. 1067 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG
Aktie 50 DM, Nr. 36796
Hannover, Sept. 1985 UNC-
Auflage: 7.500. Rückseitig entwertet.

Nr. 1068 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Vereinigte Stahlwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 376362
Düsseldorf, Aug. 1934 EF/VF
Die „alte“ Vereinigte Stahlwerke AG entstand am 14.1.1926 durch Zusammenschluss von sieben Gesellschaften der Rhein-Elbe-Union (Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG, Gelsenkirchener Bergwerks-AG, Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation), der Thyssen-Gruppe und der Phoenix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb. Im Jahr 1933 erfolgte dann die vollständige Verschmelzung mit Phoenix und der Gelsenberg (letztere war die aufnehmende Gesellschaft bei dieser Fusion). Die Liste der Aufsichtsratsmitglieder war das Who is Who der deutschen Wirtschaft: Kirdorf, Thyssen, Vögler, Flick, Talbot, von Siemens, Otto Wolff, ferner Hugenberg (Reichskanzler) und Pferdmenges (der spätere „Bankier Adenauers“). Nach dem II. Weltkrieg wurde die Vereinigte Stahlwerke AG von den Alliierten vollständig zerschlagen. Faksimile-Unterschriften Fritz Thyssen, Voegler, Poensgen. Ohne Lochentwertung, mit Erneuerungsschein.

Nr. 1069 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Vereinigte Textilwerke
Mann & Reinhard AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 21840
Barmen, 1.4.1923 UNC/EF
Auflage: 40.500. Gründung 1916. Bis 1921: Lippische Textilwerke AG mit Sitz in Dortmund. Herstellung von Klöppelspitzen, Gummiband und Wandbespannstoffe. 1921 Erwerb der Fa. Mann & Reinhard zu Barmen-Langerfeld, 1922 Erwerb der Fabrikgebäude und Fabrikationseinrichtungen der Klöppelspitzenfabrik Homberg & Co. GmbH. Lochentwertet.

Nr. 1070 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Vereinigte Textilwerke
Wagner & Moras AG
Aktie 300 RM, Nr. 11947
Zittau, 25.9.1930 EF+
Auflage: 16.000. Gründung 1911 als “Wagner & Moras AG” zur Übernahme des bereits großen Textilbetriebes (fast 100.000 qm Fläche überbaut!) am Haberkornplatz 2. 1917 Übernahme der Baumwollspinnerei F. Schmitt Nachf. Anton Lehrer in Zittau. 1923 Gründung der “Vereinigte Deutsche Textilwerke AG” zwecks Zusammenfassung der eigenen Interessen mit denen der Hermann Wünsches Erben AG in Ebersbach i.Sa. und der KG Wagner & Co. in Zittau sowie (1927 dazugekommen) der S. Heymann AG in Ostritz, Sa. 1930 wurden alle diese Gesellschaften miteinander fusioniert zur “Vereinigte Textilwerke Wagner & Moras AG”. 1931 Übernahme der Aktienmehrheit der Baumwollspinnerei Speyer und Anpachtung des Betriebes. Mit knapp 200.000 Spindeln, 4.000 Webstühlen und fast 5.000 Mitarbeitern damals einer der größten deutschen Textilbetriebe. Als Folge der Weltwirtschaftskrise 1931 in Zahlungsschwierigkeiten geraten, 1933 wurde die AG aufgelöst, nachdem vorher fast alle Teilbetriebe zu Gunsten der Anleihegläubiger verkauft worden waren. Lochentwertet.

Nr. 1071 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Vereinigte Ultramarinfabriken AG vormals Leverkus, Zeltner & Consorten
Aktie 1.000 Mark, Nr. 19419
Köln, 12.5.1923 VF+
Auflage: 13.500. Gründung 1890 mit Sitz in Nürnberg, 1899 Sitzverlegung nach Köln. Erworben wurde das Blaufarbenwerk Marienberg, die Hannoversche Ultramarinfabrik vorm. Egestorff, die Schweinfurter Ultramarinfabrik sowie 1906 die Ultramarinfabrik Duisburg. Das Leverkuser Werk wurde 1918 an die Friedr. Bayer & Co. verkauft. 1946/47 wurde das Werk “Sophienau” in Thüringen in einen VEB umgewandelt. Die Werke Duisburg und Hannover-Linden waren stark beschädigt. Einzig das Werk Marienberg bei Bensheim an der Bergstraße blieb erhalten und wurde in den Folgejahren stark ausgebaut, 1960/63 auch Sitzverlegung dorthin. 1954-67 Ausgliederung des operativen Lösungsmittel- und Farben-Geschäfts in Gemeinschaftsunternehmen mit angelsächsischen Chemiefirmen und Gründung einer US-Tochter. 1971 in eine GmbH umgewandelt. Ohne Lochentwertung. Mit Kupons. Kleinere Randverletzungen.

Nr. 1072 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Vereinigte Zünder- und Kabelwerke
Aktie Lit. C 200 RM, Nr. 11143
Meissen, 15.05.1928 EF-
Auflage: 11.625. Gründung 1872 als „Vereinigte Fabriken englischer Sicherheitszünder, Draht- und Kabelwerke“. 1915 Umbenennung in Vereinigte Zünder- und Kabelwerke AG. Herstellung von Zündschnüren, Drähten, Stark- und Schwachstromkabeln, Fernsprech-, Telegraphen- und Signalanlagen, Sprengkapseln und elektrischen Minenzündern. Fabriken in Meissen, Siebenlehn und Lage (Lippe). Börsennotiz Dresden/Leipzig. 1947 wurde das Unternehmen unter Anschluss an die IKA Vereinigung volkseigener Betriebe für Installation, Kabel und Apparat in Halle enteignet. 1948 Demontage der Zündschnurfabrik in Lage (Lippe) und Stilllegung. 1951 Sitzverlegung von Meissen nach Lage und 1974 nach Hamburg. 1982 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 1073 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Vereinsbank in Nürnberg
Aktie 1.000 DM, Nr. 10298
Nürnberg, Jan. 1964 UNC/EF
Auflage: 1.800. Gründung 1871 unter Führung des Bleistiftfabrikanten Freiherr von Faber als gemischte Bank (neben dem Hypothekenbankgeschäft wurde auch das allgemeine Bankgeschäft mit Sparkassenabteilung sowie der Handel mit ungemünztem Gold betrieben). 1920 erwarb die Bayerische Vereinsbank die Aktienmehrheit, danach waren die Nürnberger eine reine Hypothekenbank. 1989 Umfirmierung in Nürnberger Hypothekenbank AG. 2001 mit der Bayerische Handelsbank AG und der Süddeutsche Bodencreditbank AG im Konzern der HypoVereinsbank zur HVB Real Estate Bank AG verschmolzen. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1074 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Vereinsbank Kirchberg AG
Aktie 100 RM, Nr. 1194
Kirchberg / Sa., 5.7.1926 UNC/EF
Auflage: 780. Gründung als AG am 11.4.1924, eingetragen am 21.6.1924. Übernahme und Weiterbetrieb des von dem 1870 gegründeten Vorschußvereins zu Kirchberg eGmbH betriebenen Bankgeschäfts. Großaktionär (1943): Sächsische Staatsbank. Lochentwertet.

Nr. 1075 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Vereinsbrauerei Oelsnitz i. V. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 263
Oelsnitz i.V., 2.6.1900 EF
Gründeraktie, Auflage: 500. Hervorgegangen aus der früheren Kommunbrauerei, seit 1889 die Vereinsbrauerei Oelsnitz Rudolph Kuhn & Co., 1899 Umwandlung in eine AG. Die kleine Jahresproduktion von kaum mehr als 15.000 hl wurde überwiegend in 18 eigenen Gaststätten ausgeschenkt, außerdem besaß die Vereinsbrauerei das Hotel “Münchner Hof” in Bad Elster. Zu DDR-Zeiten nicht enteignet, sondern 1954 in eine KG mit staatlicher Beteiligung umgewandelt. 1978 stillgelegt. Lochentwertet.

(PDF) Nr. 1076 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Vereinte Versicherung AG
Namens-Aktie 50 DM, Nr. 1691529
München, Nov. 1994 UNC
Am 11.12.1812 wurde von König Friedrich Wilhelm III. die Genehmigungsurkunde zur Gründung einer Feuerversicherungsgesellschaft in Berlin unterzeichnet. Nach und nach weitete die Gesellschaft ihr Tätigkeitsgebiet regional und durch Aufnahme weiterer Versicherungszweige aus. 1947/49 “Flucht” vor der Enteignung durch den Ost-Magistrat nach München. 1980 Verschmelzung der Berlinischen Feuer-Versicherungs-Anstalt AG und der Aachen-Leipziger Versicherungs-AG zur Vereinigte Aachen-Berlinischen Versicherung AG. 1987 Umfirmierung in Vereinte Versicherung AG. Fusionsweise Aufnahme der Magdeburger Versicherung AG 1994 und der Magdeburger Hagelversicherung AG 1999. Gehörte lange zum Konzern der Swiss Re, zuletzt dann zur Allianz, die sich 2002 der letzten freien Aktionäre durch Squeeze-Out entledigte. Mit Firmensignet. Rückseitig entwertet.

Nr. 1077 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Verkehrs- und Handels-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 64
Berlin, Aug. 1932 EF+
Auflage: 500. Gegründet 1917 zwecks Erwerb von Bergwerkseigentum oder Anteilen an solchen (Aktien/Kuxe). Dem Aufsichtsrat der Ges. gehörte als Stellv. Graf Valentin Henckel v. Donnersmarck, Bückeburg an. Dekorativer G&D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 1078 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Versicherungs-Gesellschaft „Hamburg“ gegr. 1897 AG
Namensaktie 300 RM, Nr. 7304
Hamburg, Juli 1928 EF+
Auflage: 5.200. Gründung 1897 durch eine Anzahl Banken, Kaufleute und Großindustrielle (u.a. den auch lange im AR vertretenen Kölner Bankier Deichmann und den Hamburger Guano-Fabrikanten von Ohlendorff), Sitz im Europahaus (Alsterdamm 39). 1901 wurde ein Teil der Transport- und Unfallbranche auf die neu gegründete “Albingia” übertragen, seitdem weitgehende Beschränkung auf das Rückversicherungsgeschäft. 1911 wurde das wertvollste Aktivum erworben: Eine maßgebliche Beteiligung bei der Lebensversicherungs-AG “Vita” in Mannheim, die in Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG umbenannt und nach Hamburg verlegt wurde. 1917 Beteiligung beim Bulgarischen Phönix in Sofia. Die Anteile an der Hamburg American Insurance Company in New York wurden 1927 an die gemeinsam mit Hallgarten & Co. und J. Henry Schröder Bank Corp., New York gegründete “New York Hamburg Corporation” verkauft. Deren Leitung hatte Franz Mutzenbecher inne, zugleich auch Vorstandsmitglied der Versicherungs-Gesellschaft Hamburg und über die Firma Mutzenbecher & Co., New York ihr Großaktionär. Das Lebens-Rückversicherungsgeschäft und die Beteiligung an der Hamburg-Mannheimer wurden 1930 an die Brand och Lifförsäkrings-AB Svea in Göteborg verkauft. Noch Mitte 1931 wurden in Hamburg übernommen der Europäische Lloyd und die Versicherungs-Gesellschaft von 1873 AG, doch nur ein gutes Jahr später forderte die Weltwirtschaftskrise ihren Tribut: 1932 trat die Ges. in Liquidation, die aber ehrenvoll endete. 1936 waren alle Gläubiger befriedigt und an die Aktionäre kam noch eine Quote von 10 % zur Verteilung. Lochentwertet.

Nr. 1079 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
VICTORIA Feuer-Versicherungs-AG
Namens-Aktie Lit. A 3.000 Mark, Nr. 4384
Berlin, April 1918 EF+
Auflage: 2.000; zuerst mit 25 % = 750 Mark eingezahlt, 1923 dann vollgezahlt. Gründung 1904. Die Gesellschaft begann mit dem direkten Geschäft in der Feuer- und Einbruchdiebstahl-Versicherung. 1914 Aufnahme der Unfallversicherung, 1922 Aufruhrversicherung, 1924 Kraftfahrzeug- und Einheitsversicherung, 1927 Glasversicherung, 1933 Wasserleitungsschaden-, Sturmschaden und Maschinenversicherung. Schon seit den 20er Jahren auch umfangreiche Aktivitäten im europäischen Ausland. Die Victoria Feuer übernahm im Konzern die Sachversicherung, die Mehrheitsaktionärin Victoria Allgemeine die Personenversicherung. Als “Victoria am Rhein” waren Lebens- und Sachversicherungsgeschäft spiegelbildlich zu den Berliner Obergesellschaften auch in Düsseldorf mit eigenen Gesellschaften vertreten; 1956 erfolgte die Fusion der Berliner und Düsseldorfer Victorias. 1989 Neuordnung unter dem Dach der VICTORIA Holding, die 1998 auf Betreiben des gemeinsamen Großaktionärs (Münchener Rück) mit der Hamburg-Mannheimer zur ERGO-Versicherungsgruppe zusammengeht. Heute der zweitgrößte deutsche Erstversicherer. Großformatig. Dekorativer G&D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 1080 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Victoria Holding AG
Namensaktie 50 DM, Nr. 2225440
Berlin, März 1992 UNC-
Gründung 1929 als Evangelische Vorsorge Gemeinnützige Versicherungs-AG. 1938 Umfirmierung in Vorsorge Lebensversicherungs-AG. 1983 Übertragung des gesamten Bestandes auf die Victoria Leben. 1998 Sitzverlegung von Berlin nach Düsseldorf. Eigentümer mit 99,5% ist die ERGO Versicherungsgruppe AG. Rückseitig entwertet.

Nr. 1081 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Villeroy & Boch AG
Vorzugs-Aktie 10 x 50 DM, Nr. 511
Mettlach, Mai 1990 UNC-
1748 Gründung der Töpferei des Francois Boch in Audun-le-Tiche (Lothringen). 1987 Umwandlung der Villeroy & Boch Keramische Werke KG in eine AG mit der Firma Villeroy & Boch AG. Herstellung und Vertrieb von keramischen Erzeugnissen aller Art, Erzeugnisse aus Kristall und Glas, Bestecken und Silberwaren, Dusch- und Badewannen, Badmöbeln, Küchenspülen. Mit den Abb. von Peter Josef Boch und Nicolas Villeroy. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1082 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Vogtländisch-Erzgebirgische Treuhand-AG
Aktie 5.000 Mark, Nr. 5285
Plauen i.V., 5.3.1923 EF
Auflage: 300. Gegründet 1921 zum Zwecke der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Buchführung und Unternehmensberatung, außerdem Vermögensverwaltung und Übernahme von Treuhand-Geschäften. Die Ges. stand der Plauener Bank nahe. Mit 10 Mitarbeitern bestand sie bis nach 1945. Lochentwertet.

Nr. 1083 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Vogtländische Maschinenfabrik (vorm. J. C. & H. Dietrich) AG
Aktie 100 RM, Nr. 10577
Plauen i.V., 10.5.1928 EF
Gründung 1895. Produziert wurden Schiffchen-Stickmaschinen, Webstühle, Rotationsdruckmaschinen, Panzer, Busse, Lastkraftwagen und Rohölmotoren. 1910-12 auch Bau von Klein-Automobilen mit 12 bzw. 20 PS. Die VOMAG gründete 1918 die Bayer. Vomag-Kraftwagenwerke GmbH in München und 1919 die Deutsche Automobilkonzern GmbH (letztere ein Gemeinschaftsunternehmen mit den Dux-Automobilwerken, der Magirus AG und der Presto-AG). 1919/20 Expansion des Plauener Werkes (am unteren Bahnhof an der Linie Weischlitz-Gera) durch Ankauf der benachbarten, während des 1. Weltkriegs als Munitionswerk betriebenen Kunstseidefabrik (Werk II) und der Stickerei-Industrie GmbH (Werk III). Die VOMAG-Aktien waren in Berlin, seit 1921 auch in Frankfurt börsennotiert. Als eines der vielen Opfer der Weltwirtschaftskrise 1932 in Konkurs gegangen. Auf Betreiben der Banken danach Gründung der Vomag-Betriebs-AG als Auffanggesellschaft. Zu DDR-Zeiten wurden im Werk Plauen („Repwerk“ genannt) Lastkraftwagen instandgesetzt und ungarische Ikarus-Busse zum Teil demontiert und wieder neu aufgebaut. Im Werk Zittau wurden die bekannten ROBUR-Lastkraftwagen hergestellt. Auf dem VOMAG-Gelände in Plauen lebte Ende der 90er-Jahre die Tradition der Bus-Produktion wieder auf: Der bekannte Omnibus-Hersteller Neoplan betreibt dort heute eine Endmontage. Lochentwertet.

Nr. 1084 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Vogtländische Tüllfabrik AG
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 88
Plauen i.V., 22.06.1920 EF+
Auflage: 250. Gründung 1906. Hergestellt wurden Tülle aller Art für Spitzen, Gardinen, Brautschleier und Kleider. Börsennotiz Berlin, später Leipzig. Lochentwertet.

Nr. 1085 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Volkswagen AG
Sammel-Vorzugs-Aktie 10 x 50 DM, Nr. 14469
Wolfsburg, Sept. 1986 UNC/EF
Gründung 1937 zum Bau des KdF-Wagens (Kraft durch Freude), Gesellschafter waren zwei Tochtergesellschaften der Einheitsgewerkschaft Deutsche Arbeitsfront. Der legendäre VW-Käfer wurde vom ebenso legendären Ferdinand Porsche konstruiert. Doch die Menschen, die per KdF-Sparkarte peu-à-peu Geld beiseitegelegt hatten, bekamen ihr Auto nicht: stattdessen produzierte das Werk in Riesenstückzahlen Kübelwagen für die Wehrmacht. Erst 1948 begann in Wolfsburg unter der Regie der englischen Besatzungsmacht die zivile Automobilproduktion. Heute einer der größten Auto-Konzerne der Welt. Abb. des Wolfsburger VW-Werks im Unterdruck. Rückseitig als ungültig abgestempelt.

Nr. 1086 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Volkswagen AG
Sammelaktie 10 x 50 DM, Nr. 72341
Wolfsburg, April 1991 UNC/EF
Links über fast die ganze Höhe der Aktie Frontansicht eines VW-Käfers im Anschnitt, mittig fast bierdeckelgroßes VW-Emblem. Rückseitig als ungültig abgestempelt.

Nr. 1087 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Volkswagenwerk AG
Sammel-Aktie 20 x 50 DM, Nr. 10999261-280
Wolfsburg, Okt. 1966 UNC-
Dekorativ, mit Abb. des Wolfsburger VW-Werkes und VW-Emblem. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1088 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
vom Rath, Schoeller & Skene AG
Aktie 200 RM, Nr. 12463
Klettendorf Kr. Breslau, Mai 1934 EF
Auflage: 45.000, davon aber ein größerer Teil in Sammelurkunden verbrieft. Gründung 1922 zum Betrieb einer Zuckerfabrik und Raffinerie. Außerdem gehörten der AG selbst fast 5.000 ha Ackerflächen. Großaktionär war die Süddeutsche Zucker-AG in Mannheim.

Nr. 1089 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Vomag Maschinenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 5249
Plauen i.V., 25.2.1941 EF+
Auflage: 2.000. Gründung 1895 nach Übernahme einer Stickmaschinen-Fabrik von J.C. & H. Dietrich. Zuerst Herstellung und Verkauf von Hand- und Schiffchen-Stickmaschinen, Vorbereitungsmaschinen für die Webereien engl. Gardinen, Wiederdruckmaschinen für endloses Papier, u.a. Rotationsmaschinen für Zeitungsdruck. Ab 1916 Herstellung von Lastwagen, Benzin- u. Dieselmotoren, Spezialfahrzeuge, Wiegegeräte, Grau- u. Stahlguß. 1932 zahlungsunfähig und Konkursverfahren. Zur Weiterführung des Betriebes wurde eine Auffanggesellschaft gegründet: Vomag-Betriebs-AG, 1938-1942 Vomag Maschinenfabrik AG, ab September 1942 Vomag Vogtländische Maschinenfabrik AG. Ab 1942 auch Panzermontage. Nach dem 2. WK wurde das Werk in Plauen von den Russen komplett demontiert und die VOMAG-Gebäude gesprengt, so daß im Vogtland nie wieder Nutzfahrzeuge gebaut werden konnten. G & D-Druck mit Firmensignet. Lochentwertet.

Nr. 1090 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
von Poncet Glashüttenwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 13289
Friedrichshain N.-L., 6.4.1923 EF+
Auflage: 2.000. Bei der Gründung der AG 1905 wurden eingebracht: das von der bisherigen offenen Handelsgesellschaft von Poncet Glashüttenwerke zu Friedrichshain (Niederlausitz) betriebene Handels- u. Fabrikationsgeschäft einschl. der den Teilhabern an dieser Ges. gehörigen Grundbesitze in Friedrichshain, Wolfshain u. Horlitza, bes. das Rittergut Wolfshain u. Friedrichshain, die Reuthener Haide, die Julius-Grube u. die drauf betriebene Land- u. Forstwirtschaft. Die Ges. unterhält Zweigniederlassungen in Berlin, Duisdorf bei Bonn und Wiesau (Kr. Sprottau). Lochentwertet.

