Auktionshaus Gutowski
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39. Auktion Historischer Wertpapiere am 3. November 2008
Auftragszettel (bid sheet)
Ägypten
Nr. 1
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Egyptian Land and General Trust Ltd.
1 share à 1 £, Nr. 127
London, 30.12.1907
Erhaltung: VF+
Die 1905 gegründete Gesellschaft kaufte in Ägypten größere Ländereien zwecks Parzellierung und anschließendem Verkauf, doch eine Flaute am ägyptischen Immobilienmarkt ruinierte sie. Großformatig, herrlicher Stahlstich, Vignette mit Pyramiden und Sphinx, einer Kamel-Karawane und gefräßigen Krokodilen. Zweisprachig englisch/ französisch. Mit anhängenden Kupons.
Nr. 2
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Express Nile Steamers Co.
10 Parts de Fondateur, Nr. 10481-90
Kairo, 20.4.1906
Erhaltung: EF
Gründungsemission, Auflage 1000. Die Gründung der Nil-Express-Dampfschifffahrts-Gesellschaft wurde am 7.4.1906 vom ‘Abbas II. Hilmi, dem Khediven von Ägypten, genehmigt. Der Kreis der Gründer war international besetzt: Otto Sterzing aus Deutschland, Georges Pangalo aus Griechenland, Oscar Emsheimer aus USA, Henri H. de Vries aus Holland, Henri Boutigny aus Grossbritannien, Gustave Lantié aus Frankreich und Paul Vereecken aus Belgien. Herrliche Vignette mit Abbildung eines typischen Touristen-Nildampfers. Die mehrstöckigen Dampfer waren speziell für den Einsatz in den stellenweise sehr flachen Nilgewässern konstruiert. Mit komplett anhängenden Kupons.
Nr. 3
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Marconi Radio Telegraph Co. of Egypt
10 shares à 4 £eg., Nr. 2278
Kairo, 20.12.1926
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie. Eine der zahlreichen Tochtergesellschaften von Marconi’s Wireless Telegraph Co. In Zusammenarbeit mit der Eastern Telegraph Co. wurde Ägypten an das weltweite Telegraphennetz angeschlossen. 1928 errichtete Marconi Radio Telegraph Co. in Ägypten Relaisstationen für die drahtlose Telegraphie. Auch die Einführung des Radios verdankt Ägypten Marconi. Der erste experimentelle Radiosender wurde von Marconis Gesellschaft 1925 in Kairo errichtet. Ab 1926 wurden von 9.00 Uhr morgens bis Mitternacht Musik und Gesang bis nach Alexandria ausgestrahlt. Mit der Gründung der Egyptian Broadcasting Co. übernahm 1934 der ägyptische Staat die Kontrolle über das propagandistisch wichtige Telekommunikationsmedium. Guglielmo Marconi (1874-1937) erhielt 1909 den Nobelpreis für Physik. Originalsignatur des Direktors. Mit anhängenden restlichen Kupons.
Nr. 4
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Soc. Misr pour le Transport et la Navigation
Aktie 10 L.eg., Nr. 45750
Kairo, 17.10.1925
Erhaltung: EF
Die Schifffahrtsgesellschaft wurde 1925 gegründet. Wunderschöne Gestaltung in mehreren Farben, links Wikinger-Schiff, rechts modernes Frachtschiff, mittig ein riesiger Anker und mehrere Segelboote im Unterdruck.
Argentinien
Nr. 5
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Cia. Industrial y Minera Taquimilan CIMITA S.A.
Aktie 10 x 25 Pesos, Nr. 79
Buenos Aires, 15.5.1942
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage: 76. Taquimilan liegt am Osthang der Kordillere in der argentinischen Provinz Neuquén im Nordwesten Patagoniens. Wahrscheinlich hatte es die Ges. auf die Steinkohlenlager bei El Turbio abgesehen, denn andere ausbeutbare Bodenschätze (außer Erdöl und Erdgas, was die Statuten aber ausdrücklich ausschlossen) besitzt Patagonien nicht. Abb. mit Förderturm und Loren-Kippanlage. Mit komplett anhängenden Kupons.
Nr. 6
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Cia. Tramways Electricos del Sud
Accion 100 Pesos, Nr. 20394
Buenos Aires, 4.12.1918
Erhaltung: VF+
Die 1905 gegründete Gesellschaft erschloß den Süden der Hauptstadt Argentiniens (Richtung Plaza Constitucion) mit Straßenbahnlinien. Bis 1930 wurden Dividenden gezahlt. Tolle Vignette mit alter Straßenbahn. Originalsignaturen. Linker Rand mit Abheftlochung. Äußerst selten!
Nr. 7
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Compania Terrenos de Golf en San Martin S.A.
Aktie 100 Pesos, Nr. 1861
Buenos Aires, 13.9.1949
Erhaltung: VF
Gegründet 1907 zum Bau und Betrieb eines Golfplatzes. Ausgegeben waren insgesamt 3500 Aktien. Die Aktionäre und Direktoren der Gesellschaft waren ganz überwiegend englische Geschäftsleute, die damals - vor dem “Rauswurf” durch Peron - das Wirtschaftsleben des Landes noch völlig beherrschten. Nur zwei Stücke dieses Jahrgangs wurden gefunden. Foto auf der nächsten Seite.
Nr. 8
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Ferro Carril Central de Buenos Aires
5% Debenture 100 £ stg., Nr. 6163
31.3.1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage: 1.230. Gegründet 1906. Aufgrund von bis 1886 zurückreichenden Konzessionen der argentinischen National- und Provinzregierungen wurde ein 252 Meilen langes Streckennetz betrieben, vor allem die normalspurige Ringeisenbahn um Buenos Aires, in die alle Fernbahnlinien der Entre Rios-, Argentine North Eastern und Paraguay Central-Systeme einmünden und deren östlicher Teil parallel zu den Hafenanlagen läuft. Ein Teil des Betriebes (einschließlich des Hafens Zárate) wurde von der Buenos Ayres Lacroze Tramway Co. geführt. Schöner Druck von Waterlow, große Vignette mit Güterzug und Bahnhof, Nebenvignetten mit Kaianlagen und Bahnarbeiter-Camp. Mit anhängenden restlichen Kupons. Originalsignaturen lochentwertet.
Nr. 9
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Minas de Misiones S.A.
Aktie 1.000 Goldpesos, Nr. 93
Buenos Aires, 15.11.1879
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage: 100. Bergwerke in den Bergen von Misiones am Oberlauf des Uruguay. Hier ragt ein kaum mehr als 100 km breiter Zipfel des argentinischen Staatsgebietes hunderte von Kilometern nach Nordosten und trennt Paraguay und Brasilien voneinander. Schöne allegorische Vignette, liegende Fortuna stützt sich auf ein Füllhorn mit Geldstücken. Nur 6 Stücke wurden 2004 gefunden.
Australien
Nr. 10
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Broken Hill South Silver Mining Co.
20 shares (fully paid up) à 1 £, Nr. 1605
Melbourne, 11.10.1893
Erhaltung: VF
Die 1893 gegründete Gesellschaft betrieb Silber-, Blei- und Zinkgruben bei Broken Hill Barrier Ranges in New South Wales. 1918 wurde die Gesellschaft reorganisiert und in die Broken Hill South Ltd. eingebracht. Äußerst selten!
Belgien
Nr. 11
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Avions et Moteurs Renard S.A.
Part de fondateur, Nr. 133
Brüssel, 8.4.1927
Erhaltung: EF
Gründeranteil, Auflage 4000. Gegründet 1927 als Motoren-Hersteller. 1928-1929 wurde das einsitzige Ganzmetall-Flugzeug “Epervier” mit einem Sabca Jupiter Motor von Alfred Renard gebaut. Schon 1929 wurde die Constructions Aéronautiques G. Renard gegründet um kommerzielle Flugzeuge zu bauen, wie die R-17-100 und R-30-300. Mit anhängenden Kupons. Nur 5 Stücke wurden im Frühjahr 2000 in Brüssel gefunden.
Nr. 12
Schätzpreis: 1.200,00 EUR
Startpreis: 600,00 EUR
Cie. d’Assurance maritime et d’Incendie de l’Escaut
Aktie 1.000 fl., Nr. 142
Antwerpen, 1.5.1821
Erhaltung: VF
Gründeremission, Auflage 2000. Das Kapital der Ges. betrug 2 Mio. fl. Auf diese Aktie waren zunächst 250 fl eingezahlt. Seeschiffahrts- und Feuerversicherungs-Gesellschaft der Schelde, gegründet am 3.3.1821. Die Ziele der Gesellschaft bestanden darin, Kriegs- und Seeschaden an Schiffen und Ladungen zu versichern. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurde die Gesellschaft von der englischen “Prudential Assurance” übernommen. Schönes großformatiges Stück mit allegorischer Vignette. Originalunterschriften, u.a. des Gründers Charles H. Diercxsens und des späteren Antwerpener Bürgermeisters Gerard J. A. Le Grelle.
Nr. 13
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Cie. des Installations Maritimes de Bruges S.A.
Action Privilégiée 500 Frs, Nr. 8033
Brügge, 1.5.1904
Erhaltung: EF
Die Gesellschaft baute den Hafen der Stadt Brügge mit Verbindungskanal zur Nordsee und betreibt den Hafen heute noch. Hochdekorativer, mehrfarbiger Druck. Spätestens seit diese Aktie zum Titelbild des Suppes-Kataloges gekürt wurde, ist sie der größte und gesuchteste Klassiker unseres Sammelgebietes. Mit komplett anhängendem Kuponbogen.
Nr. 14
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Cie. Internationale des Grands Hotels
Action Privilégiée 500 Frs., Nr. 4320
Brüssel, 28.5.1894
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 6000. Gegründet durch die “Compagnie Internationale des Wagons-Lits et des Grands Express Européens S.A.”, Betreiber des legendären Orient-Express. Die Muttergesellschaft brachte in der “Cie. Internationale des Grands Hotels S.A.” einige Preziosen unter: Hotels und Mietverträge für ausgesuchte Hotels in besten Lagen, u.a. in Lissabon, Brindisi, Nizza, Istanbul. Ab 1889 gab es eine durchgehende “Wagons-Lits”-Verbindung Paris-Istanbul, die die Fahrzeit von 4 Tagen auf 67 Stunden verkürzte. Zahlreiche Gäste stiegen in dem Istanbuler Grand Hotel ab, dabei auch bekannte Persönlichkeiten, die zum seinen Ruhm beigetragen haben. Eher schlicht gestaltet, dafür umso interessanter für den Hotelsammler. Mit anhängenden restlichen Kupons. Nur 5 Stücke wurden vor Jahren gefunden.
Nr. 15
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Continental Hall Signal Co. S.A.
10er Dividenden-Aktie, Nr. 23651-60
Brüssel, 9.7.1898
Erhaltung: VF
Vertriebstochter der im US-Bundesstaat Maine ansässigen “The Hall Signal Company”, ausgestattet mit den Vertriebs- und Lizenzrechten für alle europäischen Länder (außer England) und deren Kolonien. Im Jahr 1912 fusionierte Hall mit sieben weiteren US-Firmen zur “Hall Switch & Signal Co.”, die Fabrik in Garwood, N.J. war einer der größten Produzenten von Eisenbahnsignal- und Elektrotechnik. Detaillierte Abb. mit Signalmasten und einem Bahnhof, außerdem große fotografische Abb. einer schnurgeraden zweigleisigen Strecke im Unterdruck. Mit komplett anhängendem Kuponbogen. Von dieser Variante sind nur 5-6 Stücke bekannt.
Nr. 16
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
L’AFRICAINE Banque d’Etudes et d’Entreprises Coloniales S.A.
Aktie 100 Frs., Nr. 16444
Brüssel, 31.8.1898
Erhaltung: VF
Gründeraktie. Zweck war jede Art von wirtschaftlicher Betätigung (Banken, Plantagen, Bergwerke, Eisenbahnen, Reedereien) vor allem in Belgisch Kongo. Einer der dekorativsten Kolonialwerte überhaupt. Mit anhängenden restlichen Kupons.
Nr. 17
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Le Combat Naval S.A.
Aktie 50 Frs., Nr. 4977
Brüssel, von 1899
Erhaltung: EF-
Die 1899 gegründete Gesellschaft plante den Bau eines Vergnügungsparks, dessen Hauptattraktion, die theatralische Inszenierung von Seeschlachten sein sollte. Die realistischen Darbietungen sollten zu Wasser mit nach Originalvorlagen gebauten Schiffsmodellen stattfinden. Wunderschön illustriertes Papier mit Panzerschiffen mitten in einer Seeschlacht, links oben ein Matrose mit Gewehr. Mit komplett anhängenden Kupons.
Nr. 18
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
S.A. des Ateliers de Construction, Forges & Aciéries de Bruges
1/5 Aktie 500 Frs., Nr. 1125
24.8.1896
Erhaltung: VF
Die Gesellschaft übernahm von der Vorgängerfirma J. De Jaegher an vier Standorten in Brügge ein Eisenwerk mit Siemens-Martin-Ofen, eine Eisen- und Kupfergießerei, ein Bolzen- und Schraubenwerk sowie eine Werkstätte für Waggon- und Brückenbau, außerdem den firmeneigenen Bahnhof an der Eisenbahnlinie Brügge-Blankenberghe sowie schließlich eine Schiffswerft in Saint-Pierre sur la Digue. Eine außergewöhnlich schöne Aktie, die Umrahmung ist als filigrane gußeiserne Konstruktion gestaltet. Mit anh. restlichen Kupons.
Nr. 19
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
S.A. des Usines Delin Cycles Automobiles Moteurs
Action privilégiée 100 Frs., Nr. 3080
Louvain, 20.3.1898
Erhaltung: EF
Gründeraktie. Das erste Modell war 1899 eine Voiturette mit 2 1/4 PS. Später kamen auch größere Modelle mit Kettenantrieb heraus. Ausgesprochen dekorativ mit alten Fahrräder, Dreirädern, Oldtimer. Mit anhängenden restlichen Kupons.
Nr. 20
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
S.A. pour la Fabrication de l’Acier par les procédés Chenot
Aktie 500 Frs., Nr. 779
Brüssel, 13.6.1859
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie. 1858 konstituiertes und 1859 durch königliches Dekret bestätigtes Stahlwerk. Betrieb von Eisenwerken in Couillet (Belgien) und Hautmont (Frankreich). Originalunterschriften. Mit anhängenden Kupons.
Brasilien
Nr. 21
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Abbaye de Notre-Dame de l’Assomption (Monastère de Saint-Benoit)
7% Obligation 100 SFr., Nr. 1620
Sao Paolo, 7.3.1931
Erhaltung: VF+
Auflage 2000. Teil einer von der Banque Saint-Phalle & Co. in Zürich vermittelten Anleihe von 6,5 Mio. Schweizerfranken, hypothekarisch abgesichert auf dem Grundbesitz des Klosters im Zentrum von Sao-Paolo, außerdem mit einer Garantie der Kongregation der Benediktiner in Brasilien versehen. Großformat, hübscher Sicherheitsdruck von Orell Füssli. Mit anhängenden restlichen Kupons. Nur 3 Stücke sind bekannt.
Nr. 22
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Banco Hypothecario e Agricola do Estado de Minas Geraes S.A.
(Crédit Foncier & Agricola de l’État de Minas Geraes S.A)
5% Obligation 500 F, Nr. 1777
Bello Horizonte, 10.7.1911
Erhaltung: VF+
Gegründet 1911 vornehmlich zur Finanzierung der Landwirtschaft dieses brasilianischen Bundesstaates. Besonders dekorative Gestaltung von G. Fraipont (in der Platte signiert). Fraipont wurde 1849 in Brüssel geboren, wirkte hauptsächlich in Paris, wo er sich als Aquarellist betätigte. Auf vortreffliche Lithographien folgten dann Illustrationen zu Zeitschriften wie “Paris Illustré” und “Univers Illustré”, Umschlagzeichnungen, Plakate usw. Mit großer Ansicht der Hauptstadt Bello Horizonte aus der Vogelperspektive, Pferde- und Rinderherden, Farmern bei der Orangen-Ernte. Zweisprachig französisch/portugiesisch. Mit anhängenden restlichen Kupons.
Nr. 23
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Cie. du Chemin de Fer Victoria a Minas S.A. (Victoria Minas Railway)
5% Obligation 500 F, Nr. 18990
Rio de Janeiro, 31.7.1902
Erhaltung: VF
Auflage 30000. Die Anleihe zum Bau der neuen Strecke Curralinho-Diamantina sollte binnen 90 Jahren zurückgezahlt werden und war für 30 Jahre mit einer Garantie der brasilianischen Regierung in Gold versehen. Dreisprachig französisch/portugiesisch/englisch. Mit anhängenden restlichen Kupons.
Bulgarien
Nr. 24
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Banque de Sofia S.A. Bulgare
Aktie 100 Lewa Gold, Nr. 44919
Sofia, von 1917
Erhaltung: EF
Gründung 1905 mit Zentrale in Sofia und einer Filiale in Varna. Ferner betrieb die Bank auch eine Papierwarengroßhandlung und eine Buchbinderei. Sehr dekorativ mit Hermes-Vignette. Zweisprachig bulgarisch/französisch. Mit anhängenden restlichen Kuponbogen.
Nr. 25
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Getränke und Soda-Limonaden Handelsgesellschaft “ISKRA”
Aktie 50 Lewa Gold, Nr. 205
Sofia, 19.9.1911
Erhaltung: VF
Hersteller von Limonaden, Sodawasser und Wein. Herrliche Gestaltung mit Putti, Winzer und Winzerin in Landestracht, Limonadenflaschen, Weinfass und allen möglichen Früchten, aus denen Getränke hergestellt werden können. Destillieranlage im Unterdruck. Eine der schönsten osteuropäischen Aktien überhaupt, als farbenprächtige Chromolithographie ausgeführt. Oberer Rand mit Abheftlochung. Extrem selten angeboten, sehr günstig limitiert.
Nr. 26
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Hauptstadt Sofia
5% Schuldv. 500 Gold Lewa = 500 F = 405 Mark = 476 Kr. = 240 hfl., Nr. 14575
April 1906
Erhaltung: EF/VF
Goldanleihe von 25 Mio. Lewa, abgesichert durch die Schlachtgebühr, die Eingangssteuer für Lastwagen und Lasttiere sowie die Wasserverbrauchsgebühren, außerdem vom Bulgarischen Staat garantiert. G&D-Druck mit großem Stadtwappen im Unterdruck. Doppelblatt, mit restlichen Kupons. Nur 5 Stücke wurden gefunden!
Nr. 27
Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
S.A. par Akties “Fabriques de Tabacs Reunies” (Vereinigte Tabakfabriken)
Aktie 100 Goldleva, Nr. 46667
Plovdiv, 14.3.1912
Erhaltung: VF
Gründung 1909. Das größte Unternehmen der bulgarischen Tabakindustrie mit einem Produktionsanteil von 34 %. Erzeugt wurden Zigaretten und geschnittener Tabak für Zigaretten und Pfeife, ferner Ausfuhr von Rohtabak. Fabriken in Plovdiv, Rustschuk, Varna, Choumen, Sofia, Sliven und Burgas. Die Aktien notierten bis 1945 an der Sofioter Börse, Großaktionär war die Banque Franco-Belge de Bulgarie. Außergewöhnlich schöne Gestaltung im slavischen Jugendstil mit Tabakpflanzen im Unterdruck und Schutzpatronin, großformatig. Zweisprachig bulgarisch/französisch. Mit anhängenden restlichen Kupons. Nur 5 Stücke wurden 2001 in Frankreich gefunden.
China
Nr. 28
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Chinese Government
Treasury Note 1925/1929 (Vickers Loan)
8% Treasury Note 100 £, Nr. 1065
Peking, 1.10.1919
Erhaltung: VF
Kuhlmann 500. Anleihe von 1,8 Mio. £ für den Kauf ziviler Flugzeuge und den Bau von Flughäfen, plaziert in London durch die Bank of China und die Lloyds Bank. Grün/schwarzer Stahlstich mit detailreicher Vignette. Mit anhängenden Kupons.
Nr. 29
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Imperial Chinese Government
5 % Hukuang Railways Gold Loan
5% Gold Bond 20 £, Nr. 2348
15.6.1911
Erhaltung: VF
HKBk, Kuhlmann 230, Auflage 2500. Die internationale Anleihe von 6 Mio. £ arrangierten die Hongkong & Shanghai Banking Corp., die Banque de l’Indo-Chine, die Deutsch-Asiatische Bank und amerikanische Banken unter Führung von J.P. Morgan. Neben der Ablösung mehrerer innerer Anleihen und der Hankow-Canton Railway Anleihen von 1900 und 1907 finanzierte die neue Anleihe den Bau weiterer 1124 Meilen Neubaustrecken in den Provinzen Hunan und Hupeh (einschließlich der noch nicht vollendeten restlichen 560 Meilen der Canton-Hangkow-Bahn) sowie den Fertigbau der Strecke von Wuchang am Yangtze-Fluß nach Changsha, der Provinzhauptstadt von Hunan. Britische Tranche, gegengezeichnet von der Hongkong & Shanghai Banking Corp. Riesiges Überformat, Stahlstich von Waterlow & Sons, Vignette mit Expresszug in voller Fahrt. DER China-Klassiker. Mit anhängenden restlichen Kupons. Das britische 20-£-Stück ist wegen der kleinen Ursprungsauflage sehr selten.
Nr. 30
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Imperial Chinese Government
Gold Loan von 1908
5 (4,5) % Gold Bond 100 £, Nr. 82783
Paris, 1.3.1909
Erhaltung: VF
BIC, Kuhlmann 182, Auflage 125000, nicht eingelöst 6250. Die Anleihe von 5 Mio. £ zur Ablösung einer älteren Schuld zum Bau der 755 Meilen langen Peking-Hankow-Eisenbahn (4 Mio £) sowie zum Aufbau von Industrie (1 Mio. £) war abgesichert durch Verpfändung der Salzsteuer und weiterer Abgaben der Provinzen Chekiang, Kiangsu, Hupeh und Chihli. Sie wurde platziert von der Hongkong & Shanghai Banking Corp. in London und der Banque de l’Indo-Chine in Paris und wurde deshalb allgemein als “Anglo-French Loan” bezeichnet. Gegengezeichnet von der Banque de Lindo-Chine. Zweisprachig englisch/französisch. Schöner Druck von Waterlow & Sons, Vignette mit großem Palast, Brücke und Dschunken. Recht seltenes Papier, da bei Zahlungseinstellung nur noch die letzte (von 20) Rückzahlungs-Ziehungen nicht stattgefunden hatte.
Nr. 31
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Tientsin Land Investment Co.
7% General Mortgage Debenture 100 Taels, Nr. 254
Tientsin, 31.12.1929
Erhaltung: EF/VF
Die in Hongkong gegr. Immobilienges. war in dem nordchinesischen Tientsin (Tianjin) tätig. Zu den bekanntesten Objekten, die sie dort besaß, gehörte die 1924 von D. Lyle im Post-Renaissance-Stil erbaute Residenz in der Da Gu Bei Straße. Teil einer Anleihe über 2 Mio. Taels. Sehr dekorative Vignette mit einer monumentalen Grabstätte. Gedruckt bei Waterlow & Sons. Mit anh. restlichen Kupons.
Dänemark
Nr. 32
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Königreich Dänemark
3% Obligation 500 Goldkronen = 700 Francs = 27.14.6 £ stg. = 564 Mark, Nr. 9272
Kjobenhavn, 1.12.1897
Erhaltung: EF/VF
In Kopengagen, Paris, Genf, Brüssel, London sowie Berlin und Hamburg (dort durch die Deutsche Bank) aufgelegte Anleihe von 72 Mio. Goldkronen. Dekorativ, mit dänischem Prunkwappen, viersprachig dänisch/französisch/englisch/deutsch. Mit restlichem Kuponbogen. Äußerst selten!
Deutschland
Nr. 33
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
A. Riebeck’sche Montanwerke AG
Aktie 200 RM, Nr. 2139
Halle (Saale), August 1943
Erhaltung: EF
Auflage 2760, R 3. Das von Kommerzienrat Riebeck begründete Unternehmen wurde 1883 im Zuge der Auseinandersetzung unter seinen Erben eine AG, 1888 übernahm ein Bankenkonsortium alle Aktien. Grundlage des Unternehmens waren Dutzende von Braunkohlengruben (teils Tiefbau, teils Tagebau) im Oberröblinger, Zeitz-Weissenfelser und im Halle’schen Bezirk. 1923 Übernahme wesentlicher Mineralöl-Interessen aus dem Stinnes-Einflussbereich, in diesem Zusammenhang für kurze Zeit Umfirmierung in „Hugo Stinnes-Riebeck Montan- und Oelwerke AG“. 1926 Abschluss eines Interessenvertrages mit der I.G. Farbenindustrie AG, wonach jeder Aktionär seine Aktien 2:1 in I.G. Farben-Aktien tauschen konnte (diese Klausel war übrigens noch bis Ende der 80er Jahre Gegenstand vielbeachteter Prozesse zwischen beiden Gesellschaften). 1931 übernahmen die Rheinischen Stahlwerke ein großes Paket Riebeck-Aktien von der I. G. Farben und waren dann mit 87 % Mehrheitsaktionär. 1945 zu Gunsten des Landes Sachsen-Anhalt enteignet. Nach dem Krieg lagen neben geringfügigem Streubesitz die Riebeck-Aktien wieder bei I. G. Farben (rd. 50 %) und Rheinstahl (rd. 40 %). 1966 Sitzverlegung von Halle (Saale) nach Frankfurt (Main). Lochentwertet.
Nr. 34
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
A. Zalewski AG
Aktie Lit. A 100 RM, Nr. 668
Honnef am Rhein, 3.12.1925
Erhaltung: EF
Auflage 1700, R 7. Gründung 1923. Herstellung und Vertrieb chemisch-pharmazeutischer Erzeugnisse. Spezialität: Erzeugung von Lebertran-Emulsionen und Trenn-Emulsion für das Brot- und Backgewerbe. Lochentwertet.
Nr. 35
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Aachener Kleinbahn-Gesellschaft
Aktie 2.000 Mark, Nr. 5609
Aachen, 4.6.1907
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 6. Gründung 1880 als Aachener und Burtscheider Pferdeeisenbahn, Dampfbetrieb ab 1884, elektrischer Betrieb ab 1895. Zeitweise über 200 km Betriebslänge. 1894 Umfirmierung in Aachener Kleinbahn, seit 1942 (die bis heute börsennotierte) Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs-AG. Großaktionäre sind seit langer Zeit Stadt und Landkreis Aachen. Mit der 1907er Kapitalerhöhung wurde der Erwerb der Rhein. Elektrizitäts- und Kleinbahn-AG finanziert. Nicht entwertet!
Nr. 36
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Aachener Tierpark AG
Namensaktie 700 DM, Nr. 2835
Aachen, Oktober 1996
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 188, R 9. Der erste Tierpark in Aachen wurde bereits 1882 auf dem Gelände des heutigen Westparks angelegt. Zu geringe Besucherzahlen erzwangen 1905 die Schließung des ersten Aachener Zoos. Erst 1960 wurde der Gedanke wiederbelebt, indem 10 Aachener Bürger den „Verein der Tierparkfreunde“ gründeten. 1966 wurde der neue Tierpark am Drimborner Wäldchen eröffnet, 1970 wurde die Trägerschaft auf eine neu gegründete AG übertragen. Vom Grundkapital von 267.000 DM hält weit über 90 % der Verein der Tierparkfreunde, daneben gibt es lediglich 45 freie Aktionäre (die ihre Aktien auch nicht verkaufen dürfen, sondern höchstens vererben). Linker Rand mit Abheftlochung, rückseitig als entwertet abgestempelt.
Nr. 37
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Aafa-Film AG
Aktie 100 RM, Nr. 3312
Berlin, 29.4.1933
Erhaltung: EF
Auflage 4000, R 5. Gründung 1920 als Radio-Film AG, Firma 1921-25 Aafa-Althoff-Ambos-Film AG. Herstellung und Verleih von Filmen, Betrieb von Lichtspieltheatern. Börsennotiz: Freiverkehr Hannover. Die Gesellschaft produzierte eine große Menge an Filmen in der Stummfilm-Ära. Darunter waren auch Produktionen mit Filmgrößen wie Leni Riefenstahl (z.B. Stürme über dem Montblanc). Der Film “Kunterbunt” wurde 1932 von der Zensur mit Jugendverbot belegt. 1934 ging die Gesellschaft in Konkurs, vermutlich unter dem Druck der Nationalsozialisten. Lochentwertet.
Nr. 38
Schätzpreis: 1.200,00 EUR
Startpreis: 600,00 EUR
Actien-Bau-Gesellschaft Ostend
Aktie 1.200 Mark, Nr. 3521
Berlin, 18.11.1905
Erhaltung: VF
Auflage 3125, R 11. Gründung 1872. Die in Oberschöneweide bei Cöpenick domizilierende „Ostend“ ist eine der wenigen Terraingesellschaften, die nach schweren Blessuren (tiefster Kurs 4%) den Gründerkrach doch überlebte. Sie parzellierte zuerst ein Villenterrain bei Köpenick (bis Ende des 19. Jh. erfolgreich abverkauft) und betrieb eine Ringofenziegelei in Fürstenwalde. Kurz nach der Jahrhundertwende wurde von der “Terrain-Ges. Stahnsdorf GmbH” in zwei Schritten eine an den Teltowkanal, den Centralfriedhof Südwest und die Kgl. Parforce-Jagdhaide angrenzende Fläche von 270 ha (fast die Hälfte der Fläche des heutigen Ortes Stahnsdorf!) erworben, 1907 Umfirmierung in „Stahnsdorfer Terrain-AG am Teltowkanal“. Die vollständige Eröffnung des Teltowkanals 1906 sowie die projektierte Bahn Wannsee-Centralfriedhof und die Verlängerung der Straßenbahn Gr.-Lichterfelde-Ost-Kl.-Machnow zum Centralfriedhof schuf die perfekte Verkehrsanbindung an Berlin, die Grundstücke verkauften sich deshalb gut und waren 1923 restlos verwertet. 1925 scheiterte ein Antrag auf Auflösung der AG am Widerstand des Großaktionärs (Michael-Konzern). Eine Ende der 20er Jahre geplante Kapitalerhöhung zum Erwerb neuer Terrains in Stahnsdorf kam im Strudel der Weltwirtschaftskrise nicht mehr zur Durchführung, Ende der 30er Jahre verliert sich die Spur in den Börsenhandbüchern. Oberer Rand mittig mit kleiner Roststelle. Eine große Rarität, nur 2 Stücke sind seit vielen Jahren bekannt.
Nr. 39
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Actien-Bierbrauerei in Essen a. d. Ruhr
Aktie 1.000 Mark, Nr. 349
Essen, 3.3.1908
Erhaltung: EF
Auflage 500, R 5. Gründung 1872. Übernommen wurden später die Phönix-Brauerei GmbH in Essen (1931), die Kronen-Brauerei AG in Essen-Borbeck (1932), die Dortmunder Stifts-Brauerei Carl Funke AG (1936). 1939 Erwerb der Aktienmehrheit bei der Dom-Brauerei Carl Funke AG und der Hitdorfer Brauerei AG in Köln-Hitdorf, gleichzeitig Umfirmierung in Essener Aktien-Brauerei Carl Funke AG. 1963 erneute Umfirmierung in Stern-Brauerei Carl Funke AG. 1969 Erwerb der Brauerei zum Schiff J. Peter Wahl GmbH in Kaufbeuren. 1998 Sitzverlegung nach Köln, umfirmiert in Dom-Brauerei AG, Spezialitäten sind DOM Kölsch und Rats Kölsch. Bis 1934 in Essen, seitdem in Düsseldorf börsennotiert. Ausgegeben zur Beschaffung von Betriebsmitteln. Doppelblatt, Lochentwertet.
Nr. 40
Schätzpreis: 400,00 EUR
Startpreis: 200,00 EUR
Actien-Bierbrauerei zu Reisewitz
Genussschein A zu einer Aktie, Nr. 1333
Plauen b. Dresden, 24.4.1896
Erhaltung: EF/VF
Auflage 2500, R 9. Gründung 1868. Neben der Brauerei auf dem Areal des Vorwerks Reisewitz besaß die Gesellschaft diverse Bauareale in den Dresdner Vorstädten Löbtau und Nausslitz sowie in Döltschen. 1907 wurde gemeinsam mit der Ersten Kulmbacher Aktien-Exportbierbrauerei in der Zwangsversteigerung das Lincke’sche Bad (Konzert- und Ball-Etablissement) erworben. Bis zum 1. Weltkrieg stieg der Bierabsatz auf über 100.000 hl jährlich. Seit 1921 Interessengemeinschaft mit der Brauerei zum Felsenkeller in Dresden, die vor der Enteignung nach 1945 auch die Aktienmehrheit hielt. Bis 1934 in Dresden börsennotiert. Vor der Machtübernahme durch die Nazis saßen im Aufsichtsrat auch zwei Mitglieder der Familie von Klemperer, die erst jüngst durch die Schicksals-Verfilmung “Klemperer - ein Leben in Deutschland” in’s Licht der Öffentlichkeit rückte. Äußerst dekorativer Druck von G&D mit Abb. der Brauerei. Doppelblatt. Nicht entwertet!
Nr. 41
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Actien-Brauerei Ohligs
Aktie 1.000 Mark, Nr. 933
Ohligs, 27.2.1899
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie, Auflage 1000, R 5. Gründung 1899 durch die Brauerei C. Beckmann in Solingen, die für die ersten 10 Jahre auch eine Dividendengarantie abgab. Neben der Brauerei und Mälzerei auch Eisfabrikation, außerdem Wirtschaftsanwesen in Köln, Düsseldorf und Solingen-Ohligs. 1972 Fusion mit der schon 1753 gegründeten Brauerei Beckmann AG in Solingen, 1973 Umfirmierung in Aktien-Brauerei Beckmann AG. 1991 Einstellung des Braubetriebes und erneute Umfirmierung in Beckmann Beteiligungs-AG, 1996 Sitzverlegung nach Düsseldorf. Zuletzt an etwa 10 Autohäusern in Bielefeld, Oberhausen, Duisburg, Ansbach, Gera sowie in Frankreich beteiligt. Doppelblatt, Lochentwertet.
Nr. 42
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Actien-Malzfabrik Sangerhausen
Aktie 1.500 Mark, Nr. 508
Sangerhausen, November 1920
Erhaltung: EF
Auflage 380, R 5. Gründung 1872. Die guten Dividenden von über 10 % der hochrentablen Gesellschaft fanden ein jähes Ende, als die Fabrik 1911 völlig abbrannte. Sie wurde aber wiederaufgebaut. 1952 Zusammenschluss mit der Mammut-Bräu zur Brauerei- und Malzfabrik Sangerhausen, heute immer noch als Mammut Getränke GmbH existent. Lochentwertet.
Nr. 43
Schätzpreis: 1.200,00 EUR
Startpreis: 600,00 EUR
Actien-Verein des zoologischen Gartens zu Berlin
Namens-Aktie 1.000 Mark, Nr. 1211
Berlin, 31.12.1898
Erhaltung: VF
Auflage 389, R 8. Ursprünglich wurde der Berliner Zoo bereits 1841 gegründet und ist damit nicht nur der erste Zoo in Deutschland, sondern auch der viertälteste auf der ganzen Welt. Mit Kabinettsorder von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen erhielt die Gesellschaft das Recht, den südwestlichen Teil des Tiergartens (ehemalige Fasanerie) unentgeltich ohne zeitliche Begrenzung zu nutzen. Eröffnung des Zoos war 1844. Neugründung der Zoo-Aktien-Gesellschaft 1869. Nachdem 1911-13 das Aquarium gebaut wurde, konnten die Aktionäre durch Zuzahlung auf die Aktie auch für das Aquarium das Recht auf freien Eintritt erwerben. Bis zum 1. Weltkrieg wuchs der Bestand auf 3.788 Säugetiere und Vögel sowie 750 Tiere im Aquarium. 1943-44 wurden die historischen Tierhäuser bei Bombenangriffen völlig zerstört. Nur 91 der nicht evakuierten Tiere überlebten den Krieg. Obwohl auch von den evakuierten Tieren nur ein einziges, nämlich die Giraffe Rieke zurückkehrte, wurde der Zoologische Garten mit Hilfe der Bevölkerung schon im Juli 1945 wieder eröffnet. Leerstehende Freigehege und Rasenflächen wurden dabei zum Anbau von Kartoffeln und Rüben als Futterpflanzen genutzt. Unter Professor Klös, der 35 Jahre lang ab 1956 Direktor des Zoos war, wurden viele historische Tierhäuser original wiederhergestellt. Bei seiner Pensionierung 1991 hatte der Zoo mit über 15.000 Tieren in 1.552 Arten seine frühere Weltgeltung wiedererlangt. Die Aktien des Berliner Zoos (unterteilt in “mit” und “ohne” Aquarium) sind neben dem Münchener Tierpark Hellabrunn die einzigen in Deutschland heute noch börsennotierten Zoo-Aktien. Lochentwertet. Eingerissene Knickfalten hinterklebt (alt).
Nr. 44
Schätzpreis: 1.000,00 EUR
Startpreis: 500,00 EUR
Actien-Zucker-Fabrik zu Barum
Aktie 250 Thaler, Nr. 299
Barum, 30.6.1858
Erhaltung: VF-
Gründeraktie, Auflage 400, R 8. Gründung 1857. Eine der ältesten Zuckerfabriken des Braunschweiger Landes, erst Ende der 1990er Jahre stillgelegt. 1881 erfolgte ein Umbau, um nicht nur Rohzucker, sondern auch verkaufsfertigen Weißzucker erzeugen zu können, 1928 Übernahme der Zuckerfabrik Thiede mit ihrem Einzugsgebiet. Als 1937 die “Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhüttenbetrieb” (heute Salzgitter-Stahl) in der bis dahin rein agrarisch geprägten Region aus dem Boden gestapft wurden, verlor die Fabrik große Rübenanbauflächen. Trotz ihrer unmittelbaren Nähe zu den Reichswerken trug sie im 2. Weltkrieg wie durch ein Wunder so gut wie keine Kriegsschäden davon und konnte schon 1948 die Verarbeitung von Rübenrohzucker aus anderen Fabriken wieder aufnehmen. Sehr dekorativ mit großer Fabrikansicht, Umrandung mit Rüben und Zuckerhüten. Stellenweise stockfleckig. Doppelblatt, inwendig drei Übertragungsvorgänge (von 1874, 1908 und 1950). Nur noch extrem selten angeboten!
Nr. 45
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Adt AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 1185
Frankfurt a.M., Dezember 1985
Erhaltung: UNC
Gründung 1901 als Gebrüder Adt AG in Forbach (Lothringen) unter Übernahme der 1839-86 errichteten Hartpapier-Fabriken der Gebrüder Adt oHG in Ensheim (Saar), Forbach (Lothr.), Schwarzenacker (Saar), Pont-a-Mousson (Frankreich) und Marienau und der Anlagen sowie des Verteilernetzes der Elektrizitätswerke Bliesschweyen GmbH. Zum 50. Firmenjubiläum 1889 beschäftigte das Unternehmen über 2500 Arbeiter, die über 6 Mio. Artikel pro Jahr absetzten. Adt bot in seinen Katalogen 10000 verschiedene Artikel (u.a. 370 Artikel für Raucher, 180 verschiedene Federkästen für Schüler, 300 Teller- und Untertassenmuster für die Haushälterin, 290 Toilettenartikel, 270 Artikel für die Wohnungsgestaltung, etc.) an und war mit dieser Angebotsform weltweit einzigartig. In den Folgejahren wurde die Produktpalette noch erweitert: 1890 - Fabikation von Patronenhülsen aus Karton, 1892 - Herstellung erster Elektroartikel, 1902 - Fabrikation elektrischer Isolierungen, 1909 - Erzeugung autogen geschweißter kaltgezogener Stahlrohre. 1919 Sitzverlegung nach Villingen, 1920 nach Wächtersbach, wo die Kartonagen-Industrie Friedrich Christian GmbH übernommen wurde. 1970/71 Sitzverlegung nach Frankfurt a.M. und Einstieg in’s Bauträgergeschäft, außerdem Alleingesellschafter der Allibert GmbH und der Adt-Götze GmbH. Mehrheitsaktionär war inzwischen die französische Sommer-Allibert S.A. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 46
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 6015
Rudolstadt-Volkstedt, März 1933
Erhaltung: EF
Auflage 6330, R 4. Gründung 1898. 1936 Vergleichsverfahren infolge Verschlechterung der Geschäftslage auf den Auslandsmärkten. 1937 Gründung der Auffanggesellschaft „Thüringische Porzellan-Manufaktur vorm. Aelteste Volkstedter GmbH“. 1972 VEB Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur, nach 1990 Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur GmbH. Lochentwertet.
Nr. 47
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Aesculap-Werke AG
vormals Jetter & Scheerer
Aktie 50 DM, Nr. 562
Tuttlingen, August 1971
Erhaltung: EF+
Gegr. 1895 als „AG für Feinmechanik vormals Jetter & Scheerer“ zur Übernahme der Firma Jetter & Scheerer, die aus der 1867 von dem Tuttlinger Messerschmied Gottfried Jetter gegründeten Werkstatt hervorgegangen ist. 1887 nahm Jetter seine langjährigen Mitarbeiter Christian und Wilhelm Scheerer als Teilhaber auf. Herstellung von chirurgischen Instrumenten, Frisörartikeln, Bestecken und Teilen für die Automobilindustrie. Heute als Aesculap-Werke AG & Co. KG firmierend. Rückseitig Stempel wegen Aktienumtausch. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 48
Schätzpreis: 480,00 EUR
Startpreis: 240,00 EUR
AG Apollinarisbrunnen
vormals Georg Kreuzberg
Namens-Aktie Lit. A 300 Mark, Nr. 588
Apollinarisbrunnen bei Ahrweiler, 1.1.1876
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 1500, R 4. Schon 1588 berichtet der Wormser Arzt Jakob Theodor von Mineralquellen bei Ahrweiler, Sinzig und am Fuß der Landskron. Er bezeichnete sie als Sauerbrunnen. Einen solchen “Sauerbrunnen” entdeckte im Herbst 1851 auch der Ahrweiler Weinbergsbesitzer Georg Kreuzberg. Er stellte fest, daß die Weinstöche seines Weinbergs zwischen Heppingen und Wadenheim an einer bestimmten Stelle nur kümmerlich wuchsen. Eine geologische Untersuchung ergab: Ein starkes Kohlensäurevorkommen beeinträchtigte das Wachstum der Reben. Zunächst ließ Kreuzberg das schädliche Gas nur durch einen Stollen ableiten, ging aber der Sache dann doch weiter nach, da auch in der Nachbarschaft Mineralquellen lagen. Im Frühjahr 1852 stieß er auf eine mächtige Quelle, die die Möglichkeit zu einer geschäftlichen Verwertung eröffnete. Der Volksmund nannte die Quelle gleich nach ihrer Entdeckung “Apollinarisbrunnen”, nach einem Bildstock zu Ehren des Hl. Apollinaris, der auf dem Brunnengelände stand. Die 1876 gegründete Aktiengesellschaft übernahm diesen Namen. Sorgsam ließ Kreuzberg zunächst die Quelle nach allen Regeln der Kunst fassen. Die Leitung dieser Arbeiten übernahm, zusammen mit seinem Bruder Carl, Dr. Gustav Bischof, Professor in Bonn und Geheimer Bergrat. Die Tiefe und Ergiebigkeit der Quelle und die natürliche Härte des anstehenden Gesteins schlossen dabei ein Versiegen der Quelle oder eine Veränderung der mineralischen Zusammensetzung aus. So gut vorbereitet prosperierte das Unternehmen. Bald darauf pachtete Georg Kreuzberg auch den stark mineralisierten und sehr magnesiumhaltigen Heppinger-Mineralbrunnen. Im Jahr 1874, 20 Jahre nach der Gründung, errecihte die Firma einen Absatz von jährlich 2 Millionen Krügen. In diesem Jahr wurde auch das Auslandsgeschäft aufgenommen. Auf Vorschlag des in London lebenden Kaufmanns Eduard Steinkopff gründete man zu diesem Zweck die “Apollinaris Company Limited”. 1876 starb Georg Kreuzberg. Sein Leben hatte er zuletzt ganz den Mineralquellen gewidmet. Die herausragendste Leistung war das Aufbohren der warmen Quellen von Beul, womit er die Grundlagen zur Entwicklung des Bades Neuenahr schuf. Kreuzbergs Erben wandelten die Firma in eine AG um. Vor allem Dank des forcierten Auslandsgeschäfts ging der Absatz weiter sprunghaft in die Höhe. Apollinaris-Wasser verbreitete sich in alle damals zivilisierten Gebiete der Erde. Ab 1892 werden in Großbritannien Produkte von herausragender Qualität mit einem roten Dreieck gekennzeichnet. Auch Apollinaris erhält als Auszeichnung dieses Gütezeichen. 1895 meldet Apollinaris das rote Dreieck und den Claim “The Queen of Table Waters” als Warenzeichen an. 1900 ist Apollinaris mit jährlich 40 Mio. Füllungen einer der erfolgreichsten Brunnen weltweit. 1908 gründet Apollinaris die Rheinahr Glasfabrik, die als erste Fabrik Europas die vollautomatische Flaschenfabrikation nach dem amerikanischen Owens-Patent aufnahm. Auch die Kronen-Korken stellt Apollinaris selbst her. Noch heute beliefert die Flaschenfabrik in Sinzig Apollinaris mit der unverwechselbaren Flasche mit dem roten Dreieck. 1923 wird der Firmenname auf “Apollinaris-Brunnen AG” verkürzt. Das Kapital befindet sich jetzt mehrheitlich in britischem Besitz, AR-Vorsitzender ist der Kölner Bankier C. Th. Deichmann. 1956 erwirbt die Dortmunder Union-Schultheiß Brauerei AG alle Anteile. Die ertragsstarke Apollinaris wird in der Folge eine wichtige Stütze für das nicht immer renditestarke Biergeschäft der späteren Brau + Brunnen AG. 1991 wird Apollinaris in ein Joint Venture mit der deutschen Schweppes GmbH eingebracht, 2002 übernimmt Cadbury Schweppes alle Anteile. Heute als Apollinaris & Schweppes GmbH firmierend. Herrlich gestaltet mit Porträt von Georg Kreuzberg, Statuen des Hl. Apollinaris und des Aesculap, Ansicht von Ahrweiler und Brunnenutensilien. Der Nennwert der Aktie wurde 1950 auf 300 DM umgestellt. Ausgestellt auf Joseph Henrion, Dresden, rückseitig 1894 übertragen auf Fräulein Elisabeth Henrion, Bonn; 1897 auf Frederick Gordon, London; 1898 auf den Baron Michael Arthur Burton, London, etc. Sehr guter Erhaltungszustand!
Nr. 49
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
AG Breslauer Zoologischer Garten
Aktie 100 RM, Nr. 306
Breslau, Juli 1938
Erhaltung: EF
Auflage 200, R 5. Gründung 1865. Bei der Sanierung im Jahr 1937 zeichneten die Stadt Breslau und die Provinz Schlesien den größten Teil einer Kapitalerhöhung. Die wenigen im Streubesitz verbliebenen Aktien notierten im Freiverkehr Breslau. Lochentwertet.
Nr. 50
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
AG der Kleinmünchner Baumwoll-Spinnereien und mech. Weberei
Aktie 200 RM, Nr. 5659
Linz a.d. Donau, 7.10.1939
Erhaltung: EF-
Auflage 10000, R 6. Gründung 1872 von der Industrie- und Kommerzialbank für Oberösterreich und Salzburg zur Übernahme der 1838 errichteten Werksanlagen der Firma Johann Grillmayer & Söhne in Kleinmünchen und Zizlau b. Linz. 1978 umbenannt in Linz Textil AG. 2006 Errichtung einer Viskose-Spinnerei in China. Lochentwertet.
Nr. 51
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
AG der Teppich- und Möbelstoff-Fabriken vorm. Philipp Haas & Söhne
Aktie 1.000 RM, Nr. 1956
Wien, Oktober 1939
Erhaltung: UNC-EF
Auflage 2980, R 7. Gegründet bereits 1810, AG seit 1883. Im Jahr 1900 wurde die Betriebsumgestaltung der Ebergassinger Fabrik nach Schmiedeberger Muster durchgeführt, der unrentable Betrieb der Baumwollspinnerei in Mitterndorf aufgelassen, die dortige Fabrik verkauft, die Betriebe im Hause Stumpergasse 5 wurden transferiert, das Etablissement in Bradford (England) aufgelassen, das in Hlinsko rekonstruiert. In der Ebergassinger Fabrik wurde 1933 die Tuchfabrikation aufgenommen. Lochentwertet.
Nr. 52
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
AG „Ems“
Aktie 100 DM, Nr. 12334
Emden, September 1978
Erhaltung: UNC
Auflage 1624. Gründung 1843 als Dampfschiffsgesellschaft Concordia, 1889 Umwandlung in die Aktien-Gesellschaft “Ems”. Fährverbindungen Emden-Borkum, Borkum-Helgoland, Borkum-Norderney, Borkum-Delzijl, Norderney-Helgoland. 2 der 5 Personendampfer gingen im 2. Weltkrieg verloren. 1949 Neubau einer Großgarage bei der Abfahrtstelle in Emden-Außenhafen. Außerdem besitzt die AG „Ems“ die „Borkumer Kleinbahn- und Dampfschiffahrt AG“ (heute eine GmbH), das Inselhotel VierJahresZeiten auf Borkum sowie Mehrheitsbeteiligungen an der Ostfriesische Lufttransport GmbH (22 Flugzeuge) und der Ostsee-Flug Rügen GmbH. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 53
Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
AG Ferd. Lipfert
Aktie 100 RM, Nr. 8478
Annaberg, Erzgeb., Dezember 1937
Erhaltung: EF
Auflage 200, R 6. Gründung 1923. Ausführung von Bankgeschäften aller Art, insbesondere Übernahme von Haftungen und Garantien für Dritte. 1925 wurde mit der Girozentrale Sachsen -öffentliche Bankanstalt- Dresden (heute Landesbank Sachsen) der Ausbau zu einer Zweiganstalt der Girozentrale unter voller Wahrung der wirtschaftlichen und rechtlichen Selbständigkeit der Bank vereinbart. Lochentwertet.
Nr. 54
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
AG für Federstahl-Industrie vormals A. Hirsch & Co.
Aktie 600 RM, Nr. 1044
Kassel, 30.11.1929
Erhaltung: EF
Auflage 1440, R 7. Gegründet 1886 unter Übernahme der seit 1859 betsehenden Firma Corsettfabrik A. Hirsch & Co. als AG für Federstahl-Industrie vormals A. Hirsch & Co., ab 1930 Federstahl AG. Erzeignisse: Federbandstahl, Bandeisen, elektrotechnisches Installationsmaterial, Federn, Fahrradzubehörteile, Stanz- und Ziehteile u.v.m. Großaktionär: Hoesch AG. Lochentwertet.
Nr. 55
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
AG für Grundstücksverwertung
Aktie 1.000 Mark, Nr. 15
Leipzig, 10.6.1913
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 100, R 6. Gründung 1913 zu Erwerb, Verwaltung und Verwertung von Grundbesitz. Sitz der Verwaltung in Leipzig, Brühl 75-77. Lochentwertet.
Nr. 56
Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
AG für hygienischen Lehrbedarf
Sammelaktie 500 RM, Nr. 2021
Dresden, ohne Datum
Erhaltung: VF
Gegründet 1923 zwecks Fortführung der Lehrmittelwerkstätten des Deutschen Hygiene-Museums GmbH und des Pathoplastischen Instituts GmbH in Dresden. Die Gründung des Deutschen Hygiene-Museums (1912) geht auf die Initiative des Dresdner Industriellen und Odol-Fabrikanten Karl August Lingner (1861-1916) zurück. Lingner war 1911 einer der Mitgestalter der I. Internationalen Hygiene-Ausstellung, zu der über 5 Mio. Besucher nach Dresden gekommen waren. Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft, trug das Museum während der Weimarer Republik mit seinen allgemeinverständlichen Präsentationsformen maßgeblich zu einer Demokratisierung des Gesundheitswesens bei. Nach 1933 wurde das volksaufklärerische Gedankengut des Museums in den Dienst der nationalsozialistischen Rassenideologie gestellt. Während der DDR-Zeit nahm das Museum eine vergleichbare Aufgabe wahr, wie in der BRD die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Lochentwertet.
Nr. 57
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
AG für Kellereibedarf vorm. Blitz & Co.
Aktie 1.000 Mark, Nr. 279
Frankfurt a.M., 15.5.1923
Erhaltung: EF+
Gründeraktie, Auflage 14000, R 8. Handel mit Kellereibedarfsartikeln, insbesondere Fortführung des Geschäfts der Firma Blitz & Co. GmbH. Die Ges. stand in enger Verbindung zu Hochheim a.M., wo viele Sekthersteller angesiedelt waren (u.a. die AG zur Bereitung moussierender Weine, heute Seagram Deutschland). Sehr dekorativ, Umrandung mit Historismus-Leiste, kleine Abb. von Sektflaschen. Mit komplettem Kuponbogen.
Nr. 58
Schätzpreis: 480,00 EUR
Startpreis: 240,00 EUR
AG für Kranken- und Invalidenpflege
Namens-Aktie 2.000 Mark, Nr. 4
Aachen, 15.6.1900
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie, Auflage: 75, R 9. In der Pontstr. 41/49 wurde eine Pflegeanstalt für kranke, invalide und altersschwache Personen sowie eine Anstalt zur Ausbildung von Pflegerinnen unterhalten. Eine Aachener Besonderheit: In dieser Stadt wurden fast ein halbes Dutzend gemeinnütziger AG’s zur Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen gegründet! Um die Tätigkeitsbereiche abgrenzen zu können, unterschieden sie sich z.T. sogar im Firmennamen darin, ob sie nun Personen männlichen oder weiblichen Geschlechts betreuten. Eine weitere Besonderheit dieser AG war, daß ausschließlich Frauen den Aufsichtsrat und den Vorstand besetzten und es praktisch nur weibliche Aktionäre gab. 1952 wurden die Stücke für kraftlos erklärt, die Gesellschaft befand sich in Liquidation. Doppelblatt. Linker Rand mit Abheftlochung.
Nr. 59
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
AG für Licht- und Kraftversorgung
Aktie 100 RM, Nr. 3184
München, August 1929
Erhaltung: EF
Auflage 3300, R 4. Gründung 1904 als AG Gaswerk Volkach, ab 1913 AG für Licht- und Kraftversorgung Dresden, 1919 Sitzverlegung nach München. Die 1923 gegründete Fränkische Licht- und Kraftversorgung AG, Bamberg, war die erste von zuletzt 15 größeren Beteiligungen (außer der Frankenluk auch beim Fränkischen Überlandwerk und der Württ. Elektrizitäts-AG). Unmittelbar wurden mit Schwerpunkt in der Pfalz über 1.000 Orte mit Strom und fast 200 Orte mit Gas versorgt. Börsennotiz München, 1978 mit dem Großaktionär ThüGa fusioniert. Lochentwertet.
Nr. 60
Schätzpreis: 1.500,00 EUR
Startpreis: 750,00 EUR
AG für Wasserheizung und Wasser-leitung (vormals Granger & Hyan)
Convertirte Actie 600 Mark, Nr. 334
Berlin, 15.12.1875
Erhaltung: VF/F
Auflage 833, R 10. Gründung 1872 zur Umwandlung des „Granger u. Hyanschen Fabriksgeschäfts“ in eine AG, außerdem Erwerb von Grundstücken in der Köpenickerstrasse und in Köln sowie eines Thonlager-Grundstücks in Dommitzsch. 1877 Auflösung des Gas- und Wasserleitungs-Geschäfts und nur noch Betrieb der Thonröhren-Fabrik in Dommitzsch. Eine Dividende wurde nie gezahlt. 1877 beschäftigte sich, nachdem im Gründerkrach immer mehr AG-Gründungen der Gründerzeit sich als Schwindelunternehmen entpuppten, der Staatsanwalt mit der Gesellschaft. “Convertirte Aktie”, ausgegeben gegen drei alte Aktien. Sehr dekorativ, mit zwei Löwenköpfen in der Umrandung. Originalunterschriften. Mit komplett anhängenden Kupons.
Nr. 61
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
AG für Wohnungsbauten
Aktie 1.000 RM, Nr. 59
Berlin, Juli 1939
Erhaltung: EF/VF
Auflage 150, R 6. Gegründet 1939, bereits 1943 trat die Firma wieder in Liquidation. Lochentwertet.
Nr. 62
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
AG für Zellstoff- und Papierfabrikation Memel
Aktie 1.000 Mark, Nr. 444
Memel, 6.3.1920
Erhaltung: VF+
Gründeraktie, Auflage 6000, R 9. Gründung Dezember 1919. Hervorgegangen aus der 1898 gegründeten Cellulosefabrik Memel AG, die 1905 mit der AG für Maschinenpapier- (Zellstoff-) Fabrikation zur Aschaffenburger Zellstoffwerke AG fusionierte. Aufgrund des Versailler Vertrages, der die Abtrennung des Memelgebietes von Deutschland zur Folge hatte, wurde das Memeler Werk 1919 wieder in eine selbständige AG umgewandelt. Wegen der Annektion des Memelgebietes 1923 Kapitalumstellung auf 2500 Litas = 250 US-Dollar. Großformatig, schöne Umrandung. Unentwertet. Extrem günstig angeboten!
Nr. 63
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
AG Grand Hotel Royal
Aktie 200 Thaler, Nr. 260
Bonn, 15.9.1872
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie, Auflage 1250, R 7. Erwerb und Fortbetrieb des Grand Hotel Royal, das noch heute als “Hotel Königshof” geführt wird. Die AG machte ihren Aktionären mit mehreren Kapitalschnitten und meist dividendenlosen Abschlüssen nie richtig Freude. 1944 wurden der Königshof und der Stadtgarten bei Luftangriffen zerstört, 1954-56 wieder aufgebaut und die Gesellschaft in „Königshof AG“ umbenannt. Heute zum Schmunzeln eine Notiz im Geschäftsbericht 1945: “Beschlagnahme des Ausweichbetriebes Anfang März. Durch Beanspruchung seitens der amerikanischen Besatzungsmacht wurden der Gesellschaft die nicht unerheblichen Bestände der Weinhandlung entzogen, wodurch die letzte Grundlage für gewinnbringende Betätigung verlorenging.” Hübsche Umrandung, viele Umstellungsstempel.
Nr. 64
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
AG J. G. Leistner
Aktie 1.000 RM, Nr. 107
Chemnitz, März 1933
Erhaltung: EF
Auflage 290, R 6. Gegründet 1837, AG seit 1921. Bis 1932 lautete die Firma: Holzwarenfabrik J.G. Leistner. Zweck: Fortführung des Sägewerks der früheren oHG in Firma J.G. Leistner mit ihren in Chemnitz und Hennersdorf befindlichen Anlagen. Lochentwertet.
Nr. 65
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
AG Johannes Jeserich
Aktie 1.000 DM, Nr. 110
Hamburg, Dezember 1961
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 400. Gründung 1862, Umwandlung 1888 in die “AG für Asphaltierung und Dachbedeckung vorm. Johannes Jeserich”, 1913 Umfirmierung wie oben. Straßen- und Straßendeckenbau (Niederlassungen in Berlin-Charlottenburg, Königsberg i.Pr., Breslau, Stettin und Posen), Herstellung von Rostschutz- und Anstrichfarben, Dichtungsmitteln und Dachpappen (Werk HH-Eidelstedt, Ottensener Str. 2-4) sowie von Nähr-, Stärkungs- und Entfettungsmitteln, insbesondere Kindernährzucker in der Nährmittelfabrik München GmbH, Berlin-Spandau. 1951 Auflösungsbeschluß, 1952 Vergleich, 1956 Fortsetzungsbeschluß. Sitzverlegungen 1959 nach Hamburg und 1975 nach Köln. Ebenfalls 1975 Produktionseinstellung, fortan nur noch Verwaltung des Fabrikareals in Hamburg sowie von Gewerbeimmobilien in Köln, Berlin und Wuppertal. Seit 1990 fokussierte sich die immer noch börsennotierte Jeserich AG auf Logistikimmobilien und Gewerbeparks. Nach größeren Mietausfällen 2004 insolvent geworden. Mit Firmensignet in allen vier Ecken. Unauffällige Lochentwertung am rechten Rand.
Nr. 66
Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
AG Kaiser-Karls-Bad
Aktie 200 Mark, Nr. 226
Paderborn, 2.1.1892
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie (Interims-Aktie, zuerst mit 60 Mark eingezahlt), Auflage 600, R 8. Betrieb einer Badeanstalt (Grundstück am Damm 9) mit Schwimmbassin und Abfüllung von kohlesaurem Tafelwasser „Kaiser-Karls-Brunnen“ nach patentiertem Verfahren. Die Aktien wurden nach und nach von der Stadt Paderborn aufgekauft. Durch HV-Beschluss vom 1.7.1949 aufgelöst. Dekorativ. Ausgestellt auf Freiherrn Carl von Droste-Hülshoff zu Hamborn, rückseitig mit seiner Unterschrift. Mit am linken Rand angeklebtem Zessionsvermerk. Überdurchschnittlich guter Erhaltungszustand!
Nr. 67
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
AG Milowicer Eisenwerk
Aktie 1.000 Mark, Nr. 5022
Friedenshütte, Kr.. Beuthen, 10.8.1911
Erhaltung: EF/VF
Auflage 1500, R 9. Gründung 1883. Roheisen-Verarbeitung, Herstellung von Halb- und Fertigfabrikaten insbesondere für den Eisenbahnoberbau. Kapitalerhöhung 1911 zur Übernahme der Hälfte des Kapitals von 500.000 Rubel des Eisenwerks Puschkin in Sosnowice in Russisch Polen. Da die Gesellschaft ihre Erzeugnisse ausschließlich in Russland absetzte, musste die Produktion bei Ausbruch des 1. Weltkrieges eingestellt werden. Börsennotiz Berlin. Sehr dekorativ, Umrandung im Historismus-Stil.
Nr. 68
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
AG Osthavelländische Kreisbahnen
Aktie 500 RM, Nr. 3522
Nauen, 1.4.1924
Erhaltung: EF
Auflage 3800, R 5. Gründung 1892. Strecken Nauen-Röthehof-Ketzin (16 km), Nauen-Bötzow-Velten (26 km) und Bötzow-Spandau West (17 km). Lochentwertet.
Nr. 69
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
AG Portland-Cementwerk Berka a. Ilm
9% Teilschuldv. 1.000 Goldmark, Nr. 395
Bad Berka, 1.7.1928
Erhaltung: EF
Auflage 400, R 7. Gründung 1901. Neben dem Portland-Zementwerk nahe dem Haltepunkt Schloßberg der Thüringischen Eisenbahn-AG betrieb die Ges. auch eine Ueberlandzentrale und versorgte den bekannten Kurort Bad Berka bei Weimar mit elektrischer Energie. Zu DDR-Zeiten war in den Fabrikanlagen zuletzt ein Dämmstoffwerk. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 70
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
AG Reederei Norden-Frisia
Aktie 50 DM, Nr. 104270
Norderney, August 1982
Erhaltung: UNC
Auflage 500. 1871 Gründung der Dampfschiffs-Reederei “Norden” als Partenreederei, 1872 Eröffnung des Sommerverkehrs auf der Linie Norddeich-Norderney, ab 1888 auch fahrplanmäßige Verbindung Norddeich-Juist. Die Hotels “Fährhaus” und “Norddeich” in Norddeich gehörten ebenfalls der Reederei. 1898 Bau einer Pferdeeisenbahn zwischen der Juister Landungsbrücke und dem Inselbahnhof, 1899 wird die Bahn motorisiert. 1906 erscheint mit der Dampfschiffs-Reederei “Frisia” ein Konkurrent auf der Linie Norddeich-Norderney, 1917 fusionieren beide Linien zur “AG Reederei Norden-Frisia”, nachdem die Reederei “Norden” 1910 in eine AG umgewandelt worden war. 1920 Fusion mit der AG Reederei “Juist”, die erst 1908 aus der Reederei “Norden” ausgegliedert worden war. 1931 Inbetriebnahme der ersten Großgarage in Norddeich. 1969 Gründung der FRISIA Luftverkehr GmbH für Flüge zwischen dem Festland und den Nordseeinseln. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 71
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
AG Rheinisch-Westfälisches Kohlen-Syndikat
Namensaktie 300 Mark, Nr. 19315
Essen-Ruhr, 10.1.1918
Erhaltung: EF
Auflage 17000, R 3. Gründung 1893 als Verkaufsgesellschaft der großen Zechen des Ruhrgebiets. Anlass für die Errichtung dieses Gemeinschaftsunternehmens war ein ruinöser Preiswettbewerb unter den Bergwerksgesellschaften, der die Erzielung kostendeckender Preise oft verhinderte. Nunmehr waren die Zechen im Rahmen von festgelegten Beteiligungsziffern verpflichtet, ihre gesamte Erzeugung an Kohlen, Koks und Briketts dem Syndikat zum Verkauf zur Verfügung zu stellen. Doch das Ziel der Marktregulierung erreichte das Syndikat zunächst nicht, denn die größten Abnehmer, die Hütten und Stahlwerke, hatten überwiegend eigene Bergwerke, deren Fördermengen am Syndikat vorbeiflossen. Erst als es 1907 unter weitreichenden Zugeständnissen gelang, die Hüttenzechen in das Syndikat einzubinden, fing die Sache an zu funktionieren. Die Opfer waren aber hoch: die Hüttenzechen hatte man zu einer Zeit der Eisen- und Stahlhochkonjunktur eingebunden, entsprechend hatten sie an der technischen Obergrenze gefördert. Später, als sich der Absatz an die angeschlossenen Hütten normalisierte, musste das Syndikat den Hüttenzechen die Überproduktion zu den festgesetzen Preisen abnehmen. Nach dem Ruhrkampf 1924 Neuorganisation als „Vereinigung für die Verteilung und den Verkauf von Ruhrkohle AG“. Bei übergreifender Betrachtung die interessante und wichtigste AG des Ruhrbergbaus. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 72
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
AG Röhrenwerk Herrenhütte A. Hering
Aktie 1.000 Mark, Nr. 434
Nürnberg, 8.6.1920
Erhaltung: EF
Auflage 600, R 6. Gründung 1918, ab 1924 AG A. Hering. Betrieb einer Maschinen- und Apparatebaufabrik. Erzeugnisse: Kessel, Überhitzer, Verdampfer, Trocknungsanlagen, Heizungs- und Lüftungsanlagen, Kühlsysteme, Kondensatoren usw. 2003 Übernahme durch die Holding BAVARIA Industriekapiital AG. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 73
Schätzpreis: 800,00 EUR
Startpreis: 400,00 EUR
AG Zoologischer Garten in Köln
Aktie 300 RM, Nr. 372
Köln, 20.6.1930
Erhaltung: VF
Auflage 1500, R 9. Der dritte zoologische Garten Deutschlands (nach Berlin und Frankfurt) wurde 1859 als “Centralpunct des Vergnügens, des vergnüglichen Ausruhens nach gethaner Arbeit” gegründet. Im Gründungskomittee engagierten sich u.a. der Bankier Eduard Oppenheim, der Commerzienrath Deichmann vom Schaffhausenschen Bankverein Johann Maria Farina (4711, Eau de Cologne) und der Zuckerfabrikant Commerzienrath Wilhelm Joest. Nach nur 11-monatiger Bauzeit konnte der Zoo, der sich am arabisch-maurischen Stil der Zoobauten in Belgien und Holland orientierte, am 22.7.1860 auf einem Gelände von 5,8 ha eröffnet werden. Schenkungen des Kaisers Franz Josef von Österreich, des Königs von Württemberg und des Tierhändlers Carl Hagenbeck halfen dem Tiergarten beim Aufbau des Tierbestandes. Während des 2. Weltkrieges wurden die Zooanlagen zu fast 90 % zerstört, Pfingsten 1947 fand die Wiedereröffnung mit bedeutender Vergrößerung des Zoos statt. Heute mit über 20 ha einer der modernsten deutschen zoologischen Gärten, der die größte Vielfalt an Lemurenaffen (Halbaffen) überhaupt beherbergt. Großaktionär ist die Stadt Köln. Mit komplett anh. Kupons.