Nr. 1091 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Vorschuß-Verein zu Alsleben Baumeier, Otto, Kieling & Co. KGaA
Namensaktie Serie A 100 RM, Nr. 153
Alsleben a.S., 1.7.1924 EF
Auflage: 500. Gründung 1872 als Genossenschafts-Bank, seit 1889 KGaA. Lochentwertet.

Nr. 1092 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Vorwohler Portland-Cement-Fabrik Planck & Co. AG
Aktie 1.200 Mark, Nr. 2498
Hannover, 22.11.1921 EF/VF
Auflage: 1.696. 1872 gegründet als Vorwohler Portland-Cement-Fabrik Prüssing, Planck & Co. (Kommenditgesellschaft), 1875 Umwandlung in eine KGaA. 1888 fiel der Name Prüssing aus der Firmierung fort. AG seit 1907. 1928 umbenannt in Vorwohler Portland-Cement-Fabrik AG. Hergestellt wurde Portland-Cement und die daraus hergestellten Baustoffe. Interessengemeinschaftsvertrag mit der Norddeutschen Portlandfabrik Misburg AG, Hannover. In Berlin, Braunschweig und Hannover börsennotiert. Großformatig. Dekorativ gestaltet. Lochentwertet.

Nr. 1093 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
W. A. Scholten Stärke- und Syrup-Fabriken AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 7069
Brandenburg (Havel), Dez. 1922 EF+
Auflage: 2.800. Gegründet 1906 zur Fortführung der Stärke-, Syrup- und Dextrinfabriken von W. A. Scholten in Brandenburg, Landsberg an der Warthe und Kreuz an der Netze. Alle Fabriken lagen jeweils günstig direkt am Wasser und der Eisenbahn mit eigenen Anschlußgleisen (die Fabrik in Brandenburg an der schiffbaren Havel bzw. der Brandenburgischen Städtebahn, die Fabrik in Landsberg an der schiffbaren Warthe bzw. der Preussischen Ostbahn, die Fabrik in Kreuz hatte eine Feldbahnverbindung zur schiffbaren Netze und ein Anschlußgleis ebenfalls an die Ostbahn). In Berlin börsennotiert. Lochentwertet.

Nr. 1094 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
W. Hirsch AG für Tafelglasfabrikation
Aktie 1.000 Mark, Nr. 15582
Radeberg, 27.4.1923 EF-
Auflage: 12.000. Gründung 1899. In Betrieb befanden sich 2 Sandbläsereien und 8 Glasöfen. Börsennotiz Berlin und Dresden. Lochentwertet. Vertikale Knickfalte mittig, sonst sehr guter Erhaltungszustand.

Nr. 1095 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
W. Hirsch AG für Tafelglasfabrikation
Aktie 1.000 Mark, Nr. 38076
Radeberg, 8.11.1923 EF+
Auflage: 22.000. Gründung 1899. In Betrieb befanden sich 2 Sandbläsereien und 8 Glasöfen. Börsennotiz Berlin und Dresden. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 1096 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
W. Krefft AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2468
Gevelsberg i.W., Juni 1942 UNC/EF
Auflage: 600. Gründung 1907 unter Übernahme der seit 1872 bestehenden “Gevelsberger Herdfabrik von W. Krefft” (die Vorgängerfirma Gottfried Krefft, eine Schlosserei mit Ladengeschäft für Herde und Öfen, bestand schon seit 1844). Herstellung und Vertrieb von Herden, Öfen, Koch- und Heizapparaten. 1919/20 Errichtung einer Waggonfabrik (1925 wieder stillgelegt, Umstellung auf große Giesserei). 1931 wurde mit dem Bau von Geschirrspülmaschinen und elektrischen Herden begonnen, später kamen Kühlschränke und Kühlanlagen dazu. 1946 begann die Produktion von Radio- und Fernsehgeräten (1955 wieder eingestellt). Die früher in Berlin börsennotierte AG - eine große Fabrik mit über 2.500 Mitarbeitern - wurde 1967 in die Krefft GmbH umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 1097 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Waggon- und Maschinenbau AG (WUMAG)
Aktie 100 RM, Nr. 7041
Görlitz, Juli 1937 EF
Auflage: 3.800. Gründung 1869 als „AG für Fabrikation von Eisenbahnmaterial“, Umfirmierung 1919 in “Waggonfabrik Görlitz AG” und 1921 wie oben nach Fusion mit der Görlitzer Maschinenbau AG und der Cottbuser Maschinenbau-Anstalt und Eisengießerei AG. 1923 weitere Fusionen mit der Dresdner Maschinenfabrik und Schiffswerft Uebigau AG und der Maschinenbauanstalt und Dampfkesselfabrik H. Pauksch AG in Landsberg/Warthe. 1924 Ankauf des Siebenhaarschen Sägewerkes bei Görlitz, im gleichen Jahr Verkauf des Werks Landsberg und Ausgliederung der Schiffswerft Uebigau in Dresden und Regensburg in die “Uebigau AG Schiffswerft, Maschinen- und Kesselfabrik” (1929 in der Weltwirtschaftskrise dann liquidiert). Die Waggonfabrik mit den Werken I und II und die Maschinenfabrik waren auch zu DDR-Zeiten der größte Arbeitgeber in Görlitz und gingen nach der Wende in der „DWA Deutsche Waggonbau AG“ auf. Heute WUMAG elevant bzw. texroll GmbH & Co. KG, Krefeld, Hersteller von Hausarbeitsbühnen (elevant), Walzen und Maschinen (texroll). Nicht entwertet!

Nr. 1098 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Waggon-Fabrik Uerdingen AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 4209
Krefeld-Uerdingen, Juni 1942 EF+
Auflage: 3.300. Gründung 1898 unter der Firma Waggon-Fabrik AG, Uerdingen. Herstellung von Schienen- und Straßenfahrzeugen und ihren Bestandteilen sowie von Maschinenteilen aller Art. Nach der Übernahme der Düsseldorfer Waggonfabrik im Jahre 1935 konzentrierte man sich in Uerdingen auf den Bau von Eisenbahn-Fahrzeugen, während in Düsseldorf Fahrzeuge für den Nahverkehr, insbesondere Straßenbahnen hergestellt wurden. 1938 Namensänderung in Waggon-Fabrik Uerdingen AG. In den 50er Jahren der größte Hersteller von Schienenbussen und Straßenbahnen Deutschlands. Seit 1981 trägt das Unternehmen den Namen DEUWAG AG. Die Waggonfabrik Talbot verkaufte die Düwag 1989 an den Siemens-Konzern. 1999 verkaufte die Düwag ihr gesamtes operatives Geschäft an die Siemens Duewag Schienenfahrzeuge GmbH, Krefeld, eine 100% Tochter der Siemens AG. Lochentwertet.

Nr. 1099 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Waggonfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2217
Rastatt, 1.6.1918 VF
Auflage: 700. Gründung 1897. Herstellung von Eisenbahn- u. Straßenbahnwagen sowie anderer Transportmittel. Außerdem Produktion aller zur Ausrüstung von Eisenbahnen erforderlichen Produktionsmittel. Hergestellt wurden u.a. Straßenbahnen für die Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft, Karlsruhe und Stuttgart her. Nach der Übernahme der Aktienmehrheit durch Bauknecht wurde die Waggonfabrik in eine GmbH ungewandelt. Heute lautet der Name der Fa.: BWR Waggonreparatur GmbH. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 1100 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Walter Tron AG Schuhfabrik
Aktie 1.000 RM, Nr. 223
Bamberg, 4.11.1938 UNC/EF
1906 Gründung der oHG Gebr. Neuburger in Regensburg, ab 1923 AG, 1938 Umbenennung in Walter Tron AG, Schuhfabrik, 1949 in Neuburger-Tron AG, Bamberg und 1952 wieder in Walter Tron AG.

Nr. 1101 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Walther & Cie. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 910
Dellbrück bei Köln a.Rh., 17.4.1913 EF
Auflage: 360. Gründung 1874. Bau von Kesselanlagen, Wanderrosten, Entstaubungsanlagen, Feuerlöschanlagen. In letzterer Branche als Total-Walther-Feuerschutz noch heute tätiges Unternehmen. Börsennotiz Düsseldorf. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 1102 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Wanderer-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 5062
Siegmar-Schönau, Mai 1942 EF+
Auflage: 14.636. Gründung 1885 als „Chemnitzer Velocipedfabrik Winklhofer & Jaenicke“, seit 1896 „Wanderer Fahrradwerke AG“. Ab 1902 auch Bau von Motorrädern, 1904 Produktionsbeginn der legendären Continental Schreib-, Rechen- und Buchungsmaschinen. Der 1912 aufgenommene Kraftfahrzeugbau wurde 1932 in die neu gegründete Auto Union AG eingebracht (gemeinsam mit Zschopauer Motorenwerke, Audi und Horch). 1949 Sitzverlegung nach München. Noch heute börsennotierte Gesellschaft. G&D-Druck mit Firmensignet. Lochentwertet.

Nr. 1103 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Warenkreditbank AG
Aktie 3.000 Mark, Nr. 102814
Berlin, 1.1.1923 EF+
Auflage: 33.000. Gründung Dez. 1919. Beleihung und Bevorschussung von Waren, Förderung von Export und Import. 1922 Gründung der Donner & Lüders AG in Halberstadt, der Bayerischen Warencreditbank AG und der Bank für Handel und Filmindustrie AG, München. Im Okt. 1925 Beschluss der Auflösung und Liquidation. Sehr dekorativ. Lochentwertet.

Nr. 1104 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Wasserwerk für das nördliche westfälische Kohlenrevier
Aktie 100 RM, Nr. 74424
Gelsenkirchen, Dez. 1941 EF+
Auflage: 20.000. Gründung 1887 mit Sitz in Castrop, gleich darauf Sitzverlegung nach Schalke und 1892 nach Gelsenkirchen. 1973 Umfirmierung in Gelsenwasser AG. Die noch heute börsennotierte und in seiner Art größte Gesellschaft besitzt 13 Wasserwerke und ein Rohrnetz von 6415 km Länge. 1/3 der Erlöse werden im Erdgasgeschäft erwirtschaftet. Seit der Wende sind Versorgungsgebiete in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hinzugekommen. Börsennotiz Berlin und Düsseldorf. G & D-Druck. Lochentwertet.

Nr. 1105 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Wasserwirtschaft im Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet GmbH
4,5 % Schuldv. 3.000 RM, Nr. 456
Essen, März 1934 EF
Gegründet als Zweckverband, in dem der Ruhrtalsperrenverein, die Emschergenossenschaft, der Ruhrverband, der Lippeverband, die Linksrheinische Entwässerungsgenossenschaft und der Niersverband zusammengeschlossen waren. Lochentwertet.

Nr. 1106 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Wayss & Freytag AG
Aktie 100 RM, Nr. 232344/183
Frankfurt a.M., Jan. 1928 EF
Auflage: 30.000. Gründung 1875 als oHG Freytag & Heidschuch, AG seit 1900. Damals eine der weltweit bedeutendsten Baufirmen. Neben 30 deutschen Niederlasssungen auch Filialen in Wien, Innsbruck, Brünn, Teplitz, Kattowitz, Istanbul, Buenos Aires, Montevideo, Rio de Janeiro, Sao Paulo und San Jose de Costa Rica. Zuletzt eine Tochter der AGIV, 1993 an die Börse gegangen. Ohne Lochentwertung.

Nr. 1107 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Wayss & Freytag AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 2000460
Frankfurt/Main, Mai 1993 UNC/EF
Prägesiegel lochentwertet. Mit Kupons.

Nr. 1108 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
WCM Beteiligungs-
und Grundbesitz-AG
Aktie 5 DM Sept. 1994, Nr. 20252
Heidenheim/Brenz, Sept. 1994 UNC/EF
1766 Gründung der ersten „Zitzfabrik“ in Heidenheim durch den Zitzfabrikanten J.H. Schüle in Künzelsau. Seit 1774 Betrieb einer „Baumwoll- und Indienne-Manufactur“ durch die Firma Meebold, Hartenstein & Comp. 1856 in eine AG umgewandelt. Fabriziert wurden bedruckte und gefärbte Baumwoll-, Woll-, Kunstseide-und Seidenstoffe. 1991 Umfirmierung in WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG mit Sitz in Hamburg, nachdem nach dem Ende der Textil-Ära der Hamburger Großinvestor Ehlerding die AG übernommen und aus ihr den Immobilien- und Beteiligungs-Giganten WCM geformt hatte. Als 2001 das Engagement in Commerzbank-Aktien in die falsche Richtung lief, brachte das den ganzen Konzern und den Großaktionär Ehlerding in’s Wanken.: Die Banken haben ihre (mit IVG-Aktien besicherten) Kredite gekündigt, weil auch nach Monaten kein neuer Großinvestor präsentiert werden konnte. Die IVG-Aktien wurden verkauft, heute ist die Firma insolvent. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1109 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Weber & Ott AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 816
Forchheim/Oberfr., Juni 1953 EF+
Auflage 5.200. Gründung 1834 in Fürth als mechanische Buntweberei, Färberei und Bleicherei der Firma Weber & Ott, seit 1899 AG. 1934 Sitzverlegung nach Forchheim/Oberfr. Mechanische Buntwebereien wurden in Forchheim, Erlangen, Brand i. Oberfr., Wunsiedel und Marktredwitz betrieben, später an bis zu 7 weiteren oberfränkischen Standorten auch große Konfektionsbetriebe. Heute vor allem als Bekleidungshersteller (vor allem Damenoberbekleidung) tätig, mit den Marken EFF-ELL, Sayyes young fashion, TONI DRESS und WAPPEN. Immer eher eine Familien-AG gewesen, aber bis heute auch im Freiverkehr München börsennotiert. Aus Kapitalumstellung von RM auf DM. Prägesiegel lochentwertet. Kaum zu bekommen!

Nr. 1110 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Weißenfelser Kartonagenfabrik Bodewin Zinkernagel AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 124
Weißenfels a. S., 21.12.1927 UNC/EF
Gegründet 1905, AG seit 1927, hervorgegangen aus der Kartonagenfabrik Bodewin Zinkernagel, Weißenfels (Saale). Hergestellt wurden Kartonagen für alle Industrien. Lochentwertet.

Nr. 1111 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Westdeutsche Eisenindustrie AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2116
Pattscheid, 20.9.1921 EF+
Auflage: 2.000. Verarbeitung von Eisen und Metallen. Außerdem Erwerb von Mutungen, Gerechtsamen, Kuxen , Aktien, Bergwerkseigentum. Im März 1921 Sitzverlegung von Pattscheid nach Bonn. 1925 bereits Eröffnung des Konkursverfahrens. Großformatig. Mit schönem floralen Unterdruck. Lochentwertet.

Nr. 1112 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Westdeutsche Kaufhof AG
Aktie 100 RM, Nr. 7137
Köln, 28.9.1937 EF
Auflage: 10.000. Gründung der Einzelfirma Leonhard Tietz 1879 in Stralsund als Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäft. Seit 1905 „Leonhard Tietz AG“, 1933/36 umbenannt in Westdeutsche Kaufhof AG. 1988 Einstieg bei Jet-Reisen und der Media-Markt-Gruppe. 1996 auf Wunsch des späteren Großaktionärs Metro Verschmelzung mit der ASKO und den deutschen Metro-Aktivitäten zur heutigen METRO AG (Sitz Düsseldorf). Wirtschaftshistorisch bedeutendes Stück von einem der 30 großen DAX-Werte. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1113 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Westdeutsche Marmor-
und Granitwerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 656
Dortmund, 22.5.1929 EF+
Auflage 9.900. Gründung 1905, hervorgegangen aus der Marmor-, Granit- und Sandstein-Werke Ochs & Co. GmbH. Lochentwertet.

Nr. 1114 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Westdeutsche Marmor-
und Granitwerke AG
Aktie 100 DM, Nr. 138
Dortmund, Mai 1950 EF+
Auflage: 1.800. Ein Stück aus der Kapitalumstellung von RM auf DM. Rückseitig handschriftlich entwertet.

(PDF) Nr. 1115 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Westdeutsche Zuckerwaren-Industrie
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3018
Duisburg, 22.8.1922 EF+
Gründeraktie, Auflage: 6.000. Gründung 1922. Hervorgegangen aus der Dragee- und Zuckerwarenfabrik Joh. Hugo Köther, gegr. 1903. Künstlerisch sehr schöne Gestaltung.

Nr. 1116 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Westen Stanz-Emaillier- und Metallwarenwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 4013
Ilkenau O/S., Aug. 1943 EF
Auflage: 5.040. Gründung 1907. Produziert wurden Blech- und Stahlwaren, vor allem Milchkannen. Beteiligungen an der „Wolbrom“ Gummiwarenfabrik AG und der „Hermes“ Postverkehr-Einrichtungs-GmbH in Warschau. Druck von G&D. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 1117 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Westfälische Baumwollspinnerei
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2074
Gronau i.W., 15.12.1922 EF
Auflage: 3.105. Gründung 1894. Viele Jahrzehnte lag die Aktienmehrheit bei der Textilindustriellen-Dynastie van Delden. 1947 mit der benachbarten Baumwollspinnerei Gronau verschmolzen, die am Ende die deutsche Textilkrise auch nicht überlebte und 1999 in Konkurs ging. Lochentwertet.

Nr. 1118 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Westfälische Drahtindustrie
Aktie 100 RM, Nr. 9097
Hamm (Westf.), Dez. 1942 EF+
Auflage: 4.000. Gründung 1872 unter Übernahme der seit 1856 bestehenden Fa. Hobrecker, Witte & Herbers. Die Fa. lautete bis Ende 1890 Westfälischer Drahtindustrie-Verein in Hamm“, anschließend Westfäl. Drahtindustrie. 1911 wurde ein Interessenvertrag mit der Friedr. Krupp AG abgeschlossen. 1967 Namensänderung in Klöckner Draht und 1987 in Westfälische Drahtindustrie GmbH. Lochentwertet.

Nr. 1119 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Westfälische Kupfer- und Messingwerke AG
Aktie 50 DM, Nr. 200
Lüdenscheid, Aug. 1988 UNC
Gründung 1836, AG seit 1899. 1969 Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit der Vereinigte Deutsche Metallwerke AG, Frankfurt als Muttergesellschaft. Herstellung und Verkauf von Kupfer-, Messing-, Aluminium- und Kunststoff-Erzeugnissen sowie von Geräten und Apparaten für den Haushalt und den medizinischen und industriellen Bereich. 1992 Verkauf der Produktion an die Leonische Drahtwerke AG. 1994 Sitzverlegung nach München. 1995 Namensänderung in WKM Terrain- und Beteiligungs-AG. Lochentwertet.

Nr. 1120 Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Westfälische Transport-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 5489
Dortmund, Juni 1920 EF
Auflage: 3.000. Gründung 1899. Betrieb der Binnenschifffahrt auf sämtlichen westdeutschen Wasserstraßen (Massen- und Stückgüter, Linienverkehre von Dortmund über Emden und Leer nach Hamburg, Stettin, Danzig, Königsberg und in die nordischen Länder) mit bis zu 200 eigenen Kähnen und Motorschiffen, ferner Lagerei und Spedition. Großaktionäre waren ursprünglich das Rhein.-Westfälische Kohlensyndikat, die Vereinigten Stahlwerke und Hoesch. 1984 ging die WTAG in der Rhenus AG (Stinnes-Konzern) auf. Schöner G&D-Druck, Umrahmung mit Reederei-Flagge und Anker. Lochentwertet.

Nr. 1121 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Westfälische Zellstoff AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 1193
Wildshausen, Post Oeventrop, Juli 1940 EF+
Auflage: 6.300, kpl. Aktienneudruck.Rechtsvorgänger waren die Thüringische Zellwolle AG (gegründet 1935 als Thüringische Spinnfaser AG) und die Westfälische Zellstoff-AG Alphalint (gegründet 1936 als Westfälische Zellstoff-AG). 1972 Zusammenschluss beider Firmen zur Westfälischen Zellstoff AG. 1990 wurde das Konkursverfahren eröffnet. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 1122 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Westfalia Dinnendahl Gröppel AG
Aktie 100 RM, Nr. 24795
Bochum, Aug. 1937 EF
Auflage: 26.000. Die Anfänge der “Eisenhütte Westfalia” in Bochum gehen zurück auf die im Jahr 1872 gegründete Maschinenfabrik “Brandenburg & Lämmerhirt”, die in erster Linie Erzeugnisse für den heimischen Bergbau lieferte. 1922 Angliederung der “R. W. Dinnendahl AG” (Fusion zur Westfalia-Dinnendahl AG); diese 1800 von dem “Mechanikus” Franz Dinnendahl gegründete “Kunstwerkerhütte” war die älteste Maschinenfabrik Westdeutschlands und hatte die allerersten Wasserhaltungs- und Fördermaschinen an der Ruhr gebaut. 1930 Übernahme der in Zahlungsschwierigkeiten geratenen “Maschinenfabrik Fr. Gröppel”, Maschinenfabrik für Bergwerks- und Aufbereitungsanlagen; anschließend Umbenennung in Westfalia Dinnendahl Gröppel AG. Das operative Geschäft wurde 1972 der KHD Humboldt Wedag AG übertragen. Zuletzt verfügte die Sparta Beteiligungen AG, Hamburg über den Aktienmantel der WEDAG-AG und machte daraus die “equitrust AG”. Lochentwertet.

Nr. 1123 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Wickrather Lederfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3201
Wickrath (Rhld.), 1.10.1941 UNC/EF
Auflage: 3.790. Gründung 1855 durch den Gerbermeister Z. Spier, AG seit 1889 als “Niederrheinische AG für Lederfabrikation (vorm. Z. Spier)”. Um 1900 Neubau einer Lacklederfabrik. Haupterzeugnisse Schuhoberleder und Handschuhleder. Umfirmiert 1939 wie oben, 1974 in Wickrather Handels- und Beteiligungs-AG und zugleich Sitzverlegung nach Düsseldorf. 1977 Verschmelzung mit der Colditz Industrieholding AG (früher Steingutfabrik Colditz) und Sitzverlegung nach Duisburg, 1978 weiter nach Mönchengladbach und 1987 nach Köln. Die Lederfabrik war 1986 verkauft worden, neuer Schwerpunkt unter dem Londoner Großaktionär Bowater Industries war nunmehr die Herstellung von Bauelementen (vor allem Kunststofftüren und -fenstern). 1992 erneute Umfirmierung in Wickrather Bauelemente AG und Sitzverlegung nach Bergisch Gladbach. Bis zur Jahrtausendwende in Frankfurt amtlich notiert, danach kaufte der Großaktionär Bowater Industries Ltd. (99,6 %) die Kleinaktionäre heraus. Lochentwertet.

Nr. 1124 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Wicküler-Küpper-Brauerei AG
Aktie 200 RM, Nr. 10017
Wuppertal, Juli 1943 EF+
Auflage: 503, kpl. Aktienneudruck. Gründung 1843, ab 1887 Wicküler-Brauerei AG, 1896 Umbenennung in Wicküler-Küpper-Brauerei AG. Braustätten in Elberfeld und Barmen (Kapazität 600.000 hl jährlich). 1928 Erwerb der Aktienmehrheit der Niederrheinische Brauerei AG in Duisburg (früher Brauerei Bodden AG). 1952 Erwerb des gesamten Aktienkapitals der Gesenberg-Brauerei AG, Wuppertal. 1961 durch Zukäufe Erwerb einer Schachtelbeteiligung an der Löwenbräu München. Ab 1962 Vertrieb des obergärigen Spezialbieres Küppers Kölsch. 1966 Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Waldschloß-Brauerei Fr. W. Hollmann, Wuppertal-Barmen und 1973 Erwerb fast des gesamten Aktienkapitals der Göttinger Brauhaus AG (vormals Städtische Brauerei zu Göttingen AG). 1982 auf Betreiben des Großaktionärs Wilh. Werhahn KG, Neuss, in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Lochentwertet.

Nr. 1125 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Wiedemannsche Druckerei AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 199
Saalfeld (Saale), 12.7.1938 EF+
Gegründet 1714, AG seit 1913. Firma bis 1914: Buchdruckerei und Kunstanstalt AG. Kapital 285.000 RM in Aktien zu 100 und 1.000 RM. Lochentwertet.

Nr. 1126 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Wilhelmsburger Wollkämmerei AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 1480
Harburg-Wilhelmsburg, Nov. 1932 EF+
Gründeraktie, Auflage: 2.000. Gegründet 1932. In die Ges. wurde die Hamburger Wollkämmerei der zusammengebrochenen Bremer Nordwolle eingebracht. 1938 umbenannt in Hamburger Wollkämmerei AG. Lochentwertet.

Nr. 1127 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Wilmersdorfer Hochbau-AG
Aktie 100 RM Nr. 279
Berlin, Aug. 1934 EF+
Auflage: 1.240. Gründung 1922, Errichtung von Hochbauten zur Beschaffung von Mietwohnungen. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, ab 1951 GmbH. Heute Dr. Seifert Wilmersdorfer Hochbau AG, Berlin. Lochentwertet.

Nr. 1128 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Wilmersdorfer Terrain Rheingau AG
Aktie 2.000 Mark, Nr. 2324
Berlin, 30.3.1905 VF+
Auflage: 1.400. Gründung 1900. Erwerb eines Terrains „Im Rheingau“ mit zwei Etagenhäusern und zwei Villen. Durch die 1913 eröffnete Wilmersdorf-Dahlemer Untergrundbahn wurden auch die Grundstücke dieser Gesellschaft angebunden. Börsennotiz Berlin. 1935 Liquidation. 1955 Löschung von Amts wegen. Kapitalerhöhung zum Erwerb aller Anteile der „Terrain-Gesellschaft mbH am neuen Botanischen Garten“ (Grundstücke in Steglitz an der Kleist- und Grunewaldstraße). Stück ohne Lochentwertung. Kleberest am linken Rand, Mittelfalte gebrochen.

Nr. 1129 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Windhoff AG
Aktie 50 DM, Nr. 1383
Rheine, Sept. 1993 UNC-
Gründung 1889 als Rheiner Maschinenfabrik Windhoff & Co., 1914 Umwandlung in eine AG. Fabrik für Eisenbahnmaterial, produziert werden Rangieranlagen für Bahnhöfe, Drehscheiben und Schiebebühnen, Gleisbaumaschinen, Diesellokomotiven, außerdem Wasser- und Ölkühler für Kraftfahrzeuge, neuerdings auch auf den Gebieten Flughafentechnik, Wasseraufbereitung und Elektrotechnik tätig. 1992 Umfirmierung in Windhoff AG, seit 1993 börsennotiert. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1130 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Wintershall AG
5 % Teilschuldv. 1.000 RM, Nr. 17929
Berlin, Aug. 1940 EF
Auflage 40.000 Gründung 1921 als Kali-Industrie AG Berlin-Kassel, 1929 Umfirmierung in Wintershall AG. Anfänglich eine Holding für Beteiligungen an nicht weniger als 59 Kali-Gesellschaften, die aufgrund günstiger steuerlicher Regelungen 1926 auf die Kali-Industrie AG verschmolzen wurden, danach mit 92 Kaliwerken das größte Unternehmen seiner Art in Europa. Seine damalige Bedeutung erkennt man daran, daß das Kapital nach der Inflations-Umstellung mit 320 Mio. RM mehr als doppelt so hoch war wie das der Deutschen Bank (150 Mio)! 1931 gemeinsam mit der Anton Raky Tiefbohrungen AG in Salzgitter Bildung des Raky-Wintershall-Konsortiums für die Erschließung von Erdöl- und Erdgasvorkommen im Kreis Celle, die Verarbeitung des Rohöls erfolgte in der (noch heute bestehenden) Erdölraffinerie Salzbergen GmbH. Damit war auch der Grundstein für das Erdgas-Geschäft gelegt, in dem die heutige BASF-Tochter nun einer der großen europäischen Spieler ist. Die Kaliwerke erlitten im Krieg keinerlei Zerstörungen (!), kamen aber Anfang April 1945 beim Einmarsch der alliierten Truppen zum Erliegen. Die Werke Heiligenroda, Kaiseroda, Sachsen-Weimar, Glückauf-Sondershausen, Bismarckhall und Bernburg wurden dann der deutsch-russischen AG für Kali-Düngemittel, Erfurt, zugeschlagen; später wurden die Betriebe von den Ländern Thüringen bzw. Sachsen-Anhalt enteignet. Wintershall blieb nur die Werksgruppe Bergmannssegen/Hugo in Lehrte bei Hannover, die daraufhin stark ausgebaut wurde. 1955 wurde (dies war eine feindliche Übernahme!) die Aktienmehrheit der Burbach-Kaliwerke AG, Wolfenbüttel (früher Magdeburg) erworben. Im gleichen Jahr ging eine gemeinsam mit der Gewerkschaft Elwerath (Shell) erbaute Raffinerie bei Lingen in Betrieb. 1970 Ausgliederung des Kali- und Steinsalzbereichs in die Kali + Salz GmbH, Erwerb eines Anteils an einem Erdölfeld vor der Küste von Dubai. 1974 vollständig in die BASF AG eingegliedert. Lochentwertet. Doppelblatt.

Nr. 1131 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Wolldeckenfabrik Weil der Stadt AG
Aktie 50 DM, Nr. 3566
Weil der Stadt, Juli 1985 UNC
Die Fabrik bestand seit 1780, bis etwa 1900 als GmbH, 1920 Umwandlung in eine AG. Zum Ende des 2. Weltkrieges ruhte der Betrieb, im Mai 1945 Wiederaufnahme der Fabrikation mit halber Kapazität. Damals eines der führenden Unternehmen für hochwertige Woll- und Kamelhaartuche sowie von Damenmantelstoffen aus Wolle, Kamelhaar und Alpaca. Bis 1996/97 in Stuttgart börsennotiert, dann Konkurs. Mit Kupons ab Nr. 35.

Nr. 1132 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Wollwaarenfabrik Mercur
Aktie 20 DM, Nr. 11936
Stuttgart, Sept. 1959 UNC/EF
Auflage: 3.200. Gründung 1897 unter Übernahme der bereits seit 1833 bestehenden Firma Beer & Co., Liegnitz. Herstellung von Fantasie-Wirk- und Strickwaren aus Wolle, Baumwolle, Seide und Kunstseide. Werke in Liegnitz (Fabrik 1928 neu gebaut) und Leobschütz (Oberschl.). Börsennotiz Berlin und München. 1948 Sitzverlegung nach Stuttgart und Eröffnung einer Betriebsstätte im württembergischen Lorch, die aber schon 1953 wieder geschlossen wurde. Fortan reine Verwaltungs-AG, laut Mitteilung vom März 1967 war das Aktienkapital verloren. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 1133 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Württembergische AG Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft
Namens-Aktie 50 DM, Nr. 3522154
Stuttgart, Okt. 1992 UNC-
Gründung bereits 1828 als “Württembergischen Privat- Feuerversicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit” in Stuttgart. Übernommen wurden 1914 die “Ecclesia Baulast- und Feuerversicherung a.G. in Köln und 1917 die Lübecker Feuerversicherung von 1826 a.G. 1923 Umwandlung vom Versicherungsverein in eine AG. 1991 Übertragung des Versicherungsgeschäfts auf die Württembergische Versicherung AG und gleichzeitig Umfirmierung in “Württembergische AG Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft”. 1999 Verschmelzung mit der Wüstenrot Beteiligungs-AG zur “Wüstenrot & Würtembergische AG”. Ausgestellt auf die Baden-Württembergische Bank.

Nr. 1134 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Württembergische Cattunmanufactur
Aktie 50 DM, Nr. 7895
Heidenheim/Brenz, März 1980 UNC/EF
1766 Gründung der ersten „Zitzfabrik“ in Heidenheim durch den Zitzfabrikanten J.H. Schüle in Künzelsau. Seit 1774 Betrieb einer „Baumwoll- und Indienne-Manufactur“ durch die Firma Meebold, Hartenstein & Comp. 1856 in eine AG umgewandelt. 1922 Werk zum großen Teil abgebrannt und wieder aufgebaut. Fabriziert wurden bedruckte und gefärbte Baumwoll-, Woll-, Kunstseide-, Zellwolle und Seidenstoffe. 1991 Umfirmierung in WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG mit Sitz in Hamburg, nachdem nach dem Ende der Textil-Ära der Hamburger Großinvestor Ehlerding die AG übernommen und aus ihr den Immobilien- und Beteiligungs-Giganten WCM geformt hatte. Als 2001 das Engagement in Commerzbank-Aktien in die falsche Richtung lief, brachte das den ganzen Konzern und den Großaktionär Ehlerding in’s Wanken.: Die Banken haben ihre (mit IVG-Aktien besicherten) Kredite gekündigt, weil auch nach Monaten kein neuer Großinvestor präsentiert werden konnte. Die IVG-Aktien wurden verkauft, heute ist die Firma insolvent. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1135 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Württembergische Cattunmanufaktur
Aktie 100 RM, Nr. 30
Heidenheim a. d. Brenz, Dez. 1941 EF+
Auflage: 2.031. Lochentwertet.

Nr. 1136 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Württembergische Hypothekenbank
Aktie 100 RM, Nr. 15863
Stuttgart, 15.6.1926 EF+
Auflage: 3.000. Gründung 1867 durch Stuttgarter Kaufleute und Bankiers. 1989 Einführung der Kurzbezeichnung “Württemberger Hypo”. Bis heute bestehendes Realkreditinstitut. Kleinformat, sehr dekorativ gestaltet. Lochentwertet.

Nr. 1137 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Württembergische und Badische Vereinigte Versicherungsgesellschaften
Namensaktie 100 RM, Nr. 28062
Heilbronn a.N., 15.7.1939 EF+
Auflage: 30.000. Gründung 1837 als Württembergische Schiffahrtsassekuranz zu Heilbronn a.N., 1852 Umfirmierung in Württembergische Transport-Versicherungs-Gesellschaft. Die 1917 eingegangene Interessengemeinschaft mit der Badische Assecuranz-Gesellschaft AG in Mannheim (gegründet 1840 als Badische Schifffahrts-Assecuranz-Gesellschaft) mündete 1939 in der Fusion zur Württembergische und Badische Vereinigte Versicherungsgesellschaft. Später noch Übernahme des Versicherungsbestandes der ELEKTRA-Versicherung in Frankfurt/Main (1994) und der Nord-Deutsche Versicherungs-AG (1998). Lochentwertet.

Nr. 1138 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Württembergischer Kreditverein AG
4,5 % Pfandbrief 200 RM, Nr. 20013
Stuttgart, 1.12.1936 EF
Gründung der AG 1923. Hervorgegangen aus dem schon seit 1826 bestehenden Württembergischen Kreditverein. Betrieb einer Hypothekenbank. Großaktionäre waren mit 89,5 % die Württembergische Landeskommunalbank-Girozentrale Stuttgart sowie die Städtische Sparkasse und die Städtische Girokasse Stuttgart. Dekorative Gestaltung im Barockstil mit Wappenpferd. Lochentwertet.

Nr. 1139 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Württembergisches
Portland-Cement-Werk
Aktie 1.000 RM, Nr. 3617
Lauffen am Neckar, Dez. 1941 EF+
Auflage: 2.100. Gründung 1888 auf Initiative des bekannten Berliner Zementforschers Dr. Michaelis. 1980 Umfirmierung in ZEAG Zementwerk Lauffen - Elektrizitätswerk Heilbronn AG. Neben dem Rohstoffvorkommen spielte bei der Standortwahl die Wasserkraft des Neckars bei Lauffen eine entscheidende Rolle. Ein herausragendes Ereignis war 1891 die erste Übertragung von Drehstrom aus dem Wasserkraftwerk des Zementwerks nach Frankfurt durch Oskar von Miller. Als Folge dieser Pioniertat wurde ab 1892 Heilbronn als erste Stadt der Welt mit elektrischem Drehstrom versorgt. Unter dem Namen ZEAG Zementwerk Lauffen Elektriziätswerk Heilbronn AG ist die Fa. noch heute börsennotiert. Lochentwertet.

Nr. 1140 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Zanders Feinpapiere AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 1041458
Bergisch Gladbach, Jan. 1984 UNC-
Der Düsseldorfer Arztsohn und Forstadjunkt Johann Wilhelm Zanders gründete das Unternehmen bereits 1829 unter dem Namen J.W.Zanders. Kern des Unternehmens war die seit 1582 bestehende Schnabelsmühle, in der handgeschöpftes Büttenpapier hergestellt wurde. 1868 und 1876 wurden zwei weitere Papiermühlen erworben. Erst 1978 erfolgte die Namensänderung in Zanders Feinpapiere GmbH & Co. KG, die dann 1980 als AG firmierte. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1141 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
ZAR AG Industriewerke
Aktie 1.000 RM, Nr. 503
Neutomischel (Wartheland), 1.5.1943 EF/VF
Auflge: 150. Gegründet 1920 als AG nach polnischem Recht, 1941 Neufassung der Satzung und Neueinteilung des Kapitals in RM. Zugleich wurde das Fabrikationsprogramm der seit 125 Jahren bestehenden Fa. H. Windler KG in Berlin übernommen, nämlich die Herstellung von Chirurgie-Instrumenten und Krankenhausbedarf sowie Operationsleuchten. Außerdem beteiligt an “Windlers Ver. Werkstätten für Chirurgie und Krankenhausbedarf” in Tuttlingen (wo auch der bedeutendste Wettbewerber Aesculap-Werke ansässig war). Lochentwertet.

Nr. 1142 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
ZEAG Zementwerk Lauffen - Elektrizitätswerk Heilbronn AG
Aktie 100 DM, Nr. 52140
Heilbronn, Juli 1985 UNC
Auflage: 13.000. Gründung 1888 als “Württembergisches Portland-Cement-Werk zu Lauffen am Neckar” auf Initiative des bekannten Berliner Zementforschers Dr. Michaelis. 1980 Umfirmierung in ZEAG. Neben dem Rohstoffvorkommen spielte bei der Standortwahl die Wasserkraft des Neckars bei Lauffen eine entscheidende Rolle. Ein herausragendes Ereignis war 1891 die erste Übertragung von Drehstrom aus dem Wasserkraftwerk des Zementwerks nach Frankfurt durch Oskar von Miller. Als Folge dieser Pioniertat wurde ab 1892 Heilbronn als erste Stadt der Welt mit elektrischem Drehstrom versorgt. Prägesiegel lochentwertet.

Nr. 1143 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Zeipauer Dachstein- und Braunkohlenwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 538
Berlin, Juli 1909 EF+
Gründeraktie, Auflage: 1.275. Gründung 1909. Herstellung von Ziegelsteinen, Veblendsteinen und Dachziegeln aller Art her, Betrieb der eigenen Braunkohlengruben, Errichtung und Verpachtung weiterer Braunkohlengruben, Kohlenabbauberechtigungen und Brikettfabriken. 1910 Erwerb des Rittergutes Kl.-Kölzig im Kreis Sorau nebst der darauf bauenden Grube Franz mit einer Brikettfabrik mit 2 Pressen nebst Ziegelei. 1917 Verkauf des Rittergutes Kunzendorf nebst Grube Olga. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1952 aufgelöst, 1968 als vermögenslose Gesellschaft von Amt wegen gelöscht. Lochentwertet.

Nr. 1144 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Zeiss Ikon AG
Aktie 100 RM, Nr. 85802
Dresden, 29.9.1926 EF
Auflage: 120.750. Keimzelle des Unternehmens ist die 1886 in Berlin gegründete Optische Anstalt C.P. Goerz, die 1903 in eine AG umgewandelt wurde. 1926 Fusion mit der Ica AG und der Ernemann-Werke AG (beide Dresden) sowie der Contessa-Nettel AG (Stuttgart) zur „Zeiss-Ikon AG“. 1927 Fusion mit der AG Hahn für Optik und Mechanik in Kassel. 1932/33 Erwerb der Aktienmehrheit der Nitzsche AG Kinematographen und Filme, Leipzig. 1935/36 Beteiligung bei der Fernseh AG, Berlin. 1945 wurden sämtliche Werke in Berlin und Dresden demontiert, deshalb 1948 Sitzverlegung nach Stuttgart. 1948 Gründung des Zweigwerks Kiel zur Produktion von Kinomaschinen. 1949 Wiederaufnahme der Fertigung der Goerz-Buchungsmaschinen in Berlin-Friedenau. Ende der 50er Jahre zusammen mit der holländischen Gevaert Einstieg in das Amateurfilm-Geschäft und Einführung des Ikolor-Farbumkehrfilms. 1965/70 Fusion mit der Voigtländer AG in Braunschweig. 1973 Sitzverlegung nach Berlin. 1990 Umfirmierung in IKON AG nach Übernahme durch die finnische Oy Abloy Security Ltd. und Ausstieg aus dem traditionsreichen optischen Produktionsprogramm. Seither noch Herstellung von Sicherheitsschlössern und Schließanlagen. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 1145 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Zentropa Zentraleuropäische Versicherungsbank AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 2739
Berlin, 2.1.1928 EF+
Auflage: 1.000. Gegründet 1924 als Zentropa Zentraleuropäische Versicherungsbank AG, ab 1929 Zentraleuopäische Versicherungsbank AG, ab 1937 Zentraleuropäische Versicherungs-AG. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung und Verlegung der Hauptverwaltung nach Stuttgart, wo ab 1967 ein zweiter Firmensitz und ab 1986 der Hauptsitz bestand, gleichzeitig Umfirmierung in Sparkassen-Versicherung Allgemeine Versicherung AG. Originalsignaturen. Lochentwertet.