Nr. 74
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
AG zur Erbauung billiger Wohnungen namentlich zum Besten von Arbeitern
Namensaktie A 200 RM, Nr. 583
Worms, 22.9.1925
Erhaltung: EF
Auflage 2500, R 4. Gründung 1897 durch 29 Wormser Bürger. Bau und Betreuung von Kleinwohnungen im eigenen Namen. Großaktionär 1943 war die Cornelius Heyl AG Lederfabriken, Worms. 1979 wurde die 1954 in AG zum Bau von Wohnungen Worms umbenannte Gesellschaft von der Karl Kübel Stiftungs-Tochter dfh (“das familiengerechte heim”) übernommen. Seit 2001 “AG für Kind und Familie”, Tochter der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie. Lochentwertet.
Nr. 75
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Agrippina Lebensversicherung AG
Namens-Aktie Lit. A 50 DM, Nr. 172969
Köln, November 1984
Erhaltung: UNC
Gründung 1923 in Berlin als “Goldmark” Lebensversicherungsbank AG, 1924 Umfirmierung in Agrippina Lebensversicherungsbank AG. 1959 Errichtung eines zweiten Sitzes in Köln, wo 1965 die Direktionsbetriebe Berlin und Köln zusammengefaßt wurden. Im Jahr 2000 Verschmelzung auf die Zürich Agrippina Lebensversicherung AG.
Nr. 76
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Agrippina Lebensversicherungs-AG
Namens-Aktie Lit. D 750 DM, Nr. 874
Berlin, August 1958
Erhaltung: EF+
Auflage 1500. Stempelentwertet.
Nr. 77
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Agrippina Lebensversicherungsbank AG
Namensaktie 100 RM, Nr. 3715
Berlin, Februar 1925
Erhaltung: EF+
Auflage 8500, R 4. Lochentwertet.
Nr. 78
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
AGROB AG für Grob- u. Feinkeramik
Aktie 100 DM, Blankette
München, November 1964
Erhaltung: UNC
Gründung 1867 als Aktien-Ziegelei München unter Übernahme der seit 1859 betriebenen oHG Reinhold Hirschberg & Co. in Steinhausen. 1910 vollständige Vernichtung des Werkes durch Brand. 1942 Übernahme der Wiener Ziegelwerke, Firmenänderung in Aktien-Ziegelei München-Wien. 1943 Verschmelzung mit der Vereinigte Mosaik- und Wandplattenwerke AG, Friedland-Sinzig-Ehrang (gegr. 1868) und Firmenänderung in AG für Grob- und Feinkeramik. 1955 Erwerb der ältesten kanadischen Porzellanfabrik. Ab 1958: AGROB AG für Grob- und Feinkeramik. Der Keramikbereich wurde Ende der 90er Jahre an Villeroy & Boch verkauft, Firmenzweck ist heute die immobilienmäßige Verwertung des riesigen Werksgeländes in München-Ismaning.
Nr. 79
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
AHAG Wertpapierhandelshaus AG
Sammelaktie über 100 Stückaktien, Blankette
Dortmund, April 1999
Erhaltung: UNC
Nach der Gründung im Jahr 1992 mit einem Grundkapital von 300.000 DM ging es mit dem Schub des Börsenbooms im Rücken erst einmal steil bergauf: nach fünf Kapitalerhöhungen beträgt das Grundkapital der heutigen AHAG Wertpapierhandelsbank AG jetzt 9,45 Mio. €. Vor kurzem musste die AHAG leider dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen ihre voraussichtliche Zahlungsunfähigkeit anzeigen. Mit komplettem Kuponbogen. Nur 10 dieser Blanketten wurden überhaupt gedruckt.
Nr. 80
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Ahaus-Enscheder Eisenbahn-Ges.
Aktie Lit. B 800 DM, Nr. 1198
Ahaus (Westf.), Juli 1951
Erhaltung: EF
Auflage 500. Gründung 1898. Strecke Ahaus-Enschede (20,6 km). Das hinter der holländischen Grenze liegende 7 km lange Teilstück nach Enschede wurde von den Niederlanden 1928 verstaatlicht, der AG blieb die 13 km lange Strecke Ahaus-Landesgrenze. 1966 wurde der Personenverkehr eingestellt. Die Betriebsführung hatte die Bentheimer Eisenbahn, Zugförderung (nachdem die eigene Diesellok 1967 verkauft worden war) später durch die Bundesbahn. 1988 Aufgabe des Bahnbetriebes, 1995 Umfirmierung in AEE Lebensmittel AG (Süßwarenindustrie, Vermarktung von Frischfisch). Sitzverlegung nach Bonn 1998 und nach Karlsruhe 2000. Mit niederländischem Steuerstempel. Entwertet durch Abschnitt der linken unteren Ecke.
Nr. 81
Schätzpreis: 280,00 EUR
Startpreis: 140,00 EUR
Ahrtalbank AG
Aktie 100 Goldmark, Nr. 9070
Ahrweiler, Januar 1924
Erhaltung: EF-
Auflage 1350, R 7. Gegründet 1871 als Ahrweiler Credit-Verein eGmbH, Ende 1923 Umwandlung in eine AG. Filialen in Altenahr, Mayschoß, Rech, Dernau, Holzweiler und Bad Neuenahr. 1972 Fusion zur Volksbank Bad Neuenahr-Ahrweiler eGmbH. Großformatiges Papier, sehr dekorativ verziert. Lochentwertet (kein BARoV!).
Nr. 82
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Aktien Brauerei in Staab
Aktie 400 RM, Nr. 2784
Staab, Juni 1941
Erhaltung: EF
Auflage 3025. Gründung 1872. Hinzuerworben wurden die Brauerei Chotieschau (1904), die Bürgerliche Brauerei in Staab (1912), die Hohenzollersche Brauerei in Deschenitz (1925) sowie die Schloßbrauerei in Wilkischen und die Schloßbrauerei in Kladrau (1928). Kurz vor Kriegsende wurden in Staab rd. 43.000 hl und in Deschenitz gerade einmal 5.500 hl Bier im Jahr gebraut. Lochentwertet.
Nr. 83
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Aktien-Bierbrauerei Mittweida
Aktie 1.000 RM, Nr. 3282
Mittweida, 7.5.1930
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 300, R 6. Gründung 1900 unter Übernahme der 1874 errichteten Brauerei von Keilhauer & Liebers in der Bahnhofstr. 15; eine Niederlage bestand in Chemnitz. Der kleine Betrieb (mit ca. 50 Mitarbeitern wurden knapp 40.000 hl jährlich gebraut) war mit oft zweistelligen Dividenden hochrentabel. 1953 verstaatlicht und als “VEB Mittweidaer Löwenbräu” fortgeführt, 1968 Anschluß an das Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt. Dem Mittweidaer Betrieb zugeordnet wurden 1981 auch die Brauereien Penig und Hartmannsdorf sowie die Erfrischungsgetränke Burgstadt. 1994 wurde die inzwischen unter Denkmalschutz stehende Mittweidaer Löwenbräu GmbH als letzte sächsische Brauerei wieder privatisiert. Im Unterdruck Ansicht einer Oase mit zwei Löwen an der Tränke. Lochentwertet.
Nr. 84
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Aktien-Bierbrauerei zum Lagerkeller
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 3543
Dresden, September 1921
Erhaltung: EF/VF
Auflage 150, R 6. 1872 Gründung als Aktien-Bierbrauerei zum Plauenschen Lagerkeller (1919 umbenannt wie oben). Der Plauensche Lagerkeller in der Chemnitzer Straße lieferte Biersorten wie Pilsperle, Kernbräu und Lagerkeller Kulm. Ab 1911 auch kgl. sächsischer Hoflieferant. 1920 wurde der Betrieb für 15 Jahre an die Schloßbrauerei Niederporytz eGmbH verpachtet. Wegen unzureichender Erträge führten beide Brauereien danach lange Prozesse, die Vertragskündigung 1938 zog einen erneuten Prozeß nach sich. Später firmierte die Brauerei als “Falkenbrauerei GmbH” (Marke Bärenbräu). 1980 nach Fertigstellung der neuen Großbrauerei in Dresden-Coschütz endgültig stillgelegt. Lochentwertet.
Nr. 85
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Aktien-Brauerei Ohligs
Aktie 1.000 DM, Nr. 1085
Solingen-Ohligs, November 1951
Erhaltung: UNC
Auflage 1410. Zur Firmengeschichte siehe bitte das Los Nr. 41.
Nr. 86
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Aktien-Brauerei Schönbusch
Aktie 1.000 RM, Nr. 845
Königsberg i.Pr., März 1928
Erhaltung: EF
Gründung 1871. Neben der Brauerei und Mälzerei in der Schnürlingstr. 4 besaß die AG in Königsberg einen 60.000 qm großen Park mit Sommer- und Winterlokalitäten für Restaurationsbetrieb und einen 110.000 qm großen Teich zur Gewinnung von Natureis. Niederlagen in Rauschen, Tapiau, Zinten, Landsberg, Heilsberg, HohemsteinOpr., Lyck, Angerburg, Rastenburg, Seeburg und Wormditt. In Königsberg und Berlin börsennotiert, seit den 20er Jahren war der Stettiner Rückforth-Konzern Mehrheitsaktionär. 1948 Sitzverlegung nach Uslar. Seit 1953 GmbH, 1959 aufgegangen in der Ferd. Rückforth Nachfolger AG, Siegburg. Um das weitläufige Brauerei-Areal rankte sich nach 1945 die interessante Spekulation, hier sei das Bernsteinzimmer versteckt. Gefunden wurde es bekanntlich bis heute nicht. Lochentwertet.
Nr. 87
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Aktien-Ziegelei Langensalza AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 250
Langensalza, 29.1.1891 (4.6.1923)
Erhaltung: EF
Auflage 387, R 5. Aktienvordruck vom 29.1.1891, überdruckt 4.6.1923. Über ein halbes Jahrhundert lang backte der Betrieb im Tal der Unstrut (knapp 30 km nordwestlich von Erfurt) tagein, tagaus nichts als Ziegel. Besonderen Ehrgeiz kann der Chronist dem Vorstand Kurt Petersilie nicht bescheinigen: 100.000 Mark Jahresumsatz durfte man schon als Spitzenwert betrachten. Meist reichte es dennoch zu einer Dividende. Nach 1945 dann enteignet. Sehr dekorative Umrahmung im Historismus-Stil. Lochentwertet.
Nr. 88
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Aktien-Zuckerfabrik Munzel-Holtensen
Namens-Aktie 300 RM, Nr. 477
Gross-Munzel, 1.6.1928
Erhaltung: EF+
Teilblankette, R 9. Die AG wurde 1883 gegründet, 1884 wurde die Zuckerfabrik durch die Sangerhäuser Aktien-Maschinenfabrik errichtet. Fabrikation von Rohzucker, Melasse- und Torfmehlfutter.
Nr. 89
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Aktienbrauerei zum Hasen
Aktie 100 RM, Nr. 1870
Augsburg, 14.3.1935
Erhaltung: VF+
Auflage 9000, kompletter Neudruck wegen Sanierung und Kapitalherabsetzung 5:2, R 9. Die Brauerei zum Hasen ist aus einer schon im Jahre 1464 bestehenden Braustätte in der Augsburger Bäckergasse hervorgegangen, die sich erst “drey Glaß” und später “Zum Hasen” nannte. Seit 1890 AG als “Aktienbrauerei zum Hasen vorm. J. M. Rösch”. 1920 Fusion mit der Brauerei Lorenz Stötter AG in Augsburg zur “Aktienbrauerei zum Hasen und Lorenz Stötter”, 1921 Fusion mit der AG Kronenbräu vorm. M. Wahl zur “Aktienbrauerei zum Hasen Lorenz Stötter und Kronenbräu”, 1924 Fusion mit der Aktienbrauerei Augsburg vorm. J. M. Vogtherr und Umfirmierung in “Aktienbrauerei zum Hasen”. 1942 wurde die gesamte Bierherstellung in der Betriebsstätte Hasenbräu in der Armenhaus-Gasse konzentriert. 1980 Umfirmierung in Hasen-Bräu AG. 1996 verkaufte die Bayerische Vereinsbank die Aktienmehrheit an der noch heute in München börsennotierten AG an den Brauerei-Magnaten Inselkammer (im Jahr darauf wurden die Hasen-Bräu-Betriebsrechte der ihm gehörenden Tucher-Bräu übertragen). Mit Kuponbogen.
Nr. 90
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
ALBINGIA Versicherungs-AG
Namensaktie Lit. A 100 RM, Nr. 1431
Hamburg, 1.6.1929
Erhaltung: UNC-
Auflage 30000, R 10. Gründung 1901. Nachdem die ebenfalls in Hamburg ansässige Transatlantische Feuer-Versicherungs-AG unter den Schäden des verheerenden Erdbebens in San Francisco zusammenbrach, wurde 1907 deren Versicherungsbestand übernommen. 1913 Fusion mit der Düsseldorfer Feuer-Versicherungs-AG (Name deshalb 1913-23 “ALBINGIA Hamburg-Düsseldorfer Versicherungs-AG”). 1930 übernahm die Guardian Assurance Company, London die Aktienmehrheit und hielt sie viele Jahrzehnte. 1931 Übernahme der Allgemeine Saarländische Versicherungs-AG, Saarbrücken. 1953 Übernahme der “Terra” Lebensversicherungs-AG in Berlin, die daraufhin in ALBINGIA Lebensversicherungs-AG umbenannt wurde. 2000 Verschmelzung mit der AXA Colonia Versicherungen, der heutigen AXA Konzern AG. Ohne Lochentwertung!
Nr. 91
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Allgäuer Torfbrikettwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2727
München, 20.6.1922
Erhaltung: VF+
Auflage 5000. Gründung im Juni 1922. Herstellung und Vertrieb von Brenntorf, Torfbriketten und Torfstreu. Nach 2 Jahren, im Juni 1924 bereits Auflösung der Gesellschaft. Recht großformatiges Papier, dekorativ gestaltet. Mit komplettem Kuponbogen. Erstmals angebotener Nennwert, nicht im SUPPES-Katalog.
Nr. 92
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Allgäuer Torfbrikettwerke AG
(2 Stücke)
Aktie 5.000 M, #11243; Aktie 10.000 M, #19104
München, Juli 1923
Erhaltung: EF
Gründung im Juni 1922. Herstellung und Vertrieb von Brenntorf, Torfbriketten und Torfstreu. Nach 2 Jahren, im Juni 1924 bereits Auflösung der Gesellschaft. Jeweils mit komplett anhängenden Kupons.
Nr. 93
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt
Aktie 20 RM
Leipzig, 4.6.1932
Erhaltung: UNC/EF
Ohne Kontroll-Nr., R 6. Die ADCA entstand 1858 nach dem Vorbild des französischen Credit Mobilier auf Initiative seinerzeit maßgeblicher Kaufleute und Politiker wie Gustav Harkort und A. Dufour-Feronce. Sie war die erste Aktienbank moderner Prägung in ganz Deutschland. Bis nach der Jahrhundertwende dehnte sie sich durch stetige Übernahme anderer Institute soweit aus, dass sie zu den Großbanken gezählt wurde. Nach 1945 wurde der ADCA ihre schwerpunktmäßige Betätigung in Mitteldeutschland zum Verhängnis. Erst zu Beginn der 60er Jahre konnte, aufbauend auf der einzig verbliebenen Berliner Niederlassung, ein Neuanfang versucht werden. Nach glückloser Entwicklung und mehrfachem Aktionärswechsel wurde die ADCA schließlich von der Rabobank übernommen und entsprechend umbenannt. Lochentwertet.
Nr. 94
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
4,5% Teilschuldv. 1.000 Mark, Nr. 154387
Berlin, November 1919
Erhaltung: EF
Auflage 100000, R 7. Faksimile-Unterschrift Rathenau. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 95
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
4,5% Teilschuldv. 1.500 RM, Nr. 191
Berlin, März 1934
Erhaltung: EF/VF
R 7. Gründung 1883 durch Emil Rathenau als „Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität“, 1887 Umfirmierung in AEG. Beim Besuch der Weltausstellung in Philadelphia lernte Emil Rathenau die epochemachenden Erfindungen von Thomas A. Edison kennen. Es gelang ihm, die Patente für Deutschland zu erwerben. Lochentwertet.
Nr. 96
Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
Sammelaktie 1.000 x 1.000 RM, Nr. 127001-128000
Berlin, März 1943
Erhaltung: EF
R 7. Zu Recht wird Rathenau als der Begründer der elektrischen Großindustrie in Deutschland bezeichnet. Was mit der Herstellung von Glühlampen begann, entwickelte sich bald zu einem Unternehmen, das auf allen Gebieten der Elektrotechnik eine führende Rolle spielte - lange blieb der Wettstreit mit Siemens & Halske um den ersten Platz unentschieden. Der Niedergang nach dem 2. Weltkrieg mündete schließlich 1985 in der Mehrheitsübernahme durch den Daimler-Benz-Konzern, der unter dem Vorstandsvorsitzenden Edzard Reuter (Sohn des legendären Berliner Nachkriegs-OB) vom Aufbau eines umfassenden Technologiekonzerns als Welt-AG träumte. Als auch dieser Traum ausgeträumt war, löste Daimler-Benz (nun unter Reuters Nachfolger Jürgen Schrempp) die AEG 1996 auf. Lochentwertet.
Nr. 97
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Allgemeine Gold- & Silberscheideanstalt
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 5754
Pforzheim, 8.1.1924
Erhaltung: EF
Auflage 1600, R 5. Gründung 1891 in Pforzheim, bis heute das Zentrum der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie. Das Werk in der Kanzlerstrasse wurde im Laufe der Zeit zu einer der führenden Scheideanstalten in Europa ausgebaut. Neben der Scheidung von gold- und silberhaltigen Barren und dem Verkauf von Feingold und Feinsilber sind auch die für die Schmuckwarenfabrikation erforderlichen Chemikalien und Edelmetall-Legierungen im Lieferprogramm. Bis hin nach Thailand werden vor allem Goldschmiedewerkstätten beliefert. Daneben auch eigene Kupfer-Elektrolyse sowie Aufbereitung von und Handel mit Basismetallen aller Art. In den 60er Jahren begann der Frankfurter Konkurrent Degussa die im Frankfurter Telefonverkehr notierten Agosi-Aktien aufzukaufen und besaß zuletzt über 90 %. 2002 ging das Aktienpaket an die belgische Umicore-Gruppe. Sehr hübsche Umrahmung aus fein gearbeiteten Schmuckkettengliedern. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 98
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Allgemeine Kapitalanlage AG
4,5% Teilschuldv. 10.000 RM, Nr. 39
Berlin, 31.12.1938
Erhaltung: EF
Auflage: 35, R 8. Gründung 1936 durch die Kaufleute Alfons, Willibordus, Arnold, Bernard, Leo und Friedrich Brenninkmeyer (C. & A. Brenninkmeyer) im Verein mit holländischen Geschäftspartnern zwecks Anlage und Verwaltung eigener Kapitalien durch Erwerb von Immobilien und Wertpapieren. Sitzverlegung 1947 nach Mettingen (Westf.) und 1951 nach Düsseldorf. 1958 auf die C. & A. Brenninkmeyer GmbH verschmolzen. Originalunterschriften. Lochentwertet. Anh. Kupons.
Nr. 99
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Allgemeine Maschinenbau-Gesellschaft
Aktie 10.000 Mark, Nr. 1616
Chemnitz, 8.10.1923
Erhaltung: EF+
Auflage 800. Gründung im Mai 1923. Hervorgegangen aus der Allgemeinen Maschinenbau-Ges. mbH in Liquidation, Chemnitz. Herstellung und Vertrieb von Maschinen aller Art, insbesondere von elektrischen Maschinen. Bau von Kleinmotoren, Fabrikation von Spezialantrieben für Textil-, Papier- und Werkzeugmaschinen. Herstellung von Federn aller Art, Vertrieb von Stahl. Dekorative Gestaltung. Rückseitig mit vier Dividendenauszahlungen 1955-1958, abgestempelt in der Karl-Marx-Stadt! Mit Kuponbogen. Unentwertet.
Nr. 100
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Allgemeine Rentenanstalt Lebens- und Rentenversicherungs-AG
Aktie Lit. B 35 DM, Nr. 3071
Stuttgart, 1.4.1955
Erhaltung: EF
Auflage 4000. Gründung bereits 1833 als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, 1923 Umwandlung in eine AG. 1991 Umfirmierung in Württembergische Lebensversicherung AG, 2000 Fusion mit der Wüstenrot Lebensversicherungs-AG. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 101
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Allgemeine Speditions-Gesellschaft AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2233
Duisburg, 12.4.1919
Erhaltung: VF
Auflage 1000, R 5. Gründung 1910 unter Übernahme der Firma August Heuser GmbH, Duisburg. Schifffahrt sowie Spedition und Lagereibetrieb. Gehörte zur Bayerischen Rheinschiffahrtsgruppe (Rhenania-Konzern). Heute gehört Rhenania zur Wicaton Gruppe. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 102
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
ALOKA Allgemeine Organisations- und Kapitalbeteiligungs-AG
Aktie 50 DM, Nr. 463112
Frankfurt am Main, August 1973
Erhaltung: EF+
Der 1880 gegründeten „Deutsche Lokal- und Strassenbahn-Gesellschaft“ gelang ein atemberaubender Aufstieg: Alles begann mit der gerade einmal 6 km langen Pferdebahn Mönchengladbach-Rheydt, am Ende war die 1890 in „Allgemeine Lokal- und Straßenbahn-Gesellschaft“ umbenannte Firma der größte deutsche Straßenbahn-Konzern. Die Beteiligungen reichten von der Zugspitzbahn bis zu den Verkehrsbetrieben Danzig-Gotenhafen. 1890 übernahm die AEG die Mehrheit, um sich bei der Umstellung der bis dahin pferde- oder dampfbetriebenen Bahnen auf elektrischen Antrieb einen bedeutenden Absatz der eigenen Produkte zu sichern. 1923 Umfirmierung in Allgemeine Lokalbahn- und Kraftwerke AG (Aloka). Sitzverlegungen 1949 nach Hannover und 1954 nach Frankfurt/Main. 1974 Aufnahme der AG für Verkehrswesen und Verschmelzung zur AGIV, einer Verkehrs-, Bau- und Maschinenbau-Holding, die bis zu ihrer Zerschlagung 2002 mehrheitlich der BHF-Bank gehörte. Lochentwertet.
Nr. 103
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Altonaer Quai- und Lagerhaus-Ges.
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2251
Altona, 31.12.1909
Erhaltung: EF+
Gründeremission, Auflage 2500. Gründung 1889 zur Betriebsübernahme auf den Altonaer und Neumühlener Quais. Die Stadt Altona überließ der Gesellschaft das Terrain mit fertiggestellten Strassen- und Eisenbahnanlagen. Bis 1925 gelangten sämtliche Aktien durch Auslosung in den Besitz der Stadt Altona. Ausgegeben nach Volleinzahlung der zunächst nur mit 75 % eingezahlten Aktien.
Nr. 104
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Alw. Taatz AG
Aktie 100 RM, Nr. 110
Halle (Saale), August 1925
Erhaltung: VF
Auflage 250, R 6. Gründung 1923. In der Maschinenfabrik in Halle, Lützener Str. 2 wurden bis nach Kriegsende vor allem Maschinen für die Bauindustrie hergestellt. Lochentwertet. Leicht stockfleckig.
Nr. 105
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Andreae-Noris Zahn AG
Aktie 50 DM, Nr. 53542
Frankfurt a.M., August 1986
Erhaltung: UNC-
Die 1923 gegründete J.M. Andreae AG geht auf eine vor über 150 Jahren in der Frankfurter Innenstadt von Johann Matthias Andreae eröffnete „Material- und Farbwaaren-Handlung“ zurück. Sein Geschäftshaus kaufte er von der Dame Melber, einer Tante von Johann Wolfgang von Goethe. Aus der Fusion mit der Nürnberger Handelsgesellschaft Noris Zahn & Cie. entstand dann das noch heute als ANZAG börsennotierte Pharmagroßhandels-Unternehmen. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 106
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Anhaltische Kohlenwerke
Sammelaktie 10 x 1.000 RM, Nr. 94501-10
Halle (Saale), 5.12.1944
Erhaltung: EF
R 6. 1867 wurden die Abbaurechte für die Froser Kohlenfelder durch das Bergamt zu Bernburg verliehen, es folgte die Gründung der Froser Braunkohlen-Bergbau AG mit der Braunkohlengrube Ludwig (später Umwandlung in Zeche Anhalt). 1881 Umwandlung der Gewerkschaft Zeche Anhalt in eine AG (Anhaltische Kohlenwerke). 1908 Sitzverlegung von Frose nach Halle a.S. und 1940 nach Berlin. Die Betriebe in der Sowjetzone wurden nach 1945 entschädigungslos enteignet. 1950 verlagert nach Berlin (West), 1983 umgewandelt in AK-Vermögensverwaltungs-GmbH, Berlin (West), heute mit Geschäftssitz in Düsseldorf. Maschinenschriftliche Ausfertigung. Lochentwertet.
Nr. 107
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Annaburger Steingutfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 1026
Annaburg, Januar 1939
Erhaltung: EF
Auflage 258, R 5. Gründung 1895, das Werk im Kreis Torgau stellte Steingutgeschirr, Kunsttöpfereien und Plastiken her. Börsennotiz Berlin. Lochentwertet.
Nr. 108
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
ANNAWERK Schamotte- und Ton-warenfabrik AG vormals J. R. Geith
Aktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 2265
Oeslau bei Coburg, 3.10.1941
Erhaltung: EF
Auflage 500, R 5. Gründung 1899 unter Übernahme der seit 1857 bestehenden Firma J.R. Geith. Herstellung von Schamotte, Porzellan und Steingut für sanitäre Spülwaren, Steinzeugtöpfe und -röhren, Dachziegeln, Klinkern und Leichtbauplatten. Großaktionär: Deutsche Steinzeug, Mannheim-Friedrichsfeld (heute Friatec). Lochentwertet.
Nr. 109
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Apollo Lichtspieltheater AG
Aktie 20 RM, Nr. 3019
Berlin / Leipzig, 31.5.1926
Erhaltung: EF
Auflage 3000, R 6. Gründung 1919 als AG Bau für Volkskunst, ab 1922 Apollo Lichtspieltheater AG (Sitz: Bayersche Str. 8). Bau, Vermietung und Betrieb von Theatern, Varietes, Lichtspiel- und Restaurationsunternehmen. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig. 1939 wurde die Gesellschaft aufgelöst. Lochentwertet.
Nr. 110
Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
Arn. Georg AG (13 Stücke)
Aktie 100 DM September 1962, #979; Aktie 100 DM Juli 1963, #2426; Aktie 100 DM Juli 1964, #3481; Aktie 100 DM Juli 1965, #3565; Aktie 1.000 DM August 1967, #1060; Aktie 1.000 DM August 1969, #1905; Aktie 1.000 DM August 1971, #3122; Aktie 50 DM Okt. 1972, #6874; Aktie 50 DM Oktober 1973, #7264; Aktie 100 DM Juli 1974, #5775; Aktie 1.000 DM Juli 1974, #3205; Aktie 50 DM Juli 1975, #9034; Aktie 50 DM Juli 1976, #9458
Neuwied, 1962-1976
Erhaltung: EF+
Gründung 1877, seit 1919 AG. Hergestellt wurden Eisenkonstruktionen aller Art, Wellblechbauten, Gittermaste, Garagen, Stahltore etc. 1949 Verschmelzung mit der Norddt. Eisen-, Schramm Kompressoren-AG. 1993/94 wurden Stahlbau und Verzinkerei, die zuletzt rd. 50 bzw. 25 Mio. DM Jahresumsatz machten, in Tochter-GmbH’s ausgegliedert. Seitdem nur noch Vermögens-, Beteiligigungs- und Grundstücksverwaltung. Bis heute im Freiverkehr Düsseldorf börsennotiert, Großaktionär ist der Fürst zu Wied. Größtenteils erstmals angebotene, bislang nicht katalogisierte Emissionen. Alle Stücke in bester Erhaltung, lochentwertet.
Nr. 111
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Arnstädter Handschuhfabrik
Julius Möller AG
Aktie 200 RM, Nr. 1032
Arnstadt, 5.2.1936
Erhaltung: EF
Auflage 1200, R 4. Gründung 1918. Fabrikation und Vertrieb von Handschuhen jeglicher Art. Eine reine Familien-AG. Die Firma bestand noch 1954 als AG. Lochentwertet.
Nr. 112
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Arthur Trägner & Co. Maschinenbau-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1029
Chemnitz, 14.12.1921
Erhaltung: EF
Auflage 2000, R 7. Gründung als AG 1921 zur Fortführung der Werkzeugmaschinenfabrik der Firma Trägner & Co.; Interessengemeinschaft mit der Werkzeugmaschinenfabrik Union (vorm. Diehl). 1925 in Liquidation. Lochentwertet.
Nr. 113
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Asea Brown Boveri AG
Aktie 50 DM, Blankette
Mannheim, Januar 1997
Erhaltung: UNC
Gründung 1900 durch die Schweizer BBC. Das breite Produktionsprogramm umfasste im Laufe der Geschichte u.a. Dampfturbinen und Verdichter sowie den Bau kompletter Kraftwerke, Hoch- und Niederspannungsschaltanlagen, elektrische Bahnen aller Art, Signalanlagen, Triebwagen, Lokomotiven, Oberleitungs-Omnibusse, elektrische Ausrüstungen für Werkzeugmaschinen, Hebezeug- und Transportanlagen, Bagger, Abraum-Förderbrücken sowie Dreh-, Hub- und Klappbrücken. Seit dem Zusammenschluss der Schweizer BBC mit dem schwedischen Asea-Konzern im Jahr 1988 als Asea Brown Boveri AG (ABB) firmierend und innerhalb des Konzerns mit Produktionsstandorten in 9 Ländern (davon 44 allein in Deutschland) die weltweit größte Einzelgesellschaft. Bis heute an sechs dt. Börsen notiert.
Nr. 114
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
ASKO Lebensmittel- und Kaufhaus AG
Aktie 50 DM, Blankette
Saarbrücken, Mai 1972
Erhaltung: UNC/EF
Gründeraktie. Gründung 1972 durch Umwandlung der Asko Saarpfalz Genossenschaft der Verbaucher eGmbH, Saarbrücken. Aus einer eher provinziellen Supermarktkette mit 150 Läden im Saaland und in der Pfalz wurde binnen weniger Jahre in einer beispiellosen Expansionspolitik die größte deutsche SB-Warenhausgruppe: nicht weniger als 400 Gesellschaften waren zuletzt in den Konzernabschluß einbezogen! Anfang der 90er Jahre wurde ASKO von der METRO “geschluckt”. Mit kompl. Kuponbogen.
Nr. 115
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Assecuranz-Compagnie Mercur
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 300
Bremen, 5.11.1921
Erhaltung: EF+
Auflage 1500, R 6. Gegründet 1882. Übernahme von Transportversicherungen und Transport-Rückversicherungen. Heute in den Allianz-Konzern eingegliedert. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 116
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Astrawerke AG
Vorzugs-Aktie 1.000 RM, Nr. 83
Chemnitz, 23.10.1941
Erhaltung: EF
Auflage 150, R 5. Gründung 1921. Hergestellt wurden Präzisionsmaschinen, vor allem Addier-, Buchungs-, Rechen- und Schreibmaschinen. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig. Nach 1945 wurde das Werk von den Sowjets vollständig demontiert. Leitende Angestellte gründeten daraufhin in Köln die Exacta Büromaschinen GmbH (später Exacta-Continental GmbH), die 1960 von der Wanderer Werke AG übernommen wurde. 1968 Verkauf an den Paderborner Unternehmer Heinz Nixdorf, der aus der Firma die NIXDORF COMPUTER AG formte. Lochentwertet.
Nr. 117
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Atlas Reederei-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 909
Emden, Mai 1929
Erhaltung: EF
Auflage 1320, R 5. Gründung 1922 zum Betrieb der Seeschifffahrt, insbesondere Dampfschifffahrt mit eigenen und gemieteteten Schiffen. Die Reederei war vor allem im Holz-, Kohle- und Erztransport in der Binnenschifffahrt und auf der Nord- und Ostsee aktiv. Lochentwertet.
Nr. 118
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
AUDI NSU Auto Union AG
Aktie 50 DM, Nr. 181033
Neckarsulm, Juli 1983
Erhaltung: UNC
Gründung 1969 durch Verschmelzung der NSU Motorenwerke AG mit der Auto Union GmbH zur AUDI NSU AUTO UNION AG mit Sitz in Neckarsulm. 1985 Umbenennung in AUDI AG und Sitzverlegung nach Ingolstadt. Mit Firmenlogo “Audi”. Entwertungsstempel rückseitig.
Nr. 119
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Augsburger Kammgarn-Spinnerei
Aktie (interim) 500 RM, Nr. 4539
Augsburg, März 1934
Erhaltung: EF/VF
Auflage 2668, R 6. Ursprünglich betrieb der Kaufmann J. Fr. Merz in Nürnberg eine Schafwollgroßhandlung, aus der eine Kammgarnspinnerei mit Pferdebetrieb hervorging. Wegen der viel günstigeren Wasserkraft ging Merz 1836 nach Augsburg und errichtete hier an der Schäfflerbachstraße die mit 3.000 Spindeln damals größte Kammgarn-Spinnerei im Gebiet des Deutschen Zollvereins. 1845 Umwandlung in eine AG. 1925 Übernahme der Werdener Feintuchwerke AG in Essen-Werden (1963 wieder abgestoßen). Die größte deutsche Kammgarnspinnerei kämpfte sehr lange, wurde aber Ende 2001 dann doch eines der letzten Opfer der Krise der deutschen Textilindustrie. Lochentwertet.
Nr. 120
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
August Hübsch AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 649
Chemnitz, 18.7.1921
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 3000, R 5. Gründung 1857, als AG ab 1921. Herstellung und Vertrieb von Möbelstoffen und anderen Erzeugnissen der Textilindustrie. Die Aktien waren in Familienbesitz. 1992 Fortsetzung der Gesellschaft und Abwicklung. Lochentwertet.
Nr. 121
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
August Schmits Kohlengroßhandlung AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 9
Berlin, 14.8.1923
Erhaltung: EF
Auflage 200, R 5. Gegründet 1923 unter Übernahme der Beußeleck Grundstücks-AG. Vertrieb von Brennstoffen aller Art und deren Nebenerzeugnissen, hauptsächlich Handel mit Braunkohle und Briketts. Großaktionär (1943): Ilse, Bergbau AG. 1952 als vermögenslose Gesellschaft von Amts wegen gelöscht. Nennwert auf 1.800 RM heraufgesetzt. Lochentwertet.
Nr. 122
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
August Thyssen-Hütte AG
Globalaktie 30 x 100 DM, Nr. 3830231-260
Duisburg-Hamborn, Oktober 1968
Erhaltung: UNC/EF
Begründer des Thyssen-Konzerns war August Thyssen. Sein Vater Friedrich Thyssen betrieb in Eschweiler zunächst ein Drahtwalzwerk, dann ein Bankgeschäft. 1871 gründete August Thyssen in Mülheim (Ruhr) mit der KG Thyssen & Co. ein Puddel- und Walzwerk. 1885 begann er, mit dem Aufkauf von Kuxen der Gewerkschaft Deutscher Kaiser eine eigene Kohlengrundlage zu schaffen (1888 wurde er dort Vorsitzender des Grubenvorstands). Seine spätere Struktur erlangte der Thyssen-Konzern 1919, als die Gewerkschaft Deutscher Kaiser unter Übernahme der gesamten Thyssen’schen Unternehmungen ihren Namen in Gewerkschaft August Thyssen-Hütte änderte. Der Bergwerksbesitz wurde dann in die Gewerkschaft Friedrich Thyssen ausgegliedert. Am 5.5.1926, kurz vor seinem Tod, unterzeichnete August Thyssen noch den Vertrag zur Einbringung dieser Unternehmen in die Vereinigte Stahlwerke AG. AG wurde die August Thyssen-Hütte erst 1933, als die Vereinigten Stahlwerke die Thyssen-Betriebe in eine eigene AG ausgliederten. Unter gleichem Namen entstand 1953 die AG neu, als letzte der Nachfolgegesellschaften der von den Alliierten zerschlagenen Vereinigte Stahlwerke AG. 1977 Umfirmierung in Thyssen AG. Dekorativ, mit Portrait von August Thyssen. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 123
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Autogen Gasaccumulator AG
Aktie 100 RM, Nr. 25987
Berlin, November 1941
Erhaltung: EF
R 8. Gründung 1915. Herstellung und Vertrieb von autogenen Schweiss- und Schneidanlagen, Acetylen-Stahlflaschen. Besonderheiten: Automobil-, Waggon-, Signal- und See-Beleuchtung. Fabrikbetriebe in Berlin, Johanniterstr. 6, Berlin-Adlershof, Rothenstein bei Königsberg, Oberlichtenau bei Chemnitz, Gross-Mochbern bei Breslau und Gelsenkirchen. Zweigniederlassungen (Veraufsbüros) in Breslau, Dresden, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, Königsberg und Nürnberg. Kleine Vignette mit Leuchtturm. Lochentwertet.
Nr. 124
Schätzpreis: 1.200,00 EUR
Startpreis: 600,00 EUR
Automobilbau AG Deutsche Gesellschaft für die Licenz E. Bugatti
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6603
Mannheim, 28.11.1921
Erhaltung: VF
Gründeraktie, Auflage 12000, R 10. In die 1921 gegründete Firma brachte die Düsseldorfer Funcke AG ihre Automobilbau-Abteilung ein. Fungierte als Deutsche Ges. für die Licenz E. Bugatti in Mannheim. Nachgebaut wurde insbesondere der von E. Bugatti in Molsheim bei Strasburg hergestellte Kleinwagen Bugatti Typ 23 und 24. Ab 1923 „Rheinische Automobilbau-AG Deutsche Gesellschaft für die Licenz E. Bugatti (Rabag)“ durch Verschmelzung mit der Schwestergesellschaft Rheinischen Automobilbau AG. 1925 Fusion mit der „AG für Automobilbau“ (Aga) in Berlin-Lichtenberg. Schöne Zierumrandung mit Abb. eines Bugatti und von Handelssymbolen, z.B. eines Zahnrades. Großformatig. Mit restlichen Kupons.
Nr. 125
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
AWG Allgemeine Werkzeugmaschinen
Aktie Lit. B 1.000 RM, Nr. 113
Berlin-Weissensee, April 1941
Erhaltung: EF/VF
Auflage 250, R 5. Gründung 1900 als „Kalker Werkzeugmaschinenfabrik Breuer, Schumacher & Co.“, AG seit 1914 als „Kalker Maschinenfabrik AG“ mit Sitz in Köln-Kalk. 1925/26 erhebliche Verluste wegen unerlaubter Kredit-Manipulationen des Vorstands, 1929 Stilllegung der Fabrik, danach nur noch Vermietung des Grundbesitzes. 1930 Verschmelzung mit der „AWG Allgemeine Werkzeugmaschinen-Gesellschaft AG“ und Sitzverlegung nach Berlin. 1934 Verlegung des Betriebes von Reinickendorf nach Weißensee (An der Industriebahn 20-27), 1935 Aufnahme der Produktion von Gleichlauf-Fräsmaschinen. 1936 Erwerb des Fabrikationsprogramms der Tochterfirma Dinse-Maschinenbau-AG (Schaltgewichts- und Schaltneigungswaagen). Das Werk in Weißensee wurde 1946 demontiert, erhalten blieb ein kleineres Reparatur-Werk in Mannheim, wo auch der Handel mit gebrauchten Werkzeugmaschinen betrieben wurde. Sitzverlegungen nach Berlin-Reinickendorf (1949) und Mannheim (1954). 1968 wurde die AG aufgelöst. Lochentwertet.
Nr. 126
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
B.U.S. Berzelius Umwelt-Service AG
Sammel-Vorzugs-Aktie 20 x 50 DM, Nr. 1620
Frankfurt a.M., Januar 1990
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1987 als GmbH, seit 1989 AG. Entsorgung und Aufarbeitung von industriellen Reststoffen (Stahlwerkstäuben, Aluminiumschrotten, Aluminium-Salzschlacken). Über die Berzelius Metallhütten-GmbH eine Enkeltochter der Metallgesellschaft. 1988 Sitzverlegung von Duisburg nach Frankfurt a.M. und 1996 wieder zurück. Nach dem Zusammenbruch der Metallgesellschaft und einem kurzen Interregnum der Müllunternehmer-Brüder Löbbert ging die Aktienmehrheit schließlich an die NORDAG. Mit Faksimile-Unterschrift des umstrittenen ehemaligen Metallgesellschaft-Chefs Schimmelbusch. Mit Entwertungsstempel.
Nr. 127
Schätzpreis: 480,00 EUR
Startpreis: 240,00 EUR
Babcock Borsig AG
Global-Aktie 500.000 Stückaktien,
Nr. 8690001-9190000
Oberhausen, September 2000
Erhaltung: EF
Die Mutterfirma wurde bereits 1881 von den Amerikanern George H. Babcock und Stephen Wilcox gegründet. Sie erfanden 1867 den patentierten Hochdruck-Dampfkessel. Die Deutsche Babcock & Wilcox-Dampfkessel-Werke AG wurde im Okt. 1898 durch Übernahme des Berliner Zweigwerks der Babcock & Wilcox Ltd., London gegründet. Die Gesellschaft erhielt das Fabrikations- und Verkaufsrecht für das Deutsche Reich und dessen Kolonien. Wenig später wurde in Oberhausen ein großes neues Werk errichtet. 1909 Übernahme der Oberschlesischen Kesselwerke in Gleiwitz. Der bedeutendste europäische Hersteller auf dem Gebiet des konventionellen Dampferzeugerbaus erweiterte ab 1966 das Angebot auf 10 Produktlinien des Maschinen- und Industrieanlagenbaus einschließlich vieler Firmen-Übernahmen. Umfimiert 1976 in Deutsche Babcock AG, 2000 in Babcock Borsig AG. Zuletzt Holding für über 200 Tochtergesellschaften, darunter die weltbekannte U-Boot-Werft HDW. Nach deren umstrittenem Verkauf kam Mitte 2002 die spektakuläre Insolvenz. Lochentwertet, Abheftlochung am Rand. Rarität!
Nr. 128
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Badische Essigwerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 313
Kehl, 13.2.1922
Erhaltung: EF
Auflage 1100, R 8. Gründung 1920. 1929 Sitzverlegung nach Kehl. Fabrikanlagen bzw. Zweigniederlassungen in Lahr und Kork. 1943 Umwandlung in eine GmbH. Für die Zeit ungewöhnlich dekorative Gestaltung, Säulenbogen mit Früchten und Engel, im Unterdruck eine große Vignette des Götterboten Hermes. Doppelblatt.
Nr. 129
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Badische Lokal-Eisenbahnen AG
4,5% Theil-Schuldv. 1.000 Mark, Nr. 6193
Karlsruhe, 23.5.1901
Erhaltung: EF-
Auflage 4000, R 9. Gründung 1898 als Betriebsführungsgesellschaft für die Badischen Bahnen der Westdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft. Betrieben wurden 5 nicht miteinander verbundene Strecken: die schmalspurige Albtalbahn, die Bühlertalbahn sowie die Strecken Bruchsal-Hilsbach-Menzingen, Neckarbischofsheim-Hüffenhardt, Wiesloch-Meckesheim-Waldangelloch (zus. 153 km). Später erwarb der Kreis Karlsruhe die Aktienmehrheit. In der Weltwirtschaftskrise 1931 in Konkurs gegangen, die Bahnbetriebe wurden an die Deutsche Eisenbahn-Betriebs-Gesellschaft verkauft. Dekorativ, mit Umrahmung im Historismus-Stil. Doppelblatt.
Nr. 130
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Balboa and Pacific Estates Company mbH
Anteilschein 500 Mark, Nr. 647
Berlin-Panama, 7.3.1913
Erhaltung: EF
Die Absichten der Ges., in Mittelamerika Plantagenwirtschaft zu betreiben, wurden durch den wenige Monate nach ihrer Gründung beginnenden 1. Weltkrieg vereitelt. Ihre Namensgebung aber ist hochinteressant: Sie kommt von dem Eroberer Vasco Núnez de Balboa (1475-1519), der nach einem mörderischen Marsch durch das heutige Panama am 13.9.1513 als erster Europäer den Pazifik erreichte. Sein Erfolg in der Gunst des spanischen Königs war auch sein Verhängnis: Der örtliche Gouverneur, dem er zu einflußreich wurde, ließ ihn 1519 nach einem Schauprozeß kurzerhand köpfen. Die nach ihm benannte Stadt Balboa am Übergang des Panama-Kanals in den Pazifik ist heute auch Hauptsitz der Panama-Kanalgesellschaft. Ausgestellt auf Direktor Curt Begas, Berlin, mit seiner Originalunterschrift als Geschäftsführer. Ebenfalls Originalunterschrift von Puttkammer. Grafisch ungewöhnlich gestaltet.
Nr. 131
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Balcke-Dürr AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Blankette
Ratingen, September 1993
Erhaltung: UNC
Eine Tochter von Babcock-Borsig, gegründet 1972 durch Fusion der Dürrwerke AG (gegr. 1883, AG seit 1889) und der Maschinenbau-AG Balcke (gegr. 1894/98, AG seit 1905). Produziert wurden zuletzt Windkraftanlagen, Gasturbinenanlagen, Industriekessel, Gebäudeausrüstungen aller Art, Rohrleistungssysteme sowie Anlagen für die Oberflächentechnik. 2001 mit der Muttergesellschaft zur Babcock Borsig AG (neu) fusioniert. 2002 war das dann eine der spektakulärsten Pleiten des Jahrzehnts. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 132
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Bamag-Meguin AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 7366
Berlin, April 1943
Erhaltung: EF
Auflage 1070, R 5. Gründung 1924 durch Fusion der 1872 gegründeten Berlin-Anhaltische Maschinenbau-AG und der 1901 als „Dillinger Fabrik gelochter Bleche Franz Meguin & Co. AG“ gegründeten Meguin AG, Butzbach (Hessen). Maschinenfabrik, Gießerei und Werkstätte für Eisenkonstruktion und Apparatebau. Gebaut wurden Anlagen und Apparaten für Gaswerke, Kokereien, Schwelereien und Hydrierwerke. Lochentwertet.
Nr. 133
Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 6244
Berlin, Februar 1929
Erhaltung: UNC
Auflage 8000, R 1. Gründung 1924 zum Betrieb bankmässiger Geschäfte in allen seinen Zweigen. 1928 erwarb die Ges. eine massgeblicher Beteiligung an der Hannoverschen Bodenkredit-Bank AG in Hildesheim. 1933 Übernahme des gesamten Aktienkapitals durch die Deutsche Arbeitsfront und Umbennenung in “Bank der Deutschen Arbeit AG”. Niederlassungen bestanden 1943 in den meisten größeren Städten Deutschlands. 1945 von der russischen Militärregierung geschlossen. Sitz für die Geschäftstätigkeit im Bundesgebiet war Düsseldorf. Lochentwertet.
Nr. 134
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Bank für Handel und Gewerbe AG
Sammelaktie 10 x 1.000 RM, Nr. 1-10
Kattowitz, 5.6.1942
Erhaltung: EF-
Auflage 50, R 7. Gegründet 1922 zum Betrieb von Bankgeschäften aller Art. 1942 wurde die Satzung neu gefasst. Großaktionär (1943): Deutsche Zentralgenossenschaftskasse, Berlin (95%). Lochentwertet. Aktie Nr. 1!
Nr. 135
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Bank für Handel und Verkehr AG
Aktie 100 RM, Nr. 3900
Chemnitz, 3.5.1943
Erhaltung: EF
Auflage 4000, R 8. 1883 als Chemnitzer Viehmarktsbank eGmbH gegründet, AG seit 1917. Bankgeschäfte insbesondere zur Förderung des Mittelstands. Börsennotiz Leipzig. 1963 Abwicklung von Westvermögen durch die Preußische Staatsbank (Seehandlung), Berlin (West). Lochentwertet.
Nr. 136
Schätzpreis: 220,00 EUR
Startpreis: 110,00 EUR
Bank für Kommunalwirtschaft AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 296
Berlin, Mai 1931
Erhaltung: EF
Auflage 400, R 7. Gründung 1924 in Berlin. Betrieb von Bankgeschäften aller Art. Ab 1934 Universum-Bank AG, Sitz bis 1935 in Münster, dann wieder in Berlin. 1931 erweiterte die Bank ihr Geschäftsfeld, sie widmete sich verstärkt dem Geld- und Kreditverkehr katholischer Orden und Genossenschaften und katholisch-kirchlicher Institute. 1937 in Liquidation. Lochentwertet.
Nr. 137
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Bank für Mittelsachsen AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3543
Mittweida, 15.4.1929
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 4. Gründung 1879 als Spar- und Kredit-Bank Mittweida, umbenannt am 30.9.1920. Filialen in Chemnitz, Frankenberg und Waldheim. Zuletzt eng an die Sächsische Staatsbank angelehnt. Börsennotiz: Chemnitz, später Leipzig. 1945 auf Grund eines SMAD-Befehls geschlossen. Ihre Liquidation erfolgte durch die Sächsische Landesbank. Lochentwertet.
Nr. 138
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Bank für Tirol und Vorarlberg AG
Sammelaktie 10 x 100 RM, Nr. 9991-10000
Innsbruck, April 1940
Erhaltung: EF
R 6. Die Bank wurde 1904 von der Verkehrsbank in Wien als Bank für Tirol und Vorlberg gegründet. Sie übernahm die Bankfirmen Payr & Sonvico, Innsbruck, Ludwig Brettauer sel. Erben in Bregenz und Oskar Sohm’s Wwe. in Bregenz. 1926 Fusion mit der Tiroler Hauptbank und Übernahme der Agrarbank der Alpenländer, 1930 Fusion mit der Tiroler Landesbank AG. Überwiegende Mehrheit der Aktien im Besitz der Creditanstalt-Bankverein, ein kleines Paket in Händen der Bayerischen Vereinsbank, München. Lochentwertet.
Nr. 139
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Bankverein Artern, Spröngerts, Büchner & Co. KGaA
Aktie 1.000 RM, Nr. 4948
Artern, 30.4.1927
Erhaltung: EF
R 5. Gründung 1862 als Arterner Darlehns-Verein, ab 1895 Bankverein Artern, Spröngerts, Büchner & Co. KGaA. Abteilungen in Rossleben a.U., Rossla a.Harz, Nebra a.Unstrut, Allstedt i.Thür. und Sangerhausen. 1940 wurde die bisherige KGaA in eine reine AG umgewandelt. 1950-1986 treuhändische Verwaltung und Abwicklung des Westvermögens in Mülheim a.d.R. Lochentwertet.
Nr. 140
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Basbecker Portland Zement-
und Tonwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 484
Erhaltung: UNC/EF
Basbeck, Kreis Neuhaus a. Oste, Juli 1929
Auflage 740, R 5. Gründung 1922 als Basbecker Tonwerke, ab 1929 Basbecker Portland Zement- und Tonwerke AG. Herstellung und Vertrieb von Tonwaren aller Art (Mauersteine, Dachziegel, Drainröhren u.dergl.). 1938 Verschmelzung mit der 1905 gegr. Beton- und Tiefbaugesellschaft Mast mbH in Berlin. Heute Beton- und Tiefbau Mast Hermann Hein AG, Berlin. Der Ursprungsbetrieb in Basbeck nahm seine Tätigkeit 1948 unter dem Namen “Basbecker Baustoffindustrie, Zweigniederlassung der Beton- und Tiefbau Mast AG” wieder auf, in den 1960er Jahren Stilllegung. Heute ist das Areal ein Wohngebiet. Lochentwertet.
Nr. 141
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Bau-Beteiligungs AG
Aktie 50 DM, Nr. 120
Mainz, März 1991
Erhaltung: UNC
Die Gesellschaft war so kurzlebig, daß sie nicht ein einziges Mal die Aufnahme in’s “Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften” schaffte. Mit komplettem Kuponbogen.
Nr. 142
Schätzpreis: 800,00 EUR
Startpreis: 400,00 EUR
Bau-Gesellschaft für Mittel-Wohnungen
Aktie 200 Thaler, Nr. 4898
Berlin, 6.4.1872
Erhaltung: VF
Interims-Schein der Gründeraktie, Auflage 2408, R 9. Erworben wurde ein großes Terrain bei Weißensee, das schrittweise bebaut, parzelliert und verkauft wurde. Die vom Kreis Niederbarnim ins Leben gerufene Industriebahn berührte die Terrains der Gesellschaft, was die Abverkäufe zunächst förderte und 1892/93 erste Kapitalrückzahlungen an die Aktionäre ermöglichte. Wegen der Einführung der Reichswertzuwachssteuer kam das Geschäft 1912 vollends zum Erliegen. Als die in Berlin börsennotierte Gesellschaft deswegen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte, besiegelten Mietpfändungen und Zwangsversteigerungen ihr Ende. Kleine Randeinrisse hinterklebt, kleine Randfehlstellen fachgerecht restauriert.
Nr. 143
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Bau-Kredit-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 325
Berlin, April 1929
Erhaltung: EF
Auflage 500, R 6. Gründung 1928 zwecks Gewährung von Baukrediten. Sitz: Unter den Linden 16. Großaktionäre waren die Deutsche Bau- und Boden-Bank AG, das Bankhaus Hardy & Co. (beide Berlin) sowie das Bankhaus Eichborn & Co. in Breslau. 1983 nach Abwicklung erloschen. Lochentwertet.
Nr. 144
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Bau-Kredit-Bank AG
Namensaktie 100 DM, Nr. 436
Düsseldorf, Juni 1966
Erhaltung: UNC
Auflage 1000, R 5. Gründung 1929 in Bochum als “Westdeutsche Baukreditbank AG”. 1961 Umgründung unter Erweiterung des Gechäftszwecks und des Aktionärskreises. Etwa 50 Mitarbeiter kümmerten sich um Finanzierungen für den Hoch-, Tief- und Straßenbau sowie die Vermittlung von Hypotheken, Bausparverträgen und Kommunaldarlehen. Aktionäre mit jeweils um die 10 % waren die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, die Bayerische Rückversicherung (heute Swiss Re), die Mannheimer Versicherung, C. G. Trinkaus in Düsseldorf, die Vereinigte Haftpflicht-Versicherung Hannover, die Württembergische Feuerversicherung und die Provinzial Lebensversicherung in Hannover, später auch noch die Frankfurter Bank und die Deutsche Pfandbriefanstalt Wiesbaden-Berlin. Seit 1973 in Liquidation. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 145
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Baufinanzierung AG
Aktie 100 RM, Nr. 164
Berlin, März 1927
Erhaltung: EF
Auflage 100, R 6. Gründung 1925. Umfirmierung 1935 in Fehrbelliner Platz Grundstücks AG. Der Gesellschaft gehörten zuletzt 21 Wohnhäuser mit 391 Wohnungen, 4 Läden und 19 Garagen. Lochentwertet. Kpl. Kuponbogen anhängend.
Nr. 146
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Baumaterialien-Handelsgesellschaft
Aktie Lit. C 1.000 DM, Nr. 17081
Bayreuth, August 1990
Erhaltung: UNC
Auflage 2200. Gründung 1921. Neben der Baustoffgroßhandlung wurde 1926 das Dampfziegelwerk Mistelgau angekauft (1973 umfassend modernisiert). Heute wird auf dem Firmengelände Gravenreutherstr. 19/21 außerdem ein Heimwerkermarkt betrieben. Mehrheitsaktionär war lange Zeit die Schmidt-Bank in Hof, ab 1990 dann die Fa. Danhauser, Nabburg. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 147
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Baumwollspinnerei Germania
Aktie 1.000 Mark, Nr. 177
Epe i. Westfalen, 1.6.1898
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie, Auflage 1200, R 4. Gründung 1897 unter der Firma Baumwollspinnerei Germania. Vollstufiger Betrieb, neben zwei Baumwollspinnereien waren auch Zwirnerei, Weberei, Färberei, Bleicherei und Schlichterei vorhanden. 1992 Einstellung des operativen Geschäftes, noch heute als Germania-Epe AG börsennotiert (ab 1993 Vermögensverwaltung). Lochentwertet.
Nr. 148
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Baumwollspinnerei und Weberei Lampertsmühle AG (2 Stücke)
Aktien 100 DM + 1.000 DM, Nr. 22
Lampertsmühle bei Kaiserslautern, August 1953
Erhaltung: EF
Pärchen der Aktien 100 DM + 1.000 DM mit identischen Nummern! Gegründet bereits 1853 als “Baumwollspinnerei-Gesellschaft in Kaiserslautern”. Wenige Jahre später übernahm (notgedrungen?) das Bankhaus G. F. Grohé-Henrich die Fabrik (G. F. Grohé war Tuchhändler und mit Elisabeth Henrich verheiratet; Eduard Henrich war “Hauptkassierer” der Pfälzischen Eisenbahn; beide gründeten 1829 das Bankhaus G. F. Grohé-Henrich, später auf Hetzel/Bassermann (Rhein. Creditbank) übergegangen, kam schließlich über die Pfälzische Bank zur Deutsche Bank AG in Neustadt a.d.Wstr.). 1887 wandelte die Bank den Textilbetrieb erneut in eine AG um, die “Baumwollspinnerei und Weberei Lampertsmühle AG vorm. G. F. Grohé-Henrich” (der vormals-Zusatz fiel 1932 weg). Bis 1912 waren die Aktien in Frankfurt börsennotiert, später baute die Mech. Buntweberei Brennet ihre Beteiligung Schritt für Schritt aus (und hält heute 100 %). Am 28.9.1944 brannte die Weberei nach einem Fliegerangriff vollständig aus, die Spinnerei wurde schwer beschädigt, konnte aber eingeschränkt weiterproduzieren. Nach dem Wiederaufbau nach dem Krieg arbeiteten auf dem riesigen, fast 1 Mio. qm großen Fabrikareal in Kaiserslautern, Siegelbacher Str. 2-6 zeitweise wieder über 1.000 Leute. Die Weberei wurde Anfang der 60er Jahre endgültig stillgelegt, 1965 deshalb Umfirmierung in Spinnerei Lampertsmühle AG. Die Spinnerei produziert mit etwa 300 Mann Belegschaft noch heute. Prägesiegel lochentwertet. Wegen der minimalen Auflage der 100-DM-Aktie (nur 100 Stücke!) ohnehin eine der großen Seltenheiten unter den DM-Aktien.
Nr. 149
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Bausch AG
Aktie 10 x 50 DM, Blankette
Buttenwiesen-Pfaffenhofen, Nov. 1989
Erhaltung: UNC
Ursprung des Unternehmens ist die 1872 gegründete Feinpapierfabrik Felix Schoeller und Bausch in Neukaliss (Mecklenburg). 1950 Sitzverlegung nach Berlin-West. 1970 Gründung der Donau Dekor Druck GmbH und Errichtung eines zweiten Standortes in Buttenwiesen-Pfaffenhofen bei Augsburg. 1983 Auflösung des Werkes Berlin. 1989 Umwandlung in eine AG und Gang an die Börse. 1999 mit der Robert Linnemann GmbH & Co. zur heutigen Bausch + Linnemann AG verschmolzen. Herstellung von Oberflächenbeschichtungen (Folien und Kantenstreifen) und Dekordrucken hauptsächlich für die Möbelindustrie. Mit Kuponbogen. Lochentwertet. Äußerst selten, nur zwei Stücke bekannt!
Nr. 150
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Bautzen-Neschwitzer Maschinenfabrik AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 2400
Bautzen, 1.9.1923
Erhaltung: VF+
Gründeraktie, Auflage 50000, R 7. Gründung am 28.8.1923 zur Herstellung von Feuerungsanlagen, insbesondere die Einrichtung vollständiger Kesselhäuser und aller dabei in Verwendung kommender Maschinen und Apparate. 1924 wurde bereits wieder die Liquidation beschlossen, 1927 Firma erloschen. Lochentwertet. Minimal fleckig.
Nr. 151
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Bautzner Industriewerk AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 712
Bautzen, 20.5.1914
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie, Auflage 750, R 5. Gründung 1896, seit 1914 AG. 1924/38 Umfirmierung in „Johne-Werk Grafische Maschinen-AG“. Herstellung von Schnellschneidemaschinen für Papier, Holz, Gummi, Metallfolien sowie Dreischneider für Bücher und Broschüren. Nach 1945 wurde das Werk enteignet, die AG verlegte ihren Sitz nach Oberalting/Seefeld am Pilsensee (Obb.) und wurde dort abgewickelt. Lochentwertet.
Nr. 152
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
BAWAG Bayerische Wasserkraft-AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 23043
München, April 1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage 35000, R 9. Gründung 1922, gemeinsam mit der „AG für Licht- und Kraftversorgung“ in München Betrieb der Kraftwerke Wagingersee AG. Mit komplettem Kuponbogen.
Nr. 153
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Bayerische Chamotte- und Klinker-produkte-Fabrik Waldsassen AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 960
Waldsassen i. Bayern, 22.1.1898
Erhaltung: EF+
Gründeraktie, Auflage 1050, R 8. Übernahme der Thon- und Chamottewaren-Fabrik der Firma Schucht & Zschoche. Nach nur 3 Jahren schon wieder in Konkurs, als Hauptgläubiger übernahm die Magdeburger Privatbank das Fabrikanwesen und brachte es als Sachanlage in die von ihr dann neugegründete „Chamotte- und Klinkerfabrik Waldsassen AG“ ein. Ausgesprochen dekorative Gestaltung mit Bayern-Wappen in der Umrandung. Aus einem bayerischen Privathaushalt. Nur ca. 20 Stücke überdauerten die Zeiten unbeschadet - weitere Aktien hatte nach Angaben der Finderin zuvor der Großvater zum Einschlagen von Heringen verwendet ...
Nr. 154
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bayerische Elektrizitäts-Werke
Aktie 1.000 RM, Nr. 3890
München, April 1938
Erhaltung: EF
Auflage 3937, R 5. Gründung 1898. Die Gesellschaft übernahm die der AG für Elektricitäts-Anlagen in Köln erteilten Konzessionen und die bereits errichteten Anlagen für die Versorgung mit elektrischer Energie in einem Teil des Bezirksverbandes Schwaben und Neuburg. 1899 wurde die Konzession zur Versorgung der Stadt Neu-Ulm (Donau) erworben und ein Kraftwerk an der Iller errichtet. 1902 übernahm dei Gesellschaft das Vermögen der Bayerischen Elektricitäts-Gesellschaft Helios. Die Städte Freising, Tauberbischofsheim, Ochsenfurt wurden versorgt. Außerdem Grundbesitz in Landshut, wo zeitweilig das Zentralbüro war. Großaktionär 1943: Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Berlin. Lochentwertet.
Nr. 155
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bayerische Elektrizitäts-Werke
Aktie 1.000 RM, Nr. 4833
München, November 1941
Erhaltung: EF+
Auflage 1349, R 6. Lochentwertet.
Nr. 156
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bayerische Holzkreditbank AG
(3 Stücke)
Aktie Lit. A 20.000 Mark, #10045; Aktie Lit. B 50.000 Mark, #2890; Aktie Lit. C 100.000 Mark, #1943.
München, 2.8.1923
Erhaltung: EF
Gründeraktien Lit. A, B und C der 1. Emission, datiert 2.8.1923. Beteiligung an Geschäften des Holzhandels durch Gewähr von Krediten, Beleihung von Holzlagerbeständen, Erwerb und Verwertung von Waldgrundstücken. 1925 aufgrund der Verordnung über Goldbilanzen von 1923 für nichtig erklärt. Kleinformate mit feiner Umrandung und jeweils komplett anhängenden Kupons. Äußerst selten und extrem günsstig angeboten.