Nr. 1146 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Zigarettenfabrik Niwel AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2608
Düsseldorf, Okt. 1921 VF+
Auflage: 3.600. Gründung 1918, Fortführung der „Zigarettenfabrik Niwel Moses Lewin“. 1925 Liquidation, nachdem Forderungsausfälle und anschließende Beschlagnahme von Vorräten und Maschinen für Zollforderungen der Gesellschaft die Existenzgrundlage entzogen hatten. Dekorative Zierumrandung. Mit restlichem Kuponbogen. Zuletzt 1980 angeboten. Äußerst selten!

Nr. 1147 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Zittauer Maschinenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 64
Zittau, 6.3.1925 EF+
Auflage: 375. Gründung 1873 als Zittauer Maschinenfabrik und Eisengiesserei AG (früher Albert Kiesler & Co.) Dem Bedarf der Lausitzer Textilindustrie entsprechend war die Fa. auf den Bau von vollständigen Anlagen und einzelnen Maschinen für die Bleicherei, Mercerisation, Färberei und Druckerei von Textilien spezialisiert. Bis 1934 in Dresden, danach in Leipzig börsennotiert. Lochentwertet.

Nr. 1148 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Zörbiger Creditverein
von Lederer, Kotzsch & Co. KGaA
Aktie 100 RM, Nr. 878
Zörbig, 23.12.1924 EF
Gründung 1889, neben Bankgschäften auch Lager und Verkauf von Getreide, Futter, Düngemitteln. Lochentwertet.

Nr. 1149 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Zschipkau-Finsterwalder Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie 100 RM, Nr. 2747
Finsterwalde N.-L., 21.12.1928 EF+
Auflage: 4.000. Gründung 1885, eröffnet 1887. Die normalspurige Bahn Zschipkau-Sallgast-Finsterwalde (20 km) diente vor allem der Aufschließung der in ihrem Gebiet gelegenen Braunkohlengruben. Bereits während des Bahnbaues wurden Vorkommen und Mächtigkeit der Braunkohlenlager und die Ausdehnung der Felder festgestellt. 1897 Eröffnung des 13 km langen Abzweigs Sallgast-Lauchhammer, später außerdem Durchführung des Fahrbetriebs auf der 7 km langen Reichsbahn-Strecke Zschipkau-Senftenberg. Die Bahn besaß im Schnitt 15 Dampflokomotiven, 15 Personenwagen und über 300 Güterwagen und beschäftigte ca. 200 Mitarbeiter. 7 in Betrieb befindliche Braunkohlengruben an der Strecke, die sowohl Briketts wie auch Rohbraunkohle verfrachteten, sicherten eine kontinuierliche Auslastung der Bahn, die die anfangs gehegten Erwartungen noch weit übertraf. Mit Dividenden bis zu 14 % war deshalb diese AG, deren Aktien an der Berliner Börse notierten, eine Ausnahmeerscheinung unter den (sonst oft vor sich hinsiechenden) deutschen Privatbahnen. 1943 von der Reichsbahn übernommen. Dekorative Gestaltung. Lochentwertet. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 1150 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Zschipkau-Finsterwalder Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie 1.000 RM, Nr. 264
Finsterwalde N.-L., 21.12.1928 EF
Auflage: 3.000. Gründung 1885, eröffnet 1887. Die normalspurige Bahn Zschipkau-Sallgast-Finsterwalde (20 km) diente vor allem der Aufschließung der in ihrem Gebiet gelegenen Braunkohlengruben. Bereits während des Bahnbaues wurden Vorkommen und Mächtigkeit der Braunkohlenlager und die Ausdehnung der Felder festgestellt. 1897 Eröffnung des 13 km langen Abzweigs Sallgast-Lauchhammer, später außerdem Durchführung des Fahrbetriebs auf der 7 km langen Reichsbahn-Strecke Zschipkau-Senftenberg. Die Bahn besaß im Schnitt 15 Dampflokomotiven, 15 Personenwagen und über 300 Güterwagen und beschäftigte ca. 200 Mitarbeiter. 7 in Betrieb befindliche Braunkohlengruben an der Strecke, die sowohl Briketts wie auch Rohbraunkohle verfrachteten, sicherten eine kontinuierliche Auslastung der Bahn, die die anfangs gehegten Erwartungen noch weit übertraf. Mit Dividenden bis zu 14 % war deshalb diese AG, deren Aktien an der Berliner Börse notierten, eine Ausnahmeerscheinung unter den (sonst oft vor sich hinsiechenden) deutschen Privatbahnen. 1943 von der Reichsbahn übernommen. Dekorative Gestaltung. Lochentwertet. Eine leichte vertikale Knickfalte mittig, sonst sehr guter Erhaltungszustand.

Nr. 1151 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Zuckerfabrik Altfelde AG
Aktie 500 RM, Nr. 170
Altfelde, Febr. 1934 EF+
Auflage: 1.200, kpl. Aktienneudruck, am 7.4.1938 in Namensaktie umgewandelt. Gegründet 1881. Die Fabrik im westpreußischen Altfelde (bei Marienburg) beschäftigte in der Kampagne rd. 400, sonst 100 Mitarbeiter. Lochentwertet.

Nr. 1152 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Zuckerfabrik Bedburg
Namensaktie Lit. A 100 RM, Nr. 1024
Bedburg, 12.3.1930 EF
Auflage: 3.690. Gründung 1883 als Bauernzuckerfabrik. 1995 auf die Zuckerfabrik Jülich verschmolzen. Lochentwertet.

Nr. 1153 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Zuckerfabrik Döbeln
Aktie 1.000 Mark, Blankette
Kleinbauchlitz b. Döbeln, ca. 1907 EF
Gründung 1883. Verarbeitung von Zuckerrüben zur Gewinnung von Rohzucker und Verwertung der Erzeugnisse sowie Nebenerzeugnisse wie Melassefutter, Speisesirup. Doppelblatt.

Nr. 1154 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Zuckerfabrik Fraustadt
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6906
Fraustadt, Juli 1921 EF/VF
Auflage: 5.400. Gründung am 12.7.1880. Fabrikation von weißem Zucker in Fraustadt und Raffinade in Glogau. 1910 Erwerb eines großen Rübengutes in Ober-Pritschen. Mit Dividenden bis zu 30 % eine der rentabelsten deutschen Zuckerfabriken. Börsennotiz Berlin und Breslau. Die Zuckerfabrik wird heute von der Cukrownia Wschowa S.A. betrieben. Ohne Lochentwertung. Mit Kupons.

Nr. 1155 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Zuckerfabrik Glauzig
Aktie 100 RM, Nr. 19138
Glauzig, Febr. 1929 EF
Auflage 20.000, kpl. Aktienneudruck. Bereits seit 1847 bestehende Rübenzuckerfabrik, seit 1872 AG. 1885 abgebrannt und dann mit verdreifachter Kapazität wiederaufgebaut. Übernommen wurden ferner die Zuckerfabriken in Trotha (1924) und in Klepzig bei Köthen (1926). Auf dem Gut Gr.-Weissandt wurde außerdem eine große Brennerei betrieben. Bis zu 2.000 Arbeiter waren auf den Fabriken und Gütern beschäftigt. Neben einer 4 km langen Eisenbahn besaß die Fabrik zur Eigenversorgung mit Zuckerrüben 12 riesige Güter mit zus. 3.821 Hektar: Glauzig-Görzig, Piethen, Werdershausen, Cattau, Ostrau, Löbejün, Weissandt, Arensdorf, Gnetsch, Riesdorf, Fernsdorf und Kütten. Börsennotiz Berlin und Halle/Leipzig. 1970 wurde aus realisiertem Westvermögen 0,9 % des RM-Nennwertes als Liquidationserlös ausgeschüttet. Nicht lochentwertet, in dieser Form selten.

Nr. 1156 Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
Zuckerfabrik Melno
Namensaktie Lit. A 500 Mark, Nr. 347
Melno, 20.7.1884 EF
Gründeraktie, Gesamtauflage: 1189 (für Lit. A, B und C). Gründung 1883 zur Fabrikation von Rohzucker. Gehört heute zu Nordzucker Polska. Mehrfach umgestellt: auf 1.000 Zloty, auf 600 Zloty und 1943 auf 1.200 RM. Lochentwertet.

Nr. 1157 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Zuckerfabrik Thöringswerder AG
Aktie 6.000 Mark, Nr. 2113
Thöringswerder, Juli 1923 EF-
Gründeraktie, Auflage: 10.000. Gründung 1923 unter Fortführung der früheren Zuckerfabrik Thöringswerder GmbH. 1926 wurde die Gesellschaft aufgelöst und trat in Liquidation. Die Oderbruch-Zucker-AG in Wriezen erwarb in der Zwangsversteigerung die Zuckerfabrik Thöringswerder und die zugehörigen Güter Thöringswerder, Emilienhof und Carlshof (zus. 600 Morgen). Nach 1946 VEB Zuckerfabrik Thöringswerder. 1994/95 letzte Kampagne. Lochentwertet. Mit kpl. anh. Kuponbogen.

Nr. 1158 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Zuckerfabrik Warburg AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 23
Warburg i. Westf., 30.4.1942 EF+
Auflage: 250. Die 1884 gegründete Fabrik produzierte zunächst nur Rohzucker (der in Raffinerien zum Endprodukt weiterverarbeitet wurde), seit etwa 1900 auch Weißzucker. Die Mehrheit der im Frankfurter Freiverkehr notierten Aktien kaufte seit den 50er Jahren die Zuckerfabrik Franken GmbH in Ochsenfurt auf (die u.a. 1970 eine bereits einmal bestehende Schachtel der Süddeutschen Zucker-AG übernahm). 1988 fusionierte dann die Zuckerfabrik Franken mit der Süddeutschen Zucker-AG, die bei dieser Gelegenheit den heutigen Firmennamen Südzucker AG annahm; dadurch kam auch die Zuckerfabrik Warburg endgültig zum Südzucker-Konzern. Lochentwertet.

Nr. 1159 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Zuckerfabrik Weferlingen GmbH
Namens-Anteilschein 500 RM, Nr. 521
Weferlingen, 6.8.1924 EF+
Rohzuckerfabrik, eingerichtet 1877 von der Braunschweigische Maschinen-Bauanstalt, umgebaut 1910 von F. Dippe, Schladen. Lochentwertet. Doppelblatt.

(PDF) Nr. 1160 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Zuckerfabrik zu Prosigk
Aktie 1.500 Mark, Nr. 301
Prosigk, 8.2.1922/11.7.1923 EF/VF
Auflage: 50. Gründung bereits 1865. Die Fabrik lag in den Nähe von Cöthen in Anhalt und wurde erst nach der Wende stillgelegt. Hochformat mit hübscher Umrandung. Doppelblatt. Ein minimaler Einriß hinterklebt.

Nr. 1161 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Zuckerkreditbank-AG
6 % Teilschuldv. 105 GM = 25 $, Nr. 81766
Berlin, Okt. 1923 EF-
Auflage: 10.000. Gründung 1923 durch die mitteldeutschen Raffinerien (Halle, Rositz und Holland) und Rohzuckerfabriken für Bankgeschäfte im Interesse der rübenbauenden Landwirtschaft und der deutschen Zuckerindustrie. Filialen in Halle a.S., Cöthen und Bernburg. Ab 1926 Interessengemeinschaft mit der Ersten ländlichen Spar- und Darlehns-Kasse Cöthen eGmbH. Für Kapital und Zinsen bürgten die Zuckerraffinerien Halle, Rositz und Holland sowie 57 rückseitig einzeln aufgeführte Rohzuckerfabriken. Zinszahlung konnten die Gläubiger anstatt in Gold auch in Zucker fordern.

Nr. 1162 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Zuckerraffinerie Tangermünde Fr. Meyers Sohn AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 11668
Tangermünde, März 1920 EF+
Auflage: 2.000. Gegründet 1826 durch Theodor Meyer mit 6 Arbeitern an der Mündung der Tanger in die Elbe, die älteste deutsche Zuckerraffinerie und bis 1945 eine der größten in ganz Europa. An der Wende zum 20. Jh., schon vor der 1906 erfolgten Umwandlung in eine AG, besaß die Raffinerie einen eigenen Industriehafen, ausgedehnte Arbeiterkolonien, ein Kinderheim und ein Krankenhaus sowie ein Kraftwerk, das auch die Stadt Tangermünde mit Strom versorgte. Ab 1910 wurden hochwertige Schokoladen und Pralinen unter der Marke FEODORA erzeugt (Namensgeberin war Prinzessin Feodora von Schleswig-Holstein, jüngste Schwester von Kaiserin Auguste Victoria, der Frau von Kaiser Wilhelm II.) 1924/25 Bau einer Würfelzuckerfabrik, 1930 Übernahme der Lobeck & Co. Schokoladenfabrik AG in Dresden. Zu Beginn des 2. Weltkriegs hatte die Zuckerraffinerie 3.000, die Schokoladenfabrik 900 und die Marmeladenfabrik rd. 500 Beschäftigte. 1945 in der SBZ enteignet (die Raffinerie wurde demontiert), 1950 Sitzverlegung nach Hamburg, 1950/51 Wiederaufnahme der Erzeugung von Feodora-Schokolade, 1953 Übernahme der Bremer Chocolade-Fabrik Hachez & Co. 1961 Umwandlung in eine GmbH (heute die Zuckerraffinerie Tangermünde Fr. Meyers Sohn Holding GmbH). Die nach der Wende reprivatisierten Nachfolgebetriebe auf dem Gelände in Tangermünde gingen 1992 in Konkurs. Die unter Denkmalschutz stehende Fabrik und die Arbeiterkolonien auf dem riesigen, ehemals fast 900.000 qm großen Fabrikareal wurden unter der Regie der Wohnungsbau- und Verwaltungsges. Tangermünde mbH saniert und sind heute bei Mietern überaus gefragt. G&D-Druck, schöne Umrahmung mit antiken Göttern. Lochentwertet.

Nr. 1163 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Zuckerraffinerie Tangermünde Fr. Meyers Sohn AG
Aktie 500 RM, Nr. 30091
Tangermünde, April 1943 UNC/EF
Auflage: 6.960. Lochentwertet.

Nr. 1164 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Zwickauer Kammgarn-Spinnerei
Aktie 300 RM, Nr. 5791
Zwickau i.Sa., Mai 1933 EF
Auflage: 8.300. Gründung am 5.3.1889, eingetragen am 3.4.1889. Betrieb einer Kammgarnspinnerei. Beteiligung an der Baumwoll-Spinnerei Zwickau (gegr. 1896). Entschädigungslos enteignet. Betrieb nach 1946 als VEB Zwickauer Kammgarnspinnerei Wilkau-Haßlau, Werk Silberstraße weitergeführt, heute Zwickauer Kammgarn GmbH, ein Unternehmen der Peppermint Holding. Die AG: 1958 Sitzverlegung nach Stuttgart, nur noch Vermögensverwaltung. 1968 nach Abwicklung gelöscht. Ohne Lochentwertung. Mit Kupons und LB.

Finnland

Nr. 1165 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Björneborgs Rederi AB
Aktie 100 Fmk., Nr. 69
Björneborg, 7.11.1872 EF/VF
Wohl das schönste finnische Schifffahrtspapier mit herrlicher Darstellung eines Dampfseglers, Farblithographie. Mehrere Originalsignaturen. Doppelblatt, mit kpl. Kuponbogen. Zwei Knickfalten, sonst tadellos.

Nr. 1166 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Borga Angfartygs AB
Aktie 500 Fmk., Nr. 1138
Borga, 1.11.1928 EF+
Die Stadt Borga liegt fast am Finnischen Meerbusen und ist deshalb geeignet für den Betrieb einer Dampfreederei. Die Ges. wurde gegründet 1891 für den Passagiervekehr zwischen Borga und Helsinki, Streckenlänge 50 km. Das erste Dampfschiff der Gesellschaft war die “Borga”,1892 ins Dienst gestellt. 1893 Fusion mit der 1868 gegründeten Helsingfors Angfartygs AB. 1944 gab die Gesellschaft ihre Tätigkeit vorübergehend auf, 1945 verkaufte sie das letzte Schiff “J.L. Runeberg”. Die “Borga” wurde an die Sowjetunion im Rahmen der Reparationszahlungen übergeben. 1947 wurde das Dampfschiff “Lideborg” angeschafft, aber bereits ein Jahr später wieder verkauft. Danach verwaltete die Gesellschaft nur ihre Schulden, die sie bis 1959 abbezahlte. Unter den Sammlern von Privatpost sind die Briefmarken der Gesellschaft sehr gesucht, die sie für die Frankierung der von ihr beförderten Pakete benutzte. Sehr schöne Gestaltung mit Schiffsschrauben in allen vier Ecken und Vignette eines Dampfschiffes. Originalsignaturen. Doppelblatt, inwendig Übertragung von 1946. Foto auf Seite 162.

Nr. 1167 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Finnland, Staatsanleihe
Obl. 200 Fmk., Nr. 250
Helsinki, Okt. 1942 EF
Prämienanleihe, Teil einer Anleihe von insgesamt 100 Mio. Fmk. Zweisprachig finnisch/schwedisch. Rückseitig Anleihenbedingungen. Bisher unbekannt.

Nr. 1168 Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
Förenings-Banken i Finland
Aktie Lit. D 100 Fmk., Nr. 1638
Helsinki, 1.7.1863 VF+
Gründeraktie, Auflage: 30.000. Die FBF wurde gegründet 1862 mit einem Kapital von 30 Mio. Fmk. Die Bank hatte das Emissionsrecht gehabt und gab ab 1866 eigene Banknoten heraus. Die FBF ging in der Bankenkrise der 1990er Jahre in der SEB auf. Originalsignaturen. Mit Kuponbogen. Zwei Knickfalten, sonst tadellos. Ein bedeutendes Papier, äußerst selten und sehr niedrig bewertet!

Nr. 1169 Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Fredriksfors AB
Aktie 2.000 Fmk., Nr. 1134
Björneborg, Dez. 1874 EF-
Maschinenfabrik. Sehr dekorative Vignette mit weiblicher Allegorie der Industrie, Lithographie. Mehrere Originalsignaturen. Doppelblatt. Doppelblatt.

Nr. 1170 Schätzpreis: 2.500,00 EUR
Startpreis: 1.250,00 EUR
Kägelban-Bolaget
Aktie 25 Silberrubel, Nr. 49
Helsinki, 31.3.1860 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 87. Gegründet zwecks Bau und Betrieb einer Kegelbahnanlage in dem bekannten Brunnspark im Herzen von Helsinki. Wunderschöne Vignette mit Abbildung der Sportanlage, als Lithographie ausgeführt. Doppelblatt, inwendig Statuten und Dividendenzahlungsvermerke bis 1872. Rarität, seit vielen Jahren 2-3 Stücke bekannt. Foto auf Seite 163.

Nr. 1171 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Landthandlandenas Brandförsäkrings AB Turva
Aktie 250 Fmk., Nr. 3311
Wasa, 1.12.1915 EF
Finnische Brandversicherungs-Gesellschaft. Sehr dekorativ mit Burgturm, zwei Brandfackeln, Aesculap-Stab in allen vier Ecken. Zweisprachig. Doppelblatt, mit restlichen Kupons.

Nr. 1172 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Privatbanken i Helsinkfors AB
Aktie 100 Fmk., Nr. 38572
Helsinki, 30.4.1898 EF/VF
Die Privatbank von Helsinki wurde 1896 mit kaiserlicher Genehmigung gegründet. Sie bestand bis 1922. Originalunterschriften. Doppelblatt, inwendig mehrere Übertragungen bis 1918 und Statuten.

Nr. 1173 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Uudenkaupungin Valtamerilaiva Osakeyhtiö
Aktie Serie I. 1.000 Fmk., Nr. 1184
Uudessakaupungissa, 31.7.1918 EF
Bekannte finnische Reederei, gegründet 1918, besaß die Fregatte “Windsor Park”. 1930 in Konkurs. Sehr schöne Umrandung, drei Vignetten mit Segelschiffen, mittig der stolze Großsegler “Windsor Park”, 1882 in Liverpool bei Thomas Royden & Sons gebaut, 1915 von Hellsten gekauft, 1918 in die AG eingebracht. Original signiert von dem Kapitän zur See Emil W. Hellsten (1867-1941), Mitbegründer der Reederei. Doppelblatt, mit restlichem Kuponbogen. Inwendig Statuten. Äußerst selten!