Nr. 157
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Bayerische Hypotheken-
und Wechsel-Bank AG
Aktie 50 DM, Nr. 9683
München, August 1992
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1835, wobei hier die seltene Kombination von Hypotheken- und Geschäfts-Bank zugelassen war. Auch Versicherungs-Geschäfte wurden zunächst auf eigene Rechnung betrieben (1905 in die „Bayerische Versicherungsbank AG“ ausgegliedert, 1923 an Münchener Rück und Allianz verkauft). 1896 Ausdehnung des Geschäftsbereiches über Bayern hinaus auf das ganze Deutsche Reich. 1905 Gründung der Bayer. Disconto- und Wechsel-Bank AG in Nürnberg (deren laufendes Geschäft 1923 übernommen wurde). 1915-20 Übernahme einer Reihe kleinerer Bankgeschäfte. Im Österreich aktiv mit der Gründung der Salzburger Kredit- und Wechsel-Bank (1921) und der Kärntner Kredit- und Wechselbank Ehrfeld & Co., Klagenfurt (1922, später die Bank für Kärnten) sowie Beteiligung bei Scherbaum & Co. in Wien (1924). 1998 mit dem früheren Erz-Konkurrenten Bayerische Vereinsbank zur heutigen Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG fusioniert. Dekorativer Druck von G&D mit großer, stilisierter Ansicht der neuen Hauptverwaltung. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 158
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Bayerische Metallwerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 59
Landshut, Dezember 1928
Erhaltung: EF
Auflage 750, später nur noch 185, R 5. Gegründet 1923 in Landshut u.a. von der Radiologie AG und dem Physiker Dr. Robert Fürstenau. Errichtung und Betrieb von Fabriken in Bayern, die die Gewinnung, Verarbeitung und den Vertrieb von Metallen sowie deren Verbindungen und Legierungen zum Zweck haben. Hergestellt wurden Wolfram- und Molybdän-Fabrikate. 1926 außerdem Errichtung eines Werks für technische Gase (Wasser- und Sauerstoff). 1929 Sitzverlegung nach Dachau (Leitenweg 1). Heute als GmbH eine Tochter der Ges. für Wolfram Industrie mbH in Traunstein. Lochentwertet.
Nr. 159
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Bayerische Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften
Namens-Aktie 1.000 DM, Nr. 64437
München, September 1960
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1923 als Warenbezugs- und Absatzorganisation für die angeschlossenen Genossenschaften. Noch heute (als BayWa) börsennotierte AG, ein „schlafender Riese“ mit Milliardenumsätzen im Handels-, Landhandels- und Baustoffbereich sowie einem eigenen Tankstellennetz. Mit zwei Vignetten vom Säen und Ernten. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 160
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Bayerische Wolldecken-Fabrik Bruckmühl AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 977
München, 26.6.1930
Erhaltung: EF-
Auflage 2160, R 8. Gründung 1904, ab 1913 AG. Herstellung von Kamelhaarschlaf- u. Reisedecken in glatt und Jacquard, Stoffe für Hausschuhfabrikation, Velourstoffe. Lochentwertet.
Nr. 161
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Bayernbank AG
Aktie 20 RM, Nr. 701
Nürnberg, 8.7.1925
Erhaltung: VF+
Auflage 1850, R 7. Gegründet am 14.7.1923 von Pfarrer Karl Bitterauf, Fabrikbesitzer Michael Hirschmann, Fritz Seyfarth, Fabrikbesitzer Hermann Kempe und Großkaufmann Willy Pitteroff, Nürnberg. Die Gewinne der Bank sollten nach einem angemessenen Dividendenabzug den evangelischen Körperschaften zugute kommen. Anfang Nov. 1926 wurde den Gläubigern ein Vergleichsvorschlag unterbreitet, wobei die Guthaben bei der Bank je nach Einlagenhöhe mit 30 bis 70 % abgefunden werden sollten. 1927 wurde die Ges. aufgelöst und trat in Liquidation. Lochentwertet. Linker Rand mit kleiner Verletzung von einer ausgerissenen Büroklammer.
Nr. 162
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Bayrische Hartstein-Industrie AG
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 2554
Würzburg, 31.5.1922
Erhaltung: VF+
Auflage 200, R 7. Gründung 1900 unter Übernahme des seit 1889 bestehenden Handels- und Steinbruchanlagengeschäfts Basaltwerk Bischofsheim v.d.Rhön. Die Gesellschaft lieferte in der Hauptsache Steinschotter und Kleinschlag für Chausseen und Eisenbahnen. Sitz bis 1926 in Würzburg, danach in München. 1939 Sitzverlegung von München nach Nürnberg, 1997 nach Mitterteich. Hauptaktionär: Wilh. Werhahn KG, Neuss. Umgestellt auf RM 200, 1924 umgewandelt in Stammaktie. Lochentwertet.
Nr. 163
Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Bayrische Hartstein-Industrie AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3422
Würzburg, 1.2.1923
Erhaltung: EF
Auflage 1400, R 5. Gründung 1900 unter Übernahme des seit 1889 bestehenden Handels- und Steinbruchanlagengeschäfts Basaltwerk Bischofsheim v.d.Rhön. Die Gesellschaft lieferte in der Hauptsache Steinschotter und Kleinschlag für Chausseen und Eisenbahnen. Sitz bis 1926 in Würzburg, danach in München. 1939 Sitzverlegung von München nach Nürnberg, 1997 nach Mitterteich. Hauptaktionär: Wilh. Werhahn KG, Neuss. Lochentwertet.
Nr. 164
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
BBS Kraftfahrzeugtechnik AG
Vorzugs-Aktie 20 x 50 DM, Nr. 3599
Schiltach, April 1987
Erhaltung: UNC/EF
Gegründet 1970 als Baumgartner & Brand GbR, 1974 Umwandlung in die BBS Kraftfahrzeugtechnik GmbH & Co. KG, seit 1987 AG. Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Bauelementen und Zubehörteilen für Kraftfahrzeuge. Vor allem ist BBS führender Hersteller von hochwertigen Leichtmetallrädern. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 165
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Bebitz Mitteldeutsche Flanschenfabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 509
Lebendorf (Saalkreis), 1.9.1942
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 330, R 5. Gründung 1911, Sitz bis 1918 in Unterpeissen. Haupterzeugnisse: Flanschen, Gesenkschmiedestücke, Stanz-, Preß- und Ziehteile. Die Firma wurde nach dem Krieg nicht verlagert, 1946 enteignet und als Industriewerke Sachsen-Anhalt, Flanschenfabrik weitergeführt. 1992 als Flanschenwerk Bebitz GmbH privatisiert, 2002 Insolvenz (INSO Flanschenwerk Bebitz GmbH), 2004 Neugründung als Flanschenwerk Bebitz GmbH. Lochentwertet.
Nr. 166
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Bedburger Wollindustrie AG
Aktie 100 RM, Nr. 1149
Bedburg-Erft, Juni 1937
Erhaltung: EF
Auflage 400, R 5. Gründung 1875 als Bedburger Wollspinnerei KG A. Silverberg & Cie., seit 1891 AG. Fabrikation von Streichgarnen mittlerer und besserer Qualität, Lieferungstuch, Herren- und Damen-Oberbekleidungsstoffen, Autopolsterstoffen. In der Weltwirtschaftskrise wurde die Produktion 1930 stillgelegt und erst 1935 wieder aufgenommen, 1937 nochmalige Sanierung. Im Februar 1945 wurde das Werk kriegsbedingt vollständig zerstört, nach Abschluß des Wiederaufbaus wurde 1951 wieder die volle Kapazität erreicht. 1966 wurde der Betrieb stillgelegt, 1970 Sitzverlegung nach Aachen. Beteiligungen bestanden an der Wollmanufaktur Aachen GmbH & Co. KG, Stolberg-Buschmühle (100 %), der Kammgarnspinnerei B. Th. Vonachten Nachf., Berlin-Spandau (90 %), der Tuchfabrik Peter Irmen, Korschenbroich (46 %) und der Kammgarnspinnerei Stöhr & Co. AG, Rheydt-Odenkirchen (Schachtel). 1974 durch Verschmelzung in der Stöhr & Co. AG aufgegangen. Lochentwertet.
Nr. 167
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Benno Schilde Maschinenbau-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 385
Hersfeld, März 1927
Erhaltung: EF
Auflage 1100, R 6. Die Gesellschaft ging aus der 1874 gegründeten Maschinen- und Apparatebauanstalt von Benno Schilde hervor, die sich bis zum Ableben des Begründers in dessen Privatbesitz befand und dann als Familien-GmbH weitergeführt wurde. Am 12.4.1922 erfolgte die Gründung der AG. Fabrikation von Ventilatoren, Schlackenaufbereitungsanlagen, Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie Waschmaschinen, Lackieranlagen und Industrieöfen. Übernommen wurden 1922 die Maschinenfabrik Imperial in Meissen, die Imperial-Förster-Werke in Magdeburg sowie Gelände und Anlagen der Reichsflugzeugwerke Schwerin-Görries. 1969 verschmolzen mit der Friedrich Haas GmbH und der Rheinische Dampfkesselfabrik Büttner & Cie. in Krefeld zur Büttner-Schilde-Haas AG (BSH). Ab 1977: Babcock-BSH AG, ab 1995 Turbo Lufttechnik. Anfang 2003 Übernahme durch den Frankenthaler Maschinenbaukonzern AG Kühnle, Kopp & Kausch. Firmierung als eigenständge Gesellschaft unter dem Namen TLT-Turbo GmbH, Zweibrücken. Lochentwertet.
Nr. 168
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Benrather AG
für gemeinnützige Bauten
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 435
Benrath, 1.12.1938
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 5. Gegründet 1895 zwecks Bau und Betreuung von Kleinwohnungen. Die AG baute bis zum 2. Weltkrieg 110 Wohnhäuser mit 226 Wohnungen, danach stieg der Bestand weiter auf 185 Wohnhäuser mit 633 Wohnungen. Aktionäre waren die Demag AG, Duisburg (60 %) und die Capito & Klein AG, Düsseldorf-Benrath (40 %). 1972 Umwandlung in eine GmbH, Gesellschafter waren nun zu 2/3 die Demag AG und zu 1/3 die Fried. Krupp Hüttenwerke AG. Lochentwertet.
Nr. 169
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Berentzen-Gruppe AG
Sammel-Vorzugs-Aktie 10 x 5 DM, Nr. 209075
Haselünne, 1.8.1995
Erhaltung: UNC/EF
R 9. Brauerei-Gründung 1758 als Familienunternehmen. 1899 wird “Berentzen Vom Alten Faß” als eine der ersten deutschen Spirituosen als Marke eingetragen. 1958 wird von I.B. Berentzen in Haselünne ein Brunnenbetrieb für alkoholfreie Getränke gegründet (Emsland Getränke). Mit der Einführung 1976 des Berentzen Apfelkorn wird aus einer “Schnapsidee” ein durchschlagender Markterfolg. 1988 fusionierte I.B. Berentzen mit der Weinbrennerei Pabst & Richarz zur Berentzen-Gruppe, zu der 1992 noch Dornkaat AG hinzu kommt. 1993 wird die Berentzen-Gruppe in eine AG umgewandelt, die ab 1994 an den Börsen Frankfurt und Bremen notiert. 1998/99 Übernahme der Fa. Dethleffsen, einen der größten Wettbewerber im deutschen Markt. Mit restlichen Kupons. Unentwertet.
Nr. 170
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Berg- und Hüttenprodukte AG
Sammelaktie 10 x 20 RM, Nr. 13091-13100
Berlin, 18.1.1925
Erhaltung: EF+
R 6. Gründung Oktober 1923. Handel mit Berg- und Hüttenprodukte aller Art. Sitz war in Berlin in der Kanonierstr. 37. 1929 gelöscht. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 171
Schätzpreis: 15.000,00 EUR
Startpreis: 6.500,00 EUR
Bergbau- und Hütten-AG
zu Stolberg am Harz
Aktie 100 Thaler, Nr. 4396
Stolberg a.H., 1.7.1861
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 4750, R 10. Bei Stolberg fand man die westlichen Ausläufer des Sangerhäuser Kupfervorkommens, in Fortsetzung der berühmten Mansfelder Kupferschiefer. Das Kupferschieferflöz war hier 40-45 cm mächtig. Der Erzgehalt machte das Vorkommen sehr abbauwürdig, problematisch war, daß es sich um saure (quarzhaltige) Erze handelte, die sich im Ofen nicht gut schmelzen ließen. Trotzdem wurden die hier gewonnenen Erze lange Zeit in der auf der Aktie abgebildeten Josephshütte in Rottleberode verhüttet. Noch mehr zu schaffen als das saure Erz machten den Berg- und Hüttenleuten aber die beim Bergbau immer wieder angetroffenen Höhlen, häufige Einstürze der Bergwerke waren die Folge und brachten den Bergbau schließlich in der Zeit von 1760 bis 1780 ganz zum Erliegen. Die Josephs-Hütte wurde danach umgebaut und als Eisenhütte weiter betrieben. Die hier beschriebene Gesellschaft unternahm noch in der zweiten Hälfte des 19. Jh. den nicht vom Erfolg gekrönten Versuch, Bergbau und Hüttenwesen bei Stolberg wieder stärker zu beleben. Ein herausragend gestaltetes Papier mit Abbildung der Hütte, der Aufbereitungsanlagen und eines Hochofens. Die wunderschöne Umrandung lohnt es sich im Detail zu betrachten: Neben Zwergen und Bergleuten ist der Verhüttungsprozeß besonders symbolhaft dargestellt mit Erz-Eimern an Seilen und geflügelten Drachen. Ausgeführt als Mehrfarbenlithographie. Seit über 30 Jahren war von dieser Rarität sonst nur ein einziges Exemplar bekannt!
Nr. 172
Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
Bergmann-Elektricitäts-Werke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 122572
Berlin, Mai 1922
Erhaltung: VF+
Auflage 65000, R 10. Gründung 1893/97 als Bergmann Elektromotoren- und Dynamo-Werke AG in Berlin. 1900 fusionsbedingte Umfirmierung wie oben. Beteiligungen u.a. auch an der Osram GmbH. Neben der Draht- und Kabelfabrikation sowie Metallverarbeitung wurden von 1907 bis 1922 auch Automobile (Marke Bergmann) produziert, danach nur noch Elektrofahrzeuge. Noch heute bestehendes Unternehmen, 1988 von Siemens an Gebr. Röchling verkauft (und dann mit DeTeWe zusammengelegt). Bei Ausgabe dieser Aktie beschäftigte Bergmann noch über 11.000 Mitarbeiter! 1934/38 erfolgte ein vollständiger Aktienneudruck, die dabei versehentlich nicht umgetauschten alten Aktien sind deshalb grosse Raritäten.
Nr. 173
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Bergwerk ver. Klosterbusch
Kuxschein über 10 von 1.000 Kuxen, Nr. 37
Herbede-Ruhr, 11.11.1930
Erhaltung: EF
Auflage maximal 100 Kuxscheine, R 8. Das Eisensteinbergwerk Vereinigte Klosterbusch ging 1857 aus der Konsolidierung (Fusion) der Bergwerke Marcus und Klosterbusch in der Gemeinde Bredeney hervor. Die Tiefbauanlage, die über eines der wenigen abbauwürdigen Eisensteinflöze im Ruhrtal verfügte, lag in (Essen-)Werden unmittelbar an der Ruhr. Mehrheitsgewerke war damals die Phoenix AG für Bergbau und Eisenhüttenbetrieb, die 1854 in Essen-Kupferdreh mit dem Bau eines Hüttenwerkes begonnen hatte. Die Eisensteinzeche wurde 1878 stillgelegt. 1918 erwarb die Gewerkschaft Vereinigte Klosterbusch die Steinkohlengewerkschaften Sonnenschein, Johann-Diedrich und Buchwald in Bochum-Querenburg und nahm zwei tonnlägige Schächte in Betrieb. 1923 wurde der spätere Hauptschacht abgeteuft, auf dem in Spitzenjahren o,5 Mio. t Kohle gefördert wurden. 1955 wurde noch ein zweiter Wetterschacht in Betrieb genommen. 1961 übernahm die Raab-Karcher GmbH (ARAL) die Kuxenmehrheit.
Nr. 174
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Bergwerksgesellschaft Habighorst
Namens-Anteilschein, Nr. 571
Habighorst, Kreis Celle, 30.1.1918
Erhaltung: EF
Hervorgegangen aus der Gewerkschaft Fallersleben zu Thal. Förderung von Steinsalz in einer von zwei Schachtanlagen im Steinsalzwerk Mariaglück, 12 km nördlich von Celle, in den 1990er Jahren das kleinste der Steinsalzwerke der Kali und Salz AG. Original signiert. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 175
Schätzpreis: 1.000,00 EUR
Startpreis: 500,00 EUR
Bergwerksgesellschaft Hibernia
Aktie III. Em. 1.200 Mark, Nr. 50133-34
Herne, 15.4.1898
Erhaltung: VF
Auflage 8334, R 9. Die 1854 gegründete Gewerkschaft Hibernia (lateinische Bezeichnung für Irland) initiierte der aus Irland stammende große Ruhrbergbau-Pionier William Thomas Mulvany. Auch die Gewerken waren fast ausschließlich Iren. 1855 wurden bei Bochum große Felder hinzuerworben und in die neugegründete Gewerkschaft Shamrock (irische Bezeichnung für Kleeblatt, das irische Wappenzeichen) eingebracht. Beide Unternehmen wurden 1873 in die „Hibernia und Shamrock Bergwerksgesellschaft“ eingebracht, deren AR-Vorsitzender Mulvany bis zu seinem Tod 1885 blieb. 1887 Umfirmierung in “Bergwerksgesellschaft Hibernia”. Eine der mit Abstand bedeutendsten Bergwerksgesellschaften des Reviers. Auf den Zechen Hibernia, Shamrock I-IV, Wilhelmine-Victoria (sämtlich in Gelsenkirchen), Schlägel und Eisen (bei Recklinghausen), General Blumenthal I-IV und Alstaden förderten zeitweise 25.000 Mann Belegschaft bis zu 6 Mio. Tonnen Kohle im Jahr. Dazu Kokereien, eigene Kraftwerke, Ziegeleien, chemische Fabriken. Ab 1902 begann aus strategischen Gründen der preußische Staat, Bergwerkseigentum im Ruhrgebiet zu erwerben. 1904 besaß Preußen die knappe Hibernia-Aktienmehrheit, was den überschäumenden Zorn der Schlotbarone erregte. Außerordentliche Generalversammlungen in den Jahren 1904 u. 1906 drängten mit den dort beschlossenen Kapitalerhöhungen unter Ausschluss des Aktionärs-Bezugsrechts den Preußischen Staat auf eine Minderheitsposition zurück. Der Vorgang ging als „Hibernia-Kampf“ in die Finanzgeschichte ein. Am Ende obsiegte der Staat aber doch: Der preußische Landtag beschloss 1917 ein Gesetz, das die Staatsregierung zur Übernahme aller von Dritten gehaltenen Hibernia-Aktien ermächtigte. Den Widerstand der Wirtschaft brach die Regierung dadurch, dass sie ein Junktim mit der Zustimmung zur Erneuerung des Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats herstellte. Der alte Aufsichtsrat legte daraufhin geschlossen das Amt nieder. Bald besaß der Staat Preußen über die Vereinigte Elektrizitäts- und Bergwerks-AG (VEBA) mehr als 99 % der Hibernia-Aktien und legte 1926 die Hibernia-Bergwerke mit den fiskalischen Zechen der früheren staatlichen Bergwerksdirektion Recklinghausen zusammen (1935 dann Fusion mit der Bergwerks-AG Recklinghausen). Nach dem 2. WK wurde 1954 die Bergwerksges. Hibernia AG mit dem Vermögen der alten AG und den Aktien der Emscher-Lippe Bergbau-AG neu gegründet, 1957 außerdem Übernahme der Gewerkschaft Deutscher Kronprinz. Wichtigste Beteiligung war die Scholven-Chemie AG in Gelsenkirchen-Buer. Alleiniger Aktionär war mittelbar über die VEBA weiterhin der Bund. 1970 gingen die Zechen in der Ruhrkohle AG auf. Mit Originalunterschriften Oberbergrat Harz (AR) und Bergrat Carl Behrens (Vorstand). Mit restlichen Kupons. Wenige kürzlich in Frankreich gefundene Stücke muß schon kurz nach der französischen Besetzung des Ruhrgebiets im “Ruhrkampf” 1923-25 in Vergessenheit geraten sein.
Nr. 176
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Bergwerksgesellschaft Mariaglück
Namens-Anteilschein 1 Anteil, Nr. 455
Höfer, Kreis Celle, 30.1.1918
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 3. Die Gewerkschaft Mariaglück Gotha wurde 1906 in Gotha gegründet. Um den Bergwerksbetrieb in dem hannoverschen Landesteil von Preußen aufnehmen und dennoch die Unternehmensform der Gewerkschaft verwenden zu können, verlegte die Gewerkschaft den Verwaltungssitz nach Celle und gründete 1910 die Bergbaugesellschaft Mariaglück mbH. Förderung von Steinsalz in einer von zwei Schachtanlagen im Steinsalzwerk Mariaglück, 12 km nördlich von Celle, in den 1990er Jahren das kleinste der Steinsalzwerke der Kali und Salz AG. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 177
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Berlin-Bremer Transportversicherungs-AG
Namens-Aktie 10.000 Mark, Nr. 5447
Berlin W., 6.7.1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage 5700, R 9. Ausgestellt auf Freedman & Haas, New York. Gründung 1921. Transport-, Rück-, Feuer-, Einbruchdiebstahl-, Wasserschäden und Aufruhrversicherung. 1924 umbenannt in Berlin-Bremer Versicherungs-AG. 1927 wegen Nichteinreichung einer Goldmark-Eröffnungsbilanz für nichtig erklärt worden. Sehr dekorative Umrandung, geteiltes Wappen (Berliner Bär und Bremer Schlüssel) im Unterdruck. Äußerst selten!
Nr. 178
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Berlin-Gubener Hutfabrik AG
vormals A. Cohn
Zwischenschein 1.000 RM, Nr. 6404
Guben, Juli 1928
Erhaltung: EF
R 4. Gründung 1888 unter Übernahme der von Apelius Cohn und Herm. Lewin in Berlin (1859) und Guben an der Neisse (1876) begründeten Hutfabrikationsgeschäftes. Seit Gründung an der Berliner Börse notiert. 1907 Ankauf der Berthold Lissner’schen Wollhut- und Haarhutfabriken in Guben. Auch nach Stillegung zweier Fabriken in der Weltwirtschaftkrise beschäftige die Ges. Anfang der 30er Jahre in ihren Werken noch über 3.500 Arbeiter. Großaktionäre waren zu der Zeit das Bankhaus Jarislowsky & Co., die Darmstädter und Nationalbank sowie die Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft. Nach 1945 enteignet. 1949 nach Kassel verlagert, 1959 nach Recklinghausen. 1965 umgewandelt in Hutfabrik Recklinghausen GmbH. Lochentwertet.
Nr. 179
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Berliner Asphalt-Gesellschaft
Kopp & Cie. AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 363
Berlin, März 1938
Erhaltung: EF+
Auflage 800, R 5. Gründung 1883, AG seit Oktober 1923. Herstellung und Vertrieb von Asphalt, Straßenbauten jeder Art, Anfertigung von Dachpappen, Herstellung und Vertrieb von Teer-Destillationsprodukten. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung. 1956 umfirmiert in Berliner Asphalt AG, Berlin (West), ab 1998 GmbH, aufgegangen in der Norddeutsche Mischwerke GmbH & Co. KG. Lochentwertet.
Nr. 180
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Berliner Bank für Handel
und Grundbesitz AG
Sammel-Aktie 5 x 20 RM, Nr. 36106-36110
Berlin, Dezember 1925
Erhaltung: EF
R 6. Gründung 1912 als Genossenschaftsbank Berliner Hausbesitzer eGmbH, 1923 Umwandlung in eine AG. Die Bank stand dem Bund der Berliner Haus- und Grundbesitzer e.V. nahe. Sie besaß die repräsentative Hauptstelle Berlin C 2, Kaiser-Wilhelm-Str. 56 sowie weitere 14 Zweigstellen im Stadtgebiet. Im Bankenkrach in Folge der Weltwirtschaftskrise stellte sie am 19.11.1931 ihre Zahlungen ein und ging in Liquidationsvergleich mit einer von der Reichsregierung garantierten Mindestquote von 30 %. Lochentwertet.
Nr. 181
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Berliner Elektro-Beteiligungen AG
Aktie 20 x 50 DM, Blankette
Berlin, September 1986
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1979 als Industriebeteiligungen Dr. Bernau und Neubauer GmbH. 1984 in die “Berliner Elektro-Beteiligungen AG” umgewandelt und von der Deutschen Bank an die Börse gebracht. 1989 Umfirmierung in Berliner Elektro Holding AG. Nach einigen hervorragenden Jahren kam es zu Querelen zwischen Aufsichtsrat, Vorstand und dem Unternehmensgründer Dr. Bernau, der am Ende das Feld räumte. Danach wurde das Unternehmen von einer Industrieholding in eine Private-Equity-Gesellschaft umstrukturiert und 2000 in AdCapital AG umbenannt. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 182
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Berliner Handels- und Frankfurter Bank
Globalaktie 50 x 50 DM, Nr. 125
Frankfurt a.M./Berlin, Juni 1976
Erhaltung: EF+
1856 wurde die Berliner Handels-Gesellschaft und 1854 die Frankfurter Bank gegr. 1970 Verschmelzung beider Gesellschaften zur Berliner Handels-Gesellschaft - Frankfurter Bank. 1975 Umbenennung in Berliner Handels- und Frankfurter Bank, seit 1995 AG und Umfirmierung in BHF-BANK AG. Zwischenzeitlich zur ING Group, heute zur Sal. Oppenheim gehörend. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 183
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Berliner Metallwarenfabrik AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 12236
Berlin, September 1923
Erhaltung: VF
Auflage 60000, R 6. Herstellung und Handel mit Metallwaren und Maschinen jeder Art. Der Betrieb lag in Berlin-Waidmannslust, Dianastr. 29/33. 1932 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet. Randschäden durch Feuchtigkeit.
Nr. 184
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Berliner Nord-Eisenbahn-Gesellschaft
St.-Prior.-Aktie 200 Thaler, Nr. 19856
Berlin, 1.7.1870
Erhaltung: VF
Gründeraktie, R 8. Die Vorgeschichte der Bahn reicht bis in das Jahr 1844 zurück, als zum ersten Mal eine Eisenbahnverbindung von Berlin nach Stralsund projektiert, aber nicht ausgeführt wurde. Der zweite Anlauf wurde 1866 genommen, der dritte dann 1870. Projektiert war nun eine 222 km lange Bahn von Berlin über Oranienburg, Strelitz und Neubrandenburg nach Stralsund. Die Gesellschaft ging einige Jahre später im Gründerkrach gleich wieder unter. Nicht wenig Schuld daran hatte der preußische Staat, der die Bahn durch endloses Verschleppen von Genehmigungen regelrecht aushungerte und dann aus dem Konkurs 1875 die Bahnanlagen selbst spottbillig erwarb, um sie zu Ende zu bauen. Die Aktionäre und Initiatoren verloren dagegen alles (darunter der Rügen’sche Fürst Putbus, der durch diese Pleite zu dem Spitznamen Kaputtbus kam). Großformatig und dekorativ, in der Umrandung sieben Vignetten und drei Wappen, zweisprachig deutsch/englisch.
Nr. 185
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Berliner Revisions-AG
Namensaktie 100 RM, Nr. 112
Berlin, 5.6.1928
Erhaltung: EF/VF
Auflage 500, R 5. Gründung 1927. Übernahme und Ausführung von Bücher- und Steuerrevisionen, die Erledigung aller Steuerangelegenheiten, Überprüfung und Beglaubigung von Bilanzen und Gesellschaftsgründungen, auch treuhänderische Funktionen. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1968 umfirmiert in Berliner Revisions-AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft. Lochentwertet.
Nr. 186
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Berliner Rück-Versicherungs-AG
Aktie (Interims-Schein) 1.000 Mark, Nr. 397
Berlin, 1.7.1920
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 5. Gründung 1907. Risiken-Rückversicherung in allen Zweigen. 1926 wurde die Liquidation beschlossen. Lochentwertet. Doppelblatt, inwendig Nachtrag mit Originalsignaturen Aufsichtsratsvorsitzenden und des General-Direktors.
Nr. 187
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Berliner Rück-Versicherungs-AG
Aktie (Interims-Schein) 1.000 Mark, Nr. 1248
Berlin, 1.7.1922
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 5. Lochentwertet.
Nr. 188
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Berliner Städtische Elektrizitätswerke AG
4,75% Teilschuldv. 3.000 RM, Nr. 11066
Berlin, Februar 1934
Erhaltung: EF+
R 5. Gründung 1923 zur Versorgung Berlins mit Elektrizität und Wärme. Kraftwerke: Klingenberg, West, Charlottenburg, Moabit, Rummelsburg, Oberspree, Spandau, Steglitz und Weißensee. 1931 - die Stadt Berlin hatte gerade wieder einmal riesige Haushaltslöcher zu stopfen - ging die Konzession an die von der Privatwirtschaft getragene Berliner Kraft- und Licht-AG über, die Betriebsführung behielt die BEWAG. Noch heute börsennotiert, 2001 übernahm der schwedische Energiekonzern Vattenfeld die Aktienmehrheit. Ablösungsanleihe des 6,5 % Dollarbonds der BEWAG, fällig 1.2.1959. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 189
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Berliner Terrain- und Bau AG
Aktie 1.200 Mark, Nr. (3296) 5228
Berlin, 5.9.1904
Erhaltung: VF+
Auflage 1875, R 6. Bei der Gründung 1903 brachte die Allgemeine Berliner Omnibus-AG vier Grundstücke (Kurfürsten-, Froben-, Bülowstraße und Kottbuser Damm) als Sacheinlage ein. Mit der Parzellierung und Veräußerung von Grundstücken in Steglitz, Zehlendorf, Reinickendorf, Wittenau und am Hohenzollerndamm war die Gesellschaft nicht sonderlich erfolgreich und erlitt außerdem große Forderungsverluste bei der Passage-Kaufhaus-AG. Es folgten 1912 und 1914 Sanierungsversuche, nach der Inflation konnte 1924 das Kapital nur im Verhältnis 60:1 umgestellt werden. 1936 Eröffnung des Konkursverfahrens mangels Masse abgewiesen. Mit Villen-Abb. im Unterdruck. Lochentwertet.
Nr. 190
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Berliner Viehcommissions-
und Wechsel-Bank
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 1298
Berlin, 1.7.1895
Erhaltung: EF/VF
Auflage 500, R 5. Initiatoren waren führende Leute des Berliner Fleischergewerbes. Neben dem insbesondere für diese Berufsgruppe betriebenen Bankgeschäft (in der Königstraße und auf dem Städt. Vieh- und Schlachthof) besaß die Bank eine Viehagentur-Abteilung, die 1922 als „Berliner Viehverkehrs-Bank AG“ verselbständigt wurde. 1919/1922 Umfirmierung in „Handelsbank AG in Berlin“. Großaktionär war zuletzt die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank. 1932 Zahlungseinstellung, Zwangsvergleich und Auflösung der Gesellschaft. Lochentwertet.
Nr. 191
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Berlinische Feuer-Versicherungs-Anstalt
Namens-Aktie T 100 DM, Nr. 48673
Berlin/München, Juni 1962
Erhaltung: UNC/EF
Mit ihrer Gründung im Jahre 1812 eine der ältesten deutschen Versicherungen. Eine Gründung der Bankiers W.C. Benecke, C.W. Brose, H. Hotho und F.G. von Halle. Bei ihrer Gründung war die Berlinische Feuer die einzige Versicherungsgesellschaft in Preußen und sollte es auch lange bleiben, denn in ihrem Privileg war ihr vom König zugesagt, dass auf 15 Jahre kein Konkurrenzunternehmen genehmigt werden sollte (dieses Privileg wurde bereits 1819 gebrochen). Insofern war es die Berlinische Feuer, die im Versicherungsgeschäft Usancen entwickelte und Maßstäbe setzte, die später für alle anderen Versicherungen gelten sollten. Anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens im Jahr 1962 konnte die Gesellschaft mit Stolz feststellen, die älteste deutsche AG zu sein, die noch unter gleichem Namen wie zur Gründung existierte. Nach 1945 verlegte die Berlinische Feuer ihren Sitz nach München. Die Sitzverlegung kam einer Flucht gleich, denn der Ostmagistrat wollte die Gesellschaft enteignen und den alten wohlklingenden Firmenmantel als Aushängeschild für eine staatliche Versicherungsanstalt missbrauchen. 1980 mit der Aachen-Leipziger Versicherungs-AG verschmolzen, seit 1987 firmiert das Unternehmen als „Vereinte Versicherung AG“ und gehört heute zum Konzern der Allianz-Versicherung. Vignette mit stilisiertem Feuervogel Phönix. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 192
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Bertelsmann AG
Genußschein 10 x 100 DM, Nr. 539118
Gütersloh, März 1986
Erhaltung: EF+
Gründung bereits 1835 als C. Bertelsmann Verlag oHG. Nach dem Krieg brachte der Inhaber Reinhard Mohn die Firma vor allem über die Buch-Clubs weit nach vorne. 1971 Umwandlung in eine AG. In der Medien- und Unterhaltungsbranche besetzt Bertelsmann weltweit führende Positionen: Zur Gruppe gehört der weltweit größte Publikumsverlag und der größte Verlag in der englischsprachigen Welt. Via RTL Group und Gruner + Jahr ist das Unternehmen die Nummer eins im europäischen Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriftengeschäft. Mit 41 Mio. Mitgliedern sind die Buch- und Musik-Clubs die größten auf der Welt. Aktionäre sind die Bertelsmann Stiftung (57,6%), die Familie Mohn (17,3%) sowie die Groupe Bruxelles Lambert (25,1%). Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 193
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
BHF-Bank AG
Aktie 5 DM, Nr. 60
Frankfurt a.M./Berlin, Juli 1995
Erhaltung: UNC
1856 wurde die Berliner Handels-Gesellschaft und 1854 die Frankfurter Bank gegründet. 1970 Verschmelzung beider Gesellschaften zur Berliner Handels-Gesellschaft - Frankfurter Bank. 1975 Umbenennung in Berliner Handels- und Frankfurter Bank, seit 1995 AG und Umfirmierung in BHF-BANK AG. Zwischenzeitlich zur ING Group, heute zur Sal. Oppenheim gehörend. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 194
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Bibliographisches Institut AG
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 21
Leipzig, 8.7.1921
Erhaltung: EF
Auflage 500, R 5. Fortführung der traditionsreichen, seit 1826 bestehenden Firma Bibliographisches Institut Meyer in Leipzig. Herausgabe von Lexika, Wörterbüchern, Atlanten und Landkarten. 1953 Sitzverlegung nach Mannheim, 1984 Fusion mit der F. A. Brockhaus GmbH, Wiesbaden. Marken: Brockhaus, Duden und Meyer. Seit 1989/90 auch wieder Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Stammhaus in Leipzig. Lochentwertet.
Nr. 195
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Bilz-Nährmittel AG
Aktie Lit. C 10.000 Mark, Nr. 19148
Prenzlau, Oktober 1923
Erhaltung: EF
R 5. Die Gesellschaft ist in keinem Handbuch verzeichnet. Friedrich Eduard Bilz (1842-1922) wurde durch eigene Erkrankungen im Meeraner Naturheilverein mit der Naturheilkunde vertraut. 1882 gab er sein erste Buch darüber heraus, 1890 “Das Neue Naturheilverfahren”. In der Oberlößnitz (Ortsteil von Radebeul) baute er sich eine eigene Naturheilanstalt, bestehend aus vier Kurhäusern mit 180 Betten. Außerden errichtete er das noch heute beliebte “Bilz-Licht-Luft-Bad”. Lochentwertet. Anh. Kupons.
Nr. 196
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bing Werke vorm. Gebrüder Bing AG
5% Teilschuldv. 1.000 Mark, Nr. 4859
Nürnberg, 30.11.1920
Erhaltung: VF+
Auflage 5000. Gründung 1895 als „Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik AG“. 3 Fabriken in Nürnberg, 2 Fabriken in Grünhain/Sachsen. Erzeugt wurden Haus- und Küchengeräte, Badeöfen, Eisschränke, Korbmöbel, Porzellan, Schreib- und Rechenmaschinen, optische, mechanische und elektrische Spielwaren sowie Kinderfilme. Börsennotiz Berlin, München, Frankfurt, Hamburg. 1965 nach dem Tode des Firmengründers Umwandlung in eine GmbH. 2001 Umfirmierung in “Bing Power Systems GmbH”. Originaalsignaturen. Doppelblatt, inwendig Anleihenbedingungen. Mit drei Schlussnoten 1921-1923 und Verzeichnis des Besitzes an Wertpapieren, abgestempelt vom Finanzamt Erlbach, 1920. Nicht entwertet. Weder im Reichsbankschatz noch im SUPPES-Katalog gelistet.
Nr. 197
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Bing Werke vorm. Gebrüder Bing AG
Genüsse 100 RM, Nr. 104
Nürnberg, 30.06.1926
Erhaltung: EF
R 7. Lochentwertet.
Nr. 198
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Bitterfelder Louisen-Grube Kohlenwerk- und Ziegelei-AG
St.-Prior.-Aktie 200 Taler, Nr. (344) 594
Bitterfeld, 27.5.1873
Erhaltung: VF+
Gründeraktie, Auflage 350, R 4. Gründung 1873. Die Gesellschaft übernahm von der Firma Keferstein, Köppen & Co. die auf der Sandersdorfer Flur gelegenen Braunkohle- und Tonfelder. Braunkohlenabbau auf den Gruben Louise und Karl Ferdinand, außerdem Betrieb einer Ziegelei, die zuletzt 3 Mio. Mauersteine jährlich produzierte. 1910 nahm die Ges. 2,5 Mio. Mark in die Hand (das 4-fache des Aktienkapitals zu dieser Zeit!) und erwarb von Lehmann & Kühle in Bitterfeld die Grube Vergißmeinnicht. Nach 1945 enteignet worden. Hübsche Girlanden-Umrahmung. Lochentwertet.
Nr. 199
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Blechwaaren-Fabrik Fraulautern
Na.-Aktie 500 Thaler = 1.500 M, Nr. (493) 138
Fraulautern bei Saarlouis Bhf., 1.7.1873
Erhaltung: EF
Auflage 624, nach Kapitalherabsetzung 1904 nur noch 312, R 4. Gegründet 1813 als Blechwaren-Fabrik Fraulautern, 1903 umbenannt in Eisenwerk Fraulautern AG. Hergestellt wurden emaillierte Haus- und Küchengeräte, säurebeständige-emaillierte Geräte für die chemische Industrie. 1920 gingen die Aktien in französischen Besitz über. Die Firma lautete bis zum Übergang in deutschen Besitz 1936 “Emailleries de la Sarre”. Heute Press- und Stanzwerk Fraulautern GmbH, eine Tochter der Koninklijke Nedschroef Holding N.V. Das Dorf Fraulautern wurde 1936 der Stadt Saarlouis eingemeindet. Mehrere Originalsignaturen, u.a. des bedeutenden Bonner Fabrikanten Jacob Dahm als Präsident. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 200
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Blei- und Silber-Erzbergwerke Victoria
Kux-Schein 1 Kux, Nr. 154
Burgholdinghausen, 3.3.1897
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 3. Das Bergwerk lag im Kreis Siegen. Die Gruben Victoria, Silberart und Heinrichsegen gehörten zum Müsener Bergwerksrevier. Ausgestellt auf den Bankier Leo Hanau, Mülheim a.d.Ruhr und von ihm als Grubenvorstand original unterschrieben. Lochentwertet.
Nr. 201
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Bleicherei, Färberei und Appreturanstalt Uhingen AG
Aktie 100 DM, Blankette
Uhingen, Januar 1953
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1869, der Firmensitz war bis 1903 in Stuttgart. Das Unternehmen entwickelte sich zum größten Textillohnveredelungsbetrieb Württembergs. Ab 1906 auch Herstellung von Bucheinbandstoffen, ab 1950 von Kunstleder. Börsennotiz im Freiverkehr Stuttgart, Großaktionäre waren die Neue Baumwoll-Spinnerei und Weberei Hof und die Konrad Hornschuch AG. 1973 in eine GmbH umgewandelt.
Nr. 202
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Bleicherei, Färberei und Appreturanstalt Uhingen AG
Aktie 100 DM, Nr. 2847
Uhingen, Oktober 1971
Erhaltung: UNC
Auflage 1060. Gründung 1869, der Firmensitz war bis 1903 in Stuttgart. Das Unternehmen entwickelte sich zum größten Textillohnveredelungsbetrieb Württembergs. Ab 1906 auch Herstellung von Bucheinbandstoffen, ab 1950 von Kunstleder. Börsennotiz im Freiverkehr Stuttgart, Großaktionäre waren die Neue Baumwoll-Spinnerei und Weberei Hof und die Konrad Hornschuch AG. 1973 in eine GmbH umgewandelt.
Nr. 203
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Blödner & Vierschrodt Gummiwaren- fabrik u. Hanfschlauchweberei AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 1934
Gotha, Dezember 1941
Erhaltung: EF+
Auflage 450, R 6. Gegründet am 16.3.1878 als oHG, 1922 umgewandelt in eine AG. Betrieb einer Gummiwarenfabrik und Hanfschlauchweberei. Haupterzeugnisse Wasser-, Bier-, Weinschläuche, Maschinenschläuche, Konservenringe, sämtliche technische Gummiwaren in Natur- und Kunstkautschuk, außerdem Feuerwehrschläuche. Nach 1945 neben mehreren anderen Firmen in der VEB Gummiwerke (“Kowalit”) aufgegangen. Nach 1990 von der Phoenix AG übernommen. Lochentwertet.
Nr. 204
Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
Bocholter Druckerei & Färberei GmbH
Anteil-Schein 500 Mark, Nr. 112
Bocholt i.Wf., 16.11.1912
Erhaltung: EF/VF
R 10. Originalsignaturen, vorderseitig Einzahlungsbestätigung von 50% auf den Anteil-Schein, rückseitig wurde die restliche Zahlung von den noch ausstehenden 50% bestätigt. Bisher unbekanntes Wertpapier zur Geschichte der bedeutenden Bocholter Textilindustrie.
Nr. 205
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Böhme AG
Aktie 100 RM, Nr. 3135
Delitzsch, Oktober 1941
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 5. Gründung 1884, AG seit 1906 als „Delitzscher Schokoladen-Fabrik AG“. Herstellung von Kakao, Schokolade, Pralinen und Süßigkeiten. Börsennotiz Leipzig. 1953 Sitzverlegung nach Hamburg. Der Delitzscher Betrieb wurde bis 1990 als VEB Süßwarenkombinat Delitzsch weitergeführt. 1991 Erwerb durch die Wissoll Wilhelm Schmitz-Scholl GmbH in Mühlheim, seit 2002 Firmensitz wieder in Delitzsch. Lochentwertet.
Nr. 206
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Bohrgesellschaft Heinrichshall
Namens-Anteil 1 Anteil, Nr. 278
Magdeburg, 1.10.1905
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 6. Gründung 1905. Sitz in Magdeburg. Gerechtsame: 15000 Morgen in den Gemeinden Brome, Zicherie, Croya und Voitze Provinz Hannover, benachbart mit Bismarckhall und Centrum. Die Bohrungen auf Kali in Brome (südl. Lüneburger Heide bei Wittingen) blieben ohne Erfolg. Lochentwertet.
Nr. 207
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Boswau & Knauer AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 6509
Berlin, 6.9.1930
Erhaltung: EF
Auflage 827, R 7. Gründung 1892, AG seit 1922. Ausführung von Hoch-, Skelett- und Siedlungsbauten. Börsennotiz Berlin. 1949 verlagert nach Düsseldorf, 1983 erloschen nach Übertragung des Vermögens auf die THOSTI Bau-AG, Augsburg, anschließend umfirmiert in WTB Walter THOSTI BOSWAU Bau-AG, 1991 umfirmiert in WALTER BAU-AG, 2001 fusioniert mit DYWIDAG. Lochentwertet.
Nr. 208
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Brau und Brunnen AG
Aktie 50 DM, Muster,
Berlin & Dortmund, Oktober 1994
Erhaltung: UNC/EF
R 10. Heute der größte deutsche Bierkonzern. Mit Kuponbogen. Lochentwertet.
Nr. 209
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Brauerei Bergschlößchen AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 758
Sagan, 19.11.1923
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 18200, R 5. Gründung als AG im November 1923 zum Betrieb von Brauereien mit den erforderlichen Hilfs- und Nebenbetrieben, insbesondere Erwerb und Fortbetrieb der bisherigen Genossenschaftsbrauerei in Sagan. Bierniederlagen in Ost- und Westpreußen. Von 1937 bis 1945: Brauerei Bergschlößchen GmbH. Lochentwertet. Anhängende Restkupons.
Nr. 210
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Brauerei Bodenstein AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2821
Magdeburg (Neustadt), 20.1.1922
Erhaltung: EF-
Auflage 1200, R 5. Gründung 1823, seit 1886 AG. 1918 Erwerb der Buckauer Dampfbierbrauerei Reichardt & Schneidewin. Mit zuletzt rd. 300 Mitarbeitern stand die Brauerei Bodenstein (Sieverstorstr. 10) dem Lokalrivalen, der Aktien-Brauerei Neustadt-Magdeburg, an Größe gar nicht viel nach. 1946 enteignet. 1950 beschloß eine Hauptversammlung die Sitzverlegung ein kleines Stück Richtung Westen, nach Schöningen sowie die Auflösung. 1953 ist die Gesellschaft erloschen. Lochentwertet.
Nr. 211
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Brauerei Cluss
Aktie 50 DM, Nr. 681
Heilbronn a.N., November 1969
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1865, ab 1898 AG. Seinerzeit die größte Brauerei des württembergischen Unterlandes. Mehrheitsaktionär war zwischenzeitlich die später in der Baden-Württembergischen Bank aufgegangene Handels- und Gewerbebank Heilbronn AG (über 50 %). 1988 zur Cluss-Wulle AG fusioniert, gehört heute über die Dinkelacker AG in Stuttgart zur Münchener Spaten-Franziskaner-Bräu. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 212
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Brauerei Henninger-Kempff-Stern AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3871
Frankfurt am Main, 15.4.1921
Erhaltung: EF/VF
Auflage 650, R 5. Gründung 1881 unter Übernahme der seit 1869 bestehenden Henninger’schen Brauerei in Sachsenhausen. Wegen Kapitalzusammenlegung 1888 Neuausgabe der Aktienurkunden. 1920 nach Fusion Umfirmierung in Brauerei Henninger-Kempff-Stern AG, seit 1935 Henninger-Bräu AG. Weiter übernommen wurden die Cerveceria Bieckert S.A. in Buenos Aires (1958), die Cerveceria Schneider S.A. im argentinischen Santa Fé (1959), die Brauhaus Nürnberg J. G. Reif AG (1960), die Kreuznacher Brauhaus Ph. Nicolay KG (1961), die Union-Brauerei in Groß-Gerau und die Engelbräu Heidelberg (1966), die Aktienbrauerei-Bürgerbräu AG in Ludwigshafen (1968), die Eichbaum-Werger-Brauereien AG in Worms (1970) und die Germania-Brauerei AG in Wiesbaden (1972 von Binding). Mit einem Jahresausstoß von über 2 Mio. hl die größte Braustätte Deutschlands. Ausgegeben für den Erwerb der Brauerei J. G. Henrich in Frankfurt. Lochentwertet.
Nr. 213
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Brauerei-Gesellschaft zur Löwenburg (vormals Karl Diehl)
Aktie 1.000 Mark, Nr. 734
Zweibrücken, 24.12.1896
Erhaltung: EF/VF
Auflage 300, R 8. Gründung 1887. 1906 Erwerb der Carl Mayer’schen Brauerei in Zweibrücken und sämtlicher Aktien der Zweibrücker Exportbrauerei. Nach der Jahrhundertwende konnte überhaupt nur in drei Jahren eine magere Dividende von 2 % erwirtschaftet werden, ansonsten gab es nix. Kein Wunder, daß man 1920 die Auflösung der Gesellschaft beschloß. Die Mittel aus dieser Kapitalerhöhung wurden zum Ankauf der Carl Mayer’schen Brauerei verwendet. Originalunterschriften, u.a. Karl Diehl. Breite Umrahmung im Historismus-Stil. Doppelblatt.
Nr. 214
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Brauhaus Wülfel AG
Namensaktie 10.000 DM, Nr. 56
Hannover, September 1992
Erhaltung: EF+
Auflage 2485. Die Gesellschaft wurde am 20.9.1977 durch Umwandlung der Brauerei Wülfel eG, Hannover gegründet. 1991 Änderung des Firmennamens von Brauerei Wülfel AG in Brauhaus Wülfel AG. Großaktionär war die Gilde Brauerei AG, Hannover. 1994 Nennwertherabsetzung auf 2.000 DM.
Nr. 215
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Braunkohlen-AG Vereinsglück
Aktie 100 Thaler, Nr. 708
Meuselwitz, 1.7.1872
Erhaltung: VF
Auflage 960, R 3. Gründung 1871. Betrieb des Braunkohlenbergbaus, Brikett- und Nasspresssteinfabrikation: Henningsschacht und Tiefbauschacht. Ursprünglich mehrheitlich zum Petschek-Konzern gehörig, war der Betrieb 1943 verpachtet an die Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten “Hermann Göring”. Die Grube “Vereinsglück” I stellte bereits 1932 die Produktion ein. Die letzte Braunkohleförderung im Raum Meuselwitz fand 1991 statt. Schöne Umrandung mit zwei kleinen alten Dampfloks. Lochentwertet.
Nr. 216
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Braunkohlenbergwerk Luise AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 31494
Altenweddingen, 10.3.1923
Erhaltung: EF
Auflage 20000, R 5. Gegründet 1922. Das Bergwerk förderte Braunkohle im Tiefbau (unter dem 25 m mächtigen Deckgebirge) aus der fiskalischen Braunkohlengrube „Pachtfeld Altenweddingen“ ca. 10 km südwestlich von Magdeburg. Am 15.8.1925 Eröffnung des Konkursverfahrens. Lochentwertet.
Nr. 217
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Braunkohlenbergwerk Pallas
Kux-Schein 1 Kux, Nr. 205
Erkelenz / Berlin, 11.6.1912
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 3. Dieses geplante Braunkohlenbergwerk sollte in der damaligen preussischen Provinz Westpreussen in der Gemeinde Orlowo in der Nähe der Stadt Hohensalza im Weichseldelta errichtet werden. Die Vorkommen erwiesen sich jedoch als wenig ergiebig, daher ist davon auszugehen, dass auch die Tätigkeit der Gewerkschaft Pallas nicht erfolgreich war. Originalsignaturen. Lochentwertet.
Nr. 218
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Braunschweigische AG
für Jute und Flachs-Industrie
Aktie 100 DM, Nr. 1749
Braunschweig, September 1953
Erhaltung: UNC
Auflage 5000. Gründung 1868 als erste Jute-Spinnerei und Weberei auf dem europäischen Kontinent, außerdem bedeutende Sacknäherei. Bereits 1874 beschäftigte der Betrieb 400 Leute. 1920 wurde die riesige Fabrik an der Spinnerstraße (von der heute nur noch das imponierende, fast 15 m hohe Eingangsportal steht) durch einen Brand völlig zerstört: 2400 Braunschweiger wurden von heute auf morgen arbeitslos. Auch die Zweigwerke Potsdam-Babelsberg und Vechelde mußten 1926 wegen Arbeitsmangel stillgelegt werden. 1932 Verschmelzung mit der „Deutsche Jute-Spinnerei und -Weberei“ in Meißen, deren Aktien aus dem Besitz der Darmstädter und National-Bank übernommen wurden. 1944 wurden die Braunschweiger Werksanlagen bei einem Bombenangriff erneut schwer beschädigt, nur ein ganz bescheidener Neubeginn gelang nach dem Krieg; über die bauliche Nutzung des Trümmergeländes wird in Braunschweig bis heute diskutiert. Das Werk Meißen, in seiner Größe Braunschweig ebenbürtig, wurde nach 1945 enteignet. 1990 erwarben die Brüder Rothenberger aus Frankfurt die Aktienmehrheit, danach Umbenennung in „Rothenberger AG“ und Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. Noch heute börsennotiert. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 219
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Braunschweigische Kohlen-Bergwerke
Aktie 500 DM, Nr. 131417
Helmstedt, Juni 1960
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1873 zum Erwerb der früher braunschweigisch-fiskalischen Braunkohlengruben „Prinz Wilhelm“, „Trendelbusch“ und „Treue“. 1895/96 wurden die Kohlenfelder „Joseph“ und „Otto“ sowie „Glück auf“ und „Friedrich“ hinzuerworben. Langfristige Verträge mit der „Ueberland-Zentrale Helmstedt AG“ (ÜZH) führten 1913 zum Erwerb des gesamten ÜZH-Aktienkapitals durch die BKB. 1928 Erwerb der Kuxe der Jacobsgrube bei Stassfurt. Zunächst als Pächterin betrieben die BKB auch die Gruben- und Brikettfabrikbetriebe der Harbker Kohlenwerke AG und der Norddeutschen Braunkohlenwerke; 1936 wurden diese Gesellschaften auf die BKB verschmolzen. Mitten durch diese Grubenfelder hindurch ging nach 1945 die Zonengrenze und führte später zu so kuriosen Dingen wie einer zwischenstaatlichen deutsch-deutschen Vereinbarung über den Abbau der “Grenzpfeilerkohle”. 1954 wurde das Kraftwerk Offleben in Betrieb genommen und immer weiter ausgebaut, ab 1963 der Tagebau Alversdorf aufgeschlossen, stillgelegt wurden die Tagebaue Wulfersdorf und Victoria (1952), die Brikettfabrik Trendelbusch (1959), das Schwelwerk Offleben (1967) und die Ziegelei Alversdorf (1968). In eine existenzbedrohende Krise geriet das Unternehmen in den 80er Jahren durch die Auseinandersetzungen um das neue Kraftwerk Buschhaus. Heute ist das Auslaufen der Braunkohleförderung absehbar, statt dessen suchen die BKB neben der Stromversorgung neue Standbeine in der Entsorgungswirtschaft (Müllverbrennung) etc. Aufgrund historisch gewachsener Strukturen lagen jahrzehntelang je 49,86 % des Kapitals bei der PreußenElektra (später VEBA) und der Elektrowerke AG (später VIAG). Heute ist die e.on AG Alleinaktionärin, nachdem die letzte Handvoll freier Aktionäre 2002 per squeeze-out herausgedrängt wurde. Prägesiegel lochentwertet. Bis auf 100 Stücke wurden die Aktien nach dem squeeze-out 2003 vernichtet.
Nr. 220
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Braunschweigische Lebensversicherungs-Bank AG
Namensaktie 200 RM, Nr. 114
Braunschweig, 20.6.1935
Erhaltung: EF
Auflage 250, R 5. Ursprung ist das 1806 gegründete “Braunschweigische Allgemeine Prediger- und Schullehrer-Wittweninstitut” (1823 überführt in die Allgemeine Witwen-Versorgungs-Anstalt). Seit 1902 als “Braunschweigische Lebens-Versicherungs-Anstalt” ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. 1909 Ausdehnung des Geschäfts auf das ganze Deutsche Reich, 1920 Umfirmierung in “Braunschweigische Lebensversicherungs-Bank AG”, seit 1937 dann Braunschweigische Lebensversicherung AG. Übernommen wurden 1939 die Brandenburger Lebensversicherungs-AG in Berlin und 1940 die Vereinigte Mitteldeutsche Lebens-Versicherungs-Ges. in Leipzig. Mehrheitsaktionär war lange Zeit die Landschaftliche Brandkasse Hannover. 1983 dann Verschmelzung mit der Hanse-Merkur Lebensversicherungs-AG in Hamburg. Lochentwertet.
Nr. 221
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Braunschweigische Maschinenbauanstalt
Aktie Lit. G 100 DM, Nr. 8345
Braunschweig, November 1957
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 500, R 4. Gründung 1870 unter Übernahme der seit 1853 bestehenden Maschinenfabrik Fr. Seele & Co. Noch heute einer der bedeutendsten Anlagenbauer für die Zuckerindustrie. Börsennotiz bis 1934 Berlin, danach Freiverkehr Hannover. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 222
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bremen-Besigheimer Oelfabriken
Aktie 100 RM, Nr. 6714
Bremen, Dezember 1940
Erhaltung: EF
R 5. Gründung 1889 unter der Firma Oelfabrik Besigheim vorm. Fr. Kollmar in Besigheim, ab 1895 Bremen-Besigheimer Oelfabriken AG. Die Fabrikanlage befand sich in Bremen am Holz- und Fabrikhafen, Zweigniederlassung in Harburg-Wilhelmsburg. Lochentwertet.
Nr. 223
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Bremer Strassenbahn
Aktie 1.200 Mark, Nr. 668
Bremen, 20.4.1895
Erhaltung: EF/VF
Auflage 250, R 6. Eröffnung der Bremer Pferdebahn 1876, elektrischer Betrieb ab 1.5.1892. Normalspurige Strecken von zusammen 67 km Länge. Noch heute als Bremer Strassenbahn AG börsennotiert. Diese Emission ausgegeben nach der Elektrifizierung des Bahnbetriebs. Neben dem neuen Firmennamen auch an der Vignette erkennbar: Statt des alten Pferdebahnwagens ist nun der Straßenbahnwagen No. 35 mit Stromabnehmer und Oberleitung abgebildet. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 224
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Breslauer Messe- und Ausstellungs-AG
Namens-Aktie 100 RM, Nr. 49
Breslau, Februar 1939
Erhaltung: EF
Auflage 400. Gründung 1917 als GmbH, seit 1923 die “Breslauer Messe AG”, 1928 dann wie oben umfirmiert. Förderung von Industrie, Handel, Handwerk und Landwirtschaft durch Veranstaltung von Messen und Ausstellungen war Zweck der Gesellschaft, deren Großaktionär die Stadtgemeinde Breslau war. Das Messegelände war 300.000 qm groß, davon 36.100 qm bebaut. Mit komplettem Kuponbogen.
Nr. 225
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Breslauer Messe- und Ausstellungs-AG
Namens-Aktie 1.000 RM, Nr. 47
Breslau, Februar 1939
Erhaltung: EF+
Auflage 100, R 6. Lochentwertet.
Nr. 226
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Briefordnerfabrik Otto Döbich AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 9744
Zuffenhausen, Mai 1923
Erhaltung: VF
Gründeraktie, R 9. Bei der Gründung brachte der Fabrikant Otto Döbich seine Briefordnerfabrik in Zuffenhausen als Sacheinlage ein. Bereits 1924 Zwangsvergleich (die Gläubiger wurden mit 38 % abgefunden), 1925 ist die Firma erloschen. Ausgesprochen dekorativ, mit Briefordnern und Lochern im Unterdruck. Mit komplettem Kuponbogen.
Nr. 227
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Briefumschlagfabrik Hansa AG
Aktie 100 Danziger Gulden, Nr. 4135
Danzig, April 1925
Erhaltung: EF
Auflage 482, R 6. Herstellung von Briefumschlägen und Briefpapier aller Art sowie von Selbstklebe-Postkarten. Laut HV vom 21.6.1941 wurde die Satzung neu gefaßt. Schönes großes Löwen-Logo im Unterdruck. Lochentwertet.
Nr. 228
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Brieger Stadtbrauerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 870
Brieg, 19.6.1895
Erhaltung: VF
Gründeraktie, Auflage 1100, R 8. Gründung 1895 zwecks Übernahme der Brieger Aktien-Dampfbrauerei Thiel, Güttler & Co. 1897 Kapazitätsverdoppelung durch Errichtung einer völlig neuen Brauerei in Tichau/Oberschlesien. 1920 Umfirmierung in „Bürgerliches Brauhaus AG“ und Sitzverlegung nach Tichau. Während der Zugehörigkeit Oberschlesiens zu Polen auf Zloty umgestellt, letzter Nennwert dann wieder 2.400 RM. Viele interessante Stempelaufdrucke, die die wechselvolle Geschichte Oberschlesiens dokumentieren. Ohne Lochentwertung!
Nr. 229
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Brown, Boveri & Cie. AG
Aktie 200 DM, Blankette
Mannheim, Juni 1965
Erhaltung: UNC
R 10. Gründung 1900 durch die Schweizer BBC. Das breite Produktionsprogramm umfasste im Laufe der Geschichte u.a. Dampfturbinen und Verdichter sowie den Bau kompletter Kraftwerke, Hoch- und Niederspannungsschaltanlagen, elektrische Bahnen aller Art (incl. Seil- und Schwebebahnen), Signalanlagen, Triebwagen, Lokomotiven, Oberleitungs-Omnibusse, elektrische Ausrüstungen für Werkzeugmaschinen, Hebezeug- und Transportanlagen, Bagger, Abraum-Förderbrücken sowie Dreh-, Hub- und Klappbrücken. Seit dem Zusammenschluss der Schweizer BBC mit dem schwedischen Asea-Konzern im Jahr 1988 als Asea Brown Boveri AG (ABB) firmierend und innerhalb des Konzerns mit Produktionsstandorten in 9 Ländern (davon 44 allein in Deutschland) die weltweit größte Einzelgesellschaft. Bis heute an sechs deutschen Börsen notiert.
Nr. 230
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Bürgerliches Brauhaus Breslau AG
Aktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 635
Breslau, Oktober 1941
Erhaltung: VF+
Auflage 1200, kompletter Aktienneudruck, R 8. Gründung 1907 als „Genossenschafts-Brauerei Breslauer Gast- und Schankwirte e.G.“ (die Brauerei lag in der Hubenstr. 44/48). Seit 1823 AG. Börsennotiz: Freiverkehr Breslau. Firmenmantel: noch heute Bürgerliches Brauhaus AG i.L. Unterer Rand leicht fleckig. Rückseitig mit Entwertungsstempel. Nur 15 Stücke wurden Ende 2000 in Altaktionärsbesitz gefunden.
Nr. 231
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Büsscher & Hoffmann AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 558
Berlin, Juli 1932
Erhaltung: EF
Auflage 584, R 7. Gegründet 1852 als oHG, 1895 umgewandelt in eine GmbH, AG seit 1923. Hersteller von Dachpappen, Asphalt und Asphaltplatten, Teer, Teerprodukten, Rohpappe und anderen Baustoffen. 1943 bestanden Zweigniederlassungen in Berlin, Breslau, Eberswalde, Essen, Elbing, Halle (Saale), Königsberg (Pr.), Mainz, München, Nürnberg, Regenstauf (Bayern). 1950 Übernahme durch die Firma F. Joh. Kwizda Chemische Fabrik, Wien. Heute ist die Büsscher & Hoffmann GmbH mit Sitz in Enns Marktführer in Österreich für Bitumen- und Polymerbitumenbahnen. Lochentwertet.
Nr. 232
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Büttner-Werke AG
Aktie 100 RM, Nr. 2239
Uerdingen am Rhein, Juli 1929
Erhaltung: EF
Auflage 5500, R 4. Gründung 1874 als „Rheinische Dampfkessel- und Maschinenfabrik Büttner GmbH“, AG unter obigem Namen seit 1920. Herstellung von Maschinen und Anlagen zum Trocknen, Kühlen, Zerkleinern, Sichten, Mischen und Entstauben. 1969 verschmolzen auf die Büttner-Schilde-Haas AG (BSH). 1977 Änderung des Firmennamens in BABCOCK-BSH AG, seit 1995 BABCOCK-BSH GmbH, 2002 übernommen durch die Firma Grenzebach, danach Grenzebach BSH GmbH, Bad Hersfeld. Lochentwertet.
Nr. 233
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
C. Baresel AG
Aktie Lit. A 5.000 DM, Nr. 6
Stuttgart, August 1951
Erhaltung: EF+
Auflage 36, R 9. 1876 gegründete Baufirma, 1921 umgewandelt in die “Gesellschaft für Tiefbauten AG”, 1922 Umfirmierung in C. Baresel AG. Durchführung von Bauten aller Art, Hoch-, Tief-, Eisenbeton-, Brücken-, Tunnel-, Straßen- und Industriebau. Herstellung von Natursteinen in eigenen Steinbruchbetrieben und Kunststeinen in Betonwerken sowie Kies- und Sandgewinnung. Anfang 2006 Umwandlung in eine GmbH. Mit Kuponbogen. Nur 8 Stücke bekannt!
Nr. 234
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
C. Baresel AG
Vorzugs-Aktie Lit. B 5.000 DM, Nr. 297
Stuttgart, Juli 1972
Erhaltung: UNC
Auflage 29.
Nr. 235
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
C. H. Knorr AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3172
Heilbronn a.N., Dezember 1929
Erhaltung: EF
Auflage 5000, R 5. Gründung 1837 als Handelsfirma für Getreide und Hülsenfrüchte, 1875 Aufnahme der Nahrungsmittelproduktion, AG seit 1899. Hergestellt wurden Kindernährmittel, Suppenerzeugnisse und Brühwürfeln, Würze und Teigwaren. Schon früh Gründung eigener Tochterfirmen in Wels (Oberösterreich) und Thayngen (Schweiz), außerdem mit 25 % an der Mondamin GmbH, Berlin, beteiligt. Börsennotiz Berlin, Frankfurt und Stuttgart. Ende der 50er Jahre fusionierte Knorr mit der Maizena GmbH, seit 1998 Bestfood-Konzern, 2000 von Unilever übernommen worden. Dekorativ, mit Hahn in der Vignette. Lochentwertet.
Nr. 236
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
C. Müller Gummiwaarenfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 1331
Berlin-Weissensee, 5.6.1935
Erhaltung: EF
Auflage 350, R 5. Gründung 1875 in der Neue Königstr. 89, Umwandlung in eine AG 1898 und zugleich Betriebsverlegung in eine wesentlich größere Fabrik in Weißensee. Hergestellt wurden chirurgische und sanitäre Gummiwaren, technische Weich- und Harthummiwaren, Haushalts-, Bade- und Sportartikel sowie Spielbälle. Letzter Großaktionär war die Graf Solms’sche Verwaltung. Der Betrieb gehörte nach 1945 zum Kombinat Plaste- und Elasteverarbeitung Weissensee. Die AG wurde 1952 nach Westberlin verlagert, 1966 in eine GmbH umgewandelt und 1975 aufgelöst. Lochentwertet.
Nr. 237
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
C. Müller Gummiwaarenfabrik AG
Aktie 500 RM, Nr. 927
Berlin-Weissensee, 5.6.1935
Erhaltung: EF+
Auflage 80, R 6. Lochentwertet.
Nr. 238
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Cammann & Co. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 714
Chemnitz, 18.4.1921
Erhaltung: EF
Auflage 1300, R 7. Gründung 1919. Herstellung von Gobelinstoffen, Velours, Dekorations- und Webstoffen. Das 1925/26 vom Architekten Willy Schönfeld als erstes Chemnitzer Hochhaus erbaute Firmengebäude beherbergt neben der Camman GmbH noch zahlreiche weitere Betriebe. Die Cammann GmbH produziert noch heute Möbel- und Dekorationsstoffe. Lochentwertet.
Nr. 239
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Carl Bücklers & Co. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 240
Düren, Juli 1912
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 1050, R 10. Gegründet 1912 nach Übernahme der 1885 errichteten Kommandit-Ges. Carl Bücklers & Co., Düren, Eschweiler und Heimbach zwecks Errichtung und Betrieb einer mechanischen Weberei von Leinen und Halbleinen. Carl Bücklers war ab 1872 an der Flachsspinnerei Schöller, Mevissen & Bücklers in Düren beteiligt. 1930 Auflösungsbeschluß. Faksimilesignatur des bedeutenden Tuchfabrikanten Arnold Schoeller als Aufsichtsratsmitglied. Vorder- und rückseitig mehrere Liquidationsstempel. Ohne Lochentwertung. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 240
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Carl Dürfeld AG
Aktie 100 RM, Nr. 1426
Chemnitz, März 1930
Erhaltung: EF
Auflage 1200, R 6. Gründung 1907. Die Weberei speziell für Möbelstoffe in der Röslerstr. 27 besaß ca. 300 Webstühle und beschäftigte knapp 300 Leute. Börsennotiz in Leipzig, Dresden und Chemnitz. Die Übernahme des Betriebes der Chemnitzer Teppichfabrik Oscar Kohorn & Co. im Jahr 1930 konnte die in der Weltwirtschaftskrise chronisch unterbeschäftigte Weberei nicht mehr retten: Nach Liquidation 1934 im Handelsregister erloschen. Lochentwertet.
Nr. 241
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Carl Prinz AG für Metallwaren
Aktie 1.000 RM, Nr. 416
Solingen-Wald, November 1929
Erhaltung: EF
Auflage 900. Gründung 1913 zur Fabrikation von Metallwaren jeglicher Art, insbesondere Fortführung des bisher von der Firma Carl Prinz vorm. Hermes & Zeyen GmbH betriebenen Fabrikationsgeschäftes. Haupterzeugnisse: Preß-, Stanz- und Ziehteile, Bestecke aller Art, Koch- und Bratgeschirre. 1961 Änderung des Firmennamens in Carl Prinz AG. Lochentwertet.
Nr. 242
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Cell Chemie AG
Aktie 500 DM, Nr. 105731
Frankfurt a.M., Dezember 1975
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1974 durch Investoren aus Frankfurt und Dänemark. Die 1977 in Cell Industrie AG umbenannte Firma betrieb in Berlin-Reinickendorf ein Werk zur Herstellung von gegossenem Acrylglas. 1978 Sitzverlegung nach Berlin. Nachdem ein das Grundkapital weit übersteigender Betrag von über 10 Mio. DM verballert worden war, ging die AG 1981 in Konkurs. Aus einem privaten Bankdepot wurden 2001 lediglich 72 Stücke verfügbar.
Nr. 243
Schätzpreis: 1.000,00 EUR
Startpreis: 500,00 EUR
Central Verkaufs-Comptoir
von Hintermauerungssteinen
Aktie 1.000 Mark, Nr. 61
Berlin, 15.4.1898
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 1100, R 10. Handel mit Hintermauerungssteinen und anderen Baumaterialien. Zunächst ging es der Gesellschaft blendend, sie konnte ungewöhnlich hohe Dividenden zwischen 15 und 32 % zahlen. Als es langsam bergab ging, erschien Anfang 1912 fast als Rettung der Abschluss eines Vertrages mit der „Vereinigung Märkischer Ziegeleibesitzer GmbH“ betreffend den Absatz von 600 Mio. Ziegelsteinen pro Jahr. Infolge des ungünstigen Grundstücksmarktes gelang dem Central Verkaufs-Comptoir noch nicht einmal der Verkauf von einem Viertel dieser Menge. Forderungsausfälle taten ein übriges, um die Verluste rapide anwachsen zu lassen. Das zwang die Firma in die Liquidation. Abb. einer großen Ringofen-Ziegelei. Doppelblatt, entwertet durch Abschnitt der linken oberen Ecke.
Nr. 244
Schätzpreis: 480,00 EUR
Startpreis: 240,00 EUR
Central-Afrikanische
Bergwerks-Gesellschaft
Anteilschein Serie C 100 Mark, Nr. 1685
Berlin, 1.7.1908
Erhaltung: VF
Gründeranteil, Auflage 6000, R 8. Gegründet als deutsche Kolonialgesellschaft, der am 19.10.1905 durch den Bunderat die Korporationsrechte verliehen wurden. Bei der Gründung brachte die Central-Afrikanische Seeen- Gesellschaft mbH 67 ihr gehörige Goldfelder bei Sekenke in der Wemberesteppe in Deutsch-Ostafrika in die Gesellschaft ein. Die aufgeschlossenen Golderz-Lagerstätten wurden 1908 zusammen mit den Goldminen des Irangi-Syndikats unter Federführung der Direction der Disconto-Gesellschaft in die Kironda Goldminen-GmbH eingebracht. Im 1. Weltkrieg gingen die Besitzungen verloren. Mit restlichen Kupons. Ohne Lochentwertung!
Nr. 245
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Charlottenburger Wasserwerke
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3685
Berlin, 1.4.1887
Erhaltung: VF
Auflage 664, R 5. Gründung 1878 unter Übernahme des auf fiskalischem Gelände liegenden Wasserwerks am Teufelssee. Später Errichtung der eigenen Wasserwerke Beelitzhof (am Wannsee), Jungfernheide, Johannisthal und Tiefwerder. Die Wasserwerke am Teufelssee und in der Jungfernheide wurden 1906 an die Stadt Charlottenburg verkauft. 1920 Umfirmierung in Charlottenburger Wasser- und Industriewerke AG. Die Gesellschaft belieferte im Westen und Süden von Groß-Berlin etwa 20 % der Berliner Gesamtbevölkerung mit Wasser. Die Konzessions-Verträge, vor der Bildung Groß-Berlins vor allem mit den Umland-Gemeinden geschlossen, hatten eine Laufzeit teilweise bis zum Jahr 2000. Immer wieder gab es aber Streit wegen ständiger Versuche, die Wasserversorgung zu kommunalisieren, aber auch wegen der Wasserpreise. Dieser Streit wurde beendet durch Ablösung der insgesamt 23 Konzessions-Verträge, an deren Stelle ab 1.10.1935 der „Vertrag über die einheitliche Bewirtschaftung der Wasserversorgung Groß-Berlins“ trat, der auch eine Dividendengarantie beinhaltete. Zwischen der Gesellschaft und Gross-Berlin wurde am 31.12.1947 ein Übertragungsvertrag für sämtliche Aktiven und Passiven geschlossen. Die Aktionäre erhielten 60 % des RM-Aktiennennwertes per 1957 in DM ausgezahlt. Für die Restansprüche, insbesondere hinsichtlich des Ostvermögens, wurden (noch heute börsennotierte) Anteilscheine ausgegeben. Die Aktien der Gesellschaft waren an den Börsen von Berlin und Amsterdam notiert. Lochentwertet. Ränder beschädigt, fleckig.
Nr. 246
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Chemische Fabrik Ambra AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 6308
Zittau, 11.6.1923
Erhaltung: EF-
Auflage 11000, R 9. Gründung im Mai 1922. Erzeugung, Weiterverarbeitung und Vertrieb von Chemikalien und chem. Präparaten. 1925 wurde das Konkursverfahren eröffnet. Mit restlichen Kupons. Nicht entwertet.
Nr. 247
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Chemnitzer Bank AG
Namens-Aktie 1.000 Goldmark, Nr. 464
Chemnitz, 1.12.1924
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 2000, R 3. Gründung 1924. Arbeitsgemeinschaft mit der Chemnitzer Stadtbank und der Girozentrale Sachsen öffentl. Bankanstalt Zweiganstalt Chemnitz zum gemeinsamen Betrieb der Geschäfte unter der Firma Chemnitzer Girobank KG. Lochentwertet.
Nr. 248
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Chr. Adt. Kupferberg & Co. KGaA
Namensaktie 300 RM, Nr. 3594
Mainz, 2.1.1937
Erhaltung: EF
Auflage 4700. Gründung 1872 zur Übernahme der schon seit 1850 bestehenden Sektkellerei. Eine der bekanntesten deutschen Sektmarken. Erst nach über 1 1/4 Jahrhunderten wurde dem Börsendasein dieser Aktie im Jahr 2002 durch Squeeze-Out des Großaktionärs ein Ende bereitet. Rückseitig mehrere Übertragungsvorgänge.
Nr. 249
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Chr. Adt. Kupferberg & Co. KGaA
Namensaktie 300 RM, Nr. 4901
Mainz, 10.10.1940
Erhaltung: EF
Auflage 2350, R 5. Lochentwertet.
Nr. 250
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Chr. Prinzler & Söhne AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 144
Halle a.d.S.-Büschdorf, 1.5.1919
Erhaltung: UNC/EF
Gründeraktie, Auflage 300, R 4. Gründung 1889, AG seit 1918. Betrieb einer Eisengießerei und Maschinenfabrik. Lochentwertet.
Nr. 251
Schätzpreis: 330,00 EUR
Startpreis: 165,00 EUR
Collet & Engelhard Werkzeugmaschinenfabrik AG
Aktie 100 RM, Nr. 125
Offenbach a. M., Februar 1942
Erhaltung: EF
Auflage 240, R 8. Gründung 1862 als eine der ersten deutschen Werkzeugmaschinen-Fabriken, die Weltausstellung in Paris 1867 brachte ihr die Bronzemedaille. AG seit 1913. Ab 1936 war der Raketenpionier und Enkel Adam Opels, Fritz von Opel, im Aufsichtsrat. 1971 Schließung des Betriebes. Lochentwertet.
Nr. 252
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Colonia Konzern AG
Namens-Aktie 100 DM, Nr. 500673
Köln, Juli 1991
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1839 als Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft. 1969/1970 Verschmelzungen u.a. mit der früher in Stettin (jetzt Lübeck) ansässigen National Allgemeine Versicherungs-AG und der Gladbacher Feuerversicherung, deshalb Umfirmierung in Colonia National Versicherung AG, 1971 abgekürzt auf Colonia Versicherung AG. 1991 erneut umbenannt in Colonia Konzern AG, 1994 in CKAG Colonia Konzern AG, 1997 in AXA Colonia Konzern AG und zuletzt 2001 in AXA Konzern AG. Stilisierte Ansicht von Köln mit Kölner Dom, Hauptbahnhof und Rheinufer. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 253
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Colonia Versicherung AG
Namens-Aktie 50 DM, Nr. 105676
Köln, Oktober 1973
Erhaltung: UNC/EF
Ausgestellt auf Sal. Oppenheim Jr. & Cie., Köln. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 254
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Concordia Bau und Boden AG
Aktie 50 DM, Nr. 2001805
Oberhausen, September 1994
Erhaltung: UNC
1850 Gründung der Concordia-Bergbau-AG in Oberhausen. 1968 erfolgte die Stilllegung der Schachtanlagen und 1970 Namensänderung in Concordiaberg AG. In den folgenden Jahren wurden Beteiligungen an mehreren Chemiefirmen eingegangen bzw. mit Einvernehmen des Hauptaktionärs Schering AG gegründet. 1976 erfolgte die Sitzverlegung nach Düsseldorf und Änderung des Namens in Concordia-Chemie AG. Im selben Jahr wurde der Chemiebereich der Concordia an die Schering AG verkauft. 1977 erfolgte die Firmensitzrückverlegung nach Oberhausen. 1991 Umfirmierung in Concordia Bau und Boden AG und 2000 in CBB Holding AG mit Sitz in Köln. Das Unternehmen ist heute tätig in der Verwaltung und Verwertung von Grundbesitz, Bergwerkseigentum und Beteiligung sowie der Durchführung von Bauleistungen als Bauträger. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 255
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Concordia Spinnerei und Weberei zu Marklissa und Bunzlau
5% Teilschuldv. 1.000 RM, Nr. 590
Marklissa, Mai 1939
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 5. Gründung 1888 unter Übernahme der Firma Gebr. Woller in Marklissa und Bunzlau. In den Werken Marklissa, Bunzlau und Friedersdorf wurden Web-, Strick-, Handarbeits- und Fantasiegarne sowie Stoffe aus Kunstseide, Zellwolle und Wolle für Damen- und Herrenkleidung, Futter und Wäsche hergestellt. Beteiligungen bestanden u.a. an: Schlesische Zellwolle Hirschberg, Thüringische Zellwolle Schwarza, Zellwolle und Zellue Küstrin, Spinnstofffabrik Zehlendorf Berlin, Wotirag Berlin. 1950 verlagert nach Wassenberg bei Aachen, 1995 nach Berlin und umfirmiert in Concordia Industrie Holding AG. Seit 2001 als Valarte Group AG tätig, Produktion von hochwertiger Damenmode (ST. EMILE). Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 256
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Concordia-Chemie AG
Aktie 100 DM, Nr. 9505
Oberhausen/Rhld., Mai 1984
Erhaltung: UNC
1850 Gründung der Concordia-Bergbau-AG in Oberhausen. 1968 erfolgte die Stilllegung der Schachtanlagen und 1970 Namensänderung in Concordiaberg AG. In den folgenden Jahren wurden Beteiligungen an mehreren Chemiefirmen eingegangen bzw. mit Einvernehmen des Hauptaktionärs Schering AG gegründet. 1976 erfolgte die Sitzverlegung nach Düsseldorf und Änderung des Namens in Concordia-Chemie AG. Im selben Jahr wurde der Chemiebereich der Concordia an die Schering AG verkauft. 1977 erfolgte die Firmensitzrückverlegung nach Oberhausen. 1991 Umfirmierung in Concordia Bau und Boden AG und 2000 in CBB Holding AG mit Sitz in Köln. Das Unternehmen ist heute tätig in der Verwaltung und Verwertung von Grundbesitz, Bergwerkseigentum und Beteiligung sowie der Durchführung von Bauleistungen als Bauträger. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 257
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Continental Gummi-Werke AG
Aktie 50 DM, Nr. 105202
Hannover, Juli 1966
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 120000. Gründung 1871 als „Continental-Cautchouc- und Gutta-Percha-Compagnie“. 1917-29 Fusion mit de Hannoversche Gummiwerke Excelsior AG, der Peters-Union AG und der Liga Gummiwerke AG in Frankfurt sowie der Gummiwerke Titan B. Polack AG, Waltershausen/Thür. (letztere später als VEB Gummiwerke Waltershausen der größte Reifenproduzent der DDR). Mit der Übernahme von Uniroyal-Englebert und Semperit avancierte ContiGummi zur No. 2 in ganz Europa. Seit Übernahme des Bremsenherstellers Teves auch Fahrwerk-Systemlieferant für die Automobilindustrie. Der nächste Coup 2004: Übernahme des Konkurrenten Phoenix Gummiwerke AG in Hamburg-Harburg. Schöne Gestaltung mit Conti-Gummi-Emblem, Faksimileunterschrift als AR-Vorsitzender: Dr. Georg von Opel (aus der bekannten Automobil-Dynastie). Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 258
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Cranzer Fischdampfer AG
Aktie 50 DM, Nr. 13886
Hamburg, Juni 1974
Erhaltung: UNC
Auflage 8500. Gründung 1888 als Parten-Reederei, AG seit 1927. Die älteste Hamburger Fischdampfer-Reederei und die zweitälteste in ganz Deutschland. 1927 Übernahme der Sachwerte aus der Interessengemeinschaft mit der Fischdampfer-Reederei Otto Bröhan. Von den zuletzt 13 Fischdampfern gingen im 2. Weltkrieg 8 verloren, ab 1950 kamen wieder Neubauten dazu. Zuletzt eine Geldvernichtungsmaschine mit acht Kapitalerhöhungen in der Nachkriegszeit, die alle bei vier Kapitalherabsetzungen (1957, 1961, 1967 und 1977) à fonds perdu gingen. 1970 völlige Umstrukturierung auf die Shrimps-Fischerei in Südostasien mit einer Flotte von 20 Schiffen. 1977 Konkursantrag mangels Masse abgelehnt. Dekorativ, farbige Reederei-Flagge, Fischkutter ”Alte Land” im Unterdruck.
Nr. 259
Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
Creditanstalt für Industrie und Handel
Neu-Aktie Litt. B 1.000 Mark, Nr. 9124
Dresden, 17.12.1897
Erhaltung: VF
Auflage 5000, R 10. Gründung 1856 in Dessau. „Am Tage der Aktienzeichnung, dem 18.3.1856, herrschte im Rathaus ein lebensgefährliches Gedränge.“ Die Geschäftsidee, „industrielle oder sonst das öffentliche Wohl fördernde Unternehmen ins Leben zu rufen, die Umgestaltung schon bestehender Gesellschaften oder Geschäftsetablissements in Aktiengesellschaften zu bewirken und für alle dergleichen Unternehmungen und Gesellschaften Aktien und Obligationen auszugeben“, kam also an. Allerdings wurden die angestrebten 8 Mio. Thaler Aktienkapital nie erreicht, sondern nur 6 Mio. Die Bank hat mit ihren Geldern wesentlich dazu beigetragen, die industrielle Entwicklung der Region zu fördern. Doch es waren alles junge Unternehmen, die Kapital und Zeit brauchten, um entsprechende Profite abzuwerfen. Diese Durststrecke durchzustehen, war für die Credit-Anstalt schwer. Dividende gab es nicht, und die Regierung, unter deren Aufsicht sie stand, trug sich 1862 mit dem Gedanken, sie zu liquidieren. Doch die langen Verlustjahre wurden überwunden und 1873 konnten 12% Dividende ausgeschüttet werden. Ein Jahr später wurde der Sitz nach Dresden verlegt, um dem „wesentlichen Faktor unseres derzeitigen Geschäftsbetriebes“, den Braunkohlenbergwerken in Böhmen, näher zu sein. Die in Berlin und Dresden börsennotierte Creditanstalt besaß als Beteiligungen in Dresden die Bankfirmen Horn & Dinger sowie George Meusel & Co. Durch übergroße Kredite an den Kummer-Konzern bei dessen Zusammenbruch kurz nach 1900 dann doch in Konkurs geraten. Schöne Zierumrandung.
Nr. 260
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Croning-Schloss AG
Aktie Lit. A 5 Milliarden Mark, Nr. 48
Hamburg, Dezember 1923
Erhaltung: UNC/EF
Gründeraktie, R 7. Herstellung von Schlössern, insbesondere der patentgeschützten Croningschlösser. Im Juni 1925 gelöscht. Ungewöhnlich hoher Nennwert! Sehr dekorative Umrandung im Art-Deko-Stil mit Sicherheitsschlüsseln.
Nr. 261
Schätzpreis: 400,00 EUR
Startpreis: 200,00 EUR
Dachschiefer-Bergwerk Adolf V
Kuxschein über 25 von 100 Kuxe, Nr. 3
Weilburg a.d.Lahn, 1.12.1890
Erhaltung: EF
R 10. Das 1890 gegründete Dachschieferbergwerk baute auf dem Langhecker Zug im Dillkreis ab, der in seiner Blütezeit von 1880-1900 über 8 z.T. bedeutende Abbaustätten verfügte (im gesamten Lahn-Dill-Gebiet kam die Zahl auf 41 Betriebe mit einer Belegschaft von 400 Mann, die rd. 110.000 laufende Meter Dachschiefer förderten). Der Aufschwung wurde durch eine Schutzzollverordnung von 1885 initiiert, die den heimischen Dachschieferbergbau vor der ausländischen Konkurrenz schützte. Der Einbruch ab 1900 resultierte aus der vermehrten Verwendung alternativer Bedachungsmaterialien. 1930 waren nur noch drei Werke im Lahn-Dill-Gebiet tätig, die pro Jahr 2.500 laufende Meter abbauten. Dieser Kuxschein verbriefte 25 % des ganzen Bergwerks! Doppelblatt. LInker Rand mit Abheftlochung. Absolute Rarität, insgesamt wurden überhaupt nur drei Kux-Scheine ausgestellt.
Nr. 262
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Daimler-Benz AG
Aktie 100 DM, Nr. 48578
Stuttgart, November 1952
Erhaltung: EF+
Gottlieb Daimler errichtete 1882 eine kleine Versuchswerkstatt in Cannstadt, erhielt 1883 das Patent für den ersten schnelllaufenden Verbrennungsmotor und gründete 1890 die „Daimler-Motoren-Gesellschaft“. Carl Benz gründete 1883 in Mannheim die „Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik“. Trotz der räumlichen Nähe sind sich die beiden Auto-Pioniere zeitlebens nie persönlich begegnet. Ihre Firmen, die beiden ältesten Automobilfabriken der Welt, wurden 1926 zur Daimler-Benz AG verschmolzen. 1999 Fusion mit der Nr. 3 am US-Automobilmarkt zur DaimlerChrysler AG. Toller Stahlstich von G&D mit Brustporträts von Gottlieb Daimler und Carl Benz. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 263
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
DaimlerChrysler AG
1 Namens-Stückaktie, Nr. 10020744
Stuttgart / New York, 30.10.2002
Erhaltung: EF-
Gültige Aktie. 1999 sorgte die Fusion mit Chrysler für Furore. Außergewöhnlich dekorativer Sicherheitsdruck mit Hologramm, großen Oldtimer-Abb. im Unterdruck und den Porträts (mit faksimilierten Unterschriften) von Gottlieb Daimler, Carl Benz und Walter P. Chrysler.
Nr. 264
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Dampfschifffahrts-Gesellschaft „Neptun“
Aktie 100 RM, Nr. 238
Bremen, Mai 1933
Erhaltung: EF+
Auflage 325. Gründung 1873 mit einer Flotte von 5 Schiffen für die Skandinavien-Fahrt. Später auch Verbindungen nach Holland, Riga, Spanien und Portugal, 1889 Aufnahme des unmittelbaren Rhein-See-Verkehrs ab Köln. Die auf 76 Schiffe angewachsene Flotte ging als Folge des 1. Weltkrieges weitgehend verloren. In der Weltwirtschaftskrise 1930 erwarb der Norddeutsche Lloyd die Aktienmehrheit (zuletzt 98 %). Von der wiederaufgebauten Flotte beließen die Alliierten nach dem 2. Weltkrieg der “Neptun” wieder nur 16 ältere Dampfer und 4 Leichter. Bis 1972 konnte die Flotte ein drittes Mal auf dann 25 Schiffe neu aufgebaut werden. Neben der Linienschiffahrt in Europa, nach Westafrika und Übersee spezialisierte sich die Ges. ab 1970 besonders auf Flüssiggastanker und die Meeresforschung zur Auffindung unterseeischer Rohstoffvorkommen. Inzwischen hatten die Commerzbank AG in Hamburg und die Persil GmbH in Düsseldorf (später Henkel) je eine Schachtel von über 25 % erworben, Anfang der 70er Jahre kam die Bremer Landesbank mit einer weiteren Schachtel hinzu. 1973/74 erwarb die Sloman-Gruppe über 75 % der Aktien, zugleich Umfirmierung in SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-AG. Noch heute in Bremen und Hamburg börsennotiert.
Nr. 265
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Darm- und Fleischwaren-Industrie AG
Aktie 100 RM, Nr. 82
Halle (Saale), 24.5.1938
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 4. Gründung im Juli 1923, hervorgegangen aus der Firma Vereinigung für Verwertung von Nebenprodukten der Fleischerei u. Wurstfabrikation eGmbH in Halle. Zweigniederlassung in Coburg. Lochentwertet.
Nr. 266
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
DB SOFT AG Software
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 203454
Darmstadt, September 1992
Erhaltung: UNC
Auflage 3500. Gründung 1988, im März 1993 im Freiverkehr der Börse München eingeführt. Die hochfliegenden Erwartungen im Geschäft mit EDV-Programmen und -Schulungen erfüllten sich nicht: Mitte der 90er Jahre in Konkurs gegangen.
Nr. 267
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
DELME Grundbesitz-
und Beteiligungs-AG
Aktie 50 DM, Nr. 291
Bremen, September 1989
Erhaltung: UNC
Gültige Aktie der STEUCON. Der Zusammenbruch des Nordwolle-Konzerns, der auch die Darmstädter und National-Bank mit in den Abgrund riß, war der äußere Auslöser der Weltwirtschaftskrise in Deutschland. Nach dem Konkurs 1931 wurde die “Norddeutsche Woll- und Kammgarn-Industrie AG” als Auffanggesellschaft gegründet mit drei Werken in Delmenhorst, Mühlhausen (Thür.) und Eisenach (die letzten beiden 1946 enteignet). Mehrheitsaktionär wurde die Dresdner Bank, in der die DANAT-Bank aufgegangen war. 1970 Einbringung der Delmenhorster Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Vereinigte Kammgarn-Spinnereien AG in Bremen (bisher Kammgarn-Spinnerei Düsseldorf) und zugleich Umfirmierung in “Nordwolle Beteiligungs- und Grundbesitz-AG”. 1979 Umfirmierung wie oben, ab 1986 Umwandlung des ehemaligen Fabrikgeländes in Wohngebiete, Anfang der 90er Jahre verkaufte die Dresdner Bank ihre Mehrheitsbeteiligung an die Investorengruppe STEUCON/Rothenberger. Mit großer Ansicht des alten Nordwolle-Fabrikgebäudes. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 268
Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
Demminer Zuckerfabrik
Namens-Aktie Lit. A 500 Mark, Nr. 528
Demmin, 16.4.1884
Erhaltung: EF
Ursprungs-Auflage 1200, R 7. Hier angeboten: Ersatzausfertigung von 1944. Gründung 1883 unter maßgeblicher Mitwirkung der Grafen von Schwerin (einem der ältesten Adelsgeschlechter Pommerns), die auch lange dem Aufsichtsrat vorsaßen. 1903 Umfirmierung in “Zuckerfabrik AG in Demmin”. Erzeugung von Rohzucker und Melassefutter. Mit Dividenden bis zu 20 % war diese Fabrik in Vorpommern wenigstens vor der Inflation eine der rentabelsten deutschen Zuckerfabriken. Später mit 10 anderen norddeutschen Zuckerfabriken im Konzern der “Zuckervertriebs-Ges. der Baltischen Rübenzuckerfabriken GmbH” mit Hauptsitz Stettin zusammengeschlossen. Ersatzausfertigung für die am 27.4.1942 in Rostock durch Luftangriff verlorengegangene Aktie. Lochentwertet.
Nr. 269
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Demokrit Grundstücks-Verwertungs-AG
Aktie 200 RM, Nr. 228
Berlin, Januar 1925
Erhaltung: EF
Auflage 250, R 5. Gründung 1922. Ankauf und Verwertung eines Grundstücks in Groß-Berlin. Am 4.12.1940 erloschen. Lochentwertet.
Nr. 270
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Dessau-Wörlitzer Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie Lit. B 1.000 Mark, Nr. 713
Dessau, 1.2.1894
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 820, R 3. Gründung 1893, eröffnet 1894. 18,7 km lange Strecke Dessau-Oranienbaum-Wörlitz, außerdem Betrieb von Anschlussbahnen zu den Dessauer Industriebetrieben (vor allem zur Waggonfabrik). Hauptzweck war aber die Beförderung von Besuchern zum berühmten Wörlitzer Park. Nach 1945 fiel die Strecke an die Sächsische Provinzbahnen GmbH, 1949 an die Deutsche Reichsbahn. 1968-1982 wurde der Personenverkehr eingestellt, ab 1982 wieder Saisonverkehr für die Besucher des Wörlitzer Parks. Heute bemüht sich der 1993 gegründete „Förderverein Dessau-Wörlitzer Museumsbahn“ um die Rekonstruktion von Bahnanlagen und Fahrzeugen. Mit Mitteln der BfA und des Landes Sachsen-Anhalt machten sich 153 ABM-Kräfte am 12.10.1998 an die Arbeit. Dabei stellten sich, anders als in einer Studie vorhergesagt, die Brücken als nicht mehr reparierbar heraus: Statt geplanter 11,5 Mio. DM kostete die Sanierung am Ende fast das Doppelte. Seit 2001 ist die Strecke wieder befahrbar. Lochentwertet.
Nr. 271
Schätzpreis: 700,00 EUR
Startpreis: 350,00 EUR
Dessauer Strassenbahn-Gesellschaft
Aktie 1.000 Mark, Nr. 203
Dessau, 22.6.1900
Erhaltung: VF
Auflage 1300, R 8. Gründung 1894. Auf den 12,8 km langen normalspurigen Strecken beförderten 20 Triebwagen und knapp 40 Beiwagen bis zu 3 Mio. Fahrgäste im Jahr. Offenbar als Referenz an den Großaktionär (Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft) bis 1901 mit Gasmotorbetrieb, erst danach elektrifiziert. Originalunterschriften. Kleine Randeinrisse hinterklebt. Nicht entwertet.
Nr. 272
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Dessauer Waggonfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 676
Dessau, 27.3.1920
Erhaltung: EF
Auflage 500, R 5. Gründung 1895 als Deutsche Gasbahngesellschaft mbH, AG seit 1905. Hergestellt wurden Personen- und Güterwagen, Triebwagen und Spezialwagen jeglicher Art. Letzter Großaktionär: Maschinenbau und Bahnbedarf AG vorm. Orenstein & Koppel. 1949 verlagert nach Dortmund, ab 1951 GmbH. Indirektes Nachfolgeunternehmen: 1996 Fahrzeugtechnik Dessau GmbH, 1999 FTD Fahrzeugtechnik Dessau AG Tolle Jugendstilumrandung. Lochentwertet.
Nr. 273
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsche Ansiedlungsbank
Genüsse 50 RM, Nr. 322
Berlin, April 1926
Erhaltung: EF/VF
R 6. Gründung 1898 zur Parzellierung größerer landwirtschaftlicher Güter. Ab 1938 Ausdehnung des Arbeitsgebietes auf die besetzten Gebiete. Ab 1940 Übernahme umfangreicher Taxationsarbeiten im Rahmen der Rücksiedlung “volksdeutscher” Bauern aus Russland, Estland, Lettland, dem Generalgouvernement und Rumänien. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft war mit einigen hochkarätigen SS-Führern besetzt. 1958 nach Abwicklung vom Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.
Nr. 274
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsche Babcock & Wilcox AG
Sammelaktie 2 x 50 DM, Nr. 20401
Oberhausen (Rheinl.), März 1974
Erhaltung: UNC/EF
Die Mutterfirma wurde bereits 1881 von den Amerikanern George H. Babcock und Stephen Wilcox gegründet. Sie erfanden 1867 den patentierten Hochdruck-Dampfkessel. Die Deutsche Babcock & Wilcox-Dampfkessel-Werke AG wurde im Oktober 1898 durch Übernahme des Berliner Zweigwerks der Babcock & Wilcox Ltd., London gegründet. Die Gesellschaft erhielt das Fabrikations- und Verkaufsrecht für das Deutsche Reich und dessen Kolonien. Wenig später wurde in Oberhausen ein großes neues Werk errichtet. 1909 Übernahme der Oberschlesischen Kesselwerke in Gleiwitz. Der bedeutendste europäische Hersteller auf dem Gebiet des konventionellen Dampferzeugerbaus erweiterte ab 1966 das Angebot auf 10 Produktlinien des Maschinen- und Industrieanlagenbaus einschließlich vieler Firmen-Übernahmen. Umfimiert 1976 in Deutsche Babcock AG, 2000 in Babcock Borsig AG. Zuletzt Holding für über 200 Tochtergesellschaften, darunter die weltbekannte U-Boot-Werft HDW. Nach deren umstrittenem Verkauf kam Mitte 2002 die spektakuläre Insolvenz. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 275
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsche Bank
Aktie 1.000 RM, Nr. 157106
Berlin, Dezember 1940
Erhaltung: UNC/EF
R 3. Lochentwertet.
Nr. 276
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Deutsche Bank AG
Aktie 50 DM, Nr. 25341
Frankfurt a.M., Mai 1966
Erhaltung: UNC/EF
Mit Deutsche-Bank-Adler. Faksimile-Unterschrift Abs. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 277
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Deutsche Bau- und Bodenbank AG
Sa.-Na.-Aktie 100 x 1.000 RM, Nr. 1801-1900
Berlin, März 1927
Erhaltung: EF
R 7. Gründung 1923 in Berlin als Deutsche Wohnstätten-Bank AG. 1926 umbenannt in Deutsche Bau- und Bodenbank AG. Betrieb von Bankgeschäften jeder Art unter besonderer Förderung der Bauwirtschaft und des Wohnungsbaues. 1949 Sitzverlegung nach Frankfurt a.M. 1979 übernahm die Deutsche Pfandbriefanstalt (seit 1998/99 DePfa Deutsche Pfandbriefbank AG) eine Mehrheitsbeteiligung. Im Zuge von Umstrukturierungen der DePfa wurden die gesamten Immobilienaktivitäten auf die Deutsche Bau- und Bodenbank AG übertragen, die dauraufhin in „DePfa Bank AG“ (heute „Aareal Bank AG“) umfirmiert wurde. Lochentwertet.
Nr. 278
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsche Beteiligungs AG Unternehmens- beteiligungsgesellschaft
Vorzugs-Aktie 50 x 50 DM, Nr. 2610
Königstein/Ts., November 1985
Erhaltung: UNC
Gründung 1984. 2001 Umfirmierung in Deutsche Beteiligungs AG und Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. Hauptaktionäre mit jeweils 15% sind die Deutsche Bank AG, die Gerling-Versicherung sowie die Vermögensverwaltung des Münchener Bankiers Wilhelm von Finck. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 279
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft
Aktie 100 Thaler, Blankette
Dessau, 1.4.1872
Erhaltung: EF
Gründung 1855 als älteste Gasgesellschaft Deutschlands. Seit 1886 auch in der Elektrizitätswirtschaft tätig. In Dessau wurde die nach Berlin älteste Elektrizitäts-Zentrale in Deutschland errichtet. 1946 Sitzverlegung nach Düsseldorf, 1979 Umfirmierung in CONTIGAS Deutsche Energie AG, eine noch heute börsennotierte Holding für vielfältige Beteiligungen an Energieversorgungsunternehmen. 1988 Sitzverlegung nach München. Keine Nr. und Kontrollunterschrift, aber umgestellt auf 120 RM. Lochentwertet.
Nr. 280
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsche Dampfschifffahrts-Gesellschaft Hansa
Aktie 1.000 DM, Blankette
Bremen, Juli 1974
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1881 durch Bremer Kaufleute für die Große Fahrt nach Ostindien, die Mittelmeerfahrt und die Ostseefahrt. 1898 konnten Pläne für regelmäßige Liniendienste nach Portugal, zum La Plata, in den Golf von Mexico und nach Ostindien verwiklicht werden. Nach 1900 besaß die Ges. mit 80 Schiffen die größte Frachtschiffsflotte der Welt! Alles ging als Folge des 1. Weltkriegs verloren. Nach erfolgreichem Wiederaufbau stand die Reederei nach dem 2. Weltkrieg erneut vor dem Nichts, wieder ging sie aller ihrer 53 Frachtschiffe verlustig. Erneut gelang der Wiederaufbau, aber nicht von Dauer: Finanziell zu sehr geschwächt ging die AG nach mehrfachem Auf und Ab letztendlich 1980 doch in Konkurs. Reederei-Flagge in der Umrahmung. Lochentwertet. Nur zwei Stücke wurden in einem Archiv gefunden.
Nr. 281
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Deutsche Dynamo-Werke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 23101
Rottluff bei Chemnitz, 15.3.1923
Erhaltung: VF
Auflage 16000, R 7. Gründung 1922. Fabrikation von elektrischen Lichtanlagen und Fahrradzubehör. 1925 aufgelöst und in Liquidation, 1929 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet. Angeschmutzt.
Nr. 282
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsche Erzgewinnungs-AG
Aktie 500 RM, Nr. 18
Berlin, Juni 1927
Erhaltung: EF+
Auflage 100, R 7. Gegründet 1927 durch eine Reihe Berliner Kaufleute zwecks Förderung, Verarbeitung und Verkauf von Erzen. 1931 Firma gelöscht. Lochentwertet.
Nr. 283
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsche Fensterglas-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 9227
Berlin, Januar 1922
Erhaltung: EF/VF
Auflage 7500, R 6. Gründung 1909. Handel mit Flachglas. Lochentwertet.
Nr. 284
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsche Frewenziegel AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 319
Berlin, August 1930
Erhaltung: EF+
Gründeraktie, Auflage 500, R 6. Gegründet 1930 für für die Verwertung des deutschen Frewen-Ziegel-Patents mit alleinigem Auswertungsrecht in Deutschland. Lochentwertet.
Nr. 285
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Deutsche Gartenbau-Kredit AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3924
Berlin, Oktober 1937
Erhaltung: EF
Auflage 154, R 8. Gründung 1925, vom Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft als Entschuldungsstelle für den gesamten deutschen Erwerbsgartenbau bestellt. In der Spitze hatte die Bank über 60 Mitarbeiter. Mehrere interessante Beteiligungen, u.a. an der „Frühgemüsebau Achern GmbH“ (Achern/Baden) und an der „Deutsche Spargelhochzucht GmbH“ (Osterburg-Altmark). Lochentwertet.
Nr. 286
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Deutsche Gas Selbstzünder AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3100
Berlin, 20.3.1897
Erhaltung: VF
Gründeraktie, Auflage 3200, R 9. Übernahme der Patente und des Vermögens der vorher bestehenden GmbH gleichen Namens. Die Gasselbstzünder wurden bei der Fa. Loewe & Co. AG fabriziert. Mit der Deutsche Gas-Glühlicht AG (Auergesellschaft) bestand ein Vertrag auf gegenseitige Empfehlung der Produkte.
Nr. 287
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Deutsche Gasolin AG
Aktie 100 RM, Nr. 25561
Berlin, 10.2.1941
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 27440, R 6. Gründung 1920, die AG übernahm dabei die Deutsche Schmiermittel GmbH in Frankfurt/Main. Bis 1922: Olea Mineralölwerke AG, bis 1925 Oleawerke AG für Mineralöl-Industrie mit Sitz in Halle (Saale), dann bis 1926 Hugo Stinnes-Riebeck Oel-AG. Destillation und Raffination von Mineralölen, Braun- und Steinkohlenteer und Fabrikation von Schmiermitteln. Börsennotiz Frankfurt. Großaktionär war die Hugo Stinnes - Riebeck Montan- und Oelwerke AG. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung und Übernahme durch die Aral AG. Lochentwertet.
Nr. 288
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Deutsche Grammophon-AG
Aktie 100 RM, Nr. 9692
Leipzig-Wahren, 20.3.1935
Erhaltung: EF+
Auflage 9000. Gründung 1895 als Polyphon-Musikwerke AG. 1928 zusammen mit Siemens und der AEG Gründung der Klangfilm GmbH. 1904-08 außerdem Automobilbau (Polymobil). 1937 Umfirmierung in „Grundstücksgesellschaft Markgrafenstraße AG“. 1945 Geschäftsleitung in Berlin, 1949 Deutsche Grammophon GmbH verlagert von Berlin nach Hannover, 1957 nach Hamburg (Muttergesellschaft Universal Music International). Ohne Lochentwertung.
Nr. 289
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Deutsche Handels- und Wirtschaftsbank AG
Aktie 20 RM, Nr. 692
Berlin, 27.6.1925
Erhaltung: EF
Auflage 750, R 6. Gründung 1923. Zu den Gründern gehörte auch ein Bürgermeister und ein Reichsbankrat a.D. Lochentwertet.
Nr. 290
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsche Linoleum-Werke AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 5321
Bietigheim (Württ.), Oktober 1951
Erhaltung: UNC
Auflage 15785. Gründung 1899 als Linoleumwerke Nairn AG, 1900 umbenannt in Germania Linoleum-Werke AG. 1925 Vertrag mit der I.G.Farbenindustrie, wonach diese gegen Gewährung einer Umsatzprovision die Herstellung von Fußbodenbelägen zu Gunsten der DLW aufgab. 1926 Fusion mit der Delmenhorster Linoleum-Fabrik (Ankermarke), der Deutsche Linoleum-Werke Hansa in Delmenhorst (1883 als erste deutsche Linoleumfabrik überhaupt gegründet) und der Linoleum-Fabrik Maximiliansau zur “Deutsche Linoleum-Werke AG”. 1928 Rationalisierung über europäische Landesgrenzen hinweg durch Zusammenschluß mit der Linoleum-AG Giubiasco (Schweiz) und der Linoleum AB Forshaga (Schweden) unter dem Dach der “Continentale Linoleum-Union” (1940 wieder aufgelöst). In der Weltwirtschaftskrise 1931 Stillegung der Werke Maximiliansau und Velten bei Berlin, die Produktion wurde in den beiden größeren (bis heute produzierenden) Werken Bietigheim und Delmenhorst konzentriert. 1937 Verkauf des Werkes Köpenick, 1938 Sitzverlegung von Berlin nach Bietigheim, 1969 Umfirmierung in DLW AG. Die Produktion von Tufting-Teppichböden wurde 1960 im Delmenhorster Hansa-Werk und 1968 auch in Bietigheim aufgenommen, 1973 ferner Gründung eines Tuftingwerkes in Zweibrücken. Ende der 70er Jahre Übernahme mehrerer Polster- und Büromöbelfabriken in Donzdorf, Bad Münder, Frankfurt/M., Bergen und Bad Harzburg. 2000 Übernahme durch den US-amerikanischen Konkurrenten Armstrong und Umfirmierung in ARMSTRONG DLW AG. Der Jahresumsatz hat sich seitdem auch wegen der Krise am deutschen Baumarkt auf rd. 350 Mio. € halbiert. DLW-Firmensignet in allen vier Ecken. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 291
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Deutsche Lufthansa AG
Vorzugs-Aktie 50 DM, Nr. 5513484
Köln, Dezember 1969
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1926 als Deutsche Luft Hansa AG in Berlin. 1953 Neugründung in Köln als AG für Luftverkehrsbedarf, 1954 konnte dann wieder der alte Name angenommen werden. Die Lufthansa ist heute die Nummer Eins im weltweiten Luftfrachtgeschäft und hält international den dritten Platz bei der Passagierbeförderung - Tendenz steigend, denn von allen Airlines hat die Lufthansa die schwere Krise nach dem 11.9.2001 mit am besten gemeistert. G&D-Druck mit großem Globus, Faksimile Abs als AR-Vorsitzender. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 292
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Deutsche Lufthansa AG
Namensaktie 5 DM, Nr. 77893448
Köln, September 1997
Erhaltung: UNC
Gültige Aktie. Gründung 1926 als Deutsche Luft Hansa AG in Berlin. 1953 Neugründung in Köln als AG für Luftverkehrsbedarf, 1954 konnte dann wieder der alte Name angenommen werden. Die Lufthansa ist heute die Nummer Eins im weltweiten Luftfrachtgeschäft und hält international den dritten Platz bei der Passagierbeförderung - Tendenz steigend, denn von allen Airlines hat die Lufthansa die schwere Krise nach dem 11.9.2001 mit am besten gemeistert. G&D-Druck mit großem Globus. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 293
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Deutsche Merkantilbank AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 103072
Berlin, 31.3.1923
Erhaltung: VF
Auflage 15000, R 8. Gründung Juli 1919 zur Fortführung der Oberhauser Volksbank AG. Die Aktienmehrheit hielt das Bankhaus E. v. Stein & Co., Berlin-Breslau, das in Konkurs ging. Im April 1925 in Liquidation. Lochentwertet. Stockfleckig.
Nr. 294
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsche Nickel-Bergwerk AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 44
Erhaltung: EF
Wittenschwand (Schwarzwald), 25.9.1934
Gründeraktie, Auflage 150, R 5. Gründung 1934 zur Ausbeutung der Felder des “Nickelerz-Bergwerks Compagnie Feld” in den Gemarkungen Horbach, Innerurbeg, Ruchenschwand und Wittenschwand und des Bergwerks “Schwarzwälder Nickelkompagnie” in den Gemarkungen Todmoos-Weg, Vordertodmoos, Todtmoos-Schwarzenbach. 1940 befand sich die Gesellschaft in stiller Liquidation. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 295
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Deutsche Palästina-Bank
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4238
Berlin, 6.5.1909
Erhaltung: VF
Auflage 4000, R 8. Gründung 1899. Neben dem Bankgeschäft über die Beteiligungsfirma Levantekontor GmbH Hamburg/Konstantinopel auch Einfluss auf den Orient-Handel. Als Folge des 1. Weltkrieges mussten später die Niederlassungen in Palästina und Syrien geschlossen werden. 1920 Übernahme der Bankfirma Jaffé & Trier am Frankfurter Opernplatz und Umfirmierung in „Westbank AG“. Börsennotiz Berlin und Frankfurt. Sehr dekorativ, im Unterdruck eine Karte Kleinasiens. Knickfalte am unteren Rand hinterklebt.
Nr. 296
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Deutsche Patent-Wärmeschutz AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 51
Dortmund, 1.7.1912
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 500, R 5. Der zuerst als GmbH geführte Betrieb produzierte auf gepachtetem Gelände des Hörder Vereins auf Zeche Schleswig in Wickede-Asseln hochwertige Wärmeschutzmassen, Füllstoffe für Trockenstopf-Isolierungen und “Depegee Schlackenwolle Siegerland” für Isolier- und Bauzwecke. 1912 Umwandlung in eine AG. Nach starkem Aufschwung des Geschäfts 1925 Umzug auf ein eigenes Gelände in Dortmund-Hörde in direkter Nachbarschaft zum Rohstofflager. In der Weltwirtschaftskrise 1930 in Vergleich gegangen, der erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Zugleich vollständiger Umbau der Anlagen mit dem Ziel, mit einem Bruchteil der Gefolgschaft die gleiche Leistungsfähigkeit des Werkes zu erreichen. 1942 Sitzverlegung nach Haiger (Dillkreis). Firma nach beendeter Liquidation 1960 erloschen. Unentwertet.
Nr. 297
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Deutsche Pfandbrief- und Hypothekenbank AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 20806
Wiesbaden, September 1990
Erhaltung: UNC
Auflage 50000. Gründung 1922 als Preußische Landespfandbriefanstalt (ab 1951 “Deutsche Pfandbriefanstalt”). Die vom Preußischen Landtag als Spezialinstitut zur Finanzierung des Klein-Wohnungsbaus gegründete Bank war bis 1990 eine gemeinnützige Körperschaft des öffentlichen Rechts. Nach einem Bombentreffer auf das Berliner Bankgebäude Mohrenstr. 7-8 richtete die Bank Anfang 1945 einen Ausweichbetrieb in Freising bei München ein, im September 1949 übersiedelte sie offiziell nach Wiesbaden. 1979 Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der Deutsche Bau- und Bodenbank AG in Frankfurt/Main. 1990 Umwandlung in eine AG, 1991 vom Bund im Zuge der Teilprivatisierung an die Börse gebracht. Im Oktober 2001 wurde die Bank aufgeteilt in die in Wiesbaden verbleibende Aareal Bank AG (Immobilienfinanzierung) und die in Dublin/Irland ansässige Depfa Bank plc (Staatsfinanzierung). Letztere wurde dann 2007 von der Hypo Reat Estate Holding AG (der früheren Hypothekenabteilung der HypoVereinsbank) übernommen. Mit großer Abb. der modernen DePfa-Hauptverwaltung in Wiesbaden.
Nr. 298
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsche Post AG
1 Stück-Aktie, Muster
Bonn, November 2000
Erhaltung: UNC
Zunächst war die 1950 gegründete Deutsche Bundespost ein unmittelbarer Staatsbetrieb. 1994 wurde das Teilsondervermögen der Deutschen Bundespost POSTDIENST auf die neugegründete AG übertragen. 2000 brachte der Bund einen Teil der Aktien an die Börse (was, gelinde gesagt, nur ein sehr mäßiger Erfolg wurde). Sehr dekorativ, Abb. Weltkugel mit Zeitzonen sowie Logos der Teilbereiche Mail, Express, Logistics, Finance. Besonders interessant: Neben den Silhouetten-Porträts von Franz von Taxis (1459-1517) und Heinrich von Stephan (1831-1897) ist auf der Aktie eine Darstellung der Postgeschichte von 1490 bis heute abgedruckt.
Nr. 299
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Deutsche Rückversicherungs-Gemeinschaft AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 133
Berlin, 18.1.1943
Erhaltung: EF
Auflage 980, R 4. Gründung 1923. Betrieb der Rückversicherung in allen Zweigen. Die Firma lautete bis 1938: Deutscher Gemeinnütziger Rückversicherungs-Verband AG. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1958 auf die Deutsche Rückversicherung AG, Hamburg und Berlin (West) übergegangen. Lochentwertet.
Nr. 300
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsche Schiffskreditbank AG
Aktie 100 DM, Nr. 787
Duisburg, Juni 1962
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 300. Gründung 1918 zwecks Beleihung von Schiffen und Schiffsbauwerken und Ausgabe von Schiffspfandbriefen. Bis 1925/26 in Essen und Düsseldorf börsennotiert. Nach dem Krieg erwarben die Deutsche Schiffahrtsbank AG in Bremen und die Deutsche Schiffsbeleihungs-Bank AG in Hamburg je eine Schachtelbeteiligung. 1978 Verschmelzung mit der Deutsche Schiffahrtsbank AG in Bremen (1989 in Deutsche Schiffsbank AG umfirmiert). Schlepper mit Binnenschiff im Unterdruck. Lochentwertet im Firmensignet am linken Rand.
Nr. 301
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Deutsche Schmelz- und Raffinierwerke
Aktie 1.000 RM, Nr. 427
Berlin, 15.9.1926
Erhaltung: VF
Gründeraktie, Auflage 500, R 5. Gründung 1926. Die Firma übernahm von der Fa. Theodor & Co. in Berlin-Charlottenburg, Kantstr. 163, das zu Gliesmarode bei Braunschweig belegene Grundstück, ferner Maschinen, Einrichtungs-Gegenstände und Vorräte. Ankauf und Verarbeitung von Erzen, Metallrückständen, Abfällen und chemisch-metallurgischen Produkten jeder Art. Firma im Mai 1937 gelöscht. Lochentwertet. Leicht fleckig.
Nr. 302
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Deutsche Steinzeug- und Kunststoff-warenfabrik Verwaltungs-AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 45111
Mannheim-Friedrichsfeld, Aug. 1975
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 23250. 1863: Gründung der Reinhard’sche Zieglewaarenfabrik. 1876: Umfirmierung in J. F. Espenschied Portland-Cement- und Thonwaarenfabrik Friedrichsfeld. 1890: Umwandlung in die “Badische Thonröhren- und Steinzeugwaarenfabrik AG vorm. J. F. Espenschied”. 1895: Umfirmierung in „Deutsche Steinzeugwaarenfabrik für Canalisation und Chemische Industrie“. 1918: Angliederung der Süddeutsche Steinzeugwerke GmbH, Muggensturm bei Rastatt. 1934: Übernahme von Aktien der Annawerk, Schamotte- und Tonwarenfabrik AG vorm. J.R. Geith, Oeslau. 1945: Hauptwerk zu 25 % zerstört. 1956: Beteiligung an der neugegründeten Dt. Ton- und Steinzeug-Werke AG, Kassel. 1966: Umfirmierung in “Deutsche Steinzeug- und Kunststoffwarenfabrik Verwaltungs-AG”. 1993: Umfirmierung in FRIATEC AG Keramik- und Kunststoffwerke. Seit 1995 auch börsennotiert. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 303
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Deutsche Textilvereinigung AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 128
Berlin, 6.6.1918
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 300, R 5. Gründung 1918. Fabrikation von Säcken und Planen. Großhandel in Jute- und Mischgeweben und Papiersäcken. Seit 1924 Deutsche Textilvereinigung AG Detag, seit 1959 GmbH. Lochentwertet.
Nr. 304
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Deutsche Ton- & Steinzeug-Werke AG
Aktie 100 RM, Nr. 12434
Krauschwitz O.-L., August 1938
Erhaltung: EF
Auflage 1650, R 5. Gründung 1874 als Deutsche Tonröhren- und Chamottefabrik, ab 1904 wie oben. Herstellung von Steinzeugrohren, säurefestem Steinzeug für die chemische Industrie, Hochspannungs-Isolatoren und Schamottewaren. Werke in Münsterberg (Schles.), Krauschwitz (Lausitz), Muskau, Kassel-Bettenhausen und Bad Freienwalde (Oder). Die Werke Krauschwitz und Freienwalde wurden nach vorausgegangener Demontage 1945 landeseigene Betriebe, es verblieb der Ges. nur das Werk in Kassel-Bettenhausen. 1948 Sitzverlegung nach Schwarzenfeld (Opf.), wo in den Räumen der Buchtal AG eine kleine Produktion eingerichtet wurde. 1955 verschmolzen mit der Mehrheitsaktionärin “Deutsche Steinzeugwarenfabrik für Kanalisation und chemische Industrie” in Mannheim-Friedrichsfeld (die heutige FRIATEC). Lochentwertet.
Nr. 305
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Deutsche Wirtschaftsbank AG
Sammelaktie Lit. A 5 x 20 RM, Nr. 5206-10
Berlin, November 1924
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 8. Gründung 1923 zum Betrieb von Bankgeschäften aller Art. 1935 umfirmiert in Zehlendorfer Boden AG, seitdem nur noch Verwaltung der der Gesellschaft gehörenden Grundstücke. 1937 Verschmelzung auf den Hauptaktionär, die Vermögensverwaltung der Deutschen Arbeitsfront GmbH in Berlin. Lochentwertet.
Nr. 306
Schätzpreis: 190,00 EUR
Startpreis: 95,00 EUR
Deutsche Wohnstätten-Hypothekenbank AG
Namensaktie C 1.000 RM, Nr. 2994
Berlin, April 1931
Erhaltung: EF
R 7. Gegründet am 15.11.1924 durch die Deutsche Wohnstätten-Bank AG, Berlin (die spätere Deutsche Bau- und Bodenbank AG) unter Mitwirkung der Preußischen Landespfandbriefanstalt, Berlin, der Württembergischen Wohnungskreditanstalt, Stuttgart, des Reichsverbandes deutscher Baugenossenschaften e.V., Berlin und des Hauptverbandes deutscher Baugenossenschaften e.V., Berlin. Gemeinnützige Hypothekenbank zur Finanzierung von Wohnungen und den dazugehörigen Versorgungsanlagen. Lochentwertet.
Nr. 307
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Deutscher Eisenhandel AG
Aktie 500 RM, Nr. 46452
Berlin, Juli 1936
Erhaltung: EF
Auflage 4000, R 5. Gründung 1906 als „Vereinigte Ravené’sche Stabeisen- und Trägerhandlungen AG“. Größter konzernunabhängiger Eisen- und Stahlhändler in Deutschland. Beteiligungen an ca. 70 Eisen- und Eisenwaren-Handlungen, deren älteste bereits 1776 gegründet wurde. Bis heute börsennotierte AG, Großaktionär ist die L. Possehl & Co. GmbH in Lübeck. Lochentwertet.
Nr. 308
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Deutscher Heimbau Gemeinnützige AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 17
Essen, 1.10.1938
Erhaltung: EF
Auflage 100, R 6. Gründung 1929 als Deutscher Heimbau, ab 1939 Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der Deutschen Arbeitsfront im Gau Essen AG. 1986 verkaufte der DGB das gewerkschaftseigene Wohnungsbauunternehmen zum symbolischen Preis von einer Mark an den Berliner Bäckerei-Unternehmer Horst Schiesser. Der Sanierungsplan Schiessers wurde von den Banken nicht akzeptiert, daher kaufte der DGB die Neue Heimat am 12.11.1986 für eine Mark wieder von Schiesser zurück. Lochentwertet.
Nr. 309
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutscher Lloyd Versicherungs-AG
Namensaktie 400 RM, Nr. 4063
Berlin, Februar 1929
Erhaltung: EF+
Auflage 4200, R 5. Aktie mit 100 RM eingezahlt. Gründung 1870 als Deutscher Lloyd Transport-Versicherung-AG, ab 1916 Deutscher Lloyd Versicherungs-AG. Zweigniederlassung in Altona unter der Firma: Altonaer Feuer-Versicherungs-Ges. von 1830. 1917 Übernahme der Altonaer Feuer-Versicherung, 1921 Fusions-Übernahme der Allgemeinen Transport- und Feuerversicherungs-AG, Berlin, 1926 Verschmelzung mit der Berlinischen Allgemeinen Versicherungs-AG. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung. 1998 Zusammenführung der Deutscher Lloyd Versicherungen und der Generali Versicherungen zu den Generali Lloyd Versicherungen. 2000 Eingliederung der Generali Lloyd Versicherungen in die AMB-Gruppe, 2004 Umfirmierung in Generali Versicherung AG. Lochentwertet.
Nr. 310
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Deutscher Sparkassen-
und Giroverband
7% Gold Bond 100 $ = 250 fl., Specimen
Amsterdam, von 1926
Erhaltung: EF
Noch heute die Dachorganisation aller öffentlichen Sparkassen und Landesbanken. Mit komplett anhängenden Kupons. Perforationsentwertet. Nur 2 Stücke wurden im De-Bussy-Archiv gefunden.
Nr. 311
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Deutsches Kunst- und Kalksandstein-Werk AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 12044
Copitz bei Pirna, 22.6.1923
Erhaltung: EF
Auflage 15800, R 7. Gründung 1919. Herstellung von Baumaterialien und Erzeugnissen der Kunststeinindustrie. Lochentwertet.
Nr. 312
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Deutsches Schauspielhaus AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 850
Hamburg, 20.6.1899
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 1000. Gründung 1899 durch 84 Hamburger Bürger. Die Gesellschaft erwarb ein an der 2. Helenenstraße und Kirchenallee im Stadtteil St. Georg gelegenes Grundstück, wo das Schauspielhaus errichtet und am 15.9.1900 eröffnet wurde. Die Aktien waren im Hamburger Freiverkehr notiert. 1943 Auflösung der Gesellschaft durch Übertragung aller Aktiven und Passiven auf den Großaktionär Freie und Hansestadt Hamburg. Die AG gibt es seitdem nicht mehr, das Schauspielhaus selbst aber ist bis heute eine der großen Attraktionen Hamburgs.
Nr. 313
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Diamalt-AG
Aktie 100 RM, Nr. 6374
München, 1.5.1929
Erhaltung: EF
Auflage 3000, R 5. Gründung 1911 unter Übernahme der seit 1902 bestehenden „Deutsche Diamalt GmbH“ und der „Bayerische Konserven-Fabrik Ludwig Graf GmbH“. In zwei Fabriken in München und Allach sowie einer Malzfabrik in Pasing erzeugten etwa 500 Mitarbeiter: a) Diamalt Backhilfsmittel und Malzpäparate, b) Suppenwürze, Saucenpräparate (bis 1958), Zuckerwaren, Pralinen und feine Desserts, ab 1949 auch Speiseeispulver, c) Artikel der chemischen, pharmazeutischen und Gärungsindustrie. 1934/35 Erwerb einer weiteren Fabrik in Diemitz bei Halle, wohin bis zur Enteignung die Süßwarenherstellung verlegt war. 1939/40 Kauf einer stillliegenden Malzfabrik in Augsburg, wo 1962/63 nach Modernisierung die gesamte Malzfabrikation konzentriert wurde (die Mälzerei Pasing wurde stillgelegt). Ebenfalls 1939/40 Erwerb der Reichsstadtmühle GmbH in Augsburg (1958/59 auf die Diamalt AG fusioniert). 1952/53 Errichtung einer Fabrik für Backhilfsmittel in Bokhold bei Hamburg. 1968/69 Erwerb der Betriebsabteilung Pharmazell der Aschaffenburger Zellstoffwerke AG (pharmazeutische Vorprodukte und Feinchemikalien). Produzierende Werke besitzt Diamalt nun in Allach, Augsburg, Bokhold und Redenfelden. 1979 verkauft die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank ihre Mehrheitsbeteiligung an die Schering AG, 1984 Eingliederung in die Schering AG mit Aktientausch 4:1. Nach Herauslösung und Übernahme der Sparte Industrie-Chemikalien verkauft Schering 1990 das Restgeschäft an den britischen Finanzinvestor 3i Group. 1991 Umwandlung in eine GmbH. Lochentwertet.
Nr. 314
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Dierig Holding AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 22258
Augsburg, Dezember 1983
Erhaltung: UNC/EF
Gründung bereits 1805. Firmierte von 1928 bis 1972 unter Christian Dierig AG. Noch heute als größte deutsche Textilgruppe (Garne, Web- und Wirkstoffe, Bett- und Tischwäsche) notiert. Mit restlichem Kuponbogen. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 315
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
DLW AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 150149
Bietigheim-Bissingen, April 1978
Erhaltung: UNC
Auflage 2000. Gründung 1899 als Linoleumwerke Nairn AG, 1900 umbenannt in Germania Linoleum-Werke AG. 1925 Vertrag mit der I.G.Farbenindustrie, wonach diese gegen Gewährung einer Umsatzprovision die Herstellung von Fußbodenbelägen zu Gunsten der DLW aufgab. 1926 Fusion mit der Delmenhorster Linoleum-Fabrik (Ankermarke), der Deutsche Linoleum-Werke Hansa in Delmenhorst (1883 als erste deutsche Linoleumfabrik überhaupt gegründet) und der Linoleum-Fabrik Maximiliansau zur “Deutsche Linoleum-Werke AG”. 1928 Rationalisierung über europäische Landesgrenzen hinweg durch Zusammenschluß mit der Linoleum-AG Giubiasco (Schweiz) und der Linoleum AB Forshaga (Schweden) unter dem Dach der “Continentale Linoleum-Union” (1940 wieder aufgelöst). In der Weltwirtschaftskrise 1931 Stillegung der Werke Maximiliansau und Velten bei Berlin, die Produktion wurde in den beiden größeren (bis heute produzierenden) Werken Bietigheim und Delmenhorst konzentriert. 1937 Verkauf des Werkes Köpenick, 1938 Sitzverlegung von Berlin nach Bietigheim, 1969 Umfirmierung in DLW AG. Die Produktion von Tufting-Teppichböden wurde 1960 im Delmenhorster Hansa-Werk und 1968 auch in Bietigheim aufgenommen, 1973 ferner Gründung eines Tuftingwerkes in Zweibrücken. Ende der 70er Jahre Übernahme mehrerer Polster- und Büromöbelfabriken in Donzdorf, Bad Münder, Frankfurt/M., Bergen und Bad Harzburg. 2000 Übernahme durch den US-amerikanischen Konkurrenten Armstrong und Umfirmierung in ARMSTRONG DLW AG. Der Jahresumsatz hat sich seitdem auch wegen der Krise am deutschen Baumarkt auf rd. 350 Mio. € halbiert. DLW-Firmensignet in allen vier Ecken. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 316
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Dommitzscher Tonwerke AG
Aktie 200 RM, Nr. 1813
Dommitzsch a. Elbe, Juni 1939
Erhaltung: EF
Auflage 200, R 5. Gegründet 1882 als Splauer Thonwerke AG, 1883 umbenannt in Vereinigte Splauer und Dommitzscher Thonwerke AG, ab 1905 wie oben. Hergestellt wurden Steinzeugröhren für Kanalisationen und Abwässerungen sowie Schamottesteine. Die Tonwerke wurden 1997 abgerissen. Lochentwertet.
Nr. 317
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Dortmunder Aktien-Brauerei
Aktie 500 DM, Blankette
Dortmund, März 1964
Erhaltung: UNC
R 10. Gründung 1868 als “Dortmunder Bierbrauerei Herzberg & Co.”, 1871 Umwandlung in eine AG. 1917/18 Erwerb der Tremonia-Brauerei F. Lehmkuhl AG in Dortmund und der Gütersloher Brauerei AG. 1920 Übernahme der Kontingente von E. und A. Meininghaus in Dortmund, der Hammer Brauerei “Mark” in Hamm i.W. und von Luyken & Tigler in Wesel-Obrighoven. Hinzuerworben wurden ferner die Euskirchener Bürgerbräu GmbH, die Vereinsbrauerei Göttingen GmbH, die Brauerei Dormagen vorm. Becker & Cie. und die Heinrich Stade Brauerei-GmbH in Dortmund (1921/22) sowie die Aktienbrauerei Rinteln und die Weener Bräu GmbH (1926). 1969 Erwerb der Aktienmehrheit der Dortmunder Hansa-Brauerei. Hauptaktionär der bis heute börsennotierten AG ist mit über 75% die Binding-Brauerei AG, Frankfurt (Oetker-Konzern). “DAB macht schlapp”, reimen die Biertrinker, die andere Dortmunder Marken bevorzugen.
Nr. 318
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Dortmunder Cementwerk AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 14176
Dortmund, 11.12.1922
Erhaltung: VF+
Auflage 16100, R 9. Gründung 1913. Die im Gelände des Hardenberger Hafens (Kronprinzenstr. 41) 1914 fertiggestellte Zementfabrik zur Herstellung von Hochofen-Zement hatte Anschluss an die Dortmunder Kleinbahn und an den Dortmund-Ems-Kanal. Mitte 1923 Angliederung und anschließender Ausbau des Borchener Zement- und Kalkwerks. Die Aktien notierten im Freiverkehr Berlin und Düsseldorf. 1926 in Konkurs gegangen. Großer Hochformat, sehr dekorative Umrahmung. Mit komplettem Kuponbogen.
Nr. 319
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Dortmunder Ritterbrauerei AG
Aktie 100 DM, Nr. 10244
Dortmund, Juli 1951
Erhaltung: EF+
Auflage 5000, R 9. Gründung 1889 als „Dortmunder Brauerei-Gesellschaft vorm. Gebr. Meininghaus und Bömcke AG“ durch Verschmelzung dieser beiden seit 1870 bestehenden Privatbrauereien. Die Brauerei selbst gehörte der “Dortmund Breweries Company Ltd.” in London, die zugleich Alleinaktionärin der Ritterbrauerei war und den gesamten Betrieb an diese verpachtet hatte. 1917 wurde deren Anteil als Feindvermögen liquidiert. Später Fusion mit der Brauhaus Essen AG (1919), der Dortmunder Bürgerbräu AG (1920) und der Brauerei Westfalia GmbH in Lütgendortmund (1921). 1923 Erwerb des Kontingents der Quellenbrauerei GmbH in Schüren. Mit einer Kapazität von 600.000 hl nun eine der großen deutschen Brauereien. Ab 1928 Interessengemeinschaft mit der Glückauf-Brauerei AG in Gelsenkirchen. 1952 Erwerb der Brauerei Westfalia Gebr. Hagedorn & Co. in Münster. 1963 Überschreiten der 1-Mio.-hl-Grenze beim Ausstoß, deshalb ab 1964 Bau einer komplett neuen zweiten Brauerei in Lütgendortmund. Nach dem Krieg war lange Zeit die Dresdner Bank Mehrheitsaktionär. Diesen Anteil übernahm dann die Dortmunder Union-Schultheiss Brauerei AG (heute Brau und Brunnen AG) und gliederte sich die Ritterbrauerei 1994 komplett ein. Abheftlochung am linken Rand.