Frankreich

(PDF) Nr. 1174 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Banque Commerciale & Viticole S.A.
Part de Fondateur, Nr. 2241
Béziers, 1.10.1922 EF+
Schon die alten Römer, deren 7. Legion Beterrae Septimanorum in Béziers unweit vom Mittelmeer stationiert war, trieben Weinbau auf den außerordentlich fruchtbaren Böden beiderseits des Küstenflusses Orb. Die Hauptstadt des gleichnamigen Arrondissements im französischen Departement Hérault in Languedoc ist noch heute ein Zentrum des Weinbaus. Selbst eine eigene Bank für diesen speziellen Wirtschaftszweig wurde (mit Sitz in den Allées Paul Riquet) 1922 gegründet. Sehr dekorativ, herrliche gemäldeartige Abb. zweier fast unbekleideter Allegorien. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Sehr selten!

Nr. 1175 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Banque d’Escompte de Rouen S.A.
Aktie 500 F, Nr. 466
Rouen, 1.10.1883 EF-
Gründeraktie, Auflage: 500. Gründung 1883. Wunderschön von Bertrand und Dumont gestaltetes Papier mit zwei weiblichen Allegorien und einer über die fast gesamte Papierbreite großen Ansicht des Hafens von Rouen. Die Hafenstadt im Nordwesten Frankreichs ist der Sitz der Präfektur des Departements Seine-Maritime und der Haute-Normandie. Rückseitig Statuten. Originalsignaturen. Mit kpl. anh. Kuponbogen.

Nr. 1176 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Chargeurs Réunis S.A. Cie. Francaise de Navigation à Vapeur
Aktie 500 F, Nr. 164504
Paris, 5.8.1920 EF/VF
Die bereits 1872 gegründete Reederei betrieb vom Kanalhafen Le Havre aus die Linienschiffahrt nach Südamerika. Haupthäfen dort waren Rio de Janeiro und Montevideo. Nach den Erschütterungen des 2. Weltkrieges 1949 neu formiert. Über Jahrzehnte eine der bedeutendsten französischen Schifffahrtsgesellschaften. Prächtige Gestaltung mit detailreicher Umrandung aus Säulen, Palmen, Frachtgut und Hafen-Ansichten mit Segelschiffen. Entworfen und gezeichnet von Emile Eugène Lésache, einem in Paris wirkenden Kupferstecher und Aquarellisten. Anh. Kupons.

Nr. 1177 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Cie. des Chemin de Fer Garantis des Colonies Francaises
Aktie 500 F, Nr. 3659
Saigon/Paris, 26.10.1921 EF/VF
Auflage: 4.757. Die Gesellschaft besaß eine 99-jährige Konzession für Bau und Betrieb einer Eisenbahn von Saigon nach Mytho. Im Namen der französischen Kolonialregierung garantierte der Gouverneur von Cochinchina (Indochina) einen jährlichen Mindestertrag von 4.025 F pro gebautem Bahnkilometer. Breite Umrahmung mit herrlichen fernöstlichen Ansichten: Pagoden, Elefant, Tiger, Götterstatuen, Dschungelpflanzen und Eisenbahnen. Anh. Kupons. Linker Rand mit leichten Verletzungen.

Nr. 1178 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Cie. des Grands Express Aériens S.A.
Aktie 500 F, Nr. 505
Paris, 16.3.1922 EF+
Gründung 1919. Eine der ersten Fluggesellschaften des Kontinents, täglicher Liniendienst auf der Strecke Lausanne-Paris-London (der Flug Paris-London kostete damals 300 F und dauerte 2 1/2 Stunden). Später in der Air France aufgegangen. Sehr dekorativ. Mit kpl. anh. Kupons. Äußerst selten angeboten.

Nr. 1179 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Cie. Galicienne de Mines S.A.
Part bénéficiaire, Nr. 798
Paris, 15.3.1899 EF
Die französische Gesellschaft betrieb Bergbau im heute polnischen Galizien (damals k.u.k Monarchie). Gründung 1898. Anh. Kupons.

Nr. 1180 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Cie. Gén. de l’Orénoque S.A.
Part au porteur, Nr. 2267
Paris, 16.3.1888 EF
Gegründet bereits 1867 zum Betrieb von Kautschuk-Plantagen im Gebiet des Orinoko im heutigen Venezuela. Kunstvoll gestaltet von Fraipont mit Urwaldforscher, Palmen, Gummibaum, Indianer und Orinoko mit Raddampfer. Der belgische Maler und Graphiker Gustave Fraipont, 1849 in Brüssel geboren, wirkte hauptsächlich in Paris, wo er sich als Aquarellist betätigte. Auf vortreffliche Lithographien folgten dann Illustrationen zu Zeitschriften wie „Paris Illustré“ und „Univers Illustré“, Umschlagzeichnungen, Plakate usw. Mit kpl. anh. Kuponbogen.

Nr. 1181 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Cie. Imperiale Bateaux a Vapeur de France en Algerie
Aktie 500 F, Nr. 2640
Marseille, 10.11.1853 VF
Gründeraktie. Die Gesellschaft erhielt 1853 von der Regierung das Privileg zum Post- und Gütertransport zwischen Frankreich und Algerien, auch mit den Destinationen Tunis, Tanger sowie nach den Balearen und Spanien. Wegen der für die Regierung wichtigen Postbeförderung und Kriegstransporte wurden sogar jährlich 1 Mio. F Subventionen gewährt. Wunderschön illustriertes Papier, Lithographie, original signiert. Die vertikale Knickfalte mit leichten Verletzungen und hinterklebt. Äußerst selten angeboten.

Nr. 1182 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Cie. Parisienne des Fontaines a Gaz
Part de Fondateur, Nr. 2473
Paris, 31.7.1899 EF/VF
Die Ges. beschäftigte sich mit der Herstellung von tragbaren Generatoren für die Erzeugung von Wärme, Beleuchtung und motorisierte Kraft. Abb. von einem Automobil, tragbarem Generator und einer Dame, die die Vorteile des Kochens mit Licht genießt. Dekorative Umrandung mit Säulen und zwei Porträtköpfen. Anh. Kupons.

Nr. 1183 Schätzpreis: 1.000,00 EUR
Startpreis: 500,00 EUR
Crédit Lyonnais S.A.
Aktie 500 F, Nr. 4781
Lyon, 1.5.1890 VF+
Gegründet am 6.7.1863 als GmbH in Lyon, am 25.4.1872 in eine AG umgewandelt. Vor allem das unter H. Germain (gest. 1905) entwickelte Filial- und Depositensystem war seinerzeit bahnbrechend. 1946 verstaatlicht, deshalb sind alte Stücke der noch heute bedeutenden französischen Großbank generell absolute Raritäten. Heute gerade wieder aktuell in den Schlagzeilen wegen der Übernahmeschlacht um das inzwischen reprivatisierte Institut und wegen der Probleme, die der französische Nationalbank-Gouverneur Trichet bei seiner Nominierung zum EZB-Präsidenten bekam: Er soll in den 80er Jahren Bilanzmanipulationen beim Crédit Lyonnais mit gedeckt haben. Außergewöhnlich dekorative Gestaltung mit antiken Allegorien, eine Arbeit von A. Napier / Auguste Francois Gorguet (in der Platte signiert, eine frühe Arbeit dieses später zu großer Berühmtheit gelangten Malers und Illustrators). Mit anh. restlichen Kupons. Lochentwertet. Das einzige uns bekannte ausgegebene Stück dieser Emission. Finanzhistorisch hochbedeutende Rarität aus einem Archiv.

Nr. 1184 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Crédit Rural de France S.A.
Aktie 500 F, Nr. 35970
Paris, 12.1.1875 EF-
Landwirtschaftsbank. Hochdekorativer Bankwert mit wunderschönen umlaufenden Abbildungen. Künstlersignatur Pontenier in der Platte. Originalsignaturen. Mit anh. restlichen Kupons.

Nr. 1185 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
ESSO STANDARD S.A. Francaise
Aktie 5.000 F, Nr. 2239753
Paris, ca. 1952 EF
Französische Tochtergesellschaft des amerikanischen Exxon-Konzerns, den einst der legendäre John D. Rockefeller gründete. ESSO ist die phonetische Nachbildung von S.O.: Standard Oil. Mit dem bis heute in ganz Europa gebräuchlichen ovalen Esso-Signet. Originalunterschrift. Abheftlochung.

Nr. 1186 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Etablissements Léon Volterra
et Théatre Marigny
Aktie 100 F, Nr. 80336
Paris, 30.5.1927 EF
Gründung 1850 als Folies-Marigny. Jacques Offenbach leitete es von 1855 bis 1858 und nannte es Bouffes-Parisiens (Sommer-Theater). Um 1893 wurde das Theater umgebaut und als Café-Concert benutzt. 1925 kaufte es Léon Volterra und machte daraus das Theater Marigny. Er führte Revuen von Sacha Guitry und Saint-Granier auf. Nach dem Krieg übernahm Simone Volterra die Leitung des Hauses. 1965 Neueröffnung unter der Direktion von E. Popesco. Äußerst dekorativ, große Abb. mit Schauspielern, Musikanten, Primaballerina. Mit anh. Kupons. Ein sehr seltenes und bezauberndes Papier!

Nr. 1187 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Grand Casino Municipal de la Ville de Biarritz S.A.
Aktie 100 F, Nr. 3446
Paris, 7.6.1900 EF
Gründeraktie, Auflage: 12.000. Kasino-Titel aus der Stadt Biarritz, im Süden Frankreichs, direkt am Golf von Biscaya gelegen. Sehr dekorativ mit großer Abb. des Casinos aus der Vogelperspektive, Vignette mit Badeschönheit zur Jahrhundertwende. Mit anh. Restkupons. Sehr guter Erhaltungszustand!

Nr. 1188 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Groupement National de la Baie du Mont-Saint-Michel S.A.
Aktie Serie B 100 F, Nr. 50568
Paris, 4.2.1927 EF
Gründeraktie. Die 1927 gegründete Gesellschaft widmete sich der Pflege des Nationaldenkmals Mont-Saint-Michel. Mont-Saint-Michel wurde auf einer kleinen, 90 m hohen Granitinsel gebaut. Die gleichnamige Bucht weist einen Gezeitenunterschied bis zu 14 m auf, bei Ebbe gibt das Meer bis 15 km Watt frei. Die Insel wurde bereits im 6. Jh. von Mönchen bewohnt. Nach der Erbauung einer Michaelisbasilika im 8 Jh. wurde die Insel im Mittelalter eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte. 1790-1863 diente die Anlage als Gefängnis. Hochdekorativ, mit verschiedenen Ansichten der Insel Mont-Saint-Michel (welche bei Ebbe angesichts des gewaltigen Tidehubs im Ärmelkanal zu Fuß erreicht werden kann) und der Felsenkirche. Mit kpl. anh. Kuponbogen.

Nr. 1189 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
L. Schaal & Co. KGaA Schokolade- & Kakao-Werke
Aktie 500 F, Nr. 777
Strasbourg, 15.5.1922 VF+
Ersatzausfertigung für eine Gründeraktie von 1872 auf altem Original-Vordruck. Die Compagnie Francaise des Chocolats et des Thés Pelletier & Cie. wurde ursprünglich 1853 als Kommandit-Aktiengesellschaft mit Sitz in Paris gegründet. Die Aktienmehrheit lag später bei elsässischen und lothringischen Kaufleuten. Als Frankreich 1871 das Elsass und Lothringen an Deutschland abgab, erwies sich die Weiterführung des nunmehr in Deutschland liegenden Geschäfts von Paris aus als schwierig. Deshalb erfolgte in gleichen Jahr unter Führung der Kaufmannsfamilie Schaal die Neugründung des Strasburger Betriebes als KGaA nach deutschem Recht (L. Schaal & Co. KGaA Schokolade- & Kakao-Werke). Die Fabrik produzierte Schokolade, Kakaoerzeugnisse, Tee und Vanille. Ein jahrzehntelang sehr erfolgreiches Unternehmen mit meist zweistelligen Dividenden, zuletzt 1967 in “Cie. Francaise d’Alimentation et de Thés” umfirmiert. Verläßt man Straßburg auf der Autobahn in südlicher Richtung, sieht man an der Stadtgrenze gleich an der linken Seite die Fabrik liegen. Originalunterschriften. Dekoratives großformatiges Stück mit großer allegorischer Vignette. Angeheftete Kupons.

Nr. 1190 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
La Kotto S.A.
Aktie 500 F, Nr. 454
Paris, 7.6.1926 EF/VF
Auflage: 5.000. Gründung 1899 zwecks Ausbeutung einer Kolonial-Konzession in Französisch-Kongo. Sehr dekorativ, umlaufende Abb. mit Nilpferd, Krokodil, Elefant und Schwarzafrikaner bei der Kokusnuss- und Kautschuk-Ernte. Anh. Kupons.

Nr. 1191 Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
LA SEINE Cie. Anonyme d’Assurance Maritimes et de Transports
Aktie 5.000 F, Nr. 66
Paris, 1.1.1876 VF+
Gründeraktie. Gegründet 1856, 1875 umgewandelt in eine AG. Betrieb Schifffahrts- und Transportversicherung. Sehr dekorative Zierumrandung. Originalsignaturen (strichentwertet). Rarität aus einer alten Sammlung.

Nr. 1192 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
La Téléphonie Francaise S.A.
Aktie 500 F, Nr. 351
Paris, 15.4.1928 EF
Auflage: 400. Mit dieser kleinen Kapitalausstattung konnte man in der kostenintensiven Telekommunikationsbranche keine großen Investitionen tätigen. Daher ist es keine Überraschung, wenn bereits 1930 die Gesellschaft liquidiert werden musste, trotz des Respekt einflößenden Firmennamens. Dekorative graphische Gestaltung. Äußerst selten. Anh. Kupons.

Nr. 1193 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Le Moteur Laviator S.A.
Aktie 100 F, Nr. 11060
Paris, 3.8.1911 EF
Gründeraktie, Auflage: 12.000. Die im Juli 1911 gegründete Gesellschaft führte bereits auf der Pariser Luftaustellung 1912 neuartige Flugzeugmotoren vor. Sehr dekorative Gestaltung, vier Vignetten mit Flugmotoren und Flugzeugen in den Ecken, tolle Jugendstilverzierungen. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Sehr selten!

Nr. 1194 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Paris Gigantic Wheel
and Varieties Company, Ltd.
10 shares à 1 £, Nr. 5800
London, 22.10.1898 EF/VF
Das erste feststehende Riesenrad der Welt mit 80,5 m Höhe erbaute 1893 der Brückenbauer Georg W. Ferris anläßlich der Weltausstellung in Chicago als Antwort auf den Eiffelturm, der 1889 zur Pariser Weltausstellung gebaut worden war. Nach der Ausstellung wurde dieses Riesenrad abgebrochen, zur Weltausstellung 1904 in St. Louis wieder aufgebaut und 1906 endgültig verschrottet. Der britische Marineoffizier Walter B. Basset ist von den Riesenrädern fasziniert und und baut sie zunächst in London (1894) und Blackpool nach, 1897 errichtet er im Wiener Prater das einzige bis heute erhalten gebliebene Riesenrad, 1898 baut er in Paris das mit 40 Wagen (Wien: damals 30 Wagen) größte Riesenrad der Welt. Wirtschaftlich waren Bassets Projekte ohne Erfolg: Die Riesenräder in London, Blackpool und Paris wurden bald wieder abgebrochen und verschrottet; das Wiener Riesenrad entging diesem Schicksal nur, weil kein Schrotthändler wenigstens so viel zahlen wollte, daß es die Abbruchkosten gedeckt hätte. Ende 1999 bekam dann das durch Zufall erhalten gebliebene Riesenrad im Prater mit dem “Millenium Wheel” in London wieder ein Geschwisterchen. Sehr dekorativer Druck von Waterlow & Sons, Ansicht des Pariser Riesenrades, das genauso wie das berühmte Wiener Riesenrad im Prater aussah und ebenso wie dieses mittels einer englischen Gesellschaft finanziert wurde. Außerdem Vignette einer barbusigen Fortuna, die Geld regnen läßt. Zweisprachig englisch/französisch. Originalsignaturen. Mit kpl. anh. Kupons. Äußerst seltenes Stück aus der Kapitalerhöhung von 150.000 £ auf 160.000 £.

Nr. 1195 Schätzpreis: 1.300,00 EUR
Startpreis: 650,00 EUR
Paris-France S.A.
6 % Obl. 500 F, Nr. 26116
Paris, 1.10.1920 EF
Bekanntes, 1898 gegründetes Kaufhaus am Pariser Boulevard Voltaire. Die hochdekorativen Wertpapiere wurden vom berühmten Jugendstil-Künstler Alfons Maria Mucha (Signatur in der Platte) gestaltet, ein Freund der Familie des Kaufhausbesitzers. Mucha, geboren 1860 in Mähren, studierte in München, Wien und Paris. Trotz der langen Zeit, die er in Paris lebte, blieb Mucha Patriot und glühender Anhänger der jungen Tschechoslowakischen Republik, deren Banknoten auch von ihm gestaltet wurden. Mit anh. restlichen Kupons. Lochentwertet, wie alle uns bekannten Stücke aus dieser Emission. Ein “Muß” für jede Sammlung mit künstlerischem Bezug, immer gesucht.

Nr. 1196 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Regie Nationale des Usines Renault
1/10 action à 100 F, Nr. 773473
15.3.1980 EF
Das erste Automobil baute Louis Renault (1877-1944) schon im Alter von 21 Jahren 1898 im Hinterhof seines Elternhauses in Boulogne-Billancourt. Daraus wurde ein Konzern mit zweitweise weit über 150.000 Beschäftigten und fast 50 % Marktanteil in Frankreich. 1945, nur ein Jahr nach dem Tod von Louis Renault, als “Régie Nationale des Usines Renault” verstaatlicht. Mit dem Markenzeichen.. Äußerst selten.

Nr. 1197 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
S.A. des Écoles Chrétiennes de Garches
Aktie 100 F, Nr. 307
Garches, 30.8.1890 EF/VF
Ausgestellt auf Madame la Marquise de Bonneval, Paris. Gegründet 1887 zur Unterhaltung der katholischen Schulen von Garches. Das Dorf Garches (im Kanton Sèvres, Arrondissement Versailles) wurde im deutsch/französischen Krieg 1870/71 bekannt als Mittelpunkt der Kämpfe beim letzten großen Ausbruchsversuch der Besatzung von Paris. Quadratisches Format, Druck auf altrosa Papier, Vignette mit Jesus und den Kindern, im Hintergrund Apostel. Nur 9 Stücke wurden gefunden.

Nr. 1198 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
S.A. des Mines d’Haufenreith (Autriche)
Part de fondateur, Nr. 1459
Paris, 27.9.1909 EF
Mit französischem Kapital betriebenes Bergwerk in Österreich. Großes Edelweiß im Unterdruck. Anh. Kupons.

Nr. 1199 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
S.A. des Placers du Rio Namby
Part Beneficiaire, Nr. 1004
Paris, 20.7.1897 EF
Goldminen-Titel. Sehr dekorative Umrandung im Historismus-Stil, Abbildung einer Goldwaschanlage im Unterdruck. Anh. Kupons.

Nr. 1200 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
S.A. du Petit Journal
Action de Prior. 500 F, Nr. 50578
Paris, 30.11.1921 EF
Auflage: 5.000. Gegründet wurde dieser seinerzeit sehr bekannte Pariser Zeitungsverlag im Jahr 1863, das erste Massenblatt Frankreichs. 1881 wurde das Verlagshaus von Marioni, dem Erfinder von schnellen Druckmaschinen, in eine AG umgewandelt. Äußerst dekorativ, in der Umrandung herrliche Darstellungen aller Themen, über die eine Zeitung damals berichtete. Originalsignaturen. Mit anh. restlichen Kupons. Lochentwertet. Die Vorzugsaktien sind äußerst selten!

Nr. 1201 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Soc. Agricole Commerciale S.A.
Aktie 100 F, Nr. 948
Paris, 1.4.1907 EF
Auflage: 1.256. Tolle Gestaltung in kräftigem grün und rot, zwei Abb. mit Kamelen, Schafen, Palmen und anderen orientalischen Motiven. Mit anh. Kuponbogen (nur 1 Kupon fehlt).