Nr. 320
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Dortmunder Stifts-Brauerei
Carl Funke AG
Aktie 100 DM, Nr. 1815
Dortmund-Hörde, Mai 1953
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 200, R 7. Gründung 1867 als Stiftsbrauerei Eduard Frantzen. 1900 Fusion mit der Wallrabe-Brauerei, danach unzählige Umfirmierungen: 1903 in Stiftsbrauerei AG vormals Ed. Frantzen und Bürgerliches Brauhaus, 1929 in Dortmunder Stifts-Brauerei AG und 1940 in Dortmunder Stifts-Brauerei Carl Funke AG (nachdem 1936 die Stern-Brauerei Carl Funke AG in Essen die Mehrheit übernommen hatte). 1987 übernahm die Kronen Privatbrauerei Dortmund (eine Tochter der Dortmunder Aktien-Brauerei, d.h. im Endeffekt über die Binding-Brauerei der Oetker-Konzern) 99,7 % der Aktien. 1999 schließlich Umfirmierung in DBI Dortmunder Beteiligungs- und Immobilien AG, 2000 Sitzverlegung zum Großaktionär IVG nach Bonn. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 321
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Dortmunder Stifts-Brauerei
Carl Funke AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 3952
Dortmund-Hörde, April 1967
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 270. Rückseitig als entwertet abgestempelt.
Nr. 322
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Dr. Theinhardt’s Nährmittelgesellschaft AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 411
Stuttgart-Cannstatt, Dezember 1921
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 3000, R 5. Gegründet 1894 als GmbH, AG seit Oktober 1921. Spezialität: Dr. Theinhard’s Kinder-Nahrung (Infantina) und Dr. Theinhardt’s Hygiama. 1935 Einbringung des Geschäftsbetriebes in eine gleichnamige KG “im Sinne der von der Reichsregierung empfohlenen Umwandlung von Aktiengesellschaften in Einzelunternehmen” und Umfirmierung in “Grundstücksverwaltungsgesellschaft Bismarckstraße No. 54, Bad Cannstatt, AG” zwecks Verwaltung der Häuser Wildunger Str. 54 und Karlsbader Str. 11 in Bad Cannstatt. Seit 1938 in Abwicklung, 1941 im Handelsregister gelöscht, ohne daß die AG jemals eine Dividende erwirtschaftet hätte. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 323
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Dr. Theinhardt’s Nährmittelgesellschaft AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 449
Stuttgart, Dezember 1921
Erhaltung: EF+
Gründeraktie, Auflage 3000, R 8. Großes Hochformat mit schöner Umrahmung. Doppelblatt. Nicht entwertet!
Nr. 324
Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
Dresdner Bank AG
Sammelaktie 1.000 x 100 RM, Nr. 193001-4000
Berlin, März 1944
Erhaltung: EF
R 6. Gründung 1872 unter Übernahme des altangesehenen Bankgeschäfts von Michael Kaskel in Dresden. 1881 Errichtung einer Niederlassung in Berlin, wohin 1884 auch die Geschäftsleitung verlegt wurde. Verstärkt nach der Jahrhundertwende schlug die Dresdner Bank, wie die anderen Großbanken auch, einen atemberaubenden Expansionskurs durch massenhafte Übernahme kleinerer Regional- und Privatbanken ein. 1932 wurde auf Betreiben des Reichs, das in dieser Krisenzeit Mehrheitsaktionär wurde, die durch die Weltwirtschaftskrise berühmt-berüchtigte Darmstädter und Nationalbank übernommen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Dresdner Bank von den Alliierten zunächst zerschlagen: durch Ausgründung gingen die süddeutschen Geschäfte auf die Rhein-Main Bank über, die norddeutschen auf die Hamburger Kreditbank und die nordrhein-westfälischen auf die Rhein-Ruhr-Bank. Diese drei Institute fusionierten 1957 zur (neuen) Dresdner Bank AG. Dazu erhielten die Aktionäre 1952 “Restquoten” genannte Reichsmark-Aktien der bestehen bleibenden “Altbank”, der die seinerzeit nicht realisierbaren Ost-Ansprüche verblieben. 2001 mit hochfliegenden Allfinanz-Plänen von der Allianz-Versicherung übernommen und ab dann deren größtes Sorgenkind. Am 31.8.2008 gaben die Allianz SE und die Commerzbank bekannt, dass sich die Aufsichtsräte beider Unternehmen auf den Verkauf der Dresdner Bank AG an die Commerzbank für insgesamt 9,8 Milliarden Euro geeinigt haben. Lochentwertet.
Nr. 325
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Dresdner Bank AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 16920281-300
Frankfurt a.M., August 1983
Erhaltung: UNC/EF
R 9. Rückseitig als ungültig abgestempelt. Nur acht Stücke entgingen der Vernichtung.
Nr. 326
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Dresdner Gardinen- und Spitzen-Manufactur AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 15769
Dresden, 29.9.1921
Erhaltung: EF/VF
Auflage 5000, R 7. Gründung 1884, Herstellung und Bearbeitung sämtlicher Bobinet-Erzeugnisse (Tüllgardinen, Webspitzen, Netze, Schleier, Tropenschutzartikel), ferner Maschinenbau und Holzbearbeitung. Lochentwertet.
Nr. 327
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Dresdner Malzfabrik AG
Vorzugs-Aktie 1.000 RM, Nr. 5
Dresden, Mai 1939
Erhaltung: EF
Auflage 44, R 7. Gründung 1889 unter Übernahme der seit 1885 bestehenden Firma Malzfabrik Paul König, Dresden-Pieschen unter der Firma AG Dresdner Malzfabrik vormals Paul König, Dresden. 1922 Änderung der Firma in Mitteldeutsche Spritwerke AG Dresden, 1926 in Woldemar Schmidt AG und 1931 in Dresdner Malzfabrik AG. Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig. Lochentwertet.
Nr. 328
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Druckerei & Appretur Brombach AG
Aktie 200 RM, Nr. 5898
Brombach, 14.6.1927
Erhaltung: EF
Auflage 2500, R 5. Gründung 1899 als GmbH, AG seit 1922. Herstellung und Vertrieb von Textilwaren. Heute Lauffenmühle GmbH, Werk Wiese. Lochentwertet.
Nr. 329
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Dürener Dampfstrassenbahn AG
Aktie 300 RM, Nr. 2846
Düren, 1.7.1927
Erhaltung: EF
Auflage 500, R 5. Gründung 1892. Meterspurige Dampfstraßenbahn Düren-Birkesdorf-Merken-Pier-Inden (11,1 km, abschnittweise 1893-1927 eröffnet). 1913/14 Umstellung auf elektrischen Betrieb, 1939 Umfirmierung in Dürener Eisenbahn AG. 1963-65 stillgelegt, 1971 Umwandlung in eine GmbH. Kapitalerhöhung zum Bau der Strecke Pier-Inden. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 330
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Dürrwerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 787
Ratingen-Ost, 15.2.1928
Erhaltung: VF+
Auflage 3200, R 6. Gründung 1889 als Düsseldorf-Ratinger Röhrenkesselfabrik vormals Dürr & Co., 1924 geändert wie oben. Herstellung von Großdampfkesselanlagen, Spezialkesseln, Überhitzern, Kohlentransportanalgen. 1972 Fusion mit Balcke & Co. zur Balcke-Dürr AG, Oberhausen, heute GmbH. Lochentwertet.
Nr. 331
Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
Duisburger Maschinenbau-AG
vormals Bechem & Keetman
Aktie 1.500 Mark, Nr. 1890
Duisburg, 2.1.1900
Erhaltung: VF
Auflage 600. Gründung 1862 durch Theodor Keetman und August Bechem, 1872 Umwandlung in eine AG. Spezialität der Fabrik waren Bergwerksmaschinen (Schrämmmaschinen, Gesteinsbohrmaschinen, Förderkörbe), Walzwerkseinrichtungen und Hebezeuge. 1897 wurde, finanziert durch eine Kapitalerhöhung, ein Tochterunternehmen in Jekaterinoslaw (Rußland) gegründet. Es erwies sich allerdings später als Millionen-Grab und verursachte nach 1900 häufige Dividenden-Ausfälle des Duisburger Stammhauses. 1910 Verschmelzung mit der Benrather Maschinenfabrik zu Benrath (gegr. 1891 als “de Fries & Co. in Düsseldorf) und mit der Märkischen Maschinenbau-Anstalt Ludwig Stuckenholz AG zu Wetter (gegr. 1838) zur Deutsche Maschinenfabrik AG. 1928 Umfirmierung in Maschinenbau-Unternehmungen AG (Muag), nachdem schon 1926 der reine Fabrikationsbetrieb in die Demag AG überführt worden war, ein Gemeinschaftsunternehmen, in das auch die Vereinigten Stahlwerke ihre gesamten Maschinenbau-Interessen einbrachten. 1933 Übernahme der Brückenbaufirma Harkort in Duisburg. 1935 erwarb die Muag die Demag-Aktienmehrheit, beide Unternehmen fusionierten anschließend zur “neuen” Demag”. Zu dieser Zeit produzierten die Werke Duisburg (Walzwerke, hydraulische Pressen, Kompressoren, Bergwerksmaschinen), Benrath (Kran- und Verladeanlagen, Hochöfen, Stahlwerkseinrichtungen, Greifer) und Wetter (Krane, Elektrozüge und Diesellokomotiven). Seit 1974 als Mannesmann-Demag Teil des inzwischen zerschlagenen traditionsreichen Mannesmann-Konzerns gewesen. Hochdekorative Lithographie von O. Gehrke (in der Platte signiert). Kettenglieder in der Umrandung, vier runde Vignetten mit Schlüsseln und Werkzeugen, zwei rechteckige Vignetten mit Zwergen beim Bergbau und in einer Schmiede. Das Stück hat einen interessanten Druckfehler: Für den Rahmen wurde weiter die Druckplatte der 1872er Gründeraktie (Nennwert 500 Thaler) verwendet, deshalb steht bei dieser 1.500-Mark-Aktie in der Umrahmung die Ziffer 500 statt 1.500. Mit Originalunterschriften. Eine besondere Rarität: Lediglich 5 Stücke wurden von diesem Jahrgang Anfang der 90er Jahre in einem verlassenen Tresor einer Großbank gefunden.
Nr. 332
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
E. A. Schwerdtfeger & Co. AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 9698
Berlin, 25.11.1927
Erhaltung: EF
Auflage 245, R 5. Gründung 1910 zur Fortführung der gleichnamigen, 1870 gegründeten Luxuspapierfabrik in Berlin N 65, Reinickendorfer Str. 96. Herstellung von Gegenständen des Kunstverlages, des Kunstdrucks und der Photografie, sogar für den Stahlstich-Druck war die Firma ausgerüstet. Neben Kunstdrucken waren eine Spezialität hochwertige farbige Industrie- und Werbedrucke. Auch Wertpapiere wurden bei Schwerdtfeger gedruckt (so z.B. die 1930er Anleihe des Freistaats Mecklenburg-Strelitz). 1942 Übernahme der Berliner Briefumschlagfabrik Gebr. Knörck. Ab 1949, nunmehr mit der Berliner Industriebank als Großaktionär, Wiederaufbau mit ERP-Mitteln in Berlin SW, Boppstr. 7. Neben der großen Briefumschlagfabrik war Schwerdtfeger nun der führende deutsche Glückwunschkartenhersteller. 1962 in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.
Nr. 333
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
E. Baensch jun. AG Buch-, Stein-, Offset- und Kupfertiefdruckerei
Vorzugs-Aktie Lit. A 100 RM, Nr. 75
Magdeburg, Oktober 1924
Erhaltung: EF
Auflage 500, R 5. Gegründet 1817, AG seit 1923. Fabrikation von Erzeugnissen des graphischen Gewerbes und dessen Nebenwegen, Handel und Vertrieb dieser Erzeugnisse. 1961 Sitzverlegung nach Berlin und Auflösung der Ges. Lochentwertet.
Nr. 334
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
ECU European Consulting Unternehmensberatung AG
Aktie 500 DM, Nr. 244
Mannheim, Juli 1994
Erhaltung: UNC
Gründung am 6.10.1993. Die Firma war im Finanz- und Unternehmensbereich tätig, mußte Insolvenz anmelden und ist erloschen. Besonders dekorativ gestaltet mit vielen bekannten europäischen Bauwerken wie Eiffelturm, Colosseum, Big Ben, Brandenburger Tor und dem Mannheimer Wahrzeichen, dem Wasserturm.
Nr. 335
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Eilenburger Kattun-Manufaktur AG
Aktie 500 RM, Nr. 304
Eilenburg, März 1925
Erhaltung: EF
Auflage 1300, R 6. Gründung 1872, hervorgegangen aus der Kattundruckerei der Firma Rob. Schwerdtfeger vorm. Degenkolb. Fabrikation von Kattun und ähnlichen Stoffen. Börsennotiz: Berlin. 1935 wurde der Betrieb stillgelegt, das Unternehmen ging in der Zwangsversteigerung am 17.9.1935 in den Besitz der Firma Albert Heynemann in Dresden über. 1936 wurde die Gesellschaft aufgelöst. Lochentwertet.
Nr. 336
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Einbecker Brauhaus AG
Aktie 100 DM, Nr. 11631
Einbeck, April 1968
Erhaltung: UNC-
Auflage 2610, kompletter Neudruck der Aktien. Bereits seit 1794 begründete die Städtische Gemeinschaftsbrauerei den Ruf des Einbecker Bieres, das damals zu den bekanntesten in ganz Deutschland zählte. 1889 Umwandlung in die “Dampfbierbrauerei der Stadt Einbeck AG”. 1921/22 Fusion durch Aktienumtausch 1:1 mit der Hildesheimer Aktienbrauerei (vormals Brauerei Feustel, AG seit 1890) unter deren Namen, seitdem Sitz in Hildesheim. 1967 Umfirmierung in “Einbecker Brauhaus AG” und Rückverlegung des Sitzes nach Einbeck. Zu den Beteiligungen zählen die Städtische Brauerei Goslar GmbH (gegr. 1806, GmbH seit 1918), die Broyhan-Brauerei GmbH in Hildesheim (gegr. 1903, stillgelegt) und die Göttinger Brauhaus AG (gegr. 1889). Großaktionär war die Elbschloß-Brauerei AG in Hamburg, die ihre Beteiligung 1988 an die Dortmunder Union-Schultheiss-Brauerei (heute Brau und Brunnen AG) verkaufte. 1998 ging die Aktienmehrheit dann an eine private Investorengruppe. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 337
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Eisen- und Emaillierwerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 8630
Sprottau, April 1927
Erhaltung: EF
Auflage 15000, R 4. Gründung 1870 als „Wilhelmshütte AG für Maschinenbau und Eisengießerei“. 1927 Verschmelzung mit dem „Eisenhüttenwerk Marienhütte“ in Kotzenau. Hergestellt wurden Dampfkessel, Dampfmaschinen, Röhren, Pumpen, Bergwerksmaschinen, Geschirr, Badewannen und Badeöfen. Börsennotiz Berlin. Lochentwertet.
Nr. 338
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Eisenbahn-AG
Schaftlach-Gmund-Tegernsee
5% Schuldv. 1.000 Mark, Nr. 136
München, 1.4.1901
Erhaltung: VF+
Auflage 400. Gründung 1882 unter maßgeblicher Mitwirkung der Familie von Miller sowie der Münchener Bankiers Merck und Finck. Die 7,7 km lange Ursprungsstrecke Schaftlach-Gmund wurde am 1.8.1883 eröffnet, die 4,7 km lange Verlängerung nach Tegernsee am 1.5.1902. Auch der Betrieb der Dampschifffahrt auf dem Tegernsee wurde geplant. 1912 Sitzverlegung nach Tegernsee. 1942 Umbenennung in Tegernsee-Bahn AG. Die 12,4 km lange normalspurige Bahn ist noch heute in Betrieb (Konzessionsträgerin ist jetzt die 1983 gegründete Tegernsee Bahn Betriebs-GmbH). Die AG selbst firmiert seit 1998 als TAG Tegernseebahn Immobilien- und Beteiligungs-AG und ist bis heute börsennotiert. Mit Originalunterschrift Ferdinand von Miller d.J. (1842-1929, Bruder des berühmten Oskar von Miller), 1900-18 Direktor der Münchener Akademie der bildenden Künste. Doppelblatt. Lochentwertet, linker Rand mit Abheftlochung.
Nr. 339
Schätzpreis: 550,00 EUR
Startpreis: 275,00 EUR
Eisenwaaren-Fabrik Chatel-Saint-Germain vormals Cannepin AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 549
Chatel-Saint-Germain, 1.10.1899
Erhaltung: VF
Auflage 550, R 10. Die Fa. wurde im Jahre 1897 gegründet. Ihr Zweck war die Herstellung von Eisendraht, Stiften, Schuhnägeln, Eisen- und Stahlartikeln aller Art. Neben Aktien wurden auch Obligationen ausgegeben. Originalunterschriften vom Vorstand und Aufsichtsrat. Das Stück ist in französischer und deutscher Sprache ausgestellt. Randeinrisse hinterklebt. Mit restlichen Kupons.
Nr. 340
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Eisenwerk Martinlamitz AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1476
Martinlamitz, 12.10.1922
Erhaltung: EF
Auflage 1200, R 7. Gründung 1903 unter Übernahme der oHG Anspach, Foerderreuther & Comp. als Eisen- und Emaillierwerk Martinlamitz AG, 1912 Umfirmierung wie oben. Betrieb einer Eisengiesserei und einer Eisenkonstruktions- und Brückenbauwerkstätte. Die Firma wurde ein Opfer der Weltwirtschaftskrise: 1929 Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses, 1933 erloschen.
Nr. 341
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Eisenwerke AG
Aktie 20 RM, Nr. 394
Krieglach, November 1939
Erhaltung: EF
Auflage 25000, R 5. Gründung 1923 zur Übernahme der steiermärkischen Werke der tschechischen Eisenwerk-AG Rothau-Neudeck (Blechwalzwerk und mechanische Werkstätte in Krieglach, Hammerwerk in Hönigtal und Wasserkraftwerke in Freßnitz, Hönigtal und Feistritz). Lochentwertet.
Nr. 342
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Elbschloss-Brauerei
Aktie 100 DM, Nr. 22255
Hamburg-Nienstedten, April 1967
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 500. Schon 1881 wurde die Brauerei an der Elbchaussee 155 gegründet. 1918 wurde die benachbarte Exportbrauerei Teufelsbrücke AG in Klein-Flottbek angegliedert (1919/20 stillgelegt). 1980 Umbenennung in Elbschloss-Brauerei AG. 1993 Eingliederung in den Brau und Brunnen-Konzern. 1994 wurde der Brauereibetrieb auf die Elbschloss-Brauerei GmbH übertragen, die AG blieb Besitzgesellschaft des Betriebsanwesens. 1996 wurde die Elbschloss-Brauerei GmbH in die ebenfalls zu Brau und Brunnen gehörende Bavaria-St. Pauli-Brauerei AG integriert. Als 1997 Brau und Brunnen die Braustätte Hamburg schließen wollte, erwarb 1998 nach massiven Protesten die Freie und Hansestadt Hamburg die Bavaria-St. Pauli-Brauerei GmbH und verkaufte sie bald darauf an die Holsten-Brauerei AG weiter. Rückseitig als ungültig abgestempelt. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 343
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Elbschloss-Brauerei
Aktie 50 DM, Nr. 31514
Hamburg-Nienstedten, April 1967
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 2000. Rückseitig als ungültig abgestempelt. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 344
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Elbtalwerk Elektrizitäts-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 40
Heidenau Bez. Dresden, Mai 1936
Erhaltung: EF/VF
Auflage 100, R 6. Gründung 1921 zwecks Fortführung der Elbtalwerk Maschinenfabrik GmbH. Hergestellt wurden Elektromotoren, Generatoren, Installationsmaterial, Sirenen, Schleif- und Polier-Maschinen und Pumpen. Nach Enteignung des Heidenauer Werkes verlegte die AG 1951 ihren Sitz nach Frankfurt/Main und startete dort neu mit einer Elektro- und Rundfunkgroßhandlung. 1955 wurde in Wächtersbach eine Fabrik für Trennmaschinen, Kreissägen, Werkbänke und KFZ-Zubehörteile eingerichtet. Seit Anfang der 60er Jahre dann nur noch Verwaltung des Grundstücks Frankfurt, Röderbergweg 21. Das Werk selbst wurde in der DDR 1952 enteignet und als VEB fortgeführt, ab 1995 Elbtalwerk Heidenau GmbH. Lochentwertet.
Nr. 345
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Elektricitätswerke-Betriebs-AG
Aktie 100 RM, Nr. 88
Dresden, Januar 1942
Erhaltung: EF
Auflage 274, R 5. Gründung 1900, Sitz von 1900-1903 in Dresden, bis 1933 in Riesa. Versorgung der Bevölkerung mit Energiemitteln jeder Art und Betrieb von Verkehrsunternehmungen jeder Art. 1943 wurden die Stadt Schmölln (11.900 Einwohner) und die Stadt Gößnitz (6260 Einwohner) versorgt. Großaktionär 1943: AG Sächsiche Werke in Dresden (88 %). Lochentwertet.
Nr. 346
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG
Aktie 300 RM, Nr. 26581
Berlin, März 1925
Erhaltung: EF/VF
Auflage 16000, R 5. Gründung 1897 vornehmlich zur Finanzierung von Unternehmungen des Siemens-Konzerns auf dem Gebiet der angewandten Elektrotechnik. 1928 erwarb die Siemens & Halske AG die Aktienmehrheit. Beteiligungen bestanden zuletzt u.a. an der Elektrizitätsberg und Straßenbahn AG in Landberg (Warthe), der Elektrizitätswerk und Straßenbahn AG in Stralsund, der Saale-Elektrizitätswerk GmbH in Saalfeld (Saale), der Jenaer Elektrizitätswerke AG, der Bayerische Elektrizitäts-Werke AG in München, der Thüringer Elektricitäts-Lieferungs-AG in Gotha, der Kasseler Verkers-Gesellschaft AG, der Osram GmbH, der Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie AG in Berlin, der Märkische Kabelwerke AG in Berlin-Charlottenburg, der C. J. Vogel Draht- und Kabelwerke AG in Berlin-Köpenick, der Heliowatt Werke Elektrizitäts-AG in Berlin, der Kraftwerk Thüringen AG in Gispersleben und der Thüringische Elektrizitäts- und Gaswerke AG in Apolda. Wie bedeutend die noch heute börsennotierte AG einstmals war, unterstreicht die Tatsache, daß ihre Aktien damals sogar zum Terminhandel zugelassen waren. Heute Holdinggesellschaft für den Betrieb von Parkhäusern mit Sitz in Borken bei Kassel. Lochentwertet. Leichter Rostfleck von Büroklammer.
Nr. 347
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Elektrizitätsverband Weißenfels-Zeitz
4% Schuldv. 5.000 Mark, Nr. 23
Kretzschau, 24.4.1914
Erhaltung: EF/VF
R 5. Teil einer Anleihe in Höhe von 2 Mio. Mark. Lochentwertet.
Nr. 348
Schätzpreis: 550,00 EUR
Startpreis: 275,00 EUR
Elektrizitätswerk zu Cönnern AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 34
Cönnern a.S., 26.10.1907
Erhaltung: VF
Gründeraktie, Auflage: 80, R 10. Betrieb eines Elektrizitätswerkes. Weil die Stadt Könnern (auf halbem Wege zwischen Halle a.S. und Bernburg) den abgeschlossenen Konzessionsvertrag nicht anerkannte, ging die AG bereits 1908 wieder in Konkurs. Tolle Umrahmung im Historismusstil. Knickfalte am unteren Rand eingerissen und hinterklebt.
Nr. 349
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Elsflether Werft AG
Aktie 100 DM, Nr. 414
Elsfleth, Mai 1950
Erhaltung: EF
Auflage 500. Gegründet wurde die zwischen dem Elsflether Tidehafen und der alten Weser gelegene Werft 1916 unter Führung des Schiffsbauingenieurs Franz Peuss und der Oldenburger Spar- und Leihbank. Zunächst waren Binnentanker eine besondere Spezialität, im 2. Weltkrieg baute die Werft dann Minensuchboote und Tankschiffe. Nach dem Krieg wurde 1952 wieder der erste Neubau abgeliefert, zuletzt konnten nach ständigen Erweiterungen der Werft Schiffe bis 20.000 tdw gebaut werden. Börsennotiert früher in Hamburg, nach dem Krieg in Bremen, Großaktionär war die Bremer Lürssen-Werft. 1994 im großen Werften-Sterben in Konkurs gegangen, aber dennoch nicht ganz am Ende: als Reparaturwerft konnte sich das Unternehmen, nunmehr als GmbH & Co. KG, bis in unsere Tage retten.
Nr. 350
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Emil Heinicke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 47527
Berlin, 6.2.1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage 34000, R 5. Gründung 1911. Erwerb und Fortbetrieb des bisher unter der Firma Emil Heinicke in Berlin betriebenen Spezial-Bau und Einrichtungs-Geschäfts. Spezialitäten: Laden- und Fassaden-Bau, Geschäfts-Einrichtungen, Herstellung und Vertrieb von Holz- und Metallartikeln sowie Artikeln der chemischen und Textil-Industrie. Fabrik in Mariendorf. 1914/16 umfangreiche Kriegslieferungen, 1916/17 Errichtung einer Munitionsfabrik, ab 1919 auch Herstellung landwirtschaftlicher Artikel. 1924/25 umfangreiche Neubauten (Friedrichstr. 129, am Kurfürstendamm das Lachmann-Mossesche Gelände, Scheunenviertel in Berlin, Pankow-Niederschönhausen, Bellermannstr., Bahnhof Witzleben u.a.). 1931 Einstellung der Zahlungen und Konkurseröffnung. Lochentwertet.
Nr. 351
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Emil Nöbel AG
Aktie 200 RM, Nr. 564
Wechselburg, 31.12.1924
Erhaltung: EF
Auflage 720, R 5. Gründung 1890, AG seit 1923. Betrieb von Sandgruben, Herstellung von Zementwaren sowie Fabrikation und Handel mit Strumpfwaren und anderen Textilien (im Handbuch von 1934 erwähnt, später Herstellung von Betonrohren). Ein reine Familien-AG, 70 % des Kapitals hielt die Familie Curt Augustin. Lochentwertet.
Nr. 352
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Energie-Versorgung Schwaben AG
4% Teilschuldv. 1.000 RM, Nr. 15872
Stuttgart, April 1941
Erhaltung: EF
Auflage 5000, R 7. Die Energie-Versorgung Schwaben AG (EVS) als Energieversorgungsunternehmen entstand am 1.4.1939 aus dem Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätsewerke (OEW) und der Elektrizitäts-Versorgung Württemberg AG (EVW), die ihrereseits aus dem Zusammenschluß von Württembergischer Landes-Elektrizitäts AG (WLAG, gegr. 2.3.1923) und Württembergischer Sammelschienen AG (WÜSAG, gegr. 25.7.1923) vom 14.12.1934 hervorging. Am 1.1.1997 fusionierte die EVS mit der Badenwerk AG zur Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Lochentwertet.
Nr. 353
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Energieversorgung Ostbayern AG
Aktie 100 DM, Nr. 22470
Regensburg, Juni 1975
Erhaltung: UNC
Auflage 8810. Gründung 1908 als “Bayerische Überland-Centrale AG, Haidhof” (Nachfolger der Oberpfälzer Braunkohlengewerkschaft Haidhof), 1923 Umbenennung in Oberpfalzwerke AG für Elektrizitätsversorgung, Regensburg”. Von der AG gingen neben den Naabwerken in Weiden die Bestrebungen für eine einheitliche Stromversorgung der Oberpfalz aus. 1923 Abschluß eines Stromlieferungsvertrages mit dem Bayernwerk und Bau eines Wasserkraftwerks an der Pfreimd 1944 Umfirmierung wie oben nach Fusion mit der “Ostbayerische Stromversorgung AG, Landshut” (die 1923 aus dem 1919 zur Versorgung von Niederbayern gegründeten “Bayerische Elektrizitäts-Wirtschaftsverbank eGmbH, München” hervorgegangen war). Zuletzt versorgte die AG ein Drittel der Staatsfläche Bayerns mit fast 17.000 Ortschaften. Großaktionär war das Bayernwerk (2000 mit der PreußenElektra zur E.ON Energie AG verschmolzen), 2001 in der E.ON Bayern AG aufgegangen. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 354
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Erdöl-AG Wojtowa
Aktie 20 RM Juli, Nr. 4343
Berlin, Juli 1925
Erhaltung: EF
Auflage 13750, R 7. Gründung 1918 durch vermögende Privatinvestoren, u.a. den Infanteriegeneral Excellenz Frhr. von der Goltz, zwecks Aufsuchung von Erdöl in Wojtowa (Westgalizien) und anderen Orten. Ende 1923 besaß die Ges. etwa 120 Morgen Gerechtsame. Erst 1933 ist die Gesellschaft erloschen. Lochentwertet.
Nr. 355
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Erms-Neckar-Bahn Eisenbahninfrastruktur AG
Aktie 50 DM, Nr. 9668
Bad Urach, 1.1.1996
Erhaltung: UNC/EF
Gültige Aktie! Auflage 7000. Als 1859 die obere Neckartalbahn eröffnet und deswegen die täglich verkehrende Postkutsche von Tübingen über Urach nach Ulm eingestellt wurde, verlor Urach seinen Verkehrsanschluß. Schon 1868 beantragte die Stadt, die zum Bau einer Bahn erforderlichen Mittel mit Hilfe einer Lotterie einzusammeln, doch die württembergische Regierung versagte die Zustimmung: Im Königreich Württemberg war der Bau von Eisenbahnen bis dato ausschließlich Sache des Staates, und Nebenbahnen interessierten zu dieser Zeit nicht. Doch die Regionalpolitiker ließen nicht locker: 1872 kam es für den Bau der Eisenbahn Metzingen-Dettingen-Urach zur Gründung der Ermsthalbahngesellschaft durch die Württembergische Vereinsbank. Doch die Konkurrenz der Echaztalbahn (Reutlingen-Honau-Münsingen) brachte die Ermsthalbahn in große Schwierigkeiten, 1904 wurde sie von der Kgl. Württ. Staats-Eisenbahn übernommen und die Gleisanlagen saniert. Die Deutsche Bundesbahn stellte den Personenverkehr 1976 ein. 1988 gründeten engagierte Bürger der Region die “Ermstal-Verkehrsgesellschaft mbH”, um den Bahnbetrieb in Eigenregie zu übernehmen. Die EVG wurde 1992 in die “AG zur Förderung des Schienenverkehrs im Ermstal” umgewandelt, an der sich auf Anhieb über 1.000 Aktionäre beteiligten (1996 umbenannt in “Erms-Neckar-Bahn Eisenbahninfrastruktur AG”). 1994 konnte man von der Bundesbahn die Anlagen der Ermstalbahn käuflich erwerben. 1999 ging die Strecke wieder in Betrieb und heute verkehren stündlich Züge. Die Betriebsführung hat die RAB Regionalverkehr Alb-Bodensee (welche Ironie: eine Tochter der DB, die die Strecke vorher stillgelegt hatte). Ebenfalls 1999 wurde von der DB auf der Schwäbischen Alb die Strecke Kleinengstingen-Gomadingen-Münsingen-Oberheutal-Schelklingen auf 25 Jahre gepachtet. Neben dem wiederaufgenommenen Schülerverkehr fahren hier am Wochenende ab Ulm der “Ulmer Spatz” (ein alter Triebwagen) sowie Nostalgiezüge der Hohenzollerischen Landesbahn. Mit einer dekorativen Übersicht der Strecke Metzingen-Dettingen-Bad Urach mit instruktiv gezeichneten Stadtansichten und Stadtwappen. Mit komplettem Kuponbogen.
Nr. 356
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Erste Deutsche Dampflebertran-fabrik Oskar Neynaber & Co. AG
Namensaktie 1.000 Mark, Nr. 1846
Geestemünde, 1.7.1921
Erhaltung: EF
Auflage 1500, R 4. Gründung 1898, AG seit 1908. In erster Linie Vewertung von Fischen oder anderen Meeresprodukten zur Herstellung von Tran, Fischmehl und ähnlichen Produkten. Fabriken in Loxstedt und Geestemünde. Nach 1945 Neynaber Chemie GmbH, Loxstedt, heute Cogins Deutschland GmbH & Co. KG, Standort Loxstedt ist eine Tochter der Fa. Cogins Deutschland GmbH & Co. KG, Düsseldorf. Cogins wurde 1999 als Tochter von Henkel gegründet und 2001 an Privat Equity Funds verkauft. In Loxstedt werden Gleitmittel und Weichmacher für Kunsstoffe hergestellt. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 357
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Erste Kulmbacher Aktienbrauerei AG
Aktie 50 DM, Nr. 9897
Kulmbach, Mai 1990
Erhaltung: UNC
Gründung 1872 mit Sitz in Dresden zur Übernahme der Exportbierbrauerei von Michael Taeffner in Kulmbach und der Eiskeller der Frau Müller in Dresden. 1930 Sitzverlegung nach Kulmbach. 1973 Übernahme der Aktienmehrheit der Hofer Bierbrauerei AG Deininger Kronenbräu, 1980 Erwerb der Bad Windsheimer Heil- und Mineralquellen GmbH, schließlich Erwerb der Aktienmehrheit der Brauhaus Amberg AG (1984) und der Tucher Bräu AG Nürnberg (1986). 1990 Abschluß eines Unternehmensvertrages mit dem Mehrheitsaktionär Gebr. März AG, Rosenheim. 1990/91 Übernahme der Diamant Brauerei Magdeburg und der Meisterbräu GmbH in Halle a.S. 1996 in Konkurs gegangen, nachdem der Großaktionär März ebenfalls schwach geworden war. Den Geschäftsbetrieb der EKU übernahm 1997 der Lokalrivale Reichelbräu AG und firmierte dabei in Kulmbacher Brauereien AG um. Schöne Vignette mit EKU-Firmenzeichen, Krone und Preismedaillen. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 358
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Erste Posener Gaszählerfabrik AG
Aktie 300 RM, Nr. 350
Posen, 16.4.1943
Erhaltung: EF
R 5. Druck von G&D. Lochentwertet.
Nr. 359
Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
Erz- und Eisenstein-Bergwerk Lohmannsfeld
Kuxschein 1 Kux, Nr. 98
Altenseelbach, 4.2.1911
Erhaltung: VF
Auflage 100, R 7. Nicht sehr großes, aber ergiebiges Eisenerzbergwerk im Kreis Siegen. 1918 übernahm die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG die Kuxenmehrheit. Jugendstilumrandung, Originalunterschrift. Text handchriftlich ergänzt. Linker Rand mit Abheftlochung.
Nr. 360
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Escada AG
Sammel-Vorzugs-Aktie 50 x 50 DM, Nr. 2988
München, April 1986
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1974 als S.R.B. Verwaltungsgesellschaft mbH. 1984 Umfirmierung in Escada AG mit gleichzeitigem Börsengang. Eine Top-Marke im Bereich der Damen-Oberbekleidung (DOB), geschaffen vom noch heute im Vorstand tätigen Wolfgang Ley und seiner früh verstorbenen Frau Margaretha. Der Vertrieb erfolgt über Fachgeschäfte und eigene Boutiquen in der ganzen Welt. Im obersten Preissegment ist ESCADA die weltweit größte Einzelkollektion! Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 361
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Eschweiler Bergwerks-Verein
Aktie 1.000 RM, Nr. 26058
Kohlscheid (Rhld.), September 1943
Erhaltung: EF+
R 5. Der 1834 in Eschweiler-Pumpe im Aachener Revier gegründete EBV galt mit seinerzeit 21 Schächten als bedeutendstes Steinkohlenbergwerk außerhalb des Ruhrgebietes. 1863 Ankauf der Grube Anna, 1873 Fusion mit der Concordia-Hütte, 1907 Fusion mit der Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbau im Wurmrevier, 1910 Erwerb der Eschweiler-Köln-Eisenwerke AG, 1925 Erwerb des Röhrenwalzwerkes der Eschweiler-Ratinger Metallwerke AG. Ab 1913 Interessengemeinschaft mit der luxemburgischen ARBED, die im Laufe der Zeit mit über 95 % der Aktien auch beherrschender Großaktionär wurde. 1956 waren in Betrieb die Gruben Gouley/Laurweg, Maria in Mariadorf, Anna I/II in Alsdorf, Adolf in Merkstein, Emil Mayrisch in Siersdorf bei Jülich sowie die Kokerei Anna und das Kraftwerk Anna in Alsdorf und die Dampfziegelei Streiffeld in Merkstein, außerdem im Werk Aue ein Walzwerk, Rohrwerk und Fittingsfabrik und im Werk Ermag ein Stahlwerk und Rohrwerk.In diesem Jahr fasste der EBV nach mehreren gescheiterten Versuchen in größerem Stil im Ruhrbergbau Fuß, indem er durch Vermittlung der Westfalenbank die über 80 %ige Beteiligung der Wintershall AG an der Bergbau-AG Lothringen mit dem Steinkohlenbergwerk Westfalen übernahm. 1992 wurden die Aachener Bergwerke stillgelegt und das Steinkohlenbergwerk Westfalen auf die Ruhrkohle AG übertragen, die inzwischen über die RAG Immobilien AG über 99 % der EBV-Aktien hält. Lochentwertet.
Nr. 362
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Essener Aktien-Brauerei Carl Funke
Aktie 100 DM, Nr. 424
Essen, 30.6.1951
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 4000, gültige Aktie der heutigen Dom-Brauerei AG. Gründung 1872 als Aktien-Bierbrauerei in Essen a.d. Ruhr. 1898 wird die Mälzerei durch Großfeuer fast völlig zerstört, was aber der Entwicklung zur schließlich größten Brauerei im niederrheinischen Industriebezirk keinen Abbruch tat. 1905 wird mit dem Bergarbeiterkopf mit Sinnspruch “Erst mach Dein’ Sach, dann trink und lach” die erste Schutzmarke eingeführt. Übernommen wurden später die Phönix-Brauerei GmbH in Essen (1931), die Kronen-Brauerei AG in Essen-Borbeck (1932), die Dortmunder Stifts-Brauerei Carl Funke AG (1936). 1939 Erwerb der Aktienmehrheit bei der Dom-Brauerei Carl Funke AG und der Hitdorfer Brauerei AG in Köln-Hitdorf, gleichzeitig Umfirmierung in Essener Aktien-Brauerei Carl Funke AG. 1963 erneute Umfirmierung in Stern-Brauerei Carl Funke AG. 1969 Erwerb der Brauerei zum Schiff J. Peter Wahl GmbH in Kaufbeuren. 1998 Sitzverlegung nach Köln und Umfirmierung in Dom-Brauerei AG. Spezialitäten sind DOM Kölsch und Rats Kölsch. Bis 1934 in Essen, seitdem in Düsseldorf börsennotiert. Mitte 2004 wurde der Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals angezeigt. Mit Stempel von 1963: Firma geändert in “Stern-Brauerei Carl Funke AG”.
Nr. 363
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
EUROBIKE AG
Sammelaktie 100 x 5 DM, Probedruck
Düsseldorf, Juni 1996
Erhaltung: UNC
Nullgeziffert! Gründung 1994 durch Umwandlung der Eurobike Holding GmbH (die zuvor als Hein Gericke Beteiligungsgesellschaft mbH firmierte). Der Marktführer im Groß- und Einzelhandel mit Motorrad-Bekleidung und Zubehör in Deutschland war nach dem Börsengang einige Jahre an der Börse sehr “angesagt”, geriet aber dann in Schwierigkeiten: Im Juli 2003 Insolvenzantrag. Motorradfahrer im Unterdruck.
Nr. 364
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Eutin-Lübecker Eisenbahn-Gesellschaft
4% Prior.-Obligation 100 Mark, Nr. 1995
Eutin, 2.1.1882
Erhaltung: VF/F
Auflage 2610, R 5. Gründung 1872. Normalspurige Eisenbahn Eutin-Schwartau-Lübeck (31 km, eröffnet 1873) mit Abzweig Gleschendorf-Ahrensbök (8 km, eröffnet 1886). In Lübeck wurde der Bahnhof der Lübeck-Büchener Bahn mitbenutzt, in Eutin der Preussische Staats-Bahnhof. Seit 1883 in Berlin börsennotiert. Letzte Großaktionäre waren mit 26% der Staat Preußen und mit 44% die Hansestadt Lübeck, 1941 wurde die Bahn verstaatlicht und von der Reichsbahn übernommen (Bareinlösung der noch umlaufenden Aktien zu 105%). Teil einer Anleihe von 2,861 Mio. M zur weiteren Finanzierung des Bahnbaus. Doppelblatt, lochentwertet. Stockfleckig, Knickfalten gebräunt, z.T. hinterlegt (alt).
Nr. 365
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Eutin-Lübecker Eisenbahn-Gesellschaft
Genussrechtsurkunde Lit. B 50 RM, Nr. 283
Eutin, März 1926
Erhaltung: EF
R 5. Gewinnberechtigt bis zum Höchstsatz von 4%, aus der Anleihe von 1885. Lochentwertet.
Nr. 366
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Evangelisches Vereinshaus
Namens-Aktie 300 Mark, Nr. 100
Bielefeld, 23.6.1875
Erhaltung: VF+
Auflage 171, R 5. Gegründet 1875 zum Bau und Betrieb des Evangelischen Vereinshauses im Stadtzentrum von Bielefeld auf dem 2.044 qm großen Grundstück Bahnhofstr. 39. Noch vor der Jahrhundertwende wandelte sich das Unternehmen zu einer rein weltlichen Gast- und Schankwirtschaft mit Hotelbetrieb (Hotel Vereinshaus), der Firmenzusatz “Evangelisch” fiel deshalb bald nach der Gründung fort. In dem Gebäudekomplex war außerdem das große, 1935 noch auf 1.100 Sitzplätze erweiterte “Universum”-Lichtspieltheater. 1937 Eröffnung des 220 Personen fassenden Spezialausschanks “Tucher-Stuben”, wofür die Nürnberger Tucherbrauerei ein Darlehn gab. 1939 erwarb der Kaufmann Emil Schulte aus Bielefeld fast alle Aktien. 1951 in eine GmbH umgewandelt. Heute befindet sich auf dem Grundstück neben der Modefirma MM-fashion ein dm-drogeriemarkt und eine Kaufhalle. Umgestellt auf 300 RM, 1933 auf 210 RM herabgesetzt. Lochentwertet. Umschreibungen auf Pastor Merckens, dann auf Senator Sartorius.
Nr. 367
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Excelsior Lebensversicherungs-AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 315
Berlin, 1.1.1927
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 1500, R 4. Gründung 1926, eingetragen 1927. Betrieb der Lebensversicherung in allen ihren Arten. 1933 Fusion mit der Eos Deutscher Bestattungs- und Lebensversicherungs-Verein AG und Umbenennung in Eos und Excelsior Deutsche Volks- und Lebensversicherungs-AG mit Sitz in Düsseldorf. 1938 Übernahme der Lebensversicherungsgesellschaft Schwaben V.V. aG Stuttgart. Zweigniederlassungen in Essen und Wuppertal. 1970 Sitzverlegung nach München. Ab 1974 kam sie zur Vereinigten Versicherungsgruppe, die heute zum Allianz-Konzern gehört. Lochentwertet.
Nr. 368
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
F. Küppersbusch & Söhne AG
Aktie 100 DM, Nr. 5182
Gelsenkirchen, 1.3.1952
Erhaltung: UNC
Auflage 4000. Gründung 1875 als kleine Herdfabrik und Eisengießerei. Schnell stiegen die Umsätze, das Fabrikationsprogramm wurde um Zimmerherde, Gasherde, Großkochanlagen sowie Zentralheizungen und Elektroherde erweitert. Bei Umwandlung in eine AG 1898 wurden in zwei Werken schon 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. 1938 Beteiligung an der schon 1722 gegründeten Carl Gottbill sel. Erben GmbH Mariahütte, einer Herdfabrik im Kreis Trier. Neben der Hoesch AG (27 %) gehörte zu der Zeit der Familie Küppersbusch immer noch ein größeres Aktienpaket. 1944 wurde das Werk I in der Fürstinnenstraße bei einem Bombenangriff total zerstört, das Werk II stark beschädigt. Neben dem Wiederaufbau dann 1954 Übernahme der Ver. Herd- und Ofenfabriken C. Woeste AG, Hamm i.W., 1956 war Küppersbusch mit 3500 Beschäftigten die größte Herdfabrik der Welt. Ab 1953 wurden auch Kühlschränke gebaut, ab 1961 Küchenmöbel und Spülen, später zudem Wasch- und Geschirrspülmaschinen. Gleichzeitig baute die AEG ihre Beteiligung immer weiter aus und hielt Mitte der 70er Jahre über 95 % der Aktien. Während des Niedergangs der AEG wurde 1982 auch Küppersbusch zahlungsunfähig. Ab 1986 übernahmen Mitglieder der Familie Vaillant fast alle Aktien des bis heute erfolgreichen Herstellers von Wärmetechnik, Hausgeräten und Großküchentechnik. Mit dem traditionellen Küppersbusch-Firmensignet. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 369
Schätzpreis: 400,00 EUR
Startpreis: 200,00 EUR
Fabrik feuerfester und säurefester Producte AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3863
Vallendar, Januar 1898
Erhaltung: VF
Auflage 1000, R 6. Gründung 1891 in Bad Nauheim unter Übernahme der Fabrik von E. Boeing für feuerfeste und säurefeste chemisch-technische Produkte sowie keramische Erzeugnisse. Sitzverlegungen 1897 nach Vallendar, 1904 nach Berlin. 1901 ging die in Berlin börsennotierte AG spektakulär pleite. Es stellte sich heraus, daß Generaldirektor Leo Otto Boeing jeden verfügbaren Pfennig in neue Fabrikgebäude investiert hatte, diese zu weit überhöhten Werten bilanzierte und damit aus Schweingewinnen seine Tantiemen und Dividenden zahlte. Die Bilanzfälschungen waren so dreist, daß Boeing anschließend wegen Untreue und Konkursvergehen zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Die AG war nicht sanierungsfähig, die Werke wurden 1902 an die AG für Glasindustrie vorm. Friedr. Siemens in Dresden verkauft. Dekorativ, mit Originalunterschriften. Lochentwertet. Einriss hinterklebt.
Nr. 370
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Färberei Printz AG
Aktie 300 RM, Nr. 82
Karlsruhe, April 1930
Erhaltung: EF
Auflage 1500, R 4. Gründung 1898 zum Betrieb einer Färberei und chemischen Waschanstalt mit zahlreichen Filialen. Lochentwertet.
Nr. 371
Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
Fafnirwerke AG (Aachener Stahlwarenfabrik)
Aktie 1.000 Mark, Nr. 16165
Aachen, 28.12.1922
Erhaltung: EF/VF
Auflage 12000, R 7. Gründung 1898 als Aachener Stahlwarenfabrik vorm. Carl Schwanemeyer, Umfirmierung 1902 in Aachener Stahlwarenfabrik, ab 1911 mit Zusatz Fafnir-Werke und seit 1919 Fafnirwerke AG (Aachener Stahlwarenfabrik). Herstellung von Motoren, Automobilen, Maschinen und Metallwaren. Die ab 1908 gebauten Autos gehörten zur technischen Avantgarde und erzielten zu Beginn der 20er Jahre viele Rennerfolge. 1926 Liquidations-Vergleich. Lochentwertet.
Nr. 372
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Fafnirwerke AG (Aachener Stahlwarenfabrik)
Aktie 1.000 Mark, Nr. 23048
Aachen, 28.12.1922
Erhaltung: EF/VF
Auflage 12000, R 9. Nicht entwertet!
Nr. 373
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Falkensteiner Gardinen-Weberei und Bleicherei
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 348
Falkenstein i.V., 8.4.1922
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 4. Gründung 1889 mit einem Aktienkapital von 1 Mio M. Hersteller von Tüllgardinen, Stores, Decken, Borden, Spannstoffen, Bettdecken. 1948 Sitzverlegung nach Neuss/Rhein, 1953 nach Mering bei Augsburg. 1974 Umwandlung in eine GmbH. 1994 Insolvenzverfahren, 1995 Stilllegung. Lochentwertet.
Nr. 374
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Farbenwerke Friedr. & Carl Hessel AG
4% Schuldschein 1.000 Mark, Nr. 860
Nerchau, 30.9.1908
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 7. Uraltes, bereits 1834 gegründetes Unternehmen; 1891 übertrug Rich. Hessel seine Farbenfabrik an die zu diesem Zweck gegründete AG. Hergestellt wurden Farben für Buntpapier-, Zement- Ledertuch-, Spielwaren-, Tapeten-, Maschinen- und Waggonfabriken, ferner Farben für Kunstmalerei, Signal- und Tarnfarben sowie Lacke. 1945 Verstaatlichung der Farbenwerke Nerchau zur Vereinigten Farben- und Lackfabrik Nerchau (später nur Farbenfabrik Nerchau genannt), 1969 Eingliederung in den Betriebsverband Kali-Chemie Berlin innerhalb des Kombinats Lacke und Farben. 1992 privatisiert an die Deutschen Amphibolinwerke als Werk der Lacufa AG. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 375
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Farbenwerke Friedr. & Carl Hessel AG
4,5% Genüsse 100 RM, Nr. 836
Nerchau, 1.4.1926
Erhaltung: EF
R 6. Lochentwertet.
Nr. 376
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Fels Zement- und Dolomit-Werke AG
Aktie 50 RM, Nr. 79
Schakowa O.-S., 25.3.1943
Erhaltung: EF
Auflage: 80, R 6. Die Gesellschaft geht auf die 1887 gegründete Portland-Cement-Fabrik-AG „Szczakowa“ in Polen zurück. Die Fabrik hatte eine Produktionskapazität von 390.000 t Portlandzement im Jahr, außerdem eine Dolomitbrennereianlage, die mit einer Jahreskapazität von 100.000 t eine der größten des Kontinents war. Die Aktien waren in Wien börsennotiert. Im Dritten Reich kam das Unternehmen zum Einflussbereich der Reichswerke Hermann Göring (Stahlwerke Peine-Salzgitter). Nach dem Krieg verlegten die Fels-Werke ihren Sitz nach Goslar/Harz, wo sie als bedeutender Baustoffhersteller noch heute ansässig sind (schräg gegenüber von der Hauptverwaltung in der Ebertstraße steht übrigens das Elternhaus des Textverfassers). Jahrzehntelang zum Salzgitter-Konzern gehörend, der seine Anteile 2001 an Haniel verkaufte. Lochentwertet.
Nr. 377
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Ferd. Rückforth Nachfolger AG
Aktie 50 DM, Nr. 7559
Heidelberg, August 1980
Erhaltung: UNC
Bereits 1742 als oHG errichtet, 1912 in eine AG umgewandelt. Ursprünglich nur eine Likörfabrik, erlebte das Unternehmen schließlich eines der schillerndsten Schicksale der jüngeren Wirtschaftsgeschichte. Erzeugt wurden im Werk Stettin-Oberwieck Liköre, Weinbrände, Rum, Arrak, Branntweine und Fruchtsäfte. Außerdem war Rückforth Großaktionär aller drei Regionalbrauereien in Stettin sowie bei sieben weiteren Brauereien in Ostpreußen und Schlesien. Börsennotiz Berlin, Frankfurt a.M. und Stettin. 1945 ging fast der gesamte Fabrik- und Beteiligungsbesitz im Osten verloren. 1947 Sitzverlegung von Stettin nach Uslar/Hann. und weiter 1950 nach Siegburg (Rhld.), wo in eigenen Räumen die Weinbrennerei und Likörfabrikation wieder aufgenommen wurde. 1970/78 wurde das angestammte Geschäft ganz aufgegeben. Ab 1980, nach der Sitzverlegung nach Heidelberg, begann eine zunächst glanzvolle und von der Wirtschaftspresse bejubelte zweite Karriere im Bauträgergeschäft, die dann aber 1985 im Konkurs endete. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 378
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Ferdinand Bendix Söhne AG
für Holzbearbeitung
Aktie 200 RM, Nr. 702
Landsberg (Warthe), November 1928
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 5. Gründung 1895. Hergestellt wurden Türen, Fenster, Rolljalousien und einfache Kastenmöbel. Börsennotiz Berlin (wo auch eine Zweigniederlassung bestand). 1931 Vergleich und anschließende Auflösung der Ges.. Lochentwertet.
Nr. 379
Schätzpreis: 400,00 EUR
Startpreis: 200,00 EUR
Feuerversicherungs-AG
Rhein & Mosel
Aktie 300 Mark, Nr. 19698
Strassburg i.E., 14.4.1881
Erhaltung: VF
Gründeraktie (Interim-Schein), Auflage 20000, R 8. Gründung 1881 im damals deutschen Elsaß als “Feuerversicherungs-AG Rhein & Mosel.” Erst- und Rückversicherung von beweglichen und unbeweglichen Gegenständen gegen Feuer-, Blitz-, Explosions- und Wasserleitungsschäden und Einbruchdiebstahl. In Strassburg börsennotiert. Nach dem 1. Weltkrieg Umfirmierung in “Cie. Gén. d’Assurances Rhin & Moselle S.A..”, in Berlin wurde zusätzlich 1920 die “Rhein & Mosel Allgem. Versicherungs-AG” gegründet. Noch heute bestehende Versicherung. Sehr dekorativ, allegorische Darstellungen von Vater Rhein und Frau Mosel. Zweisprachig deutsch/französisch, Originalunterschriften. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 380
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Findus Beteiligungen AG
Sammelaktie über 500 Stückaktien, Muster
Dortmund, August 1999
Erhaltung: UNC
Nullgeziffertes Muster. Gründung 1994 als New Tigerland Beteiligungen AG, 1998 Umfirmierung wie oben. Die Ges. (mit den Großaktionären AHAG Wertpapierhandelsbank AG und Börsenmakler Schnigge AG) war an 13 New-Economy-Firmen beteiligt (u.a. an der PSI AG für Produkte und Systeme der Informationstechnologie in Berlin, der PRO/motion Medien & Management AG in Langenfeld, der DONE Project AG in Wietmarschen, der CyberRadio AG in Hannover und der skandalumwitterten met@box AG in Hildesheim). Eine Schicksalsgemeinschaft: Mit der New Economy ging auch Findus unter. Im Gegensatz zu den anderen Gesellschaften wurde das Unternehmen jedoch saniert und ist heute operativ wieder tätig. Mit komplettem Kuponbogen. Nur 20 Stücke wurden in dieser Form gedruckt, davon gingen 7 an die Zulassungsstellen der deutschen Börsen.
Nr. 381
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Flachswerke Wartheland AG
Namens-Aktie 1.000 RM, Nr. 409
Wildschütz (Jarotschin), Oktober 1941
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 1500, R 5. Gründung 1941 durch 263 Textilunternehmen zur Verarbeitung von Bastfasern. Hintergrund war die verstärkte Nutzung einheimischer Rohstoffe in der Textilindustrie, nachdem kriegsbedingt kaum noch Baumwolle importiert werden konnte. Die Fabrik lag gut 50 km südöstlich von Posen. Lochentwertet.
Nr. 382
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Flockenbast AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 936
Plauen i.V., 1.8.1939
Erhaltung: EF
Auflage 100, R 6. Gründung 1938 durch 20 Spinnereien, die die von der Flockenbast AG erzeugte Spinnfaser aus deutschen Rohstoffen (Flachs, Hanf) im Verhältnis ihrer Kapitalanteile beziehen konnten. Interessantes Unternehmen der Kriegs-Mangelwirtschaft. Lochentwertet.
Nr. 383
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Flughafen AG
Aktie 100 RM, Nr. 562
Darmstadt, 30.5.1938
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 650, R 7. Gründung 1925 als „Hessische Flugbetriebs-AG“ für den Flugsportbetrieb. Ausbau des Beförderungsverkehrs von Personen und Gütern. Die erste Fluglinie führte von München über Stuttgart und Mannheim nach Darmstadt. Später auch nach Hamburg, Hannover, Paris, Genf, London, Wien und Zürich. 1934 Umfirmierung wie oben. Bedeutungsverlust in den Nachkriegsjahren. Heute sind viele Gebäude an die Industrie vermietet.
Nr. 384
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Flugplatz-Verkehr AG
Aktie 100 RM, Nr. 480
Gera, 1.6.1928
Erhaltung: EF/VF
Auflage 600, davon ca. 100 Stück mit dem Aufdruck “ausgegeben am 10.4.1929” , R 5. Gründung 1926. 1938 Umfirmierung in „Flughafen Gera AG“. Die von örtlichen Unternehmern und Politikern gegründete Gesellschaft bezweckte die Eingliederung Ostthüringens in den deutschen und internationalen Flugverkehr. 1934 wurde der alte, auf der Aktie abgebildete Flugplatz, von der neugebauten Reichsautobahn durchschnitten und durfte nicht mehr angeflogen werden. Die Flugzeughalle wurde deshalb verkauft, die Empfangshalle vermietet. Die Schaffung einer neuen Anlage fiel den Kriegsereignissen zum Opfer. 1954 Bau des Flugplatzes Gera-Leumnitz, der ausschließlich als Segelflugplatz genutzt wurde. 1991 Gründung der FGG - Flugbetriebsgesellschaft Gera mbH, 1999 eingegliedert in die Holding der Stadtwerke Gera AG. Sehr interessanter deutscher Luftfahrt-Wert. Große fotografische Abb. des Flughafens. Lochentwertet. Kleiner Rostfleck am rechten Rand, sonst Toperhaltung.
Nr. 385
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Ford-Werke AG
Aktie 500 DM, Nr. 82
Köln, Juni 1971
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 5000. Henry Ford baute 1896 sein erstes Automobil. 1903 gründete er in Detroit die Ford Motor Company. In den 20er Jahren besaß Ford in den USA einen Marktanteil von 50 % und expandierte kräftig in’s Ausland: 1925 wurde in Berlin die Ford Motor Company AG gegründet. Die Fabrik in Berlin-Plötzensee war zunächst ein reines Montagewerk. 1931 ging das noch heute bestehende Werk in Köln in Betrieb, dessen Grundstein Henry Ford persönlich gelegt hatte. 1939 wurde der heutige Firmenname angenommen: Ford-Werke AG. Nennenswerte Kriegsschäden (wen wundert’s?) erlitten ausgerechnet die Ford-Werke natürlich nicht, so daß bereits am 8.5.1945 die Produktion wieder aufgenommen werden konnte. Schon 1953 wurden vor allem dank des legendären Taunus 12 M alle früheren Produktionsrekorde eingestellt. Bis zum Squeeze-Out 2002 in Deutschland auch börsennotiert. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 386
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Fr. Burberg & Co. AG
Aktie 100 RM, Nr. 935
Mettmann, Oktober 1928
Erhaltung: EF+
Auflage 1000, kpl. Aktienneudruck, R 4. Gründung 1920 zur Fortführung des seit 1880 bestehenden Burberg’schen Fabrikunternehmens (Schwarzbachstr. 21). Hergestellt wurden Bestecke aller Art, Spezialität waren rostfreie und versilberte Bestecke. 1960 in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.
Nr. 387
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Fränkische Licht- und Kraftversorgung AG
Aktie Lit. A 100 RM, Nr. 354
Bamberg, November 1938
Erhaltung: EF
Auflage 500, R 6. Gründung 1923 zur Übernahme der gesamten (vorher der AG für Licht- und Kraftversorgung Dresden/München gehörigen) Versorgungsanlagen des Überlandwerkes Bayerisches Vogtland innerhalb der Bezirksämter Naila und Münchberg. 1993 Umfirmierung in Frankenluk AG. Börsennotiz im Freiverkehr München, Großaktionär ist mit 99,21 % die GAH Anlagentechnik AG in Heidelberg. Lochentwertet.
Nr. 388
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Frankenstein-Münsterberg-Nimptsch’er Kreisbahn-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 97
Frankenstein i.Schl., 20.12.1910
Erhaltung: EF+
Gründeremission, Auflage 3232. Vollspurige Kleinbahn in Schlesien. Strecke Silberberg-Frankenstein-Tepliwoda-Heinrichau (37 km) mit Abzweig Tepliwoda-Kurtwitz (13 km). Anschlüsse in Silberberg an die Eulengebirgsbahn und in Frankenstein und Heinrichau an die Staatsbahn. 1937 Umbenennung in Frankensteiner Kreisbahn-AG. Großaktionäre waren der Preußische Staat und die Stadt Frankenstein. Stück ohne Lochentwertung.
Nr. 389
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Frankfurter Allgemeine Versicherungs-AG
Aktie 400 RM, Nr. 22854
Frankfurt a.M., 12.6.1928
Erhaltung: EF+
Auflage 12500, R 6. Die 1911 gegründete Ges. übernahm die Geschäfte der alten Frankfurter Lebensversicherungs-Ges. (gegründet 1844). 1920 Aufnahme der Deutschen Lebensversich.-Bank in Berlin sowie der Rentenanstalt und Lebensversicherungsbank in Darmstadt. 1922 erfolgte die Übernahme der Sächsischen Lebensversicherungsanstalt in Dresden sowie der deutschen Bestände der Zeister Ges. “Kosmos” und der Amsterdamer Allgemeinen Niederländischen. Die Frankfurter Lebensversicherungs-AG war Tochter der Frankfurter Versicherungs-AG (ursprünglich “Frankfurter Glas-Versicherungs-Ges.”). 1929 geriet die Ges. auf Grund von Kreditvergaben und Kreditversicherungenspolicen in Schwierigkeiten und wurde von der Allianz Versicherungs-AG übernommen. In diesem Zusammenhang wurde die Tochter Frankfurter Leben auf die Allianz Lebensversicherungs-AG (damals Allianz und Stuttgarter-Verein Lebensversicherungs-AG) fusioniert. Sehr schöner Druck mit Reichsadler im Unterdruck. Nicht entwertet!
Nr. 390
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Frankfurter Maschinenbau AG vorm. Pokorny & Wittekind
Aktie 1.000 DM, Nr. 14060
Frankfurt a.M., Dezember 1952
Erhaltung: EF+
Auflage 4750. Nach der Gründung 1872 wurden mit etwa 40 Arbeitern kleine Dampfmaschinen und Müllereimaschinen gebaut. Kurz vor der Wende zum 20. Jh. Entwicklung des neuen Spezialgebiets Großkompressoren, danach 1900 Umwandlung in die “Pokorny & Wittekind Maschinenbau AG”, 1913 Umfirmierung wie oben. 1914-18 Einrichtung einer Sonderabteilung für den Bau von Lastkraftwagen und Omnibussen. 1944 erlitt das Werk zwischen dem Frankfurter Westbahnhof und dem Gaswerk West schwere Kriegsschäden. Inzwischen war die DEMAG Großaktionär. Produziert wurden jetzt Kompressoren, Druckluft- und hydraulische Werkzeuge. 1961 Errichtung eines Zweigwerkes in Simmern (Hunsrück). 1970 Einstellung der Börsennotiz in Frankfurt, 1971 Umwandlung in die DEMAG-Drucklufttechnik GmbH. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 391
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Frankfurter Versicherungs-AG
Namensaktie 100 RM, Nr. 7233
Frankfurt a.M., August 1940
Erhaltung: EF
Auflage 5000, R 5. Zur Firmengeschichte siehe bitte das Los Nr. 389. Lochentwertet.
Nr. 392
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Frankona Rück- und Mitversicherungs-AG
Sammel-Namens-Aktie 10 x 50 DM, Nr. 3178
München, Januar 1974
Erhaltung: EF
Gründung 1886 als „Badische Rück- und Mitversicherungs-Gesellschaft“ mit Sitz in Mannheim. 1907 Sitzverlegung nach Frankfurt a.M. und Umbenennung in Frankona Rück- und Mitversicherungs-AG. 1915 Sitzverlegung nach Berlin, 1948 nach Heidelberg und 1957 nach München. 1977 Änderung des Namens in Frankona Rückversicherungs-AG. 1995 Verkauf der Aktienmehrheit (rund 55%) an die amerikanische GE Employers Re, die dann mit Hilfe von Umstrukturierungen einen Sqeeze-out vornahm, der erst 2007 endgültig abgeschlossen wurde. Nachdem die GE-Gruppe von der Schweizerischen Rückversicherungsgesellschaft übernommen worden ist, nun Swiss Re Frankona Rückversicherungs-AG. Rückseitig als ungültig abgestempelt.
Nr. 393
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Frankona Rückversicherungs-AG
Sammel-Namensaktie 10 x 50 DM, Muster
München, Januar 1983
Erhaltung: UNC
Nullgeziffertes Muster.
Nr. 394
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Franz Seiffert & Co. AG
Aktie Lit. B 1.000 RM, Nr. 4426
Berlin, März 1942
Erhaltung: EF
Auflage 2650, R 6. Gegr. 1905 unter Übernahme der seit 1893 bestehenden Firma Franz Seiffert & Co. OHG. Herstellung und Vertrieb von Rohrleitungen, Armaturen, Apparaten und Anlagen der Eisenverarbeitung. Mehrheitsaktionär (1943): Mannesmannröhren-Werke, Düsseldorf. 1953 verlagert nach Bochum, 1953 verschmolzen mit der Seiffert-Werk GmbH, Bochum zur Franz Seiffert & Co. AG, 1956 verlagert nach Berlin, ab 1964 GmbH, zugehörig zur Mannesmann-Gruppe. 1997 ausgegliedert als FINOW Rohrleitungssystem- u. Apparatebau Serviceleistungs GmbH, Eberswalde. Lochentwertet.