Nr. 1202 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Soc. du Maréorama Hugo d’Alési (Panorama Mobile)
Aktie 100 F, Nr. 522
Paris, 25.3.1899 EF/VF
Auflage: 12.500. Erfinder des Panorama, einem Vorläufer der großen Kinotheater, war der Danziger Professor Breisig. Mit indirekt beleuchteten Rundgemälden, in deren Mitte sich der staunende Betrachter befand, wurden ihm Landschaften und geschichtlich bemerkenswerte Ereignisse nahegebracht. Die Durchmesser der für die Panoramen errichteten Gebäude betrugen oft über 40 Meter! Das erste Panorama der Welt zeigte der Schotte Rob. Parker 1787 in Edinburgh. Es folgten Panoramen 1820 in Paris und 1829 in London. An der Wende vom 19. zum 20. Jh. waren in fast jeder größeren Stadt in Europa, ganz besonders aber in Deutschland Panoramen zu sehen. Diese Gesellschaft befasste sich mit mobilen Panoramen, die der französische Maler und Plakatkünstler Hugo d’Alési (1849-1906) initiierte. D’Alési war Schöpfer des Maréorama, einer Spielart des Panoramas. Mit dem Deck eines Dampfschiffes als Plattform führte das Maréorama die perfekte Illusion einer stürmischen Reise auf hoher See vor. “...Enthusiastisch strömte das Publikum in großem Scharen herbei”. Herrliche Gestaltung mit aufgehender Sonne, weibliche Allegorie mit Hermesstab, zwei Kindern, die einen Vulkan betrachten, Flaggen. Unten links kreisrunde Vignette mit einer Kogge und der Jahreszahl “1900”. 1900 sollte die Maréorama auf der Weltausstellung in Paris vorgestellt werden, wo sie tatsächlich Erfolge feierte (“...Für die öffentliche Meinung ist das Maréorama der wirkliche und der interessanteste Clou der Weltausstellung” laut Le Livre d”Expositions Universelles). Mit kpl. anh. Kuponbogen. Sehr selten. Sehr schöne Erhaltung!

Nr. 1203 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Soc. Fermière du Grand Casino de Saint Raphael (Cote-D’Azur)
Aktie 100 F, Nr. 407
13.1.1925 EF/VF
Schmucker Badeort an der Cote d’Azur. Da darf ein Kasino natürlich nicht fehlen. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 1204 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Soc. Francaise Stigler S.A.
Aktie 100 F, Nr. 2202
Paris, 1.9.1909 EF
Gründung 1908. Sehr dekorativ mit verschiedenen Aufzügen in der dreigeteilten Vignette u.a. eine Bergbahn. Anh. Kupons.

Nr. 1205 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Soc. Gén. de Publicité et d’Affiches
Aktie 100 F, Nr. 7019
Paris, 17.5.1907 EF
Gründeraktie, Auflage: 2.250. Gemäß den Statuten war die 1907 gegründete Firma berechtgigt, ihre Tätigkeit auf alle Gebiete der Werbung auszudehnen. Diese sehr großformatige und äußerst dekorative Aktie einer Druckerei wurde von dem bekannten Künstler R. Freida (in der Platte signiert) gestaltet. Sehr dynamisch wirkendes Bild, Kraft und Schaffensfreude ausstrahlend. Mit anh. restlichen Kupons. Herrlich und äußerst selten angeboten!

Nr. 1206 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Soc. Gén. des Assurances Agricoles
Aktie 100 F, Nr. 11506
Paris, 20.11.1894 EF-
Gegründet 1890 als Versicherungsgesellschaft speziell für den ländlichen Raum. Tolle Gestaltung mit großflächiger Abb. von Bauern, Tieren, landwirtschaftlichen Gerätschaften und Windmühle (mit Künstlersignatur in der Platte). Mit anh. Restkupons. Äußerst selten.

Nr. 1207 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Société du Théatre des Champs-Élysées S.A.
Aktie 500 F, Nr. 4836
Paris, 30.5.1907 UNC/EF
Auflage: 7.000. Gründung 1907. Die Champs-Elysées war ursprünglich ein von Maria von Medici unter Ludwig XV. angepflanztes Lustwäldchen, das unter dem zweiten Kaiserreich nach englischem Gartengeschmack umgeändert wurde. 1718 errichtete hier der Architekt Molet den Elysée-Palast für den Grafen von Evreux; nächste Bewohnerin war die Marquise de Pompadour, 1848-52 wurde der Palast die Residenz Ludwig Napoleons, seit 1871 Residenz des französischen Staatspräsidenten. Mitte des 19. Jh. setzte eine lebhafte Bautätigkeit mit prachtvollen Villen und Palästen ein, so dass sich die Elyseeischen Felder zwischen Rond-Point und dem Triumphbogen nunmehr zu einer von doppelten Baumreihen eingefassten Avenue wandelten. 1907 eröffnete hier das prachtvolle „Théatre des Champs-Élysées“, das bis zur deutschen Besetzung von Paris Anfang der 40er Jahre regelmäßige Dividenden erwirtschaftete und bis heute spielt. Schöne Vignette mit Außenansicht des Theaters. Rückseitig Statuten. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Äußerst selten!

Nr. 1208 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Société Fermière des Casinos de Nice S.A.
5 Parts Bénéficiaires, Nr. 93061-65
Nice, 1.08.1910 VF/EF
Gründung 1902, Betrieb des Casinos in Nizza. Großformatig, sehr dekorative Jugendstil-Gestaltung. Mit anh. Restkupons.

Nr. 1209 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Société Nouvelle des Pecheries a Vapeur
Aktie 100 F, Nr. 18789
Nantes, 20.3.1925 EF-
Gegründet 1921. Ausgesprochen dekorativ, im Unterdruck ganzflächige Abb. mit altem Fischer, Leuchtturm und Fischkutter. Mit anh. restlichen Kupons. Schwer zu finden!

Nr. 1210 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Union des Propriétaires de Vignobles Boutelleau & Cie.
Aktie 250 F, Nr. 628
Barbezieux, 30.6.1869 EF/VF
Gründung 1849/50 durch die Weinbergbesitzer in der Gegend um Cognac, dem Mittelpunkt der Weinbrandherstellung. Nur aus den in den bestimmten Gebieten der Dép. Charente-Maritime, Charente, Dordogne und Deux-Sèvres geernteten Weintrauben dürfen bis heute Cognac-Weinbrände hergestellt werden. Gedruckt auf grünem Papier. Dekorative Zierumrandung aus Weintrauben und Weinlaub. Originalsignaturen. Rückseitig zahlreiche Dividendenstempel bis 1905. Äußerst selten.

Nr. 1211 Schätzpreis: 400,00 EUR
Startpreis: 200,00 EUR
Venise à Paris S.A.
Aktie 100 F, Nr. 551
Paris, 20.3.1899 EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 9.500. Was haben wir uns schwer getan mit der EXPO! Dabei ist die Idee schon uralt: Die erste Weltausstellung fand 1851 in London statt. Sie erreichte auf Anhieb 6 Mio. Besucher bei fast 14.000 Ausstellern und erzielte einen bedeutenden Überschuß. In den Folgejahren setzte sich Paris an die Spitze (1855, 1867, 1878, 1889 und 1899). London trat 1862 zum zweiten Mal an, je eine Weltausstellung gab es in Wien (1873), Philadelphia (1876) und Chicago (1893). Schon die 1889er Weltausstellung in Paris hatte mit 60.000 Ausstellern und 32 Mio. Besuchern alle Rekorde gesprengt. 1899 aber schickte sich an, noch einmal alles vorher dagewesene zu übertrumpfen: Aus diesem Anlaß wurde sogar der Eiffelturm gebaut, und es kam zur Gründung einer großen Zahl von Zweckges., die auf der Weltausstellung ein bestimmtes Thema darstellten. Diese AG wurde gegründet, um für die Weltausstellung Kanäle und die berühmtesten Gebäude von Venedig in Paris nachzubauen. Nach der Weltausstellung wurde alles verkauft und die Gesellschaft wieder aufgelöst. Hochdekorativ, fast ganzflächige Abb. von bekannten Plätzen und Gebäuden in Venedig und von Gondolieri. Mit kpl. anh. Kupons.

Großbritannien

(PDF) Nr. 1212 Schätzpreis: 1.000,00 EUR
Startpreis: 500,00 EUR
Channel Tunnel Company, Ltd.
132 shares à 4 s, Nr. 1968
London, 4.11.1929 VF
Gegründet 1881 als “Submarine Continental Railway Co.” 1886 Erwerb aller Rechte und Aktiva der Channel Tunnel Co., deren Name gleichzeitig angenommen wurde. Der bereits damals von einflußreichen Finanzkreisen angestrebte Bau eines Ärmelkanal-Tunnels zwischen Dover und der französischen Küste scheiterte an einem militärstrategisch begründeten Verbot des englischen Parlaments, das Projekt weiterzubetreiben. Mit über 50 Jahren Aktivität der Gesellschaft nachgewiesenermaßen der ernstzunehmendste aller frühen Versuche einer Kanaluntertunnelung. Diese Channel Tunnel Co. hat deshalb größte finanzhistorische Bedeutung. Drei Originalunterschriften der Direktoren, unter denen bei Ausgabe dieser Aktie so berühmte Persönlichkeiten wie Baron E. B. d’Erlanger und Admiral Sir M. Jerram waren. Uns ist kein weiteres Stück bekannt.

Nr. 1213 Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
Dublin, Belfast & Coleraine Junction Railway
1 share à 25 £, Nr. 421
1.9.1846 EF
Gründeraktie. Eines der frühesten Eisenbahnpapiere, ausgestellt auf Edward Holmes, Originalunterschrift William Galt. Irische Eisenbahn-Aktien sind extrem selten.

Nr. 1214 Schätzpreis: 900,00 EUR
Startpreis: 450,00 EUR
Kent Life and Annuity Assurance
Share 50 £ stg., Nr. 18
Maidstone (Kent), 18.7.1808 EF
Der große Erfolg der Gründung der Kent Fire Insurance im Jahr 1802 ermutigte darüber hinaus zur Gründung einer Lebensversicherung, die im Jahr 1805 an den Start ging. Der Bestand des Versiche- rungsunternehmens wurde von der „Kent Fire Insurance Co.“ 1823 erworben und die Ges. selbst 1827 aufgelöst. Stahlstich auf Kalbspergament. Herrliche feine Vignette mit allegorischer Darstellung des Lebens-Zyklus, angefangen mit einem Baby auf dem Arm seiner Mutter, abgeschlossen mit Totenschädel und Sense. Äußerst selten!

Nr. 1215 Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Metropolitan Saloon Omnibus Co.
Share 1 £, Nr. 1271
London, 4.3.1857 EF+
Die Geburtsstunde des Londoner Transportsystems schlug im Jahre 1829 mit der Einführung eines von drei Pferden gezogenen Omnibusses nach Pariser Muster ein. 1855 wurde in Frankreich eine Omnibusgesellschaft gegründet, die sich 1856 in England als Metropolitan Saloon Omnibus Co. registrieren liess, aus der später die London General Omnibus Co. geworden ist, die Betreibergesellschaft der berühmten roten doppelstöckigen Autobusse. Bereits 1857 nahm die Gesellschaft den Linienverkehr mit ihren Grossraumkutschen auf. Sie betrieb drei Viertel aller Omnibusse von London. Lukrativ war das Geschäft aber nur bedingt, den der Unterhalt der Pferde verschlang den Grossteil der Einnahmen. Die Lösung des Problems kam aus Amerika: 1861 nahm eine von nur zwei Pferden gezogene Strassenbahn ihren Betrieb auf. Das System von Metallrädern auf schmalen Schienen bewirkte zudem eine Erhöhung der Transportkapazität auf 50 Passagiere (vorher konnten nur bis zu 20 Passagiere befördert werden). 1901 Umstellung auf elektrische Strassenbahn. Die Motorbusse verdrängten die Strassenbahnen ganz ab 1952. Gründungsemission einer der bedeutendsten kommunalen Verkehrsgesellschaften der Welt, wunderschön illustriert, Prägesiegel mit gleichem Omnibuss-Motiv, nur nach rechts gerichtet. Mehrere Originalsignaturen. Das Stück wird nur äußerst selten angeboten: in den letzten 20 Jahren haben wir weltweit keine 10 Exemplare auf Auktionen gesehen.

Nr. 1216 Schätzpreis: 480,00 EUR
Startpreis: 240,00 EUR
Normal Powder & Ammunition Co.
1 ordinary share à 1 £, Nr. 491
London, 4.1.1898 VF
Gründung 1897 zur Übernahme der seit 1895 bestehenden Normal Powder Syndicate Ltd. Herstellung von Schießpulver und Munition. 1912 in Liquidation. Zweigeteilte Vignette mit Kanone und Soldaten sowie Jägern mit Jagdhund, mittig rundes Firmensignet mit Revolver, gekreuzten Gewehren und Kanone. Ein Einzelstück (ansonsten nur noch ein deferred-share-certificate bekannt).

Nr. 1217 Schätzpreis: 900,00 EUR
Startpreis: 450,00 EUR
Perran Consolidated Tin, Copper, Lead & Silver Mining Co.
5 shares à 5 £, Nr. 964
London, 11.7.1835 VF+
1835 in Perranzabuloe in der Grafschaft Cornwall gegründete Bergwerksgesellschaft. Neben Zinn wurde Kupfer, Blei und Silber gewonnen. Bereits in der Antike war Cornwall die Hauptquelle für Zinn. Die Bergleute von Cornwall galten als die Erfahrensten der Welt. Bis zum Ende des 19. Jhs. deckten die Minen in Cornwall mehr als die Hälfte des Weltbedarfs. Gedruckt auf Tierhaut, mehrfach original signiert. Doppelblatt, inwendig Statuten. Die früheste von uns je angebotene englische Bergbau-Aktie. Äußerst selten.

Nr. 1218 Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Rolls-Royce Ltd.
100 depositary shares à 1 £, Nr. 270360
London, 1971 EF+
Einer der größten Namen der Automobilgeschichte überhaupt. Das ehemals größte europäische Unternehmen zur Herstellung von Flugzeugtriebwerken und Luxusautomobilen wurde 1906 von Charles Stewart Rolls (1877-1910) und Frederick Henry Royce (1863-1933) gegründet. Ende 1970 geriet die Firma in erste finanzielle Schwierigkeiten, die im Jan. 1971 zur Konkursanmeldung führten. Die Triebwerksfertigung wurde danach auf die von der britischen Regierung neu gegründete Rolls Royce Ltd. übertragen. Die Automobil- und Dieselmotorenabteilung übernahm die Rolls Royce Motors Ltd., um die es Ende der 90er Jahre dann eine erbitterte Übernahmeschlacht zwischen BMW und VW gab. Aktienausgabe für den US-Markt.

Nr. 1219 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Singer Motors Ltd.
125 pref. shares à 1 £, Nr. 2802
28.2.1956 EF/VF
Gegründet in der Industriestadt Coventry als Fahrradhersteller, ab 1904 Bau von Dreiradfahrzeugen mit Motoren von Lea-Francis. 1906 folgten Vierradwagen mit Vierzylindermotoren, die zum Teil von White & Poppe kamen. 1927 landete Singer mit seinem 850-ccm-Modell (Junior) einen großen Erfolg gegen Morris und Austin. 1956 geriet “Singer” in finanzielle Schwierigkeiten und die Gebrüder Rootes, die sich schon seit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg um den Verkauf der Singer-Fahrzeuge kümmerten, kauften die Firma auf. Dies war das Ende der eigenständigen Singer-Konstruktion. Mit der Übernahme der Rootes Gruppe durch Chrysler 1970 verschwand der Name Singer endgültig. Nüchtern elegante graphische Gestaltung.

Nr. 1220 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Viking Whaling Co.
100 shares à 1 £, Nr. 2223
London, 3.11.1938 EF-
Gründung dieser Walfang-Gesellschaft im Mai 1928 als Bouvet Whaling Co., ab Sept. 1928 Name wie oben. Großformatiger Druck auf gelbem Papier.

Island

(PDF) Nr. 1221 Schätzpreis: 400,00 EUR
Startpreis: 200,00 EUR
Hlutafjelagid Eimskipafjelag Islands
Aktie 25 Kr., Nr. 11972
Reykjavik, 30.11.1917 EF/VF
Die 1914 gegründete Gesellschaft unterhielt Dampferlinien zwischen Island und den Niederlanden (die Linie Reykjavik-Rotterdam wird von ihr noch heute befahren). Hochdekorativer Schifffahrtswert, schmuckvolle Umrandung mit Wikinger-Flagge (umgekehrtes Hakenkreuz) und vier blau unterlegten Vignetten mit Dampfschiff und Wikinger-Legenden. Wikinger oder Normannen nannte man die skandinavischen Germanen, die im 8. bis 11. Jh. als Seeräuber ganz Europa bis nach Italien brandschatzten. Norwegische Normannen waren es, die Island besiedelten und von hier aus Grönland und Nordamerika entdeckten. Nur 12 Stücke wurden Anfang 2003 in Holland gefunden. Mittelknickfalte.

Israel

Nr. 1222 Schätzpreis: 700,00 EUR
Startpreis: 350,00 EUR
Anglo-Palestine Co. - Juedischer Nationalfond
4 % Debenture 1.000 Fr., Nr. 295
Jaffa, 27.12.1912 EF/VF
Auflage: 300. Die Anglo-Palestine Co. wurde gegründet 1902 als Tochtergesellschaft der Jüdischen Kolonialbank (Jewish Colonial Trust) als eines der wichtigsten Finanzierungsinstitute der zionistischen Bewegung bei der Gründung des Staates Israel (1931 umbenannt in Anglo-Palestine Bank, 1951 in Bank Leumi LeIsrael). Im März 1909 unterschrieb in Köln Zalman David Levontin als Direktor der Anglo-Palestine Co. einen Vertrag mit dem Juedischen Nationalfond (Keren Kajemeth LeIsrael, gegründet 1901 auf dem 5. Zionistischen Kongress in Basel, 1902-1906 in Wien ansässig, 1907 nach Köln verlegt) zwecks Kreditvergabe an die Gesellschaft “Achuzat Bajit”. Theodor Herzl hat sich selbst für diese Kreditvergabe stark gemacht. Mit dem Geld, 300.000 Schweizer Franken, sollten 60 Häuser gebaut werden, die Keimzelle der späteren Stadt Tel-Aviv. Das Geld aus der Anleihe wurde der Gesellschaft der Baupioniere “Achuzat Baijit” allerdings erst 1912 ausgezahlt. Die APC stellte 1910 der “Achuzat Baijit” einen zusätzlichen Kredit in Höhe von 250.000 Schweizer Franken in Aussicht, aber nur unter der Bedingungen der Landverpfändung, was abgelehnt wurde. “Achuzat Baijit” (Häuserbauverein”) wurde 1907 in Jaffa gegründet. Zu den Gründerfamilien gehörte auch die Familie des späteren Ministerpräsidenten Mosche Scharet und Meir Dizengoff, der erste Bürgermeister von Tel-Aviv. Mit dem Geld aus der hier angebotenen Anleihe des Juedischen Nationalfonds wurden auf dem bei Jaffa angekauften Land die ersten Häuser gebaut. “Achuzat Bajit” schloß sich danach mit zwei anderen neuen Siedlungen, “Geula” und “Nachalat Binjamin”, zusammen. Diese drei Siedlungen erhielten den Namen Tel Aviv (“Hügel des Frühlings”). 1949 wurde Tel Aviv zu Hauptstadt Israels. 1950 wurden Tel Aviv und Jaffa zu einer Stadtgemeinde zusammengeführt. Dekorativ gestaltet, hebräische Zeichen, dazwischen antike jüdische Münzen. Zweisprachig englisch/hebräisch, rückseitig Bedingungen. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Die Anleihe wurde 1919-1921 zinslos getilgt, wobei die Tilgung durch Verlosung der Stücke vorgenommen wurde. Die meisten bekannten Stücke tragen kein Ausgabedatum. Das hier angebotene Papier ist datiert. Oben Vermerk der Verlosung und Tilgung vom 22.9.1921. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Kulturhistorisch bedeutende Rarität: Mit dieser Anleihe wurde die Gründung der Stadt Tel Aviv ermöglicht.

Nr. 1223 Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
“B’nai B’rith” Palestine Housebilding Fund Ltd.
5 % Certificate of Indebtedness, Blankette
Jerusalem, ca. 1930 EF
Von der bedeutenden Loge Independent Order of B’nai B’rith (Söhne des Bundes) in Palästina gegründete Wohnungsbaugesellschaft. B’nai B’rith wurde 1843 in New York als jüdischer brüderlicher Orden von deutschstämmigen Juden gegründet. 1882 Gründung der ersten deutschen Loge als “Loge des deutschen Reiches”, 1888 erste Loge im Heiligen Land, “Jerusalem”. Zweisprachig englisch/hebräisch. Hochdekorativ, gestaltet von einem Künstler der bekannten Jerusalemer Bezalel-Schule. Extrem selten, zuletzt 1998 ein Stück angeboten.

Nr. 1224 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
“B’nai B’rith” Palestine Housebilding Fund Ltd.
Pref. shares à 1 L.P., Blankette
Jerusalem, 1.6.1935 EF+
Zweisprachig englisch/hebräisch.

Nr. 1225 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Bank LeCredit Gomleen Coop. Soc.
Debenture 1 £ P, Nr. 13397
Tel-Aviv, 26.10.1932 VF
Auflage: 33.000. Darlehensgenossenschaft auf Gegenseitigkeit der jüdischen Kolonisten in Palästina. Wie die Halwaah WeChissachon und die Kupath Milweh in Rechoboth arbeitete dieses Kreditinstitut mit eigenem Kapital, gebildet aus Spareinlagen, Mitgliederbeiträgen und Darlehen. Die Erkenntnis der amerikanischen Zionisten, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse Palästinas sehr oft Kreditsicherheit der einzelnen fraglich erscheinen und einen Zusammenschluß der Debitoren zu Kreditvereinigungen geboten erschien, führte 1922 zur Gründung der Central Bank of Cooperative Institutions mit einem eingezahlten Kapital von 100.000 £ Sterling, der die Unterstützung von Darlehensgenossenschaften oblag. Großformatig. Zweisprachig englisch/hebräisch. Im Unterdruck Landkarte, links Palmen. Rückseitig Bedingungen englisch/hebräisch/arabisch. Mit geprägter Steuermarke über 10 Mils. Knickalten an drei Stellen hinterklebt. Erstmals von uns angeboten.

Nr. 1226 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bank Leumi Le-Israel B.M.
Stock 15.973 IL, Nr. 46370
31.10.1978 EF
Am 27.2.1902 gründete Theodor Herzl zusammen mit anderen Mitgliedern der zionistischen Bewegung in London die Anglo Palestine Company (APC) . Er regte bereits 1897 die Gründung eines Jewish Colonial Trust an, der Juden die Ansiedlung im damaligen Palästina ermöglichen sollte. Bereits am 2.8.1903 eröffnete das Institut seine erste Niederlassung in Jaffa. Bis 1914 wurden gegen den Widerstand des Osmanischen Reiches zahlreiche weiter Filialen in Jerusalem, Beirut, Haifa, Hebron, Tiberias und Gaza gegründet. Die APC ermöglichte die Expansion der ersten jüdischen Städte und Siedlungen in Palästina. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges musste die Bank ihre Filialen schließen, konnte aber im spanischen Generalkonsulat in Jerusalem weiterhin Geschäfte machen. Nach dem Krieg hat sich die Bank an allen größeren Investitionen in Palästina beteiligt. Nach der Gründung desStaates Israel wurde die APC mit dem Aufbau und der Überwachung eines Währungssystems beauftragt und übernahm die Aufgaben einer Zentralbank. Da der Sitz der Bank noch immer London war, wurde eine israelische Bank mit dem Namen Bank Leumi Le-Israel gegründet. Diese übernahm 1951 alle Aktiva und Verpflichtungen der APC. 1954 wurde die Bank von Israel gegründet und übernahm die Funktion der Notenbank. Bank Leumi wurde damit zur reinen Geschäftsbank. Sie ist die zweitgrößte Bank Israels und hat Tochtergesellschaften in den USA, der Schweiz und Großbritanien und Niederlassungen in 19 Ländern (2004). Zweisprachig englisch/hebräisch. Originalsignaturen, rotes Siegel.

Nr. 1227 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bank Leumi Le-Israel B.M.
Zertifikat 1.000 IL, Nr. 111
29.7.1977 EF
Text in hebräisch, Firmenname auch in englisch. Originalsignaturen, rotes Siegel.

Nr. 1228 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Beth Sefer Reali Ivri, Haifa Ltd.
Share 10 £ P, Nr. 447
Haifa, 6.8.1950 VF
Zweisprachig vorderseitig hebräisch, rückseitig englisch. Prägesiegel mit Abbildung der Schule. Rarität.

Nr. 1229 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Gordon, Gas & Chemical Ltd.
6000 shares à 1 P £, Nr. 10
3.6.1945 VF
Noch heute in Tel-Aviv bestehende Gesellschaft. Zweisprachig englisch/hebräisch. Linker Rand mit Abheftlochung (teilwesie ausgerissen). Bisher unbekannt.

Nr. 1230 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Helka Meatim WeEsser BeGush 6154 Ltd.
159 shares à 1 IL, Nr. 4
Tel-Aviv, 15.5.1957 VF
Immobiliengesellschaft in Tel-Aviv, gegründet 1957 mit einem Kapital von 2000 IL, eingeteilt in 1900 Stamm- und 100 Vorzugsaktien. Firmenbesitz: 1/210-Anteil an dem Block 6154. Standardzertifikat mit aufgestempeltem Firmennamen, zweisprachig englisch/hebräisch, wobei alle Angaben nur auf hebräisch geschrieben wurden, Originalsignaturen. Äußerst selten!

Nr. 1231 Schätzpreis: 20,00 EUR
Startpreis: 10,00 EUR
Keren Kajemet Le-Israel (Jüdischer Nationalfonds)
Baumpatenschaft für 2 Bäume, Nr. 14456
ca. 1960 EF/VF
Der Jüdische Nationalfonds (JNF) wurde gegründet 1901 in Basel auf Initiative von Theodor Herzl als Wegbereiter eines jüdischen Staates gegründet. Bis 1948 betrieb JNF vor allem den Landerwerb für jüdische Siedler im britischen Mandatsgebiet Palästina, nach der Gründung des Staates Israel ab 1948 engagiert er sich bei der Kultivierung des Landes, u.a. durch die Anpflanzung von 220 Millionen Bäumen (Stand 2007). In Deutschland wurde der JNF als gemeinnützige Organisation 1952 in Düsseldorf gegründet. Rund 16.000 Spender in Deutschland unterstützen den JNF regelmäßig bei seinen Projekten zur Begrünung Israels. Dekorativ mit Baum-Vignette und Portrait von Theodor Herzl. Test nur hebräisch.

Nr. 1232 Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
King Solomon Bank Ltd.
5 debentures à 1 £ P, Nr. 2
Jerusalem, 10.6.1938 F
Gründung der Bank (hebräisch “Bank Shlomo HaMelech”) in den 20er Jahren in Jerusalem. Benannt nach dem biblischen König Salomon, der -965 bis -926 in dem Großreich Israel und Juda herrschte. Seine Regierungszeit gilt in der Bibel als eine Zeit legendären Friedens und Wohlstandes. Großformatiges Papier. Dreisprachig englisch/arabaisch/hebräisch, rückseitig die Bedingungen. Knickfalten gebrochen und hinterklebt, stellenweise fleckig, rechts oben Verletzung mit kleinen Fehlstellen. Äußerst selten.

Nr. 1233 Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Kupat Ashrai
(shel Haredei Polania Beeretz Israel)
Share 25 £ P, Nr. 2678
Jerusalem, 26.5.1946 VF/EF
Kreditbank der Chassidim. Gegründet von den orthodoxen, nicht zionistischen Juden aus Polen, eingewandert nach Palästina, angeführt von dem berühmten Rabbiner Avraham Mordechai Alter aus Góra Kalwaria. 200.000 Anhänger scharrte der Rabbi um sich. Nach seinem Tod wurde die spirituelle Bewegung von seinem Sohn Rabbi Simchah Bunim Alter (“Lev Simcha”) angeführt. Zweisprachig englisch/hebräisch, Prägesiegel. Namensaktie, mehrfach original signiert. Mit kpl. anh. Kupons. Knickfalten, sonst sehr guter Erhaltungszustand. Dieser Nennwert erstmals angeboten.

Nr. 1234 Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Nahelet Margolin Ltd.
100 shares à 1 LP, Nr. 1
Tel-Aviv, 26.7.1942 VF
Die Gesellschaft verwaltete vermutlich das Weingut der Familie Margolin in Rehovot. Ausgestellt auf Eliezer Margolin, original signiert von Joseph Margolin und B. Margolin als Direktoren. Eliezer Margolin (1875-1944), Soldat und Kaufmann, wanderte 1892 von der südwestrussischen Stadt Belgorad nach Palästina aus. Während der wirtschaftlichen Krise 1902 in Palästina wanderte er nach Australien aus, wo er Karriere als Berufssoldat machte. 1916-17 drei mal verwundert, 1918 übernahm er das Kommando über eines der dreien Jüdischen Bataillone der Britischen Arme, die in Palästina gegen die Türken kämpften. Danach baute Margolin das Erste Judische Bataillon von Judäa auf, mit eigenen Uniformen und Abzeichen und dem Hebräischen als Amtssprache. David Ben Gurion diente übrigens unter Eliezer Margolin in seiner Jüdischen Legion. Aktie Nr. 1!

Nr. 1235 Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
“OHEL SARAH” Home for those returning from Exile
Zertifikat 2 £ P, Nr. 882
Tel-Aviv, ca. 1930 EF
Sehr dekorativ mit Abb. des Zentrums für Wiederkehrer, rückseitig Bauplan. Bisher unbekannt.

Nr. 1236 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Palestine Amelioration Co. of Raananiya Ltd.
Share 5 £ Eg., Nr. 77
Jerusalem, 23.11.1924 VF
Auflage: 6.000. Die Gesellschaft betrieb wohl die kolonisatorische Besiedlung von Palästina. Zweisprachig englisch/hebräisch. Originalsignaturen. Mit anh. restlichem Kuponbogen. Extrem selten, zuletzt 1998 ein Stück angeboten.

Nr. 1237 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Palestine National Cinemas Ltd.
15 shares à 1 £ P. von 1945
Jaffa, von 1945 EF
Zweisprachig englisch/arabisch, original signiert. Interessantes Kinopapier aus der Zeit der britischen Mandatsmacht in Palästina.

Nr. 1238 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Safepack Products Ltd.
670 shares “A” à 180 IL, Nr. 2
3.10.1973 EF
Die 1960 gegründete Gesellschaft produziert spezielle Verpackungen in Kfar Saba, die weltweit exportiert werden. Zweisprachigg englisch/hebräisch. Strichentwertet. Bisher unbekannt.

Nr. 1239 Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Stadt Haifa
4 % Obl. 10 IL, Nr. 3276
Haifa, Sept. 1953 EF/VF
Dekorativ, rückseitig Bedingungen. Bisher unbekannte Anleihe der schönsten israelischen Stadt.

Italien

(PDF) Nr. 1240 Schätzpreis: 900,00 EUR
Startpreis: 450,00 EUR
Lloyd Triestino Soc. di Navigazione
Azione 400 Lit., Nr. 444
Triest, 15.5.1926 EF-
Gründung 1836 durch Karl Ludwig Bruck als Dampfschifffahrts-Gesellschaft des Österreichischen Lloyd (Soc. di Navigazione a Vapore del Lloyd Austriaco) nach Vorbild der Versicherungsgesellschaft British Lloyd’s. Den ersten formellen Postvertrag bekam die Ges. 1851. Gegen Ende des XIX. Jh. betrieb die Ges. den Post- und Passagierdienst in Europa und bis nach Asien, Afrika und Australien. Infolge des Zerfalls der österreichischen Monarchie 1918 und der Zugehörigkeit Triest zu Italien, änderte die Ges. ihren Namen zu Lloyd Triestino und änderte ihren Status von einer österreichischen zu einer italienischen Ges. Ab 1930 Ausweitung ihrer Post- und Liniendienste auf Indien, Fernost und Afrika. 1936 besaß die Ges. 75 Dampfer, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nur noch 5. In den 70er Jahren wurde Lloyd Triestino zum Vorreiter der Containerschifffahrt. Ab 1998 enge Zusammenarbeit mit der Schifffahrt Taiwans. Ab 1999 Liniendienste nach China. Am 1.1.1926 trat ein neuer Vertrag in Kraft, welcher die Ges. zur Unterhaltung von 7 Linien verpflichtete: 2 nach Ägypten, 3 nach der Levante und 1 nach dem Orient. Zum Ankauf neuer Schiffe wurde 1926 eine Kapitalerhöhung von 100 Mio. auf 150 Mio. Lire beschlossen. Hochdekorative Aktiengestaltung mit maritimen Motiven, u.a. Darstellung eines historischen Dampfseglers der Ges. von 1837 und eines modernen Dampfers von 1925. Eine Zierumrandung aus Schiffstauen. In der Platte vom Künstler mit P. Klodic 25 signiert. Erstaunlicherweise mit komplett anhängendem Kuponbogen. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Wirtschaftshistorisch hochbedeutend. Rarität (Einzelstück aus einer alten Sammlung)!

Nr. 1241 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
S.A. delle Strade Ferrate Livornese
3 % Obl. 500 Lire, Nr. 186808
Firenze, 1.1.1864 VF+
Auflage: 130.000. Gründung der Eisenbahngesellschaft am 31. März 1860. Sehr alter Ttitel mit dekorativer Säulen- und Rankenumrandung sowie zwei Vignetten mit fahrender Uraltbahn und Hafenszene mit Schaufelraddampfschiff.

Nr. 1242 Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Siciliani Prodotti Erboristici Derivati Agrumari Speda
Aktie 10 x 1.000 Lire, Nr. 1351-1360
Catania, 2.5.1956 EF
1955 gegründete sizilianische Gesellschaft, die Derivate aus Zitrusfrüchten herstellte. Tolle farbige Gestaltung mit riesigen Orangen und Zitronen, Schiff, Eisenbahn, Reagenzglas, Blüten. Mit anh. restlichen Kupons. Die Sammelaktie erstmals angeboten!

Nr. 1243 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Tramways de Palerme S.A.
Aktie 250 Frs., Nr. 11795
Brüssel, 10.9.1909 EF
Gründeraktie. Gründung 1909. Die Straßenbahn der sizilianischen Hauptstadt Palermo wurde mit belgischem Kapital finanziert. Sehr dekorative Jugendstil-Gestaltung. Rechter Rand unegal durch Kupontrennung.

Japan

Nr. 1244 Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
International Finance & Exchange Co.
10 shares à 200 Yen, Nr. 1499
Delaware, 10.6.1938 EF
Seltenes Beispiel für ein internationales Finanzunternehmen, das 1922 in Delaware, USA, registriert wurde, sich aber offensichtlich in japanischer Hand befand. Faksimile-Unterschriften des japanischen Präsidenten R. Yamada und des Vize-Präsidenten Y. Sakamitsu. Dreisprachig englisch/japanisch/chinesisch. Dekorative Umrahmung mit Fisch, Pferdekopf, Auto, Schiff, Brücke, Dynamo, Lokomotive, Fabrikgebäuden usw.

Jugoslawien

(PDF) Nr. 1245 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Associazione Marittima di Ragusa
Azione 200 Lire, Nr. 3531
Dubrovnik / Ragusa, 1.8.1871 EF-
Gründeraktie, Auflage: 5.000, verteilt auf die Jahrgänge 1870-1872. Gegründet 1869 in Ragusa (kroatisch Dubrovnik) im Süden Kroatiens an der Adria zwecks Bau von Segel- und Dampfschiffen und anschliessende Verwendung derselben für Gütertransporte. Ende 1875 besaß die Gesellschaft 13 Schiffe. Ragusa gehörte ab 1809 als Département Raguse zu den Illyrischen Provinzen des napoleonischen Frankreichs. Nachdem die Österreicher die Stadt 1814 besetzt hatten, fiel sie durch Beschluß des Wiener Kongreßes an Österreich und wurde Teil des Kronlandes Dalmatien. Von 1918 an gehörte die Stadt zu Jugoslawien. Zweisprachig. Hochdekorative Lithographie mit Segelschiff-Vignetten und Allegorien. Originalsignaturen.

Nr. 1246 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Piroter Handels-Gewerbebank
Aktie 1.000 Dinar, Nr. 2510
Pirot, 1.10.1930 EF
Gegründet 1907. Pirot ist die östlichste Stadt Serbiens, kurz vor der Grenze zu Bulgarien. Eine der schönsten europäischen Bankaktien. Kyrillische Schrift, ausdrucksvoller Mehrfarbendruck. Doppelblatt, mit Kupons.

Kanada

Nr. 1247 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
British Canadian Lumber Corp. Ltd.
10 preference shares à 100 $, Nr. 10573
Montreal, 4.4.1912 EF/VF
Hätten Sie’s gewußt? Napoleon war der Grund für das Aufblühen der Wald- und Forstindustrie in der Gegend von Midland/Penetang (an der Georgian Bay, dem nordöstlichen Huronsee in der Provinz Ontario). Seine mit dem Dekret von Berlin 1806 eingeleitete völlige Handelsblockade Großbritanniens (heute als “Kontinentalsperre” bekannt) zwang das Königreich, sich nach alternativen Bezugsquellen umzusehen. 1829 baute ein Jacob Gill das erste Sägewerk in der Gegend, das Werk der späteren (nach diversen Eignerwechseln 1911 gegründeten) British Canadian Lumber Corp. entstand 1869. Holz war das bevorzugte Baumaterial der Zeit, und nach dem großen Feuer von Chicago war dieses Sägewerk der größte Lieferant für den Wiederaufbau. 1881 wurde in der Sägemühle die erste elektrische Beleuchtung in der ganzen Provinz Ontario installiert. Seine Boomphase erreichte das Geschäft zwischen 1910 und 1920, dann waren die Wälder durch Raubbau abgeholzt und die Sägewerke gingen ein. Toller Stahlstich von Waterlow & Sons, Vignette mit Wald, Baumstämmen beim Flößen und einer Fabrik.

Nr. 1248 Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Ford Motor Co. of Canada
5 shares class A, Nr. 9771
14.11.1930 EF/VF
Im Jahr 1903 legte Henry Ford den Grundstein für die heutige Weltfirma. Seine Vision war, “Autos für die Massen” zu bauen. Bereits 1904 wurde die kanadische Ford-Tochter gegründet. Sie hatte exclusive Herstellungs- und Vertriebsrechte im gesamten britischen Empire mit Ausnahme von England, Irland und Schottland. Ihre Aktivitäten erstreckten sich folglich über Kanada hinaus auch auf Neuseeland, Australien, Indien und Südafrika. Die Jahresproduktion erreichte 1924 mit fast 80.000 Autos einen vorläufigen Höchststand. Die Aktien notierten in New York, Toronto und Detroit. Allegorische Stahlstich-Vignette mit Muskelmännern, Weltkugel und dem Ford-Emblem. Kaum mehr als 20 Stücke wurden im Sommer 1998 entdeckt. Entwertet.

Nr. 1249 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Ford Motor Co. of Canada Ltd.
Depositary’s Certificate 10 US-Units, Nr. 2263
5.11.1924 VF
Äußerst selten und sehr günstig angeboten!

Nr. 1250 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Hudson Bay Mines Company Ltd.
1 share à 5 $, Nr. 104981
New-Liskeard, 15.10.1911 EF
Bergbau in der Provinz Ontario (Kanada), die für mannigfache Bergbauaktivitäten (u.a. Gold-, Nickel-, Kupfer-, Platin-, Silber-, Kobalt- und Eisenerzbergbau) bekannt ist. Abb. von Minenarbeitern beim Schlagen des Erzes sowie zwei Minenarbeitern als Porträts. Zweisprachig: englisch/französisch. Sehr selten. Anh. Kupons.

Lettland

Nr. 1251 Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
AG Rigaer Papierfabriken
Aktie 1.000 Rubel, Nr. 672
Riga, 1901 EF
Auflage: 960. Bedeutende, bereits 1858 gegründete Papierfabrik. Zweisprachig russisch/deutsch, rückseitig Statuten. Diverse Überdrucke und Umschreibungen. Sehr dekorativ. Doppelblatt. Sehr selten.

Nr. 1252 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Scierie de Riga A. Broitman S.A.
Aktie 100 Lats, Nr. 1226
Riga, 1925 VF+
Sägewerk in Riga (Gründung 1922). Zweite Emission. Schöne Zierumrandung. Zweisprachig: lettisch/französisch. Kpl. anh. Kupons.

Mexiko

(PDF) Nr. 1253 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Banco Central Mexicano S.A.
Aktie 100 Pesos, Nr. 168751
Mexico, 2.1.1908 EF/VF
Eine 1884 getroffene Regelung, wonach nur die Bundesregierung und nicht mehr die Lokalinstanzen das Notenrecht vergeben duften, wurde mit dem das Notenrecht regelnden Gesetz vom 3.6.1896 wieder ausgehoben. Von nun an stieg die Zahl der Notenbanken erheblich. Banco Central Mexicano wurde 1899 gegründet. Durch Dekret vom 15.12.1916 hatte man sämtlichen Notenbanken das Notenprivileg abgesprochen und etlichen Banken die gesamten Metallbestände beschlagnahmt. Anh. Kupons.

Niederlande

Nr. 1254 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Blaupunkt (Nederland) N.V.
Aktie 1.000 fl., Specimen
Amsterdam, ca. 1960 EF
Holländische Tochtergesellschaft der Blaupunkt-Werke GmbH, Hildesheim, Hersteller von Autoradios, Fernsehempfänger, Rundfunkgeräten und HiFi-Anlagen. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Äußerst seltenes Musterstück aus dem aufgelösten de Bussy-Archiv.

Nr. 1255 Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Nederlandsche Handel-Maatschappij
Lijst van 15 Aandeelen à 1.000 fl., Nr. 26192 -26206
Amsterdam, 13.9.1860 EF
Das weitaus bedeutendste Unternehmen (gegründet 1824) des Königreichs der Niederlande. Die Gründung veranlasste König Wilhelm höchstpersönlich. Den von ihm gewollten Zweck, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu befördern, erfüllte die Gesellschaft fast eineinhalb Jahrhunderte lang. Erst 1964 ging die Nederlandsche Handels-Maatschappij durch Fusion mit der „De Twentsche Bank“ in der „Algemene Bank Nederland“ auf. Im Besitz von Seiner Königlichen Hoheit Willem Frederik Karel Prins der Nederlanden. Die Anteile waren als Namensaktien (wie auch bei der V.O.C.) in den Büchern der Gesellschaft eingetragen, dokumentiert wurden also (wie im vorliegenden Fall) jeweils Übertragungen von Aktien. Mit Originalunterschriften. In dieser Form (Aktien des Prinzen der Niederlande) sind lediglich acht Stücke bekannt.