Nr. 395
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Freiberger Düngerabfuhr-Gesellschaft
Aktie 100 RM, Nr. 429
Freiberg i.Sa., Mai 1928
Erhaltung: EF
Auflage 750, R 4. Gründung 1891. Die Geschäfts dieser Gesellschaft waren etwas anrüchig: Grubenräumung für die Plumpsklos von Freiberg (genau zwischen Chemnitz und Leipzig); ab 1921 auch Speditionsbetrieb und Kohlenhandel. Offenbar wurde die AG in der DDR nicht enteignet, sondern normal abgewickelt sogar mit Auszahlung eines Liquidationserlöses an die Aktionäre. Lochentwertet.
Nr. 396
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Freiherrlich von Tucher’sche Brauerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 5707
Nürnberg, 22.12.1920
Erhaltung: EF
Auflage 1300, R 5. Als die Reichsstadt Nürnberg 1806 zu Bayern kam, wurde aus dem 1672 erbauten Städtischen Weizenbräuhaus das „Königliche Brauhaus“. 1855 ging die königliche Brauerei in der Langen Gasse 25-34 in den Besitz der Freiherren von Tucher über, die sie 1898 in eine zu diesem Zweck gegründete AG einbrachten. Hinzuerworben die Brauerei Erlwein & Schultheiß in Erlangen (1905), die Nürnberger Aktienbrauerei vorm. Heinrich & Henninger (1906) sowie die Brauerei zum Schwabenbräu in Eichstädt und die Brauerei Gloßner Thalmässing (1911/12). 1966 Verschmelzung mit der Brauhaus Nürnberg J. G. Reif AG zur BRAU-AG Nürnberg. Großaktionär war nun die Gruppe Henninger-Reemtsma. Schließlich 1985 umfirmiert in TUCHER BRÄU AG. Noch heute in Berlin, Frankfurt und München börsennotiert. Lochentwertet.
Nr. 397
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Freistaat Anhalt
Schuldv. 50 RM, Nr. 221
Dessau, 26.9.1927
Erhaltung: EF/VF
R 6. Lochentwertet. Mit Auslosungsschein.
Nr. 398
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Freistaat Braunschweig
8% Teilschuldv. 5.000 Goldmark, Nr. 40
Braunschweig, 28.2.1928
Erhaltung: EF
R 6. Lochentwertet.
Nr. 399
Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Freistaat Sachsen
(Kohlen- und Elektrizitätsanleihen)
5% Schuldv. 5 Tonnen Braunkohle, Blankette
Dresden, 1.2.1923
Erhaltung: EF
R 6. Gemäß Anleihegesetz vom 31.1.1923 begab der Freistaat nur einen Tag später seine “Kohlen- und Elektrizitätsanleihen” in diversen Tranchen, lautend auf Mark, Strom oder Braunkohle. Bei den beiden letzteren war der Inhaber vor weiterer Inflation geschützt und erhielt den aktuellen Geldwert der bezeichneten Menge Strom bzw. Braunkohle ausbezahlt. Lochentwertet.
Nr. 400
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Freitaler Kredit-Bank AG
Namensaktie 1.000 Goldmark, Nr. 138
Freital, Juli 1924
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 300, R 5. Gründung 1924. Ausführung von Bankgeschäften aller Art zum Zwecke der Förderung der erwerbstätigen Bevölkerung des Plauenschen Grundes, insbesondere die Übernahme von Haftungen und Garantien für Dritte. Die Bank stand in Arbeitsgemeinschaft mit der Girozentrale Sachsen - öffentliche Bankanstalt - Zweigstelle Freital. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 401
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Frenzel & Lein AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 5723
Dresden, Juni 1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage 6000, R 7. Gründung im August 1922. Herstellung und Vertrieb von Baumaterialien. 1932 Auflösung und Liquidation. Lochentwertet.
Nr. 402
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Friedeberg-Flinsberger Kleinbahn-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1168
Friedeberg a. Queis, 1.11.1909
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 1370, R 5. Gründung 1908 als Friedeberg-Flinsberger Kleinbahn-AG. Strecke Friedeberg a. Queis (heute Mirsk) - Flinsberg (heute Swieradów-Zdrój in Schlesien, südöstlich von Görlitz). Streckenlänge 10,8 km. 1911 Umfirmierung in „Isergebirgsbahn AG“. 1945 ging die Bahn auf die Polnische Staatsbahn PKP über. Güterverkehr bis 1995, Passagierverkehr noch bis 1996. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 403
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Friedrich Deckel AG
Sammel-VZ-Aktie 2 x 50 DM, Nr. 48625-26
München, Dezember 1986
Erhaltung: EF+
Gründung 1903, seit 1972 AG. Seinerzeit einer der größten deutschen Werkzeugmaschinen-Hersteller. 1993 Verschmelzung auf die Maho AG, Pfronten im Allgäu. Porträt Friedrich Deckel, Abb. einer Horizontal-Bohrmaschine. Lochentwertet.
Nr. 404
Schätzpreis: 2.400,00 EUR
Startpreis: 1.200,00 EUR
Friedrichroda-Kleinschmalkalder Chaussée
Aktienschein 5 Thaler, Nr. 705
Friedrichroda, 21.3.1838
Erhaltung: VF+
R 10. Auf dieser rd. 20 km langen Chaussee konnten Fuhrwerke und Reisende von Friedrichroda aus Richtung Süden den Rennsteig kreuzend und dann durch das Tal der Schmalkalde Richtung Seligenthal (zu dem das 1945-90 in Pappenheim umbenannte Kleinschmalkalden 2006 eingemeindet wurde) den Thüringerwald überwinden, der bis dahin ein natürliches Hindernis war. Daß die Straße gerade in Kleinschmalkalden endete, hatte seinen Grund in der damaligen deutschen Kleinstaaterei: Mitten durch den Ort verlief die Grenze zwischen Hessen-Henneberg (ab 1866 Preußen) und Sachsen-Gotha. Anfang des letzten Jahrhunderts war das Reisen sonst oft noch ein Abenteuer. Bei Regen versanken die Wege im Schlamm, die Kutschen blieben stecken und die Reisegeschwindigkeit war generell gering. Der Bau fester Straßen über Land außerhalb der Städte wurde zunächst von Privatleuten in Angriff genommen. Die Chausseebau-Gesellschaften erhoben für die Benutzung ihrer festen Straßen Gebühren und amortisierten so die Investition. In Deutschland entstanden schnell 100 Chausseebau-Gesellschaften, mit Schwerpunkt übrigens in Schlesien. Erst später und auch unter militärstrategischen Überlegungen engagierten sich die Staaten im Straßenbau. Trotz späterer überwiegender Verstaatlichung führt das Handbuch der Deutschen AG’s um die Jahrhundertwende immer noch 10 existierende Chausseebau-Gesellschaften. Steindruck auf Büttenpapier mit Wasserzeichen. Papiergedecktes Siegel. Originalunterschriften. Leichte Knickfalten, sonst tadellos.
Nr. 405
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Fröhlich Bauunternehmung AG
Sammel-VZ-Aktie 20 x 50 DM, Nr. 205885
Felsberg-Gensungen, August 1994
Erhaltung: UNC
Das 1895 gegründete Bauunternehmen ging 1990 an die Börse - Emissionspreis 270 DM. Bereits 1998 wurde das Anschlußkonkursverfahren eröffnet. Schöne Vignette mit Maurer bei der Arbeit. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 406
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Fulag Film- und Lichtspiel-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 41588
Stuttgart, September 1923
Erhaltung: VF+
Auflage 19000, R 8. Gründung 1921 in Stuttgart, 1923 Sitzverlegung nach München (Prielmayerstr. 16 I). Filmverleih, Betrieb von Kinotheatern, Filmproduktion und -handel. Im AR saß u.a. der bekannte Automobilfabrikant Walter Steiger, Burgrieden. 1926 aufgelöst. Lochentwertet.
Nr. 407
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
G. Krautheim AG
Aktie 100 RM, Blankette
Chemnitz, 21.7.1938
Erhaltung: EF
R 8. Gründung 1922 nach Übernahme der bereits bestehenden Gießerei von G. Krautheim. Erzeugung von Stahlguß, Temperguß, Metallguß, Achsbüchsenbau. Der voll in die Rüstungsaufträge des 3. Reiches eingezogene Betrieb wurde nach 1945 enteignet und als SAG-Betrieb (Sowjetische AG) weitergeführt. Die unter dem Namen Marten AG arbeitende Gießerei wurde 1954 Volkseigentum der DDR. Mit der Wende erfolgte die Privatisierung des Kombinates, das seitdem unter dem Namen BHG Brockhausen & Holze Guß- und Verschleißtechnik GmbH arbeitet. Lochentwertet.
Nr. 408
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
G. Vester AG
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 55
Halle a.S., 5.10.1922
Erhaltung: EF
Auflage 200, R 5. Gründung 1922 zwecks Führung eines Speditionsgeschäftes, insbesondere die Fortführung des von der G. Vester GmbH in Halle betriebenen Transportunternehmens. Lochentwertet.
Nr. 409
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
GAGFAH Gemeinnützige AG
für Angestellten-Heimstätten
5% Na.-Schuldv. 500 RM, Nr. 331
Berlin, 1.8.1928
Erhaltung: EF
R 6. Gründung 1918 in Berlin, Sitzverlegungen 1935 nach Weimar und 1949 nach Essen (unter Beibehaltung der Hauptverwaltung in Berlin und Frankfurt/Main). Die GAGFAH verwaltet heute über 70.000 eigene und über 30.000 fremde Wohnungen. Großaktionär ist mit 99,8 % die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). Lochentwertet. Abheftlochung.
Nr. 410
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Garny AG
Aktie 50 DM, Nr. 4651
Mörfelden-Walldorf, Juni 1984
Erhaltung: UNC
Die AG geht auf den 1813 durch Johann Georg Garny in Frankfurt a.M. gegründeten Schlossereibetrieb für Kassenschrank-Fabrikation zurück. Die Firma war die erste deutsche Kassenschrankfabrik überhaupt und entwickelte sich zu einem der größten Geldschrank- und Tresorhersteller. 1937 Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft, 1938 Einweihung eines neuen Werkes in Niedrrad. 1972 wurde der Betrieb nach Mörfelden verlegt. 1984 Umwandlung in die Garny AG und Börsengang. Garny stellt jetzt neben Geldschränken und Tresoren auch Einrichtungssysteme für Banken und elektronische Bargeld- und Sicherheitssysteme her. 1998 Übertragung des operativen Geschäfts auf die schwedische Gunnebo-Gruppe bzw. den neuen Großaktionär De La Rue, zugleich Umfirmierung in IMW Immobilien AG. Noch heute börsennotiert. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 411
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gartenvorstadt Leipzig-Marienbrunn GmbH
4% Schuldschein 100 RM, Nr. 2554
Leipzig, 17.2.1934
Erhaltung: EF
R 7. Gründung 1911 anlässlich der Internationalen Baufachausstellung (IBA) 1913 als Gegenentwurf zu den städtischen Mietskasernen. Die Gesellschaft besteht heute noch und befindet sich im Besitz der Stadt Leipzig. Lochentwertet.
Nr. 412
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Gas-Anstalt Kaiserslautern
Namens-Aktie 1.000 Mark, Nr. 2087
Kaiserslautern, 15.12.1887
Erhaltung: EF
Auflage 360, R 5. Gründung 1858. Erzeugt wurde Gas für Beleuchtung und Heizung, das in Vertikalkammeröfen aus Kohle gewonnen wurde. Die anfallenden Nebenprodukte (Koks, Teer, Ammoniakwasser) konnten ebenfalls ertragreich verkauft werden. 1936 auch Errichtung einer Benzarbon-Benzol-Gewinnungsanlage. 1945 wurde das “neue” Gaswerk in der heutigen Brandenburger Straße bei Bombenangriffen zerstört; seitdem wird zur Versorgung der Kunden Ferngas bezogen. Noch heute in Frankfurt börsennotiertes Energieversorgungs-Unternehmen. Großaktionäre sind seit langem die Stadt Kaiserslautern (über 50 %) und die Thüga (42 %). Mit Originalunterschriften. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 413
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Gebauer-Schwetschke
Druckerei und Verlag AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 308
Halle a. S., November 1925
Erhaltung: EF
Auflage 330, R 4. Die Gebauer-Schwetschke Druckerei und Verlag mbH hatte 1923 das von ihrer Firma seit 1733 betriebene Geschäft in die AG eingebracht. Tätigkeit: Vertragsdruckerei der Deutschen Reichsbahn, Fahrplandrucksachen, Schulbücher, Kataloge u.ä. 1936 umbenannt in Gebauer-Schwetschke Buchdruckerei AG. Lochentwertet.
Nr. 414
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Gebr. Körting AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3845
Linden bei Hannover, 21.9.1903
Erhaltung: VF
Auflage 16000, R 5. Gründung 1903 unter Übernahme der seit 1871 bestehenden Fabriken von Berthold und Ernst Körting. Herstellung von Zentralheizungsanlagen, Gasmaschinen, Strahlapparaten, Motoren von 5-1500 PS und Benzinpumpen. Zweigniederlassungen in Köln und Hamburg, Tochtergesellschaften in Argentinien und Mexico. Ein Syndikat unter Führung der Berliner Handels-Gesellschaft, an dem die AEG mit über 25 % beteiligt war, verpflichtete sich zur Übernahme von 4 Mio. Mark Aktien. Die elektrotechnische Abteilung wurde als Gebr. Körting Elektricitäts-GmbH verselbständigt und vollständig von der AEG übernommen und bald darauf auf die AEG übergeleitet. 1918 Ankauf der Arbeiterkolonie Körtingsdorf mit 43 Wohnhäusern. Als Spätfolge der Weltwirtschaftskrise kam die in Berlin börsennotierte Körting Anfang der 30er Jahre von zwei Seiten in die Bredouille: Außenstände in Südamerika wurden wegen dortiger Inflation und Zahlungssperren uneinbringlich, zugleich brach der Markt für Zentralheizungs-Anlagen wegen der völligen Flaute im Baugewerbe zusammen. Im März 1932 Konkurs: “Der Konkursverwalter hat in dem Bestreben, einem halben Tausend Volksgenossen die Arbeitsstätte zu erhalten ... die Betriebe nicht stillgelegt, sondern nach schärfsten Rationalisierungsmaßnahmen weitergeführt. Der Ruf des Namens Körting und das Vertrauen der alten Kundschaft hat sich während dieser konkursmäßigen Fortführung bewährt.” Im August 1932 Gründung der Körting Heizungs-, Maschinen- und Apparate AG als Auffanggesellschaft. Umfirmiert 1955 in Körting AG, 1979 in Körting Hannover AG. Bis heute ein führender Anbieter von Strahlpumpen und Heiz- und Prozess-Wärmetechnik. Lochentwertet. Unterer Rand beschädigt.
Nr. 415
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gebr. Stoevesandt KGaA
Aktie 1.000 DM, Nr. 612
Rinteln, Februar 1953
Erhaltung: EF+
Auflage 1000. Gründung 1845 in Bremen als Kommanditges. auf Aktien (Betrieb von Anfang an in Neuhütte bei Obernkirchen, 10 km nördlich von Rinteln, 1960 stillgelegt), 1876 Sitzverlegung nach Rinteln, dort Neubau eines zweiten Werkes. 1978 Umwandlung von einer KGaA in eine AG. Noch heute einer der bedeutendsten Hohlglas-Hersteller, Spezialität sind Sonderanfertigungen vor allem für Spirituosenflaschen. Neben der Familie Stoevesandt (75 %) war die Gerresheimer Glas aus Düsseldorf zunächst mit 22 % dabei, Ende der 80er Jahre baute sie ihre Beteiligung auf 99,75 % aus. 1999 ging das Paket an den französischen BSN-Konzern. Signet mit Korbflasche. Links oben kleine Lochentwertung.
Nr. 416
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Gebr. Uekermann, Brauerei Felsenkeller
5% Teilschuldv. 100 RM, Nr. 103
Schweicheln bei Herford, Juli 1939
Erhaltung: EF/VF
Auflage 210, R 7. 1878 gegründet von Gustav und Georg Uekermann als Gebr. Uekermann, Brauerei Felsenkeller. Das Unternehmen erreichte 2003 einen Jahresumsatz von 58 Mio. € und war die achtgrößte Fassbierbrauerei Deutschlands. 2006 Namensänderung in Herforder Brauerei GmbH & Co. KG. 2007 Integration in die Warsteiner Gruppe. Doppelblatt, lochentwertet. Leicht wellig.
Nr. 417
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Gebrüder Demmer AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 281
Eisenach, 29.4.1938
Erhaltung: EF
Auflage 271, R 5. Gründung 1868 als oHG, ab 1907 AG. Herstellung, Vertrieb und Veräusserung von Erzeugnissen der Metallindustrie, im besonderen Herstellung und Vertrieb von Kochherden, Grosskochanlagen, Schiffskochanlagen. 1931 Vergleichsverfaheren, Sanierung erfolgte. Lochentwertet.
Nr. 418
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Gebrüder Enderlin Druckfabrik und mechanische Weberei AG
Aktie 100 RM, Nr. 1320
Wien, August 1939
Erhaltung: EF+
Auflage 400, R 6. Gründung 1900 nach Übernahme von der Firma Gebr. Enderlin in Traun bei Linz (Donau) deren Druckfabrik und mechanische Weberei, ferner Vorräte in Traun sowie den Filialen Wien und Budapest. Lochentwertet.
Nr. 419
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Gebrüder Unger AG
Vorzugs-Aktie 1.000 Mark, Nr. 4549
Chemnitz, 30.9.1922
Erhaltung: VF/F
Auflage 300, R 6. Gründung 1904 unter Übernahme der seit 1881 bestehenden oHG gleichen Namens. Aufbauend auf einer von Arthur und Karl Unger genial konstruierten patentierten Würfelschneidemaschine wurde schließlich die ganze Palette von Spezialmaschinen für Fleischereibetriebe, Wurst- und Konservenfabriken hergstellt. Börsennotiz: Berlin, Dresden, Chemnitz, später Leipzig. Nach der Wende wurde die AG zwecks Durchführung des Restitutionsverfahrens wieder aktiviert. Lochentwertet. Stockfleckig.
Nr. 420
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
GEHAG Gemeinnützige Heimstätten-Spar- und Bau-AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 6
Berlin, 23.6.1927
Erhaltung: EF/VF
Auflage 450, R 7. Gründung 1924 als Gemeinnützige Heimstätten-, Spar- und Bau-AG, ab 1939 Gehag Gemeinnützige Heimstätten-, Spar- und Bau-AG. 1940 Übernahme der bisherigen Beteiligungsgesellschaft der “Einfa” Berliner Gesellschaft zur Förderung des Einfamilienhauses gemeinnützige GmbH, Ende 1941 Übernahme der “Heimat” Gemeinnützige Wohnungs- und Siedelungsgesellschaft der DAF AG, Berlin-Zehlendorf. Großaktionär 1943 war die Deutsche Arbeitsfront. 1946 umfirmiert in Gehag Gemeinnützige Heimstätten-AG. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1998 Gehag Gemeinnützige Heimstätten-AG, Berlin, heute GEHAG GmbH. Lochentwertet.
Nr. 421
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Gehe AG
Aktie 50 DM, Nr. 254938
Stuttgart, Juni 1984
Erhaltung: UNC
Gründung 1903 unter Übernahme des seit 1836 unter gleichem Namen bestehenden Großhandelshauses für Drogen, Farbwaren, pharmazeutische und chemische Erzeugnisse. In zwei Werken in Dresden (Leipziger Str. 7/13 und Trachau) sowie bei der Tochterfirma Gehe-Werke AG in Aussig a.E. wurden chem. Produkte (Jod-, Wismut- und Silberpräparate) sowie pharmazeutische Spezialpräparate hergestellt. 1921 Übernahme der Großhandlung und pharmazeutischen Fabrik C. H. Burk in Stuttgart, die als Zweigwerk fortgeführt wurde. 1945-48 wurden die Werke in Sachsen enteignet, 1948 Sitzverlegung nach München. In den Folgejahren unzählige Übernahmen kleinerer Wettbewerber, 1980 Sitzverlegung nach Stuttgart. Umbenannt 1981 in GEHE AG und 2003 in Celesio AG. Noch heute börsennotiert und eines der drei größten Pharmahandelsunternehmen in Europa. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 422
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Gelsenberg AG
8% Teilschuldv. 1.000 x 100 DM, Blankette
Essen, Juni 1972
Erhaltung: UNC
Gründung 1873 auf Initiative von Emil Kirdorf. Das Unternehmen wuchs, auch durch ständige Übernahmen von Konkurrenten, zum damals größten Montanbetrieb des Ruhrgebiets heran. Auf 11 Zechenanlagen mit 35 Förderschächten und in den Hüttenwerken waren zuletzt rund 30.000 Mann beschäftigt. 1926, bei Gründung der Vereinigten Stahlwerke AG, war die Gelsenkirchener Bergwerks-AG als Dachgesellschaft aller Montanunternehmen des Ruhrgebiets die aufnehmende Gesellschaft. Im Zuge der alliierten Entflechtungsmaßnahmen entstand die „Gelsenberg“ am 18.6.1953 als eigenständige AG wieder, und erneut begann sie in kurzer Folge andere Konkurrenten zu übernehmen. Wegen der immer gewichtiger werdenden Mineralöl-Aktivitäten (u.a. Beteiligung bei ARAL) wurde Gelsenberg schließlich 1974 im Wege des Aktientauschs von der VEBA übernommen - nach fast genau 100 Jahren verschwand das ehedem bedeutendste Montanunternehmen des Ruhrgebiets vom Kurszettel. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 423
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gelsenkirchener Bergwerks-AG
Aktie 50 DM, Nr. 8025187
Essen, Mai 1969
Erhaltung: UNC/EF
Dekorativ, mit Abb. eines Hauers unter Tage. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 424
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Gemeinde Ilmenau
6% Schuldv. I. Serie Lit. D. 20 Ztr. Koks, Nr. 1
Ilmenau, Juni 1923
Erhaltung: VF/F
R 6. Schöne Wappenvignette. Lochentwertet. Rückseitig mit Anleihenbedingungen. Rechter Rand mit Fehlstück (daumengroß). Die Nr. 1!
Nr. 425
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Gemeinde Ilmenau
6% Schuldv. I. Serie Lit. E. 50 Ztr. Koks, Nr. 1
Ilmenau, Juni 1923
Erhaltung: VF+
R 7. Schöne Wappenvignette. Lochentwertet. Rückseitig mit Anleihenbedingungen. Nur 29 Stücke lagen im Reichsbankschatz. Die Nr. 1!
Nr. 426
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Gemeinnützige AG für Wohnungsbau
Na.-Vorzugs-Aktie Lit. A 300 Goldmark, Nr. 17312-17314
Köln, 26.11.1924
Erhaltung: EF
R 6. Die 1913 gegründete und bis in unsere Tage in Düsseldorf börsennotierte Wohnungsgesellschaft macht heute mit der Vermietung von 24.600 Wohnungen in 3.200 Häusern einen Jahresumsatz von 180 Mio. €. 2001 umbenannt in GAG Immobilien AG. Lochentwertet.
Nr. 427
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gemeinnützige AG für Wohnungsbau
Global-VZ-Namensaktie Lit. A 5 x 100 DM, Nr. 352546-50
Köln, September 2000
Erhaltung: UNC/EF
Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 428
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gemeinnützige Bau- und Grundstücksgesellschaft mbH
3% Na.-Schuldschein 100 RM, Nr. 1399
Dresden, 1.1.1936
Erhaltung: EF
R 6. Lochentwertet.
Nr. 429
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gemeinnützige Baugesellschaft Heidenheim an der Brenz AG
Namens-Aktie 1.000 DM, Nr. 2727
Dezember 1957
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 1030. Gründung 1907 durch die Stadt Heidenheim und orstansässige Industriebetriebe. Durch kontinuierliche Neubautätigkeit wurde der Bestand auf zuletzt fast 5.000 Wohnungen ausgedehnt. 1995 Umfirmierung in “Grundstücks- und Baugesellschaft AG Heidenheim”, ab 1996 an der Börse Stuttgart notiert. Große Aktienpakete von ca. 35 % liegen bei der Stadt und bei J. M. Voith, kleinere Pakete hielten früher die Kreissparkasse und die Firma Carl Zeiss. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 430
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Gemeinnützige Bayerische Wohnungsgesellschaft AG
Namens-Aktie 40 DM, Nr. 745
München, September 1955
Erhaltung: UNC
Auflage 2300. Gründung 1936 als Bauträger AG des Bayerischen Handwerks. 1940 Umbenennung in Wohnungsgesellschaft des Bayerisch-Württembergischen Handwerks AG, seit 1943 Name wie oben. Die noch heute börsennotierte GBWAG Bayerische Wohnungs-AG besitzt einen eigenen Immobilienbestand von rd. 8.400 Wohn- und Gewerbeeinheiten schwerpunktmäßig in München.
Nr. 431
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gemeinnütziger Bauverein
für Reuß j.L.
Namensaktie 100 RM, Nr. 963
Gera, 1.10.1938
Erhaltung: EF+
Auflage 1000, R 3. Gründung 1911, größere Kleinwohnungsbauprojekte waren 194 Häuser in der Siedlung Heinrichsgrün, 116 Häuser in der Siedlung Tinz und 110 Häuser in der Siedlung Lusan. 1940 umfirmiert in „Gemeinnütziger Bauverein Gera AG“. Lochentwertet.
Nr. 432
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Gemeinnütziger Bauverein Oberland
Namensaktie 40 RM, Nr. 624
Lobenstein, 9.11.1925
Erhaltung: EF/VF
Auflage 1000, R 7. Gründung 1919. Während ihres Bestehens errichtete die Gesellschaft 47 Häuser. Großaktionäre: Fürstl. Reuß’sche Vermögensverwaltung in Gera, Stadtgemeinde Lobenstein. Lochentwertet.
Nr. 433
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gemeinschaft Deutscher Lebensmittel-Großhändler AG
Aktie 100 Goldmark, Nr. 637
Berlin, 6.6.1924
Erhaltung: EF/VF
Auflage 1500, R 6. Gründung 1923 durch Berliner Einzelhändler als Einkaufs- und Produktionsgenossenschaft des Lebensmittelhandels. Seit der Währungsreform 1948 wieder sehr aktiv, 1949-58 wurden Zweigstellen in Hildesheim, Düsseldorf, Hannover, Göttingen/Braunschweig, Osnabrück, Dortmund sowie Oldenburg/Bremen errichtet, ferner 1950 in Hamburg eine Import-Abteilung. Eine besondere Rolle spielte die Gedelag nach dem Krieg im Rahmen der Bevorratungspolitik des Berliner Senats nach den Erfahrungen der Berlin-Blockade. Dabei bevorratete die Gedelag im Bereich Lebensmittel die sog. “Senatsreserve”. Mit der Wiedervereinigung wurde diese Aufgabe hinfällig, 1992 deshalb Einstellung des operativen Geschäfts, 2006 erloschen. Colorandum causa: Mitglied des letzten Aufsichtsrates war u.a. der Schauspieler Manfred Krug. Lochentwertet.
Nr. 434
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
GERLING-KONZERN Allgemeine Versicherungs-AG
Namensaktie Reihe I 50 DM, Nr. 171205
Köln, Oktober 1972
Erhaltung: EF+
Auflage 180000. Gründung 1918 als Allgemeine Versicherungs-AG, 1923 wurde dem Firmennamen “Gerling-Konzern” vorangestellt. Im Aufsichtsrat saß seinerzeit alles, was in der rheinischen Wirtschaft Rang und Namen hatte: Abs sen., Clouth, Duisberg, Guilleaume, Hoesch, Mannesmann, Quandt, Schoeller etc. 1936 wurden weitere 18 bis dahin im Gerling-Konzern selbständig arbeitende Versicherungsgesellschaften durch Fusion übernommen. Das Engagement der Firmenpatriarchen Hans Gerling bei der 1974 zusammengebrochenen Herstatt-Bank brachte den damals zweitgrößten deutschen Industrieversicherer ins Wanken. Erst musste Gerling notgedrungen die Deutsche Bank als Anteilseigner mit ins Boot nehmen, kaufte diese Anteile später aber wieder zurück. Nach seinem Tod zerfiel sein Lebenswerk endgültig. 2006 wurde Gerling mit seinen weltweit über 6.000 Mitarbeitern von der Talanx-Gruppe (HDI-Konzern, Hannover) übernommen. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 435
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
GERLING-KONZERN Allgemeine Versicherungs-AG
Namensaktie 50 DM, Nr. 22036798
Köln, Juli 1998
Erhaltung: EF+
Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 436
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Germania-Brauerei-AG
Aktie 600 DM, Nr. 1353
Wiesbaden, 1.10.1952
Erhaltung: EF
Auflage 1666. Gegründet 1888 als “Brauereigesellschaft Wiesbaden”. 1899 umbenannt in Germania Brauerei-Gesellschaft Wiesbaden, seit 1937 Germania-Brauerei AG. Die Brauerei in der Mainzer Str. 99-101 verzeichnete 1945 schwere Bombenschäden, Verwaltungsgebäude und Mälzerei wurden sogar völlig zerstört. Nach dem Krieg erfolgreicher Wiederaufbau. Die Aktien notierten im Freiverkehr Düsseldorf, die Kapitalmehrheit besaßen die Familien Netscher (Wiesbaden) und Müller-Gastell (Eltville). Die großen Frankfurter Konkurrenten Binding und Henninger hatten sich außerdem mit 27 bzw. 7 % eingekauft. Obwohl sie zunächst nur den kleinsten Anteil besaß, gelang der Henninger-Bräu Anfang der 70er Jahre der Erwerb der Aktienmehrheit. 1974 in eine GmbH umgewandelt. Zunftzeichen der Brauer in allen vier Ecken, schöne Umrahmung mit Hopfenranken, für eine DM-Aktie ganz ungewöhnliches Format: 24 x 36 cm!
Nr. 437
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie Lit. B 1.000 Mark, Nr. 1623
Ballenstedt, 1.4.1905
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 5. Die berühmte Selketalbahn mit der 44 km langen Hauptstrecke Gernrode-Alexisbad-Stiege-Eisfelder Talmühle (dort Anschluß an die Harzquerbahn). Heute unter der Betriebsführung der „Harzer Schmalspurbahnen GmbH“ eine der Touristen-Attraktionen im Harz. Börsennotiz Magdeburg. Lochentwertet.
Nr. 438
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gesellschaft für elektrische Unter-nehmungen - Ludw. Loewe & Co. AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 21364
Berlin, 14.11.1929
Erhaltung: EF
Auflage 15000, R 6. Gründung 1894 auf Initiative der AEG und einiger Großbanken als Holding für weltweit gespannte Interessen auf dem Gebiet elektrischer Bahnen und Beleuchtungsanlagen, die älteste und bedeutendste aller Holdings der deutschen Elektrizitätswirtschaft. Beteiligungen bestanden u.a. an der Elektricitätswerk Südwest AG, Schöneberg, der Neckarwerke AG, Esslingen, der Amperwerke AG, München, der Elektricitätswerk Schlesien AG, Breslau, dem Kraftwerk Laufenburg (Schweiz), der Coblenzer Straßenbahn, der Leipziger Außenbahn AG und der Knorr-Bremse AG, Berlin, außerdem an der AEG, der Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG, der Norddeutsche Kabelwerke AG (alle Berlin) sowie der AGO Flugzeugwerke GmbH, Oschersleben (Bode). Die Beteiligungen wurden überwiegend durch Ausgabe von Anleihen finanziert. 1929 Fusion mit der AG für Gas-, Wasser- und Elektricitäts-Anlagen und der Ludw. Loewe & Co. AG in Berlin, die über bedeutende Werkzeug- und Werkzeugmaschinenfabriken verfügte. 1929-1938 erhielt der Firmenname der Gesfürel deshalb den Zusatz “Ludw. Loewe & Co. AG”. Lochentwertet.
Nr. 439
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gesellschaft für Spinnerei
und Weberei
Aktie 1.000 RM, Nr. 4412
Ettlingen, April 1929
Erhaltung: EF
Auflage 5000, R 5. Gründung 1836. Bis Anfang des 20. Jh. wurden die Kapazitäten in der Spinnerei mehr als verdoppelt und in der Weberei fast verdreifacht. Im Aufsichtsrat der bis 1975 in Frankfurt/Main börsennotierten Gesellschaft saßen später illustre Herren wie Baron W. v. Rothschild (welche Ironie, nachdem die Rothschild-Bank in den Anfangsjahren fast den Zusammenbruch des Ettlinger Unternehmens verursacht hatte) und Carl von der Heydt. 1979 wurde dem Firmennamen der Zusatz “Ettlin” vorangestellt. 1996 Ausgliederung des operativen Geschäfts in die “ETTLIN Spinnerei und Weberei GmbH & Co. Produktions-KG”, außerdem mit 50 bzw. 48,54 % beteiligt bei der “Bellatex Ges. für neue Textilien” in Ettlingen und der ”Berlin-TEX Baumwollspinnerei” in Berlin. Jahrelang zeichnete sich die noch heute bestehende AG durch unglaublich hohe liquide Mittel aus, so daß Spitzendividenden bis zu 40 % fast schon aus den Zinserträgen mühelos verdient werden konnten. Lochentwertet.
Nr. 440
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Gesellschaft für Straßenbahnen
im Saartal
4% Teilschuldv. 500 Mark, Nr. 2381
Saarbrücken, 13.2.1920
Erhaltung: EF/VF
Auflage 3000, R 8. Gründung 1892 zwecks Übernahme der von der Firma Vering & Waechter erbauten Straßenbahn in 1.000-mm-Spur (die Straßenbahn in Saarbrücken war am 4.11.1890 als Dampfbahn eröffnet worden, elektrischer Betrieb ab 8.2.1899). 1938 Übernahme der Saarbrücker Klein- und Straßenbahn-AG. Damit besaß die Gesellschaft ein über 70 km km langes Straßenbahnnetz in Saarbrücken und Umgebung mit Außenlinien nach Völklingen und Neunkirchen (mit Anschluss an die dortigen Straßenbahnnetze) sowie nach Heusweiler und Ensheim/Ormesheim. 1962 Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit der Versorgungs- und Verkehrs-GmbH Saarbrücken. Am 22.5.1965 wurde die Straßenbahn stillgelegt. Für diese von der Deutschen Bank Saarbrücken vermittelte Anleihe von 5 Mio. M übernahm die Stadt Saarbrücken die selbstschuldnerische Bürgschaft. Doppelblatt.
Nr. 441
Schätzpreis: 270,00 EUR
Startpreis: 135,00 EUR
Gesellschaft Westerwalder
Basalt-Lava-Werke
Namens-Anteil 1 Anteil, Nr. 354
Gemeinde Salz / Berlin, 22.3.1901
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 5. Basaltabbau in der Gemeinde Salz, Kreis Westerburg. Verwaltungssitz: Berlin. Lochentwertet.
Nr. 442
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Gesundheitswacht Verlagsgesellschaft
Aktie 20 Goldmark, Nr. 553
München, 15.8.1924
Erhaltung: EF
Auflage 2000, R 6. Gründung 1922 zur Förderung aller der Volksgesundheit dienenden Bestrebungen, und zwar durch die Herausgabe von volkstümlichem Anschauungs- und Unterrichtsmaterial über Hygiene, Medizin, Sozialpolitik, Sport, Körperkultur, Heimatpflege. 1925 in Liquidation. Lochentwertet.
Nr. 443
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
GETA AG für Tabakverarbeitung
Aktie 100 RM, Nr. 732
Bremen, Dezember 1941
Erhaltung: EF
Auflage 3560, R 6. Gründung 1919 als GmbH, AG seit 1923. Erzeugung von Zigarren, Zigarillos und Stumpen in Bremen sowie (nahe der badischen Tabakanbaugebiete) in Oberweier und Friesenheim im Schwarzwald. Der Wiederaufbau nach 1945 gestaltete sich schwierig. Eine Dividende erwirtschaftete der Betrieb nur in Ausnahmefällen. Folge war die Liquidation. Lochentwertet.
Nr. 444
Schätzpreis: 400,00 EUR
Startpreis: 200,00 EUR
Getreide- und Dünger-Credit-AG
Aktie Lit. E 100 RM, Nr. 75
Meißen, 1.12.1937
Erhaltung: VF+
Auflage 600, R 8. Gründung 1923. Wahrung und Förderung aller wirtschaftlichen Belange der am Getreide-, Futtermittel- und Düngermittelverkehr beteiligten Berufskreise, Beschaffung des nötigen Kredits für den An- und Verkauf, Vermittlung und Durchführung dieser Geschäfte, Vereinfachung des Zahlungsverkehrs, Betrieb sonstiger Bankgeschäfte. Seit 1933 Großverteiler im Reichsnährstand, 1936 zum Bankgeschäft ernannt. Lochentwertet.
Nr. 445
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Getreide-Industrie & -Commission AG
Aktie Serie A 100 RM, Nr. 2134
Berlin, April 1927
Erhaltung: EF
Auflage 2500, R 4. Hochbedeutendes Unternehmen der Lebensmittelbranche. Gründung 1922 in Mainz als “Getreide-Industrie & Handels-AG”. Handel mit Getreide und Mühlenfabrikaten, Futtermitteln, Braugerste und Hülsenfrüchten sowie Verarbeitung von Getreide. Niederlassungen in Düsseldorf, Bremen, Hamburg, Hochheim a.M., Mannheim und Wiesbaden. Großaktionäre waren die Preuß. Zentralgenossenschaftskasse und die Deutsche Rentenbank Kreditanstalt (beide Berlin) sowie die Großeinkaufsges. Deutscher Konsumvereine in Hamburg. 1927 Fusion mit der Getreide-Commission AG in Düsseldorf und umbenannt wie oben, zugleich Sitzverlegung nach Berlin. Durch diese Fusion kam man in den Besitz von Mühlen in Krefeld, Münster, Köln-Mülheim, Witten, Duisburg, Dortmund und Mannheim, die 1927 ausgegründet und in der Beteiligung “Deutsche Mühlenvereinigung AG” zusammengefaßt wurden. Ebenfalls 1927 Beteiligung an der Weingart-Kaufmann-Landsberg-Getreide AG in Berlin (Braugerstenbranche). 1934 erneut umbenannt in “ Gesellschaft für Getreidehandel AG”, 1948 Sitzverlegung nach Düsseldorf, seit 1973 GmbH. Lochentwertet.
Nr. 446
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gewerkschaft Aetna
Kuxschein, Nr. 146
Bonn, 10.12.1921
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 4. Steinkohlenbergwerke Steinbruch bei Stolberg (Rhld.) und Alexander bei Aachen. Lochentwertet.
Nr. 447
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Gewerkschaft August Thyssen-Hütte
7% Gold Bond 500 $, Recepis specimen
Hamborn am Rhein, 9.2.1925
Erhaltung: EF+
Begründer des Thyssen-Konzerns war August Thyssen. Sein Vater Friedrich Thyssen betrieb in Eschweiler zunächst ein Drahtwalzwerk, dann ein Bankgeschäft. 1871 gründete August Thyssen in Mülheim (Ruhr) mit der KG Thyssen & Co. ein Puddel- und Walzwerk. 1885 begann er, mit dem Aufkauf von Kuxen der Gewerkschaft Deutscher Kaiser eine eigene Kohlengrundlage zu schaffen (1888 wurde er dort Vorsitzender des Grubenvorstands). Seine spätere Struktur erlangte der Thyssen-Konzern 1919, als die Gewerkschaft Deutscher Kaiser unter Übernahme der gesamten Thyssen’schen Unternehmungen ihren Namen in Gewerkschaft August Thyssen-Hütte änderte. Der Bergwerksbesitz wurde dann in die Gewerkschaft Friedrich Thyssen ausgegliedert. Am 5.5.1926, kurz vor seinem Tod, unterzeichnete August Thyssen noch den Vertrag zur Einbringung dieser Unternehmen in die Vereinigte Stahlwerke AG. AG wurde die August Thyssen-Hütte erst 1933, als die Vereinigten Stahlwerke die Thyssen-Betriebe in eine eigene AG ausgliederten. Unter gleichem Namen entstand 1953 die AG neu, als letzte der Nachfolgegesellschaften der von den Alliierten zerschlagenen Vereinigte Stahlwerke AG. 1977 Umfirmierung in Thyssen AG. Von der Thyssen-Hütte noch in der Rechtsform der bergrechtlichen Gewerkschaft sind sonst überhaupt keine Wertpapiere verfügbar! Perforationsentwertet. Nur drei dieser Musterstücke aus dem de Bussy-Archiv sind bekannt!
Nr. 448
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Gewerkschaft Beienrode
Kuxschein 1 Kux, Nr. 1346
Königslutter, 26.10.1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage 5000, R 4. Gegründet 1889/90 als Bohrgesellschaft, seit 1894 bergrechtliche Gewerkschaft. Drei fündige Bohrungen südwestlich von Wolfsburg trafen 30 m mächtige Kalilager in Teufen von 600-1000 m. Schacht I wurde 1895 begonnen, in Förderung seit 1900. Schacht II wurde 1911 begonnen, in Förderung seit 1914. Zwei andere Schächte ersoffen. 1924 ca. 600 Mann Belegschaft. Übertageanlagen: Chlorkalium- und Bromfabrik, Kainitmühle und 7,6 km langer Eisenbahnanschluss nach Königslutter. Die Kuxenmehrheit besaß die Gewerkschaft Volkenroda, später zum Burbach-Kali-Konzern und somit zuletzt zur heutigen BASF-Tochter Kali + Salz gekommen. Nach gesetzlicher Abschaffung der Rechtsform der bergrechtlichen Gewerkschaft 1985 in die (noch heute bestehende) Beienrode Bergwerks-GmbH umgewandelt. Heute erinnert nur noch die Abraumhalde an das Bergwerk. Wegen der Salzablagerungen am Fuße der Halde führt seit Jahrzehnten der Landkreis Helmstedt einen Rechtsstreit gegen die Gesellschaft. Gerhard Korte (geb. 1858 in Celle, gest. 1945 in Magdeburg), nach dem in Magdeburg zeitweise eine Straße benannt war, gilt als die führende Persönlichkeit der deutschen Kaliindustrie. Beruflich zunächst im Steinsalzhandel tätig, begann er 1889 im oberen Allertal mit der Erbohrung von Kalisalz und gründete 1896 die Gewerkschaft Burbach, die 1898 in Beendorf die Kaliförderung aufnahm. Bis 1907 kaufte Gerhard Korte mit finanzieller Unterstützung des Direktors der Magdeburger Straßenbahn und seines Bruders Friedrich zwischen Weferlingen und Eilsleben westlich von Magdeburg kalihöffige Ländereien mit einer Längenausdehnung von 30 km; daraus entstanden die Kaliwerke Ummendorf-Eilsleben AG. 1927 wurde Gerhard Korte Vorsitzender des Deutschen Kalisyndikats. Original signiert von Gerhard Korte. Lochentwertet.
Nr. 449
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Gewerkschaft Beisselsgrube
Kuxschein 1 Kux, Nr. 529
Ichendorf, 1.6.1899
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 3. Gründung 1896. Braunkohlenbergbau, Brikettfabrikation, Aufbereitung von Rohkohle. Seit 1916 Tochtergesellschaft der Rheinischen AG für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation (RAG), 1951 mit der RAG verschmolzen. Lochentwertet.
Nr. 450
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gewerkschaft Centrum
Kuxschein 1 Kux, Nr. 638
Berlin, 10.6.1909
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 3. Gründung 1909. Kalibohrungen im Stadtforst Salzwedel. Berechtsame: 7 3/4 preußische Normalfelder (1 preußisches Normalfeld = 2.189.000 qm). Es wurden acht Tiefbohrungen durchgeführt und alle wurden bei 186-224 m salzfündig. Benachbarte Unternehmen waren die Bergbaugesellschaft Teutonia (in den Kreisen Lüchow und Dannenberg) und die Gewerkschaft Wendland. Sehr schöne Gestaltung mit großem Preußen-Adler. Lochentwertet.
Nr. 451
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Gewerkschaft Consolidirte Wenceslaus Grube
5% Teilschuldv. 5 t Kohle, Nr. 1678
Mölke, Kr. Neurode, Sept. 1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage 2000, R 6. Gelegen im Bergrevier Ost-Waldenburg. Betrieb der Grube Wenceslaus sowie der Grubenfelder der Gewerkschaft Mittelsteine. Auf vier Förderschächten wurden mit fast 4.000 Mann Belegschaft ca. 600.000 t Steinkohle jährlich gefördert - fast die Hälfte der Beschäftigten des Steinkohlenbergbaus, dem größten Arbeitgeber in der Grafschaft Glatz, arbeiteten hier. Als die Hausbank, die Darmstädter und Nationalbank, 1929 zu Beginn der Weltwirtschaftskrise zusammenbrach, geriet auch die Cons. Wenceslaus Grube in Konkurs. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 452
Schätzpreis: 220,00 EUR
Startpreis: 110,00 EUR
Gewerkschaft des Braunkohlen-Bergwerks Johanne Henriette
Kuxschein 1 Kux, Nr. 90
Unseburg, 21.2.1902
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 5. Bedeutendes Bergwerk in der Gemeinde Unseburg, Kreis Wanzleben. Kohleförderung 1921 mit 520 Mann Belegschaft tgl. rund 1.300 t, die in der eigenen Brikettfabrik zu rd. 6 Mio. Briketts jährlich gepreßt wurden. Bedeutender Anteil im Mitteldeutschen Braunkohlen-Syndikat. 1961 stellte die Grube die Förderung ein. Originalsignaturen. Lochentwertet.
Nr. 453
Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Gewerkschaft Deutschland
Kuxschein ohne Nennwert, Nr. 19627
Oelsnitz im Erzgebirge, 15.10.1922
Erhaltung: EF
R 2. 1871 erfolgte die Konstituierung der “AG Steinkohlenbauverein Deutschland” mit einem Aktienkapital von 550 000 Talern zur Ausbeute der erworbenen Kohlenfelder von 112 ha als Stammwerk der späteren Gewerkschaft Deutschland. 1872 begann das Abteufen, doch man stieß auf erhebliche Schwierigkeiten: Grubenbrände und starker Gebirgsdruck, Schlagwetter. Ein Brand im August 1888 nahm solchen Umfang an, daß der Schacht I abgesperrt und abgedämmt werden mußte. Es gelang nicht, des Feuers Herr zu werden, die finanziellen Verhältnisse des Werkes waren überfordert. 1889 wurde die AG in die neue Gewerkschaft “Deutschland” überführt. 1919 vereinigt mit dem Steinkohlenbauverein Hohndorf und der Oelsnitzer Bergbaugewerkschaft. Großes Steinkohlenbergwerk im Lugau-Oelsnitzer Revier. 6.000 Mann Belegschaft förderten um die 1 Mio. t Kohle im Jahr auf insgesamt 8 Schächten. Die Kuxenmehrheit lag zuletzt bei der Stadt Leipzig. Das spätere VEB Steinkohlenwerk Deutschland wurde 1960 mit dem VEB Steinkohlenwerk Karl Liebknecht vereinigt. Ende 1967 beschloß der Ministerrat der ehemaligen DDR die schrittweise Einstellung der Steinkohlenförderung im Lugau-Oelsnitzer Revier. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 454
Schätzpreis: 700,00 EUR
Startpreis: 350,00 EUR
Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia
Kux-Schein 1 Kux, Nr. 963
Wethmar, 1.8.1880
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 8. Die Gründung der Eisenhütte Westfalia läutete bereits im Jahr 1826 im bis dahin landwirtschaftlich geprägten Altlünen das Industriezeitalter ein. Der Standort an der Lippe war günstig: Der Rohstoff kam aus den eigenen Raseneisenerz-Feldern Westfalia, Neu-Westfalia und Elisabeth, die Holzkohle für die Verhüttung wurde aus dem nahen Cappenberger Wald bezogen, die Lippe war nicht nur ein günstiger Transportweg, sondern lieferte auch Wasserkraft. Arbeitskräfte warb man im Hunsrück und an der Saar an und erreichte mit dem Bau von Wohnungen und wegweisenden sozialen Einrichtungen eine starke Bindung der Mitarbeiter. 1876 wurde der Betrieb von der Eisenerzverhüttung auf die Eisenverarbeitung umgestellt. Die maßgebliche Beteiligung der Familie des Ruhrgebiets-Pioniers von Born und das Engagement von Friedrich Grillo als Grubenvorstand lenkten die Entwicklung der Eisenhütte Westfalia ganz natürlich hin zu einem maßgeblichen Maschinen- und Anlagenlieferanten für den Ruhrbergbau, der darauf aufbauend bald Weltgeltung erlangte. Ende der 1940er Jahre wurde der nach seinem Konstrukteur benannte Löbbe-Kohlenhobel entwickelt, der auf allen Kontinenten der Welt zum Einsatz kam. Seit den 1960er Jahren kamen zur Abbautechnik auch Maschinen für den Stollen- und Tunnelbau hinzu. 1991 fusionierte die Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia (GEW) mit Klöckner-Becorit in Castrop-Rauxel zur Westfalia Becorit Industrietechnik GmbH (WBI). 1995 verschwand der Name Westfalia, als WBI zur Ruhrkohle Technik AG kam. Seitdem firmiert das immer noch an dem alten Standort der Eisenhütte in Altlünen tätige Traditionsunternehmen als Deutsche Bergbautechnik GmbH und ist Weltmarktführer bei Strebausrüstungen und stranggeführten Transportsystemen im untertägigen Bergbau. Mit Originalunterschriften von Wilhelm Born, Konrad Schulz und Friedrich Grillo. Gedruckt auf Büttenpapier. Eingetragen auf Wilhelm von Born, Wiesbaden. Doppelblatt, inwendig mehrere Übertragungen.
Nr. 455
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Gewerkschaft Elwerath
Kuxschein 1 Kux, Nr. 503
Hannover, 1.12.1925
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 4. Die Gewerkschaft wurde 1866 gegründet mit dem Ziel Eisenerz abzubauen. AB 1920 war die Erdölgewinnung und -verwertung Unternehmenszweck. 1943 war die Gewerkschaft eine Tochtergesellschaft der Wintershall AG. 1951 übernahmen die deutsche Shell AG und die Esso AG Anteile. Lochentwertet.
Nr. 456
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Gewerkschaft für Deutsch-Oesterreichischen Bergbau zu Gotha
Kuxschein 1 Kux, Nr. 220
Berlin, 30.5.1906
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 6. Datum handschriftlich, mit Originalunterschriften. Lochentwertet.
Nr. 457
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Gewerkschaft Gottessegen zu Gotha
Kuxschein 1 Kux, Nr. 625
Berlin, von 1906
Erhaltung: EF/VF
Auflage 1000, R 6. Kalischürf- und Abbaugerechtsame in den Gemarkungen Bönnien und Bültum, Provinz Hannover. Stempelaufdruck, daß die Gruben Ella, Milla und Maruschka in Tustanowice (Galizien) 1916 erworben wurden. Umrandung im Historismus-Stil. Lochentwertet.
Nr. 458
Schätzpreis: 400,00 EUR
Startpreis: 200,00 EUR
Gewerkschaft “Justus I”
Kuxschein 1 Kux, Nr. 324
Köln a. Rh., 22.12.1903
Erhaltung: EF+
Auflage 1000, R 9. Die Gruben der Gesellschaft befanden sich in der Gemeinde Mudersbach, Kreis Altenkirchen. Ausgestellt auf die Privatbank C.G. Trinkaus, Düsseldorf. Doppelblatt, original signiert. Mit Lieferbarkeitsbescheinigung. Unentwertet.
Nr. 459
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Gewerkschaft Morgenstern
Kuxschein, Nr. 516
Pöhlau b. Zwickau, 20.12.1911
Erhaltung: EF
R 8. Steinkohlenbergwerk im Zwickauer Revier. Auf sechs Tiefbauschächten förderte die Gewerkschaft im Durchschnitt 600.000 t Steinkohle im Jahr mit einer Belegschaft von 4700 Mann. Ersatz-Urkunde. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 460
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Gewerkschaft Neue Hoffnung
bei Pömmelte (Braunkohlenbergwerk)
Kuxschein 1 Kux, Nr. 824
Magdeburg, 10.11.1899
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 5. Die Gewerkschaft betrieb 7 Grubenfelder mit ca. 15 Mio. qm Flächeninhalt bei Gnadau im Bergrevier Magdeburg. Grundbesitz: ca. 45 ha. Original signiert von dem Repräsentanten M. Nahnsen. Sehr dekorative graphische Gestaltung mit Eichenblättern. Lochentwertet.
Nr. 461
Schätzpreis: 2.000,00 EUR
Startpreis: 1.000,00 EUR
Gewerkschaft Odinshall
Kuxschein 1 Kux, Nr. 965
Hannover, 14.12.1905
Erhaltung: EF
Gründerstück, Auflage 1000, R 8. Gründung 1895. Benannt nach Odin (skandinavische Namensform für Wodan), dem höchsten Gott der Germanen. Braun- und Eisensteingrube „Frohe Zuversicht“ am Rumpelsberg im Arlesberger Forstbezirk, Kali-Gerechtsame in den Gemarkungen Colshorn, Heessel, Ahrbeck und Beinhorn bei Lehrte in Hannover. Eine Tiefbohrung bei Colshorn wurde bei 620 m als aussichtslos eingestellt. 1909 wurde die Liquidation beschlossen. Mit Originalunterschrift. Der dekorativste deutsche Kux mit Ansicht des Kaliwerkes, Vignette des Gottes Odin und goldfarbener Umrandung. Doppelblatt. Nur 11 Stücke sind seit Jahrzehnten bekannt.
Nr. 462
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Gewerkschaft Ost-Ardey (Sitz Bremen)
Kuxschein 1 Kux, Nr. 577
Frömern i. Westf., 1.5.1920
Erhaltung: EF/VF
Auflage 1000, R 10. Die Gewerkschaften Ost- und West-Ardey waren gleichberechtigte Gesellschafter der Bergwerksgesellschaft Ost- und West-Ardey mit beschränkter Haftung zu Frömern i. Westf. (Sitz Bremen), welche den gemeinsamen einheitlichen Betrieb der den Gewerkschaften Ost- und West-Ardey gehörigen Steinkohlen-Bergwerke bezweckte. Eingetragen auf den Bankier Christian Gottfried Trinkaus, den Gründer der bedeutenden Düsseldorfer Privatbank. Unentwertet.
Nr. 463
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Gewerkschaft Siegfried
Genussschein 60 RM, Nr. 2745
Hannover, 15.4.1940
Erhaltung: EF+
R 6. Gegründet 1896 von C. Hartmann als Bohrgesellschaft Concordia, 1897 überführt in die Gewerkschaftsform. Kalisalzbergwerk in der Gemarkung Vogelbeck und Hohnstedt (Kreis Northeim) und Salzderhelden, Negenborn und Volksen (Kreis Einbeck). Gerechtsame: 11.053 hannoversche Morgen. Gefördert wurden Carnallite, Hartsalz und Sylvinit. Seit 1920 befand sich die Mehrheit der Kuxe der Schwesterngewerkschaft Siegfried I. (die selbst die Mehrheit an der Gewerkschaft Siegfried II. hielt) im Besitz der Gewerkschaft Einigkeit. Nach der Zerschlagung der Concordia-Werksgruppe übernahm die Ver. Kaliwerke GmbH die Schachtquoten, die Schachtanlagen wurden geschlossen. Die Förderzinszahlungen wurden 1952 durch letzte eine Abfindungszahlung eingestellt. Lochentwertet. Kleinformat. Rückseitig zwei Stempel über bezahlte Tilgungsraten.
Nr. 464
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gewerkschaft Siegfried I.
Kuxschein 1 Kux, Nr. 165
Düsseldorf, 23.8.1905
Erhaltung: VF+
Gegründet 1896 von C. Hartmann als Bohrgesellschaft Concordia, 1897 überführt in die Gewerkschaftsform. Hauptinitiator zur Gründung der Gewerkschaft Siegfried I. war der Düsseldorfer Fabrikbesitzer Heinrich Compes. Kalisalzbergwerk in der Gemarkung Vogelbeck und Hohnstedt (Kreis Northeim) und Salzderhelden, Negenborn und Volksen (Kreis Einbeck). Gerechtsame: 11.053 hannoversche Morgen. Gefördert wurden Carnallite, Hartsalz und Sylvinit. Die Ges. Siegfried I. hielt die Mehrheit an der Schwesterngewerkschaft Siegfried II. Nach der Zerschlagung der Concordia-Werksgruppe übernahm die Ver. Kaliwerke GmbH die Schachtquoten. Lochentwertet. Originalsignaturen, u.a. Heinrich Compes, Düsseldorfer Industrielle und technischer Leiter der Gewerkschaft. Lochentwertet.
Nr. 465
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Gewerkschaft Siegfried I.
Kuxschein 1 Kux, Nr. 235
Vogelbeck, 10.12.1919
Erhaltung: EF
R 6. Lochentwertet.
Nr. 466
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gewerkschaft Siegfried I.
Kuxschein, Nr. 273
Vogelbeck, von 1920
Erhaltung: EF/VF
Auflage 1000, R 5. Lochentwertet.
Nr. 467
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Gewerkschaft Siegfried II.
Kuxschein 1 Kux, Nr. 214
Vogelbeck, 17.9.1923
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 5. Gegründet 1896 als Bohrgesellschaft Concordia, 1897 überführt in die Gewerkschaftsform. Kalisalzbergwerk in der Gemarkung Vogelbeck und Hohnstedt (Kreis Northeim) und Salzderhelden, Negenborn und Volksen (Kreis Einbeck). Gerechtsame: 11.053 hannoversche Morgen. Gefördert wurden Carnallite, Hartsalz und Sylvinit. Seit 1920 befand sich die Mehrheit der Kuxe der Schwestergewerkschaft Siegfried I. (die selbst die Mehrheit an der Gewerkschaft Siegfried II. hielt) im Besitz der Gewerkschaft Einigkeit. Originalsignaturen. Lochentwertet.
Nr. 468
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Gewerkschaft Sirius Gotha
Kux-Schein 1 Kux, Nr. 907
Düsseldorf, 1.3.1909
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 9. Dekorative Umrandung mit Jugendstil-Elementen. Ausgestellt auf die Niederrheinische Bank. Originalunterschrift.
Nr. 469
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Gewerkschaft Thüringen
Kuxschein, Blankette
Heygendorf bei Allstedt, undatiert
Erhaltung: EF
R 6. Gründung 1906. Von 1908 bis 1921 Förderung von Kali Carnallit bei Heygendorf (früher Heggendorf). Herrliche graphische Gestaltung. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 470
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Gewerkschaft West-Ardey (Sitz Bremen)
Kuxschein 1 Kux, Nr. 576
Frömmern i. Westf., 1.5.1920
Erhaltung: EF/VF
Auflage 1000, R 10. Die Gewerkschaften Ost- und West-Ardey waren gleichberechtigte Gesellschafter der Bergwerksgesellschaft Ost- und West-Ardey mit beschränkter Haftung zu Frömern i. Westf. (Sitz Bremen), welche den gemeinsamen einheitlichen Betrieb der den Gewerkschaften Ost- und West-Ardey gehörigen Steinkohlen-Bergwerke bezweckte. Eingetragen auf den Bankier Christian Gottfried Trinkaus, den Gründer der bedeutenden Düsseldorfer Privatbank. Unentwertet.
Nr. 471
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Giesecke & Devrient Typographisches Institut
8% Teilschuldv. Lit. B 1.000 RM, Nr. 79
Leipzig und Berlin, 25.9.1931
Erhaltung: EF
Auflage 250, R 6. Gründung 1852 als KG unter der Firma “Officin für Geld und Werthpapiere” in Leipzig (Stammhaus) und Berlin (dort saßen das Börsengeschäft und damit die großen Kunden), 1931 in eine AG umgewandelt. Beide Betriebsstätten (Berlin C 2, Wallstr. 27 und Leipzig C 1, Nürnberger Str. 12) lagen dann in der sowjetischen Besatzungszone und gingen dem Unternehmen damit verloren (aus dem Leipziger Betrieb wurde der VEB Wertpapierdruck der DDR). 1948 Sitzverlegung nach München, 1958 Umwandlung in eine GmbH. Schon früh hatte sich die Firma auf den Wertpapierdruck spezialisiert, wo sie in Deutschland das mit Abstand bedeutendste und fähigste Unternehmen wurde. Heute ist G&D zudem Technologieführer bei Smart Cards und Systemlösungen für die Bereiche Telekommunikation, elektronischer Zahlungsverkehr, Personenidentifizierung, Gesundheit, Pay TV, Multimedia- und Internetsicherheit. Bis heute im Besitz der Familie. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 472
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Gladbacher Rückvers.-AG
Namensaktie 1.500 Mark, Nr. 1053
M.-Gladbach, 15.8.1877
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie (Eintragungs-Certificat, gedruckt auf blaugrauem Papier), Auflage 2000, R 5. Gründung 1877. Großaktionär war die Gladbacher Feuerversicherungs-AG (bei der auch die Aachener und Münchener Feuer engagiert war), beide Gesellschaften wurden in Personalunion geführt. 1970 auf die Colonia-Versicherung in Köln verschmolzen (heute AXA-Colonia). Zunächst mit 20 % eingezahlt, 1920/23 aus Gesellschaftsmitteln vollgezahlt, Aktie aber nicht abgestempelt. Aparter Druck mit schöner Umrandung, Originalunterschriften. Die Gründeraktien gibt es sowohl auf blaugrauem wie auch auf weißem Papier. Der Grund dafür ist unbekannt, zumal der Unterschied quer durch alle Nummernkreise geht. Einschlägige blaugraue Randverfärbungen an einigen sonst weißen Aktien lassen vermuten, daß der Grund chemische Reaktionen im Papier waren. Weiterhin gibt es Unterschiede bei den Einzahlungsstempeln: Gar kein Stempel, nur von 1920, nur von 1923 und beide Stempel 1920 + 1923 kommen vor, je nachdem wann und wie oft die Aktie der Gesellschaft zur Umschreibung vorlag. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 473
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Gladbacher Wollindustrie AG vorm. L. Josten
Aktie 800 RM, Nr. 21391
M.-Gladbach, Dezember 1925
Erhaltung: EF
Auflage 920, R 5. Gründung 1895 unter Übernahme der seit 1882 bestehenden Fa. L. Josten in M.Gladbach, Rudolfstraße (Werk I). Hergestellt wurden von wollene und halbwollene Stoffe für Herren-, Damen- und Knabenkleidung, Uniformtuche und Wolldecken. 1925/26 Übernahme der Gladbacher Textilwerke AG vorm. Schneider & Irmen zu M.Gladbach, deren Betrieb in der Burkgrafenstraße als Werk II weitergeführt wurde. Nach dem Krieg wurde die Produktion schließlich im Werk I konzentriert und immer stärker auf textile Bodenbeläge ausgerichtet. Börsennotiz in Berlin und Düsseldorf, Großaktionäre waren Dr. Hugo Henkel, Düsseldorf (40%) und später auch das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. (25 %). Den Aufsichtsratsvorsitz führte jahrzehntelang der später als “Bankier Adenauers” bekannt gewordene Kölner Bankier Dr. Robert Pferdmenges. 1970 in eine GmbH umgewandelt. 400.000 RM dienten zur Übernahme der Gladbacher Textilwerke AG, 336.000 wurden von einem Bankenkonsortium übernommen. Lochentwertet.
Nr. 474
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Glauchauer Steinkohlenbau-Verein
Interimsschein 25 Thaler, Nr. 644
Glauchau, 1.3.1872
Erhaltung: EF/VF
R 9. Der Versuch, am nördlichen Ende der Zwickauer Mulde noch Steinkohle abzubauen, schlug fehl. Rückseitig ist noch bis zur V. Einzahlung am 26.8.1874 quittiert, dann wurde das Unternehmen scheinbar aufgegeben. Druck auf gelbem Papier. Feine Umrandung.
Nr. 475
Schätzpreis: 1.600,00 EUR
Startpreis: 800,00 EUR
Glückstädter Heringsfischerei AG
Aktie 500 RM, Nr. 49
Glückstadt, 1.4.1934
Erhaltung: EF
Auflage 280, R 8. Gründung 1933 mit 6 Heringsloggern, Heringsfang mit zuletzt 10 Motorschiffen und -loggern. Mit der zunehmenden Überfischung der Nordsee und dem erhöhten Einsatz von Fischfabrikschiffen wurde die von der Glückstädter betriebene Loggerfischerei unrentabel. Der Betrieb wurde in den 60er Jahren mit hohen Verlusten eingestellt. Sehr dekorativ, große Abb. von Heringsloggern auf hoher See. Eine der wenigen Aktien mit Hakenkreuz.
Nr. 476
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Glückstädter Heringsfischerei AG
Aktie 100 DM, Nr. 143
Glückstadt, Januar 1958
Erhaltung: UNC
Auflage 3360. Gründung 1933 mit 6 Heringsloggern, Heringsfang mit zuletzt 10 Motorschiffen und -loggern. Mit der zunehmenden Überfischung der Nordsee und dem erhöhten Einsatz von Fischfabrikschiffen wurde die von der Glückstädter betriebene Loggerfischerei unrentabel. Der Betrieb wurde in den 60er Jahren mit hohen Verlusten eingestellt.
Nr. 477
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Görlitzer Kreisbahn-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 492
Görlitz, 1.11.1906
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie, Auflage 1700, R 4. Gründung 1903 zum Bau der normalspurigen 26 km langen Bahn Görlitz-Krischa (eröffnet 1905) mit Verlängerung nach Weissenberg i.Sa. (eröffnet 1913). Großaktionäre waren die Stadt Görlitz, der Preußische Staat und die AG für Verkehrswesen. Lochentwertet.
Nr. 478
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Gold-Zack Werke AG
Aktie 100 DM, Nr. 17041
Mettmann, November 1967
Erhaltung: UNC
Ursprünglich von Coppel Cosman 1868 gegr. Gummiband-, Litzen- und Kordelfabrik in Barmen, 1871 Sitzverlegung nach Elberfeld. 1921 Fusion mit Villbrandt & Zehnder zur “Cosman, Villbrandt & Zehnder AG”. 1934 wird, durch zufällige Entdeckung von Zickzackmustern in der Ausschuß-Produktion, die Marke Gold-Zack geboren. Im Wirtschaftsboom der 50er Jahre wird Gold-Zack Marktführer. 1984 erwirbt die Schickedanz-Holding (Quelle) die Aktienmehrheit und bringt die AG an die Börse. Nach schweren Krisen in den 1990er Jahren trennt sich die Firma vom Textilgeschäft und dem Firmenzusatz „Werke“. Seitdem beschäftigt sich die Gold-Zack AG mit Vermögensverwaltung und Dienstleistungen in Zusammenhang mit Börseneinführungen. Auf dem Höhepunkt des Börsenbooms in der zweiten Hälfte der 90er Jahre noch einer der strahlenden Sieger, kämpft die AG heute um ihr Überleben. Im Juni 2003 Insolvenz angemeldet. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 479
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Gontard & Henny AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 36
Leipzig, 12.10.1915
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 200, R 5. Gründung 1915. Herstellung und Vertrieb von Seife und anderen chemischen und technischen Erzeugnissen, insbesondere die Übernahme und Fortführung der bisher unter der Firma Gontard & Henny in Leipzig-Plagwitz betriebenen Seifenfabrik. Lochentwertet.
Nr. 480
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Gontard & MetallBank AG
Anteilschein, Nr. 559
Frankfurt a.M., Mai 1999
Erhaltung: UNC
Anteilschein zum Anrecht auf 1 Stückaktie ohne Nennwert. Traditionsreiches, bereits 1726 gegründetes Privatbankhaus. AG seit 1997, als die Bank von der Gold-Zack-Gruppe übernommen wurde. 1999 Fusion mit der 1906 gegründeten, ehemals zur Metallgesellschaft gehörenden Metallbank GmbH. Zuletzt einer der Hauptakteure am berühmt-berüchtigten Neuen Markt - folglich im Frühsommer 2002 insolvent geowrden. Porträt-Vignetten von Johann Heinrich de Bary-Gontard und Wilhelm Merton. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 481
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Gothaer Waggonfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. (99587) 337
Gotha, 4.10.1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage 85000, R 6. Gründung 1898 unter Übernahme der Waggonfabrik Fritz Bothmann & Glück. Außer Eisenbahnwaggons wurden ab 1898 (erstmals für die Straßenbahn Mühlhausen i. Thür.) auch Straßenbahnwagen gebaut, später auch Wagen für die Berliner U-Bahn. Neben dem Bau von Eisenbahn-, Straßenbahn- und Triebwagen auch Automobil- und Flugzeugbau. Die Anfang 1913 gegründete Abteilung Flugzeugbau baute vor Beginn des 1. Weltkrieges Ein- und Zweidecker, anschließend zweimotorige Bomber und Seeflugzeuge (insges. 582 Maschinen). Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrages wurde die Flugzeugproduktion dann zerstört, 1933 mit dem Schul-Doppeldecker Go 145 wieder aufgenommen. 1916 Erwerb der Bayerischen Waggon- und Flugzeugwerke in Fürth, die als zweites Werk weitergeführt wurden (1938 verkauft). 1921 Fusion mit der Fahrzeugfabrik Eisenach (Automobilwerk „Dixi“, 1928 an BMW verkauft). 1926 Fusion mit der Cyklon Automobilwerke AG, Berlin Tempelhof (Werk Mylau ebenfalls 1928 wieder verkauft). 1936 Beteiligung an der Gotha-Ilmenauer Flugzeugbau GmbH. Börsennotiz Berlin und Frankfurt, Großaktionär war die Orenstein & Koppel AG. Ab 1949 VEB Waggonbau Gotha. Übernommen von einem Konsortium (Bank von Thüringen). Lochentwertet.
Nr. 482
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Gottfried Lindner AG
Aktie 100 DM, Nr. 6974
Ammendorf / Nürnberg, März 1963
Erhaltung: UNC
Auflage 2000. Gründung 1823, AG seit 1905. Erzeugnisse: Waggons, Straßenbahnwagen, Omnibusaufbauten, Lastanhänger, Flachsraufmaschinen. Werke in Ammendorf, Berlin, Dresden, Gaggenau, Köln, Königsberg, Hamburg und Nürnberg. Der Karosseriebau wurde 1928 an die Ambi-Budd-Presswerke in Berlin verkauft. 1949 teilte sich die Geschichte: In Nürnberg wurde der zweite Hauptsitz angemeldet, die Werke Nürnberg, Gaggenau (Baden), Berlin-Tempelhof und Köln gingen wieder in Betrieb. 1952 Abschluß eines Pacht- und Lizenzvertrages mit der Waggonfabrik AG in Rastatt, dessen Kündigung 1956 wegen nicht ausreichender Rentabiliät der Anfang vom Ende war: 1965 kam im Westen der Konkurs. Das Werk Ammendorf wurde 1949 entschädigungslos von einer sowjetischen AG in Besitz genommen. Nach der Wende gehörte es zuletzt zur Daimler-Tochter Adtranz, die dann von Bombardier übernommen wurde. 2004 kam trotz erbitterter Gegenwehr von Belegschaft und Landesregierung das Aus auch für das traditionsreiche Ammendorfer Werk.
Nr. 483
Schätzpreis: 480,00 EUR
Startpreis: 240,00 EUR
Granitwerke Steinerne Renne AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 71
Hasserode, 15.9.1899
Erhaltung: VF
Gründeraktie (1903 in eine Vorzugs-Aktie umgewandelt). Auflage dieser Variante nur 93 Stück, R 6. Eine Gründung der Bankiers Meyerstein aus Hannover. Sie brachten in die AG Steinbrüche und Wasserkraftanlagen ein, die sie kurz zuvor dem Fürsten Stolberg-Wernigerode abgekauft hatten. (Granitsteinbrüche mit Ausbeutungsrechten auf 41 ha im Fürstlichen Forstrevier Hasserode, eine Wasserkraftanlage an der Steinernen Renne und Marmorbrüche im Gebiet der Lahn). Vor allem die unrentablen Marmorbrüche brachten die Gesellschaft in ständige Schwierigkeiten, eine Dividende gab es nie. Im Gegenteil, 1902, 1903, 1907 und 1913 mussten die Aktionäre sogar jeweils Geld nachschießen, wobei die Stammaktien dann teilweise in Vorzugsaktien umgewandelt wurden. 1920 Umfirmierung in „Transatlantische Handels-AG“, 1938 erneute Umbenennung in „Mineralien-Aktiengesellschaft“. Eine im April 1940 beschlossene Kapitalerhöhung kam nicht zustande, gleich darauf Konkurseröffnung. Die Spuren dieser hochinteressanten AG sind in Form eines Baustoffwerks und der Wasserkraftanlage noch heute zu sehen, und zwar nahe der Station „Steinerne Renne“ der Harzquerbahn. Mit Originalunterschriften der Direktion. Doppelblatt.
Nr. 484
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Graphitwerk Kropfmühl AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 464
München, 11.2.1933
Erhaltung: EF
Auflage 200, R 5. Gegründet 1870, AG seit 1916. Die Gesellschaft betreibt das einzige Bergwerk für makrokristallinen Graphit in der Europäischen Union. Außerdem Beteiligungen an Graphitbergwerken in China, Sri Lanka und Zimbabwe. Lochentwertet.
Nr. 485
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Grevener Baumwoll-Spinnerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 276
Greven i.W., 1.1.1900
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie, Auflage 1000, R 4. Bereits 1855 wurde das Unternehmen gegründet, 1899/1900 Umwandlung in eine AG. Erzeugt wurden in der Dreicylinderspinnerei in Greven Rohgarne, Effektgarne und Zwirne in allen Variationen aus Baumwolle, Zellwolle und Synthetiks. Zudem wurde in Coesfeld (Westf.) als Zweigbetrieb eine Baumwollbuntweberei übernommen. In der letzten großen Textilkrise Ende der 1980er Jahre schloß auch dieser Traditionsbetrieb. Die Vermögenswerte wurden abgewickelt, 1999 dann Verkauf des AG-Mantels. Heute die GBS Asset Management AG. Seit Juli 2008 wieder börsennotiert. Sehr dekorative Umrahmung. Doppelblatt, lochentwertet. Stockfleckig am unteren Rand, sonst toperhalten.
Nr. 486
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Große Casseler Straßenbahn AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 4575
Kassel, 21.1.1898
Erhaltung: VF
Auflage 2000, R 5. Gründer waren die Schweizerische Ges. für elektrische Industrie sowie Siemens & Halske. Entstanden durch Übernahme des 1884 gegründeten Pferdebahnbetriebes „AG Casseler Stadteisenbahn“ und der „Casseler Straßenbahn-Gesellschaft“, letztere hatte 1877 mit der Strecke Königsplatz-Schloss Wilhelmshöhe die erste Dampfstraßenbahn Deutschlands eröffnet. 1927 Übernahme der Herkulesbahn von der Stadt Kassel. Damit kam das Streckennetz auf 13 Linien mit 36 km Gesamtlänge. 1928 Gründung der „Kasseler Omnibus-Gesellschaft mbH“, 1935 Beteiligung an der Gründung der „Kur- und Badehaus Wilhelmshöhe GmbH“. 1939 Umfirmierung in „Kasseler Verkehrs-Gesellschaft“. 1946 vom Land Hessen enteignet, heute sind die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH und die Stadt Kassel Alleinaktionäre. Lochentwertet.
Nr. 487
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Grosse Leipziger Strassenbahn
Aktie 1.000 Mark, Nr. 7145
Leipzig, 10.11.1898
Erhaltung: VF
Auflage 2000, R 5. Gründung 1895. Später wurden übernommen: 1896 die Leipziger Pferde-Eisenbahn-AG (gegr. 1872), 1916 die Leipziger Elektrische Straßenbahn und die Leipziger Allg. Kraft-Omnibus-Gesellschaft. 1920 ging der Betrieb in Eigenregie der Stadt Leipzig über, die Aktionäre erhielten eine Abfindung teils in bar, teils in Leipziger Stadtanleihen. Lochentwertet.
Nr. 488
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Großenhainer Webstuhl-
und Maschinen-Fabrik AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 1220
Großenhain, Juli 1942
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 1100, R 5. Gründung 1852 durch Anton Zschille, seit 1872 AG. Herstellung und Vertrieb von Textilmaschinen, insbes. Webstühlen. 1888 Übernahme des Konkurrenzbetriebes May & Kühling in Chemnitz, welcher 1899 stillgelegt wurde. Börsennotiz Berlin und Leipzig, zuvor auch Chemnitz und Dresden. Die Firma wurde nach dem Krieg nicht verlagert. Lochentwertet.
Nr. 489
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Großkraftwerk Franken AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 10148
Nürnberg, Mai 1942
Erhaltung: EF
Auflage 10704, R 5. Gründung 1911 durch die Stadtgemeinden Nürnberg und Fürth sowie die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. 1913 Inbetriebsetzung des Dampfkraftwerks Gebersdorf. 1920-22 Ausbau einer Regnitzwasserkraft in Hausen bei Forchheim (Ofr.). Ab 1922 enge Zusammenarbeit mit der Rhein-Main-Donau AG 1958 Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerks Happurg. 1967 Fertigstellung des Kraftwerks Franken II in Kriegenbrunn. Stromlieferungen ausschließlich an Weiterverteiler (u.a. Energie- und Wasserversorgung AG sowie Verkehrs-AG Nürnberg und die Stadtwerke Fürth) und industrielle Großkunden. Mehrheitsaktionär war lange Zeit die Stadt Nürnberg. 2001 in der E.ON Bayern AG aufgegangen. Lochentwertet.
Nr. 490
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Großkraftwerk Franken AG
Aktie 100 DM, Nr. 25962
Nürnberg, Dezember 1967
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 11650. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 491
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Grüner-Bräu AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 168
Fürth, Dezember 1926
Erhaltung: EF+
Auflage 200, R 5. Gründung 1863, AG ab 1896 als Aktienbrauerei Fürth vorm. Gebr. Grüner, ab 1926 Grüner-Bräu-AG. 1936 Übernahme der AG Brauerei Zirndorf bei Nürnberg, 1939/40 der Nürnberger Eisfabriken Hans Fürsattel. 1969 erwarb die Schickedanz-Gruppe 25% der Aktienanteile, 1972 wurde die Brauerei in die Patrizier-Bräu integriert. 1977 Einstellung der Produktion. 1996 in die Tucher Bräu KG eingebracht, jetzt INKA-AG für Beteiligungen (Inselkammer-Gruppe). Lochentwertet.
Nr. 492
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Grundstücks- und Baugesellschaft AG
Namens-Aktie 100.000 DM, Nr. 5562
Heidenheim a.d. Brenz, Aug. 1995
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1907 durch die Stadt Heidenheim und Heidenheimer Industriefirmen. 1995 nach Fortfall der Wohnungs-Gemeinnützigkeit Umfirmierung in Grundstücks- und Baugesellschaft AG. Bis dahin hatte sich der Bestand im sozialen Wohnungsbau seit Kriegsende von 800 auf fast 5.000 Wohnungen ausgeweitet. Großaktionäre der seit 1996 in Stuttgart börsennotierten AG sind die Fa. Voith, die Stadt Heidenheim und die Kreissparkasse Biberach. Gedruckt auf Karton. Äußerst hoher Nennwert. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 493
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gummiwerk Sonneberg AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 87
Sonneberg, September 1927
Erhaltung: EF
Auflage 150, R 5. Gründung 1925 zur Herstellung und zum Vertrieb von Gummiwaren aller Art. 1928 wurde bereits das Konkursverfahren eröffnet, 1932 ist die Firma erloschen. Lochentwertet.
Nr. 494
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Gummiwerke Becker AG
Aktie 100 RM, Nr. 3565
Heidenheim a.d.Brenz, 31.3.1943
Erhaltung: EF
Auflage 2368, R 5. Fortbetrieb der 1906 von Gustav Becker gegründeten Fabrik, in der Gummiwalzen und technische Gummiwaren hergestellt wurden. Börsennotiz damals im Freiverkehr Stuttgart. 1951 Neubau einer zweiten Fabrik in der Paulstrasse, 1967 Errichtung eines Zweigwerkes in Düren. Die auf Gummiwalzen für die Papierindustrie spezialisierte Firma bewegte sich konsequenterweise auf ihre Hauptabnehmer zu und baute 1987 sogar ein Reparaturwerk in Finnland. 1991 in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.
Nr. 495
Schätzpreis: 190,00 EUR
Startpreis: 95,00 EUR
Gummiwerke ELBE AG
Aktie 80 RM, Nr. 753
Piesteritz b. Kl.-Wittenberg (Elbe), März 1925
Erhaltung: EF-
Auflage 15500, R 7. Gründung 1898 in Leipzig unter der Firma Oxylin-Werke, 1900 verlegt nach Priesteritz, 1901 umbenannt wie oben. Herstellung von technischen Gummiwaren aller Art, von Schläuchen für alle Zwecke, gummierten Stoffen, Gummistiefel, Gummiartikeln für Fahrrad- und Automobilbedarf und für elektrotechnische Zwecke. Großaktionär (1943): Felten & Guilleaume Carlswerk AG, Köln. In der DDR Betrieb fortgeführt seit 1946 als VEB Gummiwerke Elbe, nach der Privatisierung aufgegangen in der TIP TOP Oberflächenschutz Elbe GmbH. Lochentwertet.
Nr. 496
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Gustav Genschow & Co. AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2212
Berlin, 12.4.1913
Erhaltung: VF
Auflage 500, R 6. Gründung 1907 durch Fusion der Badische Munitionsfabrik GmbH mit Werken in Karlsruhe-Durlach und Wolfartsweier und der oHG in Firma Gustav Genschow & Co. in Berlin und Köln (gegr. 1888 als Waffengroßhandlung mit Ex- und Importgeschäft). Auf dem Gebiet der Jagd- und Sportmunition wurde Genschow nach Übernahme des Munitionsgeschäftes von Köln-Rottweil der größte Konkurrent der Rheinisch-Westfälische Sprengstoff AG in Köln (Gruppe Dynamit-Nobel / I.G.Farben). Einen sonst unausweichlichen Kampf vermied man durch Abschluß eines I.G.-Vertrages 1927, der 1931 auf die Dynamit-AG vorm. A. Nobel & Co. in Hamburg überging. Ab 1938 konnten die in Berlin und Hamburg börsennotierten Genschow-Aktien 5:2 in I.G.-Farben-Aktien umgetauscht werden. Das gesamte Vermögen wurde wegen Zugehörigkeit zum I.G.-Farben-Konzern durch alliiertes Kontrollratsgesetz Nr. 9 vom 30.11.1945 beschlagnahmt. 1951 kamen die Munitions- und Schrotfabrik Karlsruhe-Durlach und die Lederwarenfabrik Altstadt-Hachenburg wieder in Gang, 1953 Entlassung aus der alliierten Kontrolle und Auflösung des I.G.-Vertrages mit der Dynamit-AG vorm. Alfred Nobel & Co. in Troisdorf, die aber mit zuletzt 94 % Hauptaktionär blieb. 1960 Umwandlung in eine GmbH. Lochentwertet. Linker Rand beschädigt.
Nr. 497
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
GUTBROD AG
Kompletter Satz nummerngleicher Aktien 4 Nennwerte: 50, 100, 500 u. 1.000 DM, Nr. 24
Frankfurt a.M., März 1991
Erhaltung: UNC
Gründung 1882 unter Übernahme der 1853 eingetragenen Mech. Kämmerei und Kammgarnspinnerei von Fr. Bockmühl Söhne als Kammgarnspinnerei Düsseldorf. 1928 Erwerb der Kammgarnspinnerei Cranz & Co. Mönchengladbach. 1968 Verlagerung der Garnfertigung von Düsseldorf nach Mönchengladbach, zugleich Einbringung der Teilbetriebe Kämmerei und Spinnerei der Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei AG in Bremen. 1969 Umfirmierung in Vereinigte Kammgarnspinnereien AG und Sitzverlegung nach Bremen. 1974 Schließung des Werkes Mönchengladbach und Konzentration der Fertigung in Delmenhorst. 1979 Schließung der Wollkämmerei, 1980 Vergleichsverfahren (1985 aufgehoben). 1988 Umfirmierung in VKS-Freizeitbetriebe AG. 1989/90 erwarben die im Maschinenbau engagierten Brüder Rothenberger den VKS-Mantel, um auf diesem Umweg die Gutbrod-Werke GmbH in Bübingen an die Börse zu bringen, deshalb erneute Umfirmierung in Gutbrod AG. Kurz vor dem Börsengang disponierten die Rothenbergers aber um und verkauften Gutbrod an die amerikanische MTD Products. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 498
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
H. Maihak AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 848
Hamburg, September 1938
Erhaltung: EF
Auflage 400, R 5. Gründung 1885, AG seit 1910. Herstellung von Indikatoren, Mono-Gasprüfern, Dampfmessern, Manometern, Manographen, Thermometern, Hubzählern usw. In der Nachkriegszeit erlebte die Firma einen starken Aufschwung. Seit 1958 gehört die Maihak AG zum Westinghouse-Konzern, 2000 übernahm die Sick-Gruppe die Aktienmehrheit, danach Verschmelzung auf die Sick Maihag GmbH. Lochentwertet.
Nr. 499
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
H. W. Appel Feinkost-AG
Aktie 100 Goldmark, Nr. 4385
Hannover, 11.6.1924
Erhaltung: EF
Auflage 4500, R 6. Gründung 1879 von Heinrich Wilhelm Appel als Zucker- und Kolonialwaren-Großhandlung, ansässig zuerst im Hof des “Hotel Kasten”. 1886 Umzug auf das Gelände Engelbosteler Damm 72, wo 1924 ein großer Fabrikneubau errichtet wird. 1895 Übergang zum Feinkosthandel. Gründung von Zweigwerken für Marinaden und Fischkonserven in Hamburg-Altona (1911) und Lauterbach auf Rügen (1916). 1923 nach dem Tod des Firmengründers Umwandlung in eine AG. 1931 Übernahme der Krebsabteilung der Triumph-AG in Prostken/Ostpreußen. Appel stellt jetzt mit über 1.400 Mitarbeitern mehr als 1.000 Feinkostartikel her und ist das größte Unternehmen seiner Art in Deutschland. 1960 Errichtung eines Zweigwerkes in Büsum. Mitte der 60er Jahre verkauft die Familie Appel ihre Aktienmehrheit an die Südzucker, die aber das Geschäft in der Rezession nach der Ölkrise nicht in den Griff bekommt. 1975 Verkauf an die Düsseldorfer Senf- und Konserven-Industrie Frenzel KG, die noch im gleichen Jahr das Werk Hannover stillegt und die Produktion der Appel & Frenzel Feinkost in ihren Werken Düsseldorf und Jülich konzentriert. 1977 Umwandlung in eine GmbH. Lochentwertet.
Nr. 500
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Haake-Beck Brauerei AG
Aktie 100 DM, Nr. 17746
Bremen, April 1961
Erhaltung: EF+
Bereits 1826 gegründet, 1887 Umwandlung in die „C. H. Haake Brauerei AG“. 1921, als die Umfirmierung in Haake-Beck Brauerei AG erfolgte, hatte die Brauerei in Bremen, Am Deich 28 schon einen für die damalige Zeit außergewöhnlich hohen Ausstoß von 350.000 hl jährlich. Sie besaß ferner fast sämtliche Aktien der Bremer Brauerei AG, der Hemelinger Aktien-Brauerei, der Aktienbrauerei Karlsburg in Bremerhaven und der Haslinde-Hoyer-Brauerei AG in Oldenburg. Alle diese Töchter wurden 1971 in GmbH’s umgewandelt und 1972 (zusammen mit der Union Brauerei GmbH Bremen und der Winterhuder Brauerei GmbH Hamburg) mit der Haake-Beck Brauerei AG fusioniert. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 501
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Haeberlein-Metzger Vereinigte Nürnberger Lebkuchen- und Schokoladen-Fabriken AG
Vorzugs-Aktie 1.000 DM, Nr. 92
Nürnberg, 25.4.1955
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 100, R 9. Gründung 1920 durch Fusion der Firmen Heinrich Haeberlein und F.G. Metzger. Noch heute einer der bekanntesten Namen, wenn es um Lebkuchen geht. Mit Kuponbogen. Lochentwertet. Nur 7 Stücke entgingen der Vernichtung!
Nr. 502
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
HAGEDA Handelsgesellschaft Deutscher Apotheker AG
Namensaktie Lit. A 1.000 Mark, Nr. 12892
Berlin, 25.4.1922
Erhaltung: EF/VF
Auflage 122615, R 6. Gründung 1902 als “Einkaufsgenossenschaft der Apothekenbesitzer Berlins”. 1904 Umwandlung in die “Handelsgesellschaft deutscher Apotheker mbH”, seit 1921 AG. In rascher Folge wurden im ganzen Reich Zweigniederlassungen errichtet, so 1904 in München, 1905 in Köln, 1908 in Dresden, 1911 in Breslau und Hamburg, 1912 in Frankfurt (Main). 1906 Errichtung einer eigenen Verbandstoff-Fabrik, 1911 einer Fabrik für Ampullen. Gleichzeitig Ausbau der Abt. Reagenzien und der homöopathischen Abteilung. 1915 Bau einer Salbenfabrik. Ab 1922 auch Herstellung bakteriologischer Präparate. 1924 Errichtung einer Tabletten-, Dragier- und Pillenfabrik in Berlin-Reinickendorf. Für den riesigen Fuhrpark bestand sogar ein eigener Karosseriebaubetrieb (die 1920 gegründete Brandenburgische Automobil-Reparaturwerkstatt GmbH). 1950 Sitzverlegung nach Köln. Die AG ist bis heute börsennotiert und gehört mit fast 5 Mrd. € Jahresumsatz zu den führenden deutschen Pharmagroßhändlern. Großaktionär ist mit über 95 % die Familie Merckle in Blaubeuren. Lochentwertet.
Nr. 503
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Hagener Straßenbahn AG
5% Obligation 1.000 hfl, Specimen
Hagen (Westf.), 1.2.1961
Erhaltung: UNC/EF
Gegründet 1897 durch die Accumulatorenfabrik Hagen (heute VARTA) und Siemens & Halske zur Übernahme der 1884 als Pferdebahn eröffneten und 1896 elektrifizierten Straßenbahn in Hagen. 1900 Erwerb der Eckeseyer Straßenbahn. Seit 1906 war die Stadt Hagen Alleinaktionärin. 1911 Übernahme der 6,1 km langen Linie Hagen-Hohenlimburg von der Westfälischen Kleinbahnen AG. 1926 Erwerb der Mehrheit an der 18,4 km langen, 1903/07 eröffneten Kleinbahn Haspe-Voerde-Breckerfeld GmbH, die Bahnanlagen wurden 1931 vollständig übernommen. Die Hagener Straßenbahn beschäftigte jetzt rd. 600 Mitarbeiter. Nach dem Krieg dünnte das Liniennetz langsam aus (1951 noch 72 km, 1966 nur noch 38 km), 1976 wurde der Straßenbahnbetrieb ganz eingestellt. An sich schon 1953 begebene Anleihe unter der Garantie der Stadt Hagen von bis zu 1,325 Mio. hfl., die der Umschuldung einer ursprünglich schon 1930 in Holland begebenen Anleihe diente. Mit komplett anhängenden Kuponbögen. Perforiert. Hochinteressanter Bahnwert aus dem aufgelösten Amsterdamer de Bussy-Archiv, es sind überhaupt nur 2 Stücke bekannt.
Nr. 504
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie Lit. D 1.000 Mark, Nr. 128
Blankenburg (Harz), 1.3.1908
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 5. Die Konzession für die Bahn erteilte die braunschweigische Regierung am 16.4.1870 und die preußische Regierung am 8.7.1870. Die wichtigsten Strecken waren: Halberstadt-Blankenburg (18,8 km, eröffnet 1873), Blankenburg-Tanne (kombinierte Adhäsions- und Zahnradbahn mit 26,6 km, sukzessive eröffnet bis 1886) sowie Blankenburg-Quedlinburg mit Abzweig nach Thale (20,5 km, eröffnet 1907). Die wegen ihrer Steigungen sehr anspruchsvollen Gebirgsstrecken wurden von namhaften Lokomotivfabriken (u.a. Borsig) besonders gern für Versuchsfahrten genutzt. Anschlüsse bestanden in Tanne an die Südharz-Eisenbahn und in Drei-Annen-Hohne an die Harzquerbahn. Für die ständigen Erweiterungen der Bahnanlagen hatte die Gesellschaft zwischen 1874 und 1920 insgesamt 10 Anleihen aufgelegt. Großaktionär der HBE war zuletzt die „Allgemeine Lokalbahn- und Kraftwerke-AG“ (heute AGIV). Nachdem die HBE in der Ostzone 1946 entschädigungslos enteignet worden war, wurde zur Rettung des Westvermögens 1949 der Sitz wieder nach Braunschweig verlegt, wo er bei der Gründung schon einmal war. 1975 Umwandlung in eine GmbH und Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. Heute werden die Strecken von der Connex Regiobahn GmbH betrieben. Lochentwertet.
Nr. 505
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Hallenbau Land und Stadt AG
Aktie 100 RM, Nr. 139
Magdeburg, März 1932
Erhaltung: EF
Auflage 700, R 4. Gründung 1922 zum Bau und Betrieb einer Halle um Ausstellungen und Versteigerungen von Vieh, landwirtschaftlichen Maschinen, Geräten und Produkten zu veranstalten. Die Halle wurde in einer Stahlbetonskelettkonstruktion errichtet. Großaktionär (1943) die Stadt Magdeburg. In den 50er Jahren als Sporthalle benutzt. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz Lochentwertet.
Nr. 506
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Haller-Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 686
Hamburg-Altona, September 1939
Erhaltung: EF
Auflage 2332, R 4. Gründung als AG 1895, hervorgegangen aus den Firmen Hopf & Co. (gegr. 1875) und Georg Haller (gegr. 1876). Bis August 1938: Vereinigte Metallwaarenfabriken vormals Haller & Co., dann Haller-Werke AG. Herstellung und Vertrieb von Koch- und Heizeinrichtungen, Stahl- und Grauguß. 1907 Erwerb der Eisengießerei der Herren P.L. Saurer & Co. in Torgelow, 1919 der Eisengießerei Otto Wendorf & Co. in Torgelow. 1944 Fusion mit dem Eisenwerk G. Meurer in Cossebaude. 1951 Halle-Meurer-Werke AG, 1986 Konkurs. Lochentwertet.
Nr. 507
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hamburg Leipzig Lebensversicherungsbank AG
Namensaktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 158
Leipzig, 1.9.1924
Erhaltung: EF
Auflage 1000, R 3. Gründung 1924 als Hamburg Leipzig Lebensversicherungsbank, von 1928 bis 1930: Aachen-Leipzig Lebensversicherungsbank, bis 1937: Deutscher Lloyd Lebensversicherungsbank, danach Deutscher Lloyd Lebensversicherung AG. 1947 verlagert nach München, 1998 Zusammenführung der Deutscher Lloyd Versicherungen und der Generali Versicherungen zu den Generali Lloyd Versicherungen, 2000 Eingliederung in die AMB-Gruppe. Lochentwertet.
Nr. 508
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Handelsbank in Lübeck
Aktie 1.000 DM, Nr. 1377
Lübeck, November 1955
Erhaltung: EF
Die älteste Lübecker Bank. Gründung 1856 als „Credit- und Versicherungsbank in Lübeck“, schon 1859 umbenannt in “Commerz-Bank in Lübeck”. 1937 Zusammenschluß mit der Lübeckischen Kreditanstalt (Staatsanstalt), 1938 Übernahme des Bankgeschäftes Alfons Frank & Co. 1940 Umfirmierung zur “Handelsbank in Lübeck”, um Verwechslungen mit der “großen” Commerzbank zu vermeiden. 1943 Verschmelzung mit dem Spar- und Vorschuß-Verein AG, Bad Schwartau. Mit 55 Geschäftsstellen die Regionalbank des Lübecker Raumes einschließlich der Kreise Stormarn, Ost-Holstein und Herzogtum Lauenburg. Börsennotiz Berlin und Hamburg. Lange war die Hansestadt Lübeck größter Aktionär, Ende der 70er Jahre kauften sich die Commezbank (über 25 %) und die Deutsche Bank (über 50 %) ein. 1988 umbenannt in “Deutsche Bank Lübeck AG”, 2003 nach squeeze-out der letzten Kleinaktionäre komplett in die Deutsche Bank eingegliedert. Rückseitig als entwertet abgestempelt. Leichte vertikale Knickfalte mittig, sonst tadellos. Erstmals angebotener Jahrgang!
Nr. 509
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Handelsbank in Lübeck
Aktie 50 DM, Nr. 12808
Lübeck, Juni 1967
Erhaltung: UNC/EF
Rückseitig mit Entwertungstempel. Erstmals angebotener Jahrgang!
Nr. 510
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Handelsvereinigung Dietz & Richter - Gebrüder Lodde AG
Aktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 149
Leipzig, Januar 1941
Erhaltung: EF
Auflage 180, R 7. Die Firma Dietz & Richter wurde bereits 1807 gegr., 1920 Vereinigung mit der Drogengroßhandlung Gebr. Lodde. Großhandel in Drogen, Chemikalien und Pharmazeutika. 1922 Umwandlung in AG, zugleich Übernahme der seit 1835 bestehenden Firma Frölich & Co. in Münster (Westf.), die 1928 eine weitere Niederlassung in Hagen errichtete. 1934 Übernahme der Firma C. F. Cyriax & Co. und Pharmagotha in Gotha. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig. Nach Enteignung der mitteldeutschen Betriebe 1953 Sitzverlegung nach Münster (Westf.). Die Niederlassung Hagen wurde 1954 im Zuge der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung der Familienaktionäre der Familie Lodde übertragen. Mehrheitsaktionär ist danach der Apotheker Wiljelm Flach, später die Pharca GmbH in Essen, die am Ende fast 99 % der Aktien besitzt (gehört zum Pharmagroßhändler Noweda eG). Die von rd. 100 Mitarbeitern erzielten Umsätze steigen rasant, wobei vor allem 1983/84 ein Sprung von 60 auf 93 Mio. DM in’s Auge fällt. 1975 vollständig in die Noweda eG eingegliedert. Lochentwertet.
Nr. 511
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Handwerksbau AG Regierungsbezirk Merseburg
Namensaktie 200 RM, Nr. 695
Halle a. S., Dezember 1938
Erhaltung: EF/VF
Auflage 3500, R 4. Gründung 1936 unter Führung des Reichsstandes des Deutschen Handwerks.
Nr. 512
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Hanf-, Jute- und Textilit-Industrie AG
Aktie 100 RM, Nr. 3455
Wien, August 1939
Erhaltung: VF+
Auflage 32120, R 8. Gründung 1869 als Erste österreichische Jute-Spinnerei und Weberei. Die Stammfabrik befand sich in Wien-Simmering, deren Betrieb 1874 durch Erwerb des von der liquidierenden AG Floridsdorfer Jutemanufactur übernommenen Floridsdorfer Etablissements rationeller gestaltet wurde. 1919 Übernahme der Anlagen der Ersten österr. mechanischen Hanfspinnerei, Bindfaden- und Seilfabrik Lieser & Duschnitz in Neuda bei Pöchlarn. Ab 1922 enge Interessengemeinschaft mit der AG der Ersten ungarischen Jute-Spinnerei und Weberei, deren Betriebe in Neufeld a.d. Leitha 1925 im Fusionswege übernommen wurden. 1927 Erwerb der Schoeller-Mühlen in Ebenfurt, die vorhandene Wasserkraft wurde weiter ausgebaut und den benachbarten Neufelder Fabriken dienstbar gemacht. Im Zuge von Zentralisierungsmaßnahmen wurde 1957 die Jutewarenerzeugung durch Zusammenlegung der Betriebe Wien-Simmering und Neufeld in letzterem Werk konzentriert und 1959 die Flachsspinnerei Floridsdorf in das Werk Neuda verlegt. Lochentwertet.
Nr. 513
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Hanfwerke Oberachern AG
Aktie 100 RM, Nr. 1076
Oberachern/Baden, 1.11.1942
Erhaltung: EF
R 5. Gründung 1875, AG seit 1883, bis 1942 als Mechanische Bindfadenfabrik, Oberachern. Heute managt und vermietet die AG Immobilien. Lochentwertet.
Nr. 514
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Hannover Rückversicherungs-AG
Aktie 10 x 5 DM, Muster
Hannover, November 1994
Erhaltung: UNC
Nullgeziffertes Muster. 1966 unter dem Namen AG für Transport- und Rückversicherung in Bochum gegründet. Seit 1976 Hannover Rückversicherungs-AG. Haupteigentümer mit ca. 75% ist HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie VVaG, Hannover. Dekorativ mit Abb. des Verwaltungssitzes.
Nr. 515
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hannoversche Finanz AG
Aktie Lit. A 100.000 Mark, Nr. 280
Hannover, Oktober 1923
Erhaltung: VF
Gründeraktie, Auflage 1500, R 10. Finanzierung und Betrieb von industriellen Unternehmungen jeder Art. Schöne Gestaltung, Niedersachsen-Roß im Unterdruck. Leicht fleckig, kleine Randverletzungen. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 516
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Hannoversche Immobilien-Ges.
Aktie 1.000 Mark, Nr. 8456
Hannover, 15.1.1923
Erhaltung: EF-
Auflage 1500. Gründung 1890 durch den Baurat Wallbrecht, der 77 Immobilien in die Gesellschaft einbrachte, darunter das Geschäftshaus Continental mit Hotel, das Konzerthaus, das Luisenbad und den Palmengarten. Seit 1925 in Abwicklung. Die Tochtergesellschaft Union-Boden betreibt noch heute in Hannover mehrere Parkhäuser. Börsennotiz Berlin, Hamburg und Hannover. Letzter Mehrheitsaktionär war mit 59 % die Stadt Hannover. Gleiche hochdekorative Gestaltung wie die Gründeraktie. Doppelblatt.
Nr. 517
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Hannoversche Kaliwerke AG
Aktie 100 RM, Nr. 4829
Oedesse, 8.5.1928
Erhaltung: EF
Auflage 10500, R 5. Gründung 1900, Firmensitz ab 1914 in Oedesse bei Peine. Betrieben wurden Kaligruben in den Gemeinden Oedesse, Eddesse, Wendesse, Edemissen und Dollbergen. Dem Aufsichtsrat gehörte u.a. der bedeutende Bankier Dr. Arthur Salomonsohn an. 1925 Übertragung der Kaliquote auf den Aschersleben-Konzern. 1936 sind die Betriebsanlagen durch das Ersaufen des Schachtes stillgelegt worden. 1937 auf Abbruch verkauft. Lochentwertet.
Nr. 518
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Hannoversche Portland-Cementfabrik
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1533
Hannover, 7.11.1898
Erhaltung: EF
Auflage 600, R 5. Gründung 1884. Fast ein ganzes Jahrhundert Zementfabrikation in Misburg mit eigenem Stichkanal zum Mittellandkanal. Großaktionär ist die Teutonia-Zement. 1989 wurde die Liquidation der HPC beschlosssen, dieser Beschluß aber 1994 wieder aufgehoben. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 519
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Hannoversche Porzellanfabrik
und Metallwerk AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 204
Lamspringe, Juni 1927
Erhaltung: EF+
Auflage 300, R 7. Gründung 1921 als Niedersachsenwerke AG unter Übernahme der Firma Norddeutsche Handelsgesellschaft Mackenthun & Co. in Lamspringe. Fabrikation und Verwertung von Porzellan und elektrischen Bedarfsartikeln. Ab 1925 Hannoversche Porzellanfabrik und Metallwerk AG. 1934 wurde die Produktion eingestellt. Lochentwertet.
Nr. 520
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Hansa-Brauerei AG
Namens-Aktie 100 Goldmark, Nr. 621
Stendal, 23.12.1924
Erhaltung: EF
Auflage 1700, R 3. Gründung 1899 als Bergbrauerei AG zu Stendal. Produktion ober- und untergäriger Biere, alkoholfreier Getränke und Eis. 1920 Übernahme der Aktien-Bierbrauerei Bürgerliches Brauhaus in Stendal, auf deren Gelände die Braustätten konzentriert wurden. Die alte Bergbrauerei wurde stillgelegt und das Grundstück an die Stadtgemeinde Stendal verkauft. Bierniederlagen (1943): Arneburg, Bismarck, Gardelegen, Goldbeck, Oebisfelde, Osterburg, Schönhausen, Tangerhütte, Tangermünde, Werben. 1950 Hansa-Brauerei Stendal, Hogrefe & Co. KG, 1955 VEB Hansa-Brauerei Stendal, 1990 Hansa-Getränke Stendal GmbH, 1990 Hansa-Brauerei Stendal GmbH, 1992 Schließung. Lochentwertet.
Nr. 521
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hansa-Universal Vermögens-Bildungs- und Beteiligungs-AG
Namensaktie 50 DM, Nr. 3083
Hamburg, 6.9.1983
Erhaltung: EF+
Gründeraktie, Auflage 10000. Gesellschaftszweck war die Vermögensbildung von Betriebsangehörigen der „Petersen & Alpers-Atlantic-Rhederei (PAAR)“ durch Beteiligung an den Gesellschaften der Firmengruppe. Bereits 1986 wieder aufgelöst. Farbenprächtiger G&D-Druck mit großer Ansicht vieler Segelschiffe im Hamburger Hafen, Silhouette von Hamburg im Hintergrund, Neptun mit Segelschiff “Hans” und Indianerhäuptling mit Frachtschiff “Manitou”. Das Stück zählt zu den schönsten deutschen Aktien der Nachkriegszeit. Da sich alle Aktien in einer Hand befanden, wurde die Kontrollunterschrift weggelassn.
Nr. 522
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Hanseatische AG Immobilien
& Innovative Technik Investitionen
Sammelaktie 5 x 50 DM, Nr. 2999
Hamburg, Dezember 1990
Erhaltung: UNC
Gründung 1989. Vermögensanlagen und Unternehmensbeteiligungen, insbesondere auf dem Gebiet der umweltfreundlichen Kraftwerke (Verwendung sauberer Energien), der innovativen Techniken und der Immobilien im In- und Ausland. 1990 Umbenennung in Hanseatische AG Elektrizitätswerk- und Umwelttechnik. Beteiligt an 3 Windkraftwerken und 12 Energiewerken (Kraft-Wärme-Koppelung) in den neuen Bundesländern. Die Gesellschaft fiel durch besonders agressives Einwerben stiller Beteiligungen auf. Zuletzt 1996/97 im AG-Handbuch verzeichnet. Hamburger Wappen und Firmenname in silber gedruckt. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 523
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Harmonie-Gesellschaft e. V.
Schuldschein 100 RM, Nr. 474
Mannheim, 1.4.1926
Erhaltung: EF
Auflage 1500, R 5. 1803 Gründung der Lesegesellschaft “Casino” durch 134 Mannheimer Bürger und Adlige um in geselliger Runde Literatur, Kunst und Musik zu pflegen. 1813 Vereinigung mit der “Museums-Gesellschaft” unter dem bis heute bestehenden Namen “Harmonie-Gesellschaft”. 1951/52 Wiederaufbau mit rund 90 Mitgliedern. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 524
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Harpener AG
Aktie 100 DM, Nr. 20352
Dortmund, 1.12.1971
Erhaltung: EF+
Gründung 1856 mit einem Kapital von 1 Mio. Thaler unter Übernahme von 12 Kohlenfeldern in der Nähe von Harpen, unweit Bochum. Initiator war der Dortmunder Arzt Friedrich Wilhelm Müser, dessen Vorfahren sich bereits im 18. Jh. um den Steinkohlenbergbau bemüht hatten. Noch im Gründungsjahr wurde mit dem Aufbau der Zechen Prinz von Preußen bei Bochum-Werne und Heinrich Gustav bei Altenbochum begonnen. 1859 begann die regelmäßige Förderung. Bei Bochum, Herne, Werne, Lünen und Buer gelegene Zechen: Heinrich Gustav mit 2 Schächten, Amalia, Prinz von Preussen mit 2 Schächten, Caroline, Neu-Iserlohn, Vollmond; von der Heydt, Julia, Recklinghausen I und II, Gneisenau, Preussen I und II, Hugo I, II und III. Noch vor der Jahrhundertwende war Harpen zum Unternehmen mit der höchsten Fördermenge des Ruhrgebietes herangewachsen. 1934 erwarb der Flick-Konzern einen maßgeblichen Kapitalanteil. Im Frühjahr 1954 übernahm der französische Stahlkonzern SIDECHAR das Flick’sche Aktienpaket und nutzte Harpen fortan für den eigenen Bedarf an Koks und Kohle. 1970 Umfirmierung von Harpener Bergbau-AG in Harpener AG, 1995 in Harpen AG. Harpen, eine bis heute börsennotierte AG mit den RWE als Großaktionär, ist jetzt vor allem im Energieversorgungs- und Immobiliengeschäft tätig und verwaltet daneben noch riesigen Grundbesitz aus früheren Zeiten. Sehr dekorativ, zwei Vignetten mit Firmensignet und Händen mit Grubenlicht. Abheftlochung am oberen und unteren Rand.
Nr. 525
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Harzer Werke zu Rübeland und Zorge
Aktie Lit. A 300 Mark, Nr. (12141) 2012
Blankenburg am Harz, 2.1.1879
Erhaltung: VF/F
Auflage 6000, R 2. Gründung 1870 zur Übernahme der fiskalisch braunschweigischen Berg- und Hüttenwerke mit 4 Holzkohlen-Hochöfen und Eisengießerei, Maschinenfabrik, Kesselschmiede, Eisensteingruben. Die Gesellschaft war ferner Pächter der bekannten Baumannshöhle und der damals neuentdeckten Hermannshöhle und versah diese mit elektrischem Licht. Börsennotiz Berlin. 1990 in Besitz der treuhandanstalt und Umwandlung in SKL Harzer Werke GmbH Blankenburg. 1991 Privatisierung als Harzer Werke GmbH. 1996 wurde ein Gesamtvollstreckungsverfahren eröffnet. Lochentwertet. Ränder beschädigt.
Nr. 526
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Harzer Werke zu Rübeland und Zorge
4,5% Teilschuldv. 500 Mark, Nr. 1110
Blankenburg am Harz, 30.6.1920
Erhaltung: EF-
Auflage 400, R 6. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 527
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hauptstadt Breslau
7% Schuldv. 1.000 RM, Nr. 1822
Breslau, Juli 1926
Erhaltung: VF+
R 7. Lochentwertet.
Nr. 528
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
HEAG Hannoversche Eisengiesserei und Maschinenfabrik AG
Aktie 500 RM, Nr. 1336
Anderten bei Hannover, Juni 1933
Erhaltung: EF+
Auflage 1484, R 5. Gründung 1857, AG seit 1859 (ab 1930 Namenszusatz „Heag“ Hannoversche Eisengießerei und Maschinenfabrik AG). Drei Abteilungen: Gießerei, Landmaschinenbau (Mäher, Heuwender, Kartoffelernter, Ackerwagen) und Rohrreinigung (reinigte nach patentierten Verfahren Rohrleitungsnetze bis 1.000 mm Durchmesser). Börsennotiz Hannover. 1953 Vergleich, 1955 Anschlußkonkurs. Lochentwertet.
Nr. 529
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Heidelberger Druckmaschinen AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 32953
Heidelberg, Juli 1970
Erhaltung: UNC
Auflage 49910. Die Maschinenfabrik wurd 1850 von Andreas Hamm gegründet, AG seit 1899 als “Schnellpressenfabrik A. Hamm AG”, 1967 Umfirmierung in “Heidelberger Druckmaschinen AG”. Mit dem “Heidelberger Tiegel”, der ersten vollautomatischen Tiegldruckpresse der Welt sowie den Zylinderautomaten und Bogenrotationen für den Offsetdruck stieg das Unternehmen zum bedeutendsten (und zeitweise ertragreichsten) Druckmaschinenhersteller der Welt auf. 1998 Verschmelzung mit der vorher zum Siemens-Konzern gehörenden Linotype Hell AG, womit dann auch in der Druckvorstufe eine überragende Position erreicht wurde. Großaktionär war bis Anfang 2004 der RWE-Konzern (früher über die Tochter Rheinelektra, Mannheim). Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 530
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Heidelberger Straßen-
und Bergbahn AG
Aktie 100 DM, Nr. 1316 (18480)
Heidelberg, März 1951
Erhaltung: EF+
Auflage 2050, R 4. Gründung 1887 unter Übernahme der seit 1885 bestehenden Heidelberger Straßen- und Bergbahn-Gesellschaft Leferenz & Co. Am 13.5.1885 wurde die erste Pferdebahn zwischen Hauptbahnhof und Marktplatz eingesetzt. 1890 Eröffnung der Drahtseil- und Zahnradbahn Kornmarkt-Schloß-Molkenkur (1907 elektrifiziert und um die Bergbahn Molkenkur-Königstuhl erweitert). 1902 auf den Straßenbahnlinien Umstellung von Pferdebahn- auf elektrischen Betrieb. Die erste Einrichtung von Omnibuslinien 1905 war ein Fehlschlag: Schon 1906 wurden die beiden Linien wieder eingestellt und die Omnibusse zu Lastwagen umgebaut, die beim Bau der oberen Bergbahn zum Einsatz kamen. 1923 Übernahme aller der Stadtgemeinde Heidelberg gehörenden Bahnen und Betriebseinrichtungen. 1928 erneuter Einsatz von Omnibussen im Linienverkehr, doch auch dieser Versuch mißlingt: Die Busse werden anschließend für Vereins- und Ausflugsfahrten verwendet, woraus sich bei der HSB ein eigenes Reisebüro entwickelt. 1939 zudem Übernahme der Vertretung des Mitteldeutschen Reisebüros und des Norddeutschen Lloyd. Erst 1948 wird im dritten Anlauf der Omnibusbetrieb auf 4 Linien dauerhaft etabliert. 1951 Inbetriebnahme des elektrischen Personenaufzuges auf den Königstuhlturm. Ende der 1960er Jahre wurden auf 9 Straßenbahn- und 14 Omnibus-Linien sowie der Bergbahn Kornmarkt-Schloß-Molkenkur-Königsstuhl insgesamt ca. 35 Mio. Passagiere jährlich befördert. 2005 Zusammenschluß mit der MVV Verkehr, der Rhein-Haardtbahn und der Verkehrsbetriebe Ludwigshafen zur RNV Nahverkehr Rhein-Neckar.
Nr. 531
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Hennen-Brauerei AG
vormals Adolf Schröder
Aktie 1.000 Mark, Nr. 165
Henne b. Naumburg a.S., 12.7.1913
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie, Auflage 468, R 5. Bei der Gründung 1913 brachte Frau Charlotte Schröder folgende Immobilien ein: Grüner Baum, Deutsche Schenke, Turnvater Jahn (Naumburg, Wasserstr. 27). Betrieb der Hennenbrauerei, Herstellung von Selters und Limonade. 1917 wurde die Brückner’sche Brauerei in Kösen hinzuerworben. Erst 1990 wurde die Brauerei stillgelegt. Tolle Gestaltung mit Getreideähren. Lochentwertet.
Nr. 532
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Henninger-Bräu AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 7431
Frankfurt a.M., 3.5.1943
Erhaltung: EF+
Auflage 1000, R 5. Gründung 1881 unter Übernahme der seit 1869 bestehenden Henninger’schen Brauerei in Sachsenhausen. Wegen Kapitalzusammenlegung 1888 Neuausgabe der Aktienurkunden. 1920 nach Fusion Umfirmierung in Brauerei Henninger-Kempff-Stern AG, seit 1935 Henninger-Bräu AG. Weiter übernommen wurden die Cerveceria Bieckert S.A. in Buenos Aires (1958), die Cerveceria Schneider S.A. in Santa Fé (1959), die Brauhaus Nürnberg J. G. Reif AG (1960), die Kreuznacher Brauhaus Ph. Nicolay KG (1961), die Union-Brauerei in Groß-Gerau und die Engelbräu Heidelberg (1966), die Aktienbrauerei-Bürgerbräu AG in Ludwigshafen (1968), die Eichbaum-Werger-Brauereien AG in Worms (1970) und die Germania-Brauerei AG in Wiesbaden (1972 von Binding). Mit einem Jahresausstoß von über 2 Mio. hl die größte Braustätte Deutschlands. 2001 Verkauf der Marken- und Vertriebsrechte der Marke Henninger an die Binding-Brauerei AG, 2002 wird aus der Gruppenholding Binding-Brauerei AG die Radeberger Gruppe AG. Lochentwertet.
Nr. 533
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Herdfabrik Delligsen AG
Aktie 100 RM, Nr. 1210
Delligsen, Januar 1934
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 2000, R 5. Gründung Ende 1933 durch die Anleihegläubiger der 1931 in Konkurs gegangenen Maschinen- und Fahrzeugfabriken Alfeld-Delligsen AG (gegr. 1899 als „Bernburger Maschinenfabrik“, Sitzverlegung 1915 nach Alfeld und 1923 nach Hannover; Fabrikationsprogramm: Maschinen für die Papier- und Chemieindustrie, Herde, Öfen, Waggons). Die ursprünglich 1904 eröffnete Herdfabrik Delligsen verfügte auch über ein Emaillierwerk, eine Graugießerei und eine Vernickelung. Die nach dem Einmarsch der Alliierten 1945 stillgelegte Fabrik fiel der Demontage zum Opfer, lief aber schon Ende 1946 wieder mit voller Kapazität. Die in Hannover börsennotierte AG wurde 1959 insolvent (Eröffnung des Vergleichsverfahrens). Lochentwertet.
Nr. 534
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Herdfabrik und Eisengießerei AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 808
Herne i.W., Mai 1923
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 6200, nach Kapitalumstellung 1924 noch 4650, R 5. 1897 gegründet, seit 1922 AG. Herstellung und Verkauf von Kochherden (Kohle-, Gas- u. Elektroherde), außerdem Herdöfen und Gaskocher. Nach dem Krieg auch Produktion von Ölöfen und Kühlschränken. Angesichts des nicht mehr zeitgemäßen Produktionsprogramms mußte der Betrieb mit zuletzt kaum mehr als 100 Mitarbeitern 1972 schließen, 1975 erlosch die AG. Lochentwertet.
Nr. 535
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Herdfabrik und Eisengiesserei AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 52
Herne, November 1953
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 400. G & D-Druck.
Nr. 536
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Hermann Köhler AG
Aktie 100 RM, Nr. 4961
Altenburg, November 1939
Erhaltung: EF
Auflage 200, R 5. Gründung 1921. Herstellung von Nähmaschinen. 1923 Angliederung der Möbelfabrik AG Pößneck. Börsennotiz: Freiverkehr Leipzig. 1945 Fusion der Firmen Hermann Köhler AG, Dietrich & Co. und Winselmann zum Nähmaschinenwerk Altenburg. Nach der Verstaatlichung in der DDR VEB Nähmaschinenwerk Altenburg, nach der Privatisierung 1990 ALTIN Nähtechnik GmbH. Lochentwertet.
Nr. 537
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hermann Meyer AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 17304
Köln, Oktober 1921
Erhaltung: VF-
Auflage 20000, R 8. Gründung 1917. Herstellung von Tuch- und Textilwaren, Großhandel mit Waren der Tuchmanufaktur und Bekleidungsbranche. 1921 Übernahme der Herrentuchfabrik J. Weber Söhne in Euskirchen. Zweigniederlassungen in Ober-Mylau i.V. und Euskirchen Rhld. Notiz im Freiverkehr Berlin, Frankfurt/M., Hamburg und Köln. Lochentwertet. Stockfleckig.
Nr. 538
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Hermann Schött AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 1875
Rheydt, Dezember 1959
Erhaltung: EF+
Auflage 500. Eines der weltweit ältesten Unternehmen der graphischen Industrie, gegründet bereits 1818, AG seit 1899. Die Großdruckerei beschäftigte zuletzt um die 400 Leute und war auf den Druck von Zigarrenbanderolen, Zigarrenkistenetiketten, Schokoladeumschläge, Pralinenpackungen, Plakate, Wein- und Liköretiketten sowie Faltschachteln aller Art spezialisiert. Börsennotiz: Freiverkehr Düsseldorf. 1982 Konkurs. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 539
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Hermes Kreditversicherungsbank AG
Namensaktie 100 RM, Nr. 147047
Berlin, 25.6.1928
Erhaltung: EF
Auflage 10000, R 3. Gründung der Hermes Kreditversicherungsbank AG 1917 in Berlin (1937 Umfirmierung Hermes Kreditversicherungs-AG) als Spezialgesellschaft für Kredit-, Kautions- und Vertrauenschadenversicherung. 1924 Fusion mit der Merkur-Kreditversicherungsbank AG in Stuttgart. 1926 machte sich das Deutsche Reich durch Übernahme weitgehender Haftungen für Exportgeschäfte zum Träger der neugeschaffenen deutschen Ausfuhr-Kredit-Versicherung. Mit der Durchführung wurden der Hermes und die damals noch bestehende Frankfurter Allgemeine Versicherungs-AG betraut (letztere verkaufte ihre Kreditversicherungssparte dann 1929 an den Hermes). 1949 Errichtung eines Zweitsitzes in Hamburg, wo seitdem und bis heute die Unternehmensleitung sitzt. Im gleichen Jahr erhielt der Hermes auch das Mandat der Bundesregierung für die Bearbeitung der neugeschaffenen Ausfuhr-Garantien des Bundes. Mehrheitsaktionär des in München und Berlin börsennotierten Hermes war jahrzehntelang die Münchener Rück. Die Allianz-Versicherung, die schon immer eine Schachtelbeteiligung besessen hatte, baute diese zuletzt zur Mehrheit aus und drängte die letzten freien Aktionäre 2002 per Sqeeze-Out heraus, danach Namensänderung auf einheitlichen Konzernnamen Euler-Hermes Kredtitversicherungs-AG. Lochentwertet.
Nr. 540
Schätzpreis: 2.400,00 EUR
Startpreis: 1.200,00 EUR
Herzoglich Nassauische Privilegierte Eisenbahn-Gesellschaft
Aktie 500 Fr. = 20 £stg., Nr. 1xx
Wiesbaden, 1.1.1857
Erhaltung: VF
Gründeraktie, Auflage 4931, R 10. Viele schon vor Mitte des letzten Jahrhunderts projektierten Bahnen im Herzogtum Nassau kamen mangels Interesse der Regierung nicht zustande. Erst der königlich belgische Generalmajor Niellon erhielt 1852 eine Konzession für seinen Plan, eine Bahn von Bieberich über Rüdesheim nach Niederlahnstein zu bauen. Dieses Unternehmen führte er jedoch nicht selbst aus, sondern übertrug seine Rechte im Frühjahr 1853 an zwei Londoner Kapitalisten, Thomas Green und John Duncan. Am 23.6.1853 erhielt diese „Herzoglich Nassauische Eisenbahn-Gesellschaft“ die Konzession der nassauischen Landesregierung. Nachdem die ursprünglich als Kaution hinterlegte Summe für den Streckenbau verwendet wurde, reduzierte die Eisenbahngesellschaft ihr Stammkapital von ursprünglich 800.000 £ auf 240.000 £. Am 16.8.1856 erhielt sie eine neue Konzession für die Rhein- und Lahnbahn. Im Februar 1857 konnte die Strecke Wiesbaden-Rüdesheim eröffnet werden. Doch kurz danach stellte sich heraus, daß ein Wechsel der Eisenbahngesellschaft über 90.000 £, hinterlegt bei der herzoglichen Landesbank, nicht eingelöst werden konnte. Auf Anraten der Landesbank überprüfte die Landesregierung die erfolgten Aktienzeichnungen. Die Nachforschungen ergaben, daß anstatt der angeblich 20.000 Aktien in Wirklichkeit nur 4.931 Aktien existierten. Aufgrund einer höchsten Entschließung vom 22.8.1857 geriet die Eisenbahngesellschaft vollständig unter staatliche Aufsicht. Am 4.10.1858 entschied sich die nassauische Regierung zur Übernahme des Bahnbaus für alle Strecken auf Staatskosten. Dünne Stelle am rechten Rand hinterklebt. Die Aktiennummer lochentwertet. Eine eisenbahngeschichtlich bedeutende Rarität.
Nr. 541
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG
5% Teilschuldv. 1.000 Mark, Nr. 26887
Berlin, Februar 1921
Erhaltung: EF
Auflage 50000, R 6. Gründung 1906 unter Übernahme des Kupferwerks in Ilsenburg am Harz und des Messingwerks bei Eberswalde von der oHG Aron Hirsch & Sohn in Halberstadt. 1918 fusionsweise Übernahme der Chemische Fabrik Hönningen und vorm. Messingwerk Reinickendorf R. Seidel AG in Berlin. 1921 Erwerb der Aktienmehrheit an der Hüttenwerke C. Wilh. Kayser & Co. AG in Berlin (heute als Hüttenwerke Kayser AG in Lünen zur Norddeutschen Affinerie gehörig). 1932 spalteten die Großaktionäre (Deutsche Bank und Dresdner Bank) die Firma auf: Die “alte” AG wurde umbenannt in Berlin-Ilsenburger Metallwerke AG, ihr verblieb die Kupferhütte Ilsenburg (in der DDR bis zuletzt die schlimmste Giftschleuder am Fuße des Harzes), die 1934 in die Kupferwerke Ilsenburg AG ausgegründet wurde, während die Berlin-Ilsenburger Metallwerke AG 1936 in Liquidation trat. Das Ilsenburger Werk ist heute eine Produktionsstätte für Grobbleche der Salzgitter AG. Der wesentlich größere Teil des Unternehmens, die Kupfer- und Messingwerke Finow (Mark), wurde bei der Betriebsaufspaltung 1934 in die unter altem Namen neu gegründete “Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG” eingebracht, deren Großaktionäre wurden die “alte” Hirsch Kupfer (jetzt: Berlin-Ilsenburger Metallwerke AG) und die Otavi Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft, South West Africa. Das riesige, 7,7 Mio. qm große Werk hatte 9,3 km Wasserfront am Oder-Havel-Kanal und am Finowkanal, zwei eigene Bahnhöfe mit 7,5 km Normalspurbahnen sowie eine 18 km lange schmalspurige Fabrikbahn. Als AEG-Tochter “Finow Kupfer- und Messingwerke AG” überstand der Betrieb den Krieg völlig unbeschädigt und wurde 1945 von der Roten Armee besetzt. Nach wenigen Tagen begannen die Sowjets mit dem Abtransport aller Werkseinrichtungen, entfernten die Konstruktionselemente der Werkshallen und sprengten die stehengebliebenen Mauerstümpfe. Damit erlosch eine weltbekannte, über 250 Jahre alte Produktionsstätte. Die AG wurde enteignet. 1947 von der AEG als „Hirsch“ Kupfer- und Messingwerke GmbH in Hamburg, später Frankfurt/Main für den Bereich Metallhandel neu gegründet. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 542
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG
Aktie 100 RM, Blankette
Berlin, Juli 1928
Erhaltung: EF
R 6. Mit Stempel: Aktie gültig geblieben 1932 Berlin-Ilsenburger Metallwerke. Lochentwertet.
Nr. 543
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Hirsch-Brauerei Cöln AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 825
Köln, 30.1.1912
Erhaltung: EF/VF
Auflage 1250, R 5. Bei der Gründung im Jahr 1900 brachte die Hirschbrauerei Gebr. Steingroever in Köln-Bayenthal 14 Grundstücke mit aufstehenden Brauereigebäuden und alles Inventar ein. Die Brauerei hatte eine Leistungsfähigkeit von 100.000 hl im Jahr. 1918 Übernahme des Malzkontingents der Rhein. Brauerei-Gesellschaft in Cöln-Alteburg. 1931 Fusion mit der Adler-Brauerei AG und Umfirmierung in Adler- und Hirsch-Brauerei AG. Gelegentlich der Übernahme der Aktienmehrheit durch die Essener Aktien-Brauerei Carl Funke AG (die spätere Stern-Brauerei Carl Funke AG, die 1998 schließlich in Dom-Brauerei AG umfirmierte und den Sitz nach Köln verlegte) 1938/39 Umfirmierung in Dom-Brauerei Carl Funke AG. Obwohl die Mälzerei in Köln-Ehrenfeld 1943/44 total zerstört wurde, war die Dom-Brauerei schon in den 60er Jahren wieder die größte Brauerei in Köln. 1972 völlig in die Essener Stern-Brauerei eingegliedert. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 544
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Hirschbrauerei AG
Aktie 100 DM, Nr. 1509
Düsseldorf, August 1969
Erhaltung: EF+
Auflage 250. Gegründet 1897 als oHG Hirschbrauerei Lichtschlag & Co., 1911 Umwandlung in eine AG. Ab 1917 Zusammenarbeit mit der Braugemeinschaft Düsseldorf, wobei die Hirschbrauerei in Lohnbrauerei auch für 20 Kleinbetriebe aus Düsseldorf und Neuss braute. Ab 1942 musste der Betrieb wegen schwerer Kriegsschäden eingestellt werden, erst im Oktober 1948 konnte die Brauerei die Produktion wieder aufnehmen. Bekannt wurde sie dann vor allem durch das Düssel-Alt, das nach Einstellung des eigenen Brauereibetriebes seit 1974 extern im Lohnbrauverfahren gebraut wurde. Lange Zeit war die Königsbacher Brauerei AG vorm. Jos. Thillmann mehrheitlich beteiligt, daneben hielt die Dortmunder Union-Schultheiss-Brauerei AG (heute Brau und Brunnen AG) mehr als 25 % der Aktien. 1996 erwarb die Peters & Bambach Privatbrauerei GmbH & Co. KG diese Aktienpakete und brachte die Hirschbrauerei AG dann 2004 per squeeze-out zu 100 % in ihren Besitz. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 545
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
HOBAG Holzbau-AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 746
Breslau, Januar 1942
Erhaltung: EF
Auflage 850, R 7. Gründung 1940. Holzhandel und Holzverarbeitung. Lochentwertet.
Nr. 546
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Hochseefischerei Nordstern AG
Aktie 100 DM, Nr. 715
Bremerhaven, September 1972
Erhaltung: UNC/EF
Gegründet 1905 zwecks Fang und Verwertung von Seefischen. Von der aus 12 Dampfern bestehenden Flotte verblieben nach dem 2. Weltkrieg nur noch 3 Schiffe. 1985 Mitgründung der Deutschen Fischfang-Union. 1988 Umfirmierung in Nordstern Lebensmittel AG und Angliederung von Tiefkühl-, Verarbeitungs- und Vermarktungskapazitäten außerhalb des Fischereisektors. 1997 Umfirmierung in die heutige Frosta AG. Hersteller von Tiefkühlkost unter der Marke FRoSTA. Mit farbiger Reederei-Flagge. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 547
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Hochtief AG für Hoch- und Tiefbauten vorm. Gebr. Helfmann
Aktie 1.000 DM, Nr. 30959
Essen, Juli 1961
Erhaltung: EF+
Auflage 7000. Gründung 1896 zur Übernahme des Baugeschäfts der Gebr. Helfmann in Frankfurt/Main. Filialen bestanden in Berlin, München, Amsterdam, Hannover, Hamburg, Karlsruhe und Königsberg. Mitte 1922 Sitzverlegung nach Essen, 1924 wurde dem Firmennamen das Wort „Hochtief“ vorangestellt. Heute der größte deutsche Baukonzern. Großaktionäre nach 1945 waren zuerst das RWE und die AEG, dann das RWE, die Commerzbank und Merck, Finck & Co., schließlich erlangte das RWE mit zuletzt 62 % allein eine satte Mehrheit, von der man sich 2004 trennte und die Aktien breit streute. 2005/06 erwarb Baron August von Finck über die Custodia Holding AG (die frühere Löwenbräu AG) über 25 % von Hochtief und verkaufte das Paket im März 2007 zum mehr als doppelten Preis an die spanische Baufirma ACS. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 548
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hoesch AG
5% Teilschuldv. 1.000 RM, Nr. 29737
Dortmund, März 1940
Erhaltung: EF
Auflage 21000, R 6. Die Verbindung der Familie Hoesch zur Eisenindustrie reicht bis in das 17. Jh. zurück. Ihre Hammer- und Hüttenbetriebe errichtete die Familie jeweils dort, wo die Standortverhältnisse eine günstige Entwicklung versprachen. Von den alten Betriebsstätten in der Eifel wurden die Werke 1846 angesichts der knapper werdenden Rohstoffe Erz und Holzkohle in die Nähe der Steinkohle nach Eschweiler verlagert. Leopold Hoesch fasste schließlich den Entschluss, den Schwerpunkt seiner industriellen Tätigkeit ins Ruhrgebiet zu verlegen. Zusammen mit Verwandten gründete er 1871 für den Betrieb eines Eisen- und Stahlwerkes in Dortmund eine oHG. Daraus wurde 1873 die Eisen- und Stahlwerk Hoesch AG. 1899 wurde mit dem Erwerb der Gewerkschaft ver. Westphalia in Dortmund auch eine eigene Kohlengrundlage geschaffen. 1930 Verschmelzung mit dem Köln-Neuessener Bergwerksverein (früher Kölner Bergwerksverein), 1938 Umfirmierung in Hoesch AG. 1952 auf alliierte Anordnung zeitweise in die drei Nachfolgegesellschaften Hoesch Werke AG, Altenessener Bergwerks-AG und Industriewerte AG aufgespalten. 1992 in einer spektakulären, nicht gerade freundlichen Aktion vom Erzkonkurrenten Krupp „geschluckt“. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 549
Schätzpreis: 460,00 EUR
Startpreis: 230,00 EUR
Hoesch AG
Sammelaktie 1.000 x 1.000 RM, Nr. 29001-30000
Dortmund, Januar 1943
Erhaltung: EF
R 6. Lochentwertet.