Österreich

Nr. 1256 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Axamer Lizum Hotelbetriebs-AG Tyrol
Aktie 1.000 S, Nr. 10112
Wien, April 1964 UNC-
Auflage: 10.045. Die IX. Olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck waren der Anlaß für die Gründung dieser AG im Jahr 1963. In der Axamer Lizum, Austragungsort der Skidisziplinen, wurde das “Sporthotel Olympia” gebaut. Schon im Sommer 1965 wurde das Hotel verkauft und die AG trat in Liquidation. Vignette mit Alpenpanorama. Mit kpl. Kuponbogen.

Nr. 1257 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Creditanstalt-Bankverein
Aktie 100 RM, Nr. 13514
Wien, Okt. 1939 UNC-
Auflage: 40.000. Gegründet 1855 als “Oesterreichische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe”. 1934 Fusion mit dem (1869 gegründeten) Wiener Bank-Verein. Die bedeutendste Großbank des Landes, 1946 von der Republik Österreich verstaatlicht. 1997 übernahm die Bank Austria die Staatsanteile. Im Juli 2000 efolgte der Zusammenschluß mit der deutschen HypoVereinsbank (HVB). 2002 fusionierten Bank Austria und Creditanstalt zur Bank Austria Creditanstalt. Bei Ausgabe dieser Aktie war Hermann J. Abs (dessen Deutsche Bank sich der CA als Großaktionär bemächtigt hatte) stv. AR-Vorsitzender. In keiner Weise entwertet, in dieser Form äußerst selten.

Nr. 1258 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Erste k.k.priv. Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft
4 % Schuldv. 400 Mark, Nr. 25
Wien, 1.5.1882 EF/VF
Gründung 1830. Nach der Österr. Nationalbank und der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn war dies überhaupt erst die dritte börsennotierte AG der Donaumonarchie. In den besten Zeiten befuhren fast 200 Dampfer und 750 Frachtschiffe folgende Linien: Donau von Regensburg bis Sulina (2.535 km), Drau von Drnje bis Draueck (234 km), Theiss von Szolnok bis Theisseck (453 km), Franzenskanal (117 km), Bergakanal (114 km), Save von Sissek bis Savespitz (660 km) sowie 182 km am Schwarzen Meer. Zur Versorgung der eigenen Flotte wurde um die Jahrhundertwende das größte Steinkohlenvorkommen Ungarns im Fünfkirchener Becken erworben. Auf einer fast 60 km langen Eisenbahn-Strecke wurde die Kohle von den Bergwerken nach Mohács an die Donau transportiert. Eigene Schiffswerften in Korneuburg und Budapest. Lange Zeit das weltgrößte Unternehmen der Binnenschifffahrt. Das letzte Dampfschiff (die Schönbrunn) wurde 1989 außer Dienst gestellt. In den 20 Jahren davor fuhr die DDSG 4,5 Mrd. S Verluste ein, die Liquidation des traditionsreichen Unternehmens war die unumgängliche Konsequenz. Dekoratives Stück mit Doppeladler. Doppelblatt.

Nr. 1259 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Frömag Schweiss- und Konstruktionswerke AG
Aktie 200 Kr., Nr. 1659
Wien, 16.5.1922 EF
Gründeraktie. Gründung 2.5.1922 zur Übernahme des 1871 gegr. Unternehmens Alfred Frömel, dessen Schweißanlage, Großbau- und Autospenglerei. Produktion von Eisenbarrels, Rohrleitungen, Reservoirs, Boiler, Ölreiniger, Kupolöfen, Gießpfannen, Gusslöffel etc. 1924 Eröffnung des Ausgleichsverfahrens, 1926 in Liquidation. Die Fabrikanlagen wurden an die Maschinen- und Bronzewarenfabrik AG L.A. Riedinger verkauft. Dekorative, florale Umrandung. Doppelblatt, mit Kupons.

Nr. 1260 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Julius Meinl AG
5 % Teilschuldv. 100 RM, Nr. 791
Wien, Aug. 1940 EF
Auflage: 6.000. Gründung 1919 zur Übernahme der 1862 gegr. Firma Julius Meinl, Kaffee-, Tee- und Kakao-Import. Eigene Kaffeeröstereien und Fabriken zur Produktion von Schokolade, Zuckerwaren, Essig, Senf, Teigwaren, Marmelade, Kompott und Fruchtsäften. Beteiligung an den selbständigen Tochtergesellschaften in Ungarn, Tschechoslowakei, Italien, Rumänien, Polen und Jugoslavien sowie an der Dänisch-Österreichischen Margarinewerke AG und der Coloniale Likörfabrik AG. Noch heute die bekannteste Einzelhandelsmarke in Österreich. Doppelblatt.

Nr. 1261 Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
k.k. priv. Oesterreichische Nordwestbahn
5% Schuldv. 600 Mark/300 Gulden, Nr. 41204
Wien, 12.12.1874 VF+
Auflage: 46.666. Gründung 1868, Sitz in Wien, Nordwestbahnhof. Das Bahngebiet umfaßte zuletzt insgesamt 1.444 km, bestehend aus der Hauptbahn Wien-Jungbunzlau (352 km) mit den Zweigbahnen Deutschbrod-Rossitz-Pardubitz und Gross-Wossek-Oarschnitz sowie insgesamt 308 km langen Elbethalbahn. Die Bahn beförderte vor ihrer Verstaatlichung jährlich bis zu 3 Mio. Fahrgäste, 2,5 Mio. t Frachtgut und 2 Mio. t Kohle und Koks. 1924 wurden gemäß des Friedensvertrages von St. Germain Österreich zu 15,092 % und die Tschecho-Slowakei mit 84,908 % Schuldner. Dekorativ, gedruckt auf grünem Papier mit Doppeladler im Unterdruck. Doppelblatt, mit Kupons. Im Falz des Doppelblattes fast durchgehend gerissen.

Nr. 1262 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
M. L. Biedermann & Co. Bankaktienges.
Aktie 10 S, Nr. 60485
Wien, 27.11.1925 EF
Traditionsreiche, bereits 1792 von Michael Lazar Biedermann gegründete Privatbank. Anläßlich der Umwandlung in eine AG im Jahr 1921 von I., Bräunerstr. 6 in das neue Bankgebäude I., Plankeng. 3 übersiedelt. Anfang der 20er Jahre war der berühmte Nationalökonom Schumpeter Vorstandsdirektor. 1925 übernahm eine internationale Finanzgruppe (Gebr. Arnhold in Dresden, Morgan, Livermore & Co. in New York sowie erste Londoner, Amsterdamer und Pariser Bankfirmen) die Aktienmehrheit. Doppelblatt, mit Kupons.

Nr. 1263 Schätzpreis: 40,00 EUR
Startpreis: 20,00 EUR
Österreich, k. k. Staatsschulden-Casse
5 % Schuldv. 1.000 Gulden, Nr. 94090
Wien, 1.10.1868 VF
Der “Deutsche Krieg” von 1868 zwischen Österreich und Preußen bewirkte eine grundlegende Neuordnung der Verhältnisse: Der “Deutsche Bund” wurde aufgelöst, neu entstand der “Norddeutsche Bund” unter Führung von Preußen, aus dem Österreich ausgeschlossen blieb. Der Verlust der Vorherrschaft in Deutschland nötigte die Habsburger Monarchie, sich mit den Ungarn zu verständigen: 1867 entstand die Doppelmonarchie, wobei die Sonderverfassung Ungarns von 1848 wiederhergestellt wurde. In diesem Zusammenhang wurde auch eine vollständige Neuordnung der k. k. Staatssschulden nötig: Alle Ende 1867 bestehenden Staatsschulden wurden in dieser neuen Anleihe zusammengefaßt. Herrliche Gestaltung mit Doppeladler, Allegorien und Putti in Umrahmung aus Eichenlaub-Ranken. Doppelblatt, inwendig ist der Text in nicht weniger als 12(!) weiteren Sprachen wiedergegeben. Doppelblatt, mit Kupons.

Nr. 1264 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Sopron-Pozsonyer (Oedenburg-Pressburger) Localbahn AG
Prior.-Aktie 100 Gulden, Nr. 14187
Budapest, Mai 1897 EF/VF
Gründeraktie. Das Bahngebiet umfasste 1900 knapp 100 km, von Oedenburg über Vulka-Pordany, Ligetfalu nach Pressburg, eröffnet am 18.12.1897. Dreisprachig deutsch/ungarisch/französisch. Herrliche Gestaltung mit Abb. über die ganze Breite der Aktie, u.a. Schloss Esterhazy. Doppelblatt.

Nr. 1265 Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Steirische Wasserkraft-
und Elektrizitäts-AG
4,5 % Schuldv. 662 RM, Nr. 2759
Graz, Dez. 1939 EF
Gründung 1921. Die Gesellschaft betrieb ein Dampfkraftwerk und mehrere Wasserkraftwerke; sie versorgte den größten Teil der Steiermark mit Strom. Diese Anleihe ausgegeben zum Umtausch der 1929er-Dollaranleihe. Doppelblatt, mit Kupons.

Nr. 1266 Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Steyr-Daimler-Puch AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2377
Steyr, Juli 1942 EF+
Auflage: 39.532. Gründung 1869 vom Wiener Bankverein zur Übernahme der seit 1830 bestehenden Gewehrfabrik von Leopold Werndl in Steyr und Letten als “Österreichische Waffenfabriks-Gesellschaft” (weshalb die seit 1916 gebauten Autos im Volksmund “Waffen-Autos” hießen). Lange Zeit eine der größten Waffenfabriken. 1894 Aufnahme der Produktion von Fahrrädern. 1916 Bau einer großen Fabrik in Steyr für Flugmotoren, LKW’s und Personenwagen. Für die PKW-Entwicklung wurde 1917 Hans Ledwinka, der berühmte Konstrukteur der Tatra-Wagen, gewonnen. 1929-30 konstruierte Ferdinand Porsche den luxuriösen Steyr “Austria”, der aber nie in Serie ging. 1926 umbenannt in Steyr-Werke AG. 1934 Fusion mit dem bisherigen Konkurrenten Austro-Daimler-Puchwerke AG. Damit kam auch die Fahrrad- und Motorräderfabrik in Graz (ehem. Puchwerke) zu Steyr-Daimler-Puch, während die Automobilproduktion von Austro-Daimler in Wr. Neustadt nach Steyr verlegt wurde. Nach Wiederaufbau des Hauptwerkes Steyr nach dem 2. Weltkrieg wurden dort Traktoren und Lastkraftwagen gebaut. Um 1980 war die Firma mit rd. 17.000 Beschäftigten das drittgrößte österreichische Industrieunternehmen mit Werken in Steyr, Letten, Graz, Wien-Simmering und St. Valentin. Produziert wurden LKW’s (kam später an MAN), Omnibusse (kam später an VOLVO), Traktoren (kam später an den US-Konkurrenten Case), Kleinautos (bis 1973), Geländewagen (u.a. für Mercedes-Benz, bis 2000), Rad- und Kettenfahrzeuge, Wälzlager, Waffen sowie Motorräder, Mopeds und Fahrräder. In den 90er Jahren veräußerte der Mehrheitsaktionär alle nicht mit der Automobilindustrie zusammenhängenden Aktivitäten, danach wurde die Steyr-Daimler-Puch-AG an den Automobilzulieferer Magna verkauft.

Nr. 1267 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft
Aktie 10 x 200 Kr., Nr. 915671-680
Wien, 1.7.1923 EF
Gründung 1872, das ehedem bedeutendste Montanunternehmen der Monarchie. Die 8 Braunkohlenwerke in Slowenien förderten zuletzt fast 2 Mio. t Braunkohle im Jahr. Außerdem Steinkohlenwerke im italienischen Istrien, Zinkerzbergbau und Zinkhütte sowie eine Glashütte in Zagorje (Slowenien), ferner Betrieb von zwei Zementfabriken und zwei Ziegeleien. Mehrheitsaktionär war ein französisch/schweizer Konsortium. Die Aktien notierten in Wien, Belgrad, Zagreb, Ljubljana, Genf, Lyon und Paris. Doppelblatt, mit Talon.

Nr. 1268 Schätzpreis: 3.500,00 EUR
Startpreis: 1.750,00 EUR
Wiener Riesen Rad Limited
2 shares à 1 £, Nr. 738
London/Wien, 21.3.1898 EF
Am 7.4.1766 gibt Kaiser Joseph II. den Prater für alle Bürger frei. Die Bevölkerung nimmt das Geschenk dankbar an: Bald zählt man an manchen Feiertagen bis zu 60.000 Besucher. Allein am Weißen Sonntag 1852 werden 300 Ochsen, 4.000 Gänse und 12.000 Brathühner verzehrt. Ende des 19. Jh. kommt der britische Marineoffizier Walter B. Basset auf die Idee, den Prater um eine Volksbelustigung zu bereichern, die sich schon in Blackpool, London und Chicago als Publikumsmagnet bewährt hat. Also bekommt eine von ihm initiierte englische Gesellschaft (wie übrigens auch beim inzwischen längst vergessenen Pariser Riesenrad, das damals mit 40 Wagen das größte Riesenrad der Welt war) die Konzession. Zwei Ingenieure und sechs Monteure machen sich an den Bau, Basset selbst streckt die Baukosten von 500.000 Kronen vor und verbrieft die Fiannzierungskosten hinterher nicht nur in Aktien der englischen Gesellschaft, sondern auch in einer Anleihe von 10.000 £ (eingeteilt in 40 Stücke zu 250 £). In Anwesenheit der englischen Kolonie von Wien und zu den Klängen der britischen Nationalhymne setzt Lady Horace Rumbold, die Gattin des englischen Botschafters, am 25.6.1897 die letzte Schraube ein. Dann werden die 30 Wagen eingehängt und das 64 m hohe Riesenrad geht zur Feier des 50. Thronjubiläums von Kaiser Franz Josef I. in Betrieb. Für einen Film dreht Madame Solange d’Atalide, eine erfolgreiche Zirkusdirektorin und Reiterin, 1914 auf einem Pferd sitzend auf dem Dach eines Waggons eine Runde mit dem Riesenrad. Trotz solch spektakulärer Aktionen ist das Riesenrad wirtschaftlich ein Flop - umso mehr, als es im 1. Weltkrieg aus militärischen Gründen jahrelang stillsteht. Für das außen 55 m durchmessende 244 t schwere Riesenrad (die gesamten Eisenkonstruktionen wiegen 430 t) wird 1916 die gerichtliche Abbruchgenehmigung erteilt. Ironie der Geschichte: Weil den Eisenschrott niemand kaufen will und deshalb noch nicht einmal für den Abriß Geld da ist, bleibt das Riesenrad stehen und wird ab 1920 von immer mehr US-amerikanischen Filmproduzenten als Motiv verwendet. Besitzer ist inzwischen Eduard Steiner aus Brünn. Sein jüdischer Glaube wird ihm zum Verhängnis: Das Riesenrad wird “arisiert”, vier Parteigenossen handeln ihn dabei auf ein Viertel des Kaufpreises herunter. Doch auch dieses Geld sieht Eduard Steiner nie: Am 18.6.1944 kommt er im KZ Auschwitz um’s Leben. Am 16.9.1944 geht das Wiener Riesenrad bei einem Luftangriff in Flammen auf. Schon 1945 wird es zur gleichen Zeit wie der Stephansdom, die Staatsoper und das Burgtheater wieder aufgebaut. 1947 geht die größte Wiener Attraktion mit allerdings halbierter Zahl von 15 Wagen wieder in Betrieb. 80 % der Anteile hält zwischenzeitlich der Staat, der das Riesenrad 1953 an die Steiner-Erben zurückgibt. An der Betriebs-GmbH beteiligt sich auch der ebenfalls aus Brünn stammende Rechtsanwalt Dr. Karl Lamac. Als 1961 der Wiener Stadtrat ein Kaufangebot der Betreibergesellschaft ausschlägt, übernimmt Dr. Lamac auch die restlichen Anteile - heute lautet die Firma “Wiener Riesenrad Dr. Karl Lamac & Co. KG”. Im Mai 2002 ist schließlich eine kleine Sansation zu vermelden: Acht der seit Jahrzehnten verschollenen Original-Wagen kehren zurück und laden im Panorama die Besucher auf eine Reise durch Geschichte und Geschichten Wiens und des Praters ein. Mehrfarbiger Stahlstich von Waterlow & Sons mit detaillierter Vignette des Riesenrads mit seinen damals noch 30 Wagen. Zweisprachig englisch/deutsch, mit Originalunterschrft des Initiators Walter B. Basset. Rein finanzhistorisch hatte die Wiener Riesen Rad Limited keine überragende Bedeutung, aber unter dem Aspekt der Zeitgeschichte ist dieses Stück eine der wichtigsten und bemerkenswertesten österreichischen Aktien überhaupt. Mit anh. Kuponbogen (nur 1 Kupon fehlt). Von diesem Nennwert das einzige uns bekannte Stück.

Panama

(PDF) Nr. 1269 Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Unilac, Inc.
1 share à 12 $, Nr. xx862
Panama, 1.4.1948 EF
In dieser Gesellschaft waren ausländische Interessen der Nestlé gebündelt. Die Unilac-Aktie war untrennbar mit der Nestlé-Aktie verbunden. Vignette mit Fabrikansicht. Entwertet.

Paraguay

Nr. 1270 Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
S.A. de Minerales en las Serranias de Amambay y Maracayu
Aktie 100 Pesos, Nr. 714
Buenos Aires, 17.7.1877 EF
Gründeraktie, Auflage: 2.000. Die Gesellschaft betrieb Bergbau am Südhang des Serra de Maracaju (das Gebirge ist heute im äußersten südlichen Zipfel des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso an der Grenze zu Paraguay gelegen, damals gehörte der Landstrich noch zu Paraguay). Schöner purpurrot/schwarzer Druck mit den Wappen von Paraguay und Argentinien vor Gebirgsketten mit aufgehenden Sonnen. Nur 12 Stücke wurden gefunden. Unentwertet.

Philippinen

Nr. 1271 Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Manila Railway Co. (1906)
4 % Debenture Bond 200 £, Nr. 1348
Manila, 10.5.1907 EF/VF
Auflage: 5.000. Gründung 1888 als englische Gesellschaft zur Übernahme einer Konzession, die 1887 vom spanischen Gouvernment für eine Strecke von 196 km über 99 Jahre erteilt wurde. Die spanische Regierung zahlte regelmäßig die vertragsmäßig vereinbarten Zuschüsse. 1898 wurden die Philippinen nach dem Seesieg des Admirals G. Dewey über die Spanier bei Manila an die USA abgetreten, die die Verpflichtungen der Manila Railway gegenüber nicht erfüllten. 1903 wurde die Konzession von der Philippinischen Regierung übernommen. Nach langwierigen, aber ergebnislosen Verhandlungen mit den USA, wurde 1906 eine neue Eisenbahngesellschaft in New Jersey, USA, gegründet, die Manila Railway Co. (1906), die von der englischen Gesellschaft die Liegenschaften und die technische Ausrüstung übernommen hatte. Ihre Aktivitäten dauerten bis 1917 an. Dekorativer Stahlstich mit Dampflok-Vignette. Äußerst seltener Nennwert. Anh. Kupons, entwertet.

Polen

Nr. 1272 Schätzpreis: 700,00 EUR
Startpreis: 350,00 EUR
Bank Rzemieslniczy S.A. (Handwerkerbank AG)
Aktie 2. Emission 25 zl., Nr. 12136
Lodz, 1925 EF
Gründung 1925. Äußerst dekorativer, farbenfroher Druck mit verschiedenen Zunftzeichen, ausgeführt als Chromolithographie. Links weibliche Allegorie des Fortschritts, rechts ein Schmid in seiner Werkstatt. Rückseitig Statuten. Mit kpl. anh. Kuponbogen. Seit vielen Jahren höchstens 5-6 Stücke bekannt.

Nr. 1273 Schätzpreis: 4.000,00 EUR
Startpreis: 2.000,00 EUR
City of Warsaw (Stadt Warschau - Miasto Stoleczne Warszawa)
7 % Gold Bond 1.000 $, Nr. 7194
1.2.1928 VF
ABNC-Druck mit herrlicher Stahlstichvignette mit zwei weiblichen Allegorien und zwei Kindern: links die Göttin der Landwirtschaft, rechts die Göttin der Wissenschaften. Teil einer Amortisationsanleihe auf Goldbasis mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Mit anhängenden restlichen Kupons ab 1940 und unentwertet. Eine der seltensten polnischen Amerika-Anleihen &u