Nr. 550
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Hoesch Werke AG
Aktie 100 DM, Nr. 77047
Dortmund, August 1983
Erhaltung: EF
Dekorativ, große Portrait-Vignette des Firmengründers Leopold Hoesch. Druck von G & D. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 551
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Hoffmann’s Stärkefabriken AG
Aktie 50 DM, Nr. 593
Bad Salzuflen, August 1992
Erhaltung: UNC
Werksgründung 1850, AG seit 1887. Herstellung von Stärke- und Nährmitteln, Haushalts- und Körperpflegeprodukten; jahrzehntelang bekanntestes Produkt war “Hoffmann’s Gardinenweiß”. 1993 Übernahme durch die britische Chemiefirma Reckitt & Colman plc, Umbenennung in Reckitt & Colman Deutschland AG und Sitzverlegung nach Hamburg. 2001 Fusion mit der alteingesessenen Mannheimer Chemiefirma Benckiser GmbH, Umfirmierung in Reckitt Benckiser Deutschland AG und Sitzverlegung nach Mannheim. Mit Abb. der bekannten, sich das Pfötchen leckenden Katze. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 552
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Hohburger Quarz-Porphyr-Werke AG
4,5% Teilschuldv. 500 RM, Nr. 87
Leipzig, August 1942
Erhaltung: EF
Auflage 80, R 6. Gründung 1899 unter Übernahme der früher vom Frhr. von Schönberg auf Thammenhain betriebenen Quarzporphyrbrüche in den Hohburger Bergen bei Wurzen. Außerdem (von den Bahnhöfen Collmen-Böhlitz und Seelingstädt ausgehend) Betrieb einer normalspurigen Privateisenbahn für Personen- und Güterverkehr. Doppelblatt, lochentwertet.
Nr. 553
Schätzpreis: 700,00 EUR
Startpreis: 350,00 EUR
Hohenzollernhütte Roer, König & Co.
Aktie 1.000 Mark, Nr. 2136
Emden, 9.7.1906
Erhaltung: VF+
Gründeraktie, Auflage 3000, R 8. Die Lage des Unternehmens fern aller Rohstoff- und Energiequellen sowie ständige Störungen und Stilllegungen im Hochofenbetrieb verhinderten lange eine gedeihliche Entwicklung. Das Jahr 1912 brachte die Wende: Nun zog Hugo Stinnes als Vorsitzender in den Aufsichtsrat ein, nachdem seine Deutsch-Luxemburgische Bergwerks-AG die Aktienmehrheit übernommen hatte. Ausgesprochen dekorativ und farbenprächtig, roter Preußenadler mit Gold- und Silberdruck.
Nr. 554
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Hohlglashüttenwerke Ernst Witter AG
Aktie 5.000 RM, Nr. 38
Unterneubrunn, 23.5.1925
Erhaltung: EF
Auflage 120, R 6. Gründung 1906. Betrieb der Glashüttenwerke der Firma Ernst Witter in Unterneubrunn i.Thür. Haupterzeugnisse: Verpackungs- und sonstiges Behälterglas, weiße Flaschen. 1907 Errichtung der Filiale Bedheim. 1918 Erwerb der Arno Edm. Kaempfe’schen Hohlglasfabrik in Oelze (Thür.). Die Filiale Arno Edm. Kaempfe wurde später an die Mitteldeutsche Hohlglasindustrie, Hermann Bulle, Altenfeld (Thür.) verpachtet. Lochentwertet.
Nr. 555
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Holzstoff- und Lederpappen-Fabriken vormals Gebr. Fünfstück AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 875
Zoblitz, 20.7.1901
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 1000, R 4. Fortbetrieb der 1873 gegründeten Fa. Gebr. Fünfstück mit Fabriken in Penzig, Nieder-Neundorf, Zoblitz (Kreis Rothenburg O.-L.) und Holzkirch. AG seit 1901. Herstellung aller Art von Waren aus Holzstoff, Haupterzeugnis waren Maschinenlederpappen. Die AG erwirtschaftete teils ungewöhnlich hohe Dividenden. 1907 auch Beteiligung an der Nebenbahn Horka-Rothenburg-Priebus. Lochentwertet.
Nr. 556
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Hotel AG Frankfurt a. M.
Aktie 200 RM, Nr. 100
Frankfurt am Main, Juli 1942
Erhaltung: EF
Auflage 250, R 7. Die Gesellschaft erwarb bei ihrer Gründung im Jahr 1899 das Hotel „Frankfurter Hof“ von der 1874 gegründeten Frankfurter Hotel-AG. Der Hotelbetrieb umfaßte auch eine Lohnwäscherei, eine Weingroßhandlung und eine Abteilung für Zigarrenhandel. 1910 wurde außerdem am Bahnhofsplatz der „Englische Hof“ gepachtet (der Name war am Vorabend des 1. Weltkrieges nicht mehr opportun, deshalb umbenannt in „Hessischer Hof“). Die Aktien notierten an der Frankfurter Börse. Nach Übernahme der Aktienmehrheit durch Albert Steigenberger (wobei Steigenberger das von ihm 1930 erworbene Hotel “Europäischer Hof” in Baden Baden mitbrachte) umbenannt 1941 in “Hotel AG” und 1951 in “A. Steigenberger Hotelgesellschaft KGaA”. 1949 pachtweise Übernahme des Badhotels “Badischer Hof” in Baden Baden, 1950 Erwerb eines 50 %igen Anteils an Ritter’s Park Hotel in Bad Homburg v.d.H. (1956 vollständig übernommen), 1952 Erwerb der Aktienmehrheit der Feist-Belmont’schen Sektkellerei AG in Frankfurt/Main (1965 wieder verkauft), 1953 Anpachtung des Park Hotels in Düsseldorf, 1955 Erwerb des Palasthotels Mannheimer Hof in Mannheim, 1956 Erwerb des Grandhotels Axelmannstein sowie Pachtung der Kurhausbetriebe in Bad Reichenhall, 1957 Inbetriebnahme des Hotels Graf Zeppelin in Stuttgart, 1958 Erwerb von 95 % der Aktien der Hotel Duisburger Hof AG sowie Anpachtung des Kurhaus-Hotels in Bad Kissingen vom Freistaat Bayern. 1964 Anpachtung des Insel-Hotels in Konstanz vom Land Baden-Württemberg, 1965 Anpachtung des Kurhotels, des Sanatoriums und der Kurhausgaststätten in Bad Neuenahr, 1967 Bau des Flughafenhotels in Frankfurt/Main. So wurde Steigenberger bis Ende der 60er Jahre zum bedeutendsten deutschen Hotelunternehmen. 1985 Ausgliederung des wertvollen Immobilienbesitzes und Umwandlung in die Steigenberger Hotels AG als reine Betriebsführungsgesellschaft. Lochentwertet.
Nr. 557
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Hotel-AG Chemnitzer Hof
Aktie 100 RM, Nr. 42
Chemnitz, 3.12.1930
Erhaltung: EF
R 5. Gründung 1927; Betrieb des „Chemnitzer Hof“ und eines Weingroßhandels. Zwischenzeitlich in der DDR ein Haus der Interhotel-Gruppe; die AG wurde nach der Wende reaktiviert. Heute ist der Chemnitzer Hof ein 4-Sterne Guennewig-Hotel. Sehr dekorativ, großflächiger Unterdruck des Hotels mit seiner Umgebung. Lochentwertet.
Nr. 558
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Hüttenwerke C. Wilh. Kayser & Co. AG
Aktie 300 RM, Nr. 6090
Berlin, 1.12.1924
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 6922, R 5. Gründung schon 1861 als C. Wilh. Kayser, Ahlemeyer & Co. in Berlin-Moabit als Metallhüttenwerk zur Verhüttung von Gold-, Silber- und Bleirückständen, AG seit 1911. 1906 Errichtung einer neuen Fabrik in Oranienburg (Kupfer-, Blei- und Zinnhütte). 1913-16 Bau einer zweiten Fabrik in Lünen bei Dortmund. 1929 Fusion mit der Hüttenwerk Niederschöneweide AG. 1948/49 entschädigungslose Enteignung der Werke Oranienburg und Niederschöneweide sowie der Aluminiumschmelze in Schönebeck bei Magdeburg. 1955 Sitzverlegung nach Lünen i.W., wo die Ges. eine Sekundär-Kupferhütte betreibt. Bis 2003 börsennotiert, dann drängte der Großaktionär (Norddeutsche Affinerie, Hamburg) den Streubesitz per squeeze-out heraus. Lochentwertet.
Nr. 559
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
HUTA Hoch- und Tiefbau-AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 70
Breslau, März 1928
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 5. Gründung 1904 als „Baugesellschaft für Lolat-Eisenbeton GmbH” in Breslau, AG seit 1907. Bedeutendes Bauunternehmen mit zunächst auch sehr starker Position in Russland sowie Niederlassungen u.a. in Berlin, Halle, Hannover, Stettin und Nürnberg. 1917 Umfirmierung in HUTA Hoch- und Tiefbau AG. 1946 Sitzverlegung nach Hannover. 1962 Erwerb der Willy Christiansen KG in Schleswig und der E. Hegerfeld Industriebau KG in Essen, mit denen 1967 zur HUTA-HEGERFELD AG fusioniert wird, gleichzeitig Sitzverlegung nach Essen. Großaktionäre waren zu der Zeit das Bankhaus Bass & Herz, Frankfurt/M. und das Bankhaus I. D. Herstatt KGaA, Köln. Anfang der 70er Jahre verkauften sie jeweils mehr als 25 % an die ADCA und den Kölner Bau-Tycoon Dr. Renatus Rüger. 1985 Konkurs. Lochentwertet.
Nr. 560
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
HUTA Hoch- und Tiefbau-AG
Aktie 500 DM, Nr. 12049
Hannover, Mai 1962
Erhaltung: EF+
Auflage 6150.
Nr. 561
Schätzpreis: 50,00 EUR
Startpreis: 25,00 EUR
Huta-Hegerfeld AG
Aktie 50 DM, Nr. 358
Essen, August 1973
Erhaltung: UNC
Auflage 14000. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 562
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Huth & Richter Chemische Fabrik AG
Aktie 50 RM, Nr. 149
Wörmlitz bei Halle a.S., 15.1.1926
Erhaltung: EF-
Auflage 300, R 5. Gründung als AG 1923 zur Fortführung der 1859 gegründeten oHG Huth & Richter. Erzeugung und Verarbeitung von Ölen und Fetten. Lochentwertet.
Nr. 563
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
I. O. Preuß AG
Aktie Lit. A 1.000 RM, Nr. 84
Königsberg i.Pr., September 1940
Erhaltung: EF
Auflage 398, R 5. Gründung als AG 1921 zur Übernahme der seit 1877 bestehenden oHG I.O. Preuss. Mitten in der Stadt Königsberg wurden nebst entsprechenden Verkaufsräumen eine Weinbrennerei, eine Spiritusbrennerei, eine Destillation und eine Fruchtsaftpresserei betrieben. Großaktionäre (1941): 50 % Rückforth-Konzern AG, Stettin und Mitglieder der Familie Preuss. Lochentwertet.
Nr. 564
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Ibbenbürener Volksbank
Aktie 100 DM, Nr. 743
Ibbenbüren, September 1953
Erhaltung: VF+
Auflage 1500. Gründung 1881 zum Betrieb des regulären Bankgeschäfts neben besonderer Berücksichtigung der örtlichen Interessen. Am 9.6.1978 ist die Aktiengesellschaft erloschen. Dabei: Jubiläumsfestschrift “75 Jahre Ibbenbürener Volksbank AG” von 1956, illustriert. Erstmals angebotene Aktienemission, nicht gelistet im SUPPES-Katalog, Rarität.
Nr. 565
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Iduna-Germania Allgemeine Versicherungs-AG
Na.-Aktie 500 RM, Nr. 19699
Berlin, 30.9.1930
Erhaltung: EF
Namensaktie, mit 27% Einzahlung, R 6. Gründung Dezember 1912 als Iduna, Feuer-, Unfall-, Haftpflicht- und Rückversicherungs-AG, Halle a.S. 1924 Namensänderung in Iduna Allgemeine Versicherungs-AG. 1930 Fusion mit der Germania Unfall- und Haftpflicht-Versicherungs-AG zu Stettin und der Germania Allgemeine Versicherungs-AG. Anschließend Firmenänderung in Iduna-Germania Allgemeine Versicherungs-AG, Berlin. Bereits 1945 Errichtung der Hauptverwaltung in Hamburg. 1964 Umfirmierung in Iduna Allgemeine Versicherungs AG. Bildet seit 1987 mit der NOVA Krankenversicherung einen Gleichordnungskonzern und gehört seitdem zur IDUNA/NOVA-Gruppe. Lochentwertet.
Nr. 566
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Ilmebahn-Gesellschaft
im Kreise Einbeck
Vorzugs-Aktie 300 DM, Nr. 185
Einbeck, Dezember 1952
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 833. Gründung 1882. Normalspurige Bahn Einbeck-Dassel (13,3 km). Betriebsführung bis 1924 durch die Braunschweigische Eisenbahn. 1901 Kauf der Höxterschen Kleinbahn. 1954 Übernahme des Zugförderungsdienstes auf der DB-Strecke Einbeck-Salzderhelden. Personenverkehr 1975 stillgelegt. Heute die Ilmebahn GmbH, zuständig für öffentlichen Nahverkehr mit Bussen und Bahnen in der Region Northeim/Einbeck. Mit Dampflok-Vignette. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 567
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
IMAG Immobilien- & Handels-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 10662
Augsburg, 20.2.1923
Erhaltung: VF
Gründeraktie, Auflage 30000, R 10. Eine Gründung der Schwäbischen Volksbank, Augsburg.
Nr. 568
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
INDUS Holding AG
Aktie 5 DM August 1995, nullgeziffert
Bergisch Gladbach, August 1995
Erhaltung: UNC
Gegründet 1991 als Holding für inzwischen rd. 20 übernommene mittelständische Unternehmen mit Nachfolger-Problemen, vor allem im Bereich Maschinenbau und Kunststofftechnik.
Nr. 569
Schätzpreis: 240,00 EUR
Startpreis: 120,00 EUR
Industrie- und Gewerbe-Bank AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 7125
Leipzig, 31.3.1923
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 75000, R 7. Gründung im Februar 1923. Bank- und Handelsgeschäfte aller Art. 1924 Konkurseröffnung. Lochentwertet.
Nr. 570
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Industriekreditbank AG
6% Teilschuldv. 10.000 DM, Nr. 49213
Düsseldorf, April 1965
Erhaltung: UNC
Auflage 1660. Gründung am 29.3.1949 als Industriekreditbank AG mit Sitz in Düsseldorf. 1974/75 Übernahme der Deutschen Industriebank durch Fusion zur Industriekreditbank AG Deutsche-Industriebank mit weiterem Sitz in Berlin. 1991 Umfirmierung in IKB Deutsche Industriebank AG. Die IKB ist das größte deutsche Spezialinstitut für lang- und mittelfristige Kredite an den Mittelstand; neuerdings hält die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau ein größeres Aktienpaket. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 571
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Industriewerke Emil Eisert
und Gebrüder Schweikert AG
Sammelaktie 10 x 900 RM, Nr. 2941-50
Litzmannstadt, 17.12.1941
Erhaltung: EF
Auflage 320, R 5. Gegründet 1880, AG seit 1922. Anfangs wurden Litzen, Spitzen und Bänder aller Art hergestellt, seit 1927 auch Strumpfwirkerei für Damenstrümpfe und Herrensocken der Marke “Turilla”. Lochentwertet.
Nr. 572
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Innstadt-Brauerei
Aktie 100 DM, Nr. 1638
Passau, Juli 1974
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 1220. Uralte, schon 1318 gegründete Brauerei. 1814 von Lorenz Lang neu aufgebaut. 1871 erwarben Ferdinand Rosenberger und Karl Angermann das Unternehmen und wandelten es 1874 in eine AG um. 1923 Übernahme des Hofbräuhaus Deggendorf. Später auch Ausflug ins Automobilgeschäft: 1934 Übernahme des Garagen- und Tankstellenbetriebes “Zentral-Garage”, 1958 Errichtung der “Nibelungen-Garage”. 1974 Übernahme der Brauerei Hirz, Hauzenberg.
Nr. 573
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Institut der Schulschwestern
in Speyer am Rhein
8% Obligation 2. Serie 1.000 fl., Specimen
Amsterdam/Speyer, 15.3.1930
Erhaltung: EF
Die Schwestern gehören zur Kongregation der Dominikanerinnen in Deutschland. Anleihe von 1 Mio. fl. mit Genehmigung des Heiligen Stuhls in Rom, abgesichert durch Grundschuld auf dem Institut mit Kirche, Krankenzimmer, Schulhaus, Spielplatz und Hof in Speyer, Vinzentiusstr. 4 sowie den dazugehörenden Oekonomien, ferner durch Abtretung der aus dem Betrieb der Einrichtung resultierenden Entgeltforderungen gegen den Bayerischen Staat. Doppelblatt, perforationsentwertet. Nur zwei Muster aus dem de Bussy-Archiv sind bekannt.
Nr. 574
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
INTERCONTOR AG für den Handel mit internationalen Spielwaren
Sammelaktie 10 x 50 DM, Nr. 213074
Nürnberg, November 1993
Erhaltung: UNC
Gründung 1991. Betrieb eines internationalen Handelsunternehmens mit Waren aus den Bereichen Spiel und Freizeit. 2001 in VEDES AG umbenannt. Schöne große Abb. mit Kinderspielzeug: Teddybär auf Schaukelpferd, Ritterburg, Eisenbahn, Trommel und Trompete, Puppe und Ball.eines Pferdes. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 575
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Internationale Handelsbank KGaA
Aktie 1.000 RM, Nr. (26) 21
Berlin, Februar 1925
Erhaltung: EF
Auflage 2700, R 5. Gründung 1912 als Bankfirma Salomon Marx, 1920 geändert in S. Marx & Co., 1921 Umwandlung in die Internationale Handelsbank KGaA. 1928 Übernahme der Nordischen Bank in Berlin durch Fusion. 1937 umbenannt in Grundbesitz- und Handelsbank KGaA. 1939 aufgelöst. Lochentwertet.
Nr. 576
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Investa AG für Anlage und Verwaltung
Aktie 1.000 RM, Nr. 3
Berlin, 22.9.1937
Erhaltung: EF/VF
Auflage 125, R 5. Gründung 1928. Die Gesellschaft befaßt sich mit der treuhänderischen Verwaltung von Vermögenswerten, insbesondere von Grundbesitz. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, heute ist die Investa AG für Anlage und Verwaltung eine 100%ige Tochter der Dr. Seifert - Wilmersdorfer Hochbau - AG. Schreibmaschinenschriftlich ausgeführt. Lochentwertet.
Nr. 577
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Isar-Amperwerke AG
Aktie 50 DM, Nr. 3712141
München, Februar 1981
Erhaltung: UNC
1955 fusionierten die Amperwerke AG und die Isarwerke AG. 1954-56 Ausbau der Dampfkraftwerke Höllriegelskreuth und Zolling-Anglberg. Ferner gingen in Betrieb das Dampfkraftwerk Irsching (1969), das Kernkraftwerk Essenbach bei Landshut (1977, mit Partner Bayernwerk) das Kernkraftwerk Isar I (1979) und das Kernkraftwerk Isar II (1988). Zunächst über 3/4, später noch knapp 50 % des Kapitals der Isar-Amperwerke hielten die Isarwerke GmbH (die wiederum zu 45 % dem Bankhaus Merck, Finck & Co. in München, zu 25 % dem RWE und zu 10 % der Allianz-Versicherung gehörten). Im Jahr 2000 fusionierten das Bayernwerk und die PreußenElektra zur E.ON Energie AG. Diese besaß nun direkt und indirekt eine Dreiviertelmehrheit der Isar-Amperwerke AG, die 2001 in E.ON Bayern AG umbenannt wurde. Gleichzeitig wurden die bisherigen großen Bayernwerk-Beteiligungen (u.a. Überlandwerk Unterfranken, Energieversorgung Ostbayern, Energieversorgung Oberfranken, Großkraftwerk Nürnberg u.a.) in die E.ON Bayern AG eingebracht. Faksimile-Unterschrift August von Finck. Prägesiegel lochentwertet. Nach der Umbenennung in E.ON Bayern AG blieben nur ca. 50 Stücke erhalten!
Nr. 578
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Isenbeck - Privat-Brauerei Nies AG
Aktie 50 DM, Nr. 1768
Hamm (Westf.), Juni 1984
Erhaltung: UNC/EF
Gegründet als AG 1897 durch Fusion der traditionsreichen, schon seit dem 17. Jh. bestehenden Brauerei W. Isenbeck & Cie. mit der Brauerei Friedr. Pröpsting Nachf. & Co. 1971 Übernahme der Kloster-Brauerei GmbH in Hamm. Umfirmierungen 1980 in Privat-Brauerei Isenbeck AG, 1984 in Isenbeck-Privat-Brauerei Nies AG, 1990 in Isenbeck AG. 1991 Sitzverlegung nach Düsseldorf und weitere Umfirmierung in Isenbeck Deutsche Immobilien AG. Schon seit der Gründung hatte die AG neben der Brauerei ein sehr aktives Immobiliengeschäft betrieben und u.a. für den Bau des Lippe-Kanals wie auch für Wohnbesiedlung größere Teile ihres Grundbesitzes abgegeben. 1991/92 wurden Geschäftshäuser in Köln und Düsseldorf erworben und mit der Entwicklung der Gewerbeparks Wildau und Schenkendorf bei Berlin begonnen. Doch die Umstrukturierung zu einer reinen Grundbesitzgesellschaft misslang: Mitte der 90er Jahre folgte der Konkurs. Kleine Vignette eines Reiters auf steigendem Roß, ein schäumendes Bierglas in der Hand. Mit restlichem Kuponbogen. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 579
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
J. C. Lutter (Weingroßhandlung) AG
Aktie 10.000 Mark, Nr. 66
Berlin, Mai 1923
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 5. Gründung 1919 als “Wohnstätte Kurfürstendamm AG”, 1921 Übernahme der J. C. Lutter (Weingroßhandlung) GmbH und Umfirmierung wie oben. Ursprung war die 1811 am Gendarmenmarkt eröffnete Weinstube Lutter und Wegener, Lutter wurde 1851 zum Hoflieferanten ernannt. Anfang der 20er Jahre übernahm das Bankhaus Hardy & Co. die Aktienmehrheit. Dem AR gehörte zu der Zeit u.a. auch der Oberbürgermeister a.D. Dr. Brünning an. 1929 Verkauf der verlustträchtigen gastronomischen Betriebe, 1932 wurde der alte Name “Wohnstätte Kurfürstendamm AG” wieder angenommen. Letzte Großaktionäre waren erst die Rosenhain GmbH und dann Egon und Margot Fürstenberg; 1938 Auflösung der AG und Abwicklung durch die Berliner Revisions-AG (was eine sog. Arisierung vermuten läßt). Der Löschungsvermerk von 1941 wurde im Handelsregister zwecks Nachtragsabwicklung 1956 zurückgenommen. Das Weinhaus Lutter und Wegener am Gendarmenmarkt, 1944 im Krieg zerstört, eröffnete 1997 neu. Lochentwertet.
Nr. 580
Schätzpreis: 130,00 EUR
Startpreis: 65,00 EUR
Jacoby Schuhfabrik AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 23206
Berlin, 15.8.1923
Erhaltung: VF
Auflage 18000, R 5. Gründung im März 1922. Bereits im Mai 1924 unter Geschäftsaufsicht, im Juli Konkurseröffnung. Vom Bankhaus Sachs, Warschauer & Co. übernommene Kapitalerhöhung. Lochentwertet. Kpl. Kuponbogen anhängend.
Nr. 581
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Jagenberg AG
Aktie 50, Nr. 329403
Düsseldorf, November 1984
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1878, AG seit 1917. Maschinen-, Rollenpapier- und Klebstoff-Fabrik. 1981 erfolgte die Übernahme durch die Rheinmetall AG. Ab 1995 Verwaltungssitz in Neuss. 2003 übernahm die Kleinewefers Bet.-GmbH die Aktienmehrheit. 2005 Sitzverlegung von Neuss nach Krefeld. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 582
Schätzpreis: 170,00 EUR
Startpreis: 85,00 EUR
Jenaer Elektricitätswerke AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1312
Jena, 1.4.1916
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 5. Gegründet 1902 in Berlin, wobei die AG von der Eisenbahnbau-Gesellschaft Becker & Co. GmbH die Straßenbahn, das schon in Betrieb befindliche E-Werk und die 1899 von der Stadt Jena erteilte Konzession übernahm. 1916 Sitzverlegung nach Jena. 1926 Aufnahme der Thüringische Elektricitätsversorgungs-AG in Jena durch Fusion. Neben der Stromversorgung von Jena und Umgebung auch Betrieb der 16,9 km langen elektrischen Straßenbahnen in und um Jena (u.a. nach Zwätzen und Lobeda), die bis zu 2 Mio. Fahrgäste jährlich beförderten. Großaktionäre waren zuletzt die Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Berlin mit 51,94% und die Stadt Jena mit 41,8%. Lochentwertet.
Nr. 583
Schätzpreis: 180,00 EUR
Startpreis: 90,00 EUR
Jenaer Gemeinnützige Wohnungsfürsorge AG
Namensaktie 1.000 RM, Nr. 418
Jena, Juni 1938
Erhaltung: EF
Auflage 150, R 6. Gegründet 1935 zwecks Bau und Betreuung von Kleinwohnungen im eigenen Namen. In den Jahren 1935-1941 erbaute die Ges. genau 1.000 Wohnungen. Großaktionäre (1943): Stadt Jena (50%), Carl Zeiss, Jena (32%), Schott u. Gen., Jena (18%). Lochentwertet.
Nr. 584
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Joh. Friedrich Behrens AG
Sammelaktie 20 x 50 DM, Nr. 1475
Ahrensburg, Oktober 1977
Erhaltung: EF+
Gründung 1919 als oHG, 1975 Umwandlung in die BeA Befestigungstechnik AG, ab 1977 Name wie oben. International führender Hersteller handgeführter und stationärer Druckluftapparate zum Nageln, Heften und Verbinden mit Vertretungen in 40 Ländern auf allen Kontinenten. Mehrheitsaktionär war die DOAG Holding AG (die vormalge Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft), heute zum Düsseldorfer VDN-Konzern (früher: Vereinigte Deutsche Nickelwerke AG) gehörend, nachdem DOAG und VDN im Jahr 2002 verschmolzen wurden. Ausgesprochen produkttypische Gestaltung: Die Umrahmung bilden zwei Heftklammern. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 585
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
John Deere-Lanz AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 3080
Mannheim, Dezember 1963
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 2500. Bereits 1859 gründete Heinrich Lanz eine Einzelfirma für den Handel mit landwirtschaftlichen Maschinen, insbesondere mit englischen Ackergeräten. 1860 richtete er in einem Gartenhaus eine Reparaturwerkstatt ein und beschäftigte zwei in England geschulte Mechaniker. Im selben Jahr gelang der profitable Verkauf einer transportablen Dreschmaschine der Firma Clayton & Shuttleworth, 1863 verkaufte Lanz erstmals eine US-amerikanische Getreidemähmaschine der Firma McCormick. Seit 1867 entwickelte und baute Heinrich Lanz eigene landwirtschaftliche Maschinen, 1870 war die Firma Heinrich Lanz & Co. die zweitgrößte Maschinenfabrik in Mannheim. 1879 begann Lanz mit dem Bau von Lokomobilen und brachte die erste Dampfdreschmaschine mit dazugehöriger Lokomobile heraus. 1900 ist Heinrich Lanz auf der Weltausstellung in Paris mit den größten Lokomobilen der Welt vertreten. 1902 knüpfte Heinrich Lanz während einer Reise durch die USA erste Kontakte mit dem Landmaschinen- und Traktorenhersteller John Deere. Drei Jahre später starb Heinrich Lanz im Alter von 66 Jahren. 1923 wurde nach nur einem Jahr Entwicklung der erste 12 PS Acker-Bulldog mit Vierradantrieb und Knicklenkung unter der Bezeichnung HP angeboten, bereits 2 Jahre später lieferte Lanz den 5.000sten Bulldog aus. 1925 Umfirmierung in eine AG. In den 20er Jahren war das Unternehmen Teil des Röchling-Konzerns. 1924-27 Interessengemeinschaft mit Buckau-Wolf in Magdeburg: Lanz übernahm für beide Firmen den Dreschmaschinen- und Schlepperbau, Buckau-Wolf die Fertigung von Lokomobilen und stationären Motoren. Nach einem unschönen Verlustabschluss 1931 übernahm eine der Deutschen Bank nahestehende Gruppe die Kontrolle. 1932 Fusion mit der Lanz-Wery Maschinenfabrik AG, Zweibrücken. 1938 Erwerb von 95% der Aktien der Firma Hofherr-Schrantz Clayton-Shuttleworth Landwirtschaftliche Maschinenfabrik AG, Wien. 1942 lief der 100.000ste Bulldog vom Fließband. Ab 1945 Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Werkes. 1953 verließ der 150.000ste Lanz-Bulldog das Werk. Im selben Jahr wurde die Lanz Iberica S.A., Madrid gegründet. 1956 erwarb Deere & Company die Aktienmehrheit. 1967 Verkauf des beweglichen Anlagevermögens und der vorhandenen Vorräte an den Großaktionär, seither bschränkt sich die John Deere-Lanz Verwaltungs-AG auf die Vermietung und Verpachtung des Mannheimer Werkes an John Deere & Co. Heute ist das Werk Mannheim für John Deere mit 2.700 Mitarbeitern die zweitgrößte Fabrik des Konzerns und der größte Produktionsstandort außerhalb der USA. In der Umrahmung das bekannte Firmen-Signet mit dem springenden Hirschen. Mit komplettem Kuponogen. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 586
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Julius Römpler AG
Aktie 700 RM, Nr. 2103
Zeulenroda, März 1942
Erhaltung: EF
Auflage 347, R 5. Gründung 1870, AG seit 1911. Herstellung und Vertrieb von gummielastischen und unelastischen Wirk-, Strick- und Webwaren, von Bandagen, Miedern und Verbandmitteln aller Art. Verkaufsstelle in Wien, Zweigstelle in Schönlind (Egerland). 1953 Enteignung, danach VEB elastic-mieder Zeulenroda, 1993 Fortsetzung der Gesellschaft als Julius Römpler AG, Zeulenroda. 1994 Umwandlung in eine GmbH, 1997 Umfirmierung in EXCELLENT DESSOUS GmbH, 2000 Excellent Intimates GmbH. Lochentwertet.
Nr. 587
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Kabelwerk Nassau AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1760
Haiger (Dillkreis), 29.1.1921
Erhaltung: EF
Auflage 900, R 7. Gründung 1920, Herstellung von isolierten Drähten und Kabeln aller Art. Ab Mitte der 20er Jahre konnten die Löhne der 135 Mitarbeiter schon nicht mehr regelmäßig gezahlt werden, 1928 Vergleich. Nach erfolgter Sanierung 1934 in Liquidation getreten und gleichzeitig in “Kabelwerk Walkenmühle AG i.L.” umfirmiert. Der Betrieb selbst wurde mit dem Recht der Fortführung des ursprünglichen Namens an die Kabelwerk Reinshagen GmbH in Wuppertal-Ronsdorf verkauft. Lochentwertet.
Nr. 588
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Kaiser-Friedrichstraße 43 Charlottenburg Grundstücks-Erwerbs-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 68
Berlin, 1.5.1923
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 124, R 5. Gründung 1923. Erwerb und verwertung von Grundstücken, insbesondere des Grundstücks Kaiser-Friedrich-Straße 43 in Charlottenburg. 1942 wurde die Gesellschaft aufgelöst. 1951 Berliner Wertpapierbereinigung, 1955 von Amts wegen gelöscht. Lochentwertet.
Nr. 589
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Kaiserhof Hotel-AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1228
Elberfeld, 24.4.1922
Erhaltung: EF
Auflage 700, R 5. Gegründet 1910 zwecks Hotel- und Restaurationsbetrieb und Weinhandel. 1943 brannte das Hotel nach einem Bombenangriff völlig aus, ab 1948 wurde es Etage für Etage wieder hergerichtet. Das Hotel gegenüber dem Wuppertaler Hauptbahnhof besteht noch heute als InterCity Hotel Kaiserhof. Großaktionär war die Stadtgemeinde Wuppertal, die das Aktienpaket 1960 an den Unternehmer Frithjof W. Müller-Reppen verkaufte. Dieser brachte in den AG-Mantel durch Verschmelzung seine 1951 gegründete Baufirma Rhein-Ruhr-Bau GmbH ein, gleichzeitig Umfirmierung in Rhein-Ruhr-Bau AG und Sitzverlegung nach Düsseldorf. 1970 wieder in eine GmbH umgewandelt. Lochentwertet.
Nr. 590
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Kaliwerke Benthe AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 12218
Hannover, 8.9.1923
Erhaltung: EF
Auflage 398000, R 5. Gründung der Kali-Bohrgesellschaft Benthe 1895, Umwandlung in Gewerkschaft Walmont 1897, AG seit 1901. Nach einem Laugeneinbruch ab 1902 nur noch Salinenbetrieb. 1905 wurde das Aktienkapital um 1.004.000 M auf 2 Mio. M herabgesetzt durch Ankauf von 4 Aktien und Zusammenlegung der übrigen im Verh. 3 : 2. Die Dreiviertelmehrheit der Aktien ging Ende 1920 zu 200 % in den Besitz der Alkaliwerke Ronneberg über. 1926 Stillegung der Werke und Auflösung der Gesellschaft. Lochentwertet.
Nr. 591
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Kaliwerke Weimar
Anteil-Schein 1 Anteil, Nr. 977
Berlin, 19.10.1910
Erhaltung: EF
Gründerstück, Auflage 1000, R 3. Die Kaliwerke übernahmen die Ausübung eines Konzessionsvertrages, den die deutsche Tiefbohr-AG 1905 mit der weimarischen Staatsregierung abgschlossen hatte. Danach wurde der Gesellschaft das ausschließliche Recht verliehen, innerhalb eines etwa 250 preußische Maximalfelder großen Gebietes im Hauptlandesteil im weiteren Umkreis um Weimar auf Kalisalze zu schürfen und Bergwerkseigentum zu erwerben. Es sind Kalilager in einer Mächtigkeit bis über 20 m nachgewiesen worden. Es wurden Carnallite, hochprozentige Sylvinite sowie Hartsalze festgestellt. Lochentwertet.
Nr. 592
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Kalk- und Zementwerke Hansdorf AG
Aktie 10.000 RM, Nr. 2045
Hansdorf bei Pakosch, August 1942
Erhaltung: EF
R 5. Im Jahr 1888 von der Gogolin-Gorasdzer Kalk- und Zementwerke AG in Breslau als kleine Kalksteingrube käuflich erworben und weiter ausgebaut. Hansdorf liegt südlich von Bromberg und gehört zu Westpreußen. Nach dem 1. Weltkrieg ging das Werk in polnischen Besitz über. Im Oktober 1939 für den Deutschen Staat beschlagnahmt und bis zum Verkauf des polnischen Aktienkapitals kommissarisch verwaltet. Zuletzt Produktion von Bau- und Düngekalk. Letzter Großaktionär: OMZ Vereinigte Ost- und Mitteldeutsche Zement AG, Oppeln (90%). Lochentwertet.
Nr. 593
Schätzpreis: 360,00 EUR
Startpreis: 180,00 EUR
Kalker Brauerei-AG
vormals Jos. Bardenheuer
Aktie 1.000 Mark, Nr. 1581
Kalk, 7.12.1921
Erhaltung: VF+
Auflage 650, R 7. Die 1888 gegründete und an den Börsen Köln und Frankfurt eingeführte AG übernahm in Köln-Kalk die Brauerei mit Mälzerei von Jos. Bardenheuer. Selten mehr als 40.000 hl Bier wurden im Jahr abgesetzt. Umfirmiert 1938 in Kronenbrauerei AG und 1954 in Kölner Mälzerei AG. Die Aktienmehrheit hatte inzwischen von der Dom-Brauerei Carl Funke AG in Köln gewechselt zur Hansa AG in Basel. 1963 wurde die Mälzerei eingestellt, danach fristete die AG noch einige Zeit mit der Vermietung von 158 auf dem Mälzereigelände errichteten Garagen ihr Leben - immer noch im Freiverkehr Düsseldorf börsennotiert. Die HV vom 21.3.1968 beschloß die Auflösung. Lochentwertet.
Nr. 594
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Kamerun-Kautschuk-Compagnie AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 3561
Berlin, 20.11.1937
Erhaltung: EF+
Auflage 600, R 6. Schon 1906 wurde mit dem Aufbau der 2.520 ha großen Pflanzung Mukonje in Kamerun begonnen, die je zur Hälfte mit Kautschuk und Kakao bebaut war. Die Ges. unterhielt ein eigenes Elektrizitätswerk. Die 1914 in Folge des verlorenen 1. Weltkrieges von den Engländern beschlagnahmte Pflanzung konnte 1924 zurückerworben werden. 1940 wurden die deutschen Angestellten erneut von den Alliierten interniert, das Schicksal der Pflanzung verlor sich im Ungewissen. 1958 wurde das Kapital von 500.000 RM auf 100.000 DM umgestellt, zugleich zeigte die Commerzbank AG ihren Aktienbesitz von mehr als 25 % an. Nachdem klar war, daß die Besitzungen endgültig als verloren zu gelten hatten, trat die AG 1970 in Liquidation. Lochentwertet.
Nr. 595
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Kammgarnspinnerei Schedewitz AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 3982
Schedewitz, 21.6.1923
Erhaltung: EF
Auflage 1100, R 7. Gründung 1839, AG seit 1899. Aufgrund schwerer Bergschäden durch unter der Fabrik liegende Kohlenbergwerke wurde das Werk 1921 nach Silberstraße verlegt. Die Fabrikgebäude in Schedewitz wurden an die Hataz Kleinautomobilwerke AG, Zwickau, verkauft. 1929 Fusion mit der Kammgarnspinnerei Silberstraße. 1946 enteignet, 1954 Sitzverlegung nach Hamburg. Zuletzt nur noch Verwaltung von Restvermögen, 1963 Auflösung der Gesellschaft. Lochentwertet.
Nr. 596
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Kammgarnwerke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 2739
Eupen, Mai 1942
Erhaltung: EF
Auflage 2160, R 5. Gründung 1906 zur Übernahme des Geschäftseigentums der Firma Gülcher & von Grand Ry GmbH in Eupen. 1940 erneut eingetragen. Lochentwertet.
Nr. 597
Schätzpreis: 160,00 EUR
Startpreis: 80,00 EUR
Karlsruher Lebensversicherungsbank AG
Namens-Aktie 10.000 Mark, Nr. 1794
Karlsruhe, Mai 1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage 1900, R 5. Hervorgegangen aus der 1835 gegründeten „Allgemeinen Versorgungsanstalt im Großherzogtum Baden“, die 1903 in “Karlsruher Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit vormals Allgemeine Versorgungs-Anstalt” umfirmierte. 1922 Gründung der Karlsruher Lebensversicherungsbank AG, der 1930 der Versicherungsbestand des Gegenseitigkeitsvereins übertragen wurde. 1937 Umbenennung in Karlsruher Lebensversicherung AG. Großaktionäre waren zunächst Allianz und Münchener Rückversicherung. Mit der Umstrukturierung des Allianz-Konzerns und wechselseitigen Entflechtung gingen die Aktien der Ges. auf die Münchner Rückversicherung über, die 2006 diese an die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe verkaufte. Lochentwertet.
Nr. 598
Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
Katholisches Vereinshaus Treviris
Aktie 500 Mark, Nr. 1634
Trier, 1.4.1900
Erhaltung: EF/VF
Auflage 700, R 9. Gründung 1895. Die Räume des 1895-1900 erbauten Gesellschaftshauses (Jacobstr. 28-30, Moselstr. 6-12) mit Saalbau mit Festsälen für 2.000 Personen und Weingroßkellerei standen den in Trier befindlichen katholischen Vereinen zur Verfügung, die ein eigenes Heim nicht hatten. Außerdem Weinhandel en gros und en detail (das riesige Weinlager beanspruchte fast die Hälfte der Bilalzsumme). 1938 wird “Katholisch” aus dem Firmennamen gestrichen. Im Sommer 1945 wurden die Weinbestände durch Verfügung der französischen Besatzungsmacht blockiert, die Gebäude als französisches Soldatenheim requiriert. Der Saalbau wurde schon am 1.10.1945 wieder freigegeben und der Stadt Trier bis 1950 mietweise für das Stadttheater überlassen, die Weinblockade wurde erst 1948 wieder aufgehoben. Erst 1955 gab die französische Besatzung auch die restlichen Räumlichkeiten in völlig herabgewirtschaftetem Zustand wieder zurück. Anstatt, wie Jahrzehnte zuvor, der Stadtdechant figuriert als AR-Vorsitzender nun ein Staatl. Lotterie-Einnehmer. 1972 Umwandlung in die “Vereinshaus Treviris Weinhandels- und Immobiliengesellschaft Heß & Co. KG”. Gleiche dekorative Gestaltung wie die Gründeraktie, Gottesmutter mit Jesuskind im Unterdruck, mit Originalunterschriften.
Nr. 599
Schätzpreis: 70,00 EUR
Startpreis: 35,00 EUR
Katz Werke AG
Aktie 50 DM, Nr. 40234
Gernsbach/Baden, August 1983
Erhaltung: UNC-
Auflage 167650. Der Ursprung der Firma geht auf das Jahr 1716 zurück, aus der damaligen Murgflößerei entwickelten sich die Sägewerke. 1930 Gründung der Katz & Klumpp AG, 1970 Umfirmierung wie oben. Eines der führenden Unternehmen in der Erzeugung von Holzmasten, Holzschwellen und Pfählen für den Garten- und Landschaftsbau, Spannbetonwellen, Gehwegplatten, Waschbetonstufen, Spezialpappen und Bierglasuntersetzer. Nach und nach übernahm, ab den 70er Jahren, die Pfleiderer-Unternehmensgruppe aus Neumarkt (Oberpfalz) erst einige Aktienpakete und dann das ganze Unternehmen. Prägesiegel lochentwertet.
Nr. 600
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Keilmann & Völcker GmbH
Genüsse 100 RM, Nr. 54
Bernburg, Oktober 1926
Erhaltung: EF
R 7. Herstellung von Grauguß aller Art insbesondere Apparatebau für die chemische Industrie. Die Gesellschaft war eine Tochtergesellschaft der Burbach-Kaliwerke AG. Lochentwertet.
Nr. 601
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Kelheimer Parkettfabrik AG
Aktie 1.000 DM, Nr. 1317
München, August 1961
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1927 als Kelheimer Parkett-Fabrik AG in Kelheim. 1929 Sitzverlegung nach München. Als Spezialität wurde seit 1950 Mosaikparkett mit dem Warenzeichen KELMO produziert. Mit restlichen Kupons. Lochentwertet.
Nr. 602
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Kerkerbachbahn AG
Aktie 100 DM, Nr. 1215
Heidelberg, Dezember 1980
Erhaltung: UNC
Auflage 4800. Gründung 1884. 1000-mm-Schmalspurbahn Dehrn-Kerkerbach-Heckholzhausen-Hintermeilingen-Mengerskirchen, der Abschnitt Dehrn-Kerkerbach war durch ein drittes Gleis auch in Normalspur befahrbar. Anschluss an die Deutsche Reichsbahn in Kerkerbach. Betriebseröffnung 1886. Sitz bis 1906 in Christianshütte, dann in Kerkerbach (Oberlahnkreis). Eine reine Güterbahn, wie schon der Fuhrpark zeigt: 4 Lokomotiven bewegten 2 Personen-, aber bis zu 100 Güterwagen. 1946 Überführung in Gemeineigentum (im Westen eine Besonderheit der hessischen Landesverfassung, 1953 wurde die Sozialisierung wieder aufgehoben). 1974 Verkauf des Bahnbetriebes an die Bundesbahn, danach nur noch Vermögensverwaltung. Sitzverlegungen nach Frankfurt (1977), Heidelberg (1979) und Mannheim (1980). Das „zweite Leben“ als Bauträger-Gesellschaft, angefacht durch einen beispiellosen Boom bei Steuersparmodellen, war aber nur von kurzer Dauer: In einem spektakulären Konkurs ging die Kerkerbachbahn 1984 krachend unter, der letzte Großaktionär und Vorstand Tom Sieger atmete deswegen einige Jahre gesiebte Luft. Mit restlichem Kuponbogen.
Nr. 603
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
Kerkerbachbahn-AG
Genußschein 100 RM, Nr. 525
Kerkerbach, Post Runkel a.d.Lahn, November 1925
Erhaltung: VF+
R 5. Lochentwertet.
Nr. 604
Schätzpreis: 80,00 EUR
Startpreis: 40,00 EUR
KIH Kommunikations Industrie Holding AG
Vorzugs-Aktie 50 x 50 DM, Nr. 15
Ettlingen, Juli 1995
Erhaltung: UNC/EF
Gründung 1965 als Ingenieurbüro durch Dr.-Ing. Ludwig Pietzsch. Später zunächst GmbH, 1988 in die Pietzsch AG umgewandelt. 1995 nach Übernahme der Aktienmehrheit durch die Rheinmetall Elektronik AG Umfirmierung wie oben. Holdinggesellschaft für die drei Bereiche Automatisierungstechnik/Telematik, Optronik, Meß- und Regeltechnik. Rückseitig mit Entwertungsstempel.
Nr. 605
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Klein, Schanzlin & Becker AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 11163
Frankenthal, Dezember 1941
Erhaltung: EF
Auflage 2960, R 5. Gründung 1871 als Armaturenfabrik. In den folgenden Jahren wurde das Produktionsprogramm um Dampfmaschinen, Pumpen, Filterpressen und Kompressoren ergänzt. Seit 1887 AG. 1924-34 Übernahme von Zweigbetrieben in Homburg/Saar, Nürnberg, Pegnitz, Oschersleben/Bode, Bremen und Leipzig. 1988 Umfirmierung in KSB AG. Mit 35 Produktionsstätten in 19 Ländern heute einer der größten Pumpenhersteller der Welt. Lochentwertet.
Nr. 606
Schätzpreis: 270,00 EUR
Startpreis: 135,00 EUR
Kleinbahn-AG Osterburg-Deutsch-Pretzier
Aktie Lit. A 1.000 Mark, Nr. 1333
Osterburg, 12.3.1913
Erhaltung: EF
Gründeraktie, Auflage 406, weitere 2 x 632 in zwei Sammelaktien verbrieft, R 5. Normalspurige Bahn Osterburg-Klein Rossau-Deutsch Pretzier (39 km), in Kl. Rossau Kreuzung mit der Stendaler Kleinbahn. Im wesentlichen Abfuhr ländlicher Produkte (Kartoffeln, Zuckerrüben) und Transport von Bau- und Brennstoffen sowie von Düngemitteln. Name ab 1943: Eisenbahn-AG Osterburg-Pretzier. 1949 Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn. Lochentwertet.
Nr. 607
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Kleinbahn-AG Schildau-Mockrehna
Aktie 100 RM, Nr. 339
Schildau, 25.2.1929
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 66, R 7. Gründung 1919 mit einem Kapital von 1,29 Mio. Mark für den Betrieb der Strecke Schildau-Mockrehna (10,4 km lang). 1921 wurde der Streckenabschnitt Mockrehna - Wildschütz abgenommen. Der bescheidene Fahrzeugpark der Ges. bestand 1938 aus 2 Dampflokomotiven sowie vier gebraucht erworbenen Wagen. Im gleichen Jahr gesellte sich ein Triebwagen dazu, der für lange Zeit den Personenverkehr übernahm. Ab 1942 nannte sich das Unternehmen Eisenbahn-AG Schildau-Mockrehna. Mit der Verstaatlichung der Kleinbahnen übernahm 1947 die Sächsische Provinzbahnen GmbH mit Sitz in Halle a.S. die Betriebsführung. 1949 ging die Strecke in das Eigentum der DR über. 1971 Steckenstilllegung. Lochentwertet.
Nr. 608
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Kleinbahn-AG Schildau-Mockrehna
Aktie 1.000 RM, Nr. 248
Schildau, 25.2.1929
Erhaltung: UNC/EF
Auflage 109, weitere 2 x 111 in zwei Sammelaktien für den Staat Preußen bzw. die Provinz Sachsen verbrieft, R 6. Gründung 1919 mit einem Kapital von 1,29 Mio. Mark für den Betrieb der Strecke Schildau-Mockrehna (10,4 km lang). 1921 wurde der Streckenabschnitt Mockrehna - Wildschütz abgenommen. Der bescheidene Fahrzeugpark der Ges. bestand 1938 aus 2 Dampflokomotiven sowie vier gebraucht erworbenen Wagen. Im gleichen Jahr gesellte sich ein Triebwagen dazu, der für lange Zeit den Personenverkehr übernahm. Ab 1942 nannte sich das Unternehmen Eisenbahn-AG Schildau-Mockrehna. Mit der Verstaatlichung der Kleinbahnen übernahm 1947 die Sächsische Provinzbahnen GmbH mit Sitz in Halle a.S. die Betriebsführung. 1949 ging die Strecke in das Eigentum der DR über. 1971 Steckenstilllegung. Lochentwertet.
Nr. 609
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Kleinwohnungsbau Halle AG
Namens-Aktie 100 RM, Nr. 72
Halle (Saale), 7.5.1938
Erhaltung: EF
Auflage 930, R 4. Gegründet 1922 unter maßgeblicher Beteiligung der Stadt Halle a.S. zur Schaffung gesunder Kleinwohnungen in Halle und Umgebung für die minderbegüterte Bevölkerung. 1925 Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Anfang der 30er Jahre wurden auf dem Gelände westlich der Merseburger Straße an der Kasseler Bahn 280 Einfamilienhäuder als Doppelhaushälften errichtet. Ende 1941 befanden sich 929 Häuser mit 3.486 Wohnungen im Bestand. Großaktionäre waren die Stadtgemeinde Halle, der Wohnungsverein Halle-Süd eGmbH, der Wohnstätten-Spar- und Bauverein Halle und der I.G.Farben-Konzern mit dem Ammoniakwerk Merseburg (Leunawerke). Lochentwertet.
Nr. 610
Schätzpreis: 280,00 EUR
Startpreis: 140,00 EUR
Kleinwohnungsbau Halle AG
Namens-Aktie 1.000 RM, Nr. 106
Halle, 7.5.1938
Erhaltung: EF
Auflage 381, kompletter. Neudruck nach Umstellung von Inhaber- auf Namensaktien, R 9. Gegründet 1922 unter maßgeblicher Beteiligung der Stadt Halle a.S. zur Schaffung gesunder Kleinwohnungen in Halle und Umgebung für die minderbegüterte Bevölkerung. 1925 Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Anfang der 30er Jahre wurden auf dem Gelände westlich der Merseburger Straße an der Kasseler Bahn 280 Einfamilienhäuder als Doppelhaushälften errichtet. Ende 1941 befanden sich 929 Häuser mit 3.486 Wohnungen im Bestand. Großaktionäre waren die Stadtgemeinde Halle, der Wohnungsverein Halle-Süd eGmbH, der Wohnstätten-Spar- und Bauverein Halle und der I.G.Farben-Konzern mit dem Ammoniakwerk Merseburg (Leunawerke). Ohne Lochentwertung.
Nr. 611
Schätzpreis: 200,00 EUR
Startpreis: 100,00 EUR
Klöckner-Werke AG
Globalaktie 10 x 100 DM, Nr. 2279831
Duisburg, November 1955
Erhaltung: EF
R 9. Gründung 1897 als Lothringer Hüttenverein Aumetz-Friede, 1903 Umbenennung in Lothringer Hütten- und Bergwerksverein. 1910 Schaffung einer eigenen Kohlebasis durch Erwerb der Zechen Victor-Ickern in Castrop-Rauxel. 1912 Interessengemeinschaft mit den Mannstaedt-Werken in Troisdorf und der Düsseldorfer Eisen- und Drahtindustrie AG, deren Aktienmehrheit Peter Klöckner inzwischen erworben hatte. Die Werke und Erzgruben in Lothringen gingen 1918 aufgrund des 1. Weltkrieges verloren. Die verbliebenen Unternehmen (Hüttenwerk Haspe, Verarbeitungsbetriebe Troisdorf und Düsseldorf, Werk Quint bei Trier) faßte Klöckner 1923 in einer einzigen Gesellschaft als “Klöckner-Werke AG” mit Sitz in Castrop-Rauxel zusammen, unter Einbeziehung des 1920 erworbenen “Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenvereins” in Osnabrück mit der Zeche Werne. 1938 Sitzverlegung nach Duisburg. 1945 wurde die alte Klöckner-Werke AG auf alliierte Anordnung liquidiert, die Betriebe aber 1952 wieder zusammengefaßt in der „Nordwestdeutsche Hütten- und Bergwerksverein AG“, die 1954 wieder den alten Namen “Klöckner-Werke AG” annahm. Im gleichen Jahr Erwerb der Norddeutsche Hütte AG in Bremen (1959 fusioniert), 1961/62 Errichtung eines neuen Betriebes in Kehl (Rhein). 1992 Vergleichsverfahren. Gehört heute zum WCM-Konzern, geblieben sind dem früheren Montan-Riesen nur noch seine Machinenbau-Aktivitäten (Kunststoff-Maschinen und Getränkeabfüll-Maschinen). Dekorativ, mit großem Portrait von Peter Klöckner. 1980 der Nennbetrag auf 500 DM herabgesetzt. Rückseitig als ungültig abgestempelt.
Nr. 612
Schätzpreis: 100,00 EUR
Startpreis: 50,00 EUR
Köllmann Werke AG
Aktie 1.000 RM, Nr. 569
Leipzig, 1.1.1941
Erhaltung: VF
Auflage 200, R 5. Gründung 1904 in Leipzig durch Gustav Köllmann. Seit 1907 Zahnräderfabrik Köllmann GmbH, 1912 in eine AG umgewandelt, 1928 Umfirmierung wie oben. Die Fabrik in der Torgauer Str. 74 produzierte mit knapp 500 Mitarbeitern Zahnräder, Getriebe für Eisenbahntriebwagen, Hinterachsen und Wechselgetriebe für die Automobilindustrie sowie Langfräsmaschinen. 1946 Demontage und Enteignung des Leipziger Werkes, das in der DDR als VEB Fahrzeuggetriebewerke Joliot Curio weiterbestand, 1991 als Zahnradwerke Leipzig GmbH reprivatisiert. Die AG selbst verlegte ihren Sitz 1949 nach Langenberg/Rhld. (wo schon seit 1911 die Tochter Köllmann Maschinenbau GmbH ansässig war) und 1951 nach Düsseldorf. Einrichtung eines neuen Werkes in Düsseldorf-Heerdt. 1955 Übernahme durch die Maschinenfabrik Ernst Thielenhaus, die die Produktion 1964 in einem neuen großen Werk in Wuppertal konzentrierte. Im Zuge der Neuorganisation der Gruppe wurde die Zahnradfabrik Köllmann GmbH 2002 als Koellmann Airtec und Koellmann Gear Teil der Thielenhaus Technologies GmbH. Lochentwertet.
Nr. 613
Schätzpreis: 600,00 EUR
Startpreis: 300,00 EUR
Kölnische Baumwollspinnerei
und Weberei
Aktie Lit. B 1.000 Mark, Nr. 959
Köln, 25.2.1901
Erhaltung: EF
Auflage 1500. Gründung 1853, eingetragen 1862. Herstellung und Vertrieb von baumwollenen Garnen, von Geweben und Stoffen aus Baumwolle, Wolle und sonstigen Materialien. Das Werk lag in nächster Nähe der Rheinwerft in Köln, wobei das 40.000 qm große Areal von der Bayernstrasse, dem Severinswall und der Dreikönigen- und Zwirnerstrasse begrenzt wurde. 1898 wurde eine Filzfabrik angegliedert, die der Gesellschaft jedoch große Verluste brachte, so daß es zu Differenzen zwischen den Aktionären und der Verwaltung kam. Zur Sanierung beschloss die GV vom 12.12.1900 das bisherige Aktienkapital von 2,7 Mio. Mark auf 1/6 = 450.000 Mark herabzusetzen. 450.000 Mark gleich 750 Aktien wurden vom AR unter Verzicht auf alle Rechte zur Verfügung gestellt und vernichtet. Die verbliebenen 2.250.000 Mark wurden 5:1 zusammengelegt. Kriegsverordnungen, Beschlagnahmen usw. veranlassten die Verwaltung, die Spinnerei im Februar und die Weberei im März 1916 stillzulegen, im Jahr 1918 wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Das Werk, einschließlich aller Liegenschaften, mit Ausnahme der Spinnerei- und Weberei-Maschinen wurden 1919 an die GEBR. STOLLWERCK AG verkauft. Mit restlichem Kuponbogen. Sehr günstig angeboten!
Nr. 614
Schätzpreis: 60,00 EUR
Startpreis: 30,00 EUR
Kölnische Gummifäden-Fabrik vorm. Ferd. Kohlstadt & Co.
Aktie 1.200 Mark, Nr. 5643
Köln, 4.6.1921
Erhaltung: EF
Auflage 1250, R 4. Gründung 1843, seit 1872 AG. Herstellung von Gummifäden für Web- und technische Zwecke, Reklame- und Kinderluftballons, Lockenwicklern, Haushalts- und Operationshandschuhen, Hygienischen Artikeln (sprich: “Lümmeltüten) und Milchflaschensaugern Marke “Mutterglück”. 1970 Vergleichsverfahren, 1971 Liquidationsbeschluss, 1972 Verkauf der Werke und Anlagen, 1973 Aufhebung des Liquidationsbeschlusses und Fortsetzung der Gesellschaft. Lochentwertet.
Nr. 615
Schätzpreis: 140,00 EUR
Startpreis: 70,00 EUR
Koenig & Bauer AG
Aktie Lit. B 1.000 DM, Blankette
Würzburg, August 1992
Erhaltung: EF+
Gründung 1817 als älteste Druckmaschinenfabrik der Welt durch Friedrich Koenig (1773-1833), den Erfinder der Schnellpresse. Seit 1920 AG. 1995 Verschmelzung mit der Schnellpressenfabrik Albert in Frankenthal (Pfalz). Den größten Coup landete Koenig & Bauer nach der Wende mit der Übernahme des DDR-Vorzeigebetriebes Planeta in Radebeul: zum einen gelang es damit, sich im Bereich der Bogenmaschinen direkt gegen den Erzkonkurrenten Heidelberger Druckmaschinen zu positionieren. Zum anderen braucht Koenig & Bauer wegen des gigantischen Planeta-Verlustvortrages trotz glänzender Ertragslage bis lange nach der Jahrtausendwende keine Ertragsteuern zu bezahlen. Schöner G&D-Druck mit Stahlstich-Vignetten von Friedrich Koenig und Andreas Bauer. Lochentwertet, oberer Rand mit Abheftlochung.
Nr. 616
Schätzpreis: 500,00 EUR
Startpreis: 250,00 EUR
Königlich Bayerische Pfälzische Ludwigsbahn-Gesellschaft
3,5% Partial-Obligation 2.000 Mark, Muster
Ludwigshafen a/Rhein, 23.9.1889
Erhaltung: EF+
R 11. Die drei Pfälzischen Eisenbahnen waren eine Privatbahn, entstanden 1869 durch Fusion der Ludwigsbahn (erste Konzession 1838), der Maximiliansbahn (1852) und der Nordbahnen (1862). Diese Bahnen bildeten eine Betriebs- und Ertrags-Gemeinschaft mit gemeinsamem Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlungen, obwohl die drei Aktiengesellschaften jede für sich weiterbestanden. Der Ludwigsbahn gehörten die Strecken Neunkirchen-Grenze bis Worms-Grenze (126 km), Homburg-Zweibrücken (12 km), Schwarzenacker-St. Ingbert (19 km), Zweibrücken-Landau (72 km), Biebermühle-Pirmasens (8 km), Schifferstadt-Speyer-Germersheim (23 km), Zweibrücken-Saargemünd (34 km) und St. Ingbert-Saarbrücken (6 km). Prioritäts-Anleihe über 4,5 Mio. Mark zur “Vermehrung des Fahrmaterials”. Doppelblatt, mit komplettem Kuponbogen. Perforiert.
Nr. 617
Schätzpreis: 350,00 EUR
Startpreis: 175,00 EUR
Königlich Sächsische Staatsschulden-Casse
4% Cassenschein 100 Thaler, Nr. 135220
Dresden, 2.1.1866
Erhaltung: VF
Ausgefertigt aufgrund des Gesetzes vom 2.1.1866. Die Anleihe stammt aus einer Zeit, in der das Königreich Sachsen viel Geld für den Eisenbahnbau brauchte (1851 Übernahme der Sächsisch-Schlesischen Eisenbahn, 1852 Chemnitz-Riesaer Eisenbahn, 1859 Eisenbahnbau Tharand-Freiberg). Die Anleihe ist gerade auch für Eisenbahnsammler interessant. Nicht hinterklebt (im Gegensatz zu den bisher aufgetauchten Stücken).
Nr. 618
Schätzpreis: 250,00 EUR
Startpreis: 125,00 EUR
Königreich Bayern, Allgemeines Anlehen
3,5% Schuldv. 200 Mark, Nr. 17597
München, 1.10.1896
Erhaltung: VF
R 10. Ein äußerst dekorativer Titel mit Prunkwappen, Bavaria, Löwen, Allegorien. Doppelblatt, mit Erneuerungsschein.
Nr. 619
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Königsbacher Brauerei AG
vorm. Jos. Thillmann
Aktie 1.000 RM, Nr. 2455
Koblenz, 1.2.1928
Erhaltung: EF
Auflage 300, R 7. Gründung 1900 zur Fortführung der schon seit 1689 bestehenden Bierbrauerei von Jos. Thillmann, zu der neben dem 16 ha großen Brauereiareal direkt am Rhein auch das angrenzende Weingut Königsbach gehört. 1900 Hinzuerwerb der Prümm’schen Brauerei in Niedermendig. 1913 Ankauf der Nassauer Union-Brauerei (1925 mit Ausnahme der Gastwirtschaft und des Inventars an die Stadt Nassau verkauft), außerdem Lohnbrauvertrag mit der Nassauer Löwenbrauerei (1945 wenige Tage vor Kriegsende dem Erdboden gleichgemacht). 1937 Beteiligung an der J. Bubser Brauerei zur Nette in Weissenthurm (durch Bomben total zerstört). Hinzuerworben wurden die Brauerei Gebr. Fuchs - Kirchberger Brauhaus, Kirchberg/Hunsrück (1965) und die Mehrheit an der Hirschbrauerei AG Düsseldorf (1971). 1974 Inbetriebnahme der damals modernsten vollautomatischen Faßfüllanlage in Deutschland. Noch heute bestehende AG. Lochentwertet.
Nr. 620
Schätzpreis: 300,00 EUR
Startpreis: 150,00 EUR
Königsberger Bank AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 22727
Königsberg Pr., 31.1.1923
Erhaltung: EF/VF
Auflage 46000, R 8. Gründung 1873 als „Genossenschaftliche Grundcreditbank für die Provinz Preussen“, AG seit 1896 als „Grundkredit-Bank“, geschäftsansässig Kneiph. Langgasse 38. 1920 Umfirmierung wie oben, gleichzeitig Verzicht auf das Pfandbrief-Privileg. Vom Konkurs der „Osteuropäischen Bank für Holzhandel“ in Königsberg im Mai 1924 war die (bis dahin in Berlin und Königsberg börsennotierte) Königsberger Bank AG selbst so stark betroffen, daß sie Vergleich anmelden und anschließend in Liquidation gehen mußte. Mit komplettem Kuponbogen.
Nr. 621
Schätzpreis: 90,00 EUR
Startpreis: 45,00 EUR
Königsberger Hartungsche Zeitung und Verlagsdruckerei
Aktie 20 RM, Nr. 471
Königsberg i.Pr., 1.1.1928
Erhaltung: EF
Auflage 865, R 8. Das zuletzt 12 x wöchentlich erscheinende Blatt ist eine der ältesten deutschen Zeitungen überhaupt gewesen und geht wahrscheinlich bis in die 1. Hälfte des 17. Jh. zurück: 1640 gründete der Buchdrucker Joh. Reußner die “Hof- und Akadem. Buchdruckerei” und erhielt 1660 das Privileg, allein eine Zeitung zu drucken. 1730 gründete Joh. Heinr. Hartung eine Druckerei in Königsberg und erwarb dazu 1751 auch die Reußner’sche Druckerei. Dessen Zeitung hatte zuvor mehrfach den Namen gewechselt und erschien nun als “Königl. priv. Preuß. Staats-, Kriegs- und Friedenszeitung”, ein Titel, der ihr 1850 durch Verfügung entzogen wurde. 1872 verkaufte der Urenkel des Firmengründers die Königsberger Hartungsche Zeitung an diese AG. Lochentwertet.
Nr. 622
Schätzpreis: 120,00 EUR
Startpreis: 60,00 EUR
Königshütter Gaswerk AG
Aktie 1.000 Mark, Nr. 551
Königshütte O.-S., 1.4.1920
Erhaltung: EF/VF
Gründeraktie, Auflage 2600, R 2. Gasversorger der Stadt Königshütte (heute Chorzów) im oberschlesischen Industrierevier, gegründet 1920. Die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau war an der AG beteiligt (1943). Lochentwertet.
Nr. 623
Schätzpreis: 150,00 EUR
Startpreis: 75,00 EUR
Kohle und Erz AG
Aktie 20 RM, Nr. 2